Buch – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Tue, 16 Mar 2021 20:15:17 +0000 de hourly 1 Angriff auf unsere digitale Zivilisation: Neues Sachbuch über Hacker https://www.datensicherheit.de/angriff-digital-zivilisation-neuerscheinung-sachbuch-hacker https://www.datensicherheit.de/angriff-digital-zivilisation-neuerscheinung-sachbuch-hacker#respond Tue, 16 Mar 2021 19:16:27 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=39314 Zum Schutz vor Hacker-Attacken bleiben die Autoren anonym

[datensicherheit.de, 16.03.2021] Laut einer aktuellen Meldung des Diplomatic Council (DC) ist von DC Publishing das Buch „Hacker – Angriff auf unsere digitale Zivilisation“ erschienen, dessen Autoren anonym bleiben selben, um sich selbst vor Hacker-Angriffen zu schützen. Das DC wurde nach eigenen Angaben in Den Haag, Niederlande, gegründet, und hat demnach seinen Hauptsitz in Wiesbaden. Es vereine „einen Think Tank, ein Business Network und eine Charity Foundation“ – die Mitglieder seien der festen Überzeugung, „dass Wirtschaftsdiplomatie ein tragendes Fundament für die internationale Völkerverständigung darstellt“. Bei den Vereinten Nationen sei dem DC der höchste, für eine Nicht-Regierungsorganisation erreichbare Status zugesprochen worden – der des akkreditierten Beratungsstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der UNO.

Vom Telefonbetrug bis zum heutigen Milliardengeschäft weltweit operierender Hacker-Banden

Das neue Buch „Hacker – Angriff auf unsere digitale Zivilisation“ sei angesichts der weltweiten Angriffswelle auf Computersysteme seit Anfang des Jahres 2021 an Aktualität kaum zu überbieten. Auf 448 Seiten vermittelten die Autoren einen umfassenden Einblick in die internationale Hacker-Szene.
Es würden die verschiedenen Angriffsformen mit ihren verheerenden Folgen detailliert aufgedeckt und erklärt. Das Spektrum beginne bei den Anfängen des Telefonbetrugs bis zum heutigen Milliardengeschäft weltweit operierender Hacker-Banden mit brandaktuellen Beispielen bis ins Jahr 2021 hinein.

Hacker – der Albtraum der digitalen Gesellschaft in den 2020er-Jahren

Die Autoren sollen anonym bleiben, weil sie, wie der Verlag schreibt, „andernfalls befürchten müssten, dass ihre E-Mails entschlüsselt, ihre Webseiten manipuliert, ihre Konten gehackt, ihre digitalen Identitäten gestohlen und ihre Spuren im Internet verfolgt werden“.
Weit über die heutige Bedrohungslage hinausgehend entwerfen die Autoren demnach „eine Skizze über das Gefährdungspotenzial der Zukunft“. Die Erkenntnis sei erschreckend: Cyber-Kriminalität in allen Varianten werde zum Albtraum der digitalen Gesellschaft in den 2020er-Jahren.

Zunehmende Angriffsflächen laden Hacker geradezu ein

Deutlich skizzierten die Autoren, wie unterschiedliche Entwicklungen von der digitalen Disruption und den staatlichen Datensilos über die Kritischen Infrastrukturen (KRITIS), Kryptowährungen und die biometrische Erfassung der Menschheit bis hin zur Künstlichen Intelligenz (KI) zusammenhängen – und welches enorme Gefahrenpotenzial daraus erwachse.
„Die Angriffsflächen, die unsere Gesellschaft Datendieben, Internetverbrechern und Digitalterroristen bietet, nehmen täglich zu.“ Neben Cyber-Gangstern seien Digitale Söldner im Auftrag der Staaten im Netz unterwegs, um Unruhe zu stiften und demokratische Systeme zu unterwandern. Für die Geheimdienste sei der Cyberspace zu einem Tummelplatz geworden. Der Cyber-Krieg sei längst in vollem Gange, stellen so die Autoren. Ihre Schlussfolgerung: Hacker-Angriffe bis hin zur „IT-Pandemie“ gehörten zu den größten Gefahren für unsere Zivilisation und damit für jeden einzelnen von uns.

„Hacker – Angriff auf unsere digitale Zivilisation“
Anonyme Autoren, 448 Seiten, ISBN 978-3-947818-23-5, DC Publishing

Enthalten seien zudem zahlreiche konkrete Hinweise, wie man sich schützen kann, sowie ein Lexikon der Cyber-Kriminalität.

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DSGVO auf dem Prüfstand: Verbesserungen für Bürger möglich https://www.datensicherheit.de/dsgvo-pruefstand-verbesserungen-buerger-moeglichkeit https://www.datensicherheit.de/dsgvo-pruefstand-verbesserungen-buerger-moeglichkeit#respond Fri, 02 Oct 2020 16:58:52 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=37963 Bezogen auf Datenschutzgrundsätze, Zulässigkeit der Datenverarbeitung und Rechte betroffener Personen ist die DSGVO risikoneutral

[datensicherheit.de, 02.10.2020] Als Ergebnis einer eigenen Evaluation der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) schlägt der Sprecher des „Forum Privatheit“, Prof. Dr. Alexander Roßnagel, 33 konkrete Verbesserungen des Verordnungstextes vor.

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Foto: Forum Privatheit

Prof. Dr. Alexander Roßnagel: Kleingärtner- oder Sportvereine haben dieselben Datenschutzanforderungen wie globale Großkonzerne

DSGVO sieht selbst ihre eigene regelmäßige Evaluation vor

Die DSGVO sehe selbst ihre eigene regelmäßige Evaluation vor. Vier Jahre nach Inkrafttreten und zwei Jahre nach Geltungsbeginn habe die EU-Kommission im Juni 2020 ihren ersten Evaluationsbericht vorgelegt. In diesem gehe sie aber nicht auf Schwachstellen und Verbesserungsvorschläge ein, sondern befasse sich allein mit der Umsetzung der DSGVO in der Praxis. Damit ignoriere sie die vielen Vorschläge zur Verbesserung von Mitgliedstaaten, Unionsorganen und aus der Zivilgesellschaft.
Rechtswissenschaftler des Forschungsverbunds „Forum Privatheit“ haben nach eigenen Angaben ebenfalls die Defizite der Verordnung evaluiert und machen in ihrem Buch „Datenschutz-Grundverordnung verbessern“ demnach 33 leicht umsetzbare Vorschläge, wie die DSGVO – vor allem für die Bürger – mit kleinen Änderungen nachhaltig verbessert werden kann. Das Buch könne als „Open Access E-Book“ kostenlos heruntergeladen werden.

