Aktuelles, Branche, Veranstaltungen - geschrieben von dp am Mittwoch, Februar 4, 2026 0:25 - noch keine Kommentare
Digitale Souveränität als Standortvorteil: Europa im Spannungsfeld Ethik vs. Innovation
Mit dem „EU AI Act“ und der NIS-2-Richtlinie möchte Europa zum Vorreiter für sichere und ethische Technologie werden
[datensicherheit.de, 04.02.2026] „Europa steht an einem digitalen Wendepunkt. Während globale Tech-Giganten oft faktische Standards setzen, verfolgt die EU einen anderen Weg: Souveränität durch Werte“, so Ari Albertini, CEO bei FTAPI, in seiner aktuellen Stellungnahme. Mit dem „EU AI Act“ und der NIS-2-Richtlinie möchte der Kontinent zum Vorreiter für sichere und ethische Technologie werden. „Doch in den Chefetagen wächst die Skepsis: Wird der Schutz der digitalen Zukunft zum Innovationskiller?“ Der vermeintliche Widerspruch zwischen strenger „Compliance“ und technologischem Fortschritt entwickele sich zur entscheidenden Belastungsprobe für den Wirtschaftsstandort.

Foto: FTAPI
Ari Albertini warnt vor Cyberbedrohungen, welche sich in einem geopolitisch instabilen Umfeld rasant weiterentwickeln
Diskrepanz zu überwinden: EU-Regulierung trifft auf operative Realität
Die Herausforderungen für Organisationen seien heute strategischer Natur und reichten weit über die IT-Abteilung hinaus. „In der Praxis stehen Führungskräfte vor einem Paradigmenwechsel: Sie sehen sich mit massiven Haftungsrisiken konfrontiert, da sie persönlich für die rechtsverbindliche Verankerung komplexer Standards wie NIS-2 in ihren Strukturen einstehen müssen.“
- Gleichzeitig erschwere der Fachkräftemangel die notwendige Transformation der Sicherheitskultur, da das spezifische Know-how für neue Technologien wie KI-Agenten oft fehle.
Hinzu komme eine gefährliche Asymmetrie der Geschwindigkeit: „Während regulatorische Prozesse Zeit benötigen, entwickeln sich Cyberbedrohungen in einem geopolitisch instabilen Umfeld rasant weiter.“ Dies zwinge Unternehmen dauerhaft in eine defensive Rolle, statt aktiv die digitale Ordnung mitzugestalten.
Sicherheitskultur in der EU: Strategien für eine resiliente Zukunft
Um den Anschluss nicht zu verlieren und „Compliance“ stattdessen als echten Wettbewerbsvorteil zu nutzen, sollten Unternehmen nach Einschätzung der FTAPI-Experten folgende konkrete Maßnahmen priorisieren:
- Sicherheitskultur als Managementaufgabe etablieren!
Cybersicherheit dürfe nicht länger als reiner IT-Prozess betrachtet werden. Vielmehr müsse sie als integraler Bestandteil der Unternehmenskultur auf allen Ebenen – vom Auszubildenden bis zum C-Level – gelebt werden, um Organisationen zukunftsfähig aufzustellen. - Automatisierung und KI-Agenten gezielt nutzen!
Der Einsatz von KI-basierten „Tools“ sei essenziell, um die wachsende Komplexität der Bedrohungen zu bewältigen und die notwendige Brücke zwischen regulatorischer Verantwortung (etwa bei der NIS-2-Umsetzung) und operativer Effizienz zu schlagen. - An internationalen Standards orientieren!
Die konsequente Umsetzung anerkannter Rahmenwerke, wie dem BSI-Standard C5:2025 oder EU-Regularien, schaffe die notwendige Transparenz und bilde das Fundament für Vertrauen bei globalen Partnern und Kunden im Digitalen Raum.
Dialog als Schlüssel zum Erfolg und Wettbewerbsvorteil der EU
„Transformation ist mehr als Technologie – sie ist ein 360°-Blick”, betont Albertini und rät: „Wir müssen weg vom reinen Reagieren und hin zu einer aktiven Gestaltungskraft, die unsere europäischen Werte schützt, ohne die wirtschaftliche Dynamik auszubremsen!“
- Genau dieser Austausch soll demnach im Mittelpunkt der „CPT 2026 powered by FTAPI“ am 4. und 5. März 2026 in der Allianz Arena München stehen.
