Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von dp am Dienstag, November 23, 2021 15:39 - noch keine Kommentare
Datenschutz: Nur 45 Prozent der Deutschen vertrauen Behörden und Institutionen
Vertrauen bei Fragen rund um die Cyber-Sicherheit hängt von der Kompetenz der Befragten ab
[datensicherheit.de, 23.11.2021] Laut einer aktuellen Meldung von G DATA haben Deutsche grundsätzlich „wenig Vertrauen in deutsche Behörden und Institutionen“ – nur 45 Prozent hätten angegeben, diesen in puncto Datenschutz zu vertrauen. Das zeige die aktuelle Umfrage „Cybersicherheit in Zahlen“ von G DATA in Zusammenarbeit mit Statista und „brand eins“. Ein weiteres Ergebnis der Studie indes: Je größer die Kompetenz im Bereich IT-Sicherheit, desto größer das Vertrauen.

Foto: G DATA
Tim Berghoff: Bildungssystem hat den Auftrag, frühzeitig Möglichkeiten zu eröffnen und damit langfristig IT-Kompetenzen zu schaffen…
In zentralen Fragen zu Datenschutz und IT-Sicherheit kein großes Vertrauen
Deutsche Behörden und Institutionen genießen demnach in Deutschland in zentralen Fragen zum Datenschutz und zur IT-Sicherheit kein großes Vertrauen. Nur etwa 15 Prozent der Befragten hätten „sehr großes Vertrauen“ in Behörden, wenn es um den Schutz und die Sicherheit von persönlichen Daten geht, die Behörden erheben beziehungsweise speichern.
Besondere Zweifel gebe es im Bereich der Aufklärung von Kindern und Jugendlichen in der Schule zu richtigem Verhalten im Internet und möglichen Gefahren. Hierzu hätten in ganz Deutschland zwei Drittel der Befragten wenig Vertrauen in die Kompetenz der zuständigen Behörden. Eine Folge der Versäumnisse bei der Bildung sei, dass die Gefahren des Internets und der Umgang mit ihnen nie richtig erlernt und umgesetzt würden.
Begründetes Vertrauen braucht mehr als bloße medienwirksame Leuchtturm-Projekte
„Wer sich heute über einen Mangel an IT-Fachkräften beklagt, muss zu der Erkenntnis kommen, dass das Bildungssystem hier einen Auftrag hat, frühzeitig Möglichkeiten zu eröffnen und damit langfristig Kompetenzen zu schaffen“, fordert Tim Berghoff, „Security Evangelist“ bei G DATA CyberDefense.
Dieser Auftrag werde seit Jahren konsequent verschlafen und die Verantwortung auf die Eltern abgewälzt. Berghoff führt aus: „Das Internet ist nicht mehr etwas, das nur in der Freizeit passiert. Diese Erkenntnis ist allerdings noch nicht überall angekommen. Da braucht es mehr als schicke und medienwirksame Leuchtturm-Projekte an einzelnen Schulen.“
Vertrauen in Behörden hängt deutlich von der IT-Sicherheitskompetenz der Befragten ab
Die Umfrage belege auch, dass das Vertrauen in Behörden deutlich von der IT-Sicherheitskompetenz der Befragten abhänge. „Je höher die ist, desto größer ist auch das Vertrauen.“ So sprächen zwei Drittel der Befragten mit großem IT-Sicherheitswissen Behörden beim Schutz und Sicherheit von persönlichen Daten ein großes Vertrauen aus. Bei Menschen mit sehr geringer IT-Sicherheitskompetenz seien es nur 33 Prozent.
Die Studie „Cybersicherheit in Zahlen“ zeichne sich durch eine hohe Informationsdichte und besondere methodische Tiefe aus: Mehr als 5.000 Arbeitnehmer in Deutschland seien im Rahmen einer repräsentativen Online-Studie zur Cyber-Sicherheit im beruflichen und privaten Kontext befragt worden. Die Experten von Statista hätten die Befragung durchgeführt und könnten dank einer Stichprobengröße, die weit über dem branchenüblichen Standard liege, belastbare und valide Marktforschungsergebnisse im Heft „Cybersicherheit in Zahlen“ präsentieren.
Weitere Informationen zum Thema:
G DATA
Cybersicherheit in Zahlen. Wir machen Komplexes verständlich. Auf 104 Magazinseiten.
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