Deutschland – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Fri, 26 Jun 2026 18:59:28 +0000 de hourly 1 Digitalkompetenzen: Laut TÜV Weiterbildungsstudie 2026 hoher Qualifizierungsbedarf https://www.datensicherheit.de/digitalkompetenz-tuev-weiterbildung-2026-qualifizierungsbedarf Sun, 28 Jun 2026 22:59:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55267 Der TÜV-Verband fordert eine Digitalkompetenz-Offensive in den Betrieben

[datensicherheit.de, 29.06.2026] Der TÜV-Verband hat in seiner Stellungnahme vom 25. Juni 2026 eine Digitalkompetenz-Offensive in den Betrieben gefordert. Digitale Bildung bleibe für Unternehmen in Deutschland nämlich eine zentrale Herausforderung. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (56%) sehe einen (sehr) großen Weiterbildungsbedarf bei digitalen Anwendungskompetenzen – wie etwa bei digitalen Grundkenntnissen oder der Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI). Diese Erkenntnisse beruhen demnach auf der „TÜV Weiterbildungsstudie 2026“ – für diese habe Forsa im Auftrag des TÜV-Verbands im Februar 2026 500 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern repräsentativ befragt.

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Abbildung: ©TÜV-Verband

Digitalkompetenzen – eine zentrale Herausforderung

Bei Unternehmen ab 250 Beschäftigten sehen 74 Prozent Qualifizierungsbedarf

„Die Fähigkeit, digitale Technologien sinnvoll und sicher einzusetzen, ist heute unverzichtbar, unterstreicht Dr. Patrick Gilroy, Referent „Künstliche Intelligenz und Bildung“ beim TÜV-Verband.

  • Er führt aus: „Digitalkompetenzen gehören zur Grundausstattung aller Beschäftigten, unabhängig von Branche oder Tätigkeit. Sie ermöglichen es, digitale Werkzeuge im Arbeitsalltag effizient zu nutzen und mit den Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt Schritt zu halten.“

Besonders ausgeprägt sei der Bedarf in größeren Unternehmen: Bei Unternehmen ab 250 Beschäftigten sähen 74 Prozent entsprechenden Qualifizierungsbedarf. Bei mittleren Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten seien es 55 Prozent und bei kleinen Unternehmen mit 20 bis 49 Beschäftigten 54 Prozent.

Auch Führungskompetenzen und technische Fachkompetenzen Teil der wichtigsten Weiterbildungsfelder

Der Weiterbildungsbedarf bei Digitalkompetenzen zeige sich branchenübergreifend. Besonders häufig würden Unternehmen aus dem Handel digitale Anwendungskompetenzen als wichtiges Weiterbildungsfeld (63%) nennen, gefolgt von der öffentlichen Verwaltung (59%), dem Dienstleistungssektor (54%), Energie nebst Bau und Verkehr (53%) sowie der Industrie (52%).

  • Der Qualifizierungsbedarf beschränke sich indes nicht nur auf digitale Kompetenzen: Auch Führungskompetenzen (54%) und technische Fachkompetenzen (52%) zählten für Unternehmen zu den wichtigsten Weiterbildungsfeldern.

Knapp die Hälfte sehe zudem Weiterbildungsbedarf bei persönlichen und sozialen Kompetenzen wie Kommunikation, Teamarbeit oder Kreativität (49%). Dennoch stünden eben digitale Kompetenzen an der Spitze der Weiterbildungsagenda deutscher Unternehmen.

46% der Unternehmen sehen zudem Weiterbildungsbedarf bei vertieften Digitalkompetenzen

Mit dem zunehmenden Einsatz der KI, datengetriebenen Geschäftsmodellen und vernetzten Systemen würden auch spezialisierte Kompetenzen etwa in den Bereichen IT-Sicherheit, Datenanalyse oder KI-Entwicklung an Bedeutung gewinnen. Fast jedes zweite Unternehmen (46%) sehe einen (sehr) großen Weiterbildungsbedarf bei diesen vertieften Digitalkompetenzen.

  • „Unternehmen benötigen Fachkräfte, die Daten sicher verarbeiten, Cyberrisiken erkennen und neue Technologien kompetent einsetzen können“, erläutert Gilroy. Mit der fortschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt wachse der Bedarf an diesen Kompetenzen. „Sie sind entscheidend dafür, dass Unternehmen digitale Technologien sicher und erfolgreich einsetzen, ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern und auch künftig am Markt bestehen können!“

Der Weiterbildungsbedarf an spezialisierten Digitalkompetenzen sei in großen Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten überdurchschnittlich hoch (61%). Bei mittleren Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten gäben dagegen 46 Prozent einen (sehr) hohen Bedarf an und bei kleinen Unternehmen mit 20 bis 49 Beschäftigten liege der Anteil bei nur 44 Prozent.

Digitale Bildung muss ;itarbeiter während ihres gesamten Berufslebens begleiten

Auch zwischen den Branchen zeigten sich Unterschiede. Besonders häufig würden Unternehmen aus dem Handel (53%), der öffentlichen Verwaltung (49%) und dem Dienstleistungssektor (46%) spezifische Digitalkompetenzen als wichtiges Weiterbildungsfeld nennen. Es folgten die Industrie (44%) sowie Energie nebst Bau und Verkehr (38%).

  • „Deutschland braucht verstärkte Anstrengungen und einen langen Atem bei der Digitalkompetenzoffensive in den Betrieben“, so Gilroy. Digitale Bildung ende gerade nicht mit der Schule, der Ausbildung oder dem Studium. „Sie begleitet Beschäftigte während ihres gesamten Berufslebens und wird zu einer zentralen Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungsfähigkeit.“ Unternehmen sollten digitale, KI- und Cyberkompetenzen strategisch verankern, Kompetenzbedarfe regelmäßig analysieren und Beschäftigten ausreichend Zeit und Ressourcen für praxisnahe Weiterbildung bereitstellen.

Gleichzeitig müsse die Politik die Rahmenbedingungen verbessern: Förderangebote müssten transparenter werden, insbesondere für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU). Zudem brauche digitale Weiterbildung weniger Bürokratie und mehr Flexibilität. Moderne Online- und Blended-Learning-Angebote benötigten einen verlässlichen Qualitätsrahmen, um Innovation zu ermöglichen und Vertrauen zu schaffen. Mit der Fortführung der „Nationalen Weiterbildungsstrategie“ seien wichtige Weichen gestellt worden. Jetzt komme es darauf an, hochwertige Weiterbildung als zentrale Infrastruktur der digitalen Transformation konsequent auszubauen.

Weitere Informationen zum Thema:

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Team / Dr. Patrick Gilroy, Referent Künstliche Intelligenz und Bildung

TÜV VERBAND, 28.04.2026
TÜV Weiterbildungsstudie 2026 / TÜV Weiterbildungsstudie 2026: Deutsche Unternehmen erkennen Weiterbildung als Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und Transformation – doch besonders bei KI-Kompetenzen, strategischer Verankerung und Investitionen besteht weiterhin deutlicher Nachholbedarf.

datensicherheit.de, 20.03.2026
Digitalthemen: Weiterbildung in Unternehmen fast überall – aber selten für alle / Laut einer Bitkom-Untersuchung bieten die meisten Unternehmen für ausgewählte Mitarbeiter Weiterbildungen zu Digitalthemen an, aber nur die wenigsten schulen wirklich alle Beschäftigten

datensicherheit.de, 10.11.2018
eco: Konsequente Strategie für digitale Bildung und Weiterbildung nötig / Umfrage: 85,4% der Deutschen erkennen Bedarf digitaler Weiterbildung /49,5% der Befragten meinen, die Vereinbarkeit von Familie & Beruf wird leichter

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Modernisierung von Bund und Ländern: „Monitor Staatsmodernisierung“ des Bitkom zur Umsetzung von 222 zentralen Vorhaben https://www.datensicherheit.de/modernisierung-bund-laender-monitor-staatsmodernisierung-umsetzung Sun, 28 Jun 2026 22:28:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55257 Das aktuelle Ergebnis laut Bitkom: 69 Prozent der Vorhaben angeschoben, mit neun Prozent allerdings erst ein kleiner Teil abgeschlossen – bei gut einem Fünftel noch nichts passiert

