Geopolitik – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Wed, 22 Apr 2026 11:51:21 +0000 de hourly 1 Phishing-Bedrohung: Geopolitische Krisen als Aufhänger für Hacker-Attacken https://www.datensicherheit.de/phishing-bedrohung-geopolitik-krisen-aufhaenger-hacker-attacken Fri, 24 Apr 2026 22:39:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54113 Die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten zeigen aktuell auf, wie schnell und koordiniert Hacker auf weltpolitische Ereignisse reagieren, um Social-Engineering-Kampagnen anzupassen

[datensicherheit.de, 25.04.2026] Kriegerische Auseinandersetzungen veränderten nicht nur geopolitische Kräfteverhältnisse, sondern schafften auch ein Klima der Unsicherheit bei Unternehmen auf der ganzen Welt, welche Cyberkriminelle systematisch für ihre Zwecke instrumentalisierten. „Die militärische Eskalation im Nahen Osten zeigt einmal mehr, wie schnell und wie koordiniert Hacker auf weltpolitische Ereignisse reagieren, um ihre Social-Engineering-Kampagnen anzupassen, so Dr. Martin J. Krämer, „CISO Advisor“ bei KnowBe4, in einer aktuellen Stellungnahme. Für Unternehmen bedeutet dies demnach, dass sich die Bedrohungslage in direkter Wechselwirkung mit dem aktuellen Nachrichtengeschehen entwickelt. Befeuert durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) erreichten diese Phishing-Angriffe mittlerweile eine beispiellose Geschwindigkeit und qualitative Präzision.

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Foto: KnowBe4

Dr. Martin J. Krämer: Nachrichten, die unmittelbaren Handlungsbedarf suggerieren, etwa zur Freigabe von Zahlungen oder zur sofortigen Prüfung von Dokumenten, sollten als Warnsignal gewertet werden!

Krisen als Verstärker der Wirksamkeit von „Social Engineering“ für Hacker

Angriffe auf die menschliche Entscheidungsebene entfalteten besonders dann Wirkung, „wenn sich das Opfer in einem Zustand erhöhter Anspannung oder Ablenkung befindet“.

  • Weltweite Krisen wie Pandemien, Naturkatastrophen oder bewaffnete Konflikte dienten Kriminellen daher regelmäßig als Rahmen, um Dringlichkeit zu simulieren, Vertrauen zu erschleichen und Sicherheitsmechanismen zu umgehen.

„Aktuelle Beobachtungen aus der Region zeigen, dass sich dieses Muster im Zuge des Nahost-Konflikts erneut bestätigt“, warnt Krämer.

Deutlicher Anstieg der Hacker-Angriffsaktivität

Untersuchungen des Cybersicherheitsunternehmens Bitdefender belegten einen signifikanten Anstieg gezielter Phishing-Aktivitäten nach Beginn der militärischen Auseinandersetzungen: „In den Wochen nach den ersten US-israelischen Angriffen auf iranisches Territorium Ende Februar 2026 verzeichneten die Forscher einen Anstieg manipulierter E-Mails in den Golfstaaten um rund 130 Prozent, wobei die Spitzenwerte zeitweise das Vierfache des üblichen Niveaus erreichten.“

  • Die Analyse zeige, dass es sich dabei nicht um vereinzelte opportunistische Aktionen handele, sondern um koordinierte, dynamisch angepasste Kampagnen. Angreifer reagierten in Echtzeit auf die sich verändernde Nachrichtenlage und nutzten die wirtschaftlichen Störungen, insbesondere im regionalen Schifffahrts- und Handelsverkehr, als glaubwürdige Tarnung.

Als Köder dienten vor allem geschäftlich relevante Formate wie Rechnungen, Verträge, Bankdokumente und Lieferbenachrichtigungen. „Während staatlich gesteuerte Akteure in der Region ebenfalls aktiv sind, geht Bitdefender davon aus, dass der überwiegende Teil des Anstiegs auf finanziell motivierte Kriminelle zurückzuführen ist.“

Empfehlungen für Unternehmen und Anwender zur Abwehr von Hacker-Angriffen

Organisationen sollten ihre Mitarbeiter gezielt für krisenbedingte Social-Engineering-Angriffe sensibilisieren. Unerwartete Anhänge, auch von vermeintlich vertrauten Absendern, sollten grundsätzlich mit Vorsicht behandelt und im Zweifel über einen unabhängigen Kanal verifiziert werden. Dateiformate wie „.eml“, „.jar“, „.rar“ oder „.hta“ seien dabei ebenso als potenziell gefährlich einzustufen wie klassische ausführbare Dateien.

  • „Komprimierte Archive aus unbekannten Quellen gelten als besonders verbreiteter Umgehungsvektor für Sicherheitsfilter.“

Krämer führt aus: „Nachrichten, die unmittelbaren Handlungsbedarf suggerieren, etwa zur Freigabe von Zahlungen oder zur sofortigen Prüfung von Dokumenten, sollten als Warnsignal gewertet werden!“ Vor dem Öffnen von Links empfiehlt sich demnach die Überprüfung der tatsächlichen Zieladresse. Finanzielle oder rechtlich relevante Anfragen sollten stets über offizielle, unabhängige Kanäle bestätigt werden.

