Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von cp am Mittwoch, Februar 21, 2018 18:15 - noch keine Kommentare
DDoS-Bedrohung wächst: Defizite beim Schutz erleichtert Attacken
Das Link11 Security Operation Center hat im 3. Quartal 2017 fast 27.000 Angriffe registriert
[datensicherheit.de, 21.02.2018] Die Mehrheit der IT-Entscheider in Deutschland weiß offensichtlich, wie gefährlich DDoS-Attacken sind: Jedes dritte befragte Unternehmen (35,2 Prozent) sei in der Vergangenheit schon von DDoS-Attacken betroffen gewesen. Allein in Deutschland, Österreich und der Schweiz starteten DDoS-Angreifer jeden Monat mehrere tausend Mal Attacken auf Server oder IT-Infrastrukturen. Das Link11 Security Operation Center (LSOC) hat nach eigenen Angaben im 3. Quartal 2017 fast 27.000 Angriffe registriert – gegenüber nur 9.500 Attacken ein Jahr zuvor.
DDoS-Risiko gleichbleibend hoch
Ein Drittel der Unternehmen (37,3 Prozent) schätze das Risiko, in den kommenden zwölf Monaten von DDoS-Attacken getroffen zu werden, als „zunehmend“ ein. Mehr als die Hälfte der Firmen (57,6 Prozent) erwarte, dass die Gefahrenlage gleich (hoch) bleibt. Nur 5,1 Prozent kalkulierten mit einem „verminderten“ Risiko.
Unterschiedliche Ansätze für DDoS-Schutz
Dennoch ergriffen nicht alle Unternehmen angemessene strategische Maßnahmen, um sich vor der Gefahr zu schützen. Zwei von drei Unternehmen hätten sich schon mit dem Einsatz von DDoS-Schutzlösungen beschäftigt.
Am häufigsten setzten IT-Security-Experten auf Firewalls, um Überlastungsattacken abzuwehren (39,1 Prozent / 2016: 35,9 Prozent).
Reaktionen der betroffenen Unternehmen uneinheitlich
Wird die DDoS-Gefahr durch Erpressungen und angedrohte Attacken konkret, steige die Bereitschaft, sich mit dem Thema Schutzlösungen zu beschäftigen, zwangsläufig. So habe jedes vierte Unternehmen (21,1 Prozent) erst in einen DDoS-Schutz investiert, nachdem es eine Erpresser-E-Mail erhalten hatte. 23,7 Prozent müssten die vorhandene DDoS-Schutzlösung nur noch aktivieren.
Andere, wenn auch wenige Firmen, hofften sich zu schützen, indem sie auf die Schutzgeldforderungen eingehen, obwohl Experten empfehlen, diesen Forderungen der DDoS-Angreifer niemals zu folgen und Geld zu zahlen.
DDoS-Schutz mit unterschiedlicher Wirksamkeit
Dass nicht alle Schutzlösungen angemessene Sicherheit bieten – speziell gegen großvolumige DDoS-Angriffe – habe die überwiegende Mehrheit der Befragten zugegeben:
12,3 Prozent fühlten sich angesichts von Angriffen mit mehr als 100 Gbps „gar nicht sicher“. 56,6 Prozent seien sich „unsicher“, ob die installierten Schutzmaßnahmen sogenannte Hyper-Attacken erfolgreich abwehren können.
Weitere Informationen zum Thema:
LINK11
DDos Report
LINK11, 20.02.2018
Infografik: DDoS-Bedrohung wächst, Defizite im Schutz wachsen mit
datensicherheit.de, 24.10.2017
Kriminelle Zielsetzung verlagert sich: DDoS-Angriffe längst kein Auslaufmodell
datensicherheit.de, 24.06.2017
Finanzinstitute: Knapp die Hälfte beklagt DDoS-Angriffe auf Online-Banking-Systeme
Aktuelles, Experten - Mai 8, 2026 0:56 - noch keine Kommentare
Trilog-Verhandlungen: TÜV-Verband bewertet Einigung zum KI-Omnibus ambivalent
weitere Beiträge in Experten
- KI-Omnibus: Bitkom-Kommentar zu Kompromiss bei EU-Trilog-Verhandlungen über AI Act der EU
- Einsatz Digitaler Zwillinge durch mangelnde IT-Infrastruktur und Daten gebremst
- DSGVO-Verstoß der BVG: Berliner Datenschutzbeauftragte verwarnt Berliner Verkehrsbetriebe
- Berliner KI-Forschung: BIFOLD Day 2026 im neuen Zuhause
- Open Data Hub Day: Über das Potenzial offener Daten am 15. Mai 2026 im NOI Techpark Bozen
Aktuelles, Branche - Mai 7, 2026 0:41 - noch keine Kommentare
Vermeintlicher Tech Support: Scam-Kampagne adressiert C-Level in Unternehmen
weitere Beiträge in Branche
- IT im Spannungsfeld zwischen Effizienz und Resilienz: Ganzheitliches Lieferketten-Management als Vorbild
- Cyberresilienz: Echtzeiteinblick in das Netzwerk für zentralisierte IT-Teams
- Deepfakes: Laut BSI-Bericht überschätzen Nutzer eigene Fähigkeit zur Erkennung
- World Password Day 2026: ESET-Empfehlung zur MFA-Nutzung für zentrale Zugänge zu Netzwerken und Konten
- Einloggen statt Einbruch: Warnung vor cyberkriminellem Trend
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kommentieren