Drivelock – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Thu, 07 Aug 2025 06:51:14 +0000 de hourly 1 Digitale Souveränität statt Digitaler Naivität – Europas IT-Sicherheitsstrategie auf dem Prüfstand https://www.datensicherheit.de/digital-souveraenitaet-europa-it-sicherheitsstrategie-pruefstand https://www.datensicherheit.de/digital-souveraenitaet-europa-it-sicherheitsstrategie-pruefstand#respond Thu, 07 Aug 2025 06:48:36 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=49517 Der aktuelle EU-Fortschrittsbericht zur „Digitalen Dekade 2030“ zeigt auf, dass vielen EU-Mitgliedstaaten das Verfehlen zentraler Ziele droht – gleichzeitig wächst die Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern im Bereich der IT-Sicherheit

[datensicherheit.de, 07.08.2025] Europa ringt derzeit um seine digitale Unabhängigkeit – und steht dabei zunehmend unter Druck, ob bei Quantencomputern, bei sogenannter Künstlicher Intelligenz (KI) oder „Cloud“-Technologie. Der aktuelle Fortschrittsbericht der Europäischen Union (EU) zur „Digitalen Dekade 2030“ zeigt demnach deutlich, dass bei souveräner „Cloud“-Infrastruktur, digitalen Kompetenzen und Cybersicherheit vielen EU-Mitgliedstaaten das Verfehlen zentraler Ziele droht. Gleichzeitig wächst offenkundig die Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern – besonders im Bereich der IT-Sicherheit.

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Foto: DriveLock

Arved Graf von Stackelberg: Digitale Souveränität beginnt dort, wo Organisationen über ihre Daten und ihre Sicherheitsinfrastruktur selbst bestimmen können!

Anwendung ausländischer Sicherheitssoftware mit geopolitischer Brisanz

Der Umgang mit ausländischer Sicherheitssoftware erweist sich dabei längst nicht mehr als nur eine technische Frage, sondern ist auch geopolitisch brisant: Denn Zölle und Exportkontrollen seitens der USA sorgen zunehmend für Verunsicherung bei europäischen Unternehmen.

  • Zudem wächst auch die Skepsis der Bevölkerung gegenüber Sicherheitslösungen aus den USA – dies lässt sich an den Reaktionen auf den geplanten Einsatz von Palantir-Software durch die Polizei deutlich erkennen.

Dass nun der Bedarf an europäischen Alternativen immer größer wird, geht auch aus einer aktuelle Bitkom-Umfrage hervor: Immer mehr deutsche Startups wenden sich bewusst von US-Anbietern ab aus Sorge vor Abhängigkeiten, Kontrollverlust und mangelndem Datenschutz.

Viele europäische Unternehmen schützen Daten und Systeme mit Sicherheitslösungen aus nicht-europäischem Ausland

Gerade auf dem Gebiet der Cybersecurity hat Souveränität eine besondere Tragweite: Viele deutsche und europäische Unternehmen schützen ihre Daten und Systeme bisher mit Sicherheitslösungen aus dem nicht-europäischen Ausland.

  • Dies birgt nicht nur Compliance-Risiken und die Gefahr von Kontrollverlust, sondern kann auch die Cyberresilienz erheblich schwächen.

„Digitale Souveränität beginnt dort, wo Organisationen über ihre Daten und ihre Sicherheitsinfrastruktur selbst bestimmen können – ohne versteckte Abhängigkeiten“, kommentiert Arved Graf von Stackelberg, CEO bei DriveLock. Er betont: „Das ist nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der strategischen Resilienz und Zusammenarbeit!“

Unternehmen und Organisationen sollten rechtzeitig auf effektive, europäische Sicherheitslösungen setzten

Behörden, Betreiber Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) und solche von der NIS-2-Richtlinie betroffene Unternehmen benötigten IT-Sicherheitslösungen, „die nicht nur technisch auf dem neuesten Stand, sondern auch von europäischen Anbietern sind“. Hierzu seien die Hersteller gefragt, ein europäisches „Ökosystem“ auf die Beine zu stellen, welches digitale Systeme, Daten und Anwendungen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg auf effektive, ressourcenschonende und benutzerfreundliche Weise absichert.

  • Diese Anforderungen seien gerade für mittelständische Unternehmen und öffentliche Einrichtungen entscheidend, „da sie oft mit knappen Budgets und angesichts des Fachkräftemangels auch mit wenig Personal auskommen müssen“. IT-Security-Lösungen aus einem europäischen „Ökosystem“, welche diese Kriterien erfüllen, seien die Grundlage für Cyberresilienz in allen Bereichen unserer Gesellschaft.

„Digitale Souveränität und Cyberresilienz sind handfeste geopolitische und wirtschaftliche Ziele. Wer Europas und Deutschlands IT-Sicherheit ernst nimmt, muss in lokale Lösungen investieren und ihre Skalierung aktiv vorantreiben!“ Unternehmen und Organisationen, welche frühzeitig auf effektive, europäische Sicherheitslösungen setzten, sicherten ihren Betrieb und schafften gleichzeitig die Grundlage für zukunftssichere Digitalisierung.

Weitere Informationen zum Thema:

DriveLock, 14.03.2023
Arved Graf von Stackelberg ist neuer CEO von DriveLock / Strategischer Wechsel in der Führungsetage bei DriveLock

Europäische Kommission
Europas digitale Dekade: digitale Ziele für 2030

DIE ZEIT, 24.07.2025
Kritik von Datenschützern: Warnung vor Polizei-Software: Krake oder Trojanisches Pferd

bitkom, 04.07.2025
Startups gehen auf Distanz zu den USA

datensicherheit.de, 21.07.2025
Digitale Souveränität: Europäischer Datenspeicher zur Resilienzstärkung / Datensicherheit im geopolitischen Spannungsfeld – Digitale Souveränität keine theoretische Debatte, sondern strategische Notwendigkeit

datensicherheit.de, 11.07.2025
Cybersicherheit: Deutsche Unternehmen setzen zunehmend auf Digitale Souveränität / Laut einer neuen Studie von HarfangLab messen 81 Prozent der Führungsetagen in deutschen Unternehmen Digitaler Souveränität heute mehr Bedeutung zu als noch vor einem Jahr

datensicherheit.de, 12.06.2025
Blick über den eigenen Tellerrand: Cybersicherheit als Frage nationaler Souveränität / Ari Albertini warnt davor, die größte Schwachstelle im Alltag zu unterschätzen: Das aufgrund von Zeitdruck oft ungeschützte Teilen sensibler Informationen gefährdet die Cybersicherheit

datensicherheit.de, 15.05.2025
Digitale Souveränität: Europas Emanzipation voraus / Sowohl die wirtschaftlichen als auch die politischen Beziehungen zwischen Europa und den USA durchlaufen derzeit eine harte Belastungsprobe

datensicherheit.de, 03.04.2025
Digitale Souveränität Europas: IT-Sicherheit „Made in EU“ als Basis / ESET plädiert für eigenständige europäische Cyber-Sicherheitsstrategie

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KMU-Studie zur IT-Sicherheit – ein Hürdenlauf für den Mittelstand https://www.datensicherheit.de/kmu-studie-it-sicherheit-huerdenlauf-mittelstand https://www.datensicherheit.de/kmu-studie-it-sicherheit-huerdenlauf-mittelstand#respond Tue, 24 Oct 2023 19:48:28 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=43624 DriveLock und techconsult empfehlen deutschen KMU einfache und robuste Cyber-Sicherheit

[datensicherheit.de, 24.10.2023] Die DriveLock SE hat die Ergebnisse der gemeinsamen Studie mit der techconsult GmbH zur aktuellen Lage der IT-Sicherheit im deutschen Mittelstand veröffentlicht – als Neuauflage der bisherigen Ausgabe von 2019. Die Antworten der befragten Unternehmen lassen demnach erkennen: „Der Stellenwert von Cybersecurity in den Unternehmen hat an Bedeutung gewonnen und wird entsprechend als wichtig wahrgenommen.“ Doch effektiven IT-Schutz umzusetzen, sei für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Teilen noch immer schwierig. Dort stellten fehlende Ressourcen wie Budgets und Fachkräfte erhebliche Hindernisse dar. Security-Lösungen müssten daher gleich in mehrfacher Hinsicht einfach und ressourcenschonend sein – von der Investition und Implementierung bis hin zur täglichen Nutzung und Wartung.

