Netscout – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Sat, 28 Mar 2026 07:51:53 +0000 de hourly 1 Netzwerke der Fluggesellschaften insbesondere durch Osterreiseverkehr und globale Unsicherheiten auf die Probe gestellt https://www.datensicherheit.de/netzwerke-fluggesellschaften-osterreiseverkehr-unsicherheiten-probe Fri, 27 Mar 2026 23:35:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=53529 Je höher das Passagieraufkommen an den Flughäfen, desto entscheidender das verlässliche Zusammenspiel von Systemen, Prozessen und Infrastruktur

[datensicherheit.de, 28.03.2026] Gemäß einer aktuellen Stellungnahme von NETSCOUT ist Deutschland offenbar wieder in Reisestimmung, denn die Nachfrage nach Flugreisen nehme weiter zu. „Im Sommerflugplan 2025 reisten rund 68,5 Millionen Passagiere von deutschen Hauptverkehrsflughäfen ins Ausland – 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr.“ Mit einer positiven Entwicklung stiegen jedoch auch die Anforderungen an einen reibungslosen Betrieb. Je höher das Passagieraufkommen, desto entscheidender werde das Zusammenspiel von Systemen, Prozessen und Infrastruktur.

Digitale Infrastruktur der Fluggesellschaften und sonstiger Flughafendienstleistungen unter enormem Druck

Treffen steigende Passagierzahlen zusätzlich auf unvermeidbare externe Störungen, wie etwa Luftraumsperrungen und kurzfristige Flugumleitungen aufgrund anhaltender geopolitischer Konflikte, gerate die digitale Infrastruktur von Fluggesellschaften und sonstigen Flughafendienstleistungen unter enormen Druck.

  • Da viele Einflussfaktoren außerhalb ihrer Kontrolle lägen, stehe die Luftfahrtindustrie mehr denn je in der Pflicht, ihre IT-Systeme gegen vermeidbare Ausfälle zu schützen – insbesondere während intensiver Reisephasen wie jetzt wieder zu Ostern.

Eileen Haggerty, „Area Vice President für Product & Solutions“ bei NETSCOUT, führt in ihrer aktuellen Stellungnahme aus, warum eine kontinuierliche End-to-End-Überwachung für Fluggesellschaften unerlässlich ist, um im Vorfeld der Osterreisezeit die nötige Resilienz zu gewährleisten.

Fluggesellschaften können und sollen Kontrolle über ihre IT-Resilienz behalten

Sie unterstreicht: „Fluggesellschaften können globale Konflikte oder plötzliche Luftraumbeschränkungen nicht beeinflussen, doch sie können Kontrolle über ihre IT-Resilienz behalten. Wenn externe Schocks zu schnellen operativen Kurskorrekturen zwingen, sind vernetzte Backend-Systeme unmittelbar betroffen. Zu diesen Systemen zählen unter anderem die Crew-Einsatzplanung, das Ticketing oder die Gepäckabfertigung.“

  • Das Gleiche gelte für Störungen bei den IT-Diensten am Flughafen, etwa bei der Zuweisung des Bodenpersonals, der automatisierten Passkontrolle und den Fluginformationssystemen. In einer Hauptreisesaison wie eben Ostern verschärfe sich dieser Druck zusätzlich, wenn erhöhte Passagierzahlen bei sehr eng getakteten Zeitplänen die ohnehin komplexen Systeme weiter belasteten.

Um negative Auswirkungen auf die Passagiere zu vermeiden, müssten Fluggesellschaften und andere Flughafendienstleistungen sicherstellen, „dass kürzlich durchgeführte IT-Wartungsarbeiten die operative Effizienz ihrer digitalen Systeme nicht beeinträchtigen“, denn routinemäßige Software- oder Hardware-Updates sollten kein betriebliches Chaos auslösen. Stattdessen könnten IT-Teams durch den Wechsel von reaktiver Fehlersuche hin zu einer kontinuierlichen Überwachung – vor, während und nach der Wartung – veränderungsbedingte Verlangsamungen sofort erkennen und beheben. „Auf diese Weise werden Umsatz, Betrieb und Reputation wirksam geschützt“, so Haggerty.

Flughafendienstleistungen mit so wenig Unterbrechungen wie möglich bereitstellen können

Umfassende End-to-End-Netzwerktransparenz diene längst nicht mehr nur der Vermeidung von Ausfällen, sondern sei entscheidend für Agilität, Resilienz und den operativen Fortbestand. Diese umfassende „Observability“ ermögliche es IT-Teams, die Mittlere Reparaturzeit (MTTR) erheblich zu verkürzen und so die Auswirkungen von IT-Vorfällen zu minimieren.

  • „Bis zu 90 Prozent der MTTR entfallen darauf, die Ursache eines Problems zu identifizieren und zu verstehen. Eine Optimierung dieser Diagnosephase – bekannt als ,Mean Time to Knowledge’ (MTTK) – ist daher maßgeblich, um die Wiederherstellung zu beschleunigen und Flughafendienstleistungen mit so wenig Unterbrechungen wie möglich bereitzustellen.“

Durch eine kontinuierliche Echtzeitüberwachung ihrer digitalen Infrastruktur könnten Fluggesellschaften interne Engpässe identifizieren und beheben, bevor daraus Verspätungen entstehen – „und verhindern so, dass vermeidbare IT-Ausfälle Reisechaos zur Osterzeit verursachen“.

Weitere Informationen zum Thema:

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Eileen Haggerty / Area Vice President, Product and Solutions Marketing

DESTATIS Statistisches Bundesamt, 01.12.2025
Flugsommer 2025: 4,6 % mehr Reisende ins Ausland als im Vorjahr

datensicherheit.de, 15.04.2025
Luftfahrt-Infrastruktur unter Druck: Flugreisen in den Osterferien erhöhen Herausforderungen / Ostern als eine der Hauptreisezeiten könnte Probleme für Urlauber mit sich bringen, denn die Flugsicherungszentren haben u.a. mit Personalknappheit zu kämpfen

datensicherheit.de, 16.10.2025
Passagiererlebnis soll weiter verbessert werden: SITA liefert Flughafen Genf Echtzeit-Operationsplattform / SITA, ein IT-Anbieter der Luftverkehrsbranche – für Fluggesellschaften, Flughäfen, Flugzeuge und Regierungen – befindet sich zu 100 Prozent im Besitz der Branche und wird von deren Bedürfnissen angetrieben

datensicherheit.de, 25.09.2025
Cybersicherheit im Flughafenbetrieb erfordert Resilienz – vom Check-in bis zum Gate / Nach einem von der EU-Cybersicherheitsagentur ENISA bestätigten Ransomware-Angriff auf Flughafen-Software kam es an mehreren europäischen Flughäfen zu massiven Störungen

datensicherheit.de, 15.07.2025]
VIE im Aufwärtstrend: Stärkung der Cybersicherheit am Flughafen Wien / Cohesity sorgt für Cyberresilienz und KI-gestützte Backups am größten österreichischen Flughafen (VIE in Schwechat), dessen europäische und internationale Bedeutung 2024 sprunghaft gestiegen ist

