datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Mon, 10 Aug 2026 02:50:04 +0000 de hourly 1 Führungskräfte ins Visier: Ransomware-Akteure zielen auf Inhaber privilegierter Rechte https://www.datensicherheit.de/fuehrungskraefte-visier-ransomware-akteure-inhaber-privileg-rechte Sun, 09 Aug 2026 22:53:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=56172 Das „ThreatLabz“-Team von Zscaler hat den „Faktor Mensch“ in der Ransomware-Angriffskette analysiert und konnte aufzeigen, dass Cyberkriminelle bei der Auswahl ihrer Opfer innerhalb von Organisationen gezielt vorgehen

[datensicherheit.de, 10.08.2026] Gelangt ein Ransomware-Angriff in die Schlagzeilen, wird die Aufmerksamkeit meist auf die betroffene Organisation, die gestohlenen Daten sowie die darauffolgende Lösegeldforderung gerichtet. Eine aktuelle Untersuchung des „ThreatLabz“-Teams von Zscaler hat indes den „Faktor Mensch“ in der Angriffskette beleuchtet und demnach aufgezeigt, dass Cyberkriminelle bei der Auswahl ihrer Opfer innerhalb von Organisationen nicht zufällig agieren. Vielmehr gerieten gezielt Mitarbeiter mit weitreichenden Berechtigungen und geschäftskritischen Funktionen in den Fokus, um über dieses Einfallstor das Netzwerk zu infiltrieren, sensible Informationen zu exfiltrieren und den unrechtmäßigen Zugriff schließlich zu monetarisieren. „ThreatLabz“ habe Opfer einer Ransomware-Kampagne identifiziert und die Position der Opfer im Unternehmen analysiert, zudem wie deren Funktionen und Befugnisse dazu beitragen, die Organisation zu unterwandern. Über einen Zeitraum von einem Monat habe „ThreatLabz“ 351 Opfer in 334 Organisationen identifiziert, welche mit einer einzelnen Ransomware-Kampagne in Verbindung gestanden hätten.

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Abbildung: Zscaler, Inc. 2026

„ThreatLabz“-Erhebung zur Verteilung der am häufigsten angegriffenen Branchen

Führungskräfte und kritische Geschäftsfelder im Ransomware-Visier

Die untersuchten Bedrohungsakteure hätten sich dabei auf den Erstzugang, den Diebstahl großer Mengen an Unternehmensdaten sowie die selektive Verschlüsselung kritischer Systeme spezialisiert. Die detaillierte Auswertung der Opferprofile habe ergeben, „dass 62 Prozent der betroffenen Personen auf Managementebene oder höher angesiedelt waren“.

Dies deute darauf hin, dass die Täter systematisch nach Mitarbeitern suchten, welche über einen privilegierten Zugriff auf Kundendaten, Finanzunterlagen, Verträge und operative Systeme verfügen.

Der Wert eines kompromittierten Managementkontos sei durch den Umfang der mit der jeweiligen Position verbunden Zugriffsrechte definiert. Führungskräfte könnten beispielsweise Zahlungen freigeben, Budgets und Lieferanten verantworten, Verträge prüfen, auf sensible Unterlagen zugreifen oder die Zusammenarbeit über verschiedene Geschäftsbereiche hinweg koordinieren.

Ransomware-Gruppen erlangen über Mitarbeiter von Industrieunternehmen Zugang zu kritischen Systemen

Auch bei den Branchen und Abteilungen hätten sich in der Analyse klare Schwerpunkte gezeigt. „Die Hälfte der kompromittierten Unternehmen stammte aus der Industrie mit über 35 Prozent sowie der Informationstechnologie mit knapp 15 Prozent.“ Für Ransomware-Gruppen könnten Mitarbeiter in Industrieunternehmen Wege zu jenen kritischen Systemen eröffnen, welche Fertigung, Distribution oder Logistik unterstützen.

In der Informationstechnologie könnten kompromittierte Konten Geistiges Eigentum und für die Bereitstellung digitaler Dienste genutzte Plattformen offenlegen.

Die Störung solcher Systeme könne schnell sowohl operativen als auch finanziellen Druck erzeugen. Die Verschlüsselung einer Produktions-, Logistik- oder Servicebereitstellungsplattform könne den Geschäftsbetrieb und damit den Umsatz beeinträchtigen, während gestohlene technische Daten Erpressungsforderungen untermauern könnten.

Durchschnittsalter der Ransomware-Opfer bei 46 Jahren

„Innerhalb der betroffenen Organisationen entfielen mehr als 75 Prozent der Opferpersonas auf fünf zentrale Geschäftsbereiche.“ Am stärksten anvisiert worden sei das Finanz- und Rechnungswesen, gefolgt vom Vertrieb, dem operativen Betrieb, der Personalabteilung und dem Marketing.

„Demographisch betrachtet lag der Schwerpunkt mit rund 44 Prozent auf der ,Generation X’, wobei das Durchschnittsalter der Opfer 46 Jahre betrug.“

Mitarbeiter dieser Generation bekleideten häufiger etablierte Management- oder höherwertige Positionen und verschafften Angreifern dadurch Zugang zu wertvollen Systemen, Daten und Entscheidungsbefugnissen.

Ransomware-Angreifer nutzen Täuschungstaktiken

Um sich das Vertrauen der anvisierten Entscheidungsträger zu erschleichen, nutzten die Angreifer häufig künstlich erzeugte Dringlichkeit sowie die falsche Identität von vermeintlichen IT-Mitarbeitern. Dabei kämen vertraute Werkzeuge wie „Microsoft Teams“ oder „Quick Assist“ zum Einsatz, woraus schnell weitreichender Datendiebstahl und Erpressung resultieren könnten.

Da Künstliche Intelligenz (KI) eine bessere Personalisierung von Angriffsmaßnahmen und überzeugende Täuschungsmaßnahmen durch Identitätsdiebstahl ermögliche, könnten Ransomware-Akteure mit weniger offensichtlichen Warnsignalen angreifen. Um dieses Risiko zu minimieren, rät „ThreatLabz“ Unternehmen dringend zur Implementierung einer „Zero Trust“-Architektur für eine strikte Netzwerksegmentierung und zur Verhinderung von lateralen Bewegungen im System.

Ebenso wichtig sei die konsequente Durchsetzung des „Least Privilege“-Prinzips, um den Zugriff auf sensible Daten strikt auf das Notwendigste zu begrenzen. Das Blockieren externer Nachrichten in Kollaborationstools, die Sensibilisierung der Mitarbeiter für die Verifizierung von internen IT-Anfragen sowie der Einsatz von KI-gestützten Sicherheitslösungen zur kontinuierlichen Überwachung bildeten die essenziellen Bausteine einer effektiven Verteidigungsstrategie gegen diese zielgerichteten Bedrohungen.

Zentrale Erkenntnisse:

  • Im Kontext der rasanten IT-Weiterentwicklung gelangen Führungskräfte einerseits zunehmend in Haftungsfragen bei IT-Schadensfällen – zudem werden sie von cyberkriminellen Angreifern immer öfter gezielt ins Visier genommen.
  • Die privilegierten Zugriffsrechte der Führungsebene stellen eine attraktive „Beute“ für Cyberkriminelle dar.
  • Generell gilt es, in den Betrieben grundsätzliche Sicherheitsprinzipien wie z.B. „Zero Trust“, „Least Privilege“ oder auch „Multi-Faktor-Authentifizierung“ (MFA) zu etablieren und konsequent anzuwenden.
  • Selbst bei einem Höchstmaß an Schutzmaßnahmen solle für eine erprobte Notfall- und Wiederanlaufplanung davon ausgegangen werden, dass irgendwann eine gravierender Cyberangriff auf die Führungsebene – eben z.B. mit Ransomware – gelingt.
  • Eine saloppe, despektierliche, gleichwohl ein zentrales Problem adressierende Redensart lautet: „Der Fisch stinkt vom Kopf her“ – Aufgabe der Führungsebene muss es daher sein, an der Spitze der Betriebe Lern- und Sicherheitskultur vorbildhaft einzuführen und im Alltag vorzuleben.

Weitere Informationen zum Thema:

zscaler
About Zscaler: Transforming Today and Tomorrow / Leveraging the largest security cloud on the planet, Zscaler anticipates, secures, and simplifies the experience of doing business for the world’s most established companies.

datensicherheit.de, 25.06.2026
Neuer Ransomware-Boom: Ein Drittel mehr Vorfälle registriert / Laut dem „Threat Status Report 2025/2026“ von aDvens wurden 2025 ein Drittel mehr Ransomware-Vorfälle als im Vorjahr registriert – in Deutschland geriet vor allem die Industrie ins Visier

datensicherheit.de, 29.04.2026
Ransomware-Hotspot: Deutschland als Top-Ziel für Erpresser / Im Jahr 2025 laut PwC 58 Prozent mehr Ransomware-Opfer weltweit – KI senkt Einstiegshürden und beschleunigt Angriffe

datensicherheit.de, 20.04.2026
Ransomware-Attacken: Versicherungs- und Rechtsfragen in Zeiten zunehmender Cyberangriffe / Web-Seminar zur neuen Qualität von Bedrohungen durch Cyberangriffe im Kontext der Wechselwirkungen zwischen angespannter geopolitischer Lage und vermehrtem KI-Einsatz am 22. April 2026

datensicherheit.de, 09.04.2026
Ransomware im Wandel – dennoch weiterhin eine der gravierendsten Cyberbedrohungen weltweit / Weniger Opfer zahlen, doch die Summen steigen – aktuelle Zahlen zur Ransomware-Bedrohung zeichnen ein Bild, welches Verantwortliche in Unternehmen nicht als Entwarnung missverstehen sollten

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Bedrohlicher Trend: Meta-KI-Hack aktuelles Beispiel für potenziell verhängnisvolle Entwicklung https://www.datensicherheit.de/bedrohung-trend-meta-ki-hack-beispiel-potenzial-verhaengnis Sun, 09 Aug 2026 22:42:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=56171 Bezugnehmend auf aktuelle Vorfälle, bei denen Systeme Künstlicher Intelligenz (KI) von OpenAI, Anthropic und Meta im Rahmen von Sicherheitstests auf reale Infrastrukturen zugreifen konnten, betont Tim Hudson, dass derartige Vorkommnisse nicht länger als „isolierte Pannen“ abgetan werden sollten

[datensicherheit.de, 10.08.2026] Angesichts der jüngsten Vorfälle, bei denen Systeme Künstlicher Intelligenz (KI) von OpenAI, Anthropic und Meta im Rahmen von Sicherheitstests auf reale Infrastrukturen zugreifen konnten, betont Tim Hudson, Mitentwickler der Software, aus der „OpenSSL“ hervorging, und Präsident der OpenSSL Corporation, dass diese Fälle nicht länger als isolierte Pannen abgetan werden könnten: „OpenAI, Anthropic und jetzt Meta: Wenn mehrere der leistungsfähigsten KI-Systeme der Welt innerhalb weniger Wochen aus Testumgebungen in reale Anwendungen für Menschen, Dienste und Unternehmen gelangen, können wir dies nicht länger als Einzelfälle abtun. Wir beobachten ein wiederkehrendes Muster: Autonome Systeme erhalten ein Ziel, Internetzugang und übermäßige Befugnisse – und die Verantwortlichen entdecken erst im Nachhinein, was die Systeme angerichtet haben.“

Ein KI-System benötigt gar keinen Vorsatz, um Schaden anzurichten

Das bedeutet laut Hudson nicht, dass KI plötzlich eigene böswillige Absichten entwickelt hat – es bedeutet demnach etwas viel Banales und Gefährlicheres: Ein KI-System brauche gar keine Absicht, um Schaden anzurichten. „Es benötigt lediglich ein unzureichend definiertes Ziel, eine anfällige Schnittstelle und die Berechtigung zum Handeln“, so seine Warnung.

