Düsseldorf – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Mon, 24 Nov 2025 14:10:39 +0000 de hourly 1 Digitalisierung der Medizin: Ärzte und Patienten im Spannungsfeld von Nutzen und Verunsicherung https://www.datensicherheit.de/digitalisierung-medizin-aerzte-patienten-spannungsfeld-nutzen-verunsicherung https://www.datensicherheit.de/digitalisierung-medizin-aerzte-patienten-spannungsfeld-nutzen-verunsicherung#respond Mon, 24 Nov 2025 23:02:58 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51140 Die Freie Ärzteschaft veranstaltet in Düsseldorf am 6. Dezember 2025 die Diskussionsveranstaltung „Digitalisierung in der Medizin – Keine Erfolgsstory im „Herbst der Reformen“

[datensicherheit.de, 25.11.2025] Der Freie Ärzteschaft e.V. lädt zu der Diskussionsveranstaltung „Digitalisierung in der Medizin – Keine Erfolgsstory im „Herbst der Reformen“ am 6. Dezember 2025 in Düsseldorf ein. Die gesetzlichen Krankenkassen kündigten Defizite an; Sparmaßnahmen und paternalistische Patientensteuerung sollten aber Beitragserhöhungen vermeiden. Ständig neue praxisferne Vorschläge verunsicherten Ärzte und Patienten. Im Kontext der Digitalisierung der Medizin sollen u.a. Fragen der Sicherheit, des Mehrwertes und der Auswirkungen Künstlicher Intelligenz erörtert werden.

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Foto: Manfred Wigger

Wieland Dietrich und Dr. Silke Lüder geben am 6. Dezember 2025 – dann zusammen mit Prof. Ulrich Kelber – Impulse für die Podiums-Diskussion

Ärztliche Schweigepflicht und Informationelle Selbstbestimmung bedroht

Die Freie Ärzteschaft moniert, dass im Spannungsfeld o.g. Entwicklung gleichzeitig mit der elektronischen Patientenakte (ePA) ein „sanktionsbewehrtes staatliches Digitalisierungsprojekt“ ausgerollt wurde, welches in der bestehenden Form „teuer, zeitraubend und unsicher“ sei.

  • Sie kritisiert zudem, dass die Ärztliche Schweigepflicht und die Informationelle Selbstbestimmung offenbar nicht mehr en vogue zu sein scheinen.

Nachgegangen werden soll demnach folgenden Fragestellungen:

  • „Wurden alle Sicherheitslücken wie versprochen geschlossen?“
  • „Ist ein vermeintlicher Mehrwert nach über 20 Jahren in der Medizin angekommen – oder sehen wir jetzt, wie an den Bedürfnissen der Nutzer vorbei geplant worden ist?“
  • „Wie reagieren die Praxen auf den KI-Hype?“

„Digitalisierung in der Medizin – Keine Erfolgsstory im ,Herbst der Reformen’“

Samstag, 6. Dezember 2025, von 10.00 bis 12.30 Uhr

Hotel Mutterhaus, Geschwister-Aufricht-Straße 1, 40489 Düsseldorf

Programm (ohne Gewähr):

  • Begrüßung und Einführung
    Wieland Dietrich, Facharzt für Dermatologie, Vorsitzender der Freien Ärzteschaft e.V.
  • „Kritisches Update zum Digitalisierungsprojekt ePA 3.0. Wo stehen wir Ende 2025? Was könnte man besser machen? Wie läuft die Diskussion in Berlin?“
    Prof. Ulrich Kelber, Bundesbeauftragter für den Datenschutz (BfDI) a.D.
  • „ePA 3.0 Ende 2025: Top oder milliardenschwerer Flop? KI hört zu und schreibt mit – wo bleibt das Vertrauen?“
    Dr. Silke Lüder, Fachärztin für Allgemeinmedizin, stellv. Vorsitzende der Freien Ärzteschaft e.V.
  • Anschließend moderierte Podiums-Diskussion

Anmeldung erforderlich:
Büro Freien Ärzteschaft e.V.
Frau Müller
Tel.: (0201) 68 58 60 90
E-Mail: mail@freie-aerzteschaft.de

Weitere Informationen zum Thema:

Freie Ärzteschaft
Das sind wir: Die Freie Ärzteschaft (FÄ) vertritt den Arztberuf als freien Beruf und steht für eine emphatische, engagierte Ausübung der ärztlichen Heilkunde. Wir setzen uns für eine sichere und zukunftsorientierte Medizin ein und treten der rationierten Staatsmedizin und Bürokratisierung entgegen.

