Aktuelles, Experten - geschrieben von dp am Mittwoch, Januar 7, 2026 0:14 - noch keine Kommentare
Nach Stromausfall in Berlin: eco fordert zügige Verabschiedung des KRITIS-Dachgesetzes
Der eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. weist angesichts des jüngsten Stromausfalls im Südwesten Berlins abermals warnend auf die Verwundbarkeit Kritischer Infrastruktur (KRITIS) hin
[datensicherheit.de, 07.01.2026] Der eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. nimmt den jüngsten Stromausfall in Berlin zum Anlass, in seiner aktuellen Stellungnahme auf die Verwundbarkeit Kritischer Infrastruktur (KRITIS) warnend hinzuweisen. Der Verband fordert in diesem Zusammenhang die zügige Verabschiedung des KRITIS-Dachgesetzes, um eben einen sektorenübergreifenden, praxistauglichen Rechtsrahmen für den physischen Schutz Kritischer Infrastrukturen zu schaffen.

Foto: eco
Klaus Landefeld fordert für den eco, den KRITIS-Schutz dauerhaft als prioritäres Thema auf der politischen Agenda zu verankern
KRITIS höchst gefährdet
„Der jüngste Stromausfall in Berlin macht erneut deutlich, wie verwundbar unsere kritischen Infrastrukturen sind – und wie eng physische Versorgungssicherheit und digitale Resilienz inzwischen miteinander verknüpft sind.“
- Für die Internetwirtschaft hätten Stromausfälle unmittelbare Auswirkungen auf Rechenzentren, Netze, Plattformen und digitale Dienste, welche für Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft unverzichtbar seien.
Vor diesem Hintergrund fordert der eco, dass das KRITIS-Dachgesetz zügig verabschiedet und wirksam umgesetzt wird. Es brauche einen sektorenübergreifenden, praxistauglichen Rechtsrahmen, welcher „den physischen Schutz kritischer Infrastrukturen stärkt und gleichzeitig konsequent mit den Anforderungen der IT- und Cybersicherheit – insbesondere im Kontext von NIS-2 – verzahnt ist“.
Deutschland beim KRITIS-Schutz im unionsrechtswidrigen Umsetzungsverzug
Klaus Landefeld, eco-Vorstand für Infrastruktur und Netze, betont: „Der Stromausfall in Berlin macht unmissverständlich klar, dass kritische Infrastrukturen besser geschützt werden müssen – physisch wie digital!“
- Der KRITIS-Schutz müsse dauerhaft als prioritäres Thema auf der politischen Agenda verankert werden, um die Resilienz des Wirtschafts- und Digitalstandorts Deutschland zu gewährleisten.
Abschließend unterstreicht Landefeld den Handlungsbedarf: „Die Umsetzungsfrist der CER-Richtlinie (Critical Entities Resilience Directive), die im Dezember 2022 in Kraft getreten ist, endete bereits am 17. Oktober 2024; seither befindet sich Deutschland im unionsrechtswidrigen Umsetzungsverzug.“
Weitere Informationen zum Thema:
eco VERBAND DER INTERNETWIRTSCHAFT
Über uns: eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. / Wir gestalten das Internet.
eco VERBAND DER INTERNETWIRTSCHAFT
Vorstand@eco: Klaus Landefeld – Stellv. Vorstandsvorsitzender, Vorstand Infrastruktur und Netze
Bundesministerium des Innern, 10.09.2025
Bundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zum KRITIS-Dachgesetz / Mit dem KRITIS-Dachgesetz werden übergreifende Mindestanforderungen, verpflichtende Risikoanalysen und ein Störungsmonitoring für kritische Infrastrukturen geschaffen und die Abwehrfähigkeit und Resilienz gestärkt.
Bundesministerium des Innern, 18.01.2023
EU-Richtlinien zum Schutz Kritischer Infrastrukturen / EU-Mitgliedsstaaten müssen kritische Einrichtungen besser vor Naturgefahren, Sabotage und Cyberangriffen schützen.
OpenKRITIS
KRITIS-Dachgesetz
OpenKRITIS
EU RCE Resilienz (CER)
Aktuelles, Experten - Jan. 7, 2026 0:29 - noch keine Kommentare
BSI-Portal ab sofort für zweiten Schritt zur NIS-2-Registrierung freigeschaltet
weitere Beiträge in Experten
- Nach Stromausfall in Berlin: eco fordert zügige Verabschiedung des KRITIS-Dachgesetzes
- KI-Einsatz bei Behörden: Datenschutz sollte von Anfang an mitgedacht werden
- Weiterhin Geduld erforderlich: Ein Behördenbesuch dauert im Schnitt gut zwei Stunden
- EADI lädt ein: Europas digitaler Omnibus im Datenschutz-Fokus
- Gaming mit Risiko: Kostenfallen für Kinder
Aktuelles, Branche, Studien - Jan. 1, 2026 0:38 - noch keine Kommentare
Cybersicherheit und Digitale Souveränität: Wie Europa die Kontrolle zurückgewinnen kann
weitere Beiträge in Branche
- Zur erfolgreichen Digitalen Transformation muss 2026 IT-Sicherheit endlich Chefsache werden
- Ransomware-Angriffe auf Unternehmen: Zwischen den Jahren lauern viele Gefahren
- Stealka: Kaspersky entdeckt neue Infostealer-Malware auf GitHub
- CVE-2025-50165: Kritische Windows-Schwachstelle in Bilddateien laut ESET nicht so leicht auszunutzen
- Cloud-Nutzung: Auswege für KMU aus dem Dilemma der Datensouveränität
Aktuelles, Branche, Umfragen - Juli 9, 2025 19:03 - noch keine Kommentare
DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
weitere Beiträge in Service
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen
- TeleTrusT-Umfrage: „IT-Sicherheit im Home Office“



Kommentieren