Hacker-Angriff zielen zunehmend auf persönliche Konten

Dass sich diese Entwicklung längst nicht mehr auf Unternehmenssysteme beschränke, belege ein prominenter Vorfall aus den USA: „Eine dem Iran zugerechnete Gruppierung drang in ein privates E-Mail-Konto von FBI-Direktor Kash Patel ein und veröffentlichte daraus stammende Fotos und Dokumente.“

  • Die Realität sei, dass Angreifer zunehmend persönliche Konten ins Visier nähmen – mit dem Ziel der Rufschädigung und potenziell auch der Erpressung. Der Schutz von Führungskräften und exponierten Mitarbeitern müsse daher konsequent über den beruflichen Kontext hinausgedacht werden.

Krämers Fazit: „Unternehmen sind gut beraten, ihre Sicherheitsstrategie um eine kontinuierliche, realitätsnahe Sensibilisierung aller Mitarbeitenden zu ergänzen, die sowohl berufliche als auch private digitale Verhaltensweisen einbezieht: Nur wer das menschliche Urteilsvermögen als integralen Bestandteil der Cyber-Verteidigung begreift, kann auch in der aktuellen Bedrohungslandschaft Schritt halten!“

Weitere Informationen zum Thema:

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KnowBe4 News und Wissenswertes

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Dr. Martin J. Krämer

Bitdefender, Alina BÎZGĂ, 25.03.2026
War in the Middle East Triggers Surge in Phishing and Malware Campaigns Targeting Gulf Countries

datensicherheit.de, 27.03.2026
Iran-Krieg als Aufhänger: Cyberkriminelle missbrauchen geopolitische Ereignisse für Malware-Attacken auf Geschäftskommunikation / „Bitdefender Labs“ melden Zunahme opportunistischer Malware-Cyberkriminalität zu geschäftlichen Abläufen in Echtzeit

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DDoS-Angriffe: Zunahme technischer Eskalation in der DACH-Region mit Deutschland als Spitzenziel https://www.datensicherheit.de/ddos-angriffe-zunahme-technisch-eskalation-dach-region-deutschland-spitzenziel Mon, 23 Mar 2026 23:57:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=53408 In der zweiten Jahreshälfte 2025 hat NETSCOUT weltweit mehr als acht Millionen DDoS-Angriffe registriert

[datensicherheit.de, 24.03.2026] Der neue „NETSCOUT DDoS Threat Intelligence Report“ dokumentiert laut NETSCOUT eine dramatische Verschärfung der Cyberbedrohungslage durch „hacktivistische Aktivitäten“ und die Nutzung von DDoS-Attacken als präzisionsgelenkte Waffen mit geopolitischem Einfluss: In der zweiten Jahreshälfte 2025 wurden demnach weltweit mehr als acht Millionen DDoS-Angriffe registriert. Besonders auffällig sei der Druck auf Kritische Infrastrukturen (KRITIS) – ausgelöst durch „Hacktivisten“, DDoS-for-hire-Dienste und Botnetze.

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Abbildung: NETSCOUT

„NETSCOUT DDoS Threat Intelligence Report“: Dramatische Verschärfung der Cyberbedrohungslage durch „hacktivistische Aktivitäten“ und Nutzung von DDoS-Attacken als präzisionsgelenkte Waffen mit geopolitischem Einfluss

In Deutschland sind Rechenzentren und Hosting-Dienste am stärksten betroffen

Die DDoS-Bedrohungslage in der sogenannten DACH-Region (Deutschland-Österreich-Schweiz) zeige im Jahr 2025 eine deutliche strukturelle Verschiebung, bei der sich der Fokus zunehmend von massenhaften Volumenangriffen hin zu leistungsstärkeren und strategisch eingesetzten Angriffsszenarien verlagere.

  • DDoS-Angriffe hätten es insbesondere auf digitale Kerninfrastrukturen abgesehen, wobei „Computing Infrastructure Provider“ wie Rechenzentren, Hosting- und Datenverarbeitungsdienste mit mehr als 70.000 registrierten Angriffen mit deutlichem Abstand an der Spitze stünden.

Dahinter folgten kabelgebundene Telekommunikationsanbieter mit 28.981 sowie Mobilfunkanbieter mit 21.524 Angriffen. Die Angriffsfrequenz sei damit eindeutig dort am höchsten, wo Störungen eine maximale Breitenwirkung entfalten können.

Unterschiedliche DDoS-Belastungsmuster in der DACH-Region

Dass auch transport- und mobilitätsnahe Infrastrukturen zunehmend ins Visier gerieten, habe Anfang 2026 der DDoS-Angriff auf die Deutsche Bahn (DB) gezeigt. Diese Attacke erfolgte laut Unternehmensangaben in mehreren Wellen. Betroffen gewesen seien insbesondere die Auskunfts- und Buchungssysteme – darunter die Website „bahn.de“ sowie die App „DB Navigator“.

