Oracle – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Tue, 08 Apr 2025 14:29:53 +0000 de hourly 1 Vincenz Klemm kommentiert Cybercrime-Fälle bei Oracle und Samsung Electronics https://www.datensicherheit.de/kommentar-cybercrime-faelle-oracle-samsung https://www.datensicherheit.de/kommentar-cybercrime-faelle-oracle-samsung#respond Tue, 08 Apr 2025 10:17:03 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=47129 Nach solchen schädlichen Cyber-Vorfällen rückt auch das Thema Organisationsverschulden in den Vordergrund

[datensicherheit.de, 08.04.2025] Vor dem Hintergrund aktueller Cybercrime-Fälle bei Oracle und Samsung Electronics Deutschland nimmt Vincenz Klemm, Mitgründer und Geschäftsführer Baobab Insurance, einem digitalen Assekuradeur technischer Risiken, Stellung: „Die beiden aktuellen Cybercrime-Fälle bei Oracle und Samsung Electronics Deutschland zeigen, wie komplex und dynamisch die Bedrohungslage im Cyber-Raum ist – und wie fatal es sein kann, auf Attacken nicht mit der nötigen Offenheit und Klarheit zu reagieren.“

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Foto: Baobab Insurance GmbH

Vincenz Klemm: Schäden für Unternehmen entstehen nicht nur durch Cyber-Angriffe selbst, sondern oft durch die Art und Weise, wie darauf reagiert wird!

Strukturelle Versäumnissen in der IT-Organisation als Türöffner für Cybercrime

Gerade das Beispiel Oracle verdeutliche, dass eine zunächst zurückhaltende oder widersprüchliche Kommunikation nicht nur das Vertrauen der Kunden beschädigen, sondern auch juristische Konsequenzen nach sich ziehen könne.

Ebenso alarmierend sei der Fall Samsung Electronics Deutschland: „Wenn administrative Zugänge nicht durch grundlegende Schutzmechanismen wie Multi-Faktor-Authentifizierung gesichert sind, liegt der Fokus nicht mehr allein auf dem Angriff – sondern auf strukturellen Versäumnissen in der IT-Organisation.“

Unterlassene Cyber-Sicherheitsstandards können persönliche Haftungsrisiken für Geschäftsführer nach sich ziehen

Klemm betont: „In solchen Fällen rückt auch das Thema Organisationsverschulden in den Vordergrund. Denn die Geschäftsleitung trägt die Verantwortung dafür, dass angemessene Schutzmaßnahmen getroffen werden!“

Je nach Schadensausmaß könnten unterlassene Sicherheitsstandards persönliche Haftungsrisiken für Geschäftsführer nach sich ziehen. „Gerade vor diesem Hintergrund ist IT-Sicherheit nicht länger ein rein technisches Thema, sondern Teil der unternehmerischen Sorgfaltspflicht.“

Schutz vor Cyber-Risiken beginnt mit gelebter IT-Sicherheitskultur

Neben Cyber- und E-Crime-Versicherungen bräuchten IT-, Software-, Technologie- und Telekommunikationsunternehmen auch eine belastbare Haftpflichtdeckung, um sich gegen Eigen- und Vermögensschäden abzusichern. Unabhängig von Unternehmensgröße oder Branche gelte außerdem: Der Schutz vor digitalen Risiken beginne nicht mit einer Versicherungspolice, sondern mit gelebter IT-Sicherheitskultur, „die fest in der Unternehmens-DNA verankert ist“. Dazu zählten:

  • regelmäßige Zugangskontrollen
  • „Awareness“-Schulungen
  • aktuelle Sicherheitsstandards
  • ein strukturierter Incident-Response-Plan
  • transparente Kommunikation nach innen wie außen

„Denn der Schaden für das Unternehmen entsteht nicht nur durch den Angriff selbst, sondern oft durch die Art und Weise, wie darauf reagiert wird!“, gibt Klemm abschließend zu bedenken.

