Akamai – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Mon, 21 Dec 2020 17:41:58 +0000 de hourly 1 Sicherheitsbericht: Internetsicherheit und Cyberattacken – Jahresrückblick 2020 https://www.datensicherheit.de/sicherheitsbericht-internetsicherheit-cyberattacken-2020 https://www.datensicherheit.de/sicherheitsbericht-internetsicherheit-cyberattacken-2020#respond Mon, 21 Dec 2020 17:37:05 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=38529 „State of the Internet – A Year in Review“-Sicherheitsbericht von Akamai veröffentlicht

[datensicherheit.de, 21.12.2020] Die „Corona-Pandemie“ hat die digitale Transformation weltweit beschleunigt. Die Internetsicherheit ist daher wichtiger denn je. Im Sicherheitsbericht „State of the Internet – A Year in Review“  blickt Akamai auf die Entwicklungen in diesem außergewöhnlichen Jahr zurück – und auf Bedrohungen für Finanzdienstleister, für die Branchen Medien und Gaming sowie für den Einzelhandel und das Gastgewerbe. Das Unternehmen hat die Lage dieser Branchen in fünf „State of the Internet“-Sicherheitsberichten (SOTI) analysiert, für den Jahresrückblick wurden Daten und Diagramme aktualisiert.

Sicherheitslage der Finanzbranche

„Finanzdienstleistungen – Versuche einer feindlichen Übernahme“ – so brachte der SOTI-Sicherheitsbericht im Februar 2020 die Lage der Finanzbranche auf den Punkt. Das bekräftigen auch die Zahlen im Jahresrückblick „SOTI – A Year in Review“: Webanwendungen der Finanzbranche wurden täglich millionenfach angegriffen – allein am 28. September 2020 waren es fast 34 Millionen Attacken. Die Strategie der Cyberkriminellen: Um Sicherheitskontrollen zu umgehen, zielten sie verstärkt auf APIs (Application Programming Interface) ab. SQL Injection, Local File Inclusion (LFI) und Cross Site Scripting (XSS) treten ebenfalls häufig auf.

Credential Stuffing in der Medienbranche

Medienunternehmen sind laut des Sicherheitsberichts „Credential Stuffing in der Medienbranche“ (Juli 2020) von Akamai weiterhin ein bevorzugtes Ziel von Cyberkriminellen. Der versuchte Missbrauch von Anmeldedaten (Credential Abuse Attemps) in der Medienbranche nahm zur Jahresmitte stetig zu und blieb mit mehreren zehn Millionen pro Tag bis zum Ende des dritten Quartals auf hohem Niveau. Als Empire, einer der größten Darknet-Marktplätze, im August 2020 offline ging, sank die Anzahl der Credential-Stuffing-Angriffe – allerdings nur vorübergehend, denn seit September nehmen die Attacken wieder zu. Der Wiederanstieg der Angriffe wird mit der Flut von kostenlosen Anmeldedatenlisten in Verbindung gebracht, die von Hackern für ihre Kunden zur Verfügung gestellt wurden.

Beliebtes Ziel: Gaming-Branche

Gamer und die Gaming-Branche stehen im Visier eines ständigen Sperrfeuers krimineller Aktivitäten und sind wie die Medien-Branche von Credential-Stuffing- und Phishing-Attacken betroffen. Darüber informierte der Sicherheitsbericht „Gaming: You Can’t Solo Security“ im September 2020: Ein Spitzenwert wurde im Juli mit 55 Millionen Angriffen am Tag erreicht. Der Zusammenbruch von Empire lies auch die Angriffszahlen in der Gaming-Branche kurzfristig stark zurückgehen, da keine Plattform zum Verkauf der gestohlenen Daten bereitstand. Besonders im Oktober stiegen die Angriffe wieder an, da im Zuge der Weihnachtszeit neue Spielplattformen und -Titel veröffentlicht wurden, auf die Cyberkriminelle ihre Aktivitäten verstärkt ausrichten.

Betrug im Einzelhandel und Gastgewerbe

Die Zahlen sprechen für sich: 63 Prozent der Credential-Stuffing-Angriffe und 41 Prozent der Webangriffe entfallen auf den Einzelhandel sowie das Reise- und Gastgewerbe. Im SOTI-Sicherheitsbericht „Treuepunkte zu verkaufen – Betrug im Einzelhandel und Gastgewerbe“ (Oktober 2020) gibt Akamai Einblicke in das kriminelle Geschehen, das diese Branchen und ihre Treueprogramme zum Ziel hat. Die Akamai Sicherheitsexperten analysieren, wie Kriminelle Passwörter knacken, warum SQL-Injection der beliebteste Angriffsvektor in diesen Bereichen ist und wie viel Kriminelle für gestohlene Konten und Prämien zahlen. Gerade während der Hochphase der Pandemie im ersten Quartal 2020 haben Kriminelle den Anstieg des Datenverkehrs genutzt: Sie verbreiteten Listen mit User-Passwort-Kombinationen. Alte User-Login-Listen wurden erneut verbreitet, um neue gefährdete Konten zu identifizieren. Daraus resultierte ein immenser Anstieg von Straftaten im Zusammenhang mit Bonusprogrammen. Besonders Kunden, die identische Username-Passwort-Kombinationen für unterschiedliche Benutzerkonten verwenden, sind betroffen.

Weitere Informationen zum Thema:

Akamai
„State of the Internet – A year in review“-Sicherheitsbericht 2020

datensicherheit.de, 27.06.2018
Akamai: „State of the Internet“-Sicherheitsbericht für den Sommer 2018 veröffentlicht

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Gaming: Breit angelegte Cyber-Attacken https://www.datensicherheit.de/gaming-breit-angelegte-cyber-attacken https://www.datensicherheit.de/gaming-breit-angelegte-cyber-attacken#respond Wed, 23 Sep 2020 19:29:24 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=37876 Akamai-Report rund um das Thema Gaming enthüllt anhaltende Angriffe auf Spieler und Produzenten von Videospielen

[datensicherheit.de, 23.10.2020] Akamai hat nach eigenen Angaben am 23. September 2020 seinen neuen Sicherheitsbericht rund um das Thema „Gaming“ veröffentlicht: „State of the Internet / Gaming: You Can’t Solo Security“ deckt demnach unter anderem die hohe Anzahl von Cyber-Attacken auf Videospielunternehmen und Gamer auf – „und er zeigt die Zusammenhänge zwischen der Zahl der Angriffe und den ,Lockdowns‘ im Zuge der ,COVID-19- Pandemie‘“. Die Videospiel-Industrie sei zwischen 2018 und 2020 fast zehn Milliarden Credential-Stuffing- und 152 Millionen Webanwendungs-Angriffen ausgesetzt gewesen.

akamai-2020-gaming-security-report

Abbildung: Akamai

Akamai: „GAMING You Can’t Solo Security“

Umfrage von Akamai mit DreamHack, dem weltweit größten Gaming-Lifestyle-Festival

Der aktuelle Bericht enthülle, dass zwischen 2018 und 2020 ein hohes Volumen an Angriffen auf Videospiel-Unternehmen und Gamer abgezielt habe. Er verzeichne auch eine Zunahme der Angriffe, die mit den „COVID-19-Lockdowns“ korreliere.
Zudem untersuche dieser Bericht die Motive hinter den Attacken und die Schritte, die Gamer selbst unternehmen könnten, um ihre persönlichen Informationen, Accounts und In-Game-Assets zu schützen.
Darüber hinaus enthalte der Bericht auch Highlights aus einer in Kürze erscheinenden Umfrage zur Haltung von Gamern zum Thema Sicherheit, welche Akamai mit DreamHack umgesetzt habe, dem weltweit größten Gaming-Lifestyle-Festival.

Böswillige Aktivitäten auf Gaming-Welt konzertiert abwehren

„Es ist nur noch ein schmaler Grat zwischen virtuellen Kämpfen und Attacken in der realen Welt”, betont Steve Ragan, „Security Researcher“ bei Akamai und Autor des Sicherheitsberichts „State of the Internet“.
Kriminelle starteten unerbittliche Angriffswellen gegen Spiele und Spieler, um Accounts zu kompromittieren, persönliche Informationen sowie In-Game-Assets zu stehlen und sich an ihnen zu bereichern oder um Wettbewerbsvorteile zu erzielen.
Ragan: „Es ist dringend notwendig, dass Gamer, Videospiel-Herausgeber und Spieldienste konzertiert zusammenarbeiten, um diese böswilligen Aktivitäten mit einer Kombination aus Technologie, Wachsamkeit und einer guten Sicherheitshygiene zu bekämpfen.“

Gaming durch Credential-Stuffing- und Phishing-Attacken bedroht

Der neue Report betone, dass Gamer selbst im Visier eines ständigen Sperrfeuers krimineller Aktivitäten stünden, größtenteils durch Credential-Stuffing- und Phishing-Attacken.
Akamai habe mehr als 100 Milliarden Credential-Stuffing-Angriffe zwischen Juli 2018 und Juni 2020 beobachtet. Fast zehn Milliarden dieser Attacken hätten auf den Gaming-Sektor gezielt. Bei dieser Art von Angriff versuchten Kriminelle, sich Zugang zu Videospielen und Spieldiensten zu verschaffen, indem sie Listen mit Kombinationen aus User-Namen und Passwort verwendeten, die üblicherweise über einschlägige Websites und Services erhältlich seien. Jeder erfolgreiche Login bedeute, dass das Konto eines Gamers kompromittiert worden sei.
Phishing sei eine andere Angriffsform, die häufig gegen Gamer verwendet werde. „Bei dieser Methode werden legitim aussehende Websites erstellt, die in Verbindung zu einem Spiel oder einer Gaming-Plattform stehen. Das Ziel: Spieler dazu zu bringen, ihre Login-Credentials herauszugeben.“

Mehr als 152 Millionen Angriffe gegen die Gaming-Industrie gerichtet

Akamai habe zwischen Juli 2018 und Juni 2020 auch 10,6 Milliarden Webanwendungs-Attacken auf seine Kunden beobachtet. Davon seien mehr als 152 Millionen gegen die Gaming-Industrie gerichtet gewesen.
Die große Mehrheit seien SQL-Injection-Angriffe (SQLi) gewesen, welche darauf abzielten, Login-Credentials von Usern, persönliche Daten und andere Informationen abzugreifen, „die auf der Datenbank des attackierten Servers lagern“.
Mit „Local File Inclusion“ (LFI) sei noch eine andere Angriffsmethode zum Einsatz gekommen, welche Details von Spielern und Spiel offenlegen könne. Diese Informationen würden anschließend für betrügerische Zwecke genutzt. Kriminelle zielten mit SQLi- und LFI-Angriffen oft auf mobile und webbasierte Spiele ab, um Zugang zu User-Namen, Passwörtern und Account-Informationen zu erhalten.