  • Zwar zähle der Mobilitätssektor nicht zu den drei dominierenden Telekommunikations- oder Hosting-Kategorien, gehöre jedoch in Deutschland zu den am stärksten angegriffenen Branchen außerhalb der klassischen Netz- und Infrastruktursegmente.

In der Schweiz sei im Jahr 2025 ein leichter Anstieg von rund vier Prozent vom ersten auf das zweite Halbjahr auf insgesamt 43.466 Angriffe zu verzeichnen. Deutlich markanter sei jedoch die Angriffsdauer im zweiten Halbjahr 2025 (106,45 Minuten), welche die Vergleichswerte in Österreich und Deutschland übertreffe.

Kabelgebundene Anbieter in Österreich deutlich an erster Stelle

Für Österreich zeige sich ein etwas anderes Muster als in der Schweiz: Dort dominiere klar die Angriffsfrequenz bei kabelgebundenen Netzbetreibern, während die längsten Angriffe auf digitale Infrastruktur- und Hosting-Anbieter zielten. Mit 13.867 Angriffen stünden kabelgebundene Anbieter deutlich an erster Stelle und die Angriffe seien zahlreich, aber eher kurz bis mittellang angelegt.

  • Dies spreche für wiederkehrende, volumenbasierte Störversuche gegen klassische Netzbetreiber. Anbieter von IT-Infrastruktur folgen auf Platz 2, mobile Netzbetreiber auf Platz 3 – das Muster entspreche damit dem regionalen Trend. Trotz unterschiedlicher Schwerpunkte konzentrierten sich DDoS-Angriffe in allen drei Ländern auf systemrelevante Telekommunikations- und Infrastruktursektoren.

Dass DDoS-Angriffe im Umfeld internationaler Großereignisse zusätzliche Dynamik entfalten könnten, hätten die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina bestätigt: „Im Rahmen einer Angriffswelle der pro-russischen Gruppe ,NoName057‘ war unter anderem die Website des Österreichischen Olympischen Comités (ÖOC) zeitweise betroffen und für rund eine Stunde lahmgelegt.“

Qualitative Verschiebung der Bedrohungslage in der DACH-Region

Der aktuelle „NETSCOUT Threat Intelligence“-Bericht zeige, dass die DDoS-Entwicklung 2025 in der DACH-Region weniger von reiner Quantität, sondern mehr von qualitativer Eskalation geprägt gewesen sei. Multi-Vektor-Angriffe gehörten weiterhin zum festen Bestandteil des DDoS-Geschehens, so dass unterschiedliche Angriffsmethoden kombiniert und teils während der laufenden Attacke angepasst würden, um Erkennungs- und Abwehrmechanismen zu umgehen.

  • Der zunehmende Einsatz KI-gestützter Werkzeuge senke zudem die technische Einstiegshürde für bestimmte Angriffstypen, denn Botnet-Steuerung oder Schwachstellenanalysen ließen sich stärker automatisieren.

„Large Language Models“ (LLMs) – im DarkWeb-Umfeld als „Dark LLMs“ genutzt – beschleunigten diese Abläufe zusätzlich und erleichterten die operative Umsetzung. Angesichts der technologischen Fortschritte im Bedrohungsumfeld seien intelligente und zunehmend autonome Verteidigungsmaßnahmen erforderlich, um systemische Betriebsstörungen wirksam zu begrenzen.

Weitere Informationen zum Thema:

NETSCOUT
ABOUT US: We are the Guardians of the Connected World.

NETSCOUT
Unmasking the Swarm: The Evolving Tactics of Botnet-Driven DDoS Attacks / DDoS Threat Intelligence Report / Issue 16: Findings from 2H 2025

datensicherheit.de, 20.02.2026
DDoS-Angriffe wie vor Kurzem auf die DB können Vertrauen der Kunden untergraben / Der jüngste Cyberangriff auf die DB Bahn zeigte abermals, wie angreifbar selbst zentrale Akteure der Kritischen Infrastruktur im Digitalen Raum sind

datensicherheit.de, 09.05.2025
Welle von DDoS-Angriffen: Deutsche Stadtportale im Visier / Häufung von DDoS-Attacken, bei denen Server durch Flut automatisierter Anfragen gezielt überlastet werden

datensicherheit.de, 16.10.2024
DACH-Region: Alarmierende Zunahme der DDoS-Angriffe / Deutschland laut „NETSCOUT DDoS Threat Intelligence Report“ am stärksten von DDoS-Attacken betroffen

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Hybride Kriegsführung im Digitalzeitalter: KI-Systeme und Lieferketten als Teil der strategischen Angriffsfläche https://www.datensicherheit.de/hybrid-kriegsfuhrung-digitalzeitalter-ki-systeme-lieferketten-strategische-angriffsflaeche Thu, 05 Mar 2026 23:35:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=52993 Ismael Valenzuela kommentiert die zunehmende Bedeutung hybrider Kriegsführung, KI-gestützter Systeme und Lieferketten im Kontext geopolitischer Eskalationen

[datensicherheit.de, 06.03.2026] Aktuelle Entwicklungen rund um den Iran zeigen aktuell offensichtlich auf, wie eng geopolitische Spannungen und Cyberoperationen inzwischen miteinander verwoben sind. Ismael Valenzuela, „VP of Threat Intelligence Research“ bei Arctic Wolf, geht in seiner aktuellen Stellungnahme auf die zunehmende Bedeutung hybrider Kriegsführung, KI-gestützter Systeme und Lieferketten im Kontext geopolitischer Eskalationen ein.