DSGVO: Seit Inkrafttreten hat Digitalisierung in der Verarbeitung personenbezogener Daten viel verändert

Obwohl die DSGVO erst seit gut zwei Jahren angewendet werde, seien bereits zehn Jahre seit ihrem Entwurf vergangen. Seitdem habe sich durch die Digitalisierung in der Verarbeitung personenbezogener Daten viel verändert. „Die Nutzung digitaler Plattformen im Internet sowie das Eindringen der Datenverarbeitung in alle Lebensbereiche durch Smartphones und durch das Internet der Dinge haben den Umfang der Verarbeitung personenbezogener Daten stark wachsen lassen“, erläutert Professor Roßnagel, Sprecher des Forschungsverbunds und Professor für Technikrecht an der Universität Kassel.
Technologien wie „Big Data“ und Künstliche Intelligenz (KI) führten zu einer zunehmenden „Machtasymmetrie zwischen großen datenverarbeitenden Unternehmen und den Menschen, deren Daten verarbeitet werden“. Hierauf habe die DSGVO leider bisher noch keine angemessene Antwort. Denn die DSGVO sei bezogen auf Datenschutzgrundsätze, die Zulässigkeit von Datenverarbeitung und die Rechte von betroffenen Personen risikoneutral. Neutralität möge an anderer Stelle sinnvoll sein. Professor Roßnagel: „Hier aber führt es dazu, dass Kleingärtner- oder Sportvereine denselben Datenschutzanforderungen unterliegen wie globale Großkonzerne, die über eine weitaus höhere Datenverarbeitungsmacht verfügen und damit natürlich auch für die Grundrechte der einzelnen Menschen ein höheres Risiko darstellen.“

Grundrechte und Freiheiten könnten durch DSGVO-Verbesserungen gestärkt werden

Aber nicht nur dieses konzeptionelle Manko der DSGVO falle bei ihrer Evaluation auf. Es seien auch viele kleine Regelungslücken, Unklarheiten, Wertungswidersprüche, handwerkliche Fehler und Überregulierungen, die dringend behoben werden müssten. „Das Regelwerk enthält viele Kompromisse und ist oft zu abstrakt. Beides führt zu Rechtsunsicherheit, Akzeptanzproblemen, Vollzugshemmnissen, Handlungsbarrieren und Investitionshindernissen“, kritisiert Professor Roßnagel.
Laut Dr. Christian Geminn, Mag. iur., Rechtswissenschaftler an der Universität Kassel und Ko-Autor des Buches, seien Verbesserungen „zum Teil mit wenigen Änderungen im Wortlaut des Gesetzestextes möglich. Dadurch können sowohl die Effizienz und die Effektivität des Grundrechtsschutzes gesteigert wie auch die Akzeptanz des Datenschutzes erhöht werden“. Auch die innovativen Elemente der DSGVO wie Datenschutz durch Technikgestaltung, datenschutzfreundliche Voreinstellungen, Zertifizierung oder Datenschutz-Folgenabschätzung würden durch die vorgeschlagenen Konkretisierungen gewinnen. Bei anderen Elementen der Verordnung wie dem Recht auf Datenübertragung, das ursprünglich als Maßnahme zur Machtbegrenzung der großen Datenkonzerne gedacht gewesen sei, seien ebenfalls Verbesserungen sinnvoll.

Buch analysiert DSGVO vor dem Hintergrund der mehr als zweijährigen Anwendung in der Praxis

Das Buch analysiere die DSGVO vor dem Hintergrund der mehr als zweijährigen Anwendung in der Praxis, bewerte sie – vor allem aus Bürger- und Verbrauchersicht – und leite daraus 33 konkrete Verbesserungsvorschläge ab, die ermöglichten, die Ziele der Verordnung besser zu erreichen und ihre Akzeptanz zu stärken.
Ein Beispiel: „Um bei jeder Erhebung von Daten, die auch für Profiling genutzt werden sollen, die betroffene Person ausreichend über dieses zusätzliche Risiko der Datenverarbeitung zu informieren, sollten die Artikel 13 und 14 entsprechend ergänzt werden.“

Notwendige Diskussion zur Fortentwicklung der DSGVO

Die in diesem Buch präsentierten Analysen, Bewertungen und Vorschläge sollten dazu beitragen, Argumente für die notwendige Diskussion zur Fortentwicklung des Datenschutzrechts in der Europäischen Union zu liefern. Ferner solle das Buch aufzeigen, wie Grundrechte und Freiheiten in der digitalen Welt besser gefördert und geschützt werden könnten:

Roßnagel, Alexander und Christian Geminn
„Datenschutz-Grundverordnung verbessern: Änderungsvorschläge aus Verbrauchersicht“
Nomos, Baden-Baden, 2020
ISBN print: 978-3-8487-7706-8, ISBN online: 978-3-7489-2099-1

Weitere Informationen zum Thema:

Nomos eLibrary
Alexander Roßnagel, Christian Geminn: Datenschutz-Grundverordnung verbessern / Änderungsvorschläge aus Verbrauchersicht

datensicherheit.de, 23.03.2018
forum <privatheit>: Demokratie nicht einzelnen Internet-Unternehmen überlassen