In hochkarätig besetzten Panels zur Digitalen Souveränität und praxisnahen Masterclasses zu Themen wie KI-Agenten oder NIS-2 sollen Entscheider die nötigen Lösungsansätze finden, um aus der technologischen Transformation einen dauerhaften Standortvorteil zu machen.
„CPT“ – starke Fokussierung auf Vernetzung
Die „CPT 2026“ ist eine Initiative der FTAPI Software GmbH: FTAPI verfolgt hiermit das Ziel, Digitale Resilienz zu stärken und eine Brücke zwischen globalen Herausforderungen und praxisnahen Lösungen zu schlagen. Ein besonderes Merkmal der „CPT“ sei die starke Fokussierung auf Vernetzung.
- „Die Veranstaltung bringt führende Köpfe aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen und ermöglicht den Austausch auf höchstem Niveau. Diese Kombination aus hochkarätigem Fachwissen und interaktiven Formaten schafft eine ideale Plattform, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch nachhaltige Partnerschaften und Netzwerke fördert.“
Die „CPT“ ist eine kostenpflichtige Veranstaltung; sie findet 2026 in ihrer zweiten Auflage statt. Die Teilnehmer sollen dort von „spannenden Keynotes, Panel-Diskussionen und Masterclasses“ profitieren.
Weitere Informationen zum Thema:
heise business services
Ari Albertini – CEO, FTAPI
CPT BY FTAPI
Die Konferenz für den 360°-Blick auf Cybersecurity / 04. bis 05. März 2026 Allianz Arena München
datensicherheit.de, 28.01.2026
Data Privacy Week 2026: Datenschutz ein europäischer Wettbewerbsvorteil / RISK IDENT mit Zertifizierung nach ISO/IEC 27001:2022 positioniert sich bewusst als europäische Alternative zum Schutz geschäftskritischer Daten
datensicherheit.de, 21.01.2020
KI: Datenethik als Top-Priorität und Wettbewerbsvorteil / Egon Kando warnt vor unkontrollierten Einsätzen sogenannter Künstlicher Intelligenz
Aktuelles, Branche, Gastbeiträge - Feb. 17, 2026 17:47 - noch keine Kommentare
Cybersicherheit – Wenn eine verzerrte Selbstwahrnehmung zum Sicherheitsrisiko wird
weitere Beiträge in Experten
- Verlängerung des Drohnen-Führerscheins notwendig, aber längst nicht hinreichend
- Grundinstandsetzung der Staatsbibliothek in Berlin: Rund 5,4 Millionen Bücher auf vier andere Standorte zu verteilen
- Deutschland-Stack: TeleTrusT-Kommentar zur gegenwärtigen Konzeption zeigt Handlungsbedarf auf
- eco-Kommentar zur Münchner Sicherheitskonferenz 2026: Digitale Resilienz auf Basis europäischer Lösungen
- Verteidigung: Umfassende Resilienz gehört ins Zentrum der Sicherheitspolitik
Aktuelles, Branche, Gastbeiträge - Feb. 17, 2026 17:47 - noch keine Kommentare
Cybersicherheit – Wenn eine verzerrte Selbstwahrnehmung zum Sicherheitsrisiko wird
weitere Beiträge in Branche
- Fake-WebShops und -Dating-Plattformen: Verschärfung der Cyberbedrohungen rund um den Valentinstag
- Kaspersky-Warnung vor Cyberbetrug rund um den Valentinstag: Betrüger ködern mit vermeintlichen Geschenkkarten
- Datenschutz in Echtzeit: Wie Daten-Streaming die Kunden in einer KI-gesteuerten Welt schützt
- OpenClaw: Vom Tech-Experiment zum Enterprise-Albtraum
- eRecht24 startet KI Day 2026 – Live-Event für rechtssichere KI-Nutzung
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen


