Einbindung der Fachöffentlichkeit zur Entwicklung praxisrelevanter Ansätze zur datenschutzkonformen Gewinnung von Trainingsdaten
[datensicherheit.de, 11.07.2025] Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider, hat ein Konsultationsverfahren zum datenschutzkonformen Umgang mit personenbezogenen Daten in Modellen Künstlicher Intelligenz (KI) gestartet. Denn KI-Modelle – insbesondere sogenannte große Sprachmodelle (Large Language Modells / LLM) – können demnach personenbezogene Informationen wortgetreu und sinngemäß aus ihren Trainingsdaten wiedergeben. Somit besteht die Gefahr, dass Ergebnisse aus KI-Systemen dementsprechend Rückschlüsse auf bestimmte Personen zulassen. Aufsichtsbehörden weltweit beschäftigt dieses Problem spätestens seit der Veröffentlichung von „ChatGPT“ und der damit einhergehenden massiven Verfügbarkeit neuer KI-Angebote für Verbraucher.

Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider: Einblicke aus der Praxis versetzen uns in die Lage, bessere datenschutzrechtliche Empfehlungen auszusprechen
KI-Modelle bergen große Herausforderungen für den Datenschutz
„KI-Modelle revolutionieren zahlreiche Branchen und stellen uns zugleich vor große Herausforderungen in Sachen Transparenz, Sicherheit und Datenschutz“, erläutert Specht-Riemenschneider.
- Aus BfDI-Sicht ergeben sich daher auch im Jahr 2025 noch zahlreiche Fragen nach dem Schutz personenbezogener Daten beim Training von KI-Modellen.
Mit einem öffentlichen Konsultationsverfahren möchte die BfDI nun dazu beitragen, „dass praktisches Wissen über KI-Modelle für die aufsichtsrechtliche Bewertung für alle zur Verfügung steht“.
Entwicklung praktikabler datenschutzrechtlicher Ansätze für KI-Modelle
Für die Entwicklung praktikabler und erfolgversprechender datenschutzrechtlicher Ansätze sollten Erfahrungen, Herausforderungen und Lösungen aus der Praxis sichtbar gemacht werden.
- „Einblicke aus der Praxis versetzen uns in die Lage, bessere datenschutzrechtliche Empfehlungen auszusprechen. Ich möchte unrealistische und unklare Regelungen vermeiden – doch dafür bin ich auf die Mithilfe der Anbieter und Forschenden angewiesen“, betont Louisa Specht-Riemenschneider.
Die BfDI nutze öffentliche Konsultationen auch, um Rechtssicherheit für alle Beteiligten durch Transparenz und Dialog zu gewährleisten.
Weitere Informationen zum Thema:
BfDI Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
Konsultation zum datenschutzkonformen Umgang mit personenbezogenen Daten in KI-Modellen / Hier finden Sie alle Informationen zum aktuellen Konsulatationsverfahren der BfDI zum datenschutzkonformen Umgang mit personenbezogenen Daten in KI-Modellen. Die Frist zur Stellungnahme endet am 10. August 2025.
BfDI Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, 10.07.2025
Konsultation zum datenschutzkonformen Umgang mit personenbezogenen Daten in KI-Modellen der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
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