Die Branche spreche viel über die Entwicklung intelligenterer Modelle, aber zu wenig über den Aufbau intelligenterer Sicherheitsarchitekturen.

Jeder, der einen autonomen Agenten mit dem Internet verbindet, müss davon ausgehen, dass dieser jede erreichbare Schwachstelle ausnutzen wird, wenn dies seinem Ziel dient.

Forderungen nach Beschränkungen und Exportkontrollen für leistungsstarke KI-Modelle könnten befeuert werden

Strenge Identitätskontrollen, das „Prinzip der minimalen Berechtigungen“, eingeschränkter Netzwerkzugriff, Echtzeitüberwachung und Mechanismen zum sofortigen Abschalten dürften nicht erst nachträglich hinzugefügt werden:

„Sie müssen Voraussetzung für jeden Test und jede Implementierung sein!“ Diese Vorfälle werden – so seine Vermutung – die Forderungen nach Beschränkungen und Exportkontrollen für leistungsstarke KI-Modelle noch verstärken.

Abschließend gibt Hudson zu bedenken: „Die entscheidende Frage ist nicht, welches Unternehmen das nächste leistungsstarke Modell auf den Markt bringt. Sie lautet: ,Wer hat diesem Modell die Berechtigung, die Vernetzung und die Handlungsbefugnis in der realen Welt verliehen?‘“

Zentrale Erkenntnisse:

  • Wenn bereits KI-Systeme ohne „böse Absichten“ bedrohlich wirken, sollten sich Sicherheitsverantwortliche mit der Frage befassen, was ihnen erst droht, wenn Cyberkriminelle KI-Systeme mit gezielt destruktiven Prompts ausstatten.
  • KI-Systeme sind virtuelle Werkzeuge: Ebenso wie bei materiellen Werkzeugen die Intention, die Sachkunde, die Ethik und der Ordnungsrahmen darüber entscheiden, ob diese wertschöpfend bzw. nützlich oder eben als Waffe eingesetzt werden, haben diese eine Dual-Use-Funktion, auf die es sich einzustellen gilt.
  • Selbst wenn die o.g. bzw. ähnliche KI-Systeme von Exportkontrollen betroffen sein sollten, muss die Tatsache, dass über das Internet Ziele weltweit adressiert werden könnten, in ganzheitlichen IT-Sicherheitskonzepten Beachtung finden.
  • KI-Systeme, zumal leistungsstarke Agenten, werden bleiben – so ist es eine Aufgabe für die Ordnungspolitik im internationalen Kontext sowie der IT-Sicherheitsverantwortlichen, sich dieser Herausforderung zu stellen und sinnvolle Anwendungen zu ermöglichen.
  • Moderne KI-Systeme erhöhen den Druck auf Betriebe, die oft seit Langem in ihren IT-Systemen schlummernden Schwachstellen zu beheben, aber auch Vorbeugungs- und Schutzmaßnahmen sowie erprobte Notfall- und Wiederanlaufpläne im Hinblick auf Strategische Tiefe, Resilienz und Stabilität („fail-operational“ bzw. „fail-safe“) abzustimmen.

Weitere Informationen zum Thema:

openSSL CORPORATION
Who is the OpenSSL Corporation? / The official commercial arm of the OpenSSL Project — built and run by the library’s original founders and core maintainers. Our commercial work funds the majority of all development on the OpenSSL Library.

Linkedin
Tim Hudson

zdfheute, 06.08.2026
Ähnliche Fälle bei OpenAI und Anthropic:Auch KI von Meta hackte sich in fremde Firma / Mit Meta muss ein weiterer Tech-Gigant einräumen, dass seine KI-Software unbeabsichtigt Cyberangriffe auf eine andere Firma durchgeführt hat. Es gab mehrere vergleichbare Vorfälle.

tagesschau, 06.08.2026
Nach Anthropic und OpenAI Auch KI von Meta dringt in fremdes System ein

DER SPIEGEL, 06.08.2026
Autonomer Angriff Auch KI von Meta hackte sich in eine andere Firma / Immer häufiger steckt KI hinter Cyberattacken. Nun ist auch ein Programm des Facebook-Konzerns Meta damit aufgefallen. Der Fehler soll auf einen Testpartner zurückgehen.

datensicherheit.de, 09.08.2026
Offene Türen für KI-Agenten schließen – das SANS Institute gibt IT-Sicherheitsteams Empfehlungen / Inzwischen häufen sich die Berichte von KI-Anbietern, deren -Agenten aus den Testumgebungen ausbrechen und andere Software-Anbieter hacken

datensicherheit.de, 07.08.2026
Claude-Phishing-Vorfall durch Versagen grundlegender KI-Sicherheitsarchitektur ermöglicht / Laut Medienberichten hatte die KI „Claude“ bei einem Sicherheitstest unerwarteten Zugang zum öffentlichen Internet erlangt

datensicherheit.de, 03.08.2026
„Claude“-Ausbrüche mahnen: KI-Modelle durch „Zero Trust“ einhegen / Sobald ein autonomer KI-Agent eine kontrollierte Umgebung verlassen kann, nimmt er die Grenzen einer Organisation nicht auf die gleiche Art und Weise wahr wie Menschen

datensicherheit.de, 03.08.2026
KI-Systeme: Wer testet, haftet für die Folgen / KI-Unternehmen müssen nun die richtigen „Leitplanken“ installieren, damit ihre Produkte nicht zur Gefahr werden

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6 Strategies for Maintaining Cyber Resilience During Peak Vacation Periods https://www.datensicherheit.de/6-strategies-cyber-resilience-maintain-vacation https://www.datensicherheit.de/6-strategies-cyber-resilience-maintain-vacation#respond Sun, 09 Aug 2026 13:51:22 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=56196 Summer vacations can create unexpected vulnerabilities in an organization’s cyber resilience. Reduced IT staffing, unclear responsibilities, and poorly coordinated recovery processes can delay an effective response when incidents occur. To help organizations remain prepared during periods of increased absences, Mark Molyneux, Field CTO at Commvault, outlines six practical recommendations for maintaining cyber resilience and ensuring recovery processes remain effective—even when key IT personnel are away.

[datensicherheit.de, 08/09/2026] Many IT managers are currently on their “summer break”—hackers, on the other hand, don’t seem to be taking any time off. In fact, it’s safe to assume they’re currently very active, because when IT departments and those responsible for cyber resilience go on vacation, the processes for ensuring cyber resilience in an emergency may be noticeably compromised. The problem apparently lies not only in a lack of on-site personnel but also in the flawed organization of “recovery” processes. For example, if an IT administrator has not designated a substitute or if the dual-control principle is not followed when the relevant personnel are absent, there is a risk of
a delay in recovery right from the start. Under the motto “Vacation Time – Summer Time – Incident Time,” Mark Molyneux, “Field CTO” at Commvault, offers six pieces of advice for times of reduced staffing in his latest comment.

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Foto: Commvault

Mark Molyneux appeals not to let the summer vacation season turn into a “summer of crisis,” but rather to make it a time when team members can fully demonstrate their strengths

Vacation and Holiday Season: Peak Season for the Tourism Industry and Cybercrime

The vacation season is considered a period of “special operating mode with increased control requirements”—in bureaucratic terms, known among technicians as “heightened vigilance.” “This summer, IT teams should focus more on vulnerabilities, accelerated patch cycles, and incident management, because ‘Mythos’ and other ‘Frontier AI’ models have changed the landscape of risk assessment” Molyneux suggests.

More vulnerabilities are evidently being disclosed that could threaten an organization’s resilience. It is essential to refocus efforts before these new AI threats impact day-to-day operations.

In a 2025 analysis, CheckPoint highlighted the following connection: “We’ve arrived in the middle of the vacation and holiday season. But for two industries, peak season has now begun: the tourism industry and cybercrime.” According to the “The State of Cyber Security 2025” report, the number of cyberattacks on tour operators and travel agencies has increased significantly. These companies have apparently become a greater target for cybercriminals during these months, as they are heavily dependent on functioning IT systems during their peak revenue season and are therefore easier to blackmail with ransomware.

The summer vacation season must be well prepared for, securely supported, and carefully evaluated

Another threat to the tourism industry is data espionage attacks. Statistics from the European Union Agency for Cybersecurity (ENISA) and the “Computer Emergency Response Team” (CERT-EU) confirm the general risk that the total number of attacks across all industries is rising steadily year after year.

Checkpoint had documented a year-over-year increase in hacker activity for the summer quarter of 2025 based on an analysis of data leakage sites” reports Molyneux.

To successfully navigate this important but risky vacation period, ENISA, other organizations, and IT consultants therefore recommend a clear strategy: “Prepare before the summer period, implement stricter controls during these months, and analyze the insights gained after the summer to adjust measures for the winter vacation season!”