Mehr als 3.000 der 5.600 eindeutigen DDoS-Angriffe auf Gaming-Industrie gezielt

Zwischen Juli 2019 und Juni 2020 hätten mehr als 3.000 der 5.600 eindeutigen DDoS-Angriffe, die Akamai beobachtet habe, auf die Gaming-Industrie gezielt, die damit bei Weitem der am meisten betroffene Sektor sei.
Der Bericht erinnere an das „Mirai“-Botnet, welches ursprünglich von Studenten geschaffen worden sei, um „Minecraft“-Server zu deaktivieren. „Später wurde es dazu verwendet, einige der größten DDoS-Angriffe aller Zeiten zu starten.“
So stelle der Bericht fest, dass spielbezogene DDoS-Angriffe während der Schulferien und Feiertage stark zugenommen hätten. „Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Verantwortlichen oft Schüler sind, die von zu Hause aus Angriffe starten.“

Gaming insbesondere für Unterhaltung und soziale Interaktion in der Krisenphase

Während der „COVID-19-Lockdowns“ Anfang 2020 hätten Videospiele der Unterhaltung und auch der sozialen Interaktion gedient, was auch Kriminelle ausgenutzt hätten.
„Mit der Einführung von Isolationsprotokollen auf der ganzen Welt kam es zu einem beachtlichen Anstieg von Credential-Stuffing-Aktivitäten.“
Ein Großteil des Datenverkehrs sei auf das Konto von Kriminellen gegangen, welche die Anmeldedaten aus alten Datenverletzungen getestet hätten, „um neue Konten zu kompromittieren, die mit bestehenden Kombinationen von Benutzernamen und Passwort erstellt worden waren“.

Cyber-Kriminelle nehmen Gaming-Daten als Beute ernst

„Obwohl viele Spieler schon einmal gehackt wurden, sind die meisten von ihnen immer noch nicht für die Gefahren von Cyber-Attacken sensibilisiert.“
In einer demnächst erscheinenden, von Akamai und DreamHack durchgeführten Umfrage zur Einstellung der Gamer zur Sicherheit hätten 55 Prozent der befragten „Vielspieler“ angegeben, dass ihr Konto irgendwann kompromittiert worden sei. Nur 20 Prozent von ihnen seien darüber „besorgt“ oder „sehr besorgt“ gewesen.
„Auch wenn passionierte Spieler den Wert der mit ihren Konten verbundenen Daten nicht erkennen, tun Kriminelle dies mit Sicherheit“, so ein Fazit des Berichts.

Beim Gaming wird Sicherheit als Teamaufgabe betrachtet

Die Akamai-Dream-Hack-Umfrage habe ebenso ergeben, dass Gamer Sicherheit als Teamaufgabe betrachteten: „54 Prozent der Teilnehmer, die angaben, schon einmal gehackt worden zu sein, empfanden Sicherheit als Verantwortung, die von Gamern und Spielentwicklern bzw. Gaming-Unternehmen gemeinsamen getragen werden sollte.“
Der Bericht lege Schritte dar, die Gamer unternehmen könnten, um sich und ihre Accounts zu schützen, „etwa indem sie Passwortmanager und eine Zweifaktor-Authentifizierung gemeinsam mit individuellen, komplexen Passwörtern verwenden“.
Er verweise auch auf die Webseiten der Gaming-Unternehmen, auf denen sich Spieler für zusätzliche Sicherheitsmöglichkeiten entscheiden könnten.

Jeder am Gaming Beteiligte kann seinen Beitrag leisten, die Privatsphäre und die persönlichen Informationen zu schützen

„Gaming hat schon immer Gemeinschaften zusammengebracht. Deswegen wollen wir alle bei DreamHack sicherstellen, dass unsere geschätzten Fan- und Spielergemeinschaften vor Cyber-Attacken geschützt sind“, sagt DreamHacks „Chief Strategy Officer“, Tomas Lykedal.
Diese Ergebnisse seien wichtig, damit jeder Beteiligte seinen Beitrag leisten könne, die Privatsphäre und die persönlichen Informationen zu schützen, „wenn sich jemand auf diesen Weltbühnen und globalen Plattformen einbringt“.
Fakt bleibe: „Videospieler sind ein beliebtes Ziel, weil sie mehrere Eigenschaften vereinen, nach denen Kriminelle suchen. Sie sind in sozialen Gemeinschaften engagiert und aktiv. In den meisten Fällen verfügen sie über frei verfügbares Einkommen, und sie geben es oftmals gern für ihre Spielkonten und Spielerfahrungen aus.“ Durch die Kombination dieser Faktoren sei die Gaming-Industrie für Kriminelle eine erfolgversprechende Umgebung.

Weitere Informationen zum Thema:

Akamai, 2020
„State of the Internet“-Sicherheitsbericht / „Gaming: You Can’t Solo Security“

Akamai
Bedrohungsforschung bei Akamai / Erweiterte Bedrohungsinformationen für die Verwaltung von Sicherheitsrisiken und zum Schutz vor Cyberangriffen

datensicherheit.de, 13.06.2018
Online-Gaming: Eltern oft hilflos gegenüber Gefahren

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Akamai: „State of the Internet“-Sicherheitsbericht für den Sommer 2018 veröffentlicht https://www.datensicherheit.de/akamai-state-of-the-internet-sicherheitsbericht-sommer-2018 https://www.datensicherheit.de/akamai-state-of-the-internet-sicherheitsbericht-sommer-2018#respond Wed, 27 Jun 2018 20:14:11 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=27756 Bots sind auf dem Vormarsch / auch DDoS-Angriffe haben deutlich zugenommen/ neue Techniken überlasten die Systeme im Web

[datensicherheit.de, 27.06.2018] Laut des „State of the Internet“-Sicherheitsberichts zu Webangriffen 2018 von Akamai Technologies sehen sich IT-Sicherheitsverantwortliche ständig neuen Bedrohungen ausgesetzt: Vor allem Bot-basierter Missbrauch von Anmeldedaten im Gastgewerbe sowie hochentwickelte DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) nehmen stark zu. Die Analyse aktueller Trends in der Cybersicherheit von November 2017 bis April 2018 zeigt, dass Sicherheitsteams, Entwickler, Netzwerkbetreiber und Serviceanbieter flexibel reagieren müssen, wenn sie neue Bedrohungen abwehren wollen.

Gastgewerbe gegen Bots: Analyse der Betrugsversuche

Der Einsatz von Bots für den Missbrauch gestohlener Anmeldedaten stellt auch weiterhin ein hohes Risiko für Unternehmen im Digital Business dar. Die Daten des „State of the Internet“-Berichts zeigen jedoch, dass das Gastgewerbe häufiger Opfer von entsprechenden Angriffen wird als andere Branchen.

Die Akamai-Forscher haben nahezu 112 Milliarden Bot-Anfragen und 3,9 Milliarden betrügerische Anmeldeversuche analysiert, die auf Sites von Airlines, Kreuzfahrtanbietern und Hotels abzielten. Fast 40 Prozent des Traffics auf Hotel- und Reisesites stammt demnach von Nachahmern bekannter Browser, die ein bekanntes Einfallstor für Kriminelle sind.

Geographische Analyse

Die geographische Analyse zeigt, dass der Traffic vornehmlich aus Russland, China und Indonesien kommt. Im Berichtszeitraum konnten hier am häufigsten die Quellen für den Missbrauch von Anmeldedaten in der Reisebranche ausgemacht werden. So kommt nahezu die Hälfte der Angriffe auf Hotel-, Kreuzfahrt-, Airline- und Reisesites aus diesen Regionen. Die Zahl der Angriffe auf das Gastgewerbe und die Reisebranche, die aus China und Russland stammten, waren insgesamt dreimal höher als das Volumen der Angriffe aus den USA.

„Diese Länder waren schon immer wichtige Zentren für Cyberangriffe, doch das Gastgewerbe scheint mittlerweile durch seine Attraktivität ein besonders beliebtes Ziel für Hacker zu sein, die sich auf Bot-basierten Betrug spezialisieren“, so Martin McKeay, Senior Security Advocate bei Akamai und Senior Editor des „State of the Internet“-Sicherheitsberichts.

Anpassungsfähige Sicherheit bei DDoS-Angriffen unerlässlich

Zwar sind DDoS-Angriffe vom Volumen her weiterhin die beliebteste Methode für globale Angriffe auf Unternehmen. Jedoch nimmt auch die Verbreitung anderer Techniken zu. Für den „State of the Internet“-Bericht Sommer 2018 haben Akamai-Sicherheitsexperten Techniken ermittelt, die zeigen, wie intelligent und anpassungsfähig Cyberkriminelle sind und mit welch neuen Taktiken sie die Verteidigungssysteme von Unternehmen umgehen.

So stammte ein Angriff von einer Gruppe, die ihre Attacken über Gruppenchats in STEAM und IRC koordinierte. Anstatt ein Botnet aus Geräten zu verwenden, die mit Malware infiziert wurden und die auf Befehle der Hacker hörten, wurden die Angriffe von einer Gruppe freiwilliger Unterstützer durchgeführt.

Großangelegte Attacke auf DNS-Server

Eine weitere großangelegte Attacke überlastete den DNS-Server des Angriffsziels mit Angriffswellen über mehrere Minuten, anstatt das Ziel dauerhaft zu attackieren. Dadurch ließ sich der Angriff schwerer abwehren. DNS-Server ermöglichen es externen Computern, sie im Internet zu finden.

„Diese beiden Angriffe zeigen, dass sich Angreifer für ihre kriminellen Machenschaften ständig an neue Verteidigungen anpassen“, sagt McKeay. „Diese Attacken und auch der Rekordangriff mit 1,35 Tbit/s vom Anfang dieses Jahres dienen als unsanfte Erinnerung, dass sich die Sicherheitscommunity niemals ausruhen darf.“

In Zahlen:

Andere wichtige Punkte im „State of the Internet“-Sicherheitsbericht zu Webangriffen vom Sommer 2018:

  • Akamai hat seit letztem Jahr eine 16-prozentige Steigerung bei DDoS-Angriffen gemessen.
  • Die größte DDoS-Attacke des letzten Jahres, ein Memcached-Reflection-Angriff, erreichte mit 1,35 Tbit/s einen neuen Rekord.
  • Forscher haben seit letztem Jahr eine 4-prozentige Steigerung bei Reflection-basierten DDoS-Angriffen gemessen.
  • Darüber hinaus haben Angriffe auf Anwendungsebene, wie z. B. SQL Injection und Cross-Site Scripting um 38 Prozent zugenommen.
  • Im April nahm die Dutch National High Tech Crime Unit eine Site vom Netz, die 136.000 Nutzern DDoS-Ressourcen zur Miete anbot.