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DDoS-Angriffe: Zunahme technischer Eskalation in der DACH-Region mit Deutschland als Spitzenziel https://www.datensicherheit.de/ddos-angriffe-zunahme-technisch-eskalation-dach-region-deutschland-spitzenziel Mon, 23 Mar 2026 23:57:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=53408 In der zweiten Jahreshälfte 2025 hat NETSCOUT weltweit mehr als acht Millionen DDoS-Angriffe registriert

[datensicherheit.de, 24.03.2026] Der neue „NETSCOUT DDoS Threat Intelligence Report“ dokumentiert laut NETSCOUT eine dramatische Verschärfung der Cyberbedrohungslage durch „hacktivistische Aktivitäten“ und die Nutzung von DDoS-Attacken als präzisionsgelenkte Waffen mit geopolitischem Einfluss: In der zweiten Jahreshälfte 2025 wurden demnach weltweit mehr als acht Millionen DDoS-Angriffe registriert. Besonders auffällig sei der Druck auf Kritische Infrastrukturen (KRITIS) – ausgelöst durch „Hacktivisten“, DDoS-for-hire-Dienste und Botnetze.

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Abbildung: NETSCOUT

„NETSCOUT DDoS Threat Intelligence Report“: Dramatische Verschärfung der Cyberbedrohungslage durch „hacktivistische Aktivitäten“ und Nutzung von DDoS-Attacken als präzisionsgelenkte Waffen mit geopolitischem Einfluss

In Deutschland sind Rechenzentren und Hosting-Dienste am stärksten betroffen

Die DDoS-Bedrohungslage in der sogenannten DACH-Region (Deutschland-Österreich-Schweiz) zeige im Jahr 2025 eine deutliche strukturelle Verschiebung, bei der sich der Fokus zunehmend von massenhaften Volumenangriffen hin zu leistungsstärkeren und strategisch eingesetzten Angriffsszenarien verlagere.

  • DDoS-Angriffe hätten es insbesondere auf digitale Kerninfrastrukturen abgesehen, wobei „Computing Infrastructure Provider“ wie Rechenzentren, Hosting- und Datenverarbeitungsdienste mit mehr als 70.000 registrierten Angriffen mit deutlichem Abstand an der Spitze stünden.

Dahinter folgten kabelgebundene Telekommunikationsanbieter mit 28.981 sowie Mobilfunkanbieter mit 21.524 Angriffen. Die Angriffsfrequenz sei damit eindeutig dort am höchsten, wo Störungen eine maximale Breitenwirkung entfalten können.

Unterschiedliche DDoS-Belastungsmuster in der DACH-Region

Dass auch transport- und mobilitätsnahe Infrastrukturen zunehmend ins Visier gerieten, habe Anfang 2026 der DDoS-Angriff auf die Deutsche Bahn (DB) gezeigt. Diese Attacke erfolgte laut Unternehmensangaben in mehreren Wellen. Betroffen gewesen seien insbesondere die Auskunfts- und Buchungssysteme – darunter die Website „bahn.de“ sowie die App „DB Navigator“.

  • Zwar zähle der Mobilitätssektor nicht zu den drei dominierenden Telekommunikations- oder Hosting-Kategorien, gehöre jedoch in Deutschland zu den am stärksten angegriffenen Branchen außerhalb der klassischen Netz- und Infrastruktursegmente.

In der Schweiz sei im Jahr 2025 ein leichter Anstieg von rund vier Prozent vom ersten auf das zweite Halbjahr auf insgesamt 43.466 Angriffe zu verzeichnen. Deutlich markanter sei jedoch die Angriffsdauer im zweiten Halbjahr 2025 (106,45 Minuten), welche die Vergleichswerte in Österreich und Deutschland übertreffe.

Kabelgebundene Anbieter in Österreich deutlich an erster Stelle

Für Österreich zeige sich ein etwas anderes Muster als in der Schweiz: Dort dominiere klar die Angriffsfrequenz bei kabelgebundenen Netzbetreibern, während die längsten Angriffe auf digitale Infrastruktur- und Hosting-Anbieter zielten. Mit 13.867 Angriffen stünden kabelgebundene Anbieter deutlich an erster Stelle und die Angriffe seien zahlreich, aber eher kurz bis mittellang angelegt.

  • Dies spreche für wiederkehrende, volumenbasierte Störversuche gegen klassische Netzbetreiber. Anbieter von IT-Infrastruktur folgen auf Platz 2, mobile Netzbetreiber auf Platz 3 – das Muster entspreche damit dem regionalen Trend. Trotz unterschiedlicher Schwerpunkte konzentrierten sich DDoS-Angriffe in allen drei Ländern auf systemrelevante Telekommunikations- und Infrastruktursektoren.

Dass DDoS-Angriffe im Umfeld internationaler Großereignisse zusätzliche Dynamik entfalten könnten, hätten die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina bestätigt: „Im Rahmen einer Angriffswelle der pro-russischen Gruppe ,NoName057‘ war unter anderem die Website des Österreichischen Olympischen Comités (ÖOC) zeitweise betroffen und für rund eine Stunde lahmgelegt.“

Qualitative Verschiebung der Bedrohungslage in der DACH-Region

Der aktuelle „NETSCOUT Threat Intelligence“-Bericht zeige, dass die DDoS-Entwicklung 2025 in der DACH-Region weniger von reiner Quantität, sondern mehr von qualitativer Eskalation geprägt gewesen sei. Multi-Vektor-Angriffe gehörten weiterhin zum festen Bestandteil des DDoS-Geschehens, so dass unterschiedliche Angriffsmethoden kombiniert und teils während der laufenden Attacke angepasst würden, um Erkennungs- und Abwehrmechanismen zu umgehen.

  • Der zunehmende Einsatz KI-gestützter Werkzeuge senke zudem die technische Einstiegshürde für bestimmte Angriffstypen, denn Botnet-Steuerung oder Schwachstellenanalysen ließen sich stärker automatisieren.

„Large Language Models“ (LLMs) – im DarkWeb-Umfeld als „Dark LLMs“ genutzt – beschleunigten diese Abläufe zusätzlich und erleichterten die operative Umsetzung. Angesichts der technologischen Fortschritte im Bedrohungsumfeld seien intelligente und zunehmend autonome Verteidigungsmaßnahmen erforderlich, um systemische Betriebsstörungen wirksam zu begrenzen.