Freie Ärzteschaft
Vorstand

WIKIPEDIA
Ulrich Kelber

HOTEL MUTTERHAUS DÜSSELDORF
Geschichte des HOTEL MUTTERHAUS DÜSSELDORF / Das Mutterhaus der Kaiserswerther Diakonie

datensicherheit.de, 25.10.2025
ePA-Kritik: Freie Ärzteschaft moniert drohende internationale Verfügung über Krankheitsdaten / Trotz geringer Korrekturen an den bisher bekannten ePA-Datenschutzlücken zeigen die Aussagen der Bundesregierung laut FÄ, dass weiter eklatante Mängel und Probleme bestehen

datensicherheit.de, 24.11.2023
106. Tagung der Datenschutzkonferenz: Hohes Datenschutzniveau der medizinischen Forschung im Fokus / Unabhängige Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder tagten am 22. und 23. November 2023

datensicherheit.de, 07.03.2023
Freie Ärzteschaft warnt vor schutzlosen persönlichsten Medizindaten / Freie Ärzteschaft befürchtet Begehrlichkeiten der Pharma-Forschung, Gesundheitspolitik oder -wirtschaft

datensicherheit.de, 10.06.2020
Digitaler Wandel: Aufschwung für die Telemedizin in Deutschland / Fernbehandlung zwischen Arzt und Patien in Baden-Württemberg auch außerhalb von Modellprojekten erlaubt

datensicherheit.de, 24.09.2018
Digitalisierung in der Medizin: Dilemmata für Ärzte / Sprechstunde als Schutzraum für Patienten droht verloren zu gehen

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Smart City Index 2025: Düsseldorf, Hannover, Heidelberg und Leipzig in Top 10 aufgerückt https://www.datensicherheit.de/smart-city-index-2025-duesseldorf-hannover-heidelberg-leipzig-top-10 https://www.datensicherheit.de/smart-city-index-2025-duesseldorf-hannover-heidelberg-leipzig-top-10#respond Sun, 07 Sep 2025 22:42:18 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=50037 Über die Spitzengruppe im „Smart City Index“ sind Veränderungen zu vermelden: Düsseldorf, Hannover, Heidelberg und Leipzig nun unter den „Top 10“ zu finden

[datensicherheit.de, 08.09.2025] Der Digitalverband Bitkom hat am 3. September 2025 ein Vorab-Ergebnis zur Ermittlung der derzeit „smartesten“ Städte Deutschlands veröffentlicht: Demnach gibt es in der Spitzengruppe eine „kräftige Bewegung“: Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen), Hannover (Niedersachsen), Heidelberg (Baden-Württemberg) und Leipzig (Sachsen) rücken in diesem Jahr in die „Top 10“ des „Smart City Index“ auf. Im Vorjahr, 2024, hätten Leipzig noch auf Platz 23, Heidelberg auf Platz 15, Düsseldorf auf Platz 17 und Hannover sogar nur auf Platz 41 gelegen.

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Foto: Bitkom

Dr. Ralf Wintergerst: „Smart City Index“ hat sich als Vergleichsgrundlage etabliert – zugleich macht er Erfolgsbeispiele sichtbar

Der „Smart City Index“ als Digital-Ranking aller 83 deutschen Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern

Nicht mehr unter den „Top 10“ befinden sich gegenwärtig Dresden (Sachsen, Vorjahr: Platz 5), Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg, Vorjahr: Platz 6), Lübeck (Schleswig-Holstein, Vorjahr: Platz 8) und Ulm (Baden-Württemberg, Vorjahr: Platz 10).

  • Der „Smart City Index“ sei das Digital-Ranking aller 83 deutschen Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Er werde in diesem Jahr zum siebten Mal vom Bitkom veröffentlicht.

Grundlage dieses Rankings sei eine Analyse, für die in fünf Kategorien insgesamt 13.529 Datenpunkte erfasst, überprüft und qualifiziert worden seien.

