Schwarz Digits – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Sun, 22 Mar 2026 07:38:41 +0000 de hourly 1 Medizin der Zukunft: Joint Venture von Charité und Schwarz Digits soll Digitale Souveränität stärken https://www.datensicherheit.de/medizin-zukunft-joint-venture-charite-schwarz-digits-digital-souveraenitaet-staerkung Sun, 22 Mar 2026 07:38:39 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=53376 Beide Partner bündeln ihre Expertise, um medizinische Daten sicher zu vernetzen und so die Grundlage für eine zielgerichtete Prävention und modernste Forschungs- und Behandlungsmöglichkeiten zu schaffen

[datensicherheit.de, 22.03.2026] Laut einer aktuellen Meldung von Schwarz Digits sollen zusammen mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin neue Maßstäbe für ein digitalisiertes Gesundheitswesen gesetzt werden: In der künftigen „Schwarz Charité Health Data GmbH“ – einem sogenannten Joint Venture – werden demnach beide Partner ihre Expertise bündeln, um medizinische Daten sicher zu vernetzen und so die Grundlage für eine zielgerichtete Prävention und modernste Forschungs- und Behandlungsmöglichkeiten zu schaffen.

Brückenschlag zwischen medizinischer Spitzenforschung und technologischer Exzellenz angestrebt

Bisher erschwerten heterogene IT-Systeme und inkompatible Datenformate den Informationsfluss im Gesundheitswesen. Um diese Fragmentierung zu überwinden, werde die künftige Schwarz Charité Health Data GmbH mit „HIVEPRO“ eine Plattform anbieten, um Gesundheitsdaten zu harmonisieren und zu vernetzen.

  • Klinikbetreiber könnten ihre Informationen dort unabhängig vom Quellsystem bei voller Souveränität sichern und erschließen. Damit würden Kliniken in die Lage versetzt, Daten zum Wohle ihrer Patienten künftig deutlich zielgerichteter zu nutzen.

„Die Digitalisierung des Gesundheitswesens gelingt nur durch Vertrauen und gemeinsames Vorangehen. Mit unserem Joint Venture schaffen wir die nötige Basis, um sensible Gesundheitsdaten sicher zu vernetzen“, betont Arne Kaufmann, Co-Geschäftsführer der künftigen Schwarz Charité Health Data GmbH.

Medizinische Versorgung nachhaltig verbessern und evidenzbasierte Forschung ermöglichen

Kaufmann erläutert die Motivation: „Unser Ziel ist es, aus fragmentierten Datenbeständen einen echten Mehrwert zu schaffen, der die medizinische Versorgung nachhaltig verbessert, eine evidenzbasierte Forschung ermöglicht und direkt bei den Menschen ankommt.“

  • Die neue Gesellschaft verbinde Digitale Souveränität mit europäischer Spitzenmedizin und greife gezielt auf bestehende Erfahrungen und erprobte Softwarebausteine aus erfolgreichen Forschungs- und Digitalisierungsprojekten zurück.

Während die Charité ihre medizinische Expertise als europaweit führendes Universitätsklinikum einbringe, steuere Schwarz Digits das technologische Know-how zur kontinuierlichen Plattform-Entwicklung bei.

Leistungsfähige, sichere und skalierbare technologische Basis für medizinische Daten

Die neue Plattform werde auf der souveränen „Cloud“-Infrastruktur von STACKIT betrieben. Damit bleibe die Datenhoheit vollständig in Deutschland und entspreche hohen europäischen Datenschutzstandards.

  • „Vernetzte Daten für eine gesunde Zukunft entstehen nicht von selbst – sie brauchen eine leistungsfähige, sichere und skalierbare technologische Basis!“, unterstreicht Stefan Becker, Co-Geschäftsführer der künftigen Schwarz Charité Health Data GmbH.

Er erläutert: „Wir verbinden moderne ,Cloud’-Technologie mit offenen, herstellerunabhängigen Datenstandards und schaffen so die Grundlage, um Gesundheitsdaten langfristig sicher zu vernetzen und über Systemgrenzen hinweg nutzbar zu machen.“

HiGHmed hat gezeigt, wie medizinische Daten strukturiert zusammengeführt und zugänglich gemacht werden

Dabei profitierten sie von den Erfahrungen des seit 2016 bestehenden HiGHmed-Konsortiums. Als Teil der „Medizininformatik-Initiative“ habe HiGHmed erfolgreich gezeigt, wie medizinische Daten strukturiert zusammengeführt und für eine optimierte medizinische Versorgung und Forschung zugänglich gemacht werden könnten.