Weitere Informationen zum Thema:

Akamai Technologies
„State of the Internet“-Sicherheitsbericht zu Webangriffen vom Sommer 2018

datensicherheit.de, 02.03.2018
Akamai: Größte DDoS-Attacke bisher abgewehrt

datensicherheit.de, 23.09.2015
Akamai: „State-of-the-Internet“-Bericht für das zweite Quartal 2015 veröffentlicht

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Akamai: Größte DDoS-Attacke bisher abgewehrt https://www.datensicherheit.de/akamai-rekord-ddos-attacke-abwehr https://www.datensicherheit.de/akamai-rekord-ddos-attacke-abwehr#respond Fri, 02 Mar 2018 21:27:03 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=27329 Angriff mit rund 1,3 Tbit/s Daten / Neuartige Technik, die auf „Memcached Reflection“ beruht

[datensicherheit.de, 02.03.2018] Das Security Intelligence Response Team (SIRT) von Akamai berichtet in einem aktuellen Blogpost über eine neue Distributed-Denial-of-Service- (DDoS-) Angriffswelle, die auf der neuartigen Angriffstechnik „Memcached Reflection“ beruht. Sie greift Memcached Server an und missbraucht diese für Attacken auf ausgewählte Ziele. Memcached Server puffern dynamische Web-Applikationen im Hauptspeicher des Servers, um den Zugriff zu beschleunigen und so das Datenbank-Backend zu entlasten.

Angriffe in einer Größe wie sie durch „Memcached Reflection“ verursacht werden, können nach Angaben des Unternehmens nicht ohne Weiteres von Rechenzentrumslösungen abgewehrt werden, sondern erfordern die Unterstützung von Upstream ISPs und/oder Cloud-basierten DDoS-Security-Services.

Zum Zeitpunkt des Blogposts habe Akamai bereits einen 190-Gbit/s-Angriff abgewendet. Kurz darauf konnte Akamai eine deutlich größere Attacke abgewehrt werden. Letztere versuchte, das System des Kunden mit 1,3 Tbit/s Daten zu fluten – ein Volumen, das in seiner Größe branchenweit einmalig ist.

Die wichtigsten Details:

  • Ein neuer DDoS-Angriffsvektor wurde identifiziert: UDP-basierte Reflection-Angriffe, die von ungeschützten Memcached-Servern stammen.
  • Viele Server – wenn sie nicht durch entsprechende Lösungen geschützt sind – sind weiterhin verwundbar. Derzeit sind mehr als 50.000 verwundbare Systeme bekannt, die weiterhin dieser Bedrohung ausgesetzt sind.
  • Akamai habe zahlreiche Angriffsversuche auf Systeme seiner Kunden entdeckt und abgewehrt, einschließlich eines 1,3 Tbit/s großen DDoS-Angriffs, der durch Prolexic entschärft wurde.
  • Die meisten DDoS-Abwehrdienste können einem Angriffsvolumen dieser Größe nicht standhalten; das Unternehmen stellt allen Prolexic-Kunden ein Update zur Verfügung, um sich vor den UDP-basierten Angriffen auf Memcached Server zu schützen.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 21.02.2018
DDoS-Bedrohung wächst: Defizite beim Schutz erleichtert Attacken

datensicherheit.de, 24.10.2017
Kriminelle Zielsetzung verlagert sich: DDoS-Angriffe längst kein Auslaufmodell

datensicherheit.de, 24.06.2017
Finanzinstitute: Knapp die Hälfte beklagt DDoS-Angriffe auf Online-Banking-Systeme

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IT-Sicherheitsmaßnahmen: Unternehmen müssen deren Eignung nachweisen können https://www.datensicherheit.de/it-sicherheitsmassnahmen-unternehmen-muessen-deren-eignung-nachweisen-koennen https://www.datensicherheit.de/it-sicherheitsmassnahmen-unternehmen-muessen-deren-eignung-nachweisen-koennen#respond Thu, 25 Jan 2018 20:30:35 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=27213 In vier Monaten tritt die EU-DSGVO endgültig in Kraft

[datensicherheit.de, 25.01.2018] In vier Monaten tritt die EU-DSGVO endgültig in Kraft. Gerhard Giese, Sicherheitsexperte bei Akamai, warnt, dass im Falle einer Datenschutzverletzung die Beweispflicht auf Seite der Unternehmen liege – diese müssten die Eignung ihrer Maßnahmen nachweisen. „Kommen sie dem nicht nach, verlieren sie Zeit und Geld – und riskieren saftige Strafen!“ Unternehmen könnten sich also nicht mehr verstecken, betont Giese.

Unternehmen in der Nachweispflicht!

Ohne risikobasierten Ansatz bei der Verarbeitung personenbezogener Daten würden europäische Unternehmen gegen die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verstoßen und könnten somit zu hohen Strafzahlungen herangezogen werden.
Unternehmen müssen daher jetzt geeignete Sicherheitsmaßnahmen einführen – und diese im Falle einer Datenschutzverletzung nachweisen können. Dieser auch im neuesten Akamai-Whitepaper „Effektiver Schutz von Webanwendungen“ nachzulesende Hinweis zeige, wie wichtig es für Unternehmen sei, ihre Systeme ausführlich zu analysieren, um Risikobereiche zu ermitteln und die Compliance zu gewährleisten.

Umgehender Handlungsbedarf!

Giese rät Unternehmen dringend, die „Best Practices“ ihrer Branchen einzuhalten, um Kundendaten zu schützen und gegenüber Datenschutzbehörden nachweisen zu können, dass die getroffenen Sicherheitsmaßnamen geeignet waren: „Unternehmen befinden sich in der Zwickmühle: Die DSGVO lässt zwar Auslegungsspielraum, aber Unternehmen müssen handeln, bevor die Verordnung in Kraft tritt.“
Wenn Unternehmen die Zuverlässigkeit ihrer risikobasierten Sicherheitsstrategien nachweisen müssen, sei das meist schwieriger als erwartet. Bei Behörden komme schnell die Frage auf, „wie risikobasiert“ der Ansatz eines Unternehmens sei, wenn dieses nicht auf neueste Technologien zurückgreift und sich lediglich auf das eigene Wissen über die schnelllebige Cyber-Bedrohungslandschaft verlässt.

Sicherheitslösungen ganz genau anschauen!

„Viele Unternehmen verwenden Technologien, mit denen sie anfällig gegenüber Angriffen sind. Das können zum Beispiel VPN-Zugänge sein, die Externen Zugang zum Unternehmensnetzwerk erlauben. Unternehmen können oft nur eingeschränkt auf Attacken von außen reagieren oder brauchen länger als nötig, um Probleme zu erkennen und Lösungen zu implementieren, die ihre Webressourcen vor den entsprechenden Bedrohungen schützen“, erläutert Giese.
Firmen sollten sich ihre Sicherheitslösungen ganz genau anschauen und sich die Frage stellen, ob es eine bessere Möglichkeit gibt, personenbezogene Daten zu schützen. Wenn es eine einfache, praktische Lösung gibt, die bisher nicht implementiert wurde, sollten sie genau prüfen, ob sie mit der bestehenden Lösung die Risiken wirklich wie erforderlich „angemessen“ minimieren.

Auch lokalen Compliance-Anforderungen genügen!

Globale Unternehmen müssten außerdem lokale Compliance-Anforderungen erfüllen, die in jedem Land unterschiedlich seien und die Komplexität der Gewährleistung der Compliance erhöhten.
Wenn Länder ihre Datenschutzgesetze ändern, müssten globale Konzerne zudem entsprechend reagieren. Zwar gebe es zwischen den verschiedenen Ländern Überschneidungen, aber durch die vielen feinen Abstufungen gestalte es sich für die Unternehmen schwierig, die Einhaltung all dieser Verordnungen nachzuweisen.

4 Schritte zum Nachweis der DSGVO-Compliance

Akamai empfiehlt vier Schritte, wie Unternehmen im Zweifelsfall Datenschutzbehörden nachweisen könnten, dass sie einen ausreichenden risikobasierten Ansatz zum Schutz ihrer Webressourcen verfolgen:

  1. Aus den Fehlern anderer lernen!
    Wenn Verantwortliche bis zum ersten Angriff warten, bevor sie auf eine neue Cyber-Bedrohung reagieren, sinke die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Verteidigung. Sicherheitsanbieter könnten IT-Bedrohungen analysieren und diese Informationen zum Schutz ihrer anderen Kunden nutzen, noch bevor dort ein Angriff auftritt.
  2. Pflege und Dokumentation der Web-Application-Firewall-Regeln!
    Bei einem Sicherheitsvorfall verlangten Datenschutzbehörden einen Nachweis über die Schritte, die zur Minimierung der Auswirkungen unternommen wurden. Bei Webressourcen habe eine effektive und regelmäßig aktualisierte „Application Firewall“ Priorität, um auf die ständig neue Bedrohungslandschaft reagieren zu können.
  3. Steuerung des Zugriffs Dritter auf personenbezogene Daten!
    Heutzutage benötigten auch Drittanbieter Zugang zu Daten im Unternehmensnetzwerk. Dieser Zugriff könne jedoch sowohl die personenbezogenen Daten als auch die allgemeine Sicherheit gefährden. Deshalb benötigten Unternehmen ein System, das den Zugang zu den entsprechenden Netzwerken überwacht und die Risiken durch nicht autorisierten Zugriff minimiert. Damit könnten sie den Datenschutzbehörden Nachweise zu entsprechenden Maßnahmen erbringen.
  4. Schaffung eines Puffers zwischen Netzwerk und Bedrohung!
    Wenn sich die erste Verteidigungslinie eines Unternehmens erst am Netzwerkübergang befindet, seien Angriffe besonders gefährlich. Deshalb sollten Unternehmen einen Puffer, z.B. ein „Content Delivery Network“, zwischen ihrer eigenen Infrastruktur und den potenziellen Bedrohungen aufbauen. So würden Angriffe auf die eigene IT erkannt, bevor sie zum Problem werden und auch DDoS-Angriffen könnten frühzeitig abgewehrt werden.