[datensicherheit.de, 29.06.2026] Die Situation ist wohl den meisten Bürgern vertraut: Wer u.a. sein Auto anmeldet, Kindergeld bezieht oder einen Bauantrag stellt, ist konfrontiert mit ausgedruckten Formularen, Vor-Ort-Terminen und langen Bearbeitungszeiten. Eine moderne Verwaltung sollte dies für Bürger sowie Unternehmen gleichermaßen ändern – und zwar mit Leistungen, welche sich digital, schnell und unkompliziert erledigen lassen. Wie weit Deutschland tatsächlich auf diesem Weg ist, soll der neue „Monitor Staatsmodernisierung“ des Digitalverbands Bitkom e.V. aufzeigen, der am 25. Juni 2026 anlässlich der Ministerpräsidentenkonferenz veröffentlicht wurde. Er bewertet demnach den Umsetzungsstand von 222 zentralen Vorhaben aus den sogenannten Modernisierungsagenden von Bund und Ländern – von der sogenannten Registermodernisierung über digitale Behördenleistungen bis zum Bürokratieabbau. Das aktuelle Ergebnis laut Bitkom: 69 Prozent der Vorhaben seien angeschoben, abgeschlossen sei mit neun Prozent allerdings erst ein kleiner Teil, bei einem Fünftel (22%) sei noch nichts passiert. „Die Bundesregierung hat das Thema Modernisierung des Staates ganz oben auf die Tagesordnung gesetzt und die Zahlen zeigen, dass sie auch abliefert“, kommentiert der Bitkom-Präsident, Dr. Ralf Wintergerst. Er betont: „Das neue Digitalministerium trägt zurecht die ,Staatsmodernisierung’ im Titel.“

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Foto: Bitkom

Dr. Ralf Wintergerst: Der Bund gibt das Tempo vor und die Länder müssen jetzt mitziehen!

Vorhaben des Bundes derzeit schneller umgesetzt als jene der Länder

Es gibt zwei Modernisierungsagenden in Deutschland – eine für den Bund mit 82 Projekten und eine für die Länder mit 140 Projekten. Die 82 Vorhaben aus der Bundesagenda seien zu 74 Prozent angeschoben und zu zwölf Prozent umgesetzt, bei zwölf Prozent sei noch nichts passiert.

  • Bei der föderalen Agenda gehe es aktuell langsamer voran: 66 Prozent der 140 Vorhaben seien angeschoben worden, nur sieben Prozent seien umgesetzt – und bei mehr als einem Viertel (27%) sei noch nichts passiert „Der Bund gibt das Tempo vor und die Länder müssen jetzt mitziehen!“, fordert Wintergerst.

Für die Auswertung hat der Bitkom nach eigenen Angaben die Maßnahmen zehn Themen zugeordnet – von „Bürokratieabbau“ über „Vergabe und Beschaffung“ bis hin zum „Deutschland-Stack“.

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Abbildung: Bitkom

„Monitor Staatsmodernisierung“ am 25. Juni 2026 veröffentlicht

Die meisten Maßnahmen ranken sich um „Bürokratieabbau“

Am weitesten fortgeschritten seien 24 Vorhaben rund um staatliche Strukturen und „Governance“ – so etwa die Einführung des „IT-Zustimmungsvorbehalts“ für das Digitalministerium oder die Modernisierung des Dienstrechts: 17 Prozent der Maßnahmen in diesem Themenfeld seien umgesetzt, 58 Prozent angestoßen. Ebenfalls 17 Prozent der 30 Maßnahmen zu Innovation, Förderung und Arbeit seien umgesetzt, weitere 63 Prozent sind begonnen.

  • Hierzu steche zum Beispiel die Einführung von „Experimentierklauseln“ positiv hervor. Im Themenfeld „KI und Daten“ seien 14 Prozent der 24 Vorhaben bereits abgeschlossen, 43 Prozent seien angelaufen – so zum Beispiel durch die Einführung eines „KI-Marktplatzes“ für die Verwaltung.

Die meisten Maßnahmen gebe es mit 53 rund um den „Bürokratieabbau“: Abgeschlossen seien davon aber erst acht Prozent, drei Viertel (77%) seien zumindest in Arbeit. Beim „Deutschland-Stack“, welcher die technische Basis für souveräne und interoperable Lösungen bilden solle, komme die Bundesregierung ebenfalls voran: Dieser sei vollständig in der Umsetzung – alle sieben Vorhaben seien begonnen worden, abgeschlossen sei aber noch keines.

Große Reform-Druck: „Registermodernisierung“ von besonderer Bedeutung

Entscheidend werden aus Bitkom-Sicht nun einige große Reformen, die besonders breit wirken könnten. Dazu gehöre zum Beispiel die Reform des „Verwaltungsverfahrensgesetzes“, welches Verfahren beschleunigen und den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Verwaltung rechtssicher machen solle.

  • Eine Reform des Grundgesetz-Artikels 91c, welche eine stärkere finanzielle Beteiligung des Bundes an IT-Projekten in Ländern und Kommunen ermöglichen würde, sollte ebenfalls vorangetrieben werden.

Eine besondere Bedeutung schließlich komme der „Registermodernisierung“ zu: Diese solle die Grundlage dafür schaffen, dass die dem Staat einmal vorliegenden Daten nicht immer wieder neu angegeben werden müssten. „Die ,Registermodernisierung’ ist wichtige Voraussetzung für ein echtes ,Once-Only’-Prinzip und vollständig digitale Verwaltungsleistungen. Davon würden Bürgerinnen und Bürger ebenso profitieren wie Unternehmen“, gibt Wintergerst abschließend zu bedenken.

Weitere Informationen zum Thema:

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Dr. Ralf Wintergerst: Präsident Bitkom / Vorsitzender der Geschäftsführung & Group CEO Giesecke+Devrient GmbH

bitkom
Monitor Staatsmodernisierung / Der Monitor Staatsmodernisierung misst den Umsetzungs­stand von 222 zentralen Vorhaben aus den Modernisierungs­agenden Bund (Oktober 2025) und Föderal (Dezember 2025). Er macht sichtbar, in welchen Bereichen Bund, Länder und Kommunen Fortschritte erzielen.

datensicherheit.de, 06.10.2025
Modernisierungsagenda der Bundesregierung: DsiN begrüßt wichtiges Signal und fordert Taten / DdsiN-Geschäftsführerin Isabelle Rosière erkennt einen wichtigen Schritt, um Bürgern und Unternehmen bessere digitale Services zu bieten und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu sichern

datensicherheit.de, 02.10.2025
Modernisierungsagenda des Bundes: Bitkom lobt Aufbruchssignal für den Digitalen Staat / „Deutschlands erster Digitalminister hat in Rekordtempo geliefert!“, anerkennt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder

datensicherheit.de, 01.03.2021
LfDI RLP warnt: Registermodernisierungsgesetz gefährdet Informationelle Selbstbestimmung / Prof. Dieter Kugelmann (LfDI RLP) fordert: „Es darf nicht zu Persönlichkeitsprofilen kommen!“

datensicherheit.de, 29.01.2021
Registermodernisierungsgesetz: Heinz Müller warnt vor Gläsernem Bürger / Entgegen massiver Kritik verabschiedete der Bundestag am 28. Januar 2021 das Registermodernisierungsgesetz

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Neuer Ransomware-Boom: Ein Drittel mehr Vorfälle registriert https://www.datensicherheit.de/neu-ransomware-boom-zunahme-vorfaelle-2025 Wed, 24 Jun 2026 22:53:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55179 Laut dem „Threat Status Report 2025/2026“ von aDvens wurden 2025 ein Drittel mehr Ransomware-Vorfälle als im Vorjahr registriert – in Deutschland geriet vor allem die Industrie ins Visier

[datensicherheit.de, 25.06.2026] Die Bedrohung durch sogenannte Ransomware verschärft sich offenbar weiter, denn laut dem „Threat Status Report 2025/2026“ von aDvens gab es demnach im Jahr 2025 ein Drittel mehr Fälle als im Vorjahr. In Deutschland sei vor allem die Industrie im Fokus gewesen. Gleichzeitig werden nach aDvens-Erkenntnissen die Methoden der Cyberkriminellen immer raffinierter. Neue Angreifer-Gruppen setzten Künstliche Intelligenz (KI) sowie fortschrittliche Social-Engineering-Methoden ein, um wichtige Ziele zu kompromittieren.