  • Schwarz Digits hält nach eigenen Angaben künftig eine Mehrheitsbeteiligung von 75 Prozent, die Charité werde mit 25 Prozent an diesem Joint Venture beteiligt sein.

Diese Partnerschaft garantiere, dass technologische Souveränität und medizinische Spitzenexpertise Hand in Hand gingen, um diese Plattform schnell und kontinuierlich an neue gesetzliche Anforderungen und wissenschaftliche Erkenntnisse anzupassen.

Weitere Informationen zum Thema:

schwarz digits
Höchste Zeit für digitale Unabhängigkeit – BE INDEPENDENT

CHARITÉ
Klinikum Charité – Universitätsmedizin Berlin

bitkom events, 24. November 2026 KOSMOS Berlin
Arne Kaufmann – Senior Business Development Manager Health Sector STACKIT GmbH & Co. KG

LinkedIn
Stefan Becker – Geschäftsführer HiGHmed e.V.

STACKIT
STACKIT – EINFACH. SICHER. STABIL. / STACKIT. Die souveräne Cloud, die Europa bewegt. Wir sind nicht der Standard. Wir setzen ihn.

HIGHmed
connecting medical data

datensicherheit.de, 06.02.2026
Digitalisierung im Gesundheitswesen: 92 Prozent der Senioren erkennen Chancen / Laut aktueller Bitkom-Erhebung stehen Senioren ab 65 Jahren der Digitalisierung im Gesundheitswesen nach eigenen Angaben mehrheitlich positiv gegenüber

datensicherheit.de, 26.01.2026
Digitalisierung der Medizin: Datenflut schwemmt auch bösartige Dateien in Systeme des Gesundheitswesens / Im Fall eines erfolgreichen Hacker-Angriffs drohen der gesamte digitale Betrieb und wesentliche operative Prozesse der medizinischen Einrichtung stark beeinträchtigt zu werden

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Digitaler Raum: Claudia Plattner stellt Rundumblick auf die Sicherheit mittels Wheel of Motion vor https://www.datensicherheit.de/digital-raum-claudia-plattner-vorstellung-rundumblick-sicherheit-wheel-of-motion Sun, 08 Mar 2026 23:20:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=53070 Auf der „Cyber Security Conference“ (CSC) wurde am 5. März 2026 einem Fachpublikum aus IT-Sicherheit, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft eine Konzeptskizze für Lösungsstrategien im Umgang mit Cyberaggression präsentiert

[datensicherheit.de, 09.03.2026] Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat mit Blick auf die aktuelle Cybersicherheitslage in Deutschland einen mehrdimensionalen Lösungsansatz vorgestellt. Auf der „Cyber Security Conference“ (CSC) von Schwarz Digits hat die BSI-Präsidentin, Claudia Plattner, am 5. März 2026 demnach einem Fachpublikum aus den Bereichen IT-Sicherheit, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft das „Wheel of Motion“ – eine Konzeptskizze für Lösungsstrategien im Umgang mit Cyberaggression – vorgestellt.

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Foto: Schwarz Digits

Claudia Plattner am 5. März 2026 auf der „Cyber Security Conference“ by Schwarz Digits, das „Wheel of Motion“ präsentierend

Cybersicherheit durch „Cyber Crime“, „Cyber Dominance“ und „Cyber Conflict“ bedroht

Laut Plattner stehen Deutschland und Europa unter dem permanenten Druck von „Cyber Crime“ (d.h. Straftaten im Digitalen Raum, welche vorrangig aus finanziellen Motiven begangen werden), „Cyber Dominance“ (also Einflussnahme mittels digitaler Produkte, welche Herstellern Zugriff auf Informationen und Funktionen ermöglichen) und „Cyber Conflict“ (mithin staatlich gelenkte Angriffe mit ideologischem, politischem oder militärischem Hintergrund).

  • Gegen diese drei Hauptkategorien von Cyberaggression soll nun das „Wheel of Motion“ drei Maßnahmenarten ins Feld führen.

