Verteidigung – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Thu, 12 Mar 2026 15:01:26 +0000 de hourly 1 Umwälzung der Weltordnung: Europa benötigt sichere und souveräne Lösungen zur selbstbestimmten Verteidigung https://www.datensicherheit.de/umwaelzung-weltordnung-europa-sicherheit-souveraenitaet-loesungen-selbstbestimmung-verteidigung Mon, 16 Mar 2026 23:01:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=53156 Europa muss sich von Abhängigkeiten befreien und selbst für seine Sicherheit sorgen

[datensicherheit.de, 17.03.2026] Karsten Hauffe, „Head of Public, Defense & Energy“ bei NTT DATA DACH, kommentiert die gegenwärtige geopolitische Situation wie folgt: „Ukraine, Grönland, Iran – die geopolitischen Umbrüche der vergangenen Tage, Wochen und Monate haben eines deutlich gemacht: Die alte Weltordnung existiert nicht mehr – Europa muss sich von Abhängigkeiten befreien und selbst für seine Sicherheit sorgen. Rüstung und Verteidigung sind daher keine Tabuthemen mehr, sondern stehen in Brüssel, Berlin und den anderen europäischen Hauptstädten inzwischen wieder ganz weit oben auf der Agenda!“

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Foto: NTT DATA

Karsten Hauffe: Souveränität bedeutet dabei Kontrolle und Unabhängigkeit, wobei zu dieser Unabhängigkeit auch zählt, Lösungen frei auswählen und bei Bedarf auch verändern oder austauschen zu können

In Europa fließen viele Milliarden in Lösungen für zuverlässige digitale Kommunikation und KI-Auswertung

„Fast alle EU-Staaten haben ihre Verteidigungsausgaben erhöht und investieren kräftig in neues Material und moderne Technologien. Viele Milliarden fließen dabei auch in Lösungen für die zuverlässige digitale Kommunikation und die KI-Auswertung von Aufklärungsdaten, in softwaregesteuerte Waffensysteme und natürlich in eine effiziente digitale Verwaltung, so Hauffe.

  • Schließlich benötige eine schlagkräftige Truppe auch schnelle und reibungslose Beschaffungs- und Versorgungsprozesse.

Mehr noch als die Wirtschaft und die öffentliche Verwaltung seien das Militär, seine Dienstleister und seine Zulieferer allerdings auf robuste, sichere und souveräne Lösungen angewiesen. Jede digitale Komponente müsse jederzeit absolut zuverlässig funktionieren, „damit die europäischen Staaten im Verteidigungs- und Bündnisfall handlungsfähig bleiben“.

Hyperscaler für Europa ungeeignet – zu großes Risiko, von anderen Mächten fremdbestimmt zu werden

Anders als in den meisten Unternehmen, in denen ein Hacker-Angriff oder der Ausfall eines „Cloud“-Dienstes vor allem finanzielle Schäden verursache und schlimmstenfalls Arbeitsplätze kosten könne, stünden bei kompromittierten oder nicht zur Verfügung stehenden Militärsystemen schnell Menschenleben und die nationale Unabhängigkeit auf dem Spiel.

  • Hyperscaler sowie proprietäre Architekturen und Plattformen seien deshalb ungeeignet – „zu groß ist das Risiko, dass fremde Mächte ihre Abschaltung veranlassen, die Funktionalitäten einschränken oder auf die gespeicherten Daten zugreifen“.

„Combat Clouds“ beispielsweise, „in denen Daten von Sensoren, Verteidigungssystemen und Kommandoeinheiten zusammenfließen und in Echtzeit über Satelliten oder 5G ausgetauscht werden“, müssten daher auf Basis souveräner Plattformen als „Private Cloud“ oder sogar „Air-Gapped Cloud“ gestaltet werden.

Aufbau Souveräner Umgebungen in Europa – große Sorgfalt bei Auswahl der Anbieter sowie sicherer Implementierung

Aber auch in anderen Bereichen wie der Verwaltung sei es unerlässlich, „dass Anwendungen auf eigenen, unabhängigen Infrastrukturen laufen und wichtige Daten den Perimeter nie verlassen.

  • Dabei erfordere der Aufbau solcher Souveränen Umgebungen nicht nur große Sorgfalt bei der Auswahl der Anbieter, sondern auch bei der sicheren Implementierung – „stehen sie doch ganz besonders im Visier von (oft staatlich organisierten) Hacker-Gruppierungen“. 2025 seien nämlich Regierungs- und Militärorganisationen die am zweithäufigsten via Ransomware attackierte „Branche“ gewesen.