2025 mehr als 8.150 Opfer von Ransomware-Attacken

Ransomware erlebe gerade einen neuen Boom. Dies zeige der „Threat Status Report 2025/2026“ von aDvens: Im Vergleich zum Vorjahr sei die Anzahl der erfolgreichen Ransomware-Attacken 2025 um ein Drittel angestiegen. „Dabei werden die Methoden immer raffinierter.“

  • Neue Angreifer-Gruppen setzen KI sowie fortschrittliche Social-Engineering-Methoden ein, um wichtige Ziele zu kompromittieren.

Weltweit seien für 2025 mehr als 8.150 Opfer von Ransomware-Attacken gemeldet worden. Dies entspreche einem Anstieg von 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allein im Februar 2025 seien mehr als 1.000 Fälle gezählt worden. Prominentestes Beispiel: „Der Ransomware-Angriff auf Jaguar Land Rover und der dadurch verursachte Produktionsstillstand hatte einen Gesamtschaden von 2,19 Milliarden Euro für die britische Wirtschaft zur Folge.“

In Deutschland die Industrie als beliebtestes Ziel von Ransomware-Gruppen

Die meisten erfolgreichen Ransomware-Angriffe weltweit hätten 2025 die USA (3.399) verzeichnet. Beinahe jeder zweite Vorfall (47%) habe damit in den Vereinigten Staaten von Amerika stattgefunden. Auf dem zweiten Platz stehe Kanada mit 361 Ransomware-Angriffen. Deutschland habe 333 Angriffe – und damit die drittmeisten Ransomware-Attacken weltweit – verzeichnet.

  • Besonders im Fokus der Cyberkriminellen habe in Deutschland der Industriesektor gelegen. „Jeder fünfte erfolgreiche Ransomware-Angriff betraf das produzierende Gewerbe.“ Knapp dahinter liege der Technologiesektor, gefolgt von der Transport- und Logistikbranche.

Mit Abstand die meisten erfolgreichen Ransomware-Angriffe in Deutschland habe „SafePay“ für sich beansprucht. Obwohl sich diese Gruppe erst 2024 formiert habe, zähle sie mittlerweile zu einer der weltweit aktivsten Ransomware-Banden. Jede vierte erfolgreiche Ransomware-Attacke sei 2025 in Deutschland auf das Konto von „SafePay“ gegangen.

Ransomware-Angriff weiterhin eines der größten Cyberrisiken für Unternehmen

„Ein Ransomware-Angriff bleibt eines der größten Cyberrisiken für Unternehmen!“, kommentiert Andreas Süß, „CEO DACH“ der aDvens GmbH. Er führt aus: „Die Anzahl der erfolgreichen Angriffe ist im vergangenen Jahr drastisch angestiegen.“

  • Zudem setzten Cyberkriminelle zunehmend auch auf die Unterstützung durch KI. „Dass ein Ransomware-Angriff erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen kann, hat nicht zuletzt der Fall Jaguar Land Rover eindrücklich gezeigt.“

Daher sollten sich Unternehmen mit Maßnahmen wie Netzwerksegmentierung, Multi-Faktor-Authentifizierung, Backups oder Awareness-Schulungen vorbereiten und sich im Zweifelsfall von externen Experten unterstützen lassen.

Ransomware-Angriffe auch künftig Herausforderung für Unternehmen, Behörden und Privatpersonen

Bei einem Ransomware-Angriff wird Schadsoftware in ein IT-System eingeschleust, um Daten zu verschlüsseln oder den Zugriff auf Systeme zu blockieren. Die Täter fordern anschließend ein Lösegeld – meist in Form von „Krypto-Währungen“ – um die Daten freizugeben oder den Zugang wiederherzustellen.

  • Zunehmend drohen Ransomware-Angreifer auch mit der Veröffentlichung sensibler Informationen, um zusätzlichen Druck auf die Opfer auszuüben.

Ransomware-Angriffe betreffen indes nicht nur Unternehmen, sondern auch Behörden und Einzelpersonen. Sie verursachen teils gravierende Betriebsunterbrechungen, wirtschaftliche Schäden und Datenverluste.

Weitere Informationen zum Thema:

aDvens
Unsere Mission / Unser Engagement

aDvens
Threat Report 2025-2026: Mit welchen Cyber‑Herausforderungen wird Ihre Organisation 2026 konfrontiert sein? Und wie sollten Sie Ihre Security‑Roadmap anpassen, um Ihre Sicherheitslage nachhaltig zu stärken?

SECURITY SPEZIAL
Managed Detection & Response-Services und mySOC-Plattform / Die Welt sicherer und besser machen

datensicherheit.de, 16.05.2026
Ransomware-Gruppe „Nitrogen“ hat Foxconn-Werk in den USA angegriffen / Foxconn ist Partner von Apple und Nvidia ist – der Cyberangriff auf einen der größten Hersteller elektronischer Produkte könnte globale Auswirkungen haben

datensicherheit.de, 29.04.2026
Ransomware-Hotspot: Deutschland als Top-Ziel für Erpresser / Im Jahr 2025 laut PwC 58 Prozent mehr Ransomware-Opfer weltweit – KI senkt Einstiegshürden und beschleunigt Angriffe

datensicherheit.de, 09.04.2026
Ransomware im Wandel – dennoch weiterhin eine der gravierendsten Cyberbedrohungen weltweit / Weniger Opfer zahlen, doch die Summen steigen – aktuelle Zahlen zur Ransomware-Bedrohung zeichnen ein Bild, welches Verantwortliche in Unternehmen nicht als Entwarnung missverstehen sollten

datensicherheit.de, 24.02.2026
4 Prozent der Ransomware-Vorfälle beinhalten Datenexfiltration / Ransomware-Angriffe zählen 2026 weltweit zu den hartnäckigsten und kostspieligsten Cyberbedrohungen – mit Auswirkungen auf Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Privatnutzer

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„AI Security Institute“: TÜV-Verband begrüßt wichtiges Signal für den KI-Standort Deutschland https://www.datensicherheit.de/ai-security-institute-tuev-verband-signal-ki-standort-deutschland https://www.datensicherheit.de/ai-security-institute-tuev-verband-signal-ki-standort-deutschland#respond Wed, 10 Jun 2026 22:43:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54889 Wer das KI-Potenzial nutzen möchte, sollte deren Risiken verstehen und Vertrauen in ihre Sicherheit, Zuverlässigkeit und Transparenz schaffen

[datensicherheit.de, 11.06.2026] Das deutsche „AI Security Institute“ sei ein wichtiges Signal für den KI-Standort Deutschland – auch der TÜV-Verband begrüßt dessen Einrichtung und fordert zugleich eine enge Verbindung von Forschung und Praxis. Der Nationale Sicherheitsrat hat die Einrichtung eines deutschen Sicherheitsinstituts für Künstliche Intelligenz (KI) beschlossen. Dieses deutsche „AI Security Institute“ (DE-AISI) soll demnach die Bewertung von KI-Risiken stärken und den Aufbau sicherer und vertrauenswürdiger KI unterstützen. Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, kommentiert: „Die Einrichtung eines deutschen ,AI Security Institute’ ist ein wichtiges Signal für den KI-Standort Deutschland. Wer das Potenzial von Künstlicher Intelligenz nutzen will, muss die Risiken von KI verstehen und Vertrauen in ihre Sicherheit, Zuverlässigkeit und Transparenz schaffen!“

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Foto: © Tobias Koch

Dr. Joachim Bühler unterstreicht die Notwendigkeit, mit dem DE-AISI ein international anschlussfähiges Institut zu etablieren

Es gilt, wissenschaftlich fundierte Methoden zu entwickeln und diese in der Praxis anwendbar zu machen

Bühler führt aus: „Deutschland hat die Chance, bei sicherer und vertrauenswürdiger KI eine internationale Führungsrolle einzunehmen. Das ,AI Security Institute’ kann dazu beitragen, Deutschland und Europa als Standorte für sichere KI zu stärken und internationale Standards für vertrauenswürdige KI mitzugestalten.“

  • KI-Systeme müssten sich verlässlich prüfen und bewerten lassen. Entscheidend werde sein, dafür wissenschaftlich fundierte Methoden zu entwickeln und sie in der Praxis anwendbar zu machen.