Plattner führt aus: „Als Cybersicherheitsbehörde Deutschlands ist es unser Anspruch, nicht nur Probleme zu skizzieren, sondern auch Lösungen dafür zu entwickeln. Den Spielarten von Cyberaggression müssen wir im Jahr 2026 mit einem 360-Grad-Blick begegnen, denn Deutschland darf nicht darin verharren, seine Sicherheitsmaßnahmen ausschließlich von den Motiven und Handlungen seiner Angreifer abhängig zu machen!“

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Abbildung: BSI

„Wheel of Distortion“ zur Analyse der Welt(un)ordnung im Digitalen Raum

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Abbildung: BSI

„Wheel of Motion“ soll einen 360-Grad-Blick auf die Sicherheit im Digitalen Raum ermöglichen

Richtungsweisung für Deutschland und Europa in Cybersicherheitsfragen

Das „Wheel of Motion“ zeige auf, in welche Richtung sich Deutschland und Europa aus Cybersicherheitssicht bewegen müssten, um echte Cybersicherheit, nachhaltige Resilienz und digitalen Erfolg zu erreichen.

  • So ist aus Sicht des BSI eine gezielte Automatisierung von Sicherheitsmaßnahmen („Cyber Automation“) der aktuell wichtigste Schritt gegen solche Gefahren, welche von „Cyber Crime“ ausgehen.

In diesem Zusammenhang baue das BSI im Auftrag des Bundesinnenministeriums einen „Cyberdome“ für Deutschland auf – einen digitalen Schutzschirm, um Angriffe automatisiert abzuwehren. Mit Blick auf Bedrohungen durch „Cyber Conflict“ setze das BSI auf eine starke Abwehr („Cyber Defense“) mit effizienten Strukturen, definierten Schnittstellen und einer verbesserten Kooperationsstrategie innerhalb der staatlichen Cybersicherheitsarchitektur.

BSI verfolgt Doppelstrategie für Cybersicherheit

Um „Cyber Dominance“ im Sinne Digitaler Souveränität und Kontrolle („Cyber Control“) etwas entgegenzusetzen, verfolge das BSI eine Doppelstrategie für die Cybersicherheit: Diese werbe in erster Linie für eine signifikante Stärkung der europäischen Digitalindustrie, wobei das BSI Unterstützung in puncto Sicherheit leiste.

  • Das „Wheel of Motion“ zeige, in welchen Technologiefeldern diese Stärkung in besonderem Maße geboten sei. Des Weiteren müssten außereuropäische Produkte mit Hilfe technischer Kontrollschichten so abgesichert werden, dass eine selbstbestimmte Nutzung möglich wird.

Mit Schwarz Digits, der IT-Sparte der Schwarz-Gruppe und Veranstalterin der CSC hatte das BSI nach eigenen Angaben vor wenigen Wochen im Rahmen der „Münchner Sicherheitskonferenz“ eine strategische Partnerschaft geschlossen. Das gemeinsame Ziel bestehe darin, die Digitalisierung in Deutschland strategisch voranzutreiben und gleichzeitig abzusichern: „Im Rahmen konkreter Projekte für die Bundesverwaltung sollen innovative und hochperformante Produkte mit zeitgemäßen Sicherheits- und Souveränitätseigenschaften entwickelt werden.“

Weitere Informationen zum Thema:

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Auftrag: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist die Cybersicherheitsbehörde des Bundes und Gestalter einer sicheren Digitalisierung in Deutschland.

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Die Leitung des BSI: Die Präsidentin – Claudia Plattner

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Cybernation-Blog, Claudia Plattner, 06.03.2026
Wheel of Motion: Ein 360-Grad-Blick auf die Sicherheit im digitalen Raum

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Cybernation-Blog, Claudia Plattner, 13.02.2026
Wheel of Distortion: Welt(un)ordnung im digitalen Raum

CYBER SECURITY CONFERENCE BY SCHWARZ DIGITS
Knowledge Transfer at the Highest Level: Exclusive Insights in an Inspiring Setting

schwarz digits
Höchste Zeit für digitale Unabhängigkeit – BE INDEPENDENT

Die Bundesregierung, 27.08.2025
Eckpunkte für mehr Cybersicherheit beschlossen: Die Bundesregierung will für mehr Sicherheit im Internet sorgen. Dafür hat das Bundeskabinett nun entsprechende Eckpunkte beschlossen. Diese sehen einen sogenannten Cyberdome zur Verteidigung im Netz vor – und zielen auf mehr Befugnisse und Übungen ab.

datensicherheit.de, 01.08.2025
NIS-2-Regierungsentwurf: Claudia Plattner würdigt großen Schritt auf dem Weg zur Cybernation / Mit dem am 30. Juli 2025 vorgelegten Regierungsentwurf des Gesetzes zur Umsetzung der NIS-2-Richtlinie soll das deutsche IT-Sicherheitsrecht umfassend modernisiert werden