6 Commvault Recommendations for Strengthening Operational Security and Resilience

Commvault’s cyber resilience experts therefore offer six practical tips on how IT managers can adequately prepare for the holiday season:

  1. Officially define the summer operating mode!
    Security experts have called for clear roles, responsibilities, and the availability of security functions. The BSI also warns that staff absences and knowledge silos could jeopardize business processes. Those responsible for the security, protection, and availability of IT and data should therefore declare and define a “Reduced Staff Operating Mode” for the months of July and August.
    This mode should prioritize critical services and account for the minimum requirements for necessary operational capability. It should also designate those responsible, their deputies, and on-call staff; document the relevant contacts in the “supply chain”; and define escalation times.
  2. Appoint deputies and enforce the dual-control principle!
    No critical process should depend on a single person: Administrators, the “Security Operations Center” (SOC), and those responsible for “Network,” “Identity and Access Management” (IAM), “Backup,” “Cloud,” “Service Desk,” “Procurement/Finance,” and “Communication Approvals” all need designated deputies. Equally important are inventory lists of privileged accounts and their regular validation.
  3. Keep patch and vulnerability monitoring active!
    The number of vulnerabilities disclosed by AI models such as “Mythos” will increase. The resulting acceleration and increased frequency of attacks or attempted attacks may require additional attention. Critical vulnerabilities should not be left until after the holidays:
    IT security managers must ensure that daily or regular checks of CERT/CSIRT, vendor, and threat feeds are conducted and that risks are prioritized. Mitigation measures should be tested, implemented, and documented in advance. The general recommendation is to monitor relevant vulnerability channels, perform scans, and address critical vulnerabilities quickly.
  4. Freeze non-critical changes—define critical and emergency changes
    During the vacation period, the following applies: Emergency procedures for critical patches and incidents must be maintained, while non-critical changes should be postponed.
    Industry-standard emergency management requires that patches and changes be planned, approved, documented, tested, and safeguarded by a “recovery” solution. Equally important are change procedures that include risk analysis, testing, rollback, and documentation.
  5. Ensure Backup & Recovery Readiness!
    Especially ahead of the summer operating mode, it is important to verify that backups are functioning properly. Those responsible should not only ensure that backups are running, but also that they can actually restore critical services with them:
    The test catalog includes “restore” tests as well as verifying data integrity, “offsite/offline/immutable” copies, separate administrator rights, and access to a documented “recovery” plan even when the corporate network is unavailable. Commvault experts also strongly recommend backup plans, secure and separate storage, integrity checks, and regular recovery tests.
  6. Run through your “incident response runbooks”!
    Especially before the summer vacation season, I recommend conducting a “tabletop exercise” for at least three incident scenarios: “phishing/account takeover,” “ransomware/backup tampering,” and “critical SaaS/cloud outage.”
    ENISA recommends tested “incident response” procedures, “playbooks/runbooks,” and annual tests that incorporate “lessons learned.”

Cyber resilience in the summer therefore requires strong coordination of human and technical capabilities, especially given the increasing use of artificial intelligence (AI). Molyneux concludes with this advice: “It also requires backing and support from business units to minimize non-critical business changes and reduce pressure on teams. This gives them more time to adapt their processes. Summer shouldn’t turn into a crisis-filled summer—rather, it should be the moment when team members develop their strengths!”

Key findings:

  • Summer vacation, in particular—like other periods of collective distraction—is considered peak season for cybercrime and must be properly planned for and followed up on to continuously and consistently minimize the attack surface.
  • Security and resilience, as essential criteria, are a “top priority” for executives—in general, a security culture that promotes responsibility and proactive thinking should be embedded and exemplified.
  • Since the summer vacation period in particular is considered a time of “special operating mode with heightened control requirements,” the company’s overall security strategy should take this into account—because, in a sense, it is then the “weakest link” in the IT security chain.
  • No matter how sophisticated the security measures may be, one should always assume that malicious incidents—that is, breaches of cyber or IT security and data protection—will occur; thus, proven emergency and recovery plans must be able to stand the test of time, especially during such a phase.
  • Molyneux concluded by stating that, despite the summer vacation season, security and resilience are fundamentally cross-functional operational responsibilities.

More information on this topic:

Commvault
What Commvault Does for Our Customers / Commvault Cloud delivers unified resilience at enterprise scale — bringing together data security, identity resilience, and cyber recovery into one simple, powerful, cloud-native platform.

Linkedin
Mark Molyneux

SECURITY INSIDER, 23.06.2025
The State of Cyber Security 2025 Check Point zeigt Risiken für Tourismusbranche auf

HOGAPAGE, Sarah Kleinen, 30.07.2026
Datenklau / Cyberangriff auf Hotel-Softwaredienstleister: Das sollten Betriebe jetzt tun / Nach einem Cyberangriff auf einen bundesweit agierenden Hotel-Softwaredienstleister sind personenbezogene Gästedaten abgeflossen. Was betroffene Hotels und Gäste jetzt beachten sollten.

enisa EUROPEAN UNION AGENCY FOR CYBERSECURITY, 01.10.2025
ENISA Threat Landscape 2025

CERT-EU, 08.04.2026
Threat Landscape Report 2025: A Year in Review

Netzpalaver, 17.11.2025
Über 500 neue Opfer von Ransomware pro Monat

michael wessel THINK DIGITAL, Juni 2025
Sommerzeit = Risikozeit: Warum Cyberangriffe in der Urlaubszeit zunehmen

datensicherheit.de, 27.07.2026
Wenn die Erwartungshaltung mit auf Reisen geht: Zwei Drittel der Berufstätigen auch im Urlaub erreichbar / Repräsentative Bitkom-Umfrage offenbart abermals Kehrseite der ständigen Verfügbarkeit bzw. Erreichbarkeit auch im Urlaub

datensicherheit.de, 05.08.2025
Ferienzeit als Hochsaison für Angreifer – DNS kann bei pre-emptive Security und Zero Trust für Entlastung sorgen / Da nahezu die gesamte Kommunikation über das „Domain Name System“ (DNS) läuft, ist es der ideale Ansatzpunkt für eine Sicherheitslösung

datensicherheit.de, 02.07.2024
Urlaub kommt so unerwartet wie Weihnachten: Aufmerksamkeitsdefizite bei der Cyber-Sicherheit drohen / Sophos gibt Tipps, um insbesondere die Ferienzeit ohne „Cyber-Frust“ genießen zu können

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https://www.datensicherheit.de/6-strategies-cyber-resilience-maintain-vacation/feed 0
6 Ratschläge zur Sicherung der Resilienz auch in Zeiten erhöhter urlaubsbedingter Abwesenheit https://www.datensicherheit.de/6-ratschlaege-sicherung-resilienz-urlaub-abwesenheit Sat, 08 Aug 2026 22:37:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=56141 Wenn IT-Abteilungen und Verantwortliche für Cyberresilienz in den Urlaub gehen, sind die Prozesse zu deren Sicherung im Ernstfall möglicherweise spürbar beeinträchtigt – das nutzen Cyberkriminelle gerne aus

[datensicherheit.de, 09.08.2026] Viele IT-Verantwortliche befinden sich derzeit in der „Sommerfrische“ – Hacker hingegen scheinen wohl keine Ferien zu machen. Eher muss davon ausgegangen werden, dass diese aktuell sehr aktiv sind, denn wenn IT-Abteilungen und Verantwortliche für Cyberresilienz in den Urlaub gehen, sind die Prozesse zur Sicherung der Cyberesilienz im Ernstfall möglicherweise spürbar beeinträchtigt. Das Problem liegt offenbar nicht nur in mangelnden Vor-Ort-Personalressourcen, sondern auch in einer fehlerhaften Organisation der „Recovery“-Prozesse. Wenn etwa ein IT-Administrator keinen Stellvertreter bestimmt hat oder das Vier-Augen-Prinzip bei Abwesenheit der Beteiligten nicht berücksichtigt wird, droht eine Verzögerung der Wiederherstellung von Anfang an. Unter dem Motto „Urlaubszeit – Sommerzeit – Vorfallzeit“ gibt Mark Molyneux, „Field CTO“ bei Commvault, in seiner aktuellen Stellungnahme sechs Ratschläge für Zeiten mit geringer Personalstärke.

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Foto: Commvault

Mark Molyneux appelliert, die Sommerurlaubszeit eben nicht zum „Krisensommer“ werden zu lassen, sondern zu einer Phase, in der Teammitglieder ihre Stärke voll ausspielen

Urlaubs- und Ferienzeit als Hochsaison für Tourismusbranche und Cyberkriminalität

Ferienzeit gilt als eine Phase eines „besonderen Betriebsmodus mit erhöhten Kontrollanforderungen“ – in bürokratischer Sprache, unter Technikern als „erhöhte Aufmerksamkeit“ bekannt. „Diesen Sommer sollten IT-Teams ihre Aufmerksamkeit stärker auf Schwachstellen, vorgezogene Patch-Zyklen und das ,Incident Management’ richten, denn ,Mythos’ und andere ,Frontier-KI’-Modelle haben die Risikobewertung verändert“, legt Molyneux nahe.

Es werden offensichtlich mehr Schwachstellen veröffentlicht, welche die Resilienz einer Organisation bedrohen könnten. Es gelte, den Fokus neu auszurichten, bevor die neuen KI-Gefahren im operativen Betrieb ankommen.

CheckPoint hatte in einer Analyse von 2025 auf folgenden Zusammenhang hingewiesen: „Wir sind mitten in der Urlaubs- und Ferienzeit angekommen. Doch für zwei Branchen ist nun die Hochsaison angebrochen: die Tourismusbranche und die Cyberkriminalität.“ Laut dem „The State of Cyber Security 2025“-Report, hat die Zahl an Cyberangriffen auf Reiseveranstalter und Reisebüro deutlich zugenommen. Diese Unternehmen gerieten offenbar in diesen Monaten verstärkt in den Fokus der Cyberkriminellen, da sie in ihrer Hauptumsatz-Saison stark von funktionierenden IT-Systemen abhängig und daher leichter durch Ransomware zu erpressen seien.

Die Sommerurlaubsphase gilt es gut vorzubereiten, sicher zu flankieren und gezielt auszuwerten

Eine weitere Gefahr für die Tourismusbranche seien etwa Angriffe zur Datenspionage. Statistiken der Europäischen Agentur für Cybersicherheit (ENISA) und vom „Computer Emergency Response Team“ (CERT-EU) belegten das generelle Risiko, dass die Gesamtzahl der Angriffe auf alle Branchen kontinuierlich von Jahr zu Jahr steige.

Checkpoint hatte für das Sommerquartal 2025 anhand der Auswertung von Data-Leakage-Seiten eine im Jahresvergleich steigende Aktivität der Hacker belegt“, berichtet Molyneux.