Bestehende Kompetenzen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Aufsicht und Prüfwesen sollten zusammengeführt werden

„Mit dem ,TÜV AI.Lab’ arbeiten die TÜV-Unternehmen bereits daran, Prüf- und Bewertungsmethoden für KI-Systeme zu entwickeln. Ziel ist es zentrale Anforderungen wie Transparenz, Robustheit, Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit mess- und überprüfbar zu machen.“

  • Wichtig sei zudem, bestehende Kompetenzen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Aufsicht und Prüfwesen zusammenzuführen. Bühlers abschließender Gedanke: „Nur so entsteht ein Institut, das international anschlussfähig ist und Unternehmen bei der sicheren Entwicklung und dem Einsatz von KI wirksam unterstützt!“

Weitere Informationen zum Thema:

TÜV VERBAND
Über uns

mfm – future at work,
mfm – Interview: Drei Fragen an Joachim Bühler

bitkom
Positionspapier: Deutsches AI Security Institut

Table.Briefings, Leonard Schulz, 18.03.2026
KI-Sicherheit: Britische Task Force als Vorbild für Deutschland?

datensicherheit.de, 10.06.2026
„AI Security Institute“: Gründung eines deutschen KI-Sicherheitsinstituts beschlossen / DE-AISI soll helfen, die KI-Chancen und -Risiken besser einzuschätzen und sich zudem mit vergleichbaren ausländischen Einrichtungen auszutauschen

datensicherheit.de, 22.05.2026
Laut GoTo-Studie verlässt sich fast die Hälfte der Beschäftigten zu stark auf KI / Während Mitarbeiter dank KI täglich über eine Stunde Zeit sparen können, führt übermäßige KI-Abhängigkeit zu Fachkräftemangel, zunehmendem Missbrauch und einer Flut von KI-Workslop

datensicherheit.de, 21.05.2026
KI-basierte Cyberbedrohungen: KMU bisher meist nicht vorbereitet / Kleine und Mittlere Unternehmen unterschätzen oft die Risiken mittels Künstlicher Intelligenz (KI) durchgeführter Cyberangriffe

datensicherheit.de, 15.05.2026
Datensouveränität im KI-Zeitalter als strategisches Muss für IT-Entscheider / Datensouveränität basiert auf der Fähigkeit, eine substanzielle und nachweisbare ortsunabhängige Kontrolle über Daten, Technologien, Betriebsprozesse und rechtliche Risiken zu behalten

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BfDI zur Informationsfreiheit: Kein Sicherheitsrisiko – sondern Vertrauensgarant https://www.datensicherheit.de/bfdi-informationsfreiheit-sicherheitsrisiko-vertrauensgarant Mon, 01 Jun 2026 22:23:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54741 Die BfDI hat zur Veröffentlichung der ersten bundesweiten Repräsentativbefragung zur Informationsfreiheit einen mahnenden Kommentar veröffentlicht

[datensicherheit.de, 02.06.2026] Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider, hat im Kontext der Veröffentlichung der ersten bundesweiten Repräsentativbefragung zur Informationsfreiheit mahnend Stellung bezogen: „In Zeiten gezielter Desinformation ist Transparenz das wirksamste Gegenmittel. Wer nachvollziehen kann, wie Entscheidungen entstehen, ist weniger empfänglich für Verschwörungserzählungen. Deutschland muss sich als liberale Demokratie entschlossen dem weltweiten Trend zur Intransparenz entgegenstellen – mit klaren Strukturen und erfahrbaren Rechten!“

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Foto: Johanna Wittig

Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider: Deutschland muss sich als liberale Demokratie entschlossen dem weltweiten Trend zur Intransparenz entgegenstellen – mit klaren Strukturen und erfahrbaren Rechten!

Bürgererwartung transparenter Staat – noch erheblicher Handlungsbedarf

Zwanzig Jahre nach Inkrafttreten des Informationsfreiheitsgesetzes des Bundes (IFG) zeigt sich demnach, dass die Bürger einen transparenten Staat erwarten – und sehen genau hier erheblichen Handlungsbedarf:

  • 96 Prozent der insgesamt 2.500 Befragten erwarteten transparentes Behördenhandeln, 60 Prozent erlebten Behörden aber häufig als intransparent. „Deshalb müssen wir die wahrgenommene Intransparenz ernst nehmen, die unsere Befragung sichtbar gemacht hat. Auch wenn Wahrnehmung und Realität nicht deckungsgleich sind“, betont Specht-Riemenschneider.

Die zugrundeliegende Befragung wurde im Auftrag des „BfDI-Datenbarometers“ vom Meinungsforschungsinstitut INFO GmbH durchgeführt. Erstmals vorgestellt werden soll sie beim „8. Symposium der BfDI zur Informationsfreiheit“ am 2. und 3. Juni 2026 in Berlin.

Warnung vor der Diskreditierung der Informationsfreiheit als Sicherheitsrisiko

In der Praxis habe sich die Informationsfreiheit weitgehend bewährt. Rund jede zehnte befragte Person habe bereits eine IFG-Anfrage gestellt. Von diesen Antragstellern hätten 54 Prozent vollständigen Zugang zu den angefragten Informationen erhalten, weitere 28 Prozent zumindest teilweise. Nur fünf Prozent berichteten von einer Ablehnung.

  • Im Lichte aktueller Sicherheitsdebatten warnt Specht-Riemenschneider jedoch davor, Informationsfreiheit pauschal mit einem Sicherheitsrisiko gleichzusetzen:

„Sicherheitsinteressen können Ausnahmen rechtfertigen. Das IFG sieht das auch schon heute so vor. Aber sie dürfen nicht dazu führen, dass ganze Informationsbereiche ohne Prüfung des Einzelfalls der öffentlichen Kontrolle entzogen werden!“

Informationsfreiheit sollte als demokratisches Werkzeug sichtbarer und einfacher nutzbar sein

Die BfDI leitet aus diesen Befragungsergebnissen drei zentrale Handlungsempfehlungen ab: Erstens brauche die Informationsfreiheit wirksame Durchsetzungsbefugnisse für Aufsichtsbehörden. Zweitens sollte Informationsfreiheit als demokratisches Werkzeug sichtbarer und einfacher nutzbar werden, unter anderem durch verständliche und niedrigschwellige Kommunikationswege.

  • 64 Prozent wünschten sich die Möglichkeit, Anfragen per Brief oder E-Mail zu stellen, 63 Prozent über Behörden-Webseiten und 51 Prozent über ein zentrales Anfrageportal. Drittens sollten Behörden Informationen, die für die Öffentlichkeit von Interesse sind, verstärkt proaktiv veröffentlichen. Dafür sprechen sich laut BfDI 83 Prozent der Befragten aus.

Mit der Befragung zum Informationsfreiheitsgesetz startet das „BfDI-Datenbarometer“ die neue Veröffentlichungsreihe „Befragungsergebnisse und Empfehlungen“, welche sich an die breite Öffentlichkeit, aber auch an Bundestag, Behörden, Verbände und Nichtregierungsorganisationen richtet. In der Reihe „Dokumentation“ werden außerdem zu jedem Befragungsthema Zahlen, Fragen, Methoden und Detailergebnisse veröffentlicht.

Weitere Informationen zum Thema:

BfDI, Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
Unsere Mission: Datenschutz, Datenschutzaufsicht und Informationsfreiheit als Wegbereiter einer grundrechtssensiblen digitalen Transformation

BfDI, Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider / Der Lebenslauf der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit

BfDI, Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
Informationsfreiheit: Die erste bundesweite Repräsentativbefragung zur Informationsfreiheit verdeutlicht: Bürgerinnen und Bürger verlangen mehr Transparenz von Behörden. Die Ergebnisse zeigen, wie Transparenz aktuell wahrgenommen wird und für welche Themen aus der Behördenarbeit sich die Menschen besonders interessieren.