Weitere Informationen zum Thema:

AKAMAI WHITE PAPER
Effektiver Schutz von Webanwendungen – ein neuer Standard unter der DSGVO

datensicherheit.de, 08.12.2017
EU-DSGVO ante portas: Über Herausforderungen und Chancen für Unternehmen

datensicherheit.de, 07.12.2017
Mittelstand befürchtet Benachteiligung durch EU-DSGVO

datensicherheit.de, 06.12.2017
EU-DSGVO: Größere Unternehmen in Deutschland bereiten sich vor

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Phänomen der Bitcoin-Erpressung auch in Deutschland https://www.datensicherheit.de/phaenomen-der-bitcoin-erpressung-auch-in-deutschland https://www.datensicherheit.de/phaenomen-der-bitcoin-erpressung-auch-in-deutschland#respond Mon, 04 Apr 2016 12:41:49 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=25279 Laut Umfrage von Akamai über ein Drittel der befragten deutschen Unternehmen bereits Opfer von Cyber-Attacken

[datensicherheit.de, 04.04.2016] Laut einer Umfrage von Akamai vom Ende letzten Jahres sind mehr als ein Drittel der befragten deutschen Unternehmen schon einmal das Opfer einer Cyber-Attacke geworden. Auf der „it-sa 2015“ hat Akamai nach eigenen Angaben rund 200 Messebesucher zum Thema „Cyber-Security in deutschen Unternehmen“ befragt.

Dunkelziffer vermutlich noch höher

So hätten 36 Prozent der Befragten angegeben, dass ihr Unternehmen bereits von einem Cyber-Angriff betroffen gewesen sei. Weitere 18 Prozent hätten nach eigener Aussage nicht gewusst, ob ihr Unternehmen schon einmal attackiert worden ist oder wollten keine Angaben dazu machen. Das lege die Vermutung nahe, dass die Dunkelziffer noch deutlich höher sein könnte.

DDoS-Angriffe und Bitcoin-Erpressung

Als neues Phänomen hätten sich im letzten Jahr DDoS-Angriffe mit dem Ziel der Bitcoin-Erpressung herauskristallisiert. So habe das „Prolexic Security Engineering & Response Team“ von Akamai bis Mitte 2015 beispielsweise Kampagnen beobachtet, die auf das Konto der „DD4BC-Gruppe“ gingen. Ende 2015 sei dann das „Armada Collective“ aufgetreten. Beide Gruppen forderten per E-Mail Schutzgelder in Form von Bitcoins von Unternehmen und drohten für den Fall des Ausbleibens mit massiven DDoS-Angriffen. Der Erfolg des „Armada Collective“ habe zudem bereits einige Nachahmungstäter animiert.
Dieser Trend scheine auch Deutschland erreicht zu haben. So habe die Akamai-Umfrage auf der „it-sa 2015“ ergeben, dass immerhin neun Prozent der Unternehmen, die von Cyber-Kriminellen attackiert wurden, von Angriffen mit dem Ziel der Bitcoin-Erpressung betroffen gewesen seien.

Generell massive Zunahme bei DDoS-Atatcken

Bei DDoS-Attacken sei aber ganz generell eine massive Zunahme zu verzeichnen. Dies zeige der aktuelle „State of the Internet Security
Report“ für das vierte Quartal 2015 von Akamai, für den das Unternehmen unter anderem die DDoS-Aktivitäten in seinem weltweiten „Routed Network“ ausgewertet habe. Diese seien im vierten Quartal 2015 gegenüber dem dritten Quartal um 40 Prozent auf einen Rekordwert von 3.600 Angriffen angestiegen. Im Vergleich zum vierten Quartal 2014 entspreche dies gar einer Zunahme um 149 Prozent.
Auch in Deutschland nähmen DDoS-Attacken immer weiter zu. Darauf weist auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in seinem Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2015 hin. Immer wieder, so das BSI, seien Web-Angebote hierzulande aufgrund von DDoS-Angriffen nicht erreichbar. Im ersten Halbjahr 2015 seien in Deutschland 29.437 derartige Angriffe registriert worden, im ersten Halbjahr 2014 seien es noch 25.113 Angriffe gewesen, was einem Zuwachs von etwa 17 Prozent entspreche.

Vorbehalte gegen Clous-basierte Sicherheitslösungen widerlegen

Erschreckend viele deutsche Unternehmen seien bereits Opfer von Cyber-Attacken geworden, so Jürgen Metko, „Regional Vice President Central Europe“ bei Akamai. Obwohl ihnen bewusst sei, dass Cloud-basierte Lösungen bei der Abwehr moderner Angriffe eine entscheidende Rolle spielen könnten, würden diese immer noch von nur wenigen Unternehmen genutzt. Das sei vermutlich der in Deutschland vorherrschenden Skepsis gegenüber der Cloud geschuldet. Es liege nun an den Anbietern, diese Vorbehalte zu widerlegen.

Weitere Informationen zum Thema:

[state of the internet] brought to you by Akamai, 29.02.2016
Q4 2015 State of the Internet – Security Report

datensicherheit.de, 12.01.2016
Bundeskriminalamt meldet Schlag gegen international agierende DDoS-Erpresser

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https://www.datensicherheit.de/phaenomen-der-bitcoin-erpressung-auch-in-deutschland/feed 0
Massiver Anstieg bei DDoS- und Web-Application-Attacken https://www.datensicherheit.de/massiver-anstieg-bei-ddos-und-web-application-attacken https://www.datensicherheit.de/massiver-anstieg-bei-ddos-und-web-application-attacken#respond Mon, 29 Feb 2016 18:00:34 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=25162 Akamai veröffentlicht seinen State of the Internet Security Report für das vierte Quartal 2015

[datensicherheit.de, 29.02.2016] Akamai Technologies präsentiert seinen „Q4 2015 State of the Internet – Security Report“. Der Quartalsbericht bietet Analysen und Einblicke in cyberkriminelle Aktivitäten, die auf der Akamai Intelligent Platform beobachtet wurden.

„Die Bedrohung durch DDoS-Attacken und Angriffe auf Webanwendungen hält unvermindert an. Jedes Quartal steigt die Zahl von Angriffen auf Akamai-Kunden weiter. Im vierten Quartal 2015 haben Attacken auf Webanwendungen gegenüber dem dritten Quartal 2015 um 28 Prozent und DDoS-Angriffe sogar um 40 Prozent zugenommen“, sagt Stuart Scholly, Senior Vice President und General Manager der Security Business Unit bei Akamai. „Die Cyber-Kriminellen geben nicht nach: Sie greifen immer wieder dieselben Ziele an und suchen nach einem Moment, in dem ihnen die Verteidigung möglicherweise eine Lücke bietet.“

Im vierten Quartal 2015 waren wiederholte DDoS-Angriffe Normalität – mit durchschnittlich 24 Angriffen auf das anvisierte Unternehmen. Drei Akamai-Kunden wurden sogar mehr als jeweils einhundert Mal und einer gleich 188 Mal angegriffen – in einem Quartal entspricht dies mehr als zwei Angriffen pro Tag.

Die DDoS-Attacken im Überblick

Im vierten Quartal konnte Akamai mehr als 3.600 DDoS-Angriffe mit seiner Routed-Lösung abwehren – mehr als doppelt so viele wie im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Mehrheit dieser Angriffe erfolgte via Stresser-/Booter-basierter Botnetze. DDoS-Attacken als Mietlösung nutzen Reflection-Technologien, um die Wirkung zu steigern, sie eignen sich aber weniger für großangelegte Attacken. Dementsprechend kam es zu weniger Mega-Angriffen als noch vor einem Jahr. Darüber hinaus unterliegt die Nutzung von Stresser- oder Booter-Sites gewissen zeitlichen Beschränkungen, sodass die durchschnittliche Dauer der Angriffe knapp weniger als 15 Stunden betrug.

Attacken auf die Infrastrukturebene (Layer 3 und 4) waren über mehrere Quartale hinweg dominierend und machten 97 Prozent der Angriffe im vierten Quartal 2015 aus. 21 Prozent der DDoS-Angriffe im vierten Quartal enthielten UDP-Fragmente. Dies lag zum Teil an dem Verstärkungsfaktor, den Reflection-basierte Angriffe mit sich bringen. Diese erfolgten hauptsächlich durch Ausnutzung der CHARGEN-, DNS- und SNMP-Protokolle, die große Nutzlasten transportieren können.

Die Zahl der NTP- und DNS-Angriffe ist im Vergleich zum dritten Quartal 2015 deutlich angestiegen. Die DNS-Reflection-Angriffe nahmen um 92 Prozent zu, da Cyber-Angreifer Domains mit integrierter Sicherheit (DNSSEC, Domain Name Security Extensions) ausnutzten, die für gewöhnlich mehr Antwortdaten senden. Auch NTP wurde im Vergleich zum dritten Quartal 2015 mit einer Steigerung von 57 Prozent immer beliebter, obwohl die NTP (Network Time Protocol)-Reflection-Ressourcen mit der Zeit aufgebraucht waren.

Einen weiteren Trend stellen Attacken mit mehreren Angriffsvektoren dar. Im vierten Quartal 2014 traf dies nur auf 42 Prozent der DDoS-Attacken zu. Ein Jahr später, im vierten Quartal 2015, waren es bereits 56 Prozent. Zwar wurden bei den meisten dieser Angriffe nur zwei Vektoren eingesetzt (35 Prozent aller Attacken), bei 3 Prozent der Angriffe im vierten Quartal waren es jedoch fünf bis acht Vektoren.

Der größte DDoS-Angriff im vierten Quartal 2015 erreichte einen Spitzenwert von 309 Gbit/s und 202 Millionen Paketen pro Sekunde (Mpps). Dieser Angriff richtete sich gegen einen Akamai-Kunden in der Software- und Technologiebranche und er nutzte eine ungewöhnliche Kombination aus SYN-, UDP- und NTP-Attacken, die von den XOR- und BillGates-Botnets stammten. Der Angriff war Teil einer langfristigen Kampagne, in der das Opfer in einem Zeitraum von acht Tagen gleich 19 Mal angegriffen wurde – Anfang Januar 2016 kamen sogar noch weitere Attacken hinzu.

Mehr als die Hälfte der Angriffe im vierten Quartal (54 Prozent) richtete sich gegen Unternehmen aus der Gaming-Branche und knapp ein Viertel (23 Prozent) gegen Unternehmen aus der Software- und Technologiebranche.