Weitere Informationen zum Thema:

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Unmasking the Swarm: The Evolving Tactics of Botnet-Driven DDoS Attacks / DDoS Threat Intelligence Report / Issue 16: Findings from 2H 2025

datensicherheit.de, 20.02.2026
DDoS-Angriffe wie vor Kurzem auf die DB können Vertrauen der Kunden untergraben / Der jüngste Cyberangriff auf die DB Bahn zeigte abermals, wie angreifbar selbst zentrale Akteure der Kritischen Infrastruktur im Digitalen Raum sind

datensicherheit.de, 09.05.2025
Welle von DDoS-Angriffen: Deutsche Stadtportale im Visier / Häufung von DDoS-Attacken, bei denen Server durch Flut automatisierter Anfragen gezielt überlastet werden

datensicherheit.de, 16.10.2024
DACH-Region: Alarmierende Zunahme der DDoS-Angriffe / Deutschland laut „NETSCOUT DDoS Threat Intelligence Report“ am stärksten von DDoS-Attacken betroffen

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Crowdstrike-Ausfall vom 19. Juli 2024: Eileen Haggerty erörtert Erkenntnisse https://www.datensicherheit.de/crowdstrike-19-juli-2024-erkenntnisse https://www.datensicherheit.de/crowdstrike-19-juli-2024-erkenntnisse#respond Fri, 18 Jul 2025 22:01:41 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=49122 Dienstleistungen und Branchen kamen weltweit zum Erliegen – verursacht durch ein fehlerhaftes automatisiertes Crowdstrike-Sicherheitsupdate

[datensicherheit.de, 19.07.2025] Eileen Haggerty, „Area Vice President, Product & Solutions“ bei NETSCOUT, kommentiert in ihrer aktuellen Stellungnahme den Crowdstrike-Vorfall vor einem Jahr: „Am 19. Juli 2024 kamen Dienstleistungen und Branchen weltweit zum Erliegen. Die Ursache? Ein fehlerhaftes automatisiertes Sicherheitsupdate.“ Während Sicherheitsexperten sich der Wahrscheinlichkeit eines solchen Vorfalls bewusst gewesen seien, sei die enorme Auswirkung eines solchen Updates für den Durchschnittsbürger plötzlich deutlich geworden, „da unzählige Unternehmen und Organisationen in allen Branchen davon betroffen waren“: Von Fluggesellschaften über das Gesundheitswesen bis hin zu Finanzdienstleistern und Behörden seien die Auswirkungen auf die Bevölkerung weitreichend gewesen – „Bank-Apps fielen aus und Krankenhäuser mussten nicht dringende Operationen absagen“.

Angesichts jüngster Ausfälle bei Banken und großen Dienstleistern Zweifel am Crowdstrike-Erkenntnisgewinn

Haggerty wirft die kritische Frage auf: „Doch haben Unternehmen ein Jahr nach dem weltweiten IT-Ausfall wirklich etwas gelernt?“

  • Die jüngsten Ausfälle bei Banken und großen Dienstleistern ließen etwas Anderes vermuten. Obwohl nicht jeder Ausfall vermieden werden könne, gebe es einige wichtige Dinge, die Unternehmen beachten sollten.

Haggerty erläutert ihre eigenen wichtigsten Erkenntnisse aus diesem Ausfall und führt aus, wie Unternehmen künftig verhindern könnten, dass sich so etwas wiederholt:

Crowdstrike-Lektion: Lückenlose Überwachung der Netzwerke und gesamten IT-Umgebung rund um die Uhr

„Unternehmen sollten zumindest sicherstellen, dass sie über die notwendige Transparenz verfügen, um Probleme im Zusammenhang mit Software-Updates zu vermeiden. Realistisch gesehen benötigen sie eine lückenlose Überwachung ihrer Netzwerke und ihrer gesamten IT-Umgebung rund um die Uhr.“

  • Mit dieser Transparenz und mittels Durchführung von Wartungskontrollen und regelmäßigen Updates könnten Unternehmen das Risiko unerwarteter Ausfallzeiten minimieren und damit finanzielle Verluste und Reputationsschäden vermeiden.

„Um ein Netzwerk zu sichern und eine konsistente Leistung zu gewährleisten, reicht es nicht aus, nur Abwehrmaßnahmen zu ergreifen, sondern es gilt, jeden Schritt vorauszusehen.“ Aus diesem Grund könnte eine bewährte Vorgehensweise für IT-Teams die Durchführung proaktiver synthetischer Tests umfassen, welche den realen Datenverkehr simulierten – „lange bevor ein einzelner Kunde mit frustrierenden Verzögerungen konfrontiert wird oder eine kritische Funktion ausfällt“.

Crowdstrike-Lektion: Durchführung proaktiver Tests, um Probleme zu antizipieren

Die Durchführung dieser Tests verschaffe Unternehmen die notwendige Weitsicht, um Probleme zu antizipieren, „bevor sie überhaupt auftreten können“. Dieser Schritt, kombiniert mit einer proaktiven Echtzeit-Verkehrsüberwachung, liefere wichtige Details, welche bei Sicherheitsvorfällen, größeren Ausfällen in der Branche oder lokalen Unternehmensproblemen erforderlich seien, um so schnell wie möglich angemessen und auf der Grundlage von Fakten reagieren zu können.

  • „Ausfälle wie im letzten Jahr sind zwar eine harte Lektion für Unternehmen, bieten aber auch eine große Lernchance“, so Haggerty. Wirklich resiliente Unternehmen würden die Störung, die sie erlebt haben, in eine leistungsstarke Datenquelle und einen Entwurf für Leistungssicherung und Cyberresilienz verwandeln. „Das bedeutet, dass sie fortschrittliche Transparenz-Tools nutzen, um aufschlussreiche Nachbesprechungen durchzuführen.“

Durch den Aufbau eines umfangreichen, detaillierten Informationsarchivs zu jedem früheren Vorfall dokumentierten Unternehmen nicht nur die Geschichte und legen Best-Practice-Richtlinien fest, sondern sicherten auch aktiv ihre Zukunftsfähigkeit und stellten sicher, „dass sie potenzielle Herausforderungen vorhersagen und bewältigen können – bevor sie zu einem Problem für die Kunden werden“.

Weitere Informationen zum Thema:

NETSCOUT
Eileen Haggerty / Area Vice President, Product and Solutions Marketing

WIKIPEDIA
Crowdstrike-Computerausfall 2024

heise online, Jürgen Schmidt, 18.07.2025
Ein Jahr nach dem Crowdstrike-GAU: Wurden die richtigen Konsequenzen gezogen? / Vor einem Jahr legte ein kaputtes Crowdstrike-Update Millionen Windows-Systeme lahm. Ein Blick darauf, was sich seit diesem Debakel in der IT-Welt getan hat.

datensicherheit.de, 26.07.2024
Robuste Sicherheitspraktiken notwendig: CrowdStrike-Vorfall hat IT-Schwachstellen enthüllt / Am 19. Juli 2024 hatte ein Software-Update des Cybersecurity-Unternehmens CrowdStrike weltweit einen massiven IT-Ausfall ausgelöst

datensicherheit.de, 24.07.2024
Melissa Bischoping benennt Lehren aus dem CrowdStrike-Ausfall / Das Beheben des akuten „CrowdStrike“-Problems hat nur das Entfernen einer einzigen Datei erfordert – in der Praxis aber astronomischen Aufwand verursacht

datensicherheit.de, 23.07.2024
Crowdstrike-Vorfall als Weckruf für ganzheitliche digitale Sicherheit / Ereignisse vom 9. Juli 2024 haben deutlich gemacht, wie abhängig wir in der digitalen Welt geworden sind

datensicherheit.de, 19.07.2024
CrowdStrike: Ein IT-Update und es wackelt die ganze Welt / Alain Blaes kommentiert globale IT-Ausfälle vom 19. Juli 2024

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Welle von DDoS-Angriffen: Deutsche Stadtportale im Visier https://www.datensicherheit.de/ddos-angriffe-stadtportale-deutschland https://www.datensicherheit.de/ddos-angriffe-stadtportale-deutschland#respond Fri, 09 May 2025 18:28:31 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=47607 Häufung von DDoS-Attacken, bei denen Server durch Flut automatisierter Anfragen gezielt überlastet werden

[datensicherheit.de, 09.05.2025] Laut Medienberichten sind vor Kurzem mehrere deutsche Städte Ziel massiver Cyber-Angriffe geworden, die offenbar zu erheblichen Einschränkungen ihrer digitalen Angebote führten. Besonders betroffen waren demnach die Stadtportale von Dresden, Stuttgart, Berlin und Nürnberg. Die Attacken erfolgten laut einer aktuellen Stellungnahme von NETSCOUT in Form von Distributed-Denial-of-Service-Angriffen (DDoS), bei denen Server durch eine Flut automatisierter Anfragen gezielt überlastet werden.

