Aktuelles, Experten, Studien - geschrieben von dp am Freitag, Februar 6, 2026 0:58 - noch keine Kommentare
Digitalisierung im Gesundheitswesen: 92 Prozent der Senioren erkennen Chancen
Laut aktueller Bitkom-Erhebung stehen Senioren ab 65 Jahren der Digitalisierung im Gesundheitswesen nach eigenen Angaben mehrheitlich positiv gegenüber
[datensicherheit.de, 06.02.2026] „Ob E-Rezept statt Papierzettel, Video-Sprechstunde statt Praxisbesuch oder neue Diagnosemöglichkeiten mit Künstlicher Intelligenz – auch Ältere sehen digitale Gesundheitsangebote als große Chance“, meldet der Digitalverband Bitkom e.V. – demnach stehen 92 Prozent Senioren ab 65 Jahren der Digitalisierung im Gesundheitswesen nach eigenen Angaben positiv gegenüber. Grundlage der aktuellen Erkenntnisse ist demnach eine Umfrage, welche Bitkom Research im Auftrag durchgeführt hat. Hierzu seien 1.004 Personen in Deutschland ab 65 Jahren telefonisch befragt worden: Die repräsentative Befragung habe im Zeitraum der Kalenderwochen 38 bis 42 2025 stattgefunden.

Foto: Bitkom
Dr. Ralf Wintergerst: Wichtig ist, entsprechende Angebote konsequent auszubauen und Seniorinnen und Senioren, die noch unsicher in der Nutzung sind, gezielt beim Einstieg zu unterstützen!
Die Hälfte (50%) der Senioren ab 65 Jahren vereinbart Arzttermine online
Die Über-80-Jährigen seien mit insgesamt 95 Prozent positiver Einstellung sogar noch überzeugter als die jüngeren Senioren zwischen 65 und 69 Jahren mit 89 Prozent.
- „Digitale Gesundheitsangebote sind eine Grundvoraussetzung, um die Versorgung einer älter werdenden Gesellschaft zu sichern. Sie erleichtern den Zugang, ermöglichen eine engere Betreuung und eröffnen zudem neue Möglichkeiten in Diagnostik und Behandlung, während Praxen und Pflegekräfte entlastet werden“, kommentiert der Bitkom-Präsident, Dr. Ralf Wintergerst.
Die positive Einstellung der „Generation 65+“ zeige sich auch konkret an der wachsenden Offenheit, digitale Angebote von Ärzten oder Krankenhäusern zu nutzen: So vereinbare zum Beispiel die Hälfte (50%) der Deutschen ab 65 Jahren inzwischen Arzttermine online – vor fünf Jahren seien es erst 18 Prozent gewesen. Weitere 23 Prozent könnten sich dies zukünftig vorstellen.
37% der Senioren setzen auf Terminerinnerungen per SMS oder E-Mail
37 Prozent ließen sich inzwischen Terminerinnerungen per SMS oder E-Mail schicken, vor fünf Jahren seien es mit 18 Prozent gerade einmal halb so viele gewesen.
- Für weitere 47 Prozent kämen solche Terminerinnerungen derzeit grundsätzlich in Frage.
Direkt per E-Mail, Chat oder Messenger kommunizierten 19 Prozent der Älteren mit dem Arzt. Weitere 51 Prozent könnten sich vorstellen, diesen Kommunikationsweg künftig zu nutzen.
41% der Senioren ab 65 nutzen Online-Vergleichs- und Bewertungsportale für Ärzte
Etwa vier von zehn (41%) der Menschen ab 65 nutzten Online-Vergleichs- und Bewertungsportale für Ärzte. Vor fünf Jahren seien es erst zwölf Prozent gewesen. Weitere 27 Prozent könnten sich vorstellen, dies zukünftig zu tun.
- Telemedizinische Anwendungen wie Video-Sprechstunden würden bislang sehr viel seltener genutzt: Erst sechs Prozent hätten mit Video-Sprechstunden Erfahrungen gesammelt, vor fünf Jahren seien es zwei Prozent gewesen. Gleichzeitig sei das Potenzial groß: 41 Prozent der Senioren könnten sich vorstellen, sie zukünftig in Anspruch zu nehmen.
Wintergersts Fazit: „Telemedizinische Angebote wie Video-Sprechstunden oder die Kontrolle des Gesundheitszustandes aus der Ferne sparen Wege und Zeit. Wichtig ist, entsprechende Angebote konsequent auszubauen und Seniorinnen und Senioren, die noch unsicher in der Nutzung sind, gezielt beim Einstieg zu unterstützen!“
Weitere Informationen zum Thema:
bikom
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