Der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk kann Menschen nur erreichen und – seiner Kernaufgabe folgend – Wirksamkeit entfalten, wenn er in der Breite der Bevölkerung als vertrauenswürdiges Qualitätsmedium akzeptiert wird
[datensicherheit.de, 20.02.2026] Die „Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten“ (KEF) hat eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags per 1. Januar 2027 vorgeschlagen. Der Hauptgeschäftsführer des Digitalverbands Bitkom e.V., Dr. Bernhard Rohleder, nennt einen solche Absicht „kontraproduktiv“ und betont in seiner Stellungnahme, dass eher geringere Belastungen für Beitragszahler „das richtige Signal“ wären.

Dr. Bernhard Rohleder rät dem ÖRR, sich auf den Kernauftrag zu konzentrieren und mögliche Synergien konsequent zu nutzen
Rundfunkbeitrag sollte nicht weiter steigen, sondern tendenziell eher sinken
Der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk (ÖRR) werde gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spaltung und zunehmender Desinformation dringend gebraucht. „Die Menschen erreichen und Wirkung entfalten kann der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk nur, wenn er in der Breite der Bevölkerung als vertrauenswürdiges Qualitätsmedium akzeptiert wird!“, betont Rohleder.
- Ein monatlicher Beitrag für einen von vielen Menschen nur sporadisch genutzten Dienst, welcher deutlich über privaten Rundfunk- und Streaming-Angeboten liege, sei hierzu „kontraproduktiv“.
Auch angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage vieler Haushalte sollte der Rundfunkbeitrag nicht weiter steigen, sondern tendenziell sinken – geringere Belastungen für Beitragszahler wären eher „das richtige Signal“.
ÖR-Rundfunkanstalten müssen und können deutlich effizienter werden
Die Rundfunkanstalten müssten und könnten deutlich effizienter werden: „Dazu gehören nachvollziehbare und transparente Kosten, eine strenge Ausgaben- und Wirkungskontrolle sowie Investitionen in digitale ,Tools’ und Technik, die Abläufe vereinfachen und insbesondere in der Verwaltung dauerhaft Kosten senken.“
- Wichtig für mehr Effizienz ist demnach zudem, dass die einzelnen Anstalten enger zusammenarbeiten und Infrastrukturen teilen: Technische Systeme sollten stärker gebündelt werden und die Finanzierung teurer Doppel- und Mehrfachstrukturen sollte beendet werden.
„Auch organisatorisch und inhaltlich braucht es mehr Kooperation, um Doppelungen abzubauen, sich auf den Kernauftrag zu konzentrieren und mögliche Synergien konsequent zu nutzen“, so Rohleders Empfehlung.
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Dr. Bernhard Rohleder: Hauptgeschäftsführer Bitkom e.V.