Der Schutz militärischer Netzwerke und Systeme erfordere weit mehr als verschlüsselte Verbindungen und Firewalls: Notwendig seien mehrstufige Sicherheitsansätze mit Echtzeit-Bedrohungsanalysen, autonomen Reaktionen und „Zero Trust“-Prinzipien – sowie der Aufbau einer modernen Sicherheitskultur. „In dieser werden alle Beteiligten mit Trainings für sicherheitsbewusstes Verhalten sensibilisiert und betrachten Fehler als Chance für Verbesserungen statt für Schuldzuweisungen.“

Europa kann nur mittels sicherer und souveräner Lösungen verteidigungsfähig werden

Anwender müssten akzeptieren, dass bei der Nutzung digitaler „Tools“ viel Disziplin notwendig sei – und übergeordnete Stellen in der Beschaffung müssten den Fokus weg von Preis- und „Feature“-Vergleichen auf Kriterienkataloge richten, welche auch Portabilität, Auditierbarkeit, Lieferketten-Transparenz und Exit-Strategien berücksichtigten.

  • Letztlich könne sich Europa nur mit sicheren und souveränen Lösungen verteidigungsfähig machen. Hauffe: „Souveränität bedeutet dabei Kontrolle und Unabhängigkeit, wobei zu dieser Unabhängigkeit auch zählt, Lösungen frei auswählen und bei Bedarf auch verändern oder austauschen zu können.“

Souveränität bedeute hingegen nicht, alles in Eigenregie stemmen zu müssen, denn dafür sei der Modernisierungsbedarf einfach zu groß und die moderne IT- und KI-Welt zu komplex. Vielmehr könne es durchaus sinnvoll sein, Expertise von außen hinzuzuziehen, „solange die Partner unabhängig und vertrauenswürdig sind“. Hauffe gibt abschließend zu bedenken: „Schließlich muss nicht nur eine robuste, sichere und souveräne Verteidigungslandschaft aufgebaut, sondern diese auch langfristig gepflegt und kontinuierlich an neue Bedrohungsszenarien sowie technologische Neuerungen angepasst werden!“

Weitere Informationen zum Thema:

NTT DATA
NTT DATA Technology Foresight 2026 / Nachhaltiges Wachstum im Zeitalter allgegenwärtiger Intelligenz

Linkedin
Karsten Hauffe

EUROPEAN DEFENCE AGENCY, 02.09.2025
EU defence spending hits €343 bln in 2024, EDA data shows

CHECK POINT
Was ist Ransomware?

datensicherheit.de, 11.02.2026
Bitkom-Podcast: Verfassungsschutz-Präsident fordert, Digitale Souveränität mit massiven Mitteln voranzutreiben / Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst sprach mit BfV-Präsident Sinan Selen im Vorfeld der diesjährigen „Münchner Sicherheitskonferenz“

datensicherheit.de, 08.02.2026
Strategische Notwendigkeit: Die drei Grundpfeiler Digitaler Souveränität Europas / Digitale Souveränität ist die Fähigkeit, als Organisation in Europa handlungsfähig zu bleiben – selbst wenn globale Lieferketten reißen oder politische Spannungen digitale Datenflüsse unterbrechen

datensicherheit.de, 26.01.2026
IT made in Europe: Basis für Digitale Souveränität Deutschlands und Europas / Franz Kögl moniert, dass bislang trotz zahlreicher Lippenbekenntnisse vielfach fast schon reflexartig die Vergabe milliardenschwerer öffentlicher Aufträge an US-amerikanische IT-Konzerne erfolgte

datensicherheit.de, 01.01.2026
Cybersicherheit und Digitale Souveränität: Wie Europa die Kontrolle zurückgewinnen kann / Pierre-Yves Hentzen kommentiert aktuelle Entwicklungen und skizziert Wege zur Digitalen Souveränität Europas

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Verteidigung: Umfassende Resilienz gehört ins Zentrum der Sicherheitspolitik https://www.datensicherheit.de/verteidigung-resilienz-sicherheitspolitik Sun, 15 Feb 2026 10:41:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=52546 Zur Sicherheitsarchitektur eines Landes gehört auch das verlässliche Funktionieren der Gesellschaft – gerade in Krisen