Die DDoS-Metriken im Überblick

Im Vergleich zum vierten Quartal 2014 gab es:

  • einen Anstieg um 148,85 Prozent bei der Gesamtzahl der DDoS-Angriffe;
  • einen Anstieg um 168,82 Prozent bei den Angriffen auf Infrastrukturebene (Layer 3 und 4);
  • einen Rückgang um 49,03 Prozent bei der durchschnittlichen Dauer der Angriffe: 14,95 statt 29,33 Stunden;
  • einen Rückgang der Angriffe mit mehr als 100 Gbit/s um 44,44 Prozent: 5 statt 9.

Im Vergleich zum dritten Quartal 2015 gab es:

  • einen Anstieg um 39,89 Prozent bei der Gesamtzahl der DDoS-Angriffe;
  • einen Anstieg um 42,38 Prozent bei den Angriffen auf Infrastrukturebene (Layer 3 und 4);
  • einen Rückgang um 20,74 Prozent bei der durchschnittlichen Angriffsdauer: 14,95 statt 18,86 Stunden;
  • einen Rückgang der Angriffe mit mehr als 100 Gbit/s um 37,5 Prozent: 5 statt 8.

Angriffe auf Web-Applikationen

Zwar nahm die Zahl von Angriffen auf Webanwendungen im vierten Quartal 2015 um 28 Prozent zu, der Prozentsatz der über HTTP und HTTPS gesendeten Angriffe über zwei Quartale blieb jedoch ungefähr gleich: 89 Prozent entfielen im vierten Quartal auf HTTP gegenüber 88 Prozent im dritten Quartal.

Die am häufigsten verwendeten Angriffsvektoren im vierten Quartal waren LFI (41 Prozent), SQLi (28 Prozent) und PHPi (22 Prozent), gefolgt von Cross-Site-Scripting (5 Prozent) und Shellshock (2 Prozent). RFI-, MFU-, CMDi- und JAVAi-Attacken machten die verbleibenden zwei Prozent aus. Die Verteilung der Angriffsvektoren auf HTTP und HTTPS war hierbei ähnlich – mit Ausnahme von PHP, das nur in einem Prozent der Angriffe über HTTPS eingesetzt wurde.

59 Prozent der Angriffe auf Web-Applikationen im vierten Quartal richteten sich gegen Retailer; im dritten Quartal waren es noch 55 Prozent. Unmittelbar danach folgten die Branchen „Medien und Unterhaltung“ und „Hotels und Reisen“ mit jeweils 10 Prozent der Angriffe. Hier lässt sich eine Änderung gegenüber dem dritten Quartal erkennen, als der Finanzsektor mit 15 Prozent noch den zweiten Platz bei der Häufigkeit der Angriffe belegte. In diesem Quartal sank dieser Wert jedoch auf 7 Prozent.

Ebenso wie im letzten Quartal waren die USA sowohl Hauptquelle aller Attacken auf Web-Applikationen (56 Prozent) als auch das häufigste Ziel (mit 77 Prozent). Die nächstgrößte Angriffsquelle (6 Prozent) und gleichzeitig auch das am zweithäufigsten angegriffene Land (7 Prozent) stellte Brasilien dar. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass ein großer IaaS-Anbieter dort neue Rechenzentren eröffnet hatte. Seit deren Inbetriebnahme stellt Akamai eine deutliche Steigerung des bösartigen Datenverkehrs aus Brasilien fest – insbesondere aus diesen Rechenzentren. Die meisten dieser Angriffe richteten sich gegen brasilianische Retailer.

Im Report für das vierte Quartal ermittelte Akamai die zehn wichtigsten Quellen von Datenverkehr bezüglich der Autonomous System Number (ASN), die Teil von Attacken auf Webanwendungen war, und analysierte die entsprechenden Angriffstypen, -nutzlasten und -häufigkeiten. Eine Beschreibung von zehn der interessanteren Attacken sowie ihren Nutzlasten finden sich im Bericht im Abschnitt 3.6.

Die Metriken für Angriffe auf Web-Applikationen verzeichneten im Vergleich zum dritten Quartal 2015:

  • einen Anstieg um 28,10 Prozent bei den Attacken auf Web-Applikationen;
  • einen Anstieg um 28,65 Prozent bei den HTTP-basierten Angriffen auf Web-Applikationen;
  • einen Anstieg um 24,05 Prozent bei den HTTPS-basierten Attacken auf Web-Applikationen;
  • einen Anstieg um 12,19 Prozent bei den SQLi-Angriffen.

Scan- und Sondierungsaktivitäten

Cyber-Kriminelle betreiben vor dem Start ihrer Angriffe umfassende Aufklärung, indem sie ihre Ziele scannen und untersuchen. Mithilfe von Firewall-Daten der Akamai Intelligent Platform konnten die Analysten die beliebtesten Ports für die Erkundungen von Cyberkriminellen ermitteln: Telnet (24 Prozent), NetBIOS (5 Prozent), MS-DS (7 Prozent), SSH (6 Prozent) und SIP (4 Prozent). Anhand der ASN war zu erkennen, dass sich die drei beliebtesten Quellen von Scan-Aktivitäten in Asien befanden. Darüber hinaus ließen sich aktive Scans bezüglich ausnutzbarer Reflektoren feststellen, darunter NTP, SNMP und SSDP.

Durch einen Blick auf die Top-Reflection-Quellen nach ASN ließ sich ermitteln, dass sich die am häufigsten ausgenutzten Netzwerkreflektoren in China und anderen asiatischen Ländern befanden. Während die meisten SSDP-Angriffe für gewöhnlich von Heimverbindungen stammen, erfolgen NTP-, CHARGEN- und QOTD-Attacken im Normalfall über Cloud-Hosting-Anbieter, über deren Server diese Dienste ausgeführt werden. SSDP- und NTP-Reflektoren stellten mit 41 Prozent die am häufigsten ausgenutzten Reflektoren dar, gefolgt von CHARGEN mit 6 Prozent und RPC mit 5 Prozent. SENTINEL und QOTD machen jeweils 4 Prozent aus.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 23.09.2015
Akamai: „State-of-the-Internet“-Bericht für das zweite Quartal 2015 veröffentlicht

Akamai Technologies
Vollständiger Bericht: „State of the Internet Security Report“

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„State-of-the-Internet“: Akamai veröffentlicht Bericht für das vierte Quartal 2014 https://www.datensicherheit.de/state-of-the-internet-akamai-veroeffentlicht-bericht-fuer-das-vierte-quartal-2014 https://www.datensicherheit.de/state-of-the-internet-akamai-veroeffentlicht-bericht-fuer-das-vierte-quartal-2014#respond Wed, 25 Mar 2015 19:02:07 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=24751 Die weltweite durchschnittliche Spitzengeschwindigkeit steigt um 8,4% auf 26,9 Mbit/s, die Zahl der DDoS-Attacken in Europa wächst im vierten Quartal 2014 um 18%

[datensicherheit.de, 25.03.2015] Akamai Technologies, Anbieter von Content-Delivery-Network (CDN)-Services, präsentiert seinen State-of-the-Internet-Bericht für das vierte Quartal 2014. Über die Akamai Intelligent Platform (1) werden Daten gesammelt, die Einblick in wichtige Statistiken zur weltweiten Internetnutzung geben. Der aktuelle Report macht unter anderem Angaben zu Verbindungsgeschwindigkeiten und Breitbandverbindungen stationärer und mobiler Netzwerke, Attack Traffic, der weltweiten 4K-Fähigkeit, den Status von IPv4-Verbindungen und die Einführung von IPv6. Darüber hinaus liefert der Bericht Einblicke in verschiedene schwerwiegende Sicherheitslücken wie Poodle, UPnP-Attacken, DNS Floods und Yummba-Webinject-Tools.

Akamai State of the Internet Report Q4/2014

© Akamai

Daten und Infografiken zum State-of-the-Internet-Bericht für das vierte Quartal 2014 sind auf der Akamai State of the Internet Site (2) und über die Akamai State of the Internet App auch für iOS- (3) und Android-Geräte (4) verfügbar. Die Akamai Community (5) bietet ihren Mitgliedern außerdem ein Forum für Diskussionen des Berichts.

„Im Verlauf des Jahres 2014 konnten wir weltweit ein gesundes Wachstum aller unserer Kennzahlen verzeichnen. Dazu gehören Verbindungsgeschwindigkeiten, Breitbandverbindungen und die 4K-Fähigkeit“, kommentiert David Belson, Autor des Berichts. „Diese positiven Trends bilden eine interessante Ergänzung zu einer jüngst veröffentlichten Studie, der zufolge 4,4 Milliarden Menschen auf der Welt nicht online sind, und die damit offenbart, wie dringend an der Verbesserung und Verbreitung einer globalen Internet-Infrastruktur weiter gearbeitet werden muss.“

Die wichtigsten Fakten für Europa

Durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeiten und Breitbandverbindungen: langfristige Wachstumstrends in Europa halten an.

Im vierten Quartal 2014 lag die weltweite durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit das dritte Quartal in Folge oberhalb der Breitband-Schwelle von 4 Mbit/s. Im Vergleich zum Vorquartal legte sie um 0,7% zu und erreichte 4,5 Mbit/s.Nach einem Anstieg von 3,5% auf 14,6 Mbit/s wies Schweden im vierten Quartal 2014 die höchste durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit aller europäischen Länder auf und überholte damit die Schweiz. Diese war in den letzten drei Quartalen noch durchgängig der Spitzenreiter, erreichte mit 14,5 Mbit/s denselben Wert wie im Vorquartal und rangiert damit in Europa nun auf dem zweiten Platz. Beide Länder lagen mit ihrer durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit ebenso über der High-Broadband-Schwelle von 10 Mbit/s wie die Niederlande, Irland, die Tschechische Republik, Finnland, Dänemark, Rumänien, Norwegen, Großbritannien und Belgien.Der Vergleich der durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeiten mit dem Vorjahr fällt für die europäischen Länder durchweg positiv aus. Der niedrigste Anstieg fand sich dabei in Österreich mit 3,9%, Wachstumsspitzenreiter war Rumänien mit satten 61%. Gute Zahlen auch in Finnland, Schweden und Portugal: In allen drei Ländern wuchs die durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit im Vergleich zum vierten Quartal 2013 um mehr als 30%.Die durchschnittliche Spitzengeschwindigkeit legte im vierten Quartal 2014 weltweit mit 8,4% nur leicht zu und kam auf 26,9 Mbit/s. In Europa reicht das Wachstumsspektrum von 1,3% in Portugal (44,3 Mbit/s) bis zu 14% in Rumänien (67,0 Mbit/s). Auch der Vorjahresvergleich fällt positiv aus: Österreich war hier mit einem Anstieg von 9,4% das einzige europäische Land, das ein Plus von weniger als 10% aufwies; Spitzenreiter war Finnland mit einer Zunahme um beeindruckende 40%.