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Warnung und Trost zugleich: Keine absolute Sicherheit https://www.datensicherheit.de/warnung-trost-zugleich-keine-absolute-sicherheit https://www.datensicherheit.de/warnung-trost-zugleich-keine-absolute-sicherheit#respond Wed, 16 Oct 2019 13:42:42 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=34940 Coskun Tuna – Spiritus Rector des Webmagazins „datensicherheit.de“ – veröffentlicht seine bisherige Unternehmer-Geschichte

[datensicherheit.de, 16.10.2019] Die Website „datensicherheit.de“ (ds) wird unter diese Domain seit 1998 von den beiden Herausgebern, den Brüdern Carsten J. Pinnow und Dirk Pinnow, betrieben – in jener Zeit noch als statische Web-Präsenz mit Grundsatz-Informationen eben zum bewusst so formulierten Anspruch „Datensicherheit“ sowie zu der von den beiden initiierten Kongressreihe „DatenSicherheitsTage“. Sie verdanken es der ehrenamtlichen Mitwirkung in einer Arbeitgeber-Vereinigung mit Sitz in Berlin, dass sie dabei Coskun Tuna alias „Josh“ kennenlernten, der 2009 als Spiritus Rector und Initiator den Anschub zur Umwandlung in ein dynamisches Webmagazin gab und seitdem als Ehrenmitglied der ds-Redaktion dessen Aufbau unterstützend begleitete. Josh hat 2019 auf Anregung vieler Freunde sein bewegtes Unternehmer-Leben schriftlich niedergelegt – sein Buch (als eBook und Printausgabe) ist im Herbst dieses Jahres erschienen. ds-Herausgeber Dirk Pinnow geht in diesem Beitrag auf einige zentrale Aspekte dieses inspirierenden Werkes ein.

Coskun "josh" Tuna: Buch "Sicherheit ist sekundär"

Abbildung: Coskun Tuna

Joshs Fazit: „Runter mit der rosa-roten Brille, Ärmel hochkrempeln und los geht’s!“

Anstrengung, Beharrlichkeit, Selbstvertrauen, Optimismus, aber auch Realismus gefragt

Für Josh gehört das Scheitern als Erkenntnisgewinn zu seinem letztlich erfolgreichen Werdegang: Mit dem Blick von heute sieht er diese – damals sicherlich sehr enttäuschenden und zuweilen wohl auch zumindest temporär bedrohlichen – Erfahrungen als wesentlich für seine persönliche Entwicklung als „Seriengründer und Unternehmer“ an.
Nach langen Durststrecken und vielen Ecken und Kannten in der eigenen Biographie fasste er nun nach geglückter Etablierung und Konsolidierung den Entschluss, anderen Mut zuzusprechen und an seinem eigenen Lebensweg aufzuzeigen, dass sich Anstrengung, Beharrlichkeit, Selbstvertrauen und Optimismus, indes aber auch Realismus lohnen. Ohne die persönliche Erdung, d.h. die Wiedergewinnung der Bodenhaftung durch das Erleben des eigenen Scheiterns bzw. des Abbruchs eines zuvor noch aussichtsreich erscheinenden Projektes, wird sich demnach offensichtlich keine wirkliche Unternehmerpersönlichkeit herausbilden können, welche hart erarbeitete, aber auch von Glück begünstigte nachhaltige Erfolge vorweisen kann.

Statt Leben im Penthouse zeitweise Obdach im eigenen Auto

Nach eigener Aussage war Josh „einige Zeit Polizist“ und habe „kurz vor der Verbeamtung“ gestanden, als er sich entschied, aus diesem als sicher geltenden Beschäftigungsverhältnis auszuscheren, „um Unternehmer zu werden“. Ihm sei die folgende Zeit wie eine „Bilderbuch-Gründerstory“ vorgekommen, doch die ernüchternde Realität hat ihn dann offensichtlich abrupt aus einem goldenen Traum gerissen:
Statt teurer Luxuslimousine mit Chauffeur, einem „Penthouse im angesagtesten Viertel der Stadt“ und Geld im Überfluss wurde das geplante und erhoffte „Leben in Saus und Braus“ auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt – Josh beschreibt u.a., wie er eine Weile quasi in seinem PKW habe wohnen müssen. Diese Zeit als gewissermaßen temporär Obdachloser sei von schlaflosen Nächten und ungesunden Piepgeräuschen in den Ohren geprägt gewesen – es habe Momente gegeben, in denen „kein Ausweg in Sicht“ gewesen sei.

Faszinosum Internet – Fallstricke inklusive…

Noch als Polizist war Josh über einen Partner um die Jahrtausendwende mit dem Internet in Berührung gekommen. Zwar habe das Web zu dieser Zeit verhältnismäßig eingeschränkte Möglichkeiten geboten – er sei aber „völlig aus dem Häuschen“ gewesen. Josh: „Wir waren in Goldgräberstimmung, hatten vor, aus der Internetseite ,Mitfahrzentrale.de‘, die mein Partner aus Spaß an der Freud’ gebaut hatte, eine Gelddruckmaschine zu machen.“ Er habe sich schon vor seinem geistigen Auge den Rest seines Lebens in einem „goldenen Yakuzi“ entspannen gesehen…
Es ist Josh hoch anzurechnen, dass er die wahre weitere Entwicklung nicht beschönigt – denn tatsächlich habe ihnen dann eher der „Gang nach Canossa“ bevorgestanden. „So wie es uns erging, ergeht es vielen Gründern“, sagt Josh. Im Web befinden sich demnach verschiedene Statistiken, welche tendenziell verdeutlichten, „dass es bei etwa 300.000 Neugründungen pro Jahr etwa ebenso viele Schließungen im gleichen Zeitraum gibt“.