[datensicherheit.de, 15.02.2026] Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, geht in seiner aktuellen Stellungnahme auf das Treffen der internationale Sicherheitspolitik vom 13. bis 15. Februar 2026 München anlässlich der „62. Münchner Sicherheitskonferenz“ ein. Er unterstreicht in seinem Kommentar: Sicherheit im 21. Jahrhundert bedeutet mehr als militärische Stärke! Zur Sicherheitsarchitektur eines Landes gehört auch das verlässliche Funktionieren unserer Gesellschaft – gerade in Krisen. Resilienz heißt: handlungsfähig bleiben – und dafür braucht es klare Regeln, regelmäßige Prüfungen und eine stärkere europäische Koordinierung.“

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Foto: TÜV-Verband / Tobias Koch

Dr. Joachim Bühler kommentiert die „62. Münchner Sicherheitskonferenz“

Sicherheit im 21. Jahrhundert: Synergie aus militärischer Stärke und gesellschaftlicher Resilienz

„Die ,Münchner Sicherheitskonferenz’ zeigt, dass Sicherheitspolitik heute breiter gedacht werden muss. Sicherheit im 21. Jahrhundert heißt, militärische Stärke und gesellschaftliche Resilienz gemeinsam zu denken“, führt Bühler aus.

  • Zur Sicherheit eines Landes gehöre auch das verlässliche Funktionieren der Gesellschaft – gerade in Krisen.

Krankenhäuser, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Energie- und Wasserversorgung, Verkehr und digitale Netze müssten auch bei Stromausfällen, Cyberangriffen oder anderen Störungen funktional und stabil bleiben. Bühler betont: „Resilienz bedeutet: In kritischen Situationen handlungsfähig bleiben und grundlegende Versorgung aufrechterhalten!“

Plädoyer für grenzüberschreitende, kompatible und wirksame Sicherheitsstandards sowie Krisenmaßnahmen

Zwar verfüge Deutschland über wichtige Vorkehrungen, wie etwa Notstromsysteme und technische Sicherheitsanforderungen.

  • Angesichts neuer Bedrohungen brauche es jedoch klarere und verbindlichere rechtliche Vorgaben, regelmäßige Prüf- und Nachweispflichten sowie konsequente Nachkontrollen.

Abschließend gibt Bühler zu bedenken: „Gleichzeitig ist eine stärkere europäische Koordinierung nötig, damit Sicherheitsstandards zusammenpassen und Krisenmaßnahmen grenzüberschreitend greifen!“

Weitere Informationen zum Thema:

TÜV VERBAND
Über uns

TÜV VERBAND
Anlagen: Elektro- und Gebäudetechnik / Stromversorgung als Fundament öffentlicher Sicherheit

mfm – future at work,
mfm – Interview: Drei Fragen an Joachim Bühler

datensicherheit.de, 15.02.2026
DefTech-Startups warnen vor verminderter Verteidigungsfähigkeit Deutschlands / Im Kontext der „Münchner Sicherheitskonferenz 2026“ haben deutsche DefTech-Startups gewarnt: Neun von zehn stufen die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands als „gering“ oder „sehr gering“ ein

datensicherheit.de, 13.02.2026
Cybersicherheits-Direktorentreffen und Cyber Security Conference in München: Automatisierte Verteidigung im Fokus / Die Spitzen 32 europäischer Cybersicherheitsbehörden haben sich im Umfeld der „Munich Cyber Security Conference“ (MCSC) zu ihrem jährlichen „Cyber Security Directors‘ Meeting“ (CSDM) getroffen

datensicherheit.de, 09.01.2026
TÜV-Verband zum Stromausfall in Berlin: Deutschlands Infrastruktur braucht mehr Resilienz / Der großflächige Stromausfall vom 3. bis zum 7. Januar 2026 im Südwesten Berlins hat deutlich gemacht, wie verletzlich die technische Infrastruktur in Deutschland ist

datensicherheit.de, 07.01.2026
Nach Stromausfall in Berlin: eco fordert zügige Verabschiedung des KRITIS-Dachgesetzes / Der eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. weist angesichts des jüngsten Stromausfalls im Südwesten Berlins abermals warnend auf die Verwundbarkeit Kritischer Infrastruktur (KRITIS) hin

datensicherheit.de, 12.02.2020
Münchner Sicherheitskonferenz: Cyber-Sicherheit wichtiger denn je / eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. unterstreicht grundlegende Bedeutung der Digitalen Souveränität