BfDI, Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
8. BfDI Symposium zur Informationsfreiheit / Die Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (BfDI) lädt ein zum 8. Symposium zur Informationsfreiheit „20 Jahre IFG – Bilanz, Herausforderungen und die Zukunft der Transparenz“

datensicherheit.de, 10.03.2026
Informationsfreiheit und Datenschutzgesetz in Berlin: Meike Kamp kritisiert geplante Gesetzesänderungen / Die BlnBDI kommentiert in ihrer Stellungnahme vom 9. März 2026 die geplanten Änderungen am Berliner Datenschutzgesetz und dem Berliner Informationsfreiheitsgesetz und warnt

datensicherheit.de, 29.09.2025
Informationsfreiheit: IFK-Forderung nach mehr Transparenz in Deutschland / Aus Anlass des „Internationalen Tages der Informationsfreiheit“ am 28. September 2025 hat die „Konferenz der Informationsfreiheitsbeauftragten in Deutschland“ (IFK) gefordert, die Regeln für Transparenz und Informationsfreiheit fortzuentwickeln und auszubauen

datensicherheit.de, 07.06.2024
BfDI-Forderung nach Transparenzgesetz auf Bundesebene als Update des bestehenden Informationsfreiheitsgesetzes / Deutschland als Gastgeber der „ICIC 2025“ in Berlin sollte dann sein neues Transparenzgesetz präsentieren können

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KI- und Rechenzentrumsausbau in Europa droht zu scheitern https://www.datensicherheit.de/ki-rechenzentrumsausbau-europa-drohung-scheitern Mon, 01 Jun 2026 22:05:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54742 Europa strebt danach, seine Rechenzentrumskapazitäten bis 2032 zu verdreifachen, aber dieses ambitionierte Ziel könnte durch neue eigene regulatorische Hürden gefährdet sein

[datensicherheit.de, 02.06.2026] Die „Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen“ ist ein Zusammenschluss führender Unternehmen der Branche – diese 2018 unter dem Dach vom eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. gegründete Initiative möchte demnach durch den Dialog mit Politik und Öffentlichkeit auf die Bedeutung digitaler Infrastrukturen für den Wirtschaftsstandort Deutschland aufmerksam machen. In einer aktuellen Stellungnahme wird auf das Bestreben Europas eingegangen, seine Rechenzentrumskapazitäten bis 2032 zu verdreifachen, und dabei dieses Ziel aber durch neue regulatorische Hürden selbst zu gefährden. Die „Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen“ warnt daher im Vorfeld des erwarteten „Tech Sovereignty Package“ vor praxisfernen Effizienzvorgaben, faktischen Standortvorgaben und zusätzlichen Investitionsrisiken für Rechenzentren. Aus Sicht der Allianz braucht Europa jetzt keine Regulierung, die Transparenz nur auf dem Papier schafft, „sondern schnellere Genehmigungen, planbare Netzanschlüsse und ein praxistaugliches, einheitliches Labeling“. Andernfalls würden dringend benötigte KI- und „Cloud“-Kapazitäten nicht in Europa, sondern eben anderswo entstehen.

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Foto: eco

Volker Ludwig: Wenn das „Tech Sovereignty Package“ Rechenzentren vor allem als Regulierungsproblem behandelt, wird Europa seine Digitale Souveränität nicht stärken

Ausbau der Rechenzentrumskapazitäten in der EU nur mit entsprechend positiven Rahmenbedingungen

Es drohe eine regulatorische Fehlsteuerung beim Ausbau von Rechenzentren. Das Ziel der Europäischen Kommission, die Rechenzentrumskapazitäten in der EU bis 2032 zu verdreifachen, ist aus Sicht der Allianz nur erreichbar, „wenn neue Initiativen konsequent aufeinander abgestimmt sind und Investitionen ermöglichen und nicht zusätzliche Hürden für den Ausbau digitaler Infrastrukturen aufbauen“.

  • „Europa muss seine infrastrukturelle Basis für Digitale Souveränität stärken und hierfür entsprechend positive Rahmenbedingungen schaffen“, sagt Volker Ludwig, Sprecher der Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen.

Er betont: „Wenn vorschnell praxisferne Effizienzvorgaben, faktische Standortvorgaben und damit zusätzliche Investitionsrisiken eingeführt werden, noch bevor ein einheitliches Labeling eingeführt und getestet wurde, wird das Ziel, KI- und Rechenzentrumskapazitäten zu verdreifachen, nicht erreicht. Dann schafft Europa Transparenz und Effizienz auf dem Papier, aber keine zusätzlichen Kapazitäten im Markt.“

Ignoranz gegenüber Standortrealitäten führt zu negativen Marktverzerrungen

Die Allianz unterstützt grundsätzlich „mehr Transparenz über Energieeffizienz, Wasserverbrauch und den Einsatz erneuerbarer Energien“. Kennzahlen wie „Power Usage Effectiveness“, „Water Usage Effectiveness“ und „Renewable Energy Factor“ könnten einen Beitrag zu Vergleichbarkeit und Nachhaltigkeit leisten. Voraussetzung dafür seien jedoch klar harmonisierte Definitionen, einheitliche Berechnungsmethoden und eine realistische Abbildung regionaler Unterschiede.

  • Klimatische Bedingungen, verfügbare Netzkapazitäten, Wasserverfügbarkeit und lokale Infrastruktur entschieden maßgeblich darüber, „welche Effizienzwerte an einem Standort technisch und wirtschaftlich erreichbar sind“. Man werde in der Praxis daher schnell feststellen, „dass eine ,One-Size-fits-all’-Lösung kontraproduktiv ist“.

„Ein Label, das Standortrealitäten ignoriert, wird nicht zu mehr Nachhaltigkeit führen, sondern zu negativen Marktverzerrungen führen“, erläutert Ludwig. Er führt hierzu aus:„Rechenzentren in wärmeren Regionen oder an infrastrukturell schwierigen Standorten dürfen nicht durch schematische Kennzahlen abgewertet werden. Europa braucht ein Label, das Transparenz schafft, kein nicht aussagekräftiges Ampelsystem, das Investitionen in dringend benötigte digitale Infrastruktur abschreckt.“

Ein Rechenzentrum ist auf kontinuierlichen, unterbrechungsfreien Betrieb ausgelegt und kann Lasten nicht beliebig verschieben

Besonders kritisch sieht die Allianz mögliche Anforderungen an Strombezugsmetriken. Eine faktische Verpflichtung zu zeit- und ortsgenauen Herkunftsnachweisen mit sehr hoher Granularität wäre angesichts der derzeit begrenzten Marktverfügbarkeit entsprechender Zertifikate kaum praktikabel. Sie könnte Beschaffungskosten deutlich erhöhen, die Liquidität der Märkte für erneuerbare Energien belasten und zusätzliche regulatorische Komplexität schaffen. Aus Sicht der Allianz müssen Anforderungen an Herkunftsnachweise kohärent mit RED III bleiben.

  • Auch Abwärmenutzung und Netzdienlichkeit dürften nicht pauschal verpflichtend werden. Beide Aspekte seien wichtig, aber hochgradig standortabhängig und im Falle von Netzdienlichkeit auch abhängig vom Geschäftsmodell. Ob Abwärme tatsächlich genutzt werden kann, hänge von Wärmenetzen, Abnehmern, technischer Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit vor Ort ab. Ebenso seien Rechenzentren auf einen kontinuierlichen, unterbrechungsfreien Betrieb ausgelegt und könnten Lasten nicht beliebig verschieben, ohne Servicequalität oder vertragliche Verpflichtungen zu gefährden, dies gelte insbesondere für sogenannte Colocation-Rechenzentren.