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Abbildung: DriveLock SE

Lage der IT-Sicherheit deutscher KMU 2023

Zentrale Erkenntnisse der aktuellen KMU-Studie:

Im Mittelstand sei die Bedeutung von IT-Sicherheit gestiegen – von 55 Prozent vor vier Jahren auf nunmehr 70 Prozent. Dennoch gebe es noch Raum für Verbesserungen: „21 Prozent der befragten Unternehmen setzen Sicherheitsmaßnahmen unregelmäßig und ohne klare Strategie um, während acht Prozent sogar erst nach einem Sicherheitsvorfall reagieren.“ Diese Ergebnisse zeigten die Notwendigkeit einer konsequenten Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen.

Ein zentrales Hindernis für die Umsetzung umfänglicher IT-Sicherheitsmaßnahmen seien die wahrgenommenen Kosten. „Die Hälfte der Unternehmen ohne eine klare Sicherheitsstrategie vermeidet Sicherheitsinvestitionen aufgrund zu hoher Kosten.“ Zeitmangel sei ein weiteres Problem, weshalb 40 Prozent der befragten Unternehmen ohne konkrete Sicherheitsstrategie agierten. „Interessanterweise wiegen sich fast 30 Prozent dieser Unternehmen in falscher Sicherheit und gehen davon aus, nicht Opfer von Cyber-Angriffen zu werden.“ Dieser Leichtsinn könne jedoch zu erheblichen finanziellen und nicht-monetären Schäden führen.

Ferner bildeten die üblichen Security-Klassiker die Grundlage für die Mehrheit der Unternehmen. Unternehmen mit einer etablierten Sicherheitsstrategie setzten zusätzlich auf weitergehende Sicherheitslösungen. „Eine wichtige und richtige Entscheidung.“ Angesichts der zunehmenden Raffinesse von Cyber-Angriffen und Veränderungen in der Unternehmensstruktur, wie der Einführung von „Cloud“-Infrastrukturen und Remote-Arbeit, sei eine Anpassung der Sicherheitsmaßnahmen unerlässlich. Unternehmen sollten ihre Sicherheitsstrategien überdenken und die Bedeutung mehrschichtiger Security-Maßnahmen erkennen, um sich effektiv vor Cyber-Bedrohungen zu schützen.

Mit Blick auf die Betriebsmodelle von IT-Sicherheit in den Unternehmen lasse sich erkennen, dass 79 Prozent der Befragten diese trotz Fachkräftemangels entweder komplett oder größtenteils „in-house“ betrieben. Gefragt nach ihren Wünschen, gäben noch immer knapp 60 Prozent der Befragten an, die gesamte IT-Sicherheit selbst verwalten zu wollen. „Ein Ergebnis mit signifikanter Diskrepanz zu vorhandenen Personalressourcen und entsprechender Fachexpertise in KMU.“

KMU versuchen traditionell, ihre IT-Sicherheit selbst zu regeln

Diese Diskrepanz erläutert Arved Stackelberg, „CEO“ von DriveLock: „Hier kommen mehrere Faktoren ins Spiel. Zum einen haben KMU traditionell versucht, IT-Sicherheit selbst zu regeln – oft ohne das notwendige Experten-Wissen und ausreichende Ressourcen, um sich tatsächlich effektiv schützen zu können.“ Zum anderen gebe es nach wie vor ein gewisses Misstrauen gegenüber „cloud“-basierten Lösungen – Stichwort „Souveränität“.

Dabei bieten „cloud“-basierte Lösungen signifikante Vorteile. Diese seien schnell verfügbar und erforderten weniger Investition in Infrastruktur und personelle Ressourcen. „Und nochmal zum Stichwort ,Souveränität’: Hier gibt es sinnvolle Alternativen in Deutschland und Europa. Unsere DriveLock-Lösungen sind ,cloud’-basiert und ,Made in Germany’. Mit unserer langjährigen Erfahrung im Mittelstand bringen wir Unternehmen in sehr kurzer Zeit auf ein höheres Sicherheitsniveau“, sagt Stackelberg. Dies spare Zeit und Kosten bei gleichzeitig konsequentem Schutz digitaler Arbeitsplätze.