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Foto: Arctic Wolf

Ismael Valenzuela warnt: Bereits subtile Manipulationen von Eingaben oder „Workflows“ können erhebliche Auswirkungen auf Beschaffung, Logistik und Reaktionsfähigkeit haben!

OT, Rechenzentren, KI-Integrationsschichten und Informations-„Ökosysteme“ Teil des umkämpften Raums

„Was wir derzeit beobachten, ist hybride Kriegsführung in großem Maßstab – koordinierte kinetische Operationen gegen den Iran, vorbereitende Cyberaktivitäten sowie eine zu erwartende Welle iranischer und durch Stellvertreter geführter Einflusskampagnen, die die Grenzen zwischen militärischem Konflikt und zivilem Umfeld zunehmend verschwimmen lassen“, kommentiert Valenzuela.

  • Organisationen weltweit müssten also davon ausgehen, dass ihre „Operational Technology“ (OT), Rechenzentren, KI-Integrationsschichten und Informations-„Ökosysteme“ Teil dieses umkämpften Raumes seien – „unabhängig davon, ob sie sich selbst als ,Ziel‘ betrachten oder nicht“.

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Kriegsführung sei längst keine theoretische Annahme mehr. „Wenn geopolitische Spannungen zunehmen, werden digitale Steuerungsebenen – insbesondere jene, die mit Automatisierung und Entscheidungsunterstützung verknüpft sind – zu strategischem Terrain!“, betont Valenzuela. Die Integrationsschichten, welche KI-Agenten mit internen Systemen, APIs und externen Datenquellen verbinden, zählten inzwischen zur Kritischen Infrastruktur (KRITIS).

KI-Framework bzw. -Anbieter per se weniger entscheidend als deren konsequente Kontrolle

Da Automatisierungsschichten über persistente Kontextinformationen verfügten und direkten Zugriff auf operative Systeme erhielten, entstünden faktisch neue angreifbare Steuerungsebenen. „Bereits subtile Manipulationen von Eingaben oder ,Workflows’ können erhebliche Auswirkungen auf Beschaffung, Logistik und Reaktionsfähigkeit haben.“

  • Das eigentliche Risiko liege daher nicht darin, welches KI-Framework oder welchen Anbieter ein Unternehmen bevorzugt, sondern darin, „ob diese integrierten Entscheidungsunterstützungs-Systeme mit derselben Strenge erfasst, überwacht und auf Belastbarkeit getestet werden wie die Netzwerke und Umgebungen, die sie beeinflussen“.

Valenzuela gibt zu bedenken: „Wenn Organisationen auf staatliche Systeme, globale Zulieferer oder automatisierungsgetriebene Entscheidungsprozesse angewiesen sind, müssen diese Abhängigkeiten dokumentiert, kontinuierlich neu bewertet und ausdrücklich in Krisensimulationen einbezogen werden!“

KI-basierte Kompromittierung der Lieferkette als Teil der Risikobewertung

Denn diese Operationen zur Einflussnahme würden zunehmend nicht nur Menschen direkt ins Visier nehmen, sondern vor allem jene Systeme, die Menschen informieren und ihre Entscheidungen prägen.

  • Am stärksten werde sich dieser Wandel in den Lieferketten bemerkbar machen: „Exportkontrollen werden verschärft, Beschränkungen für Seltene Erden ausgeweitet, und Lieferkettenstrukturen werden immer kleinteiliger.“ Damit erweitere sich nun auch die Angriffsfläche: „Sie umfasst nicht mehr nur Code und Hardware, sondern auch Daten und KI-gestützte Prozesse, die darüber entscheiden, welche Komponenten von wem und unter welchen Rahmenbedingungen beschafft werden.“

In diesem Kontext könne eine Kompromittierung der Lieferkette zu manipulierten Firmware- oder Software-Updates, verfälschten Lieferanteninformationen oder durch KI verzerrte Risikobewertungen führen, welche kritische Abhängigkeiten unbemerkt in Einflussbereiche gegnerischer Akteure zu verschieben drohten.

