Auch die Check Point Software Technologies Ltd. warnt vor schwerwiegenden Sicherheitslücken im „Common Unix Printing System“ (CUPS)
[datensicherheit.de, 10.10.2024] Auch die Check Point Software Technologies Ltd. warnt in einer aktuellen Stellungnahme vor „schwerwiegenden Sicherheitslücken im ,Common Unix Printing System’ (CUPS)“. Diese vom Sicherheitsexperten Simone Margaritelli (evilSocket) aufgedeckten Schwachstellen betreffen demnach „Linux“-Umgebungen und können zur Ausführung von schädlichem Code führen. Diese vier Schwachstellen seien öffentlich bekanntgemacht worden, nachdem das Entwickler-Team unzureichend auf die verantwortungsbewusste Offenlegung reagiert habe.

Übersicht der Schwachstellen mit CVE-Code
Hunderttausende von Geräten potenziell durch CUPS-Schwachstellen gefährdet
Die vier entdeckten Sicherheitslücken, darunter „CVE-2024-47177“ mit einem CVSS-Score von 9.0 („kritisch“), beträfen eine Vielzahl von „Linux“-Distributionen sowie Systeme wie „BSD“, „Oracle Solaris“ und „ChromeOS“.
„Ein Scan des Internets zeigte, dass Hunderttausende von Geräten potenziell gefährdet sind. Obwohl ,cloud’-basierte Workloads oft nicht betroffen sind, da Port 631 in der Regel geschlossen ist, sollten betroffene Systeme dringend aktualisiert werden.“
Maßnahmen und Schutzvorkehrungen
Um die Risiken der CUPS-Schwachstellen zu minimieren, empfiehlt Check Point nach eigenen Angaben folgende Maßnahmen:
Systeme aktualisieren und Patches installieren!
Es sollten Versionen „cups-browsed“ > 2.0.1, „libcupsfilters“ > 2.1b1 und „libppd“ > 2.1b1 eingesetzt werden.
Dienste deaktivieren!
Falls nicht benötigt, sollte der „cups“-browsed-Dienst vollständig deaktiviert werden.
Port 631 blockieren!
Wenn ein Update nicht sofort möglich ist, sollte jeglicher Verkehr zu Port 631 blockiert werden, um Angriffe zu verhindern.
Margaritelli weise darauf hin, dass weitere Schwachstellen bereits verantwortungsvoll offengelegt worden seien und eine erhöhte Wachsamkeit notwendig sei. Zudem gebe es bereits „PoC-Exploitcodes“ (Proof-of-Concept) für die aktuellen Sicherheitslücken. Check-Point-Kunden seien durch „CloudGuard“ geschützt (insbesondere gegen „Remote Code Execution“ [RCE], welche durch die Sicherheitslücke „CVE-2024-47176“ ausgelöst werden könne).
Weitere Informationen zum Thema:
CHECK POINT, 30.09.2024
How to Safeguard Your Systems from Linux CUPS Vulnerabilities
datensicherheit.de, 30.09.2024
Satnam Narang kommentiert Schwachstellen im CUPS-Drucksystem / Es gibt laut Satnam Narang noch eine breite Palette von Software – sei es „Open Source“ oder „Closed Source“ –, welche noch entdeckt und offengelegt werden müssten
datensicherheit.de, 27.09.2024
Über 76.000 Geräte von Kritischer Remote-Code-Schwachstelle in CUPS betroffen / „CUPS“ (Common Unix Printing System) ist das Standard-Drucksystem für viele „Unix“-ähnliche Betriebssysteme wie „GNU/Linux“