„Wer aus freiwilligen Kennzahlen schrittweise faktische Pflichten macht, verschiebt die Debatte vom Ausbau zur Verhinderung“, so Ludwig. Nachhaltigkeit brauche praktikable Regeln – indes keine Vorgaben, welche Betreiber für außerhalb ihres Einflussbereichs liegende Infrastruktur verantwortlich machen.

Schnelle und planbarer Zugang zu Energie und Netzanschlüssen als zentraler Engpass für neue Rechenzentrumskapazitäten

Der zentrale Engpass für neue Rechenzentrumskapazitäten bleibe der schnelle und planbare Zugang zu Energie und Netzanschlüssen. Langwierige Genehmigungsverfahren, fehlende Flächen, unklare Anforderungen an Abwärme und zusätzliche Berichtspflichten gefährdeten die Investitionssicherheit zusätzlich. In Deutschland könnten Planungs- und Genehmigungsprozesse für Rechenzentren einschließlich Bauleitplanung und Umweltgenehmigungen mehrere Jahre dauern. Für internationale Investoren sei das ein sehr negatives Standortsignal.

  • Die Allianz fordert deshalb, Gesetzgebung konsequent auf praxistaugliche Umsetzung auszurichten – schnellere Genehmigungen, priorisierte Netzanschlüsse für strategisch relevante digitale Infrastrukturen, ausgewiesene geeignete Flächen und ein technologieoffenes, evidenzbasiertes und in Europa einheitliches Labeling. Mindeststandards und neue Grenzwerte dürften erst diskutiert werden, wenn ausreichend belastbare Betriebsdaten aus dem europäischen Reporting-System vorliegen.

„Die entscheidende Frage ist nicht, ob Europa mehr digitale Infrastruktur braucht. Die Frage ist, ob Europa bereit ist, sie auch zu ermöglichen“, gibt Ludwig abschließend zu bedenken und warnt: „Wenn das ,Tech Sovereignty Package’ Rechenzentren vor allem als Regulierungsproblem behandelt, wird Europa seine Digitale Souveränität nicht stärken. Dann entstehen die KI- und ,Cloud’-Kapazitäten, die wir brauchen, woanders.“

Weitere Informationen zum Thema:

eco VERBAND DER INTERNETWIRTSCHAFT
Über uns: eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. / Wir gestalten das Internet.

DIGITALE INFRASTRUKTUREN
Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen

eco VERBAND DER INTERNETWIRTSCHAFT, 13.04.2026
Wechsel bei der Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen: Volker Ludwig übernimmt Sprecherrolle

Europen Commission
Strengthening Europe’s Tech Sovereignty / Tech sovereignty is Europe’s ability to act independently in the digital world by developing and controlling key technologies, data, and infrastructure, while reducing reliance on non-EU providers.

datensicherheit.de, 25.03.2026
Rechenzentrumsstrategie: Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen mahnt Konkretisierung bei Strompreisen und Energieeffizienz an / Trotz der ambitionierten Ausbauziele der „Nationalen Rechenzentrumsstrategie“ fehlen konkrete Maßnahmen bei Strompreisen, Energieeffizienz und Investitionsbedingungen – mithin entscheidende Faktoren im internationalen Wettbewerb

datensicherheit.de, 23.03.2026
Nationale Rechenzentrumsstrategie: Bitkom fordert noch deutlich verbesserte Rahmenbedingungen / Der Bitkom anerkennt vorliegende Rechenzentrumsstrategie als „wichtiges Signal“, vermisst bisher aber den „großen Wurf“

datensicherheit.de, 23.08.2025
5-Punkte-Plan des eco für zukunftsorientierte Rechenzentrumsstrategie des Bundes / Der eco fordert unter anderem wettbewerbsfähige Strompreise, schnellere Genehmigungen und ein Ende des „One-Size-Fits-All“-Ansatzes

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NIS-2 und eIDAS-Update im Fokus: TeleTrusT-Podcast mit Tim Golly, Markus Schuster und Carsten Vossel https://www.datensicherheit.de/nis2-eidas-teletrust-podcast-tim-golly-markus-schuster-carsten-vossel Wed, 20 May 2026 22:56:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54562 Der aktuelle TeleTrusT-Podcast behandelt den Themenkomplex NIS-2 sowie eIDAS-Update und zieht eine erste Bilanz zur Umsetzung in Unternehmen

[datensicherheit.de, 21.05.2026] Laut einer aktuellen Meldung vom Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT) ziehen nun nach dem Inkrafttreten der NIS-2-Regelungen in Deutschland Experten im jüngsten TeleTrusT-Podcast zum Themenkomplex NIS-2 und eIDAS-Update eine erste Bilanz zur Umsetzung in Unternehmen – zudem werden demnach aktuelle Entwicklungen rund um eIDAS 2.0 und die geplante „European Business Wallet“ eingeordnet.

Spezieller TeleTrusT-Podcast mit Fokus u.a. auf organisatorischen und regulatorischen Herausforderungen im NIS-2-Kontext

Im Mittelpunkt der Diskussion zwischen Carsten Vossel (CCVOSSEL), Tim Golly (TÜVIT) und Markus Schuster (procilon) stehen jene organisatorischen und regulatorischen Herausforderungen, welche sich seit dem Inkrafttreten von NIS-2 ergeben haben.

  • Dabei gehe es unter anderem um offene Fragen zur Betroffenheit, fehlende personelle Ressourcen sowie Anforderungen an Risikoanalysen, Meldeprozesse und Lieferkettenmanagement.

Aus Sicht von Golly zeigt sich insbesondere, dass viele Unternehmen noch am Anfang der Umsetzung stehen oder ihre eigene Betroffenheit bislang nicht eindeutig eingeordnet haben.

Neue TeleTrusT-Podcast-Episode soll praxisnahen Überblick über aktuelle regulatorische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Unternehmen geben

Gleichzeitig werde Informationssicherheit aber zunehmend als eine Managementaufgabe verstanden, welche weit über technische Einzelmaßnahmen hinausgehe. Unternehmen, die NIS-2 strategisch angingen, könnten ihre Sicherheitsorganisation langfristig widerstandsfähiger und strukturierter aufstellen.

  • Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Thema eIDAS 2.0: Schuster ordnet die neuesten Entwicklungen rund um die geplante „European Business Wallet“ ein, die künftig digitale Identitäten und Nachweise für juristische Personen ermöglichen soll. Ziel sei eine sichere, standardisierte und effizientere Kommunikation zwischen Unternehmen sowie mit Behörden.

Diese neue Podcast-Episode soll damit einen praxisnahen Überblick über aktuelle regulatorische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Unternehmen geben sowie Fragen rund um „Governance“, Lieferkettenrisiken und die Potenziale der „European Business Wallet“ für sichere digitale Geschäftsprozesse beantworten.

Weitere Informationen zum Thema:

TeleTrusT Bundesverband IT-Sicherheit e.V.
Ziele und Nutzen Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT)

SOUNDCLOUD, TeleTrusT
NIS2 und eIDAS Update

TeleTrusT Bundesverband IT-Sicherheit e.V.
TeleTrusT-Podcast: Podcasts sind von Jahr zu Jahr populärer geworden und spätestens seit 2020 aus der deutschen Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken. Bis zu 4,2 Mio. Bundesbürger hören in Deutschland Podcast. TeleTrusT-Podcasts sind als Interviews angelegt. Fachleute aus Wirtschaft, Forschung, Beratung, Politik und Verwaltung werden eingeladen, um zu einem bestimmten Thema befragt zu werden.