Die Zahl der High-Broadband-Verbindungen mit Geschwindigkeiten von mehr als 10 Mbit/s wuchs im vierten Quartal 2014 weltweit um 2,9%, nachdem sie im dritten Quartal 2014 noch leicht gesunken war. In Europa gab es im vierten Quartal 2014 drei Länder, in denen mehr als die Hälfte aller Verbindungen schneller als 10 Mbit/s waren: die Schweiz (56%), die Niederlande (56%) und Rumänien (55%). Die Wachstumsraten im Vergleich zum Vorquartal reichten von 1,0% in Norwegen bis zu 17% in Spanien. Im Vergleich zum Vorjahresquartal wiesen alle europäischen Länder einen Anstieg von 8% oder mehr auf, in Portugal und Rumänien hat sich die Zahl der High-Broadband-Verbindungen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

Der Anteil der Breitband-Verbindungen (mehr als 4 Mbit/s) ging weltweit im vierten Quartal 2014 leicht zurück (0,7%) und machte 59% aller Verbindungen aus. Dabei erreichten drei europäische Länder eine Breitbandrate von mehr als 90%: die Schweiz (93%), Dänemark (92%) und die Niederlande (91%). In den übrigen Ländern Europas waren mehr als 60% aller Verbindungen schneller als 4 Mbit/s.

Eine ganze Reihe von Ankündigungen aus dem vierten Quartal 2014 lassen für die nächsten Jahre ein weiteres Vorantreiben von Breitband-Initiativen in der Europäischen Union erwarten. So erklärte etwa die ungarische Regierung ihre Absicht, 586 Millionen Euro zu investieren, um bis 2018 das ganze Land mit Breitband-Internet auszustatten. Die Europäische Kommission gab Pläne bekannt, mit 315 Milliarden Euro Infrastrukturprojekte wie Energie- und Transportnetze, aber auch den Breitbandausbau zu fördern.

Attack Traffic und Security: Angriffe auf Port 23 mehr als verdoppelt.

Akamai unterhält ein Netzwerk aus stillen Software-Agenten. Sie sind über das ganze Internet verteilt und loggen Verbindungsversuche, die von Akamai als „Attack Traffic“ eingestuft werden. Anhand der von den Software-Agenten gesammelten Daten kann Akamai erkennen, aus welchen Ländern der meiste Attack Traffic stammt und welche Ports am häufigsten ins Visier genommen werden. Dabei ist ein anhand der IP-Adresse identifizierbares Ursprungsland nicht unbedingt auch der Urheber des Angriffs.Im vierten Quartal 2014 identifizierte Akamai 199 Länder oder Regionen, aus denen der Attack Traffic stammte. Wie schon in den vergangenen Quartalsberichten lag bei den Ländern auch dieses Mal wieder China mit einem Anteil von 41% einsam an der Spitze. Aus diesem Land stammte mehr als dreimal soviel Attack Traffic wie aus den USA (13%). Deutschland rangierte im vierten Quartal 2014 erstmals unter den Top-Ländern und war für 1,8% des weltweiten Attack Traffic verantwortlich, was ein Wachstum von 0,6% im Vergleich zum Vorquartal bedeutet. Bei den Regionen lag erneut Asia Pacific mit einem Anteil von 59% vorn. Den nächsthöchsten Wert erreichte Europa mit 19%, was einem Plus von 11% gegenüber dem Vorquartal entspricht.Der Attack Traffic, der auf die zehn meistattackierten Ports abzielte, machte im vierten Quartal 2014 79% des gesamten Attack Traffic aus. Damit wuchs dieser Anteil gegenüber dem Vorquartal um satte 38%. Port 23 (Telnet) war mit 32% der Angriffe auch dieses Mal wieder der meistattackierte Port und wurde damit mehr als zweieinhalb Mal so oft angegriffen wie noch im Vorquartal. Signifikante Zuwächse waren auch bei den Ports 445 (Microsoft-DS), 8080 (HTTP Alternate), 3389 (Microsoft Terminal Services) und 22 (SSH) zu verzeichnen.

4K-Readiness in Europa: zunehmende Verbreitung ultraschneller Verbindungen.

Im ersten Quartal 2014 hatte Akamai erstmals die 4K-Readiness-Metrik in seinen State-of-the-Internet-Bericht eingeführt. Auch in seinem aktuellen Quartalsbericht identifiziert das Unternehmen wieder Länder, die die Voraussetzungen für die Nutzung von 4K-Streams (Ultra HDTV) erfüllen. Diese benötigen im Allgemeinen eine Bandbreite von 10 bis 20 Mbit/s. Die 4K-Readiness-Metrik von Akamai misst deshalb den prozentualen Anteil von Breitbandverbindungen mit 15 Mbit/s oder mehr. Weitere Faktoren wie die Verfügbarkeit von 4K-codierten Inhalten oder 4K-fähigen TVs und Mediaplayern werden dabei nicht berücksichtigt.Im vierten Quartal 2014 war in neun europäischen Ländern mindestens jede fünfte Verbindung schneller als die geforderten 15 Mbit/s. Dazu zählen Schweden, die Schweiz, die Niederlande, Rumänien, Norwegen, Großbritannien, Dänemark, Finnland und die Tschechische Republik.Die höchste 4K-Readiness-Rate in Europa wies Schweden mit 31% auf, nur knapp dahinter lagen die Schweiz und die Niederlande mit jeweils 30%. Im Vergleich zum Vorjahresquartal waren in ganz Europa starke Zuwächse zu beobachten, wobei drei Länder ihre 4K-Readiness-Rate mehr als verdoppeln konnten: Rumänien mit einem Wachstum von 320%, Portugal mit 204% und Spanien mit 102%. In weiteren acht europäischen Ländern stieg die Rate um mehr als 40%. Dazu zählen Ungarn (94%), die Slowakei (68%), Schweden (61%), Finnland (55%), Dänemark (50%), die Schweiz (50%), Norwegen (50%) und Großbritannien (42%).

Analyse der Distributed-Denial-of-Service (DDoS)-Angriffe: Europäische Akamai-Kunden melden zunehmende Attacken.

Zusätzlich zum erfassten Attack Traffic enthält der Bericht auch Informationen zu DDoS (Distributed-Denial-of-Service)-Angriffen, die von Akamai-Kunden gemeldet wurden. Im vierten Quartal 2014 gab es 327 solche Angriffe und damit über 20% mehr als noch im Vorquartal. Erneut waren es die Handelsbranche und Großunternehmen, die die meisten Attacken meldeten.In Europa stieg die Zahl der DDoS-Angriffe gegenüber dem Vorquartal um 18%. Zieht man den Jahresvergleich heran, war Europa die Region mit dem stärksten Zuwachs. Gab es hier im Jahr 2013 noch 167 Attacken, stieg die Zahl im Jahr 2014 um 28% auf 214 Angriffe.

IPv4 und IPv6: Europäische Länder bei IPv6-Einführung weltweit an der Spitze.

Im vierten Quartal 2014 stellten fast 803 Millionen IPv4-Adressen aus 239 Ländern und Regionen eine Verbindung zur Akamai Intelligent Platform her. Die weltweite Zahl der eindeutigen IP-Adressen, die sich mit der Plattform verbinden, legte damit gegenüber dem Vorquartal um rund 12 Millionen zu. Unter den Top-Ten-Ländern des vierten Quartals 2014 hatten Großbritannien mit 8,1% und Südkorea mit 6,6% die größten Zuwächse im Vergleich zum dritten Quartal 2014.Bei der IPv6-Einführung dominierten erneut europäische Länder die weltweiten Top Ten. Neuzugang Norwegen legte dabei mit einem IPv6-Traffic-Plus von 88% gegenüber dem Vorquartal einen regelrechten Satz hin. Spitzenreiter war aber erneut Belgien, wo im vierten Quartal 2014 32% aller Anfragen an die Akamai Intelligent Platform über IPv6 kamen. Das war eine mehr als doppelt so hohe Rate wie in Deutschland, das in den weltweiten Top Ten den zweiten Platz belegte. Wie schon in den vorangegangenen Quartalen waren es auch dieses Mal wieder die Festnetz- und Mobilfunkbetreiber, die die Zahlen nach oben trieben und in ihren jeweiligen Ländern bei der IPv6-Einführung vorangingen. Von den Spitzenreitern Verizon Wireless (USA) und Brutele (Belgien) kam mehr als die Hälfte aller Anfragen an Akamai über IPv6, knapp dahinter auf Platz drei lag Telnet (Kanada). Von den deutschen Netzbetreibern Kabel Deutschland, Kabel BW und Unitymedia kamen im vierten Quartal 2014 erneut mehr als ein Viertel aller Anfragen über IPv6.

Mobile Verbindungen: Großbritannien hat mit 16,0 Mbit/s die höchste durchschnittliche Geschwindigkeit.

Im State-of-the-Internet-Bericht für das vierte Quartal 2014 wurden von Akamai wieder 50 Länder hinsichtlich ihrer Mobilfunknetze untersucht. Das Land mit der höchsten durchschnittlichen mobilen Verbindungsgeschwindigkeit weltweit war Großbritannien mit 16,0 Mbit/s. Dänemark rangierte mit 8,8 Mbit/s bereits deutlich abgeschlagen auf Platz zwei.Die weltweiten durchschnittlichen maximalen Verbindungsgeschwindigkeiten wiesen erneut eine sehr hohe Streuung auf. Ihre Werte reichten von 157,3 Mbit/s in Singapur bis zu 7,5 Mbit/s in Argentinien. In Europa erreichte mit Großbritannien (61,8 Mbit/s) nur ein einziges Land mehr als 50 Mbit/s.Darüber hinaus enthält der Akamai-Bericht auch Angaben zur Breitbandverbreitung im Mobilfunk, also von Verbindungen die schneller sind als 4 Mbit/s. Im vierten Quartal 2014 erreichten hier sowohl Dänemark als auch Schweden ein beeindruckendes Niveau. Jeweils 97% aller mobilen Verbindungen lagen dort oberhalb der Breitband-Schwelle. Damit führen die Skandinavier gemeinsam mit Venezuela und Saudi Arabien die weltweite Rangliste an.