Um diese wichtige, aber risikobehaftete Urlaubszeit gut zu überstehen, empfehlen ENISA und andere Organisationen oder auch IT-Berater deshalb eine klare Strategie: „Vorbereitung vor der Sommerperiode, strengere Kontrollen während dieser Monate sowie die Analyse der nach dem Sommer gewonnenen Erkenntnisse, um Maßnahmen für die Urlaubssaison im Winter anzupassen!“

6 Commvault-Empfehlungen zur Stärkung der Sicherheit und Resilienz der Betriebe

Cyberresilienz-Experten von Commvault geben daher sechs praktische Ratschläge, wie sich IT-Verantwortliche angemessen auf die Urlaubsperioden vorbereiten können:

  1. Den Sommer-Betriebsmodus offiziell erklären!
    Sicherheitsexperten forderten klare Rollen, Verantwortlichkeiten und die Verfügbarkeit von Sicherheitsfunktionen. Auch das BSI warne, dass Personalabwesenheiten und Wissensmonopole Geschäftsprozesse gefährden könnten. Die Verantwortlichen für die Sicherheit, Sicherung und Verfügbarkeit der IT und der Daten sollten daher für die Monate Juli und August einen „Reduced Staff Operating Mode“ erklären und definieren.
    Dieser regele den Vorrang kritischer Services und berücksichtige die Minimalvorgaben an eine notwendige Betriebsfähigkeit. Er benenne auch die Verantwortlichen, Stellvertretungen, Bereitschaftsdienste, hinterlege die einschlägigen Kontakte in der „Supply Chain“ und definiere Eskalationszeiten.
  2. Stellvertreter einsetzen und Vier-Augen-Prinzip durchsetzen!
    Kein kritischer Prozess sollte von einer einzelnen Person abhängen: Administratoren, „Security Operation Center“ (SOC) sowie die Verantwortlichen der Bereiche „Netzwerk“, „Identity Access Management“ (IAM), „Backup“, „Cloud“, „Service Desk“, „Einkauf/Finanzen“ und „Kommunikationsfreigaben“ benötigten benannte Vertreter. Ebenso wichtig seien Inventarlisten privilegierter Konten sowie deren regelmäßige Validationen.
  3. Patch- und Schwachstellenüberwachung aktiv halten!
    Die Zahl der durch KI-Modelle wie „Mythos“ offengelegten Schwachstellen werde steigen. Das so beschleunigte und häufigere Aufkommen von Angriffen oder Angriffsversuchen erfordere möglicherweise zusätzliche Aufmerksamkeit. Kritische Schwachstellen dürften nicht bis nach den Ferien warten:
    Die IT-Sicherheitsverantwortlichen müssten sicherstellen, dass tägliche bzw. regelmäßige Checks von CERT/CSIRT-, Anbieter- und Threat-Feeds erfolgen und Risiken priorisiert werden. Kompensierende Maßnahmen seien im Vorfeld zu testen, zu implementieren und zu dokumentieren. Die allgemeine Empfehlung laute, relevante Schwachstellenkanäle zu überwachen, Scans durchzuführen und kritische Verwundbarkeiten schnell zu behandeln.
  4. Nicht-kritische Änderungen einfrieren – kritische und Notfalländerungen definieren!
    Für die Urlaubszeit gelte: Notfall-Prozesse für kritische Patches und Vorfälle seien aufrechtzuerhalten, Nicht-Kritisches sei zu verschieben.
    Ein in der Branche akzeptiertes Notfallmanagement verlange, Patches und Änderungen geplant, genehmigt, dokumentiert, getestet und durch eine „Recovery“-Lösung abzusichern. Ebenso wichtig seien Änderungsverfahren mit verbundener Risikoanalyse, Tests, Rollback und Dokumentation.
  5. „Backup & Recovery“ tatsächlich überprüfen!
    Gerade vor dem Sommerbetriebsmodus sei es wichtig, die Funktionsfähigkeit von Backups zu überprüfen. Verantwortliche sollten sich nicht nur vergewissern, ob Backups laufen, sondern, ob sie damit kritische Dienste tatsächlich wiederherstellen können:
    Zum Testkatalog gehörten „Restore“-Tests sowie das Überprüfen der Integrität der Daten, „Offsite-/Offline-/Immutable“-Kopien, getrennte Administratorrechte und der Zugang auf eine dokumentierte „Recovery“ auch dann, wenn das Unternehmensnetzwerk nicht verfügbar ist. Auch die Commvault-Experten raten nachdrücklich zu Backup-Plänen, zu einer sicheren getrennter Speicherung, Integritätsprüfungen und regelmäßigen Wiederherstellungstests.
  6. „Incident-Response-Runbooks“ durchspielen!
    Gerade vor der Sommerferienzeit empfehle sich ein „Tabletop-Test“ für mindestens drei Ausfallszenarien: „Phishing/Account-Takeover“, „Ransomware/Backup-Manipulation“ und „Kritischer SaaS-/Cloud-Ausfall“.
    Die ENISA empfehle getestete „Incident-Response“-Verfahren, „Playbooks/Runbooks“ und jährliche Tests mit „Lessons Learned“.

Cyberresilienz im Sommer erfordere also eine starke Koordination menschlicher und technischer Fähigkeiten, insbesondere angesichts der Zunahme der Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI). Molyneux rät abschließend: „Sie erfordert außerdem Rückhalt und Unterstützung aus den Geschäftsbereichen, damit nichtkritische geschäftliche Änderungen reduziert und der Druck auf Teams verringert wird. Diese bekommen so mehr Zeit, ihre Prozesse anzupassen. Der Sommer sollte nicht zum Krisensommer werden – er sollte vielmehr der Moment sein, in dem die Teammitglieder ihre Stärke zu entwickeln!“

Zentrale Erkenntnisse:

  • Gerade der Sommerurlaub gilt – wie andere Phasen kollektiver Ablenkung – als cyberkriminelle Hochsaison und muss entsprechend vor- sowie nachbereitet werden, um die Angriffsfläche kontinuierlich und konsequent zu minimieren.
  • Sicherheit und Resilienz als ein notwendiges Kriterium sind „Chefsache“ – generell sollte eine Sicherheitskultur verankert und vorgelebt werden, welche Verantwortung und Mitdenken fördert.
  • Wenn gerade die Sommerurlaubsphase als eine Zeit des „besonderen Betriebsmodus mit erhöhten Kontrollanforderungen“ gilt, sollte die gesamte Sicherheitskonzeption für das Unternehmen dies ins Kalkül ziehen – denn sie ist gewissermaßen das dann das „schwächste Glied“ in der IT-Sicherheitskette.
  • Bei allen noch so ausgeklügelten Sicherheitsmaßnahmen sollte dennoch immer von schädlichen Vorfällen, also der Verletzung der Cyber- bzw. IT-Sicherheit und des Datenschutzes ausgegangen, werden – somit muss die erprobte Notfall- und Wiederanlaufplanung sich gerade in einer solchen Phase bewähren können.
  • Molyneux hat zum Abschluss ausgeführt, dass trotz der Sommerurlaubszeit Sicherheit und Resilienz grundsätzlich betriebliche Querschnittsaufgaben sind.

Weitere Informationen zum Thema:

Commvault
What Commvault Does for Our Customers / Commvault Cloud delivers unified resilience at enterprise scale — bringing together data security, identity resilience, and cyber recovery into one simple, powerful, cloud-native platform.

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Mark Molyneux

SECURITY INSIDER, 23.06.2025
The State of Cyber Security 2025 Check Point zeigt Risiken für Tourismusbranche auf

HOGAPAGE, Sarah Kleinen, 30.07.2026
Datenklau / Cyberangriff auf Hotel-Softwaredienstleister: Das sollten Betriebe jetzt tun / Nach einem Cyberangriff auf einen bundesweit agierenden Hotel-Softwaredienstleister sind personenbezogene Gästedaten abgeflossen. Was betroffene Hotels und Gäste jetzt beachten sollten.

enisa EUROPEAN UNION AGENCY FOR CYBERSECURITY, 01.10.2025
ENISA Threat Landscape 2025

CERT-EU, 08.04.2026
Threat Landscape Report 2025: A Year in Review

Netzpalaver, 17.11.2025
Über 500 neue Opfer von Ransomware pro Monat

michael wessel THINK DIGITAL, Juni 2025
Sommerzeit = Risikozeit: Warum Cyberangriffe in der Urlaubszeit zunehmen

datensicherheit.de, 27.07.2026
Wenn die Erwartungshaltung mit auf Reisen geht: Zwei Drittel der Berufstätigen auch im Urlaub erreichbar / Repräsentative Bitkom-Umfrage offenbart abermals Kehrseite der ständigen Verfügbarkeit bzw. Erreichbarkeit auch im Urlaub

datensicherheit.de, 05.08.2025
Ferienzeit als Hochsaison für Angreifer – DNS kann bei pre-emptive Security und Zero Trust für Entlastung sorgen / Da nahezu die gesamte Kommunikation über das „Domain Name System“ (DNS) läuft, ist es der ideale Ansatzpunkt für eine Sicherheitslösung

datensicherheit.de, 02.07.2024
Urlaub kommt so unerwartet wie Weihnachten: Aufmerksamkeitsdefizite bei der Cyber-Sicherheit drohen / Sophos gibt Tipps, um insbesondere die Ferienzeit ohne „Cyber-Frust“ genießen zu können

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Existenzielle IT-Sicherheit treibt Deutschlands Krankenhäuser zur digitalen Aufrüstung https://www.datensicherheit.de/it-sicherheit-deutschland-krankenhaeuser-digital-aufruestung Fri, 07 Aug 2026 22:54:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=56125 Laut aktueller ESET-Studie treiben Kliniken die Modernisierung ihrer IT-Sicherheit voran – und die große Mehrheit plant noch zusätzliche Schutzmaßnahmen

[datensicherheit.de, 08.08.2026] Laut einer aktuellen ESET-Meldung geht trotz zunehmender Cyberbedrohungen das deutsche Gesundheitswesen die Digitale Transformation „mit wachsendem Sicherheitsbewusstsein“ an. Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen investierten zunehmend in moderne Schutztechnologien, etablierten Notfallpläne und bauten ihre Cyberresilienz aus. ESET beruft sich auf Erkenntnisse aus eine eigenen Studie in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Techconsult, basierend auf eine Befragung unter 165 Gesundheitseinrichtungen in Deutschland. Besonders bemerkenswert sei dabei, dass die große Mehrheit der befragten Einrichtungen sich heute bereits „gut“ auf IT-Sicherheitsvorfälle vorbereitet sehe. Rund vier von fünf Krankenhäusern verfügten über einen Notfallplan für schwere Cyberangriffe wie Ransomware-Attacken. Viele Organisationen testeten diese Prozesse regelmäßig und schafften damit wichtige Voraussetzungen, um auch in Krisensituationen handlungsfähig zu bleiben.

eset-it-sicherheit-massnahmen-deutschland-krankenhaeuser-2026

Abbildung: ESET

IT-Sicherheitsmaßnahmen deutscher Krankenhäuser lt. ESET-Studie

Moderne IT-Sicherheit wesentlicher Bestandteil zuverlässiger Patientenversorgung

„Die Ergebnisse zeigen, dass Cybersecurity im Gesundheitswesen längst auf der strategischen Agenda angekommen ist. Viele Einrichtungen investieren gezielt in ihre Widerstandsfähigkeit und erkennen, dass moderne IT-Sicherheit ein wesentlicher Bestandteil einer zuverlässigen Patientenversorgung ist“, kommentiert Christian Lueg, IT-Sicherheitsexperte bei ESET.