Mehrschichtige KMU-Sicherheitslösungen als Festung gegen Cyber-Kriminelle

Raphael Napieralski, Analyst bei techconsult GmbH, betont: „Die Bedrohungslage im Bereich Cybersecurity ist akuter denn je, und es ist an der Zeit, sich proaktiv zu schützen.“ Von der Priorisierung der IT-Sicherheit bis zur Integration in die Unternehmensstrategie – nur so könne ein flächendeckender Schutz gewährleistet werden.

Mehrschichtige Sicherheitslösungen seien die Festung gegen Cyber-Kriminelle. „Die Stärkung der IT-Sicherheit reicht jedoch über Technologie hinaus, denn der Mensch bleibt das schwächste Glied in der Kette“, stellt Napieralski abschließend klar – Schulungen und Sensibilisierung seien daher der „Schlüssel zur Gefahrenminimierung“.

Weitere Informationen zum Thema:

DriveLock
Cybersecurity im deutschen Mittelstand / Warum brauchen KMU eine robuste Cybersicherheit?

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Kritis im Visier: Hacker-Angriffe bleiben noch oft zu lange unbemerkt https://www.datensicherheit.de/kritis-hacker-angriffe https://www.datensicherheit.de/kritis-hacker-angriffe#respond Thu, 01 Mar 2018 22:25:26 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=27325 Keine 100-prozentige Sicherheit möglich, aber schnellere Reaktionen nötig

[datensicherheit.de, 01.03.2018] Die jüngste Cyber-Attacke auf die Bundesregierung habe erneut gezeigt, wie gefährlich solche Angriffe bereits geworden sind. Udo Riedel, „CEO“ und „CTO“ von DriveLock SE kommentiert hierzu: „469 Tage bleiben Hacker-Angriffe durchschnittlich unbemerkt. Das ist mehr als genug Zeit für Angreifer, sich ungestört Informationen zu verschaffen. Wie lange der Angriff auf die Bundesregierung tatsächlich unbemerkt blieb, werden die Untersuchungen noch zeigen.“

Applikationskontrolle verhindert Start unbekannter Programme

Bei Cyber-Attacken, die gezielt Hintertüren ausnutzen oder speziell für dieses Netzwerk programmierte Viren nutzen, böten herkömmliche Schutzmaßnahmen, wie z.B. Antiviren-Software, nicht den nötigen Schutz, insbesondere nicht im Fall von solchen Kritischen Infrastrukturen wie Bundesbehörden.
Damit Sicherheitslücken gar nicht erst missbraucht und Schadprogramme nicht ausgeführt werden können, sei zusätzliche Sicherheitssoftware nötig. Applikationskontrolle beispielsweise verhindere, dass unbekannte Programme gestartet werden, unabhängig davon wo und wie sie auf das Netzwerk gelangen.

Zusätzliche Security-Maßnahmen müssen schneller als Patches und Updates greifen!

Denn bis eine Lücke entdeckt wird und der entsprechende Sicherheits-Patch entwickelt und installiert ist, könnte es schon zu spät sein, warnt Riedel. Applikationskontroll-Software decke auch Zero-Day-Malware ab, also neue Schadprogramme und Virus-Varianten, die Antivirus-Software noch nicht gelistet hat.
Bei den rasanten Entwicklungen im Cybercrime-Markt und mutmaßlich/potenziell staatlich finanzierten Hackern seien zusätzliche Security-Maßnahmen notwendig, die schneller und umfassender greifen als Sicherheits-Patches und Softwareupdates, betont Riedel.

Weitere Informationen  zum Thema:

datensicherheit.de, 01.03.2018
Hacker-Angriff auf Datennetzwerk des Bundes: Ganzheitliches Sicherheitsmanagement notwendig

datensicherheit.de, 01.03.2018
Selbst nach Cyber-Attacke: Unternehmen ändern ungern Sicherheitsstrategie

datensicherheit.de, 01.03.2018
Nach Hacker-Angriff auf Bundesregierung: Schwierige Suche nach den Tätern

datensicherheit.de, 01.03.2018
Daten als wertvollstes Asset müssen ins Zentrum der Sicherheitsstrategie gestellt werden

datensicherheit.de, 01.03.2018
Ohne automatisierte Netzwerk-Dauerüberwachung zu leichtes Spiel für Angreifer

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