it’s.BB
Vorstandsmitglied Carsten Vossel – Geschäftsführer der CCVOSSEL GmbH

TÜVIT
Tim Golly, Fachexperte für Managementsysteme: „Managementsysteme sind kein Selbstzweck – sie sind das zentrale Steuerungsinstrument für Sicherheit, Resilienz und nachhaltige Unternehmensführung.“

bitkom
Markus Schuster – Head of Business Development Procilon GmbH

datensicherheit.de, 14.04.2026
EUDI-Wallet in der Bevölkerung noch weitgehend unbekannt / Die sogenannte digitale Brieftasche – „EUDI-Wallet“ – soll Anfang 2027 Bundesbürgern eine echte digitale Identität verschaffen

datensicherheit.de, 07.01.2026
BSI-Portal ab sofort für zweiten Schritt zur NIS-2-Registrierung freigeschaltet / Vom Inkrafttreten des NIS-2-Umsetzungsgesetzes betroffene Betriebe müssen sich als „NIS-2-Einrichtung“ registrieren lassen und dem BSI stets „erhebliche Sicherheitsvorfälle“ zwingend melden

datensicherheit.de, 11.12.2025
NIS-2 offiziell in Kraft: Proliance-Handlungsempfehlungen für Unternehmen / Am 13. November 2025 ist das NIS-2-Maßnahmenpaket final im Bundestag beschlossen worden – ein Wendepunkt für den deutschen Mittelstand

datensicherheit.de, 04.03.2024
eIDAS-Verordnung: Neue digitale Identität soll 2026 europaweit vorliegen / TeleTrusT begrüßt europäische elektronische Identität (EUid) auf Basis digitaler Brieftaschen

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HarfangLab: Europas KMU laut Bundeslagebild Cyberkriminalität 2025 stärker gefährdet als je zuvor https://www.datensicherheit.de/harfanglab-kmu-bundeslagebild-cyberkriminalitaet-2025-gefaehrdung Fri, 15 May 2026 22:48:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54522 Dieser Bericht weist vor allem auf ein strukturelles Sicherheitsproblem für Europas Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) hin

[datensicherheit.de, 16.05.2026] Am 12. Mai 2026 wurde das aktuelle „Bundeslagebild Cybercrime 2025“ veröffentlicht: Dieses zeigt laut Anouck Teiller, „Deputy CEO“ bei HarfangLab, ein deutliches Bild der Bedrohungslage. Dieser Bericht lege vor allem ein strukturelles Problem für Europa offen – insbesondere Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) seien stärker gefährdet sind als je zuvor.

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Foto: HarfangLab

Anouck Teiller: Wenn 90 Prozent der Ransomware-Opfer Kleine und Mittlere Unternehmen sind, sprechen wir nicht mehr über Einzelfälle!

KMU als Rückgrat der europäischen Wirtschaft am stärksten gefährdet

„Der BKA-Bericht zur Cyberkriminalität zeigt nicht nur, dass Deutschland zunehmend Ziel von Angriffen ist – er macht auch deutlich, wie verwundbar Europas digitale Infrastruktur insgesamt geworden ist!“, kommentiert Teiller.

  • Hinter den Zahlen stehe eine klare Realität: KMU, das Rückgrat der europäischen Wirtschaft, seien zu den am stärksten gefährdeten Akteuren einer noch viel zu fragmentierten Cyberabwehr geworden.

Teiller warnt: „Die Frage ist nicht mehr, ob Europa angegriffen wird, sondern warum es immer wieder gelingt und was getan werden muss, um dem entgegenzuwirken.“

90 Prozent der Ransomware-Opfer sind KMU

Sie führt aus: „Wenn 90 Prozent der Ransomware-Opfer Kleine und Mittlere Unternehmen sind, sprechen wir nicht mehr über Einzelfälle, sondern über ein systemisches Problem! Diese Unternehmen stehen kriminellen Gruppen gegenüber, die wie professionelle Dienstleister organisiert sind – mit beachtlichen Ressourcen, Arbeitsteilung und einer bemerkenswerten Anpassungsfähigkeit.“

  • Viele Unternehmen könnten sich gegen diese Bedrohungen allein kaum noch ausreichend schützen.

„Unser ,State of Cybersecurity Report 2025‘ zeigt: Nur 19 Prozent der europäischen Unternehmen haben vollständige Kontrolle über ihre Sicherheitsinfrastruktur, gleichzeitig sehen 58 Prozent KI als den größten Risikoverstärker der kommenden Jahre. Man könnte versucht sein, besonders reife Organisationen stärker in den kollektiven Kampf gegen Cyberkriminalität einzubeziehen, etwa indem sie auch die Infrastruktur der Angreifer ins Visier nehmen…“

KMU sollten cyberkriminelle Verhaltensmuster frühzeitig erkennen und ausnutzbare Schwachstellen rechtzeitig identifizieren

Doch genau dies werfe erhebliche Fragen auf. „Denn die eindeutige Zuordnung eines Cyberangriffs ist hochkomplex und oft nur auf staatlicher Ebene zuverlässig möglich.“ Unkoordinierte Gegenmaßnahmen schafften deshalb nicht automatisch mehr Sicherheit.

  • Die eigentliche Priorität müsse deshalb auf der Verteidigung liegen: Verhaltensmuster frühzeitig erkennen, ausnutzbare Schwachstellen vor den Angreifer identifizieren und schnell reagieren.

„In diese Resilienz-Kette aus Erkennung, Reaktion und Antizipation muss Europa jetzt gemeinsam investieren – und darf nicht warten, bis das nächste Opfer vielleicht das letzte ist, das sich Schutz überhaupt noch leisten kann“, legt Teiller abschließend nahe.

Weitere Informationen zum Thema:

HarfangLab
About HarfangLab: HarfangLab is a cybersecurity company that has developed a suite of solutions to prevent, detect, and block cyberattacks

THE ORG
Anouck Teiller – Deputy CEO

HarfangLab
The state of cybersecurity 2025: Cyber threats are escalating. Trust in foreign providers is eroding. And European businesses are responding. / Discover what’s driving strategic shifts in cybersecurity across Europe and how leaders are building resilience.

Bundesministerium des Innern, 12.05.2026
Bundeslagebild Cybercrime 2025: Deutschland im Fokus von Cyberkriminellen / KI verschärft die Bedrohungslage – Sicherheitsbehörden stärken Fähigkeiten zur Cyberabwehr

Bundeskriminalamt, 12.05.2026
Bundeslagebild Cybercrime 2025

datensicherheit.de, 14.05.2026
Bundeslagebild Cybercrime 2025: Deutlicher Anstieg bei DDoS-Angriffen / Max Röttgermann warnt vor zunehmender Professionalisierung von Cyberangriffen – z.B. per DDoS – und sieht akuten Handlungsbedarf bei Unternehmen und Kritischer Infrastruktur

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Cybersicherheitsmonitor 2026: Jeder zehnte Verbraucher im Vorjahr von Cyberkriminalität im Alltag betroffen https://www.datensicherheit.de/cybersicherheitsmonitor-2026-jeder-zehnte-verbraucher-im-vorjahr-von-cyberkriminalitaet-im-alltag-betroffen Mon, 11 May 2026 22:53:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54410 Der nun vorliegende „Cybersicherheitsmonitor 2026“, eine repräsentative Befragung vom BSI und ProPK, beleuchtet das Schutzverhalten der Bevölkerung und ihre Betroffenheit von Cyberkriminalität

[datensicherheit.de, 12.05.2026] Nach Erkenntnissen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) informieren sich viele Menschen über ihre persönliche IT-Sicherheit erst im Ernstfall: Der nun vorliegende „Cybersicherheitsmonitor 2026“, eine repräsentative Befragung des BSI und des Programms „Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes“ (ProPK) beleuchtet demnach das Schutzverhalten der Bevölkerung und ihre Betroffenheit von Cyberkriminalität. Dabei zeige sich auch: Allein in den vergangenen zwölf Monaten sei gut jeder Zehnte (11%) von einer Straftat im Internet betroffen gewesen – der häufigste Tatbestand bleibe Betrug beim Onlineshopping. Für den „Cybersicherheitsmonitor“ erheben BSI und ProPK gemeinsam das Informations- und Schutzverhalten der Bevölkerung sowie ihre Betroffenheit von Cyberkriminalität. Die diesjährige Befragung sei vom 6. bis zum 12. Januar 2026 durchgeführt worden. „Dabei wurden 3.060 Personen ab 16 Jahren bundesweit befragt und die Ergebnisse anhand der Bevölkerungsstrukturmerkmale Alter, Geschlecht, Bundesland und Bildung in Deutschland gewichtet.“

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Foto: BMI, Hennig Schacht

Claudia Plattner: Viele Menschen wollen sich sicher online bewegen, brauchen dafür aber niedrigschwellige Informationen

Im Digitalen Raum Schutz gegen Cyberkriminalität

Die BSI-Präsidentin, Claudia Plattner, führt aus: „Cybersicherheit muss im Alltag von Verbraucherinnen und Verbrauchern einfacher, präsenter und verständlicher werden! Viele Menschen wollen sich sicher online bewegen, brauchen dafür aber niedrigschwellige Informationen. Diese liefern wir – etwa indem wir Anleitungen für Sicherheitsmaßnahmen im digitalen Alltag bereitstellen und Lehrkräfte befähigen, das Thema in ihren Unterricht zu holen.“

  • Zugleich dürfe die Verantwortung nicht allein bei den Nutzern abgeladen werden: Hersteller und Anbieter digitaler Geräte und Anwendungen müssten sichere Produkte und Dienste zum Standard machen.