Mut zur Lücke: Ungetrübte Einblicke in das Leben eines Gründerteams

Josh möchte trotz aller offen geschilderten Irrwege, Enttäuschungen und Risiken Gründern Mut machen ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Sein Buch möge dazu Wegleitung und Inspiration geben – es solle „ungetrübte Einblicke in das Leben eines Gründerteams geben, mit den zahlreichen Herausforderungen, die die Gründung nun mal mit sich bringt“. Joshs Appell: „Runter mit der rosa-roten Brille, Ärmel hochkrempeln und los geht’s!“ Er habe sich bewusst viel Mühe gegeben und Rücksprache mit ehemaligen Geschäftskollegen gehalten, „um das Buch so authentisch wie möglich zu schreiben“. Zudem seien aus seinem weitgefächerten persönlichen Netzwerk Anregungen und Modifikationsvorschläge gekommen.
Ich finde die offene und ehrliche Darstellung der eigenen Gedanken und Erwartungen im Kontext der jeweiligen Zeit bzw. des damals gerade anstehenden Projektes sehr sympathisch – manchmal ist es zum Schmunzeln, mal rührt es an, oft inspiriert es und zuweilen verspürt man eine gewisse Erleichterung, dass Gründungsvorhaben Zeit zum Reifen brauchen und nicht selten eben auch leider zunächst hochgeschätzte Vorhaben mit einem „Ende mit Schrecken“ zu verabschieden sind, bevor sie zu einem „Schrecken ohne Ende“ werden.

Sicherheit darf nicht einengen – sie sollte Freiheit zum bewussten Tun und Lassen gewähren

„Sicherheit ist sekundär“ – in meiner Interpretation möchte uns Josh davor warnen, Sicherheit als Selbstzweck zu betrachten; insbesondere wenn sie in Gestalt von statischer Rückwärtsgewandtheit, von vorgefertigten Mustern und Beschränkungen sowie einschüchternder Kontrolle usw. daherkommt. Er sieht Freiheit und Dynamik als entscheidende Kriterien für erfolgreiches unternehmerisches Handeln an. Hierzu erinnere ich an die drei wesentlichen Säulen der Datensicherheit: Zu oft wird heutzutage nur über Vertraulichkeit und Integrität gesprochen, aber der Aspekt der Verfügbarkeit vernachlässigt. Wenn wir diesen aber weiterfassen als nur das Vorhandensein und die Funktionalität von Soft-, Hard und Orgware zu betrachten, sondern auch die Freiheit der Entscheidung inkludieren sowie Handlungsoptionen und Ressourcen, dann kommen wir Joshs Grundüberzeugung und Botschaft wohl sehr nahe.
Sicher ist indes Folgendes: Unternehmerpersönlichkeiten müssen immer wieder Entscheidungen bei Unsicherheit (d.h. bei unzulänglicher Faktenlage) treffen und dann die Folgen des Handelns (zuweilen auch des Lassens) tragen – moralisch und u.U. auch schon mal juristisch. Um sich aber diese Freiheit zu schaffen und zu erhalten, bei der die persönliche Sicherheit ein Stück zurücktritt, sollte jedoch der sogenannte Grundschutz für das Unternehmen, die Belegschaft und die Umwelt niemals ignoriert werden, sondern kontinuierlich umgesetzt und fortentwickelt werden – hierzu gibt ja „datensicherheit.de“ seit 2009 regelmäßig aktuelle Anregungen. Wer als Gründer und Unternehmer dann die eigene Freiheit etwa vor die materielle Sicherheit eines eintönigen Lebenslaufs stellt, sollte dies mit vollem Bewusstsein tun und die Verantwortung für alle Folgen – für Fehlschläge wie für Erfolge – übernehmen. Josh zeigt uns in sehr flüssig geschilderter, unterhaltsamer Weise beispielhaft auf, wie ein solcher Lebensweg aussehen kann. Nach eigenem Bekunden bereut er nichts und sieht alle auch kaum zu beschönigenden Wendungen seines Werdegangs als Stufen einer Treppe nach oben – um im Bild zu bleiben, verweilt er eine Weile in einer neuen Etage, gestaltet diese mit Begeisterung sowie Kreativität und macht sich dann wieder auf die nächste Etappe des Aufstiegs. Vielleicht ist es ja so: Nur wer auch längere Zeit im „Keller“ verbrachte, kann irgendwann auch den erhebenden Ausblick von der „Dachterrasse“ genießen und zu schätzen wissen…

Weitere Informationen zum Thema:

Josh – Coskun Tuna
MEIN AKTUELLES BUCH / SICHERHEIT IST SEKUNDÄR

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https://www.datensicherheit.de/warnung-trost-zugleich-keine-absolute-sicherheit/feed 0
Cyber Security: Momente, Maßnahmen und Möglichkeiten https://www.datensicherheit.de/cyber-security-momente-massnahmen-moeglichkeiten https://www.datensicherheit.de/cyber-security-momente-massnahmen-moeglichkeiten#respond Tue, 23 Jul 2019 17:36:45 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=33706 Neuerscheinung zur Absicherung von Werten und sicherer Umgang mit Daten

[datensicherheit.de, 23.07.2019] Hacker lauern auf Opfer und Beute im sogenannten CyberSpace – daher ist die Absicherung von Wissen und Werten in den Unternehmen genauso wie auch ein sensibler Umgang mit Daten wichtiger denn je. In ihrem neuen Buch hat Christine Deger nicht nur Fakten zusammengestellt. Sie möchte auch aufzeigen, wie sich Unternehmen und Privatpersonen schützen können.

Christine Deger

Foto: Verlag bookboon

Christine Deger: Unternehmensberatung zur Digitalen Transformation rund um Cyber Security und agile Methoden

Cyber Security: Digitale Zukunft sicher gestalten

„Wie steht es um die Cyber-Sicherheit in Deutschland? Wie stellt sich die aktuelle Angriffslage dar? Und welche Maßnahmen ergreifen die Bundesbehörden und die Bundeswehr?“ Deger greift solche Fragen in ihrem neuen Werk auf, beabsichtigt aber, nicht nur die Fakten zusammenzustellen, sondern auch Unternehmen und Privatpersonen aufzuzeigen, wie sich sich schützen können.
Sie kennt sich demnach mit der Bedrohungslage in Deutschland bestens aus – ihre Erfahrungen aus der gelebten Praxis seien in dieses Buch eingeflossen. Die Art und Weise, wie Unternehmen sich digitalisieren, hat aus ihrer Sicht „höchste Relevanz“ – damit das gelingt, brauche es eine ganze Reihe an neuen Ideen. „Welche Maßnahmen sind minimaler Standard? Was kann, soll oder muss sowohl präventiv als auch organisatorisch gemacht werden? Und was tun im akuten Angriffsfall? Welche Prozesse sind sinnvoll und wie lassen sie sich reibungslos implementiert?“ Dazu und Zu ähnlichen Fragestellungen möchte Deger die passenden Antworten geben, um die Digitale Zukunft sicher zu gestalten.