Weitere Informationen zum Thema:

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datensicherheit.de, 23.10.2025
Wenn die Software-Lieferkette ins Visier gerät: Effektives Schwachstellen-Management vorhalten / Cyberangriffe gehören längst zur Normalität – besonders kritisch wird es indes, wenn Täter einzelne Komponenten der Software-Lieferkette attackieren

datensicherheit.de, 31.07.2025
DORA – Europäische Union präzisiert Umgang mit Lieferketten-Risiken / Die Europäische Kommission hat Anfang Juli eine Ergänzung zur Verordnung über die digitale operationale Resilienz im Finanzsektor (DORA) in Form finaler technischer Regulierungsstandards (RTS) veröffentlicht. Damit konkretisiert sie Anforderungen an das Risikomanagement oftmals komplexer IKT-Lieferketten im durch DORA regulierten Bereich. Im Fokus stehen dabei Untervergaben. Der TÜV SÜD fasst die wichtigsten Punkte praxisorientiert zusammen.

datensicherheit.de, 02.06.2025
Die Angst vor dem schwächsten Glied: Cybersicherheit in der Lieferkette / Laut einer aktuellen Umfrage von Sophos haben die meisten der leitenden Manager Bedenken, dass die Integrität ihres Unternehmens durch Cybergefahren entlang der Lieferkette beeinträchtigt werden kann

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Cybersecurity bedroht: Verschärfung der Cyberrisiken infolge globale Spannungen https://www.datensicherheit.de/cybersecurity-bedrohung-verschaerfung-cyberrisiken-folge-globale-spannungen Sat, 28 Feb 2026 23:20:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=52895 Internationale Zusammenarbeit und ausgefeilte Sicherheitsstrategien werden zur entscheidenden Basis umfassender Cybersecurity

[datensicherheit.de, 01.03.2026] Clare Loveridge, „Vice President & General Manager EMEA“ von Arctic Wolf, kommentiert die Auswirkungen der aktuellen Weltlage auf Fragen der Cybersecurity und Souveränität: „Die geopolitischen Spannungen weltweit bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Cybersicherheit! Während Staaten ihre technologische und strategische Souveränität ausbauen, gerät der internationale Austausch sicherheitsrelevanter Informationen zunehmend unter Druck.“ Sie warnt: „Werden Erkenntnisse zu Schwachstellen oder aktuellen Angriffsmustern nicht länderübergreifend geteilt, schwächt dies die kollektive Verteidigungsfähigkeit aller verbündeter Staaten! Denn Cyberkriminalität operiert unabhängig von Landesgrenzen, Zeitzonen oder regulatorischen Zuständigkeiten.

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Foto: Arctic Wolf

Clare Loveridge: Die geopolitischen Spannungen weltweit bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Cybersicherheit!

Cybersecurity erfordert grenzüberschreitend enge Abstimmung und kontinuierliche Kooperation

Wirksame Cybersicherheit erfordere deshalb enge Abstimmung und kontinuierliche Kooperation über Regionen hinweg. „Vor allem, da sich Angriffe nicht an geographischer Nähe orientieren – im Cyberspace sind alle Ziele gleichermaßen erreichbar!“

  • Die Intensität der Angriffe nehme in vielen (europäischen) Ländern spürbar zu, was auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in seinem Jahresbericht zur IT-Sicherheitslage in Deutschland bestätigt habe. Regierung, Wirtschaft und Unternehmen sehen sich demnach mit höheren Angriffszahlen, schnellerer Eskalation und teils erheblichen finanziellen Folgen konfrontiert.

So habe sich bei Angriffen im vergangenen Jahr Folgendes gezeigt: „Unternehmensdaten wurden teils in weniger als 90 Minuten verschlüsselt“ – dies sei eine Erkenntnis aus dem „Arctic Wolf Security Operations Report 2025“. Datensicherung biete folglich keine Garantie für Resilienz: Entscheidend sei daher nicht nur die Existenz technischer Schutzmaßnahmen, sondern die Fähigkeit, im Ernstfall koordiniert und zügig zu handeln.

Cybersecurity als Daueraufgabe: Cyberrisiken allgegenwärtig und ohne Ruhezeiten

Vor dem Hintergrund einer globalisierten und rund um die Uhr aktiven Bedrohungslandschaft werde deutlich: „Cybersicherheit muss international gedacht und kontinuierlich umgesetzt werden!“ Organisationen seien gefordert, ihre Sicherheitsarchitektur an diese Realität anzupassen.

  • Professionelle „Security Operations“-Anbieter könnten Unternehmen dabei unterstützen, Bedrohungen stetig zu überwachen, Vorfälle schnell einzuordnen und im Krisenfall handlungsfähig zu bleiben – als ergänzende Instanz zu internen Teams und als wichtiger Baustein für nachhaltige Cyberresilienz.

Loveridges Fazit: „Schlussendlich sind Cyberrisiken heute jedoch allgegenwärtig und kennen keine Ruhezeiten. Die angemessene nachhaltige Antwort darauf ist ein Sicherheitsmodell, das dieser Realität gerecht wird – eines, das globale Transparenz, kontinuierliche Betriebsbereitschaft und menschliche Expertise vereint, um Bedrohungen in Echtzeit zu erkennen, zu analysieren und darauf zu reagieren.“

Weitere Informationen zum Thema:

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Clare Loveridge

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2025 Security Operations Report