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DefTech-Startups warnen vor verminderter Verteidigungsfähigkeit Deutschlands https://www.datensicherheit.de/deftech-startups-warnung-verminderung-verteidigungsfaehigkeit-deutschland Sat, 14 Feb 2026 23:46:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=52545 Im Kontext der „Münchner Sicherheitskonferenz 2026“ haben deutsche DefTech-Startups gewarnt: Neun von zehn stufen die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands als „gering“ oder „sehr gering“ ein

[datensicherheit.de, 15.02.2026] Die Geopolitik unterliegt derzeit lange nicht mehr gekannten Herausforderungen – aber trotz der massiv veränderten Weltlage ist Deutschland laut einer aktuellen Stellungnahme des Digitalverbands Bitkom e.V. weiterhin kaum in der Lage zur eigenen Verteidigung. Davor haben demnach im Vorfeld der „Münchner Sicherheitskonferenz 2026“ deutsche DefTech-Startups gewarnt: Neun von zehn stuften die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands als „gering“ (76%) oder „sehr gering“ (11%) ein. Im Vorjahr hätten noch 71 Prozent die Verteidigungsfähigkeit als „gering“ und 25 Prozent sogar als „sehr gering“ bezeichnet. Grundlage ist laut Bitkom eine Befragung von 37 Gründern auf dem Gebiet von DefTech- und Dual-Use-Startups durch „Get Started“ – der Startup-Initiative des Bikom. Die zugrundeliegende – wengleich nicht repräsentative – Umfrage unter diesen 37 DefTech- und Dual-Use-Startups in Deutschland, darunter sechs Single-Use- und 31 Dual-Use-Startups, sei online im Zeitraum der Kalenderwochen 1 bis 4 2026 erfolgt.

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Foto: Bitkom

Dr. Ralf Wintergerst: Wir können nicht Jahre auf Veränderungen warten, wir brauchen schnell einsatzfähige Lösungen!

Größter Hemmschuh nach Ansicht der Startups der langwierige Beschaffungsprozess

Verteidigungsfähigkeit und Resilienz werden inzwischen gesellschaftlich breit debattiert und es bewegt sich etwas, aber die Dringlichkeit ist zu oft noch nicht spürbar. Wir können nicht Jahre auf Veränderungen warten, wir brauchen schnell einsatzfähige Lösungen!“, kommentiert der Bitkom-Präsident, Dr. Ralf Wintergerst.

  • Zur Verteidigungsfähigkeit gehörten heute indes auch Daten, Künstliche Intelligenz (KI) und vernetzte Systeme. „,Software Defined Defense’ muss das Leitmotiv deutscher Verteidigungspolitik sein“, so Wintergerst.

Der größte Hemmschuh bleibe nach Ansicht der Startups der langwierige Beschaffungsprozess: 90 Prozent forderten deshalb beschleunigte Vergabe- und Beschaffungsverfahren wie durch „Fast Tracks“.

Politik sollte Kooperation von DefTech-Startups und etablierten Unternehmen stärker fördern

87 Prozent sprächen sich zudem für mehr Mittel aus dem Verteidigungshaushalt zur Beschaffung innovativer Lösungen aus. 76 Prozent wünschten sich eine frühe Kooperation von Bundeswehr und Startups, etwa in Form von „Challenge“-Formaten.

  • Zudem hielten es 84 Prozent für wichtig, dass die Politik die Kooperation von DefTech-Startups und etablierten Unternehmen stärker fördert.

„Startups entwickeln permanent Innovationen in sehr kurzen Zyklen. Das müssen wir nutzen und Erprobung und Beschaffung so aufstellen, dass neue Lösungen unverzüglich in der Praxis ankommen können“, betont Wintergerst.

USA verlieren bei Startups deutlich an Attraktivität

Trotz aller Kritik wachse unter den Startups das Vertrauen in den Standort Deutschland. Rund jedes zweite DefTech-Startup (49%) würde bei einer erneuten Gründung Deutschland wählen – dies sei ein Plus von zehn Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

  • 24 Prozent würden in einem anderen EU-Land gründen (2025: 16%). Die Attraktivität der USA gehe dagegen deutlich zurück: Nur noch acht Prozent würden dort gründen; vor einem Jahr seien es mit 25 Prozent noch drei Mal so viele gewesen.

