Boomi übernimmt Elementary Data: Mehr Datenqualität, Sicherheit und Vertrauen in der KI-Ära

Die Integration stärkt Transparenz und Governance als Grundlage für verlässliche, skalierbare Geschäftsprozesse
Steve Lucas: KI ist nur so vertrauenswürdig, wie die Daten, die ihr zugrunde liegen!, Foto: 2026 Boomi, LP
Steve Lucas: KI ist nur so vertrauenswürdig, wie die Daten, die ihr zugrunde liegen!, Foto: 2026 Boomi, LP

Boomi übernimmt Elementary Data und erweitert seine Enterprise-Plattform mit Funktionen für Datenqualität, Beobachtbarkeit und Governance. Damit schafft das Unternehmen eine zuverlässige Datengrundlage für vertrauenswürdige KI und skalierbare, KI-gestützte Geschäftsprozesse.

Boomi versteht sich nach eigenen Angaben als „das auf Datenaktivierung für KI spezialisierte Unternehmen“ – am 19. Oktober 2026 gab es nun die Übernahme von Elementary Data bekannt hat, demnach ein Anbieter der weit verbreiteten Lösung für Datenbeobachtbarkeit, welche „Workflows“ und KI-Agenten zuverlässige Daten liefert.

Nach Lunar.dev ist dies nun die jüngste Akquisition von Boomi, welche die „Boomi Enterprise Plattform“ durch die Funktionen für Beobachtbarkeit, Qualität, Governance und Entdeckung stärken soll, die Unternehmen benötigten, um zuverlässige Daten für Künstliche Intelligenz (KI) bereitzustellen.

Unzuverlässige Daten könnten still und leise Unternehmen zerstören

Boomi schätzt nach eigenen Angaben an „Elementary“ die einheitliche Beobachtbarkeit, Qualität, Governance und Entdeckung. 2022 als Open-Source-Projekt gegründet, bediene Elementary Data mittlerweile mehr als 1.500 Datenteams, verzeichne über 1,1 Millionen Downloads pro Monat und besitze eine rund 4.000 Mitglieder starke Community. „2024 lancierte es ,Elementary Cloud’, mit dem das Open-Source-Fundament durch Funktionen der Unternehmensklasse ergänzt wurde.“

Diese Akquisition sei insbesondere aus folgendem Grund wichtig: „KI ist nur so vertrauenswürdig, wie die Daten, die ihr zugrunde liegen!“ Wenn Unternehmen Entscheidungen und Aktionen KI-Agenten überlassen, könnten unzuverlässige Daten still und leise das Unternehmen zerstören. „Elementary“ gehe dieses Risiko im Kern an, indem es Datenteams in die Lage versetze, Datenprobleme zu erkennen, zu klassifizieren und zu lösen, „bevor sie Dashboards, Modelle, Geräte und KI-Agenten erreichen“. Dadurch werde die Lücke bei der Datenzuverlässigkeit geschlossen, welche Unternehmens-KI in der Produktion behindere.

Die erwünschte Erweiterung der „Boomi Enterprise Platform“ basiere auf „Elementarys“ agentengestützter Pipeline-, Daten- und Kontextüberwachung, „Spalten-Lineage“, einem Datenkatalog, Integritätswerte, einem MCP-Server, der den Datenkontext gegenüber KI-Tools und -Agenten offenlege, und KI-Agenten, welche Datentests, Vorfallstriage, Governance und Leistungsoptimierung für Apps, Geräte und Daten automatisierten.

Datenzuverlässigkeit als neuer KI-Engpass

„Elementary“ ergänze die „Active Data Foundation“ der „Boomi Enterprise Platform“, „die stetig Daten bewegt, abgleicht und steuert, und liefert sie mit dem richtigen Kontext an die Anwendungen, Geräte und Agenten, die sie benötigen“.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Datenplattformen, welche sich auf Daten im Ruhezustand („Data at Rest) konzentrierten, bringe die „Active Data Foundation“ Daten in Bewegung („Data in Transition“) und stelle auf diese Weise sicher, „dass immer und überall zuverlässige, kontextualisierte Daten verfügbar sind“.

Viele Jahre lang sei die Datenzuverlässigkeit als „Hygienemaßnahme“ im Hintergrund behandelt worden – etwas, was Datenteams im Stillen ausgeführt hätten, um die Dashboards nicht zu beeinträchtigen.

Datenprobleme erkennen, klassifizieren und lösen, bevor sie Dashboards, Modelle, Geräte und KI-Agenten erreichen

Mit der KI sei diese Ära nun vorbei. Unternehmen überließen reale Entscheidungen und Aktionen KI-Agenten, „so dass die Zuverlässigkeit der zugrundeliegenden Daten zur einzigen Schwachstelle des Systems wird“ – ein Agent, welcher auf Grundlage veralteter, falscher oder ungeregelter Daten agiert, produziere eben nicht nur eine falsche Tabelle, er ergreife falsche Maßnahmen – und das im großen Maßstab, noch bevor es jemand merkt. „Elementary“ schließe diese Lücke im Kern und bringe nativ Funktionen in die Plattform, welche von Unternehmen angewendet werde, um Daten für KI nutzbar zu machen.