Dr. Stefanie Hinz, Landespolizeipräsidentin und Vorsitzende des ProPK-Programms, kommentiert: „Cyberkriminalität ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen – sei es durch gefälschte E-Mails oder Betrug beim Einkauf im Internet. Um den Methoden der Täterinnen und Täter den Boden zu entziehen, macht die Polizei deren Vorgehensweisen transparent. Das Zusammenspiel aus Prävention, Aufklärung und entschlossenem Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden trägt entscheidend dazu bei, den Digitalen Raum sicherer zu machen.“

In Ergänzung zum „Cybersicherheitsmonitor“ zwei neue „Checklisten für den Ernstfall“

Besonders häufig hätten Betroffene im Vorjahr (2025) Betrug beim Onlineshopping sowie -banking, Fremdzugriffe auf Online-Accounts und Phishing erlitten. Zugleich hätten sich deutliche Lücken beim Schutzverhalten gezeigt: Nur 14 Prozent informierten sich regelmäßig über Cybersicherheit, während sich 40 Prozent nur hin und wieder damit beschäftigten.

  • Unter den gängigen Schutzmaßnahmen seien zudem nur starke Passwörter sowie Antiviren-Programme mehr als der Hälfte der Befragten (55 bzw. 54%) überhaupt bekannt. Die Folgen von Cyberkriminalität seien für Betroffene jedoch oft spürbar: 88 Prozent berichteten von einem Schaden, ein Drittel von finanziellen Verlusten (33%).

Im Rahmen ihrer Kooperation bauten BSI und ProPK auch ihr Unterstützungsangebot weiter aus. Neben allen Ergebnissen des Cybersicherheitsmonitors fänden sich auf den Websites der Partner auch zwei neue „Checklisten für den Ernstfall“: Diese sollen Verbrauchern niedrigschwellige Orientierung in den Fällen von Betrug beim Onlineshopping und Identitätsdiebstahl geben.

Weitere Informationen zum Thema:

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Auftrag: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist die Cybersicherheitsbehörde des Bundes und Gestalter einer sicheren Digitalisierung in Deutschland.

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Die Leitung des BSI: Die Präsidentin – Claudia Plattner

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Cybersicherheitsmonitor 2026: Jede zehnte Person allein im Vorjahr betroffen / Befragung zur Cybersicherheit

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Wegweiser im digitalen Alltag

Stark im Amt
Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Baden-Württemberg, Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen
Landespolizeipräsidentin Dr. Stefanie Hinz

POLIZEILICHE KRIMINALPRÄVENTION DES BUNDES UND DER LÄNDER, 11.05.2026
Cybersicherheitsmonitor 2026

POLIZEILICHE KRIMINALPRÄVENTION DES BUNDES UND DER LÄNDER
Mit dem Sicherheitskompass vor Internetgefahren schützen

CYMON Der Cybersicherheitsmonitor
Befragung zur Cybersicherheit 2026

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Arbeitswelt: 3 von 10 Befragten können sich KI als Chef-Ersatz vorstellen https://www.datensicherheit.de/arbeitswelt-3-von-10-befragten-ki-chef-ersatz-vorstellbar Mon, 11 May 2026 22:27:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54409 Dabei sieht fast ein Viertel der Befragten, dass die eigene Tätigkeit durch Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) weitgehend ersetzbar ist

[datensicherheit.de, 12.05.2026] „Was der Chef kann, kann eine KI schon lange!“ Von dieser Aussage sind nach aktuellen Erkenntnissen des Digitalverbands Bitkom e.V. jedenfalls rund drei von zehn Beschäftigten in Deutschland überzeugt: 29 Prozent halten ihre Vorgesetzten durch eine KI für ersetzbar.“ Dabei sage aber auch fast ein Viertel (23%), dass die eigene Tätigkeit durch Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) weitgehend ersetzbar sei. Grundlage dieser Zahlen ist demnach eine im Auftrag durchgeführte Erhebung von Bitkom Research: Dabei seien 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt, darunter 550 Erwerbstätige. Diese repräsentative Gesamtumfrage habe im Zeitraum der Kalenderwochen 8 bis 11 2026 stattgefunden.

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Foto: Bitkom e.V.

Susanne Dehmel prognostiziert: KI wird eine Antwort auf die sich abzeichnende Arbeitskräftelücke sein

Gesellschaft muss auf neue KI-gestützte Arbeitswelt vorbereitet werden

22 Prozent meinten gar, dass in ihrem Unternehmen bereits heute Stellen nicht mehr nachbesetzt oder sogar abgebaut würden, weil eine KI entsprechende Aufgaben übernimmt.

  • „Aufgrund der demographischen Entwicklung wird es in Deutschland in den kommenden Jahren mehr Arbeit als Arbeitskräfte geben. KI wird eine Antwort auf die sich abzeichnende Arbeitskräftelücke sein“, erläutert Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung.

Sie betont: „Unternehmen und Politik müssen die Gesellschaft auf die neue KI-gestützte Arbeitswelt vorbereiten, Menschen gezielt qualifizieren und transparent machen, welche Aufgaben sich verändern.“

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Abbildung: Bitkom

Bitkom-Erhebung 2026 zur Veränderung der Arbeitswelt im KI-Kontext

38 Prozent können bereits mit KI-Anwendungen des Unternehmens arbeiten

KI habe bereits Einzug in den Arbeitsalltag vieler Menschen gehalten: 38 Prozent der Erwerbstätigen erhielten durch ihren Arbeitgeber Zugriff auf KI-Anwendungen – und 27 Prozent nutzten diese auch aktiv.

  • Weitere elf Prozent hätten zwar Zugang zu KI, machten davon aber bislang keinen Gebrauch. Auf der anderen Seite gebe es für 31 Prozent der Beschäftigten kein Angebot an KI-Werkzeugen.

Weitere 26 Prozent der Erwerbstätigen gingen davon aus, dass ihr Arbeitgeber keine KI bereitstelle – seien sich bei dieser Einschätzung allerdings unsicher. Vier Prozent wollten oder könnten keine Angaben machen.

Weitere Informationen zum Thema:

bitkom
Über uns

bitkom
Susanne Dehmel: Mitglied der Geschäftsleitung KI & Daten Bitkom e.V.

datensicherheit.de, 16.04.2026
Kollege KI: Jeder vierte Erwerbstätige setzt bei wichtigen Fragen zuerst Vertrauen in einen Chatbot / Zu Bewerbungen, Gehaltsgesprächen, Fachthemen oder kreativen Prozessen wenden sich sogar mehr als 40 Prozent der vom PINKTUM Institute Befragten primär an einen Chatbot

datensicherheit.de, 21.02.2026
Paradoxon des deutschen IT-Arbeitsmarktes: Zunahme arbeitsloser Fachkräfte bei Abnahme der IT-Sicherheit in Unternehmen / Chris Dimitriadis bewertet den Stellenabbau bei IT-Fachkräften als kurzsichtige Reaktion, welche die eigentliche Qualifikationslücke verschärft

datensicherheit.de, 05.02.2026
KI-basierte Disruption der Arbeitswelt: 80 Prozent der Menschen werden ihren Job verlieren / Die Ethik Society hat das Positionspapier „Die Zukunft der Arbeit im KI-Zeitalter“ herausgegeben – Autoren empfehlen, zukünftig nicht mehr Arbeit zu besteuern sondern Produktivität

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