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2025

datensicherheit.de, 12.02.2026
eco-Forderung: EU sollte als Einheit auftreten und Europas digitale Wettbewerbsfähigkeit stärken / Der eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. hat anlässlich des „EU-Gipfels“ vom 12. Februar 2026 appelliert, ein klares Signal für europäische Einheit und digitale Wettbewerbsfähigkeit zu setzen

datensicherheit.de, 08.02.2026
Strategische Notwendigkeit: Die drei Grundpfeiler Digitaler Souveränität Europas / Digitale Souveränität ist die Fähigkeit, als Organisation in Europa handlungsfähig zu bleiben – selbst wenn globale Lieferketten reißen oder politische Spannungen digitale Datenflüsse unterbrechen

datensicherheit.de, 30.11.2025
Handlungsbedarf: Digitale Souveränität von strategischer Relevanz für Unternehmen / Zunehmendes Streben nach echter Digitaler Souveränität – Unternehmen fordern die Kontrolle über ihre Daten, ihre „Cloud“-Infrastruktur und ihren technologischen Kurs zurück

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Strategische Notwendigkeit: Die drei Grundpfeiler Digitaler Souveränität Europas https://www.datensicherheit.de/strategie-notwendigkeit-3-grundpfeiler-digital-souveranitat-europa Sat, 07 Feb 2026 23:20:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=52371 Digitale Souveränität ist die Fähigkeit, als Organisation in Europa handlungsfähig zu bleiben – selbst wenn globale Lieferketten reißen oder politische Spannungen digitale Datenflüsse unterbrechen

[datensicherheit.de, 08.02.2026] Seit Jahren wird nun über Digitale Souveränität Europas diskutiert – bisher meist eher nur als ein theoretisches Ideal. Doch die aktuelle geopolitische Lage hat das Thema 2026 offenbar zur existenziellen Geschäftsbedingung gemacht: Heute umfasst Digitale Souveränität weit mehr als nur einen IT-Standard oder Datenschutz-„Compliance“. Es ist die Fähigkeit, als Organisation handlungsfähig zu bleiben, wenn globale Lieferketten reißen oder politische Spannungen den digitalen Datenfluss unterbrechen.

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Foto: FTAPI

Ari Albertini betont: Echte Unabhängigkeit entsteht dort, wo wir in Europa die Kontrolle über unsere technologische Substanz zurückgewinnen!

„Cyber Dominance“ ausländischer Akteure vs. Digitale Souveränität Europas

Für Unternehmen und Behörden nimmt das Thema heute zwingende Bedeutung an, da Software-Abhängigkeiten zunehmend als politische Hebel eingesetzt werden könnten. Wer nämlich Kritische Infrastrukturen (KRITIS) auf Systemen errichtet, deren technologischer Kern und rechtlicher Zugriff in Drittstaaten liegen, akzeptiert damit eine schleichende Abhängigkeit – die „Cyber Dominance“ ausländischer Akteure.

  • Diese Form der digitalen Gebundenheit hat sich mittlerweile zu einem massiven Geschäftsrisiko entwickelt, welches die Innovationskraft und die unternehmerische Entscheidungsfreiheit bedroht. Die aktuelle Initiative des Bundesdigitalministeriums (BMDS), die Souveränität über den „Ort der Wertschöpfung“ neu zu definieren, markiert offensichtlich das Ende einer technologischen Naivität.

Es reicht also nicht mehr aus, z.B. US-Software mit deutschen AGB zu versehen oder Daten in lokalen Rechenzentren zu parken – solange eben die administrative Kontrolle im Ausland verbleibt. Echte Digitale Souveränität bedeutet nun, digitale Prozesse so zu gestalten, dass sie rechtlich und technisch immun gegen außereuropäische Zugriffe sind. Vor dem Hintergrund von NIS-2 und DORA wird digitale Unabhängigkeit damit von der IT-Aufgabe zur zentralen Management-Disziplin. FTAPI-Experten sehen in diesem Zusammenhang drei zentrale Grundpfeiler, auf denen die Digitale Souveränität ruht.

1. Grundpfeiler Digitaler Souveränität Europas: Software „Made in Europe“

Echte Souveränität erfordere die Kontrolle auf zwei Ebenen: Die technologische Kompetenz und die architektonische Verantwortung für den Quellcode müssten im europäischen Rechtsraum liegen. „Nur wer den Kern der Software selbst beherrscht, kann administrative Hintertüren ausschließen und die Integrität des Systems garantieren.“

  • Darüber hinaus müsse der Betrieb der Software im Kontrollbereich des Nutzers liegen.

„Souveränität endet dort, wo Wartungsschnittstellen (,Admin-Access’) aus Drittstaaten bedient werden.“ Denn über diesen administrativen Zugriff könnten ausländische Gesetze (wie etwa der „Cloud Act“) unmittelbar in europäische Infrastrukturen eingreifen – „völlig ungeachtet dessen, wo die Server physisch stehen!“

2. Grundpfeiler Digitaler Souveränität Europas: „Sovereignty-by-Design“

Ein vertragliches Versprechen gegen Datenzugriff (Stichwort: „Cloud Act“) sei im Ernstfall oft wirkungslos, wenn nationale Gesetze des Anbieter-Heimatlandes juristische Vereinbarungen im Ausland überlagern könnten. „Wahre Souveränität benötigt eine Architektur, die den Zugriff technisch unmöglich macht!“ Souveränität sei somit kein juristisches Versprechen, sondern ein technischer Standard.