Ziel: Sinnvolle und wirksame Verteidigungsstrategien

Die Autorin konzentriere sich dabei auf die gelebte Praxis und realistische Szenarien der Umsetzung. „Echtes Wissen kann Werte, persönlichen Daten und Privatsphäre schützen“, davon ist die Expertin überzeugt. Mit zahlreichen Praxistipps möchte sie ihre Leser motivieren, sich dem Thema Cyber Security intensiver zu widmen. Dies gelte insbesondere für Unternehmen im Rahmen der Digitalen Transformation. Die Autorin stellt Konzepte vor, um damit anschaulich zu erklären, wie der Start gelingen kann.
Als Beraterin für Cyber Security agiert Deger nach eigenen Angaben als IT-Sicherheitsbeauftragte. In ihrem Fokus steht die Frage, „wie genau Daten abgesichert werden und welche Kontrollmechanismen es gibt, um die Absicherung zu gewährleisten“. In Kooperation mit Cyberdefense-Teams kümmere sie sich gemeinsam mit anderen Experten um „sinnvolle und wirksame Verteidigungsstrategien“. So gelinge es anhand von Erfahrungswerten und fachlichem Knowhow, sinnvolle Prozesse in der Praxis einzusetzen und Cyber Security konkret anwendbar zu machen.

Praxiserfahrung aus einem Angriffen ausgesetzten Umfeld

Umfassendes IT-Wissen und der Blick auf aktuelle Entwicklungen, Kenntnis über gängige Angriffsverfahren und Knowhow zur Prozess-Implementierung in Organisationen – das alles sei von der Expertin in ihrem Buch genutzt und verarbeitet worden. Als Beraterin für Cyber Security bringe sie einen großen Erfahrungshorizont mit – und vor allem viel Praxiserfahrung aus einem solchen Angriffen bereits ausgesetzten Umfeld.
„Mein Buch gibt einen Einblick, weshalb Cyber Security so herausfordernd ist und wie verschiedene Gruppen damit umgehen. Angefangen bei der Bundesrepublik Deutschland über Unternehmen aller Größe bis hin zu Privatpersonen. Es ist mein Ansatz, klar zu machen, weshalb die Absicherung unserer Werte und ein sensibler Umgang mit unseren Daten so wichtig ist“, so Deger.

Cyber Security: Momentaufnahmen. Maßnahmen. Möglichkeiten.

Cyber Security: Momentaufnahmen. Maßnahmen. Möglichkeiten.
Christine Deger
Verlag bookboon | 75 Seiten | 8,99 Euro | ISBN: 978-87-403-2726-7

Weitere Informationen zum Thema:

bookboon.com
Cyber Security / Momentaufnahme. Maßnahmen. Möglichkeiten.

datensicherheit.de, 04.07.2019
Forcepoint Cybersecurity Report: Trends und Entwicklungen 2019 – eine erste Bilanz

datensicherheit.de, 22.06.2019
Einfluss der Cloud auf das Thema „Cybersecurity“

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https://www.datensicherheit.de/cyber-security-momente-massnahmen-moeglichkeiten/feed 0
Digitale Selbstverteidigung: Steffan Heuer gibt Tipps https://www.datensicherheit.de/digitale-selbstverteidigung-steffan-heuer-gibt-tipps https://www.datensicherheit.de/digitale-selbstverteidigung-steffan-heuer-gibt-tipps#respond Fri, 12 Jul 2019 17:30:32 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=33455 Gebrauchsanweisung „Mich kriegt ihr nicht“ erscheint im Herbst 2019

[datensicherheit.de, 12.07.2019] Eine „hilfreiche Anleitung zur digitalen Selbstbehauptung gegen raffinierte Datensammler“ will der Hamburger Murmann Verlag im Herbst 2019 auf den Markt bringen: Der Autor, Steffan Heuer, bietet demnach mit seinem Werk „Mich kriegt ihr nicht: Schritte zur digitalen Selbstverteidigung“ eine Gebrauchsanweisung, „wie wir unsere Online-Identität mit einer neuen Daten-Ethik schützen können selbst in Zeiten von Smart-Speakern wie ,Alexa, und dem Internet der Dinge.“

Steffan Heuer

Abbildung: Murmann Publishers GmbH

Steffan Heuer: Tipps zur digitalen Selbstverteidigung

Online nie allein: auf Tipp und Klick verfolgt

„Wer sich online bewegt, ist nie allein. Im doppelten Sinne“, warnt Heuer. Denn wenn wir das Leben um uns herum verfolgen wollen, nähmen wir in Kauf, dass uns Google, amazon, facebook u.a. „auf Tipp und Klick verfolgen“. Tausende Firmen profitierten davon, auf Basis unseres Kaufverhaltens, unserer Likes und Klicks Werbung und Inhalte personalisiert auszuspielen und uns zu manipulieren.
Mit jedem Datensatz würden die Produkte noch mehr unseren Vorlieben angepasst und wir nutzten sie noch häufiger – ein „weitgehend unkontrollierter Teufelskreis“.

