Laut Prof. Dr.-Ing. Rainer Stark liegt Deutschlands wichtigster Rohstoff tatsächlich quasi noch im Keller – und zwar in Form riesiger Datenbestände der Industrie
[datensicherheit.de, 17.07.2026] Prof. Dr.-Ing. Rainer Stark, Leiter des Fachgebiets „Industrielle Informationstechnik“ am Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF), Fakultät V – „Verkehrs- und Maschinensysteme“ der Technischen Universität Berlin erläutert, warum ungenutzte Industriedaten, neue Allianzen und mehr Mut über die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland entscheiden werden. Wie sich die Innovationskraft der deutschen Industrie sichern und ausbauen lässt, gehört demnach derzeit zu den zentralen Fragen in Politik, Wirtschaft und Forschung.
Wertvolle Informationen häufig noch in getrennten Datenbanken und Servern verborgen
Künstliche Intelligenz (KI) gelte dabei als Schlüsseltechnologie für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts. Doch welche Voraussetzungen Deutschland schaffen muss, um seine industrielle Stärke auch im KI-Zeitalter zu behaupten, erörtert Stark, der auch stellvertretender Sprecher „Wissenschaft“ im „Forschungsbeirat Industrie 4.0“ der Akademie der Technikwissenschaften acatech ist.
- Laut Stark liegt Deutschlands wichtigster Rohstoff tatsächlich quasi noch im Keller – und zwar in den riesigen Datenbeständen der Industrie. Noch seien diese wertvollen Informationen jedoch häufig in getrennten Datenbanken und Servern verborgen und deshalb für größere KI-Modelle kaum nutzbar.
Er plädiert daher dafür, „Datenkeller“ aufzubrechen und Daten innerhalb von Unternehmen sowie auch über Unternehmensgrenzen hinweg besser zugänglich zu machen. Erst wenn dieser Datenschatz gehoben werde, könnten leistungsfähige KI-Modelle entstehen und neue Innovationen den Weg in die industrielle Praxis finden.
Datengetriebene Entwicklung, Simulationen und intelligente technische Systeme immer enger miteinander verzahnt
Einen weiteren Schlüssel sieht Stark im stärkeren Zusammenwachsen von Ingenieuren und Informatikern. Die bisherige Trennung der Disziplinen passe nicht mehr in eine Zeit, in der datengetriebene Entwicklung, Simulationen und intelligente technische Systeme immer enger miteinander verzahnt seien.
- Die Verbindung von Ingenieurwissenschaften, Informatik und KI könne nicht nur bestehende Produkte verbessern, sondern auch völlig neue Geschäftsmodelle ermöglichen.
In einem aktuellen Interview hat Stark zudem ausgeführt, warum im Gegensatz zu den klassischen Technologien die für Innovationen im Industrie-4.0-Zeitalter notwendige Infrastruktur bei den Unternehmen meist noch gar nicht vorhanden ist, weshalb der Wandel auch eine Generationenfrage ist und welche Chancen er in hybriden Entscheidungsprozessen zwischen Mensch sowie KI sieht. Auch benannte er Beispiele dafür, welche völlig neuen Angebote mit KI-Hilfe und mittels Digitalisierung am Markt platziert werden könnten.
Weitere Informationen zum Thema:
TECHNISCHE UNIVERSITÄT BERLIN
Industrielle Informationstechnik / Prof. Dr.-Ing. Rainer Stark
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Das Fachgebiet Industrielle Informationstechnik
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Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb
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Fakultät V – Verkehrs- und Maschinensysteme
acatech DEUTSCHE AKADEMIE DER TECHNIKWISSENSCHAFTEN
Forschungsbeirat Industrie 4.0
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„Deutschlands wichtigster Rohstoff liegt noch im Keller“