Gemini – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Tue, 14 Apr 2026 15:22:27 +0000 de hourly 1 Kollege KI: Jeder vierte Erwerbstätige setzt bei wichtigen Fragen zuerst Vertrauen in einen Chatbot https://www.datensicherheit.de/kollege-ki-26-prozent-erwerbstaetige-vertrauen-chatbot Wed, 15 Apr 2026 22:26:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=53887 Zu Bewerbungen, Gehaltsgesprächen, Fachthemen oder kreativen Prozessen wenden sich sogar mehr als 40 Prozent der vom PINKTUM Institute Befragten primär an einen Chatbot

[datensicherheit.de, 16.04.2026] Künstliche Intelligenz (KI) wird offensichtlich für viele Beschäftigte zum ersten Ansprechpartner bei relevanten beruflichen und privaten Fragestellungen: Dies zeigt demnach eine repräsentative Studie vom PINKTUM Institute unter 1.550 Erwerbstätigen in Deutschland. Jeder Vierte (26 %) setze über alle abgefragten Anwendungsbereiche hinweg vorrangig auf KI-Chatbots wie „ChatGPT“ oder „Gemini“. Zu Bewerbungen, Gehaltsgesprächen, Fachthemen oder kreativen Prozessen wendeten sich sogar mehr als 40 Prozent der Befragten primär an einen Chatbot. Außerdem fühlten sich viele Anwender von der KI manchmal besser verstanden als von Menschen (29% über alle Altersgruppen). Unter jüngeren Erwerbstätigen (25 bis 29 Jahre) habe sogar mehr als jeder Zweite (56%) das Gefühl, dass der Chatbot ihn teilweise besser versteht.

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Abbildung: PINKTUM Institute

Umfrage über Austausch und Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI-Chatbot

43 Prozent der Befragten geben an, mittels KI-Chatbots mehr Arbeit zu schaffen

Damit beginne sich ein zentrales Prinzip der Arbeitswelt zu verschieben: Vertrauen werde nicht mehr ausschließlich zwischen Menschen, sondern zunehmend in Systeme aufgebaut.

  • Dieser Wandel werde maßgeblich durch Effizienzgewinne getrieben: 43 Prozent der Befragten hätten angegeben, mit KI-Chatbots mehr Arbeit zu schaffen, 48 Prozent meinten, damit bessere Ergebnisse zu erzielen und 46 Prozent erlebten eine Entlastung im Arbeitsalltag.

Gleichzeitig offenbare die vorliegende Studie auch eine kritische Kehrseite: 43 Prozent setzten KI-Chatbots gezielt ein, um eine vertiefte Auseinandersetzung mit Themen zu vermeiden. Die Folge seien zwar schnellere Ergebnisse – jedoch oft ohne ein fundiertes Verständnis der zugrunde liegenden Inhalte und Zusammenhänge.

KI-Chatbots drohen als „kognitive Abkürzung“ genutzt zu werden

KI werde somit nicht nur als Werkzeug zur Qualitätssteigerung genutzt, sondern auch als eine Art „kognitiver Abkürzung“. 46 Prozent der Befragten stellten für diese Beschleunigung sogar Bedenken hinsichtlich ihrer Privatsphäre zurück.

  • Joachim Pawlik, CEO PINKTUM, kommentiert: „KI macht uns produktiver, aber sie verführt uns auch dazu, weniger selbst zu denken. Wenn Bequemlichkeit zur Leitlogik wird und Vertrauen sich von Menschen auf Systeme verlagert, entsteht ein strukturelles Risiko für Kompetenz, Verantwortung und Führung!“

Abschließend gibt Pawlik zu bedenken: „KI verändert deshalb nicht nur Arbeit, sondern auch den Umgang mit Verantwortung. Führung muss aktiv gegensteuern, indem sie Reflexion einfordert und die Urteilskraft von Mitarbeitenden stärkt!“

Weitere Informationen zum Thema:

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Studien und Leitfäden: Umfrageergebnisse, Gedankenstützen und Perspektivwechsel. Die PINKTUM Studien und Leitfäden bieten spannende Lektüren mit tiefgehender Hintergrundanalytik und praxisnahe Impulse für die eigene Lernkultur.

datensicherheit.de, 17.11.2025
Werkzeuge für Phishing-Angriffe: ESET-Warnung vor Missbrauch von KI-Chatbots / Neue Betrugsmasche „Grokking“ nutzt Sprachmodelle aus – Angreifer manipulieren KI-Bots, um gefährliche Phishing-Links zu verbreiten

datensicherheit.de, 23.05.2025
Online-Shopping: Noch schlägt der Mensch beim Kundenservice den Chatbot / Ein Kundenservice durch Chatbots überzeugt derzeit erst die Hälfte der Nutzer eines solchen Angebots – die technische Entwicklung bei Chatbots verläuft indes rasant weiter

datensicherheit.de, 17.02.2023
Betrug mittels KI: Chatbots und Text-to-Speech bergen neben Vorteilen auch potenzielle Gefahren / Auf dem Gebiet der KI hat sich in den letzten Monaten viel getan – so sorgt derzeit vor allem ChatGPT für Aufsehen

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Smartphone-Kaperung: PromptSpy-Hacker missbrauchen Google-KI https://www.datensicherheit.de/smartphone-kaperung-promptspy-hacker-missbrauch-google-ki Thu, 19 Feb 2026 23:09:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=52721 ESET-Forscher haben eine neue „Android“-Schadsoftware entdeckt, welche „Google Gemini“ nutzt, um sich selbst vor dem Schließen zu schützen und dauerhaft auf dem Smartphone aktiv zu bleiben

[datensicherheit.de, 20.02.2026] Laut einer aktuellen Warnung von ESET haben Cyberkriminelle eine technologische Schwelle überschritten: Erstmals nutze eine „Android“-Malware Generative Künstliche Intelligenz (GenKI) im laufenden Betrieb, um sich auf infizierten Smartphones einzunisten und sie unter ihre Kontrolle zu bringen. ESET-Forscher haben demnach eine neue „Android“-Schadsoftware entdeckt, welche „Google Gemini“ einsetze, um sich selbst vor dem Schließen zu schützen und dauerhaft auf dem Gerät aktiv zu bleiben.