Sich in Zeiten von Smart-Speakern und dem Internet der Dinge schützen können

Auf die Frage, ob wir uns dagegen wirklich verteidigen können, sagt Digital-Experte Heuer auch heute noch „ja!“. Sein Buch „Mich kriegt ihr nicht!“ sei eine Gebrauchsanweisung, wie wir unsere Online-Identität mit einer neuen Daten-Ethik „selbst in Zeiten von Smart-Speakern wie ,Alexa‘ und dem Internet der Dinge“ schützen könnten.
Heuer: „Denn der Kampf um unsere Daten ist noch lange nicht verloren – wir müssen den großen Diensten und Datendieben nur mit der richtigen digitalen Selbstverteidigung entgegentreten und unsere Daten konsequent verweigern, verschleiern und verschlüsseln!“

Steffan Heuer: „Mich kriegt ihr nicht: Schritte zur digitalen Selbstverteidigung“
Murmann Publishers GmbH, Hamburg
Ca. 272 Seiten, ca. 19,00 EUR, ISBN: 978-3-86774-321-1. Vsl. ab Oktober 2019 erhältlich.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 11.07.2019
IT-Sicherheit: Tipps für das Arbeiten unterwegs

datensicherheit.de, 30.05.2019
Jeder kann sich gegen Überwachung wehren

datensicherheit.de, 14.08.2017
Digitale Selbstverteidigung: Über 100.000 Schüler in Rheinland-Pfalz fit gemacht

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https://www.datensicherheit.de/digitale-selbstverteidigung-steffan-heuer-gibt-tipps/feed 0
Lexikon von App bis .zip: Digitalcourage möchte Basiswissen vermitteln https://www.datensicherheit.de/lexikon-von-app-bis-zip-digitalcourage-moechte-basiswissen-vermitteln https://www.datensicherheit.de/lexikon-von-app-bis-zip-digitalcourage-moechte-basiswissen-vermitteln#respond Mon, 11 Jun 2018 19:35:25 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=27590 Begriffserklärungen, Anleitungen, Übungen sowie Praxistipps zum sicheren und kritischen Surfen

[datensicherheit.de, 11.06.2018] Es besteht ganz offensichtlich ein Bedarf, Jugendliche und Kinder „fit fürs Netz“ zu machen, also Basiswissen zu Datenschutz und Technik in die Schulen und in die Kinderzimmer zu bringen. Jessica Wawrzyniak als Autorin hat zusammen mit dem Digitalcourage e.V. das Jugend- und Kinderlexikon „Kids digital genial“ herausgegeben:

Es erklärt auf 68 Seiten mehr als 100 Begriffe und enthält Anleitungen, Übungen sowie zahlreiche Praxistipps zum sicheren und kritischen Surfen.

Lehrkräfte könnten dieses „Lexikon von App bis .zip“ im Unterricht nutzen. Auch Eltern und Kinder hätten mit diesem Lexikon immer eine Antwort parat.

Buch: „#Kids #digital #genial – Das Lexikon von App bis .zip“
Im Buchhandel erhältlich unter ISBN: 978-3-934636-17-0

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https://www.datensicherheit.de/lexikon-von-app-bis-zip-digitalcourage-moechte-basiswissen-vermitteln/feed 0
Trügerische Sicherheit: Peter Schaars Buch erscheint am 11. September 2017 https://www.datensicherheit.de/truegerische-sicherheit-peter-schaars-buch-erscheint-am-11-september-2017 https://www.datensicherheit.de/truegerische-sicherheit-peter-schaars-buch-erscheint-am-11-september-2017#respond Tue, 22 Aug 2017 17:46:10 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=26829 Aufruf zu mehr Wachsamkeit und Widerstand

[datensicherheit.de, 22.08.2017] Der renommierte Datenschutzexperte Peter Schaar hat den Trend, dass die Angst vor Terror und Kriminalität Regierungen zur Aufrüstung des Sicherheitsapparats und zur Ausweitung der Überwachung treibt, in seinem neuen Buch „Trügerische Sicherheit“ kritisch hinterfragt. Allein im Jahr 2017 habe die Bundesregierung bislang zwölf Gesetze verabschiedet, die aller Erfahrung nach kaum geeignet seien, die Sicherheit faktisch zu steigern, diese aber grundlegende Freiheitsrechte einschränkten.

Kritik an der schleichenden Erosion des liberalen Rechtstaats

In seinem Werk, das am 11. September 2017 in der Edition Körber erscheinen soll, kritisiert Schaar die schleichende Erosion des liberalen Rechtsstaats im Namen des „Anti-Terror-Kampfes“.
Zudem mahnt er zu mehr Wachsamkeit und Widerstand – längst hätten wir uns an biometrische Passbilder, die Vorratsdatenspeicherung oder an die Ausdehnung der Videoüberwachung gewöhnt, ohne jeweils den Nutzen und die Risiken solcher Maßnahmen neu auszuloten.

Angriffe auf Grundwerte selbstbewusst entgegentreten!

Schaars Beispiele aus dem In- und Ausland unterstreichen einmal mehr, dass das staatliche Gewaltmonopol demokratisch kontrolliert werden muss.
Sein Buch sollte als Plädoyer verstanden werden, der durch Terrorangst und -gefahr bewirkten Angriffe auf die Grundwerte der offenen und freiheitlichen Gesellschaft selbstbewusst entgegenzutreten.

Weitere Informationen zum Thema:

Körber Stiftung, Peter Schaar
Trügerische Sicherheit / Wie die Terrorangst uns in den Ausnahmezustand treibt

datensicherheit.de, 15.04.2016
Zeitzeuge der Datenschutz-Geschichte: Peter Schaars Rückblick auf seine Amtszeit

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Die Datenspinne: Neues Buch von Professor Dr. Herbert Jodlbauer https://www.datensicherheit.de/die-datenspinne-neues-buch-von-professor-dr-herbert-jodlbauer https://www.datensicherheit.de/die-datenspinne-neues-buch-von-professor-dr-herbert-jodlbauer#respond Sat, 26 Mar 2016 20:22:33 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=25228 Kritischer Diskurs zum Thema „Im Netz von Google, Facebook, Alibaba und Co!“