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Cybersicherheit: Europas digitales Paradoxon entfremdet Bürger, Unternehmen und Behörden https://www.datensicherheit.de/cybersicherheit-europa-digital-paradoxon-entfremdung-buerger-unternehmen-behoerden https://www.datensicherheit.de/cybersicherheit-europa-digital-paradoxon-entfremdung-buerger-unternehmen-behoerden#respond Sat, 06 Sep 2025 22:43:09 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=50022 Überwältigende Mehrheit der Europäer äußert erhebliche Bedenken hinsichtlich digitaler Bedrohungen und der Souveränität ihrer Daten – indes bleibt ein beträchtlicher Teil von ihnen trotzdem weiter unvorbereitet und damit angreifbar

[datensicherheit.de, 07.09.2025] Eine repräsentative Studie – von Schwarz Digits in Auftrag gegeben und unter 14.000 Bürgern in 14 europäischen Ländern durchgeführt – enthüllt demnach ein bemerkenswertes Paradoxon: „Während eine überwältigende Mehrheit der Europäer erhebliche Bedenken hinsichtlich digitaler Bedrohungen und der Souveränität ihrer Daten äußert, bleibt ein beträchtlicher Teil von ihnen unvorbereitet und angreifbar.“ Die Studie unterstreiche die weitverbreitete Furcht vor Identitätsdiebstahl sowie die Sorge vor gravierenden Auswirkungen von Cyberangriffen auf die Demokratie und Unternehmen – zudem verdeutliche sie den dringenden Bedarf an verbesserten Sicherheitsmaßnahmen auf persönlicher und institutioneller Ebene. „Die paneuropäische Erhebung zeichnet das Bild einer Gesellschaft, die trotz erheblicher digitaler Ängste ein digitales Leben führt.“ Für den vorliegenden Cybersecurity-Report wurde laut Schwarz Digits in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut GIM eine quantitative Online-Befragung durchgeführt – die Erhebung habe in Bulgarien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Niederlande, Norwegen, Polen, Rumänien, Spanien, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich stattgefunden.

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Abbildung: Schwarz Digits

Quantitative Online-Befragung in 14 europäischen Ländern unter 14.000 Bürgern durchgeführt

Besorgniserregendes Bild: Europäer leben zunehmend in Furcht vor digitalen Bedrohungen

„Unsere Ergebnisse zeichnen ein besorgniserregendes Bild: Die Europäer leben zunehmend in Furcht vor digitalen Bedrohungen. Gleichzeitig fehlt es an Alternativen zur digitalen Abhängigkeitsfalle aus dem Ausland“, kommentiert Rolf Schumann, Co-CEO von Schwarz Digits.

  • Dieser Bericht sei ein entscheidender Weckruf für Einzelpersonen, Unternehmen und Regierungen, diese Kluft zu überbrücken, die eigenen digitalen Sicherheitskompetenzen zu fördern und in souveräne digitale Lösungen zu investieren.

Eine überwältigende Mehrheit von 88 Prozent der Europäer äußere Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit und des Schutzes der Privatsphäre bei der Nutzung digitaler Dienste wie Streaming-Plattformen, Sozialen Medien und Online-Shops. Darüber hinaus seien 65 Prozent der Befragten sehr besorgt über die Auswirkungen von Cyberangriffen auf demokratische Prozesse wie Wahlen sowie auf das Privatleben.

Unbehagen der Befragten mit der digitalen Welt durch konkrete Erfahrungen verstärkt

Das Unbehagen der Befragten werde durch konkrete Erfahrungen verstärkt: „In 18 Prozent der Haushalte gab es bereits Fälle von Identitäts- oder Datendiebstahl; weitere 17 Prozent berichteten von betrügerischem Missbrauch ihrer Kreditkartendaten.“ Besonders alarmierend sei, dass 37 Prozent der Befragten jemanden im persönlichen Umfeld kennen würden, der bereits Opfer geworden sei.

  • Dies mache die Bedrohung für viele greifbar. Auf die Frage nach den größten Risiken für ihre digitale Identität sähen die Befragten die Verantwortung nahezu gleichermaßen bei „meinem eigenen Online-Verhalten“ (42%) und bei „unzureichenden Cybersicherheitspraktiken von Organisationen, die meine Daten haben“ (43%).