Ferner werde noch an einer Stelle eine Verbesserung wahrgenommen: Mit ihrem Engagement als Gründer im Verteidigungsbereich fühlten sich mit 65 Prozent inzwischen zwei Drittel hierzulande wertgeschätzt. Vor einem Jahr sei es mit 41 Prozent nicht einmal jeder zweite gewesen.

Weitere Informationen zum Thema:

bikom
Über uns

bitkom
Dr. Ralf Wintergerst: Präsident Bitkom / Vorsitzender der Geschäftsführung & Group CEO Giesecke+Devrient GmbH

bitkom
Get Started – Die Startup-Initiative des Bitkom

bitkom
Studie: DefTech Report 2026

datensicherheit.de, 15.02.2026
Verteidigung: Umfassende Resilienz gehört ins Zentrum der Sicherheitspolitik / Zur Sicherheitsarchitektur eines Landes gehört auch das verlässliche Funktionieren der Gesellschaft – gerade in Krisen

datensicherheit.de, 13.02.2026
Cybersicherheits-Direktorentreffen und Cyber Security Conference in München: Automatisierte Verteidigung im Fokus / Die Spitzen 32 europäischer Cybersicherheitsbehörden haben sich im Umfeld der „Munich Cyber Security Conference“ (MCSC) zu ihrem jährlichen „Cyber Security Directors‘ Meeting“ (CSDM) getroffen

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Digitale Verteidigung: Ausgaben für Cyber-Sicherheit schwanken erheblich https://www.datensicherheit.de/digitale-verteidigung-ausgaben-cyber-sicherheit-bandbreite-schwankungen https://www.datensicherheit.de/digitale-verteidigung-ausgaben-cyber-sicherheit-bandbreite-schwankungen#respond Fri, 05 Apr 2024 16:24:44 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=44422 Cybersecurity Ventures schätzt Folgekosten der Cyber-Angriffe auf 9,5 Billionen US-Dollar ansteigen

[datensicherheit.de, 05.04.2024] Cyber-Angriffe stellen offensichtlich eine erhebliche Bedrohung für Unternehmen, Regierungen und Privatpersonen dar: „Im Jahr 2023 wurden die Folgekosten von Cyber-Angriffen weltweit auf acht Billionen US-Dollar geschätzt.“ In diesem Jahr – 2024 – wird diese Zahl laut Cybersecurity Ventures voraussichtlich auf 9,5 Billionen US-Dollar ansteigen. Zudem werde der Aufstieg der KI-Technologie die Kosten wohl noch weiter in die Höhe treiben: Prognosen gehen demnach von einem Anstieg auf 10,5 Billionen US-Dollar im Jahr 2025 aus. In einer aktuellen Untersuchung ist ExpressVPN nach eigenen Angaben der Frage nachgegangen, wie viel Länder für Cyber-Sicherheit ausgeben, um diesen Gefahren zu entgehen. „ExpressVPN vergleicht in einer Analyse die Investitionen und stellt die entscheidende Frage: Führen mehr Ausgaben tatsächlich zu mehr Sicherheit?“

Große Bandbreite: Investitionen der Länder in Cyber-Sicherheit

Die Investitionen in die Cyber-Sicherheit der einzelnen Länder fallen laut ExpressVPN sehr unterschiedlich aus. „Besonders bemerkenswert ist aber zum Beispiel die Entwicklung Indiens. Indien wird bis 2028 Volkswirtschaften wie die Niederlande, Brasilien, Italien und Spanien in Bezug auf die Ausgaben für Cyber-Sicherheit überholen und setzt damit ein deutliches Zeichen.“ Dieser Anstieg spiegele das Bestreben der indischen Regierung wider, den Digitalen Sektor zu stärken und mit der schnell wachsenden Technologiebranche Schritt zu halten.

Im Gegensatz dazu hätten kleinere Nationen wie die Seychellen einen schweren Stand. Mit einem durchschnittlichen Cyber-Sicherheitsbudget von 1,3 Millionen US-Dollar (das bis 2028 auf 2,6 Millionen US-Dollar ansteigen solle) würden die Herausforderungen der Ressourcen-Zuweisung in kleineren Volkswirtschaften deutlich. Ähnliche Szenarien spielten sich in Ländern wie Sierra Leone, Tadschikistan und Kambodscha ab, welche angesichts der zunehmenden Cyber-Bedrohungen mit begrenzten Budgets zu kämpfen hätten. Dieses Muster sei in afrikanischen und südamerikanischen Regionen besonders ausgeprägt, „wo wirtschaftliche und andere nationale Prioritäten gegenüber dem Bedarf an digitaler Verteidigung schwerer wiegen“.