„Da Unternehmen KI und agentische Workflows skalieren, sind Daten überall vorhanden, fließen dynamisch über sich bewegende Pipelines und ruhen in Datenlagern.“ Die Sicherstellung, dass dieser kontinuierliche Datenfluss zuverlässig ist, mache den Unterschied zwischen KI, welcher in der Produktion vertraut werden könne, und solcher Risiken bergenden aus.

Die Vertrauenslücke sei bereits messbar: In einer Studie von Forrester Consulting – von Boomi in Auftrag gegeben (Juli 2026) – sagten 86 Prozent der Führungskräfte, dass ihre Organisationen über KI-Agent-Pilotprojekte hinausgegangen seien, aber nur 34 Prozent gäben an, den Aktionen ihrer agentischen Systeme zu vertrauen; und Organisationen, welche Agenten bereitgestellt hätten, noch bevor sie bereit waren, berichteten Mehrkosten in Höhe von durchschnittlich 2,1 Millionen Dollar. „Elementary“ gehe die Ursachen dieser Lücke an – die Daten selbst –, indem es Datenteams in die Lage versetze, Datenprobleme zu erkennen, zu klassifizieren und zu lösen, bevor sie Dashboards, Modelle, Geräte und KI-Agenten erreichten.

Beobachtbarkeits-, Qualitäts- und Governance-Schicht als Zugewinn

„KI ist nur so vertrauenswürdig, wie die Daten, die ihr zugrunde liegen!“, unterstreicht Steve Lucas, Vorstandsvorsitzender und CEO von Boomi.

Er führt zur Motivation der Übernahme aus: „Mit ,Elementary’, das von mehr als 1.500 Datenteams genutzt wird, eine rund 4.000 Mitglieder starke Community besitzt und über eine Million Mal pro Monat heruntergeladen wird, fügen wir die Beobachtbarkeits-, Qualitäts- und Governance-Schicht hinzu, die dafür sorgt, dass die in KI und Agenten eingespeisten Daten zuverlässig, erklärbar und unternehmensfähig sind.“

„Elementary“, 2022 als Open-Source-Projekt gestartet und seitdem von mehr als 1.500 Datenteams genutzt, mit über 1,1 Millionen Downloads pro Monat und einer rund 4.000 Mitglieder starken Community, zeichne sich durch das code-orientierte Design aus, wodurch Datenbeobachtbarkeit ein natürlicher Teil des modernen Daten-Workflows sei, während „Elementary Cloud“ die Funktionen der Unternehmensklasse hinzugefügt habe, welche Teams für die Skalierung benötigten.

Vertrauen essenziell: Agenten verwenden Daten in Maschinengeschwindigkeit

„Wir haben ,Elementary’ mit einer einfachen Überzeugung begonnen: Datenteams verdienten dieselben ,Tools’ zur Sicherstellung der Zuverlässigkeit, die Software-Entwicklungsteams schon jahrelang nutzten. KI hat die Dringlichkeit dieser Überzeugung verstärkt“, erläutert Maayan Salom, CEO und Mitgründer von Elementary Data.

„Wenn Agenten in Maschinengeschwindigkeit mit Ihren Daten arbeiten, ist Vertrauen in die Daten kein bloßes ,Nice-to-Have’ mehr, sondern das Fundament, auf dem das gesamte Unternehmen steht“, so Salom.

Durch den Zusammenschluss mit Boomi, mit mehr als 30.000 Kunden und über 800 Partnern, machten sie zuverlässige Daten zum Standard für die KI-Ära – indes nicht zur Ausnahme. Salom abschließend: „Und wir fangen gerade erst an!“

Zentrale Erkenntnisse der DS-Redaktion

  • Neben den traditionellen Schutzzielen der Datensicherheit, wie Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit, kommen im KI-Zeitalter weitere hinzu: Qualität, Kontrollierbarkeit, Nachvollziehbarkeit u.a.
  • Eine geringe Datenqualität mindert nicht nur den Erfolg des KI-Einsatzes, sondern birgt sogar ungeahnte und oft nicht früh genug erkannte Gefahren.
  • Datenprobleme müssen frühestmöglich erkannt, klassifiziert und gelöst werden – eben noch rechtzeitig bevor sie z.B. Dashboards, Modelle, Geräte und KI-Agenten erreichen.
  • Datenzuverlässigkeit gewinnt gerade im Kontext des KI-Einsatzes herausragende Bedeutung.
  • Zuverlässige Daten müssen zwingend zum Standard für die KI-Ära werden.

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