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass Cybersicherheit längst kein abstraktes Konzept mehr ist, sondern eine spürbare Furcht, die den Alltag der Europäer beeinflusst“, so Dr. Alexander Schellong, Mitglied der Geschäftsleitung und Geschäftsführer des „Instituts für Cybersicherheit und Digitale Souveränität“ bei Schwarz Digits. Die Daten belegten ein deutliches Misstrauensvotum gegenüber Unternehmen und Regierungen, „wenn es um den Schutz persönlicher Daten geht“. Dies überrasche sie nicht, da sie für ihren „omniac-Service“ monatlich Zehntausende neuer Datenpakete mit Millionen gestohlener Nutzerdaten aufspürten. Schellong warnt: „Angreifer müssen nicht einbrechen, sie loggen sich einfach ein!“

Eine Kluft zwischen Sorge und Handeln tut sich auf – zentrale Ergebnisse der Studie:

  • Geringes Vertrauen in staatliche Institutionen
    Lediglich 31 Prozent der Europäer glaubten, dass staatliche Stellen ausreichende Maßnahmen ergriffen, um ihre digitale Identität und ihre Daten zu schützen.
  • Europas Umgang mit persönlichen Daten zuverlässiger eingeschätzt
    Zwei Drittel der Europäer (72%) vertrauten europäischen Unternehmen. Nur eine geringe Anzahl an Europäern traue chinesischen (8%) oder US-amerikanischen (20%) Anbietern von digitalen Produkten oder Dienstleistungen.
  • Finanzielle Sicherheit und Identitätsdiebstahl als größte Sorgen
    Rund 77 Prozent der Befragten seien „sehr besorgt“ oder „eher besorgt“, dass Kriminelle Geld von ihrem Bankkonto abheben könnten, dicht gefolgt von der Sorge vor dem Diebstahl von Passwörtern (74%) und der Furcht vor unbefugten Online-Einkäufen (74%). Im Vergleich dazu beunruhige der Missbrauch von Streaming-Konten für Musik oder Filme nur 34 Prozent der Teilnehmer.
  • Lückenhafte Schutzmaßnahmen
    Trotz der hohen Besorgnis sei die aktive Nutzung fortschrittlicher Sicherheitsmaßnahmen unterschiedlich ausgeprägt. Während 82 Prozent angäben, starke Passwörter zu verwenden, nutzten nur 59 Prozent eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) und lediglich 19 Prozent ein VPN.
  • Bewusstsein versus Handlung
    Obwohl 61,9 Prozent der Europäer das sogenannte Darknet kennen würden, besäßen nur zehn Prozent eine private Cyberversicherung – und lediglich 28 Prozent zeigten Interesse am Abschluss einer solchen Police.
  • Aufdeckung durch Betroffene selbst
    Kommt es zu einem Identitäts- oder Datendiebstahl, liege die Last der Entdeckung häufig beim Einzelnen: 57 Prozent der Betroffenen hätten den Missbrauch selbst aufgedeckt, während nur 29 Prozent von einem Unternehmen darüber informiert worden seien. Nach der Entdeckung hätten zudem nur 53 Prozent den Vorfall bei Strafverfolgungsbehörden gemeldet.

Weitere Informationen zum Thema:

schwarz digits
Höchste Zeit für digitale Unabhängigkeit

schwarz digits
Studie zur Cybersicherheit / Europas digitale Bürgerängste

schwarz digits, Juli 2025
Ansichten europäischer Bürger zu Cyberbedrohungen / Quantitative Erhebung in 14 europäischen Ländern

datensicherheit.de, 07.08.2025
Digitale Souveränität statt Digitaler Naivität – Europas IT-Sicherheitsstrategie auf dem Prüfstand / Der aktuelle EU-Fortschrittsbericht zur „Digitalen Dekade 2030“ zeigt auf, dass vielen EU-Mitgliedstaaten das Verfehlen zentraler Ziele droht – gleichzeitig wächst die Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern im Bereich der IT-Sicherheit

datensicherheit.de, 28.02.2024
KI trifft in Deutschland auf verunsicherte Bürger / KI-Modelle benötigen Vielzahl von Daten zum Training

datensicherheit.de, 23.11.2021
Datenschutz: Nur 45 Prozent der Deutschen vertrauen Behörden und Institutionen / Vertrauen bei Fragen rund um die Cyber-Sicherheit hängt von der Kompetenz der Befragten ab

datensicherheit.de, 17.02.2021
Reclaim Your Face: Europaweite Bürgerinitiative gegen Biometrische Massenüberwachung gestartet / Dr. Patrick Breyer, Bürgerrechtler und Europaabgeordneter, ruft zur Unterstützung der europaweiten Bürgerinitiative auf

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