Deutschland gilt als Schlüsselakteur der europäischen Cyber-Verteidigung

Deutschlands Investitionen in die Cyber-Sicherheit in Höhe von rund 412 Millionen US-Dollar seien eine strategische Entscheidung, welche die zentrale Rolle der Bundesrepublik in der europäischen Sicherheitsarchitektur widerspiegele.

Diese im EU-Kontext bedeutsame Investition unterstreiche auch den Beitrag Deutschlands zur kollektiven digitalen Sicherheit der NATO. Der Ansatz ziele darauf ab, interne Verteidigungsmechanismen zu stärken und gleichzeitig ein sichereres digitales Umfeld für Verbündete zu fördern.

Ausgaben für Cyber-Sicherheit: 14 der 15 Spitzenplätze europäische Länder

Cyber-Sicherheit sei nicht nur ein Teil der Nationalen Sicherheit, sondern auch ein Rückgrat der wirtschaftlichen Stabilität im Digitalen Zeitalter geworden. Der National Cyber Security Index (NCSI) biete eine Momentaufnahme darüber, „wie gut ein Land Cyber-Bedrohungen abwehren und mit ihnen umgehen kann, wenn sie auftreten“. Dieser Index berücksichtige die Gesetze, die Technologie, die organisatorische Bereitschaft, die Entwicklung von Fähigkeiten und die internationalen Cyber-Beziehungen eines Landes.

Mit 14 der 15 Spitzenplätze seien die europäischen Länder führend in Sachen Cyber-Sicherheit – „und das ist kein Zufall“: Ihr langjähriges Engagement für die digitale Infrastruktur und die wirtschaftlichen Mittel zur Unterstützung fortschrittlicher Cyber-Abwehr spielten eine entscheidende Rolle. Darüber hinaus fördere die Europäische Union (EU) eine Kultur der Zusammenarbeit, welche es den Mitgliedstaaten ermögliche, bewährte Verfahren und Ressourcen effektiv auszutauschen. „Deutschland liegt mit einem Score von 90,91 auf Platz 5 hinter Belgien (94,81), Litauen (93,51), Estland (93,51) und Tschechien (90,91).“

Cyber-Verteidigung als Herausforderung für Staaten mit begrenzten Ressourcen

Die Länder mit der schwächsten Cyber-Sicherheit, wie der Südsudan (1,30) und Palau (1,30), verdeutlichten, „vor welchen Herausforderungen Staaten mit begrenzten Ressourcen stehen“. Finanzielle Engpässe könnten eine Regierung dazu zwingen, begrenzte Mittel für dringendere Angelegenheiten zu verwenden und die Cyber-Verteidigung zu vernachlässigen.

„Eine solide Cyber-Sicherheitsbewertung ist kein Allheilmittel gegen Cyber-Bedrohungen“, betont Lauren Hendry Parsons, „Privacy Advocate“ bei ExpressVPN. Parsons erläutert: „Großbritannien beispielsweise ist zwar führend bei der Abwehrbereitschaft, erleidet aber dennoch jedes Jahr finanzielle Einbußen in Milliardenhöhe durch Cyber-Kriminalität. Eine hohe Verteidigungsquote ist also nicht unbedingt mit einem geringeren Risiko gleichzusetzen. Wichtig ist, dass Nationen sich mit Investitionen in die Cyber-Sicherheit gegen die ständig weiterentwickelnde Landschaft digitaler Bedrohungen wappnen.“ Diese Ausgaben gäben einen Einblick in die langfristige Strategie einer Regierung und ihr Engagement für den Aufbau einer widerstandsfähigen digitalen Infrastruktur.

Weitere Informationen zum Thema:

ExpressVPN, Sonja Raath, 12.02.2024
Cybersecurity spending: How much are countries investing in their digital defenses?