Weitere Informationen zum Thema:

NETZWELT, Gerrit Gerbig, 08.04.2025
Über 270.000 Kundendaten gestohlen: Samsung äußert sich zu Hackerangriff / Die hochsensiblen Daten von Samsung Deutschland sind nach einem Hackerangriff frei im Internet einsehbar. Seid auch ihr von der Datenpanne betroffen?

golem.de, Marc Stöckel, 02.04.2025
Datenleck: Umgang mit Cyberangriff mündet in Sammelklage gegen Oracle / Nach einem Datenleck verhält sich Oracle schon seit Wochen äußerst fragwürdig. Das könnte angesichts einer jüngst eingereichten Klage teuer enden.

Baobab Insurance GmbH auf YouTube, 14.02.2024
Cyber Safe von Baobab: Cyber-Versicherung mit integrierter Cyber-Sicherheit

datensicherheit.de, 08.04.2025
Verbraucher sollten aktiv werden: Nach Datenleck bei Samsung Anspruch auf Schadensersatz prüfen / Verbraucherkanzlei Dr. Stoll & Sauer bietet vom Datenleck betroffenen Samsung-Kunden kostenlose Ersteinschätzung an

datensicherheit.de, 23.01.2025
Cyber-Versicherungen: Neuer KnowBe4-Bericht zeigt dringenden Bedarf angesichts eskalierender digitaler Bedrohungen auf / Die aktuelle Untersuchung unterstreicht die Notwendigkeit an integrierter Cyber-Sicherheit, Mitarbeiterschulungen und strategischen Versicherungspartnerschaften

datensicherheit.de, 25.09.2024
Unternehmen in der Pflicht: IT-Schutz als Türöffner für Cyber-Versicherungen / Versicherer fordern zunehmend, dass Unternehmen Mindeststandards der Cyber-Sicherheit einhalten

datensicherheit.de, 10.04.2024
Basis für Cyber-Versicherungen: NIS-2-Richtlinie treibt IT-Mindestvorgaben für Unternehmen / Ab Oktober 2024 könnte der Abschluss einer Cyber-Versicherung für Unternehmen möglicherweise noch schwieriger werden

datensicherheit.de, 08.02.2023
Cyber-Versicherungen im Umbruch: Ransomware-Lösegeld-Forderungen bedrohen Unternehmen / Versicherer können Kosten der Ransomware-Schadensregulierung bald nicht mehr tragen

datensicherheit.de, 11.11.2022
Cyber-Versicherungen decken kritische Risiken immer seltener ab / Geschäftsführung und Vorstand drängen indes immer häufiger auf den Abschluss einer Cyber-Versicherung

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ERP-Systeme: Deutlich mehr Cyberattacken https://www.datensicherheit.de/erp-systeme-zunahme-cyberattacken https://www.datensicherheit.de/erp-systeme-zunahme-cyberattacken#respond Wed, 25 Jul 2018 18:07:48 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=28177 Threat Intelligence-Report von Digital Shadows und Onapsis zeigt steigendes Risiko für ERP-Anwendungen der Hersteller SAP und Oracle

[datensicherheit.de, 25.07.2018] Digital Shadows, Anbieter von Lösungen zum digitalen Risikomanagement und Threat Intelligence, und Onapsis, spezialisiert auf  SAP- und Oracle-Cyber-Security, registrieren einen signifikanten Anstieg von Cyberangriffen auf ERP-Anwendungen. Laut dem Report „ERP Application under Fire“ rücken dabei vor allem ERP-Anwendungen von SAP und Oracle ins Visier der Angreifer.

Verstärkt werden bekannte Schwachstellen genutzt

Cyberkriminelle, Hacktivisten aber auch staatlich gesteuerte Akteure nutzen verstärkt bekannte Schwachstellen, um hochwertige Assets wie SAP HANA zu attackieren und Distributed Denial-of-Service (DDoS)-Angriffe zu starten. Allein SAP und Oracle weisen derzeit insgesamt 9.000 bekannte Vulnerabilities auf. Für Unternehmen steigt damit die Gefahr, Opfer von Spionage, Sabotage oder Erpressung zu werden.