  • Besonders deutlich werde der Wandel bei den geplanten Investitionen: Mehr als 85 Prozent der befragten Krankenhäuser wollten in den kommenden zwölf Monaten moderne Lösungen zur Angriffserkennung und -abwehr einführen oder ausbauen. Dazu zählten insbesondere „Managed Detection and Response“ (MDR) sowie „Endpoint Detection and Response“ (EDR), um Sicherheitsvorfälle frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Die Ergebnisse zeigen laut ESET: Krankenhäuser begnügten sich nicht mehr mit klassischen Schutzmaßnahmen. Stattdessen wachse das Interesse an Technologien, welche Bedrohungen aktiv erkennen und die Reaktionsfähigkeit verbessern. Ein weiteres klares Signal der Studie sei, dass die Gesundheitsbranche zunehmend auf Digitale Souveränität setze. Bereits heute nutze die Hälfte der befragten Einrichtungen IT-Sicherheitslösungen europäischer Anbieter. Mehr als 80 Prozent könnten sich vorstellen, künftig auf einen Anbieter aus der Europäischen Union (EU) zu wechseln.

Zunehmende Leistungsfähigkeit der KI-Agenten als zusätzliche Herausforderung an die IT-Sicherheit

Datenschutz, „Compliance“ und Vertrauen gewinnen demnach bei Investitionsentscheidungen weiter an Bedeutung. Diese Ergebnisse unterstrichen den Wunsch vieler Einrichtungen, kritische IT-Infrastrukturen auf Basis europäischer Standards abzusichern.

  • Mit zunehmender Leistungsfähigkeit von KI-Agenten müssten auch die Sicherheitsanforderungen steigen. Dazu gehörten strikt abgeschottete Testumgebungen, wirksame Zugriffskontrollen, unabhängige Sicherheitsprüfungen sowie eine schnelle und transparente Information betroffener Organisationen. Die Branche sollte laut ESET bewährte Sicherheitsstandards konsequent anwenden, bevor solche Systeme in großem Maßstab eingesetzt werden.

Die wichtigste Erkenntnis laute: Innovation entbinde KI-Unternehmen nicht von ihrer Verantwortung: Für sie müssten dieselben hohen Sicherheitsstandards gelten wie für jeden anderen Technologieanbieter.

Grundlagen für digitale Kliniken: IT-Sicherheitssysteme sowie Schulungen, „Awareness“-Programme und Modernisierung der Netzwerkarchitektur

Auch bei den Basismaßnahmen zeige sich ein positives Bild: Die Mehrheit der Krankenhäuser setze bereits auf etablierte Schutzmechanismen wie Firewalls, E-Mail-Sicherheitslösungen und Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA).

  • Gleichzeitig planten viele Einrichtungen zusätzliche Investitionen in Schulungen, „Awareness“-Programme und die Modernisierung ihrer Netzwerkarchitektur.

Damit entwickele sich Cybersicherheit zunehmend von einer reinen IT-Aufgabe zu einem festen Bestandteil moderner Krankenhausstrategien.

Auf dem Weg zu mehr Resilienz mittels stärkerer strategischer Verankerung der IT-Sicherheit

Die ESET-Studie mache deutlich: Der Cyberbedrohung begegneten deutsche Krankenhäuser nicht mit Resignation, sondern mit Investitionen, neuen Technologien und einer stärkeren strategischen Verankerung der IT-Sicherheit. Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung würden diese Maßnahmen zu einem wichtigen Baustein für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit der Gesundheitsversorgung in Deutschland.

  • Doch, wo „Licht“ ist, gebe es auch „Schatten“: Trotz der erkennbaren Fortschritte stünden viele Gesundheitseinrichtungen weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Mehr als die Hälfte der Krankenhäuser sei innerhalb der vergangenen zwölf Monate von einem Cyberangriff betroffen gewesen – und jede fünfte Einrichtung habe daraus resultierende Betriebsunterbrechungen gemeldet.

Gleichzeitig bremsten veraltete IT-Systeme und der anhaltende Fachkräftemangel vielerorts den Ausbau der Cyberresilienz. Die Studie zeige damit: „Der eingeschlagene Weg stimmt, doch die Modernisierung der digitalen Sicherheitsstrukturen bleibt eine Daueraufgabe!“

Die DS-Redaktion zu Erkenntnissen und Ableitungen aus der aktuellen ESET-Studie:

  • Das Gesundheitswesen in Deutschland hat sich in Fragen der IT-Sicherheit auf den Weg gemacht und für Veränderungen geöffnet. 
  • In Krankenhäusern wurde mehrheitlich die Notwendigkeit erprobter Notfallplanung für schwere Cyberangriffe wie etwa Ransomware-Attacken erkannt. 
  • IT-Grundschutz setzt auf etablierte Schutzmechanismen wie Firewalls, E-Mail-Sicherheitslösungen und Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA). 
  • Da mehr als die Hälfte der Krankenhäuser innerhalb der vergangenen zwölf Monate von einem Cyberangriff betroffen gewesen war, wird indes die Dringlichkeit der Transformation zu mehr Sicherheit und Resilienz fast alltäglich deutlich. 
  • Die hohe Dynamik der Digitalen Transformation, mithin die Wechselwirkung zwischen IT-Nutzern und Cyberkriminellen, unterstreicht die Erkenntnis, dass die Modernisierung der digitalen Sicherheitsstrukturen keine einmalige Aufgabe, sondern ein fortwährender Prozess ist und bleibt.

Weitere Informationen zum Thema:

eseT
Wir sind ein weltweites Unternehmen für digitale Sicherheit und schützen Millionen von Kunden sowie Hunderttausende von Unternehmen rund um den Globus. / Technologie ermöglicht Fortschritt. ESET macht ihn sicher.

welivesecurity by eseT
Christian Lueg

eseT, Juli 2026
ESET Studie: Stand der IT-Sicherheit im Gesundheitswesen

datensicherheit.de, 14.05.2026
NIS-2-Umsetzung: Trotz Investitionen in IT-Sicherheit hinken viele Krankenhäuser hinterher / Aktuelle ESET-Studie zeigt Fortschritte bei der Cybersicherheit auf – Universitätskliniken kämpfen aber mit der Umsetzung regulatorischer Vorgaben im NIS-2-Kontext

datensicherheit.de, 04.04.2025
IT in Krankenhäusern: SIT-Sicherheitsstudie deckt signifikante Schwachstellen auf / SIT-Forscher fanden Schwachstellen in Informationssystemen für Krankenhäuser

datensicherheit.de, 20.02.2024
Mangelnde Cyber-Sicherheit im Gesundheitswesen: Deutsche Krankenhäuser bringen sich untereinander in Gefahr / Proofpoint warnt: DMARC-Implementierung in deutschen Krankenhäusern noch alarmierend gering

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Zutrittskontrolle als Governance- und Cybersecurity-Priorität https://www.datensicherheit.de/zutrittskontrolle-governance-cybersecurity-prioritaet Fri, 07 Aug 2026 22:51:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=56124 Sicherheitsverantwortliche stehen vor der Aufgabe, Zutrittsrechte über verteilte Umgebungen hinweg sicher zu verwalten

[datensicherheit.de, 08.08.2026] Mit der zunehmenden Vernetzung von Sicherheitssystemen und Unternehmensnetzwerken muss auch die Zutrittskontrolle offensichtlich stärker im Zusammenspiel der Aufgabenbereiche „IT“, „Compliance“ und „Risikomanagement“ Beachtung finden. Denn Sicherheitsverantwortliche stehen vor der Aufgabe, Zutrittsrechte über verteilte Umgebungen hinweg sicher zu verwalten, Richtlinien konsistent durchzusetzen und die Aufsicht zu stärken. Gleichzeitig rücken laut einer aktuellen Stellungnahme von Genetec Systemtransparenz, administrative Kontrollen und Cyberresilienz stärker in den Fokus. Der nun vorliegende Genetec-Report zur Lage der physischen Sicherheit 2026, welcher demnach auf den Antworten von mehr als 7.000 Sicherheitsexperten weltweit basiert, erfasst diese Konvergenz und ihre Auswirkungen.

Zutrittskontrolle als Teil der strategischen Managementaufgaben

Was früher vor allem als „Türmanagement“ gegolten habe, betreffe heute auch Themen wie „Identität“, „Cybersicherheit“, „Compliance“ und „Unternehmensrisiko“. Zutrittskontrollsysteme erzeugten und speicherten nämlich sensible Informationen, seien mit Unternehmensnetzwerken verbunden und oft in andere Geschäftssysteme integriert.

  • Werden diese unzureichend gesteuert, könnten sowohl digitale als auch physische Sicherheitslücken entstehen. Unter den großen Unternehmen mit 10.000 oder mehr Mitarbeitern gaben laut Genetec 48 Prozent der Befragten an, dass die Zahl der Vorfälle im Bereich der physischen Sicherheit oder der Cybersicherheit im Jahr 2025 zugenommen hat.

Mit dem Wachstum von Unternehmen werde auch „Governance“ schwieriger. Neue Standorte, Akquisitionen, Fremdpersonal und sich wandelnde Organisationsstrukturen führten häufig zu fragmentierten Umgebungen. Unterschiedliche Prozesse bei der Vergabe und Überprüfung von Berechtigungen erschwerten einheitliche Richtlinien und erhöhten das Risiko von Inkonsistenzen.

Standardisierung und Transparenz, um Zutrittsrechte konsistent, nachvollziehbar und skalierbar zu verwalten

Viele Unternehmen setzten deshalb auf Standardisierung. Einheitliche Zutrittsrichtlinien, rollenbasierte Zutrittsmodelle, automatisierte „Workflows“ und eine engere Verzahnung mit HR- und Identity-Management-Systemen würden dabei helfen, Zutrittsrechte konsistent, nachvollziehbar und skalierbar zu verwalten. Ebenso wichtig sei eine verlässliche Transparenz über Berechtigungen, Aktivitäten von Berechtigungsnachweisen und Sicherheitsereignisse: Diese unterstütze Unternehmen dabei, bessere Entscheidungen zu treffen, Risiken frühzeitig zu erkennen und im Ernstfall schneller zu reagieren.

  • „Zutrittskontrolle wird zunehmend zu einer Frage der ,Governance’, nicht nur der Technik“, betont Andreas Flemming, „Channel Account Executive“ bei Genetec. Er gibt zu bedenken: „Unternehmen, die klare Prozesse etablieren, eine konsequente Aufsicht sicherstellen und ihre Sicherheitspraxis kontinuierlich weiterentwickeln, sind besser aufgestellt, um neue Anforderungen und sich wandelnde Risiken zu bewältigen.“

Da Sicherheitsumgebungen zunehmend vernetzt seien, erfordere modernes „Access Management“ eine engere Abstimmung zwischen den Bereichen „Physische Sicherheit“, „IT“, „Compliance“ und „Risikomanagement“. Genetec unterstütze Unternehmen dabei, diese Balance zwischen Sicherheit, „Compliance“ und operativer Flexibilität zu finden.