Berlin und Nürnberg: DDoS-Angriffe führten zu Ausfällen und eingeschränktem Betrieb

Die Hauptstadtportale „berlin.de“ und „service.berlin.de“ gehörten zu den ersten Zielen der Angriffswelle in Deutschland: „Die Attacken begannen am Abend des 25. April und führten zu mehrtägigen Beeinträchtigungen.“ Während diese Websites inzwischen wieder erreichbar seien, könnte es jedoch weiterhin zu vereinzelten Beeinträchtigungen kommen.

Ein Datenabfluss wurde laut Behörden nicht festgestellt. Bereits am Morgen desselben Tages soll dann auch die Website der Stadt Nürnberg betroffen gewesen sein: Nach Angaben der Stadt richtete sich der Angriff ausschließlich gegen die Website selbst und nicht gegen die interne IT-Infrastruktur.

Stuttgart und Dresden: Schwerwiegende DDoS-Angriffe auf Stadtportale

Die Stadtverwaltung Stuttgart war dann ab dem 29. April 2025 von derartigen Attacken betroffen. „Ihre Website musste zeitweise vollständig offline genommen werden und war erst am Nachmittag des folgenden Tages wieder weitgehend stabil erreichbar – es kam jedoch vereinzelt zu kleineren Ausfällen.“

Dresden verzeichnete am 30. April 2025 den bisher schwerwiegendsten Cyber-Angriff auf die Stadt. Auch am darauffolgenden Tag war das Stadtportal weiterhin nicht erreichbar.

DDoS-Angriffe aus international verteilten Quellen

Deutschland sei aktuell nicht nur ein bevorzugtes Ziel solcher Cyber-Attacken, sondern auch ein zentraler Standort, von dem Angriffe ausgingen. „Eine DDoS-Aktivitätsanalyse von NETSCOUT aus dem März zeigt, dass Deutschland und die USA die häufigste Länderkombination bei multinationalen Angriffen bildeten – beide Länder waren gemeinsam an über 600 dokumentierten Attacken beteiligt.“

Dies lasse sich darauf zurückführen, dass Angreifer bevorzugt auf zuverlässige Infrastrukturen wie „Cloud“-Server oder Unternehmensgeräte in diesen Ländern zugriffen, während sie gleichzeitig weniger gesicherte Netzwerke in anderen Regionen missbrauchten.

NETSCOUT-Fazit zu aktuellen DDoS-Angriffen auf kommunale Websites

„Die Angriffe der vergangenen Tage verdeutlichen die anhaltende Verwundbarkeit kommunaler IT-Infrastrukturen gegenüber DDoS-Attacken.“ Vor dem Hintergrund zunehmend geopolitisch motivierter Cyber-Attacken steige der Handlungsdruck auf öffentliche Einrichtungen.

Um die digitale Handlungsfähigkeit von Verwaltungen und Unternehmen nachhaltig zu sichern, sind laut NETSCOUT „robuste, skalierbare und anpassungsfähige Abwehrmechanismen unerlässlich“.

Weitere Informationen zum Thema:

NETSCOUT, Christopher Conrad, 29.04.2025
Arbor Networks – DDoS Experts DDoS / Botnets and Familiar Foes Drive DDoS Attack Activity / March 2025 DDoS Attack Activity Review

SWR» AKTUELL, Bettina Gall, 08.05.2025
Nach Hackerangriff auf Stadt Stuttgart / Sind die Behörden in BW ausreichend gegen Cyberattacken geschützt?

Dresden., 30.04.2025
Cyberangriff auf die Landeshauptstadt Dresden dauert an / Keine Schäden zu erwarten

heise online, Nico Ernst, 29.04.2025
Hauptstadtportal berlin.de nach DDoS-Attacke wieder online / Am vergangenen Freitag begann ein umfassende DDoS-Angriff auf Portal der Hauptstadt. Betroffen waren Bürgerdienste und auch das Intranet der Verwaltung.

it-daily.net, 28.04.2025
Massen-Anfragen als Grund / Nach DDoS-Attacke: Nürnbergs Website wieder online

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Luftfahrt-Infrastruktur unter Druck: Flugreisen in den Osterferien erhöhen Herausforderungen https://www.datensicherheit.de/luftfahrt-infrastruktur-druck-flugreisen-osterferien-erhoehung-herausforderungen https://www.datensicherheit.de/luftfahrt-infrastruktur-druck-flugreisen-osterferien-erhoehung-herausforderungen#respond Mon, 14 Apr 2025 22:22:22 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=47271 Ostern als eine der Hauptreisezeiten könnte Probleme für Urlauber mit sich bringen, denn die Flugsicherungszentren haben u.a. mit Personalknappheit zu kämpfen

[datensicherheit.de, 15.04.2025] NETSCOUT geht in einem Kommentar kurz vor Ostern 2025 auf die erheblichen Herausforderungen an Luftfahrt-Infrastruktur mit Beginn der Osterferien ein. Erwartungsgemäß werden wieder zahlreiche Familien um diese Feiertage in den Urlaub fliegen. „Diese Hauptreisezeit könnte jedoch Probleme für die Urlauber mit sich bringen, denn die Flugsicherungszentren haben mit Personalknappheit zu kämpfen, die Sommerflugpläne treten in Kraft und da sich die Flugbranche immer weiter erholt, steigen die Passagierzahlen an.“

Für Fluggesellschaften und Flughäfen wichtiger denn je, ihre IT-Infrastruktur zu stärken

„Darüber hinaus prognostiziert die International Air Transport Association (IATA), dass die Zahl der Flugpassagiere in diesem Jahr weltweit 5,2 Milliarden erreichen wird – ein Anstieg von 6,7 Prozent gegenüber 2024 und das erste Mal, dass die Zahl der Passagiere die Fünf-Milliarden-Marke überschreitet.“

Angesichts der Personalknappheit, neuer Strecken und der Rekordpassagierzahlen sei es für Fluggesellschaften und Flughäfen wichtiger denn je, „ihre IT-Infrastruktur zu stärken und sicherzustellen, dass sie auf die Nachfrage vorbereitet sind“.