Die konsequente Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sei hier der einzige verlässliche Schutz gegen drei Risiken gleichzeitig:

  • Juristischer Zugriff: Ohne Schlüssel keine Datenherausgabe an Drittstaaten.
  • Wirtschaftsspionage: Schutz vor Datendiebstahl durch externe Angreifer.
  • Internes Risiko: Schutz vor Fehlern oder Missbrauch durch Administratoren beim Dienstleister.

3. Grundpfeiler Digitaler Souveränität Europas: „Vendor Lock-in“-Vermeidung

Souveränität zeige sich im Moment des Wechsels. Ein System sei nur dann souverän, „wenn keine dauerhafte Abhängigkeit besteht“. Wenn beispielsweise Migrationskosten einen Anbieterwechsel wirtschaftlich unmöglich machten, sei die Entscheidungsfreiheit verloren.

  • Unabhängigkeit erfordere daher offene Schnittstellen (APIs) und standardisierte Prozesse, damit Organisationen jederzeit die Hoheit über ihre eigene IT-Strategie behalten könnten.

„Echte Unabhängigkeit entsteht dort, wo wir in Europa die Kontrolle über unsere technologische Substanz zurückgewinnen”, kommentiert Ari Albertini, CEO bei FTAPI. Abschließend gibt er zu bedenken: „Wer seine digitale Freiheit an internationale Monopole delegiert, verliert morgen seine unternehmerische Entscheidungsfreiheit. Souveränität ist kein ,Nice-to-have’, sondern die wichtigste Investition in die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft!”

Weitere Informationen zum Thema:

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Ari Albertini – CEO, FTAPI

datensicherheit.de, 04.02.2026
Digitale Souveränität als Standortvorteil: Europa im Spannungsfeld Ethik vs. Innovation / Mit dem „EU AI Act“ und der NIS-2-Richtlinie möchte Europa zum Vorreiter für sichere und ethische Technologie werden

datensicherheit.de, 26.01.2026
IT made in Europe: Basis für Digitale Souveränität Deutschlands und Europas / Franz Kögl moniert, dass bislang trotz zahlreicher Lippenbekenntnisse vielfach fast schon reflexartig die Vergabe milliardenschwerer öffentlicher Aufträge an US-amerikanische IT-Konzerne erfolgte

datensicherheit.de, 01.01.2026
Cybersicherheit und Digitale Souveränität: Wie Europa die Kontrolle zurückgewinnen kann / Pierre-Yves Hentzen kommentiert aktuelle Entwicklungen und skizziert Wege zur Digitalen Souveränität Europas

datensicherheit.de, 30.11.2025
Handlungsbedarf: Digitale Souveränität von strategischer Relevanz für Unternehmen / Zunehmendes Streben nach echter Digitaler Souveränität – Unternehmen fordern die Kontrolle über ihre Daten, ihre „Cloud“-Infrastruktur und ihren technologischen Kurs zurück

datensicherheit.de, 12.06.2025
Blick über den eigenen Tellerrand: Cybersicherheit als Frage nationaler Souveränität / Ari Albertini warnt davor, die größte Schwachstelle im Alltag zu unterschätzen: Das aufgrund von Zeitdruck oft ungeschützte Teilen sensibler Informationen gefährdet die Cybersicherheit

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Digitale Souveränität statt Digitaler Naivität – Europas IT-Sicherheitsstrategie auf dem Prüfstand https://www.datensicherheit.de/digital-souveraenitaet-europa-it-sicherheitsstrategie-pruefstand https://www.datensicherheit.de/digital-souveraenitaet-europa-it-sicherheitsstrategie-pruefstand#respond Thu, 07 Aug 2025 06:48:36 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=49517 Der aktuelle EU-Fortschrittsbericht zur „Digitalen Dekade 2030“ zeigt auf, dass vielen EU-Mitgliedstaaten das Verfehlen zentraler Ziele droht – gleichzeitig wächst die Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern im Bereich der IT-Sicherheit

[datensicherheit.de, 07.08.2025] Europa ringt derzeit um seine digitale Unabhängigkeit – und steht dabei zunehmend unter Druck, ob bei Quantencomputern, bei sogenannter Künstlicher Intelligenz (KI) oder „Cloud“-Technologie. Der aktuelle Fortschrittsbericht der Europäischen Union (EU) zur „Digitalen Dekade 2030“ zeigt demnach deutlich, dass bei souveräner „Cloud“-Infrastruktur, digitalen Kompetenzen und Cybersicherheit vielen EU-Mitgliedstaaten das Verfehlen zentraler Ziele droht. Gleichzeitig wächst offenkundig die Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern – besonders im Bereich der IT-Sicherheit.

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Foto: DriveLock

Arved Graf von Stackelberg: Digitale Souveränität beginnt dort, wo Organisationen über ihre Daten und ihre Sicherheitsinfrastruktur selbst bestimmen können!

Anwendung ausländischer Sicherheitssoftware mit geopolitischer Brisanz

Der Umgang mit ausländischer Sicherheitssoftware erweist sich dabei längst nicht mehr als nur eine technische Frage, sondern ist auch geopolitisch brisant: Denn Zölle und Exportkontrollen seitens der USA sorgen zunehmend für Verunsicherung bei europäischen Unternehmen.