Die DS-Redaktion zu Erkenntnissen und Ableitungen aus der aktuellen Genetec-Stellungnahme:

  • Die zunehmende Vernetzung von Sicherheitssystemen mit Unternehmensnetzwerken verwischt Systemgrenzen – d.h. die virtuelle und materielle Welt interagieren im Alltag, so dass ganz konkret auch die Zutrittskontrolle ein Teil der betrieblichen Strategie sein muss.
  • Die Zutrittskontrolle entwickelt sich von einer lange Zeit rein statischen Herausforderung zu einer hochdynamischen, denn im Kontext neuer Standorte, Übernahmen, dem Einsatz von Fremdpersonal und sich ständig wandelnder Organisationsstrukturen drohen sich fragmentierte Umgebungen auszubilden und Sicherheitsbelange zu strapazieren.
  • Zutrittskontrolle ist mehr als eine Frage der Technik – sondern auch der „Governance“ und damit eine Führungsaufgabe.

  • Die eingesetzte moderne Technik erfordert eine Synergie der Bereiche „Physische Sicherheit“, „IT“, „Compliance“ und „Risikomanagement“.
  • Die erteilten Zutrittsrechte müssen stets konsistent, nachvollziehbar und skalierbar verwaltet werden, wobei eine verlässliche Transparenz über diese Berechtigungen, aber auch über Aktivitäten mit Berechtigungsnachweisen und mögliche Sicherheitsereignisse geboten ist.

 

Weitere Informationen zum Thema:

Genetec
Mission und Werte / Entwicklung von Lösungen für physische Sicherheit zum Schutz Ihres Alltags

GIT SICHERHEIT, 14.08.2024
Top Player Software für Sicherheit – Andreas Flemming, Genetec / GIT SICHERHEIT im Interview mit Andreas Flemming, Area Sales Director DACH, Genetec Deutschland

Genetec
Report zur Lage der physischen Sicherheit 2026: Wir haben über 7.000 Endnutzer physischer Sicherheitslösungen, Vertriebspartner und Planer befragt, um mehr über die neuen Technologien und die damit verbundenen Herausforderungen zu erfahren…

datensicherheit.de, 08.04.2026
Physische Sicherheit in Unternehmen: Governance entscheidend bei Cloud-Nutzung / Genetec unterstützt Unternehmen, mithilfe der „Cloud“ ihre physische Sicherheit zu modernisieren und zugleich widerstandsfähiger zu werden

datensicherheit.de, 08.03.2021
Multi-Technologie-Zutrittskontrolle: 2N stellt Access Unit M vor / Das Unternehmen präsentiert eine neue, intelligente Zutrittskontrolleinheit für mehr Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit beim Zutritt zu Gebäuden mit einer Bluetooth-basierten mobilen Technologie

datensicherheit.de, 09.07.2018
Zutritt 5.0: Zeitenwende bei der Zutrittskontrolle / Viele Unternehmen setzen bereits elektro­nische Ausweise für die ­Zutrittskontrolle, Zeiterfassung und weitere Anwendungen ein

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KI als Produktivitätstreiber: Beschäftigte gewinnen bis zu acht Stunden pro Woche https://www.datensicherheit.de/ki-produktivitatstreiber-zeitgewinn-mitarbeiter https://www.datensicherheit.de/ki-produktivitatstreiber-zeitgewinn-mitarbeiter#respond Fri, 07 Aug 2026 12:36:37 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=56151 Der neue Adobe-Report „Der Aufstieg von KI-Dokumenten“ zeigt, dass KI die Dokumentenarbeit in Deutschland effizienter macht. 67 % der Beschäftigten geben an, durch KI bis zu acht Stunden Arbeitszeit pro Woche einzusparen. Gleichzeitig bleiben Datenschutzbedenken und Zweifel an der Genauigkeit KI-generierter Inhalte die größten Hürden für eine breitere Nutzung.

[datensicherheit.de, 07.08.2026] Adobe hat seinen Bericht „Der Aufstieg von KI-Dokumenten“ veröffentlicht, der untersucht, wie KI Dokumenten-Workflows und alltägliche Arbeitsgewohnheiten in Deutschland verändert.
Die Untersuchung zeigt, dass viele Beschäftigte durch den Einsatz von KI spürbar Zeit sparen – mehr als zwei Drittel (67 %) geben an, dass KI ihnen bis zu acht Stunden Arbeitszeit pro Woche einsparen kann.
Der Bericht zeigt außerdem, in welchen Aufgabenbereichen und Branchen KI besonders häufig genutzt wird und welche Herausforderungen der breiteren Nutzung weiterhin im Weg stehen – insbesondere Datenschutzbedenken und Zweifel an der Genauigkeit KI-generierter Inhalte.

Künstliche Intelligenz etabliert sich im Arbeitsalltag

KI-Tools werden zunehmend in Arbeitssoftware und alltägliche Arbeitsabläufe integriert. Um besser zu verstehen, wie Beschäftigte in Deutschland KI nutzen, um Dokumente zu verwalten, administrative Aufgaben zu vereinfachen und produktiver zu arbeiten, hat Adobe Acrobat 1.500 Erwachsene in Deutschland zur Nutzung von KI bei modernen Arbeitsaufgaben befragt. Zusätzlich wurden Google-Suchvolumen relevanter Begriffe analysiert, um aktuelle Entwicklungen rund um KI-gestützte Dokumenten-Workflows besser einordnen zu können.

Die Ergebnisse zeigen nicht nur, wie Beschäftigte bei alltäglichen Aufgaben Zeit sparen und effizienter arbeiten, sondern verdeutlichen auch anhaltende Bedenken hinsichtlich Datenschutz, Datensicherheit und Genauigkeit beim Einsatz von KI am Arbeitsplatz.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Mehr als zwei Drittel der Beschäftigten (67 %) geben an, dass KI ihnen bis zu acht Stunden Arbeitszeit pro Woche einsparen kann
  • 29 % nutzen KI zum Erstellen oder Bearbeiten von Dokumenten wie E-Mails, Berichten oder PDFs
  • Ein Viertel der Beschäftigten (25 %) nutzt KI für Übersetzungen und Lokalisierungen von Inhalten
  • Datenschutz und Datensicherheit sind die größten Herausforderungen beim Einsatz von KI am Arbeitsplatz (26 %)
  • 26 % der Beschäftigten geben an, überhaupt keine KI-Tools bei der Arbeit zu nutzen

Von der Bearbeitung von Dokumenten und dem Verfassen von E-Mails bis hin zur Zusammenfassung von Berichten und der Übersetzung von Inhalten entwickelt sich KI zunehmend zu einem praktischen Werkzeug für dokumentenintensive Arbeitsabläufe. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass KI vor allem zur Unterstützung administrativer Prozesse und zur Steigerung der Produktivität eingesetzt wird – nicht als Ersatz für Mitarbeiter.

Branchenspezifische Nutzung von KI

Die Untersuchung zeigt deutliche Unterschiede bei der Nutzung von KI zwischen einzelnen Branchen. Während einige Bereiche KI vor allem für administrative und praktische Aufgaben einsetzen, nutzen andere die Technologie stärker für kreative oder kommunikative Zwecke.

  • Besonders häufig wird KI in den Bereichen Wirtschaft, Beratung und Management genutzt. Dort verwenden 46 % KI für das Erstellen oder Bearbeiten von Dokumenten wie E-Mails, Berichten oder PDFs – insbesondere für Korrekturen und Zusammenfassungen.
  • Auch in der Finanzbranche (36 %) sowie im Bereich Ingenieurwesen und Produktion (42 %) wird KI häufig für dokumentenbezogene Aufgaben eingesetzt.
  • Im Marketing zeigt sich dagegen ein anderer Schwerpunkt: Mehr als ein Drittel der Beschäftigten (36 %) nutzt KI vor allem für Marketing- und Vertriebsaktivitäten, beispielsweise zur Content-Erstellung, Personalisierung oder für visuelle Inhalte.

Gleichzeitig zeigt die Untersuchung, dass KI längst nicht überall etabliert ist. Mehr als ein Viertel der Beschäftigten branchenübergreifend (26 %) gibt an, überhaupt keine KI-Tools bei der Arbeit zu nutzen. Dies deutet darauf hin, dass viele Arbeitnehmer in Deutschland dem Einsatz von KI weiterhin skeptisch gegenüberstehen oder deren Nutzung im Arbeitsalltag nicht offen kommunizieren.

Datenschutz- und Genauigkeitsbedenken bleiben zentrale Herausforderungen

Trotz der zunehmenden Nutzung hebt die Studie auch weiterhin bestehende Bedenken hinsichtlich KI am Arbeitsplatz hervor – insbesondere im Hinblick auf Datenschutz, Datensicherheit und die Zuverlässigkeit KI-generierter Inhalte.
Datenschutz und Datensicherheit wurden als größte Herausforderung beim Einsatz von KI identifiziert (26 %). Direkt dahinter folgen Sorgen rund um die Genauigkeit und mögliche Fehler in KI-generierten Inhalten (21 %).

Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass viele Beschäftigte sensiblen Unternehmensdaten im Zusammenhang mit KI weiterhin skeptisch gegenüberstehen. Gleichzeitig bleibt menschliche Kontrolle bei KI-generierten Ergebnissen für viele unverzichtbar.

Zwischen Männern und Frauen zeigen sich dabei ähnliche Einschätzungen: 28 % der Männer und 24 % der Frauen sehen Datenschutz und Datensicherheit als größte Herausforderung beim Einsatz von KI. Auch bei Unternehmensrichtlinien, die die Nutzung von KI einschränken, unterscheiden sich die Einschätzungen kaum – 15 % der Männer und 13 % der Frauen sehen darin das größte Hindernis im Arbeitsalltag.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass KI zwar zunehmend Teil moderner Arbeitsprozesse wird, Vertrauen und Akzeptanz jedoch weiterhin stark von individuellen Erfahrungen, beruflichen Anforderungen und dem Umgang mit sensiblen Daten abhängen.

Google-Suchdaten zeigen steigendes Interesse an KI-Unterstützung

Die Analyse der Google-Suchdaten in Deutschland zeigt deutlich, in welchen Bereichen Menschen besonders häufig nach KI-Unterstützung suchen.