[datensicherheit.de, 26.03.2016] FH-Prof. Dr. Herbert Jodlbauer, Studiengangsleiter des Bachelor-Studiums „Produktion und Management“ (PMT) und des Master-Studiums „Operations Management“ (OMT) an der FH OÖ Fakultät für Management, Campus Steyr, widmet sich in seinem neuen Buch „Die Datenspinne“ einem kritischen Diskurs und beschreibt das Potenzial, aber auch die Risiken von Daten. So erörtert er u.a., warum Daten als das „Öl“ der Zukunft bezeichnet werden, was wir über Daten wissen – über deren anscheinende Grenzenlosigkeit, über deren Vernetzung, über Chancen und Gefahren, über die Macht der Daten-Reichen und über die Ohnmacht der Daten-Armen…

Datenexplosion mit unmittelbaren Einfluss auf unseren Alltag

Eigentlich habe der Industrie-4.0-Experte Professor Jodlbauer ein Fachbuch über Intelligente Produktion schreiben wollen. Als dessen Konzept und Struktur feststanden, sei ihm jedoch schnell klargeworden, dass er im Vorfeld erst noch dieses Buch zum Thema Daten schreiben müsse.
„Heute werden in zwölf Stunden mehr neue digitale Daten generiert, als die gesamte Menschheit seit der Urzeit bis 1998 in Summe an Daten (alle Bücher, Filme, Bilder, …) geschaffen hat. Wenn man alle diese Daten in sehr guten PC-Speicherplatten mit einem Terabyte Speicherkapazität und Bauteilhöhe von einem halben Zentimeter aufstapelt, würde dieser Festplattenturm von der Erde bis zur Sonne reichen. Diese Datenexplosion hat unmittelbaren Einfluss auf unser tägliches Leben – beruflich sowie privat – und deshalb ist es so wichtig, sich mit diesem Thema kritisch auseinanderzusetzen“, so der Autor zu seiner Motivation.
Neben „Big Data“ schreibt Jodlbauer beispielsweise auch über die Auswirkungen von Daten auf hochangesehene Berufe. Der Computer kann schneller, verlässlicher und billiger viele Daten verarbeiten, analysieren und verdichten als der Mensch. Eine der Haupttätigkeiten von beispielsweise Ärzten oder Flugzeugpiloten ist aber genau das Analysieren großer Datenmengen. Es sei also nur eine Frage der Zeit, dass sich diese Berufe drastisch änderten oder sogar von intelligenten Maschinen ersetzt würden, erläutert Jodlbauer. Bereits heute könnten Computerprogramme qualitativ gleichwertige Diagnosen erstellen wie ein Ärzteteam oder fliege der Computer das Flugzeug genauso verlässlich wie der Mensch.

Verlierer und Gewinner im „Zeitalter Big Data“

Der Autor widmet sich auch der potenziellen Gefahr von Daten, wenn diese beispielsweise falsch interpretiert werden oder über die viel kürzere Lebenszeit der „heutigen Daten“.
Auch den Gewinnern vom „Zeitalter Big Data“ wird ein Kapitel gewidmet. So befasst er sich mit den Online-Giganten aus den USA wie Google, facebook, Apple und amazon, aber auch mit chinesischen Unternehmen wie Alibaba, welche mit einer aggressiveren Geschäftspolitik in den letzten Jahren immer mehr „auf die Überholspur“ gelangt seien.
Die heutige Datenflut verändere vieles. Fast alle Lebensbereiche seien betroffen, oftmals ohne dass der Mensch es überhaupt bemerke. Wenn die „Datenspinne“ ihre Beine ausstrecke, werde vieles aus unserem alltäglichen Leben auf die eine oder andere Weise davon betroffen sein.

 FH-Prof. DI Dr. Herbert Jodlbauer

Foto: FH OÖ, Wels (A)

„Die Datenspinne – Im Netz von Google, Facebook, Alibabab und Co!“
FH-Prof. DI Dr. Herbert Jodlbauer
Leykam Verlag, 2016, ISBN 978-3-7011-8006-6

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Buchautor Franz Kotteder: Es gibt keinen Grund zum Verzicht auf Privatsphäre https://www.datensicherheit.de/buchautor-franz-kotteder-es-gibt-keinen-grund-zum-verzicht-auf-privatsphaere https://www.datensicherheit.de/buchautor-franz-kotteder-es-gibt-keinen-grund-zum-verzicht-auf-privatsphaere#respond Wed, 16 Feb 2011 21:31:04 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=14682 Aktuelles Werk „Die wissen alles über Sie“ thematisiert auch die Volkszählung 2011

[datensicherheit.de, 1602.2011] Der Redline Verlag widmet sich in seinem Newsletter Februar 2011 dem bevorstehenden Zensus 2011:
Fast täglich würden wir unsere persönlichen Daten freiwillig oder unfreiwillig hergeben – und damit selbst den Datenschutz aushebeln, so Redline. Kundenkarten, Internetbestellungen und Rabattsysteme sorgten dafür, dass Unternehmen komplette Datenprofile über ihre Kunden erstellen könnten. Soziale Netzwerke verleiteten dazu, persönliche Angaben aller Art freiwillig ins Internet zu stellen.
Der Autor Franz Kotteder möchte die Bürger nun aus ihrer Unmündigkeit befreien – er sei überzeugt, dass es keinen Grund gebe, auf Privatsphäre zu verzichten. Sein aktuelles Buch „Die wissen alles über Sie“ zeigt die Gefahren des Identitätsdiebstahls und der Bürgerüberwachung auf. Zur aktuellen Volkszählung zum Stichtag 9. Mai 2011 werden darin grundsätzliche Informationen gegeben. So müsse etwa jeder zur Befragung Ausgewählte 46 Fragen beantworten – neben jenen zum Alter, zur Schulbildung, zum Beruf, zur Wohnsituation oder zu Lebenspartnern kämen auch solche über einen möglichen „Migrationshintergrund“ oder die Arbeitsfähigkeit vor. Von den mehr als 80 Millionen Menschen in Deutschland würden hierzu 7,9 Millionen über ein Zufallsverfahren für die Haushaltebefragung ausgewählt, um direkt Auskunft zu geben. Außerdem würden rund 17,5 Millionen Haus- und Wohnungseigentümer befragt, so dass am Ende etwa ein Drittel der Bevölkerung Auskunft geben müsse. Es bestehe übrigens eine Auskunftspflicht – wer sich weigere, gegen den könne ein Bußgeld bis zu 5.000 Euro verhängt werden, wobei sich die Behörden nach eigenen Angaben in der Regel aber auf rund 300 Euro beschränken wollten.
Kotteder thematisiert auch die Bedenken gegen den Zensus 2011. Es könnten etwa selbst nach Löschung der Identifikationsnummer mit Hilfe von spezieller Software die verbleibenden Daten dazu genutzt werden, Persönlichkeitsprofile zu erstellen, so einer der Kritikpunkte. Im schlimmsten Fall könnte nach einem großen Terroranschlag in der Dimension des 11. September 2001 die politische Bereitschaft groß sein, die Daten doch auch zur Rasterfahndung heranzuziehen. Ferner könnten sich Cracker Zugriff zu den zusammengeführten Daten verschaffen und hätten damit die größte und kompletteste Datensammlung Deutschlands in der Hand.