Die Highlights aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Mit einer durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit von 8,8 Mbit/s machte Deutschland etwas Boden gut und stieg im Vergleich zum dritten Quartal 2014 im weltweiten Ranking um zwei Plätze auf Position 29. EMEA-weit liegt die Bundesrepublik auf Platz 15, in der DACH-Region bedeutet das den dritten und letzten Rang. Der Jahreszuwachs in Deutschland betrug dabei aber immerhin 15%. Platz zwei in EMEA und damit Rang eins in der DACH-Region ging im vierten Quartal 2014 an die Schweiz. Sie erreichte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 14,5 Mbit/s, was einem Jahresplus von 21% entspricht. Österreich erzielte eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 9,8 Mbit/s und somit ein Mehr von 3,9%. Weltweit lag die Alpenrepublik damit auf Rang 24 und in der DACH-Region auf dem zweiten Platz.

Bei den durchschnittlichen Spitzengeschwindigkeiten konnten die Länder der DACH-Region im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls zulegen. Spitzenreiter ist auch hier wieder die Schweiz mit 57,0 Mbit/s und einem Zuwachs von 29% gegenüber dem Vorjahr. Österreich konnte für denselben Zeitraum ein Plus von 9,4% verzeichnen, kam im vierten Quartal 2014 auf 41,4 Mbit/s, und landete damit in der DACH-Region auf Platz zwei. Schlusslicht ist hier ganz knapp dahinter Deutschland mit 41,0 Mbit/s, was aber wenigstens eine Zunahme von 15% gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutet.

Verbindungen, die schneller als 10 Mbit/s laufen, definiert der Akamai-Report als High-Broadband-Verbindungen. In Deutschland war dies im vierten Quartal 2014 bei knapp einem Viertel (24%) aller Verbindungen der Fall – und damit bei 33% mehr Verbindungen als noch im Vorjahr. In der DACH-Region reichte dies aber dennoch nur für den dritten und letzten Platz, in EMEA rangierte die Bundesrepublik damit auf Rang 18. Zweiter in der DACH- und 15. in der EMEA-Region war Österreich mit einem High-Broadband-Anteil von 26% (Jahreszuwachs 8%). Spitzenreiter in beiden Regionen war die Schweiz. Dort hatte mehr als die Hälfte aller Verbindungen High-Broadband-Qualität (56%), das entspricht einem Jahresplus von 34%.

Teilweise erhebliche Zuwächse konnte die DACH-Region in Sachen 4K-Readiness verzeichnen. Weniger überraschend liegt auch hier die Schweiz auf dem ersten Platz, was in der EMEA-Region den zweiten Rang bedeutet. Knapp ein Drittel aller Verbindungen (30%) und damit 50% mehr als im Vorjahr waren dort „4K-ready“. Auf Platz zwei der DACH-Region (EMEA-Rang 13) landete Österreich mit einer 4K-Readiness-Rate von 13% und einem Vorjahresplus von 15%. Beim DACH-Schlusslicht Deutschland (EMEA-Rang 20) lag dieser Anteil lediglich bei 9,4%. Immerhin konnte die Bundesrepublik damit aber ein Plus von 40% gegenüber dem Vorjahr erzielen.

Informationen zum Akamai State of the Internet Report

Der „State of the Internet“-Quartalsbericht von Akamai basiert auf Daten, die das Unternehmen über seine weltweit verteilte Internetplattform sammelt. Der Bericht enthält Daten über Attack Traffic, Breitbandverbindungen, mobile Verbindungen und andere Themen, die für das Internet und seine Nutzung relevant sind, sowie Aussagen zu Trends, die sich aus den Daten ableiten lassen.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 22.04.2014
„State-of-the-Internet“: Akamai veröffentlicht Bericht für das dritte Quartal 2014

(1) http://www.akamai.de/html/technology/index.html

(2) http://www.stateoftheinternet.com/resources-connectivity-2014-q4-state-of-the-internet-report.html

(3) https://itunes.apple.com/us/app/akamais-state-of-the-internet/id800491468?mt=8

(4) https://play.google.com/store/apps/details?id=com.akamai.soti

(5) https://community.akamai.com/community/news_and_events/state-of-the-internet/

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„State-of-the-Internet“: Akamai veröffentlicht Bericht für das dritte Quartal 2014 https://www.datensicherheit.de/state-internet-akamai-veroeffentlicht-bericht-fuer-das-dritte-quartal-2014 https://www.datensicherheit.de/state-internet-akamai-veroeffentlicht-bericht-fuer-das-dritte-quartal-2014#comments Fri, 09 Jan 2015 17:35:40 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=24633 Die weltweite durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit überschreitet zum zweiten Mal in Folge die Breitbandschwelle von 4 Mbit/s / Weltweiter Anteil an Breitbandverbindungen steigt auf 60%

[datensicherheit.de, 09.01.2015] Akamai Technologies (NASDAQ: AKAM), Anbieter von Cloud-Services, präsentiert seinen State-of-the-Internet-Bericht (1) für das dritte Quartal 2014. Über die Akamai Intelligent Platform (2) werden Daten gesammelt, die Einblick in wichtige Statistiken zur weltweiten Internetnutzung geben. Im aktuellen Report gibt es unter anderem Angaben zu Verbindungsgeschwindigkeiten und Breitbandverbindungen stationärer und mobiler Netzwerke, Attack Traffic, der weltweiten 4K-Fähigkeit, dem Status von IPv4-Verbindungen und der Einführung von IPv6. Darüber hinaus liefert der Bericht Einblicke in Shellshock- und OpenSSL-Sicherheitslücken, zu Blackshades RAT und Spike DDoS Toolkits sowie zu Attacken, die während der Fußballweltmeisterschaft 2014 beobachtet wurden.

„Man muss nur die hohe Anzahl von Ankündigungen der CES 2015 betrachten, die sich auf verbundene Geräte sowie Smart-Home-Anwendungen beziehen, um zu erkennen, dass Privatanwender verstärkt vernetzte Technologien und Services nutzen und entsprechend immer mehr erwarten“, erklärt David Belson, Autor des Berichts. „Die im Jahresvergleich starken Wachstumstrends, die in diesem Quartalsbericht aufgezeigt werden, verdeutlichen, dass sich das Internet weiterentwickelt und erweitert, um die steigenden Anforderungen unseres zunehmend vernetzten Lebens zu erfüllen.“

Die wichtigsten Fakten für Europa im Überblick:

  • Durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeiten und Breitbandverbindungen: Schweiz behält Spitzenposition.
  • Im zweiten Quartal in Folge lag weltweit die durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit mit 4,5 Mbit/s über der Breitbandschwelle von 4 Mbit/s.
  • Die Schweiz führte mit einer durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit von 14,5 Mbit/s knapp vor Schweden (14,1 Mbit/s) das dritte Quartal in Folge die europäischen Länder an. In ganz Europa war im dritten Quartal 2014 ein Wachstum gegenüber dem Vorjahresquartal zu verzeichnen. Das größte Plus erzielte dabei Irland mit 47%, Schlusslicht war Frankreich mit einem Zuwachs von lediglich 5,4%.
  • Bei der durchschnittlichen Spitzengeschwindigkeit in allen untersuchten europäischen Ländern lag Rumänien mit einem Wert von 58,7 Mbit/s an erster Stelle. Auf über 50 Mbit/s kamen auch die Länder Schweiz, Schweden, die Niederlande, Belgien und Irland.
  • Bei den High-Broadband-Verbindungen mit Geschwindigkeiten von mehr als 10 Mbit/s lag im dritten Quartal 2014 in Europa die Schweiz an erster Stelle. 54% aller Verbindungen erreichten hier solche Geschwindigkeiten. Einen Wert von über 50% konnten in Europa ansonsten nur noch die Niederlande mit 53% verzeichnen. Mit Ausnahme von Italien (5,3%) erzielten alle Länder dieser Region Werte von über 10%. Bei allen untersuchten Ländern konnten positive Veränderungen im Vergleich zum Vorjahresquartal registriert werden, gegenüber dem zweiten Quartal allerdings vielfach auch negative Entwicklungen. Die größte Wachstumsrate im Jahresvergleich erreichte Portugal mit einem Zuwachs von 155%.
  • Der Anteil der Breitbandverbindungen (mehr als 4 Mbit/s) wuchs weltweit im Vergleich zum zweiten Quartal 2014 um 1% und erreichte damit einen Wert von 60%. Alle europäischen Länder konnten im dritten Quartal Werte von mindestens 60% ausweisen, die Schweiz und die Niederlande sogar eine Breitbandrate von mindestens 90%.
State-of-the-Internet Quartalsbericht Q3/2014

© Akamai

Highlight des Berichts für die EMEA-Region

4K-Readiness in Europa: Die Schweiz, die Niederlande und Schweden liegen erneut an der Spitze.

Auch im aktuellen Quartalsbericht hat Akamai wieder Länder identifiziert, die die Breitbandvoraussetzungen für die Nutzung von 4K-Streams (Ultra HDTV) erfüllen. Diese benötigen im Allgemeinen eine Bandbreite von 10 bis 20 Mbit/s. Die 4K-Readiness-Metrik von Akamai misst deshalb den prozentualen Anteil von Breitbandverbindungen mit 15 Mbit/s oder mehr. Weitere Faktoren wie die Verfügbarkeit von 4K-codierten Inhalten oder 4K-fähigen TVs und Mediaplayern werden dabei nicht berücksichtigt.

Das Ergebnis: In vielen europäischen Ländern waren mehr als 10% der Breitbandverbindungen mit der Akamai Intelligent Platform schneller als die geforderten 15 Mbit/s, in neun Ländern lag dieser Wert bei mindestens 20%. Mehr als ein Viertel aller Verbindungen wiesen die geforderten Geschwindigkeiten in der Schweiz (30%), den Niederlanden (29%) und Schweden (29%) auf. Bei allen untersuchten Ländern konnten im Vergleich zum Vorjahresquartal bessere Werte registriert werden. Die größten Wachstumsraten konnten dabei Portugal (214%) und Rumänien (179%) verzeichnen.

Attack Traffic: China bleibt zentraler Ausgangspunkt.

Akamai hat ein Netzwerk aus stillen Software-Agenten. Sie sind über das ganze Internet verteilt und loggen Verbindungsversuche, die von Akamai als „Attack Traffic“ eingestuft werden. Anhand der von den Software-Agenten gesammelten Daten kann Akamai erkennen, aus welchen Ländern der meiste Attack Traffic stammt und welche Ports am häufigsten ins Visier genommen werden. Dabei ist ein anhand der IP-Adresse identifizierbares Ursprungsland nicht unbedingt auch der Urheber des Angriffs.

Im Verlauf des dritten Quartals 2014 identifizierte Akamai 201 Länder oder Regionen, aus denen der Attack Traffic stammte – und damit 40 mehr als im zweiten Quartal 2014. An der Spitze der Negativliste steht mit einem Anteil von 49% am gesamten Attack Traffic erneut China. An zweiter Stelle folgen die USA mit 17%.