„CrowdStrike“-Vorfall 2024 zeigte, wie stark u.a. Fluglinien- und Flughafensysteme betroffen sein können

Eileen Haggerty, „Area Vice President, Product & Solutions“ bei NETSCOUT, erläutert, warum eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung der Systeme von Fluggesellschaften und Flughäfen unerlässlich ist, um eine optimale Leistung zu gewährleisten und negative Auswirkungen auf die Passagiere zu Ostern zu vermeiden:

„Wenn uns der ,CrowdStrike’-Ausfall etwas gelehrt hat, dann ist es, wie stark Fluglinien- und Flughafensysteme betroffen sind, wenn eine Störung in einem Teil der Umgebung auftritt. In einer so wichtigen Branche wie dem Luftverkehr können selbst kleine Störungen in kritischen Bereichen wie der Crewplanung, der Ticketausstellung oder der Gepäckabfertigung schnell eine Welle negativer Auswirkungen in den miteinander verbundenen Systemen auslösen.“

Planung der Flugbesatzung basiert auf komplexer Koordinierung

Die Planung der Flugbesatzung beispielsweise beruhe auf der komplexen Koordinierung von Personalverfügbarkeiten und Arbeitsabläufen. Jede Störung dieses Prozesses könne zu erheblichen Verspätungen führen und sowohl für die Fluggesellschaften als auch für die Passagiere Kosten verursachen. Die Folgen dieser Unterbrechungen seien weitreichend:

  • Der Ruf, die Betriebskosten und die Einnahmen stünden auf dem Spiel.
  • Jede Verlangsamung oder jeder Ausfall während des gesamten Reiseprozesses führe nicht nur zu Frustration bei den Fluggästen, sondern untergrabe auch das Vertrauen und könne sich auf künftige Verkäufe auswirken.
  • Darüber hinaus könne sich dies auch auf das Flughafenpersonal auswirken und Überstunden oder zusätzliches Personal erfordern, um die Auswirkungen zu bewältigen.

IT-Systeme der Fluggesellschaften dürfen durch Wartungsarbeiten oder Routine-Upgrades nicht beeinträchtigt werden

Um die Beeinträchtigung der Passagiere zu Ostern zu minimieren, müssten die IT-Teams sicherstellen, „dass die Systeme der Fluggesellschaften durch die jüngsten Wartungsarbeiten oder Routine-Upgrades nicht beeinträchtigt werden, damit sie mit optimaler Effizienz arbeiten können“.

Eine kontinuierliche Überwachung vor, während und nach der Durchführung von Wartungsarbeiten und regelmäßigen Aktualisierungen bedeutet demnach, dass Fluggesellschaften unerwartete Verlangsamungen und Ausfallzeiten, die aufgrund der Wartung oder der Upgrades auftreten können, schnell beheben und somit finanzielle und Reputationsverluste vermeiden können.

IT-Teams von Fluggesellschaften und Flughäfen ebrauchen vollständige End-to-End-Transparenz der Bedrohungen für ihr Netzwerk

Um Ausfallzeiten aufgrund von Systemausfällen – ähnlich wie beim weltweiten IT-Ausfall im letzten Jahr, 2024, – sowie das damit verbundene Chaos und die Störungen zu vermeiden, benötigten die IT-Teams von Fluggesellschaften und Flughäfen eine vollständige End-to-End-Transparenz der Bedrohungen für ihr Netzwerk. „Dies ermöglicht ihnen die Überwachung von Netzwerken und Anwendungen, unabhängig davon, wo sie gehostet werden oder wo die Benutzer auf sie zugreifen.“

Eine umfassende und lückenlose Überwachung der Systeme von Fluggesellschaften werde es ihnen ermöglichen, mit allen Unbekannten und Unwägbarkeiten umzugehen, die die Osterzeit mit sich bringt, „so dass die Passagiere ihren Urlaub ohne unnötige Verzögerungen genießen können und sich um ihre Reise weniger Sorgen machen müssen“.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 26.07.2024
Robuste Sicherheitspraktiken notwendig: CrowdStrike-Vorfall hat IT-Schwachstellen enthüllt / Am 19. Juli 2024 hatte ein Software-Update des Cybersecurity-Unternehmens CrowdStrike weltweit einen massiven IT-Ausfall ausgelöst

datensicherheit.de, 24.07.2024
Melissa Bischoping benennt Lehren aus dem CrowdStrike-Ausfall / Das Beheben des akuten „CrowdStrike“-Problems hat nur das Entfernen einer einzigen Datei erfordert – in der Praxis aber astronomischen Aufwand verursacht

datensicherheit.de, 23.07.2024
Crowdstrike-Vorfall als Weckruf für ganzheitliche digitale Sicherheit / Ereignisse vom 9. Juli 2024 haben deutlich gemacht, wie abhängig wir in der digitalen Welt geworden sind

datensicherheit.de, 19.07.2024
CrowdStrike: Ein IT-Update und es wackelt die ganze Welt / Alain Blaes kommentiert globale IT-Ausfälle vom 19. Juli 2024

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DACH-Region: Alarmierende Zunahme der DDoS-Angriffe https://www.datensicherheit.de/dach-region-alarm-zunahme-ddos-angriffen https://www.datensicherheit.de/dach-region-alarm-zunahme-ddos-angriffen#respond Wed, 16 Oct 2024 20:24:37 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=45474 Deutschland laut „NETSCOUT DDoS Threat Intelligence Report“ am stärksten von DDoS-Attacken betroffen

[datensicherheit.de, 16.10.2024] Laut einer Meldung von NETSCOUT zeigt der aktuelle „NETSCOUT DDoS Threat Intelligence Report“, dass sogenannte hacktivistische Aktivitäten weltweit zunehmen und für Organisationen sowie Branchen eine zunehmende Bedrohung darstellen, indem sie ihre Netzwerke durch DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) überfordern: „Netzwerke und Server werden hierbei gezielt mit einer überdurchschnittlich hohen Menge von Anfragen bombardiert, so dass Nutzer keinen Zugriff mehr erhalten und die Dienste ausfallen.“ Deutschland belegt demnach im weltweiten Vergleich in zwei Kategorien den ersten Platz. „Sowohl bei der Größe der Bandbreite als auch bei der Datenübertragungsgeschwindigkeit, während eines DDoS-Angriffs, wurden in Deutschland die höchsten Werte gemessen.“

DDoS-Attacken fokussieren insbesondere auf die DACH-Region

In der DACH-Region seien der Telekommunikations- und Hosting-Sektor das Hauptziel. Kritische Infrastrukturen (KRITIS) in Deutschland seien dem Bericht zufolge verglichen mit Österreich und der Schweiz am stärksten betroffen – sowohl im Bezug auf die Häufigkeit als auch auf die Komplexität der DDoS-Angriffe:

Während Österreich bis zu 12.918 und die Schweiz eine maximale Anzahl von 17.316 Angriffe erlitten habe, seien für Deutschland mit 119.330 fast das Siebenfache an Attacken im Vergleich zur Schweiz, bzw. Neunfache verglichen mit Österreich, zu verzeichnen.