Nach der Installation nahezu vollständige Übernahme des Smartphones

Diese Schadsoftware mit dem Namen „PromptSpy“ tarne sich als Banking-App „MorganArg“ (eine Fälschung der „Chase/JPMorgan“-App) und werde über gefälschte Webseiten verbreitet.

  • Bisher habe sich diese Kampagne primär gegen Nutzer in Argentinien gerichtet – die Technik sei jedoch global nutzbar.

„Nach der Installation übernimmt sie das Gerät nahezu vollständig. Angreifer können den Bildschirm live mitverfolgen, Eingaben auslesen, den Sperrcode abfangen und Aktionen durchführen, als hielten sie das Smartphone selbst in der Hand.“

KI analysiert den Smartphone-Bildschirm wie ein Mensch

Neu sei vor allem die Art, wie sich die Schadsoftware im System festsetzt: Statt mit starren Befehlen zu arbeiten, übergebe sie den aktuellen Bildschirminhalt an Googles KI-Modell „Gemini“.

  • Dieses analysiere die Oberfläche und liefere Schritt für Schritt Anweisungen, welche Schaltfläche gedrückt werden müsse, damit diese App nicht geschlossen werden kann. Die Schadsoftware lässt sich von der KI erklären, was sie als Nächstes tun muss“, erläutert Lukáš Štefanko von „ESET Research“.

Er führt weiter aus: „Damit funktioniert sie auf nahezu jedem Gerät, unabhängig von Hersteller oder ,Android’-Version. Das macht sie besonders anpassungsfähig.“ Nach der Entdeckung der KI-gestützten Ransomware „PromptLock“ im August 2025 sei dies bereits der zweite Fall, in dem Angreifer GenKI so tief in den Schadcode integrierten, um technische Hürden zu überwinden.

App installiert Fernsteuerungsmodul für Komplettzugriff auf das Smartphone

Ist die App einmal aktiv, installiere sie ein Fernsteuerungsmodul. Kriminelle könnten dann den Bildschirm sehen, Nachrichten lesen, Apps öffnen, Überweisungen auslösen oder Passwörter abgreifen.

  • Selbst ein Entfernen werde erschwert, weil unsichtbare Elemente bestimmte Schaltflächen blockierten.

„Wir sehen hier eine neue Qualität von ,Android’-Schadsoftware“, so Štefanko. KI werde nicht nur als Schlagwort genutzt, sondern konkret eingesetzt, um Schutzmechanismen zu umgehen. Hinweise deuteten darauf hin, dass die Entwickler in einem chinesischsprachigen Umfeld arbeiteten. In den offiziellen App-Stores sei diese Anwendung nicht verfügbar.

ESET-Tipps zum Schutz für Smartphone-Nutzer

Es sei nach wie vor elementar wichtig, Apps ausschließlich aus offiziellen Quellen wie „Google Play“ zu installieren und keine Anwendungen von unbekannten Webseiten herunterzuladen.

  • Besonders misstrauisch sollten Nutzer werden, wenn eine App zusätzliche Berechtigungen für Bedienungshilfen verlangt. Diese sogenannten „Accessibility“-Funktionen erlaubten weitreichenden Zugriff auf das Gerät und würden von Schadsoftware häufig missbraucht.

Auch regelmäßige System-Updates reduzierten das Risiko erheblich. Wer den Verdacht hat, dass sein Gerät kompromittiert wurde, sollte es im abgesicherten Modus neu starten. In diesem Zustand ließen sich schädliche – dann nicht aktive – Anwendungen meist entfernen. „Android“-Geräte mit aktiviertem „Google Play Protect“ seien gegen bekannte Versionen dieser Schadsoftware geschützt.

Weitere Informationen zum Thema:

eseT
Wir sind ein weltweites Unternehmen für digitale Sicherheit und schützen Millionen von Kunden sowie Hunderttausende von Unternehmen rund um den Globus. / Technologie ermöglicht Fortschritt. ESET macht ihn sicher.

welivesecurity by eseT
Lukas Stefanko – Malware Researche

welivesecurity by eseT, ESET Research, Lukas Stefanko, 19.02.2026
PromptSpy läutet mit GenAI die Ära der Android-Bedrohungen ein / ESET-Forscher entdecken PromptSpy, die erste bekannte Android-Malware, die generative KI in ihrem Ausführungsablauf nutzt.

datensicherheit.de, 14.05.2019
Schwachstelle in Whatsapp-Anrufen ermöglicht Übernahme von iPhones / G DATA Security Evangelist Tim Berghoff ordnet Sicherheitslücke ein / Nutzer sollten umgehend ein Update für die Chat-Software Whatsapp einspielen / Betroffen sind Menschenrechtsanwälte und Dissidenten.

datensicherheit.de, 28.05.2014
Feindliche Übernahme von Apple Geräten / Symantec informiert und gibt Tipps zur Prävention

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