© Redline Verlag

© Redline Verlag

Das Buch zur Volkszählung 2011 von Franz Kotteder

Weitere Informationen zum Thema:

Redline Verlag
Franz Kotteder / Die wissen alles über Sie / Wie Staat und Wirtschaft Ihre Daten ausspionieren – und wie Sie sich davor schützen (Inhalt)

Redline Verlag
Franz Kotteder / Die wissen alles über Sie / Wie Staat und Wirtschaft Ihre Daten ausspionieren – und wie Sie sich davor schützen (Leseprobe)

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Viele Akten aus der Zeit des Kalten Krieges bis heute verschlossen https://www.datensicherheit.de/viele-akten-aus-der-zeit-des-kalten-krieges-bis-heute-verschlossen https://www.datensicherheit.de/viele-akten-aus-der-zeit-des-kalten-krieges-bis-heute-verschlossen#comments Tue, 15 Sep 2009 23:26:06 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=6950 Buchvorstellung HAUPTSTADT DER SPIONE im AlliiertenMuseum Berlin

[datensicherheit.de, 15.09.2009] Im ehemaligen „Outpost Theater“ der US-Army im heutigen AlliiertenMuseum wurde am 15. September 2009 das Buch „HAUPTSTADT DER SPIONE“ vorgestellt:
Dr. Helmut Trotnow, der Direktor des AlliiertenMuseums merkte in seinem Grußwort an, dass in Berlin – gewissermaßen die heißeste Front im sogenannten Kalten Krieg – die Geheimdienste beider Seiten eifrig Nachrichten sammelten, um ihre jeweiligen Regierungen über das „Leben auf der anderen Seite“ zu informieren. So seien diese in die Lage versetzt worden, vernünftige oder doch zumindest fundierte Entscheidungen zu treffen – das habe dann wohl auch den Frieden erhalten.

© datensicherheit.de

© datensicherheit.de

Buchvorstellung im ehemaligen „Outpost Theater“ der US-Army

Wieland Giebel, Leiter des Berlin Story Verlag stellte das neue Werk als Teil der Berlin-Reihe seines Hauses vor.
Der Moderator, Dr. Dominik Geppert, erinnerte an die von der Geschichtsschreibung sogenannte Operation Gold, den Bau eines Spionagetunnels zum Abhören sowjetischer Telefonleitungen, die von Anfang an durch den Doppelagenten George Blake verraten wurde. Aber offenbar zu dessen Schutz hätten die Sowjets von 1953 bis 1956 mit der Enttarnung des Tunnels gewartet. Dabei sei ein Trend zu erkennen: Während die Sowjets vor allem auf „human intelligence“ durch menschliche Spione gesetzt hätten, sei auf US-Seite zunehmend auf den Einsatz von Technologie, wie etwa Flugzeuge und später Satelliten, vertraut worden.
Der His­toriker Bernd von Kostka, neben dem Journalisten Sven Felix Kellerhoff einer der Autoren des Werkes, stellte den Bau der Berliner Mauer 1961 als eine geschichtliche Zäsur für die Spionagetätigkeiten in Berlin dar. In den 1950er Jahren habe die CIA in der DDR noch über gut bezahlte Informanten verfügt – die dann allerdings bei einem Mangel an echten Nachrichten ob der lukrativen Marktsituation schlicht erfundene Berichte verkauft hätten. Berlin wie Wien hätten damals als die „Produktionsstätten“ erfundener Nachrichten gegolten – führende US-Geheimdienstvertreter seien davon ausgegangen, dass mindestens die Hälfte des erworbenen Materials Fälschungen gewesen seien.
Kellerhoff machte deutlich, dass sich das vorliegende Buch auf die nachrichtendienstliche Tätigkeit der Geheimdienste konzentriere. Die Aktenlage sei schwierig, denn ein Großteil der Bestände der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) der DDR sei zu Wendezeiten in einem gewaltigen Kraftakt in die Reißwölfe gewandert. In den rund 120 Aktenkilometern der Birthler-Behörde seien nun noch vereinzelte HVA-Akten zu finden. Grundsätzlich gelte, dass jede Geheimdienst-Akte kritisch zu hinterfragen sei, denn Desinformation sei den Diensten systemimmanent; zuweilen dienten Dokumentationen auch der eigenen Selbstdarstellung.
Die Briten hielten übrigens bis heute Akten über den Spionagetunnel unter Verschluss – so rankten sich bis heute auch viele erfundene Geschichten um dieses Relikt des „Kalten Krieges“, ergänzte von Kostka.

Weitere Informationen zum Thema:

BERLIN STORY BUCHHANDLUNG & VERLAG
Sven Felix Kellerhoff/Bernd von Kostka / Hauptstadt der Spione / Geheimdienste in Berlin im Kalten Krieg

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