CYBERCRIME MAGAZINE, Steve Morgan, 25.10.2023
Cybercrime To Cost The World $9.5 trillion USD annually in 2024 / Cybersecurity Facts, Figures, Predictions and Statistics Sponsored by eSentire

datensicherheit.de, 05.04.2024
Cyber-Rüstungskontrolle: Sanktionierung des Einsatzes von Cyber-Waffen / Da der sogenannte Cyberspace zunehmend in Konflikten genutzt wird, ist es höchste Zeit für die Cyber-Rüstungskontrolle

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Awareness-Veranstaltung zu neuen Verteidigungsstrategien gegen Cyber-Angriffe https://www.datensicherheit.de/awareness-veranstaltung-neuheiten-verteidigungsstrategien-cyber-angriffe https://www.datensicherheit.de/awareness-veranstaltung-neuheiten-verteidigungsstrategien-cyber-angriffe#respond Wed, 01 Sep 2021 15:38:20 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=40672 Experten erörtern neue Ansätze zur Abwehr von Cyber-Attacken

[datensicherheit.de, 01.09.2021] Das IT-Sicherheitsnetzwerk Berlin-Brandenburg, vertreten durch it’s.BB e.V., lädt zur nächsten „Awareness“-Veranstaltung zum Thema „Cyberangriffe – Neue Verteidigungsstrategien” ein.

Praxisbeispiel zur Entgegnung von Cyber-Angriffen

Die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internet- und Computerkriminalität (ZIT) der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt a.M. werde über Ermittlungserfolge beim Erpressungssoftware-Angriff berichten.
In dieser Hybrid-Veranstaltung besteht die Möglichkeit, neue Strategien zur Entgegnung von Cyber-Angriffen kennenzulernen und zu diskutieren.
An einem Praxisbeispiel erläuterten Fachleute von Dentons, HiSolutions AG, M&H IT-Security, ObjectSecurity OSA gemeinsam mit den Experten der ZIT neue Ansätze bei der Verteidigung gegen Cyber-Angriffe.

Veranstaltung als Cyber- und Vor-Ort-Format

„Cyberangriffe – Neue Verteidigungsstrategien”
Donnerstag, 16. September 2021, 16.00 bis 18.00 Uhr
Teilnahme kostenlos, Anmeldung erforderlich.

Die Veranstaltung werde von den Mitgliedern des IT-Security Netzwerks für Berlin und Brandenburg „it’s.BB e.V.“ in Zusammenarbeit mit der IHK Berlin organisiert.
Eine Anmeldung zur kostenfreien virtuellen oder Vor-Ort-Teilnahme sei erforderlich – für die virtuelle Option werde die „Zoom“-Plattform verwende. Für die Teilnahme vor Ort sei der Anmeldeschluss der 14. September 2021.

Weitere Informationen zum Thema:

DENTONS – IHK Berlin – it’s.BB
Cyberangriffe – Neue Verteidigungsstrategien

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Intelligente Anwendung zur Verteidigung gegen Ransomware https://www.datensicherheit.de/intelligente-anwendung-verteidigung-ransomware https://www.datensicherheit.de/intelligente-anwendung-verteidigung-ransomware#respond Wed, 25 Jul 2018 17:40:52 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=28173 Basierend auf der Polaris SaaS-Plattform, beschleunigt Radar die Wiederherstellung nach Ransomware-Angriffen und anderen Sicherheitsbedrohungen, mit minimalen Betriebsunterbrechungen und Datenverlusten

[datensicherheit.de, 25.07.2018] Rubrik, spezialisiert auf Cloud Data Management, hat heute die Einführung von Polaris Radar bekannt gegeben, seine neueste Datenmanagementanwendung, die auf der Polaris SaaS-Plattform basiert. Polaris Radar nutzt maschinelles Lernen, um das Verhalten von Bedrohungen zu modellieren, und beschleunigt so die Behebung von Datensicherheitsvorfällen in Unternehmen. Im Falle eines Angriffs, wie etwa durch Ransomware, können Unternehmen Geschäftsunterbrechungen und Datenverluste minimieren, indem sie mit nur wenigen Klicks ihre gesamte Umgebung wiederherstellen.

Ransomware-Angriffe nehmen zu

Ransomware-Angriffe nehmen hinsichtlich Umfang und Raffinesse zu, und die Täter sind besser in der Lage, Gegenmaßnahmen zu umgehen. Eine aktuelle Umfrage von NTT Security ergab, dass die Zahl der Ransomware-Angriffe im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 350 Prozent gestiegen ist. [1] Laut einer Umfrage des Endpunktschutz-Anbieters Barkly sind bereits 71 Prozent der Unternehmen mit Ransomware infiziert worden, nachdem die Angreifer die Präventionsmaßnahmen erfolgreich umgangen hatten. [2] Unternehmen müssen schnell handeln und Risiken durch Ransomware eindämmen, um Kosten, Wiederherstellungszeiten und Reputationsschäden zu minimieren. Eine ganzheitliche Ransomware-Reaktionsstrategie integriert eine beschleunigte Erkennung und Wiederherstellung sowie Präventionsmaßnahmen und gewährleistet so eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberbedrohungen.