Vermehrte Anzahl an DDoS-Attacken oft in Kombination mit politischen Ereignissen

Der Deutsche Spitzenwert sei auf Datenverarbeitungs- und Hosting-Dienste zurückführen, während sich der maximale Wert der Nachbarländer auf Festnetz-Telekommunikationsanbieter beziehe. DDoS-Attacken zeichneten sich in Deutschland durch Multivektoren aus, die ihr Ziel zeitgleich aus unterschiedlichen Richtungen attackierten und Schwachstellen auf der Netzwerk- und Anwendungseben ausnutzten. Ein weiteres kritisches Element sei die Dauer der DDoS-Angriffe. „Hierbei war die Höchstdauer von rund 65 Minuten in der Schweiz zu verzeichnen, gefolgt von Österreich mit fast 57 Minuten und Deutschland mit 54 Minuten.“

Die vermehrte Anzahl an DDoS-Attacken und „hacktivistischen“ Aktivitäten seien oft in Kombination mit politischen Ereignissen festzustellen. Ein Erklärungsansatz für den erheblichen Anstieg dieser Attacken in der sogenannten EMEA-Region und dem Nahe Osten könnten geopolitische Spannungen sein, doch auch internationale Großveranstaltungen wie die Fußball-Europameisterschaft und die 2024 in Europa stattgefundenen Olympischen Spiele könnten als Katalysator dienen.

Weitere Informationen zum Thema:

NETSCOUT
DDoS THREAT INTELLIGENCE REPORT

NETSCOUT
Germany

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Olympische Sommerspiele 2024 in Paris: Vorbereitung auf Cyber-Angriffe https://www.datensicherheit.de/olympische-sommerspiele-2024-paris-vorbereitung-cyber-angriffe https://www.datensicherheit.de/olympische-sommerspiele-2024-paris-vorbereitung-cyber-angriffe#respond Tue, 09 Apr 2024 18:46:36 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=44445 Generaldirektor der französischen Cyber-Sicherheitsbehörde ANSSI betont, dass diesjährige Olympische Sommerspiele ein Ziel Cyber-Krimineller sind

[datensicherheit.de, 09.04.2024] Im Rahmen des „InCyber“-Forums, welches vom 26. bis 28. März 2024 im französischen Lille stattfand, hatte Vincent Strubel, Generaldirektor der französischen Cyber-Sicherheitsbehörde ANSSI betont, dass die diesjährigen Olympischen Sommerspiele vom 26. Juli bis 11. August 2024 in Paris ein „Ziel“ seien – insbesondere für solche ausländischen Staaten, welche darauf aus seien, „die Eröffnungsfeier zu stören oder Probleme im öffentlichen Verkehr zu verursachen“. Frankreich sei zwar bereit, doch müsse man sich in dieser Zeit auch auf unerwartete Szenarien einstellen, so Strubel warnend. Richard Hummel, Leiter der „Abteilung für Bedrohungsanalysen“ bei NETSCOUT, geht in seinem Kommentar daher auf die Notwendigkeit von Transparenz, Bedrohungsanalysen sowie der Einführung modernster Cyber-Sicherheitsstrategien und spezieller Software ein, um etwa DDoS-Angriffe effektiv zu erkennen und zu stoppen.

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Foto: NETSCOUT

Richard Hummel: Cyber-Angriffe kennen keine Grenzen und internationale Veranstaltungen werden zu bevorzugten Zielen für Angreifer!

Vollständige Transparenz der Netzwerkaktivitäten und tiefes Verständnis der Bedrohungen im Kontext einer robusten Cyber-Sicherheitsstrategie empfohlen

Hummel unterstreicht: „Cyber-Angriffe kennen keine Grenzen und internationale Veranstaltungen werden zu bevorzugten Zielen für Angreifer. Ob es sich um Staaten, Kriminelle oder ,Hacktivisten‘ handelt, die potenziellen Ziele sind zahlreich.“ Insbesondere DDoS-Angriffe stellten eine erhebliche Cyber-Bedrohung dar, da sie Online-Dienste unzugänglich machen könnten, was ganz real katastrophale Auswirkungen auf den Ruf, die Sicherheit und sogar auf die Finanzen haben könne.

Der Schlüssel zur Bekämpfung dieser Cyber-Bedrohungen liege daher in einer vollständigen Transparenz der Netzwerkaktivitäten und einem tiefen Verständnis der Bedrohungen, „die in eine robuste Cyber-Sicherheitsstrategie integriert sind“. Um größere Schäden zu vermeiden, müsse man grundsätzlich in der Lage sein, ungewöhnliche Aktivitäten schnell zu erkennen und zu identifizieren und den Grad der Bedrohung zu bestimmen, welche sie darstellten – von menschlichem Versagen bis hin zu bösartigen Handlungen. „Dies setzt eine kontinuierliche Überwachung voraus, die durch eine Analyse der Trends bei Cyber-Angriffen verstärkt wird und zu einer schnellen Anpassung der Abwehrsysteme führt.“

Cyber-Attacken bereiten nicht nur harmlose technische Probleme, sondern haben reale Auswirkungen auf Sicherheit, Wirtschaft und Wohlergehen der Bürger

Beispielsweise DDoS-Angriffe und auch andere Formen von Cyber-Attacken seien nicht nur harmlose technische Probleme, sondern hätten ganz reale Auswirkungen auf die Sicherheit, die Wirtschaft und das Wohlergehen der Bürger. Die Erfahrungen aus früheren Austragungen der Olympischen Spiele, wie in Tokio 2021 oder in London 2012, um nur einige zu nennen, bei denen die Zahl der Angriffe ein Rekordniveau erreicht habe, müssten allen Verantwortlichen als Lehre dienen, um die Cyber-Verteidigung und -Widerstandsfähigkeit gegen diese Bedrohungen zu stärken.

„Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Vorbereitung auf die Sommerspiele im Hinblick auf die Cyber-Sicherheit absolute Priorität haben muss“, verdeutlicht Hummel. Die Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsexperten, Regierungsbehörden, Privatunternehmen und internationalen Organisationen sei unerlässlich, um Cyber-Bedrohungen vorherzusehen, zu erkennen und zu neutralisieren, „bevor sie sich materialisieren“. Im Mittelpunkt dieser Vorbereitung stehe jedoch die Fähigkeit, eine reale Bedrohung schnell zu erkennen und zu verstehen, „bevor sie die Chance hat, Schaden anzurichten, was in der Tat entscheidend für die Sicherheit und den Erfolg der Spiele sein wird“.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 17.11.2022
DDoS-Angriffe bedrohen FIFA Fußall-Weltmeisterschaft 2022 / Seit fast zwei Jahrzehnten nutzen Bedrohungsakteure zunehmend DDoS-Angriffe auf Großveranstaltungen

datensicherheit.de, 30.08.2021
Olympische Sommerspiele: Zscaler kommentiert gefälschtes Streaming und Adware / Online-Streaming war die bevorzugte Möglichkeit für Sportinteressenten weltweit, die 2021 nachgeholten Wettbewerbe am Bildschirm mitzuverfolgen

datensicherheit.de, 26.07.2021
Digitale Olympische Spiele: Erhöhte Anforderungen an IT-Sicherheit / Chris Harris nimmt Stellung zur wachsenden Abhängigkeit der Abläufe von der IT-Infrastruktur

datensicherheit.de, 08.02.2018
Olympia 2018 als Hacker-Spielwiese / Digital Shadows warnt vor Datenleaks, Phishing-Versuchen und Fake-Domains im Kontext der Winterspiele in Südkorea

datensicherheit.de, 23.07.2012
Olympia 2012: Sportfans im Visier von Cyber-Kriminellen / G Data warnt vor vermehrten Cyber-Attacken und Betrugsfällen während der Spiele

datensicherheit.de, 12.07.2012
Olympische Spiele: Online-Kriminelle stellen E-Mail-Fallen / Trend Micro warnt vor Spam-Angriffen anläßlich des Großereignisses in London