Das United States Computer Emergency Readiness Team (US-CERT) des Ministeriums für Innere Sicherheit veröffentlichte zeitgleich eine diesbezügliche Warnung, die auf die Risiken möglicher ERP-Angriffe hinweist. Bereits im Mai 2016 warnte die Behörde vor einer erheblichen Bedrohung für ERP-Anwendungen durch eine damals seit fünf Jahren bekannte Schwachstelle in SAP-Anwendungen. Insgesamt 36 führende Unternehmen weltweit waren damals betroffen.

Die wichtigsten Ergebnisse des ERP-Reports im Überblick:

Ausnutzung von Schwachstellen

  • In den letzten drei Jahren ist die Anzahl der öffentlich gemachten Exploits von ERP-Anwendungen von SAP und Oracle um 100% gestiegen.
  • Das Interesse an ERP-spezifischer Schwachstellen im Dark Web und auf einschlägigen Plattformen sowie damit verbundene Aktivitäten nahm zwischen 2016 und 2017 um 160% zu.
  • Fehlende Sicherheitspatches der ERP-Awendungsebene sowie unsichere Konfigurationen stellen den häufigsten Angriffsvektor dar. Selbst seit vielen Jahren bekannte Schwachstellen (z. B. Alert TA16-132A) werden noch immer von Cyberkriminellen für Angriffe genutzt.

ERP-spezifische Taktiken, Techniken und Verfahren (TTPs)

  • Hacktivisten, zum Beispiel des Anonymous-Kollektivs, zielen verstärkt auf geschäftskritische ERP-Plattformen. Seit 2013 fanden insgesamt neun Kampagnen dieser Art statt.
  • Mehrere Botnets der bekannten Malware Dridex wurden weiterentwickelt, um Anmeldeinformationen und Daten der am weitesten verbreitete SAP-Client-Software hinter der Firewall zu stehlen.
  • Kompromittierte ERP-Anwendungen konnten mit staatlich gesteuerten Akteuren in Zusammenhang gebracht werden, die versuchten, hochsensible Informationen abzufangen und/oder kritische Geschäftsprozesse zu stören.

Risiko durch Mitarbeiter und Dritte

Von Mitarbeitern, Partnern, Kunden oder Dritten unbeabsichtigt veröffentlichte Daten ermöglichen es Cyberkriminellen, vertrauliche Daten in den Unternehmensnetzwerken schneller und einfacher aufzuspüren. Laut Report fanden die Analysten beispielsweise 545 SAP Konfigurationsdateien, die auf falsch konfigurierten FTP und SMB-Server öffentlich zugänglich sind.

Digitale Transformation vergrößert Angriffsfläche

Mit der Cloud und mobilen Anwendungen wächst die ERP-Angriffsfläche rapide. Die Analysten fanden mehr als 17.000 mit dem Internet verbundene SAP- und Oracle-ERP-Anwendungen, darunter eine große Anzahl angreifbarer Versionen und ungeschützter ERP-Komponenten. Am stärksten betroffen waren Unternehmen aus USA, Deutschland und Großbritannien.

ERP-Anwendungen von SAP und Oracle werden von der Mehrheit von Unternehmen genutzt. Zu den häufigsten Anwendungen gehören SAP Business Suite, SAP S/4HANA und Oracle E-Business Suite / Financials. Die Systeme speichern und arbeiten häufig mit hochsensiblen Daten – angefangen bei Finanzergebnissen, Kreditkarten und Konten über Fertigungsdaten, Produktiondesigns und Geistiges Eigentum bis hin personenbezogenen Daten (PIIs) von Kunden, Mitarbeitern und Zulieferern. Das Thema Cybersicherheit wurde dabei in der Vergangenheit oft vernachlässigt: Zum einen sind nur wenige Fälle von erfolgreichen Angriffen auf ERP-Systeme überhaupt bekannt. Zum anderen mangelt es an Informationen zu den möglichen Bedrohungsakteuren, die innerhalb eines komplexen und oft obskuren Umfelds agieren.