Intelligente Datenanalyse und beschleunigte Wiederherstellung

Anfang des Jahres brachte Rubrik mit Polaris die branchenweit erste SaaS-Plattform mit einem einheitlichen Aufzeichnungssystem für alle Geschäftsinformationen auf den Markt. Radar, die neueste auf Polaris basierende Datenverwaltungsanwendung, ermöglicht es Unternehmen, schneller auf Sicherheitsvorfälle zu reagieren. So liefert Radar umfassende Informationen darüber, wie sich ein Angriff auf geschäftskritische Anwendungsdaten auswirkt. Die mehrstufige Verteidigung von Radar umfasst:

  • Überwachung – Erkennung von Anomalien mittels maschineller Lernmodelle: Radar nutzt maschinelle Lernalgorithmen, um zu verstehen, wie sich Benutzer verhalten und wie sich Daten im Laufe der Zeit entwickeln. Durch die aktive Überwachung globaler Metadaten generiert Radar Warnmeldungen für Anomalien und verdächtiges Verhalten, wie z.B. Ransomware-Aktivitäten.
  • Analyse – Schnelle Diagnose der Auswirkungen von Bedrohungen mit Hilfe von Datenanalyse: Radar analysiert kontinuierlich die gesamte Umgebung, um eine Veränderung von Aktivitäten über die Zeit abzubilden. Unternehmen können nun schnell erkennen, welche Anwendungen und Daten betroffen waren und wo sie sich befinden, um die Auswirkungen des Angriffs auf das System zu visualisieren.
  • Wiederherstellung – Minimieren von Geschäftsunterbrechungen und Datenverlusten durch vereinfachte Wiederherstellung: Radar automatisiert manuelle Wiederherstellungsprozesse mit intelligenten Workflows. Benutzer wählen einfach alle betroffenen Anwendungen und Dateien aus und können mit nur wenigen Klicks den letzten sauberen Zustand wiederherstellen. Radar baut auf Rubriks Kernplattform auf, die unveränderliche Backups und nach Behördenstandards zertifizierte Verschlüsselung bietet, um alle Daten vor Angriffen zu schützen.

„Im heutigen digitalen Zeitalter nimmt das Ausmaß von Sicherheitsangriffen, wie etwa durch Ransomware, enorm zu. Um ihre Verteidigung zu stärken, müssen Unternehmen Präventionsmaßnahmen mit einer effektiven Wiederherstellung kombinieren“, erklärte Soham Mazumdar, Mitbegründer und Chefarchitekt von Rubrik. „Radar sorgt für die nötige Geschwindigkeit und das nötige Wissen, um die Auswirkungen des Angriffs schnell einzuschätzen und geschäftsschädigende Ausfallzeiten und Datenverluste zu minimieren.“
Stärkung der IT und Ermöglichung von SecDevOps mit einem API-gesteuerten Ökosystem versetzt Unternehmen in die Lage, ein einziges Krisenmanagementteam im gesamten Unternehmen einzurichten, das Informationssicherheit, Infrastruktur und Betrieb sowie Business Continuity Management vereint. Dies sorgt für mehr Transparenz und bessere Kontrolle. Rubrik und andere Drittanbieter werden die offenen APIs von Polaris nutzen, um Radar in bestehende Überwachungs-Dashboards, Sicherheitsabläufe und Präventionsprodukte zu integrieren.

[1] Quelle: NTT Security, NTT Security 2018 Global Intelligence Report, Mai 2018
[2] Quelle: Barkly Inc., Must-Know Ransomware Statistics 2017, Jonathan Crowe, Juni 2017

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 28.06.2018
Ransomware der Dinge: Das IoT-Gerät als Geisel

datensicherheit.de, 27.06.2018
Rückblick auf Ransomware-Attacken 2017: Schutz ist machbar

datensicherheit.de, 27.06.2018
Rückblick auf Ransomware-Attacken 2017: Schutz ist machbar

datensicherheit.de, 20.07.2018
Ransomware: Die Seuche des 21. Jahrhunderts

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