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DDoS-Angriffe bedrohen FIFA Fußall-Weltmeisterschaft 2022 https://www.datensicherheit.de/ddos-angriffe-bedrohung-fifa-fussall-weltmeisterschaft-2022 https://www.datensicherheit.de/ddos-angriffe-bedrohung-fifa-fussall-weltmeisterschaft-2022#respond Thu, 17 Nov 2022 16:52:17 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=42654 Seit fast zwei Jahrzehnten nutzen Bedrohungsakteure zunehmend DDoS-Angriffe auf Großveranstaltungen

[datensicherheit.de, 17.11.2022] NETSCOUT geht in einer aktuellen Stellungnahme auf die Beobachtung ein, dass seit fast zwei Jahrzehnten Bedrohungsakteure zunehmend Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS) nutzen, um Veranstaltungen wie die FIFA-Fußballweltmeisterschaft, die am 20. November 2022 in Katar beginnt, anzugreifen.

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Foto: NETSCOUT

Karl Heuser: Informationsaustausch und Zusammenarbeit mit Telekommunikationsunternehmen und Internet-Dienstleistern bei solchen Events besonders wichtig!

Auch Sponsoren und Partner könnten ins Cyber-Visier – etwa mit DDoS-Attacken – geraten

„Während der Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland war das Land fast 25 Millionen Cyber-Angriffen ausgesetzt. Die Sommerspiele 2020 in Tokio stellten Berichten zufolge mit mehr als 450 Millionen Angriffen ein großes Ziel dar.“ Globale Sportereignisse kosteten mittlerweile Hunderte von Milliarden an Investitionen – mit den hohen Kosten und der Bekanntheit komme unweigerlich unerwünschte Aufmerksamkeit von Cyber-Kriminellen, um daraus Profit zu schlagen.

Karl Heuser, „Account Manager Security DACH“ bei NETSCOUT, führt aus, wie sich Unternehmen darauf vorbereiten können: „Der Informationsaustausch und die Zusammenarbeit mit kommerziellen Anbietern wie Telekommunikationsunternehmen und Internet-Dienstleistern (ISPs) ist bei solchen Events besonders wichtig, weshalb diese Firmen oft an vorderster Front stehen, wenn es um das Erkennen und Stoppen von Cyber-Angriffen geht.“ Aber auch Sponsoren und Partner könnten ins Visier geraten.

Cyber-Kriminelle können DDoS-for-hire-Dienste nutzen

Cyber-Kriminelle könnten mittlerweile sogenannte DDoS-for-hire-Dienste nutzen, um einen massiven DDoS-Angriff auszuführen, ohne die notwendigen technischen Kenntnisse dafür zu haben. „Darüber hinaus nutzen sie weiterhin etablierte DDoS-Angriffsmechanismen, wie SYN-, ACK-, RST- und GRE-Floods, und setzen dabei leistungsstarke Server mit Hochgeschwindigkeitsnetzverbindungen ein“, berichtet Heuser.

Neue Techniken wie adaptive DDoS, bei denen die Vektoren je nach Abwehrsituation geändert würden, verstärkten den Bedarf an einem Schutz durch On-Premises-Lösungen mit seiner inhärenten Agilität und Effizienz bei der Angriffsabwehr.

Mehrschichtigen hybride DDoS-Verteidigungsstrategie inzwischen unabdingbar

„Herkömmliche ,cloud’-basierte DDoS-Schutz-Lösungen, einschließlich derer, die von ISPs oder CDNs bereitgestellt werden, sind darauf ausgelegt, große volumetrische DDoS-Angriffe zu stoppen“, so Heuser. Sie hätten jedoch Schwierigkeiten, Angriffe zu verhindern, die darauf abzielten, diesen DDoS-Schutz zu umgehen. „Insbesondere sind hier State-Exhaustion-Angriffe zu nennen, die darauf abzielen Firewalls und sonstige TCP-Session basierte Systeme zu überlasten.“

Aufgrund der dynamischen, vektorübergreifenden Natur eines durchschnittlichen modernen DDoS-Angriffs müssten Sicherheitsteams daher im Zusammenspiel sowohl On-Premise als auch eine Cloud-Lösung mit einer intelligenten und automatisierten Integration einsetzen. Abschließend betont Heuser: „Die Notwendigkeit einer mehrschichtigen hybriden Verteidigungsstrategie ist inzwischen unabdingbar.“

Weitere Informationen zum Thema:

the japan times, 05.10.2021
Around 450 million cyberattacks blocked during Tokyo Games

datensicherheit.de, 30.08.2021
Olympische Sommerspiele: Zscaler kommentiert gefälschtes Streaming und Adware / Online-Streaming war die bevorzugte Möglichkeit für Sportinteressenten weltweit, die 2021 nachgeholten Wettbewerbe am Bildschirm mitzuverfolgen

datensicherheit.de, 26.07.2021
Digitale Olympische Spiele: Erhöhte Anforderungen an IT-Sicherheit / Chris Harris nimmt Stellung zur wachsenden Abhängigkeit der Abläufe von der IT-Infrastruktur

TheGuardian, 16.07.2018
Football / 25 million cyber-attacks targeted at Russia during World Cup: Putin

datensicherheit.de, 12.07.2012
Olympische Spiele: Online-Kriminelle stellen E-Mail-Fallen / Trend Micro warnt vor Spam-Angriffen anläßlich des Großereignisses in London

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Ransomware: Cyber-Angriffe auf 75 Schulen in Bayern https://www.datensicherheit.de/ransomware-cyber-angriffe-75-schulen-bayern https://www.datensicherheit.de/ransomware-cyber-angriffe-75-schulen-bayern#respond Thu, 03 Nov 2022 18:39:18 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=42582 Angriff mit Ransomware exakt zu dem Zeitpunkt, als Speichermedien zur Sicherung mit Server verbunden waren

[datensicherheit.de, 03.11.2022] Laut Medienberichten sollen am 20. Oktober 2022 in den Landkreisen München und Berchtesgadener Land insgesamt 75 Schulen von einem Ransomware-Angriff betroffen gewesen sein: Die Daten, darunter Namen, Adressen und Stundenpläne, könnten wohl nicht wieder hergestellt werden. Denn der Angriff sei exakt zu dem Zeitpunkt durchgeführt worden, als die Speichermedien zur Sicherung mit dem Server verbunden waren. Der Vorfall sei nur wenige Tage vor der Veröffentlichung eines Berichts des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eingetreten, in dem vor erhöhten Cyber-Sicherheitsrisiken in Deutschland gewarnt wird. Karl Heuser, „Account Manager Security DACH“ bei NETSCOUT, kommentiert diesen Vorfall:

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Foto: NETSCOUT

Karl Heuser warnt vor maßgeschneiderten Ransomware-Paketen für nur zehn Euro…

Verbreitung von Ransomware-as-a-Software-Modellen

„Mit der Verbreitung von Ransomware-as-a-Software-Modellen war es noch nie so einfach, einen Ransomware-Angriff zu starten“, betont Heuser. Ohne Kenntnisse in Programmierung oder Hacking ermögliche dieses Geschäftsmodell jedem Nutzer mit einer Internetverbindung ein „maßgeschneidertes Ransomware-Paket für nur zehn Euro zu führen“.

