Redgate-Studie: DACH-Entscheider machen sicheren Datenbankbetrieb zur Priorität

Oliver Stein, Geschäftsführer DACH bei Redgate
Oliver Stein, Geschäftsführer DACH bei Redgate, Bild: Redgate

Gemäß einer Studie von Redgate haben Sicherheit und Compliance beim Datenbankbetrieb in der DACH-Region höchste Priorität. Dabei investieren 85 % der Befragten mehr Zeit in Sicherheits- und Compliance-Themen und 83 % empfinden Datensicherheit als zunehmend komplex. Für Fachkräfte und die Entscheiderebene verändert das den Arbeitsalltag bei gleichzeitig hohem Sicherheitsbewusstsein.

Sicherheit und Compliance im Datenbankbetrieb haben in der DACH-Region Vorrang. Das zeigt der Report „Die Lage der Datenbanklandschaft 2026 (DACH Edition)“ von Redgate, einem Anbieter von Database-DevOps-Lösungen für umfassende Datenbankkontrolle.

85 % der Befragten investieren heute mehr Zeit in Sicherheits- und Compliance-Themen als früher. 83 % empfinden Datensicherheit als zunehmend komplex. Das verändert den Arbeitsalltag von Fachkräften und C-Level-Entscheidern spürbar: Freigabeprozesse, Zugriffskontrollen, Monitoring und die Dokumentation von Änderungen laufen heute anders ab als noch vor wenigen Jahren. Die gute Nachricht: Das Sicherheitsbewusstsein ist trotz wachsender Komplexität fest im Arbeitsalltag verankert.

Um den Herausforderungen gerecht zu werden, setzen Unternehmen auf mehr Standardisierung und Automatisierung. Sie nutzen häufiger allgemeine Infrastruktur-Monitoring-Tools (65 %), integrierte CI/CD-Werkzeuge (50 %) sowie Datenmodellierungs- und ERD-Tools (47 %). Selbst entwickelte Skripte und Datenbankmanagementlösungen verlieren dagegen an Bedeutung: Nur noch rund 15 % setzen auf Marke Eigenbau. Der Trend geht klar zu einheitlichen, nachvollziehbaren Prozessen, die teamübergreifend funktionieren und den Anforderungen von Audits und Compliance-Prüfungen besser gerecht werden.

Steigende Komplexität in allen Bereichen

Auch an anderer Stelle wächst die Komplexität: 87 % der Unternehmen in der DACH-Region nutzen mindestens zwei Datenbankplattformen, rund ein Drittel sogar vier oder mehr. Trotzdem bewältigen die Teams diese Komplexität vergleichsweise gut: Nur 34 % sehen fehlende Fachkenntnisse oder Schulungsbedarf als Herausforderung im Multi-Plattform-Betrieb.

Dennoch bleibt die Sicherstellung konsistenter Prozesse über alle Plattformen hinweg eine zentrale Aufgabe. Unterschiede bei Zugriffsrechten, Monitoring, Deployments oder der Dokumentation von Änderungen führen schnell zu Intransparenz und erhöhtem Betriebsaufwand. Einheitliche Standards und durchgängige Prozesse entscheiden daher über den Erfolg im Multi-Plattform-Betrieb.

Ein pointierter Einsatz von KI

Auch beim Einsatz von KI zeigt sich ein differenziertes Bild. Mit 58 % entwickeln oder trainieren im internationalen Vergleich weniger Unternehmen in der DACH-Region eigene KI-Modelle. Wer KI einsetzt, integriert sie dafür oft intensiver in die eigenen Prozesse. Der Fokus liegt weniger auf flächendeckender Einführung als auf konkreten Anwendungsfällen mit messbarem Mehrwert.

73 % der Anwender nennen verbesserte Sicherheit als größten Vorteil von KI. Effizienzsteigerungen bei Routineaufgaben (42 %), prädiktive Analysen (28 %) oder tiefere Einblicke (14 %) spielen eine kleinere Rolle. Die Zahlen verdeutlichen, dass Unternehmen KI vor allem dort einsetzen, wo sie Monitoring, Performance und den sicheren Betrieb komplexer Datenbanklandschaften unterstützen kann.

„Die Ergebnisse zeigen, dass eine erfolgreiche Datenbankstrategie heute weit über den Betrieb einzelner Systeme hinausgeht”, erklärt Oliver Stein, Geschäftsführer DACH bei Redgate. „Entscheidend sind standardisierte Prozesse, konsequente Automatisierung und ein ganzheitlicher Blick auf Sicherheit, Compliance und Governance. Gleichzeitig sollten Unternehmen neue Technologien wie KI gezielt dort einsetzen, wo sie Transparenz, Stabilität und Kontrolle erhöhen. Wer diese Grundlagen schafft und sie durchgängig auf hybride und Multi-Plattform-Umgebungen ausweitet, schafft die Voraussetzungen für einen sicheren und zukunftsfähigen Datenbetrieb.“

Zentrale Erkenntnisse der DS-Redaktion

  • Sicherheit hat oberste Priorität: 85 % investieren mehr Zeit in Sicherheits- und Compliance-Themen, 83 % empfinden Datensicherheit als zunehmend komplex.
  • Mehr Standardisierung und Automatisierung: 65 % nutzen Infrastruktur-Monitoring-Tools, 50 % integrierte CI/CD-Werkzeuge und 47 % Datenmodellierungs- und ERD-Tools.
  • Weniger Eigenentwicklung: Nur noch rund 15 % setzen auf selbst entwickelte Skripte und Datenbankmanagementlösungen.
  • Multi-Plattform wird zum Standard: 87 % der DACH-Unternehmen nutzen mindestens zwei Datenbankplattformen, rund ein Drittel sogar vier oder mehr.
  • Prozesse müssen plattformübergreifend funktionieren: Einheitliche Standards für Zugriffe, Monitoring, Deployments und Dokumentation werden entscheidend.
  • KI gezielt statt flächendeckend nutzen: 58 % entwickeln oder trainieren eigene KI-Modelle. 73 % der KI-Anwender sehen verbesserte Sicherheit als größten Vorteil.

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