  • Am häufigsten suchen Beschäftigte nach KI-Hilfe für berufliches Schreiben und administrative Aufgaben. Dieses Themenfeld verzeichnete in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt 13.450 Suchanfragen. Direkt dahinter folgt das Bearbeiten und Formatieren von Dokumenten mit 11.958 Suchanfragen.
  • Auch regional zeigen sich deutliche Unterschiede: Düsseldorf verzeichnete den stärksten Anstieg bei Suchanfragen rund um berufliches Schreiben (+52,2 %), während Duisburg beim Bearbeiten und Formatieren von Dokumenten den größten Zuwachs zeigte (+100 %).
  • Darüber hinaus stiegen die Suchanfragen rund um Karriere, Lebenslauf und Bewerbungen in Mannheim um 150 %, während Wuppertal in diesem Bereich ebenfalls einen deutlichen Anstieg von 100 % verzeichnete.

Handlungsempfehlungen für Unternehmen

KI-Tools werden zunehmend genutzt, um alltägliche Arbeitsabläufe zu unterstützen – von der Dokumentenbearbeitung und dem Verfassen von E-Mails bis hin zur Zusammenfassung von Informationen und der Automatisierung administrativer Aufgaben. Durch die Integration von KI in bestehende Workflows können Unternehmen manuelle Prozesse reduzieren und gleichzeitig die Effizienz steigern.

Gleichzeitig bleiben Datenschutz, Genauigkeit und Vertrauen entscheidende Themen für Unternehmen und Mitarbeiter. Der Einsatz sicherer, transparenter und benutzerfreundlicher Lösungen kann dabei helfen, mehr Vertrauen in KI-gestützte Arbeitsprozesse aufzubauen.

Zentrale Erkenntnisse

  • KI wird zum Produktivitätstreiber: 67 % der Beschäftigten sparen durch KI bis zu acht Stunden Arbeitszeit pro Woche – vor allem bei dokumentenintensiven Aufgaben.
  • Dokumenten-Workflows profitieren am stärksten: KI wird insbesondere für die Erstellung, Bearbeitung und Zusammenfassung von Dokumenten sowie für Übersetzungen eingesetzt.
  • Die KI-Nutzung variiert je nach Branche: Wirtschaft, Beratung, Management sowie Finanz- und Industriebereiche setzen KI besonders intensiv ein, während Marketing den Fokus auf Content und Personalisierung legt.
  • Vertrauen bleibt die größte Hürde: Datenschutz, Datensicherheit und die Genauigkeit KI-generierter Inhalte bremsen eine breitere Einführung in Unternehmen.
  • Unternehmen müssen jetzt handeln: Klare Governance, sichere KI-Lösungen und Schulungen fördern Akzeptanz und helfen, das Produktivitätspotenzial von KI vollständig auszuschöpfen.

Weitere Informationen zum Thema:

Adobe
KI-Tools auf dem Vormarsch

datensicherheit.de, 02.08.2026
Entwicklung zur verlässlichen Geschäftstechnologie: KI-Kennzeichnung gemäß EU AI Act erst der Anfang

datensicherheit.de, 29.07.2026
PINKTUM-Checkliste zur KI-Kompetenz für Unternehmen

 

 

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https://www.datensicherheit.de/ki-produktivitatstreiber-zeitgewinn-mitarbeiter/feed 0
Anstieg der Hardware-Preise in Folge KI-getriebener Halbleiter-Nachfrage https://www.datensicherheit.de/anstieg-hardware-preise-ki-antrieb-halbleiter-nachfrage https://www.datensicherheit.de/anstieg-hardware-preise-ki-antrieb-halbleiter-nachfrage#respond Thu, 06 Aug 2026 22:18:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=56099 Selbst 37 Prozent der IT-affinen „Gamer“ haben 2026 Käufe wegen gestiegener Preise verschoben

[datensicherheit.de, 07.08.2026] Viele sogenannte Gamer – also IT-affine Nutzer von Computer- bzw. Online-Spielen – sind an einem regelmäßigen Upgrade ihrer technischen Ausstattung interessiert. Eine aktuelle Erhebung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom e.V. weist jetzt indes auf ein ernstes Problem hin: Die Preise vieler Hardware-Komponenten sind demnach zuletzt jedoch so stark gestiegen, dass selbst Auswirkungen auf die „Gaming“-Branche zu verzeichnen sind. Grundlage dieser Erkenntnis ist eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research, bei der nach eigenen Angaben 1.205 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt wurden, darunter 663 „Gamer“, im Zeitraum der Kalenderwochen 20 bis 24 2026.

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Foto: Bitkom

Felix Ansmann: Der KI-Boom hat die weltweite Nachfrage nach leistungsfähigen Chips und Halbleitern deutlich erhöht

Nur 11% von Preissteigerungen unbeeindruckt

Eine neue Graphikkarte für ein besseres Spielerlebnis, die aktuellste Konsole oder mehr Arbeitsspeicher für den „Gaming“-PC lockten, aber die Preise vieler Hardware-Komponenten seien zuletzt jedoch stark gestiegen und hätten auch Auswirkungen auf die „Gaming“-Branche.

  • Mehr als ein Drittel der „Gamer“ (37%) hat dieses Jahr den Kauf von Geräten, Zubehör oder Bauteilen aufgrund gestiegener Preise verschoben. Nur elf Prozent zeigten sich von den Preissteigerungen unbeeindruckt und hätten ihre Neuanschaffungen wie geplant umgesetzt. Insgesamt habe fast die Hälfte (48%) den Kauf von „Gaming“-Hardware geplant.

„Der KI-Boom hat die weltweite Nachfrage nach leistungsfähigen Chips und Halbleitern deutlich erhöht“, kommentiert Felix Ansmann, „Gaming“-Experte beim Bitkom. Er führt erläuternd aus: Halbleiter stecken heute in fast allen technischen Geräten – natürlich auch in ,Gaming’-Produkten. Deshalb sind die Folgen auch dort deutlich zu spüren.“

Preise für Arbeitsspeicher, Spielekonsolen, Graphikkarten und Festplatten im Aufwind

Besonders Käufe von Arbeitsspeichern seien zurückgestellt worden. 16 Prozent der „Gamer“ hätten den Kauf von Arbeitsspeichern verschoben. Auch bei Spielekonsolen warte ein Teil mit der Anschaffung bislang ab:

  • Fast jeder Zehnte (9%) habe den ursprünglich geplanten Kauf einer neuen Konsole verschoben. Bei Graphikkarten seien es acht Prozent und bei Festplatten sechs Prozent.

30 Prozent der „Gamer“ hätten in diesem Jahr sogar keinen Kauf von „Gaming“-Hardware geplant. Sechs Prozent gäben an, grundsätzlich keine „Gaming“-Hardware zu kaufen.

Die DS-Redaktion zu Erkenntnissen und Ableitungen aus dieser Erhebung im Bitkom-Auftrag:

  • Der Boom der Künstlichen Intelligenz (KI) treibt die Nachfrage nach Hardware-Komponenten und damit deren Preise.

  • Im Zuge geopolitischer Spannungen sind weitere preistreibende Entwicklungen ins Kalkül zu ziehen.

  • Wenn selbst technikbegeisterte IT-Nutzer Ausgaben zurückfahren, sollte dies ein Warnsignal für geschäftliche und administrative IT-Anwendungen sein – Budgets sind ggf. zu modifizieren.

  • Datensicherheit umfasst stets auch Aspekte der Verfügbarkeit – u.a. von Orgware, Software und eben auch Hardware – weshalb langfristige Planungen Preissteigerungen beinhalten sollten.

  • Die Sicherheit und Zuverlässigkeit der datengetriebenen Aufbau- und Ablauf-ORGA in den Betrieben sind vorrangig „Chefsache“.

Weitere Informationen zum Thema:

bitkom
Über uns

bitkom
Felix Ansmann – Bereichsleiter Software & IT-Services Bitkom e.V.

wallstreet ONLINE, Saskia Reh, 21.07.2026
Halbleiter vor Preissprung / TSMC macht Chips teurer: Was hinter der überraschenden Preiserhöhung steckt

FOCUS online, ecomento, 16.07.2026
Warnung des NIO-Chefs: Steigende Halbleiter-Preise machen Neuwagen teurer

ACCURIS, Sarita Benjamin, 20.05.2026
Warum die Kosten für elektronische Bauteile im Jahr 2026 steigen – und wie man damit umgeht

Mindverse, 09.04.2026
Preisentwicklung und Marktprognosen für Halbleiter bis 2028

datensicherheit.de, 05.11.2025
Halbleiter made in Europa: Verfügbarkeit geht vor Billigkeit / 96 Prozent der befragten Unternehmen würden mehr für Halbleiter aus Europa zahlen – EU-Initiativen zur Versorgungssicherheit werden mehrheitlich positiv bewertet

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https://www.datensicherheit.de/anstieg-hardware-preise-ki-antrieb-halbleiter-nachfrage/feed 0
Claude-Phishing-Vorfall durch Versagen grundlegender KI-Sicherheitsarchitektur ermöglicht https://www.datensicherheit.de/claude-phishing-vorfall-versagen-ki-sicherheitsarchitektur Thu, 06 Aug 2026 22:03:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=56098 Laut Medienberichten hatte die KI „Claude“ bei einem Sicherheitstest unerwarteten Zugang zum öffentlichen Internet erlangt

[datensicherheit.de, 07.08.2026] Laut Medienberichten hatte bei einem Sicherheitstest „Claude“ unerwarteterweise Zugang zum öffentlichen Internet erlangt. „Das System legte eigenständig eine falsche Identität und einen ,GitHub’-Account an, kontaktierte menschliche Maintainer mit Phishing-Nachrichten und versuchte, eine Schwachstelle in ein reales Open-Source-Projekt einzuschleusen.“ Als der Code dann auffiel, habe das KI-Modell ihn offenbar als unbeabsichtigten Fehler dargestellt und versucht, die Schwachstelle über vermeintliche Korrekturen erneut einzubringen. Tim Hudson, Präsident von OpenSSL und Mitentwickler von „SSLeay“, der Software, aus der „OpenSSL“ hervorging, sieht darin in seinem aktuellen Kommentar vor allem ein Versagen der Sicherheitsarchitektur.

KI-Modell hatte Ziel, Netzwerkzugriff und übermäßige Berechtigungen

Hudson betont: „Das Beunruhigende ist nicht, dass eine KI eine Phishing-E-Mail verfasst hat. Kriminelle automatisieren Phishing-Angriffe seit Jahren. Beunruhigend ist vielmehr, dass Forscher ein autonomes System mit dem öffentlichen Internet verbunden, ihm erlaubt haben, Identitäten zu erstellen und mit einer realen Open-Source-Lieferkette zu interagieren, und sein Verhalten erst im Nachhinein entdeckt haben.“

  • Das KI-Modell habe weder Bewusstsein noch böswillige Absicht oder ein Verständnis von Richtig und Falsch benötigt. Es habe lediglich ein Ziel, Netzwerkzugriff und übermäßige Berechtigungen gebraucht.

„Es erstellte eine falsche Identität, manipulierte menschliche Wartungsmitarbeiter, versuchte, eine Sicherheitslücke einzuschleusen, und tarnte den Angriff nach seiner Entdeckung als ehrlichen Fehler, bevor es einen erneuten Versuch unternahm“, berichtet Hudson.