Auch DDoS-Angriffe seien eine ebenso preiswerte und leicht einzusetzende Waffe im Arsenal der Angreifer. Heuser erläutert: „So kann jeder einen DDoS-Dienst beauftragen, um Angriffe gegen eine Auswahl von Zielen zu starten, ohne überhaupt ein Krypto-Währungskonto zu benötigen oder gar für die Nutzung dieser äußerst störenden Leistungen zu bezahlen.“

Ransomware und zusätzliche Druckmittel erhöhen Bereitschaft zur Lösegeld-Zahlung

Auch wenn Schulen wieder zum Präsenzunterricht zurückkehrten, häuften sich weltweit die Schlagzeilen über Schulen, „die derartigen Angriffen zum Opfer fallen“. Heuser berichtet: „So kam es im vergangenen Jahr in allen 392 öffentlichen Schulen des Bezirks Miami-Dade in den USA zu erheblichen Netzausfällen, infolge einer Reihe von DDoS-Angriffen.“

Um die Wahrscheinlichkeit einer Zahlung zu erhöhen, hätten Cyber-Kriminelle auch den sogenannten Erpressertrick angewandt – „indem sie Verschlüsselung, Datendiebstahl und DDoS kombinieren“. Das Ergebnis sei, dass Ransomware durch zusätzliche Druckmittel die Wahrscheinlichkeit erhöhe, dass bezahlt wird. Somit werde Ransomware zu einer zunehmend schädlichen Form der Cyber-Kriminalität – nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Regierungen, Schulen und öffentliche Infrastrukturen.

Bei Ransomware-Anschlägen drohen globale Auswirkungen und unverhältnismäßig hohe Kollateralschäden

Hinzu kämen die anhaltenden geopolitischen Spannungen in Europa, wodurch die Angreifer auch in Zukunft angespannte Situationen ausnutzen würden. Insbesondere angesichts einer zunehmend globalisierten und vernetzten Wirtschaft hätten die heutigen Anschläge globale Auswirkungen und unverhältnismäßig hohe Kollateralschäden.

Heuser prognostiziert abschließend: „Infolgedessen werden Organisationen wie Schulen, die kein inhärentes Interesse an einem bestimmten gesellschaftspolitischen Ereignis haben, dennoch von Cyber-Angriffen beeinträchtigt.“

Weitere Informationen zum Thema:

Süddeutsche Zeitung, 24.10.2022
Kriminalität:Cyberattacke auf Schulverwaltung

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
IT-Sicherheitslage spitzt sich zu

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Bundesinnenministerium: Zero-Trust-Architektur wird angestrebt https://www.datensicherheit.de/bundesinnenministerium-zero-trust-architektur-zielsetzung https://www.datensicherheit.de/bundesinnenministerium-zero-trust-architektur-zielsetzung#respond Tue, 23 Aug 2022 10:24:28 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=42289 Wesentliches Merkmal eines Zero-Trust-Modells: Kein falsches Gefühl von Sicherheit vermitteln!

[datensicherheit.de, 23.08.2022] Auf der diesjährigen Konferenz des TeleTrusT-Verbandes in Berlin soll Andreas Könen, Leiter der Abteilung „Cyber- und IT-Sicherheit“ im Bundesinnenministerium (BMI), die schrittweise Umstellung auf eine Zero-Trust-Architektur in Deutschland angekündigt haben. Am Beginn der Zero-Trust-Agenda steht demnach die Erzeugung von Transparenz über die verwendeten Dienste und Produkte. Christian Syrbe, „Chief Solution Architect“ bei NETSCOUT, erklärt in seiner aktuellen Stellungnahme, welche Schritte zur Erreichung einer vollständigen Transparenz vollzogen werden müssten. Syrbe hebt hervor: „Ein wesentliches Merkmal eines Zero-Trust-Modells ist, dass es kein falsches Gefühl von Sicherheit vermittelt – es handelt sich effektiv um eine ,perimeterlose’ Sicherheit.“

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Foto: NETSCOUT

Christian Syrbe: Schwerpunkt auf den Schutz vor möglichen Insider-Bedrohungen legen!

Zero-Trust-Ansätze legen Schwerpunkt auf Schutz vor Insider-Bedrohungen

Es werde der Schwerpunkt auf den Schutz vor möglichen Insider-Bedrohungen gelegt und so verhindert, „dass Bedrohungsakteure durch die Verwendung kompromittierter Anmeldedaten Zugang zum System erhalten“.

Dies unterscheide sich stark von herkömmlichen, auf dem Netzwerkperimeter basierenden Architekturen, bei denen alles, was innerhalb des Netzwerks geschieht, als vertrauenswürdig angesehen werde.

Transparenz als notwendige Bedingung für Zero-Trust-Ansätze

„Unter ,Transparenz’ versteht sich die Erfassung aller Netzwerkaktivitäten“, erläutert Syrbe. Dies erfordere leistungsfähige Monitoring-Systeme und Tools, welche Paketdaten in Echtzeit erfassten und an vorhandene Anwendungen zur Überwachung der Cyber-Sicherheit weiterleiteten.

Paketdaten zeigten alle Protokolle, Konversationen und die vollständige Netzwerkkommunikation an, was einen detaillierten Einblick ermögliche. Damit könnten Verantwortliche beispielsweise Server identifizieren, „die an einer Konversation beteiligt sind, anstatt nur die virtuelle Adresse des ,Load Balancer’, der einem Server die Konversation zuweist“.

Umfassende Transparenz als Schrittmacher für Zero-Trust-Politik

Eine umfassende Transparenz ermögliche es, mögliche Bedrohungen zu erkennen, vernetzte Geräte zu verfolgen, die historische Nutzung zu beobachten und ihre Unterstützung bei der Orchestrierung der Schadensbegrenzung durch Anwendungs-Programmierschnittstellen (APIs) anzubieten“.

Syrbe rät abschließend: „Darüber hinaus sollten Schutzgruppen verwendet werden, um Netzwerke, Server und Dienste nach dem potenziellen Ausmaß des Schadens zu klassifizieren, der ihnen zugefügt werden könnte.“

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 25.11.2019
Zero Trust: Warum die Zeit gerade jetzt dafür reif ist / Laut einer aktuellen Studie befassen sich bereits 78 Prozent der befragten Unternehmen damit

datensicherheit.de, 19.06.2019
Einfache Implementierung des Zero-Trust-Modells in Netzwerken / Palo Alto Networks empfiehlt Fünf-Stufen-Methode

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