Der Attack Traffic, der sich gegen die Ports 80 (HTTP/WWW), 443 (HTTPS/SSL) und 880 (HTTP Alternate) richtete, ist im dritten Quartal deutlich zurückgegangen. Port 23 (Telnet) blieb das populärste Ziel von Attacken, die ihren Ursprung in China haben.

Analyse der Distributed-Denial-of-Service (DDoS)-Angriffe: Keine Veränderung in der EMEA-Region.

Zusätzlich zum erfassten Attack Traffic enthält der Bericht auch Informationen zu DDoS (Distributed-Denial-of-Service)-Angriffen, die von Akamai-Kunden gemeldet wurden. Im dritten Quartal 2014 gab es wie im zweiten Quartal 270 DDoS-Angriffe. Im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet das einen Rückgang von 4%. In der EMEA-Region gab es praktisch keine Veränderung. Wurden im Vorjahresquartal 45 Angriffe gemeldet, waren es in diesem Quartal 44.

IPv4 und IPv6: Zahl der IPv4-Adressen steigt wieder.

Im dritten Quartal 2014 stellten mehr als 790 Millionen IPv4-Adressen aus 246 Ländern und Regionen eine Verbindung zur Akamai Intelligent Platform her. Die weltweite Zahl der eindeutigen IP-Adressen, die sich mit der Plattform verbanden, stieg damit im Vergleich zum Vorquartal wieder um 2 Millionen; im zweiten Quartal war erstmals in der Geschichte des „State-of-the-Internet“-Quartalsberichts ein Rückgang zu verzeichnen.

In punkto IPv6-Adoption kamen auch im dritten Quartal 2014 die meisten Anfragen von Festnetz- und Mobilfunkbetreibern. So kamen bei Verizon Wireless und Brutele über 50% aller Anfragen an die Akamai Intelligent Platform über IPv6.

Mobile Verbindungen: Schweden liegt beim Breitbandanteil an erster Stelle.

Im State-of-the-Internet-Bericht für das dritte Quartal 2014 wurden von Akamai wieder 54 Länder beziehungsweise Regionen hinsichtlich ihrer Mobilfunknetze untersucht. Das Land mit der höchsten durchschnittlichen mobilen Verbindungsgeschwindigkeit weltweit ist weiterhin Südkorea mit einem erneuten Anstieg von 15,2 Mbit/s auf 18,2 Mbit/s. Weltweites Schlusslicht mit 0,9 Mbit/s ist der Iran. Spitzenreiter in Europa bleibt die Slowakei mit einem Wert von 10,9 Mbit/s.

Insgesamt liegen die Werte der weltweiten durchschnittlichen maximalen Verbindungsgeschwindigkeiten erneut weit auseinander: Sie reichen von 98 Mbit/s in Singapur bis zu 3,3 Mbit/s im Iran.

Darüber hinaus enthält der Akamai-Bericht auch Angaben zu Verbindungen mit „Breitband“-Geschwindigkeit im Mobilfunk, das heißt mit mehr als 4 Mbit/s. Mit einem Breitbandanteil von 94% hat hier Schweden die weltweite Führungsposition vor Dänemark übernommen.

Die Highlights aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Mit einer durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit von 8,7 Mbit/s rutscht Deutschland im Vergleich zum zweiten Quartal 2014 international um drei Plätze ab und belegt nun Rang 31. EMEA-weit liegt die Bundesrepublik auf Platz 16, für die DACH-Region bedeutet dies erneut den dritten und letzten Rang; der Jahreszuwachs lag aber immerhin bei 15%. Spitzenreiter in EMEA und damit auch der DACH-Region ist wie schon im letzten Quartal die Schweiz, global liegt das Land an Position 4. Die Schweiz erreichte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 14,5 Mbit/s, was einem Jahreszuwachs von 25% entspricht. Österreich erzielte eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 10,4 Mbit/s (Jahreszuwachs: 6,6%), womit die Alpenrepublik international auf dem 20. und EMEA-weit auf dem 13. Platz landet.

Auch bei den durchschnittlichen Spitzengeschwindigkeiten führt in der DACH-Region die Schweiz mit 54,4 Mbit/s und einem jährlichen Zuwachs von 42% vor Österreich, dessen durchschnittliche Spitzengeschwindigkeit bei 40,4 Mbit/s lag. Mit einem Plus von 29% gegenüber dem Vorjahr konnte sich Deutschland auf 39,2 Mbit/s verbessern, allerdings wurde hier im zweiten Quartal 2014 ein Wert von 41,8 Mbit/s erreicht.

Verbindungen, die schneller als 10 Mbit/s laufen, definiert der Akamai-Report als High-Broadband-Verbindungen. In Deutschland war dies im dritten Quartal 2014 bei nahezu einem Viertel (23%) aller Verbindungen der Fall, was ein Plus von 32% gegenüber dem Vorjahr, Platz 18 in der EMEA- und den letzten Platz in der DACH-Region bedeutet. Österreich kam auf einen High-Broadband-Anteil von 28% (Jahreszuwachs 14%). Beim EMEA- und DACH-Spitzenreiter Schweiz hatte mehr als die Hälfte aller Verbindungen (54%) High-Broadband-Qualität, das entspricht einem Jahresplus von 39%.

Auch im Hinblick auf die 4K-Readiness liegt die Schweiz EMEA- und DACH-weit auf dem ersten Platz. Nahezu ein Drittel aller Verbindungen (30%) und damit 61% mehr als im Vorjahr ist in der Schweiz „4K-ready“. Auf Platz zwei der DACH-Region (EMEA-Rang 13) landet Österreich mit einer 4K-Readiness-Rate von 15% und einem Plus im Vergleich zum Vorjahr von 22%. In Deutschland (EMEA-Platz 19) erreichten lediglich 9,1% aller Verbindungen die nötige Bandbreite, immerhin konnte die Bundesrepublik damit aber ein Plus von 41% im Vergleich zum Vorjahr erzielen.

Informationen zum Akamai State of the Internet Report

Der „State-of-the-Internet“-Quartalsbericht von Akamai basiert auf Daten, die das Unternehmen über seine weltweit verteilte Internetplattform sammelt. Der Bericht enthält Daten über Attack Traffic, Breitbandverbindungen, mobile Verbindungen und andere Themen, die für das Internet und seine Nutzung relevant sind, sowie Aussagen zu Trends, die sich aus den Daten ableiten lassen.

Weitere Informationen zum Thema:

(1) http://www.stateoftheinternet.com/resources-connectivity-2014-q3-state-of-the-internet-report.html
(2) http://www.akamai.de/html/technology/index.html

datensicherheit.de, 23.04.2014
„State of the Internet“: Akamai veröffentlicht Bericht zum vierten Quartal 2013

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https://www.datensicherheit.de/state-internet-akamai-veroeffentlicht-bericht-fuer-das-dritte-quartal-2014/feed 1
Gefährliche Ignoranz: Gefahrenbewusstsein und Handlungsbereitschaft klaffen auseinander https://www.datensicherheit.de/gefaehrliche-ignoranz-gefahrenbewusstsein-und-handlungsbereitschaft-klaffen-auseinander https://www.datensicherheit.de/gefaehrliche-ignoranz-gefahrenbewusstsein-und-handlungsbereitschaft-klaffen-auseinander#respond Wed, 10 Dec 2014 22:06:02 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=24586 Ergebnisse einer Akamai-Umfrage während der „it-sa 2014“

[datensicherheit.de, 10.12.2014] Obwohl viele Unternehmen die Gefahren von Cyber-Attacken kennen und sogar schon selbst Opfer wurden, tun sie offensichtlich zu wenig, um sich ausreichend zu schützen – so das Ergebnis einer Umfrage von Akamai Technologies. 150 Fachbesucher aus Unternehmen wurden demnach zum Thema „Cyber- und Cloud-Sicherheit in deutschen Unternehmen“ auf der „it-sa 2014“ in Nürnberg befragt.

Gefahrenbewusstsein nach Schadensfällen offenbar gewachsen

Cyber-Attacken, die auf den Ausfall von Websites oder das Ausspionieren von Firmengeheimnissen zielen, sind mittlerweile in der Alltagsrealität angekommen und in der breiten Öffentlichkeit bekannt.
In Unternehmen schätzten laut Akamai-Studie 61 Prozent der Befragten das Bedrohungsrisiko als „hoch“ oder „sehr hoch“ ein – eine beachtlich hohe Zahl habe überdies aus Erster Hand berichten können, denn 39 Prozent aller Befragten seien nach eigenen Angaben selbst schon Opfer von Cyber-Attacken geworden.

Missverhältnis zwischen Gefahrenbewusstsein und Handlungsbereitschaft

Konsequenzen werden daraus aber nicht immer gezogen, denn es besteht ein deutliches Missverhältnis zwischen Gefahrenbewusstsein und Handlungsbereitschaft.
Erstens habe mehr als die Hälfte (53 Prozent) beklagt, dass das eigene Unternehmen nicht genügend Know-how besitzt, um mit Cyber-Bedrohungen umzugehen. Zweitens hätten nahezu 40 Prozent der Befragten bedauert, es sei „schwierig“ oder „sehr schwierig“, das Management für Investitionen in IT-Sicherheit zu gewinnen.

Handlungsbedarf besteht

Das Missverhältnis zwischen den Gefahren, die von Hacker-Angriffen und Industriespionage ausgehen, und tatsächlichen Maßnahmen zum Schutz vor Datendiebstahl sei überraschend, so Jürgen Metko, „Regional Sales Director Central Europe“ bei Akamai in Garching bei München. Viele Unternehmen seien bereits Opfer von Cyber-Angriffen geworden, die voraussichtlich einen hohen materiellen und Imageschaden angerichtet hätten. Der Aufbau eines effektiven Schutzwalls, um Angriffe rechtzeitig abzuwehren, sei daher empfehlenswert.
Laut Akamai besteht also Handlungsbedarf. Erstens sollte die IT stärker als bislang darauf achten, Sicherheits-Expertise aufzubauen – sei es durch organisatorische oder Weiterbildungsmaßnahmen bzw. über den Ausbau der Belegschaft. Zweitens müsste das Management Mittel einfacher zur Verfügung stellen – für den Wissensausbau einerseits und für wirkungsvolle Abwehrmaßnahmen gegen Cyber-Angriffe andererseits.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 09.10.2014
it-sa 2014 meldet über 7.400 Fachbesucher

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