„Cyberkriminelle entwickeln ihre Taktiken, Techniken und Verfahren ständig weiter. Dass ERP-Plattformen mit ihrer Fülle an unternehmenskritischen Daten, ein vielversprechendes Ziel abgeben, ist deshalb nicht unbedingt neu. Uns hat jedoch überrascht, wie real und ernst die Gefahr für Unternehmen in den letzten Jahren geworden ist”, so Rick Holland, CISO and VP of Strategy bei Digital Shadows.

„Durch die Zusammenarbeit mit Digital Shadows haben wir eine noch nie dagewesene Breite und Tiefe an Informationen über aktuelle Bedrohungen erhalten“, so JP Perez, CTO von Onapsis. „Wir können genau einsehen, wie unterschiedliche Akteure Anwendungen in verschiedenen Regionen und Branchen ins Visier nehmen. Solche Informationen erleichtern es uns, die Aufmerksamkeit in der Branche zu schärfen. Zudem können wir CIOs und CISOs noch besser dabei unterstützen, das Risiko von Angriffen zu minimieren und möglicherweise schwerwiegende Folgen abzuwenden.“

Weitere Informationen zum Thema:

digital shadows
ERP Applications Under Fire

datensicherheit.de, 19.07.2018
Im Juni 2018 50 Prozent mehr Banking-Trojaner unter Bedrohungsakteuren

datensicherheit.de, 09.05.2018
Cybersecurity Trends 2018: TÜV Rheinland veröffentlicht neues Whitepaper

datensicherheit.de, 24.04.2018
ThreatQuotient präsentiert den ersten virtuellen Kontrollraum für Cybersicherheit

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beA: Offenbar neue Sicherheitslücke entdeckt https://www.datensicherheit.de/bea-neue-sicherheitsluecke-entdeckt https://www.datensicherheit.de/bea-neue-sicherheitsluecke-entdeckt#respond Fri, 20 Apr 2018 20:52:15 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=27470 Rechtsanwaltsverzeichnis im besonderen elektronischen Anwaltspostfach hätte manipuliert werden können

[datensicherheit.de, 20.04.2018] Im bundeseinheitlichen Rechtsanwaltsverzeichnis soll vor Kurzem eine große Sicherheitslücke entdeckt worden sein, zurückzuführen auf eine veraltete, für „Oracle“-Angriffe anfällige „Java“-Komponente. Dieses Anwaltsregister ist Teil des Besonderen elektronischen Anwaltspostfachs (beA) – theoretisch hätten Angreifer die Anwaltsdatenbank somit manipulieren können. Bereits im Januar 2018 hatte sich ein ähnlicher Vorfall mit einigen anderen Anwendern dieser Softwarekomponente ereignet. Julian Totzek-Hallhuber, „Principal Solution Architect“ bei CA Veracode, hat den aktuellen Vorfall kommentiert.

Anscheinend nichts gelernt…

Totzek-Hallhuber: „Man sollte meinen, die Sicherheit von Drittanbietern sei für Unternehmen ein wichtiges Thema. Immerhin mussten Ende letzten Jahres knapp 150 Millionen Datensätze in den USA dran glauben, weil Angreifer eine Schwachstelle in der ,struts2‘-Bibliothek ausnutzen konnten.“
Doch wie das aktuelle Beispiel zeige, habe man anscheinend nichts gelernt.

Beinahe grob fahrlässig…

Laut dem „Veracode SoSS-Report“ basierten ca. 80 Prozent der untersuchten Applikationen auf Drittanbieter-Komponenten. Selbst wenn Entwickler in „Secure Coding“ geschult sind, sei es gefährlich, Drittanbieter-Komponenten einfach zu ignorieren.
Diesen Aspekt dann nicht mal in die Applikations-Sicherheitsstrategie zu integrieren, sei „beinahe grob fahrlässig“.