Einsatz von KI-Agenten erfordert grundlegende Sicherheitsarchitektur

Ein KI-System, welches zu realen Aktionen fähig ist, müsse durch Identitätsmanagement, das Prinzip der minimalen Berechtigungen, eingeschränkten Netzwerkzugriff, protokollierbare Zugriffsrechte, Ratenbegrenzungen und sofortige menschliche Überwachung eingehegt werden.

  • Hudson gibt zu bedenken: „Man sichert einen autonomen Agenten nicht, indem man darauf hofft, dass er die Regeln richtig interpretiert. Dies als Versagen der Schutzmechanismen zu bezeichnen, greift zu kurz. Es handelt sich um ein Versagen der grundlegenden Sicherheitsarchitektur.“

Dies sei derselbe Fehler, den die Exportkontrolle in den 1990er-Jahren mit der Kryptographie begangen habe – die Kontrolle des Besitzes des Werkzeugs. „Das funktioniert nicht! Die Frage ist nicht, wer über Intelligenz verfügen darf. Die Frage ist, wer dieser Intelligenz die Berechtigung, die Verbindungen und die Erlaubnis gegeben hat, in die reale Welt einzugreifen.“

Die DS-Redaktion zu Erkenntnissen und Ableitungen aus diesem KI-Vorfall:

  • Der Einsatz von KI-Systemen – auch zu Testzwecken – erfordert vorab die Einrichtung einer grundlegenden Sicherheitsarchitektur („by design“ und „by default“).

  • Wer KI-Systeme einsetzt, gerät im Prinzip grundsätzlich in die sogenannte Störerhaftung und muss die volle Verantwortung dafür zu übernehmen bereit sein.

  • Im Zuge der umfassenden Vernetzung und Digitalisierung, wird es zunehmend schwieriger, klar abgegrenzte Testumgebungen einzurichten.

  • Erprobte Notfall- und Wiederanlaufplanung sind elementare Sicherheitsaspekte auch beim Einsatz von KI-Systemen.

  • KI ist ein nützliches Werkzeug – aber nur in kundigen, verantwortungsvollen Händen.

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Tim Hudson

tagesschau, 31.07.2026
Vorfälle bei Testläufen Anthropic-KI greift eigenständig Unternehmen an

DIE ZEIT, 31.07.2026
Künstliche Intelligenz: Anthropic gesteht ebenfalls Hackerangriff von KI-Modell Claude / Ein weiterer KI-Agent ist bei Sicherheitstests entkommen und hat sich in drei Unternehmen gehackt. Das teilte US-Konzern Anthropic mit. Grund sei ein Programmierfehler.

datensicherheit.de, 03.08.2026
KI-Systeme: Wer testet, haftet für die Folgen / KI-Unternehmen müssen nun die richtigen „Leitplanken“ installieren, damit ihre Produkte nicht zur Gefahr werden

datensicherheit.de, 03.08.2026
„Claude“-Ausbrüche mahnen: KI-Modelle durch „Zero Trust“ einhegen / Sobald ein autonomer KI-Agent eine kontrollierte Umgebung verlassen kann, nimmt er die Grenzen einer Organisation nicht auf die gleiche Art und Weise wahr wie Menschen

datensicherheit.de, 23.04.2026
Claude Mythos: Anthropic könnte Büchse der Pandora geöffnet haben​ / Über einen Mangel an Publicity kann sich Anthropic-Chef Dario Amodei dieser Tage sicher nicht beschweren, kommentiert Jochen Koehler

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NIS-2 Compliance: Proven When It Matters Most https://www.datensicherheit.de/nis-2-compliance-proven-crisis https://www.datensicherheit.de/nis-2-compliance-proven-crisis#respond Thu, 06 Aug 2026 10:06:37 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=56136 In the context of NIS-2 compliance, organizations must determine whether their emergency procedures will remain effective if email, identity services, and collaboration platforms all fail simultaneously.

[datensicherheit.de, 08/06/2026] In his latest statement, Benjamin Schilz, CEO of Wire, explains why NIS-2 compliance will only be proven in a crisis and what role secure communication channels play in enabling organizations to act effectively in this context. With the NIS-2 implementation deadline now past, it will become clear just how resilient these preparations actually are. This raises the question of whether emergency procedures will still function if email, identity services, and collaboration platforms all go down at the same time. He emphasizes the importance of secure communication as part of an organization’s cyber resilience.

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Benjamin Schilz, CEO of wire, © wire

Benjamin Schilz notes critically that while many companies have established rules, they cannot always ensure that these are actually followed in day-to-day operations

Under review: The practicality of emergency planning in the NIS-2 context

“Many companies have now largely completed the formal implementation of NIS-2. Responsible parties have been designated, contact information has been submitted to the BSI, and internal projects have been officially concluded” says Schilz. After months of checklists, legal opinions, and impact assessments, however, the temptation is great to now remove this topic from the immediate focus.

“But this is exactly where the hard part begins!” That’s because NIS-2 doesn’t evaluate companies based on how complete their documentation is. What matters is whether they can detect a security incident, assess it within tight deadlines, and act in a controlled manner even under pressure.

For significant incidents, the directive requires an initial alert within 24 hours and a more detailed report within 72 hours. “This only works if responsibilities, reporting procedures, and communication channels have been clarified and sufficiently established in advance!” emphasizes Schilz..

Beyond the Audit: Preparing for Real-World Cyber Incidents

On paper, many organizations appear well-prepared. Ideally, those responsible know exactly who takes action, when decisions must be made, and which communication channels should be used. In reality, however, a real cyberattack rarely follows the structured steps of an audit. “If the email system is compromised, teams switch to messaging apps. If an external consultant cannot access the internal platform, they receive files via a link set up at short notice. If management needs to make a quick decision, a new chat group is created on personal devices.”

But this is precisely where the real gap becomes apparent: “In a survey commissioned by Wire, 62 percent of the IT, security, and compliance managers surveyed considered themselves ‘well’ or ‘very well’ prepared for regulatory requirements.”

At the same time, however, 48 percent reported sharing sensitive information through inappropriate channels at least occasionally. For 61 percent, access to shared files remained active longer than intended. “So many companies have established rules and systems. But they can’t always ensure that these are actually followed in day-to-day work.”

Communication as an Essential Criterion for Cyber Resilience

Companies have rightly invested in attack detection, access protection, and backups. But even good technical safeguards cannot prevent every attack. Ultimately, what matters is whether people can continue to work together securely.

Schilz points out: “A crisis management team needs a trusted space where decisions can be prepared, information evaluated, and tasks assigned! Senior management must remain reachable. ‘IT,’ ‘Legal,’ ‘Communications,’ and external specialists must be able to collaborate without relying on an infrastructure that may have been compromised.”

He warns: “Without this capability, decisions are delayed. It becomes more difficult to verify information, and sensitive content ends up on channels that can no longer be centrally controlled.”

“Shadow IT” is an indication of discrepancies between security policies and workflows

Many companies responded to insecure communication channels with new policies and additional training. “That’s understandable, but it doesn’t solve the underlying problem” Schilz says.

Employees often resorted to private messaging apps, personal email accounts, or freely available file-sharing services when official solutions made their work more difficult. This applies above all to collaboration with external parties, mobile teams, and situations under high time pressure. “A system that is perceived as too complicated during normal workdays will not suddenly become the norm during a crisis. This also applies to emergency channels that, while documented, have never been tested in practice.”

So-called „Shadow IT“ is therefore not always a sign of a lack of awareness—it may indicate that security requirements and workflows are not aligned.

NIS-2 requires a controlled response even when trusted systems fail

“The crucial real-world test begins when familiar systems are no longer available or trustworthy.” Companies should therefore assess how they can remain operational if email, central identity services, and their usual collaboration platform all fail simultaneously.

Schilz remarks: “How does the crisis management team convene? How are external experts brought in? How can identities be verified, information protected, and decisions documented? And can all of this be achieved without employees resorting to private channels?”

In conclusion, he summarizes: “Those who can answer these questions convincingly have achieved more than just formal NIS-2 compliance. Those who merely point to registration, policies, and approved tools have only completed the easy part. The key question is whether the organization can still act in a controlled manner even when its familiar systems are no longer available.”

Important to know:

  • NIS-2 requires demonstrated resilience rather than mere documentation: What matters most is how quickly companies can detect, assess, and manage security incidents in a controlled manner.
  • Operational implementation determines success: Preparation is key. Clear responsibilities, established reporting channels, and well-rehearsed procedures provide security when time pressure and uncertainty increase.
  • Secure communication forms the foundation of crisis resilience: Crisis response teams, management, IT, legal departments, and external partners need reliable and redundant channels for collaboration and decision-making.
  • Shadow IT provides valuable insights into opportunities for improvement: When teams resort to alternative communication and collaboration channels, it becomes clear where security requirements and workflows can be better aligned.
  • The practical validation of NIS2 starts with realistic failure scenarios: Companies strengthen their resilience by regularly testing crisis communication, identity verification, and decision-making processes even under challenging conditions.

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wire
Sichere Kommunikation aus dem Herzen Berlins / Wir beseitigen die Hürden zwischen produktiver Zusammenarbeit, die Nutzer wünschen, und dem Datenschutz, der Privatsphäre und Compliance, die Unternehmen benötigen und liefern den branchenführenden, sicheren kollaborativen Arbeitsraum auf Enterprise-Niveau.

wire, Hauke Gierow, 09.02.204
Wire ernennt Benjamin Schilz als CEO / Neuer CEO wird die internationale Expansion von Wire vorantreiben

wire, 2026
The State of Secure Collaboration 2026 – Vertrauen ist keine Kontrolle

datensicherheit.de, 31.07.2026
NIS-2-Registrierungslücke als Symptom für ein größeres Problem / Die vielen noch ausstehenden NIS-2-Registrierungen sind laut ein Symptom für ein tieferliegendes Problem: „Cybersicherheit wird vielerorts noch immer nicht genug Priorität eingeräumt!“

datensicherheit.de, 02.07.2026
Die eigentliche Herausforderung beginnt erst jetzt: NIS-2-Registrierung genügt nicht / Nach Beobachtung von Axians sind viele Unternehmen trotz Registrierung nicht in der Lage, die regulatorischen Anforderungen im Ernstfall zu erfüllen

datensicherheit.de, 11.01.2026
KMU-Fitness für NIS-2: Universität Paderborn bietet Online-Tool und Lernplattform zur Stärkung der Cybersicherheit / NIS-2 als die überarbeitete EU-Richtlinie von 2022 betrifft nun ca. 30.000 Unternehmen aus 18 Sektoren – von Gesundheit über Transport bis Telekommunikation

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