  • Zudem wächst auch die Skepsis der Bevölkerung gegenüber Sicherheitslösungen aus den USA – dies lässt sich an den Reaktionen auf den geplanten Einsatz von Palantir-Software durch die Polizei deutlich erkennen.

Dass nun der Bedarf an europäischen Alternativen immer größer wird, geht auch aus einer aktuelle Bitkom-Umfrage hervor: Immer mehr deutsche Startups wenden sich bewusst von US-Anbietern ab aus Sorge vor Abhängigkeiten, Kontrollverlust und mangelndem Datenschutz.

Viele europäische Unternehmen schützen Daten und Systeme mit Sicherheitslösungen aus nicht-europäischem Ausland

Gerade auf dem Gebiet der Cybersecurity hat Souveränität eine besondere Tragweite: Viele deutsche und europäische Unternehmen schützen ihre Daten und Systeme bisher mit Sicherheitslösungen aus dem nicht-europäischen Ausland.

  • Dies birgt nicht nur Compliance-Risiken und die Gefahr von Kontrollverlust, sondern kann auch die Cyberresilienz erheblich schwächen.

„Digitale Souveränität beginnt dort, wo Organisationen über ihre Daten und ihre Sicherheitsinfrastruktur selbst bestimmen können – ohne versteckte Abhängigkeiten“, kommentiert Arved Graf von Stackelberg, CEO bei DriveLock. Er betont: „Das ist nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der strategischen Resilienz und Zusammenarbeit!“

Unternehmen und Organisationen sollten rechtzeitig auf effektive, europäische Sicherheitslösungen setzten

Behörden, Betreiber Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) und solche von der NIS-2-Richtlinie betroffene Unternehmen benötigten IT-Sicherheitslösungen, „die nicht nur technisch auf dem neuesten Stand, sondern auch von europäischen Anbietern sind“. Hierzu seien die Hersteller gefragt, ein europäisches „Ökosystem“ auf die Beine zu stellen, welches digitale Systeme, Daten und Anwendungen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg auf effektive, ressourcenschonende und benutzerfreundliche Weise absichert.

  • Diese Anforderungen seien gerade für mittelständische Unternehmen und öffentliche Einrichtungen entscheidend, „da sie oft mit knappen Budgets und angesichts des Fachkräftemangels auch mit wenig Personal auskommen müssen“. IT-Security-Lösungen aus einem europäischen „Ökosystem“, welche diese Kriterien erfüllen, seien die Grundlage für Cyberresilienz in allen Bereichen unserer Gesellschaft.

„Digitale Souveränität und Cyberresilienz sind handfeste geopolitische und wirtschaftliche Ziele. Wer Europas und Deutschlands IT-Sicherheit ernst nimmt, muss in lokale Lösungen investieren und ihre Skalierung aktiv vorantreiben!“ Unternehmen und Organisationen, welche frühzeitig auf effektive, europäische Sicherheitslösungen setzten, sicherten ihren Betrieb und schafften gleichzeitig die Grundlage für zukunftssichere Digitalisierung.

Weitere Informationen zum Thema:

DriveLock, 14.03.2023
Arved Graf von Stackelberg ist neuer CEO von DriveLock / Strategischer Wechsel in der Führungsetage bei DriveLock

Europäische Kommission
Europas digitale Dekade: digitale Ziele für 2030

DIE ZEIT, 24.07.2025
Kritik von Datenschützern: Warnung vor Polizei-Software: Krake oder Trojanisches Pferd

bitkom, 04.07.2025
Startups gehen auf Distanz zu den USA

datensicherheit.de, 21.07.2025
Digitale Souveränität: Europäischer Datenspeicher zur Resilienzstärkung / Datensicherheit im geopolitischen Spannungsfeld – Digitale Souveränität keine theoretische Debatte, sondern strategische Notwendigkeit

datensicherheit.de, 11.07.2025
Cybersicherheit: Deutsche Unternehmen setzen zunehmend auf Digitale Souveränität / Laut einer neuen Studie von HarfangLab messen 81 Prozent der Führungsetagen in deutschen Unternehmen Digitaler Souveränität heute mehr Bedeutung zu als noch vor einem Jahr

datensicherheit.de, 12.06.2025
Blick über den eigenen Tellerrand: Cybersicherheit als Frage nationaler Souveränität / Ari Albertini warnt davor, die größte Schwachstelle im Alltag zu unterschätzen: Das aufgrund von Zeitdruck oft ungeschützte Teilen sensibler Informationen gefährdet die Cybersicherheit

datensicherheit.de, 15.05.2025
Digitale Souveränität: Europas Emanzipation voraus / Sowohl die wirtschaftlichen als auch die politischen Beziehungen zwischen Europa und den USA durchlaufen derzeit eine harte Belastungsprobe

datensicherheit.de, 03.04.2025
Digitale Souveränität Europas: IT-Sicherheit „Made in EU“ als Basis / ESET plädiert für eigenständige europäische Cyber-Sicherheitsstrategie

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