Liste der verwendeten Komponenten und bekannten Schwachstellen erstellen!

„Was also sollte man tun? Zuerst empfiehlt es sich, eine Liste der verwendeten Komponenten und deren bekannten Schwachstellen zu erstellen – um dann seinen Entwicklern auch eine einfache Möglichkeit zu geben, die Verwendung dieser Komponenten zu analysieren“, empfiehlt Totzek-Hallhuber.
„Veracode hat deswegen Source Clear übernommen, den einzigen Anbieter am Markt, der verifiziert, ob die bekannte Schwachstelle überhaupt in der Applikation genutzt wird und von Angreifern ausgenutzt werden kann,“ so Totzek-Hallhuber.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 03.01.2018
Besonderes elektronisches Anwaltspostfach: beA-Einführung wird zur Affäre / Anwälte kritisieren Fehlinvestition und fordern personellen Neuanfang

datensicherheit.de, 22.01.2018
beA: Deutscher Anwaltverein fordert Vorrang für die Sicherheit / Tagung „beA – Wie geht es weiter“ am 22. Januar 2018 in Berlin widmete sich dem problembeladenen „besonderen elektronischen Anwaltspostfach“

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Java: Kritische Schwachstelle in aktueller Laufzeitumgebung https://www.datensicherheit.de/java-kritische-schwachstelle-aktueller-laufzeitumgebung https://www.datensicherheit.de/java-kritische-schwachstelle-aktueller-laufzeitumgebung#respond Fri, 11 Jan 2013 16:08:55 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=21274 BSI empfiehlt Internetnutzern Deaktivierung von Java

[datensicherheit.de, 11.01.2013] Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weist aus gegebenem Anlass auf eine kritische Schwachstelle in der aktuellen  Java-Laufzeitumgebung, Version 7 Update 10 hin. Die Schwachstelle ist bereits  in weitverbreiteten Exploit-Kits vorhanden und kann somit massiv und relativ einfach ausgenutzt werden. Aufgrund der Schwachstelle kann auf betroffenen Systemen beim Besuch einer manipulierten Webseite fremder Code ausgeführt und so beispielsweise der Rechner des Nutzers von Cyber-Kriminellen ausspioniert oder übernommen werden.

Das BSI steht bezüglich der aktuellen Schwachstelle in Kontakt mit Oracle, dem Hersteller der Java-Laufzeitumgebung. Ein Sicherheitsupdate des Herstellers gibt es derzeit nicht! Daher rät das BSI allen Internetnutzern zu prüfen, ob Java für die Arbeit am Rechner tatsächlich benötigt wird. Ist dies nicht der Fall, sollte Java über die Systemsteuerung deinstalliert werden, bis ein Sicherheitsupdate vorliegt. Wird Java außerhalb des Browsers dringend benötigt, sollten zumindest die Java Browser-Plugins für das Surfen im Internet deaktiviert und nur zeitweise für die Durchführung einzelner Anwendungen aktiviert werden.

Seit Veröffentlichung von Java 7 Update 10 können die Java-Web-Plugins über die Java-Steuerung deaktiviert werden. Für einzelne Browser findet sich unter Windows in der Systemsteuerung unter „Java“ auf dem Reiter „Sicherheit“ die Option „Java Content im Browser aktivieren“, bei der das entsprechende Häkchen nicht gesetzt sein sollte. Darüber hinaus hat das BSI Hinweise zur Deaktivierung der Plugins in den gängigen Browsertypen auf seiner Webseite unter  https://www.bsi-fuer-buerger.de/ContentBSIFB/WissenswertesHilfreiches/Service/Aktuell/Meldungen/Sicherheitsluecke-in-Java-Version_29082012.html veröffentlicht.

Nicht betroffen ist nach derzeitigem Erkenntnisstand des BSI die Java-Laufzeitumgebung Version 6. Sobald ein Sicherheitsupdate des Herstellers für die Version 7 vorliegt, wird das BSI darüber informieren.

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