Aktuelles, Experten, Studien - geschrieben von dp am Montag, Dezember 22, 2025 0:55 - noch keine Kommentare
Generationenfrage Weihnachtsstimmung: Smartphone als Fluch und Segen
Weihnachten soll die Zeit der Besinnlichkeit und des gemütlichen Zusammenseins sein – doch für manche Familien kann ausgerechnet das Smartphone den Frieden unter dem Tannenbaum stören
[datensicherheit.de, 22.12.2025] Der Digitalverband Bitkom widmet sich in einer aktuellen Stellungnahme dem Weihnachtsfest 2025: „Weihnachten soll die Zeit der Besinnlichkeit und des gemütlichen Zusammenseins sein – doch für manche Familien kann ausgerechnet das Smartphone den Frieden unter dem Tannenbaum stören.“ Denn besonders zwischen den Generationen gebe es hierzu unterschiedliche Vorstellungen. Insgesamt 45 Prozent der Deutschen, welche am Heiligabend feiern, finden demnach, dass das Smartphone das gemütliche Beisammensein am Heiligabend stört. Dies treffe vor allem auf ältere Menschen zu: „58 Prozent der über 65-Jährigen und 49 Prozent der 50- bis 64-Jährigen empfinden es als störend. Bei den Jüngeren ist das deutlich weniger der Fall: Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es 34 Prozent, bei den 30- bis 49-Jährigen 37 Prozent.“ Dies seien Erkenntnisse auf Basis einer repräsentativen Befragung von 1.002 Personen ab 16 Jahren in Deutschland im Bitkom-Auftrag – darunter 943 Personen, die Heiligabend feiern. Die Befragung habe im Zeitraum der Kalenderwochen 41 bis 46 2025 stattgefunden.

Foto: Bitkom e.V.
Dr. Sebastian Klöß: Smartphones ermöglichen es, auch entfernte Freunde und Familie einzubeziehen, können aber die Aufmerksamkeit für das gemeinsame Beisammensein vor Ort schmälern
Absprachen zur Smartphone-Nutzung empfohlen – z.B. während des Essens oder der Bescherung offline zu bleiben
„Musik abspielen, Fotos machen, Grüße schicken: Demgegenüber nutzt ein gewisser Teil das Smartphone an Weihnachten sogar häufiger. Insgesamt 37 Prozent der Deutschen, die Heiligabend feiern, verwenden es an diesem Abend mehr als an anderen Tagen.“ Auch hierbei gebe es entsprechende Generationen-Unterschiede: Unter den 16- bis 29-Jährigen griffen 44 Prozent am Heiligabend häufiger zum Smartphone, unter den 30- bis 49-Jährigen 42 Prozent.
- Bei den 50- bis 64-Jährigen seien es nur noch 37 Prozent, in der Gruppe ab 65 Jahren nur 28 Prozent. Dr. Sebastian Klöß, Experte für „Consumer Technology“ beim Bitkom, kommentiert: „Smartphones an Weihnachten sind Fluch und Segen zugleich. Sie ermöglichen es, auch entfernte Freunde und Familie einzubeziehen, können aber die Aufmerksamkeit für das gemeinsame Beisammensein vor Ort schmälern.“
Wer den Weihnachtsfrieden bewahren möchte, könne vorher durchaus Absprachen treffen – so zum Beispiel, während des Essens oder der Bescherung offline zu bleiben. „So wird die gemeinsame Zeit bewusster und im besten Fall für alle entspannter!“
58% nutzen Smartphones am Heiligabend, um mit Freunden oder Familie Kontakt zu halten
Für viele gehe es bei der Smartphone-Nutzung immerhin auch um die Gemeinschaft mit Leuten, die nicht da sind: Insgesamt 58 Prozent nutzten das Smartphone am Heiligabend, um mit Freunden oder Familie Kontakt zu halten.
- Auch dies sei aber unter den Jüngsten bis 29 Jahren mit 68 Prozent wesentlich ausgeprägter als unter den Ältesten ab 65 Jahren (45%). Auch beim Teilen von Aufnahmen vom Fest zeige sich der Generationen-Unterschied:
Insgesamt nutzten 59 Prozent ihr Smartphone am Heiligabend, um Bilder und Videos in Sozialen Netzwerken zu teilen. Mit 72 Prozent gehöre dies für einen Großteil der 16- bis 29-Jährigen dazu, wohingegen nur 31 Prozent ab 65 Jahren am Heiligabend dort Aufnahmen teilten.
Weitere Informationen zum Thema:
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