Vollständiges Ranking sowie genaue Platzierung der „Top 10“-Städte am 11. September 2025

Die folgenden Städte haben es laut Bitkom unter die „Top 10“ im „Smart City Index“ geschafft (alphabetische Reihenfolge):

  • Bochum
  • Düsseldorf
  • Hamburg
  • Hannover
  • Heidelberg
  • Köln
  • Leipzig
  • München
  • Nürnberg
  • Stuttgart

Das vollständige Ranking sowie die genaue Platzierung der „Top 10“-Städte sollen im Vorfeld der „Smart Country Convention“ am 11. September 2025 vorgestellt werden – die Ergebnisse seien dann auch online auf der Bitkom-Website zu finden.

Große Dynamik im Ranking und Spitze liegt eng beieinander

Der Bitkom-Präsident, Dr. Ralf Wintergerst: kommentiert: „Unabhängig von den einzelnen Platzierungen zeigt der ,Smart City Index’: Deutschlands Städte werden digitaler und ,smarter’. Im Jahr 2021 lag der Durchschnitt des Indexwertes über alle Städte noch bei 52,4 Punkten, im Vorjahr waren es 67,6 Punkte und in diesem Jahr sind es bereits 70,8 Punkte.“

  • Man sehe aktuell erneut eine große Dynamik im Ranking und die Spitze liege eng beieinander: „Die ,Top 10‘ trennen gerade einmal 5,5 Punkte.“

Der „Smart City Index“ habe sich als Vergleichsgrundlage etabliert, mit welcher die Städte ihre eigenen digitalen Aktivitäten einschätzen könnten. „Zugleich macht er Erfolgsbeispiele sichtbar und kann so die vielen Engagierten in allen Städten bei ihren Digitalisierungsbemühungen unterstützen.“

5 Kategorien, 163 Parameter, 13.529 Datenpunkte für die Analyse und Bewertung

Der „Smart City Index“ analysiert und bewertet laut Bitkom alle 83 deutschen Großstädte in fünf Kategorien: Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung.

  • Für jede Stadt seien 163 Parameter untersucht worden – von Online-Bürger-Services über „Sharing“-Angebote für Mobilität und intelligente Ampelanlagen bis hin zur Breitbandverfügbarkeit oder Digital-Schulungen für Lehrkräfte oder Verwaltungsbeschäftigte.

In den fünf Kategorien seien für jede Stadt Index-Werte errechnet worden, aus denen sich Gesamtwert und Gesamtrang ergäben. Der „Smart City Index“ werde unterstützt von Visa, PwC Deutschland und Bentley Systems.

„Smart Country Convention“ Digitalisierung von Städten und Regionen im Fokus

Die Digitale Transformation von Städten, Regionen und Behörden sei auch Thema der „Smart Country Convention“: Vom 30. September bis 2. Oktober 2025 sollen auf dem Berliner Messegelände mehr als 18.000 Experten aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Forschung zusammenkommen, um über aktuelle Herausforderungen für den öffentlichen Sektor zu diskutieren.

  • „Es werden mehr als 650 hochkarätige ,Speaker’ auf insgesamt sieben Bühnen erwartet, darunter Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitalisierung und Staatsmodernisierung, Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, und Karin Prien, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.“

Zudem warteten über 400 Aussteller und vielfältige Weiterbildungsangebote direkt vor Ort auf Besucher. Die Kombination aus Kongress, Workshops, Expo und Networking richte sich an Entscheidungsträger und Beschäftigte aus Verwaltung, Politik, Digitalwirtschaft, Verbänden und Wissenschaft.

Weitere Informationen zum Thema:

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Über uns

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Dr. Ralf Wintergerst / Präsident Bitkom / Vorsitzender der Geschäftsführung & Group CEO Giesecke+Devrient GmbH

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Podcast: Smart City Index und KI in der Unterhaltungselektronik

SMART COUNTRY CONVENTION
Das führende Event für den digitalen Staat und öffentliche Dienste. Drei Tage Kongress, Expo, Workshops & Networking. / 30. September – 02. Oktober 2025 / hub27 | Messegelände Berlin

datensicherheit.de, 01.11.2024
Smart Cities: Aspekte der Sicherheit in urbaner Zukunft / Check Point erörtert, wie „Smart Cities“ gegen Cyber-Attacken Resilienz aufbauen können

datensicherheit.de, 22.07.2021
Deutscher Smart-City-Markt: eco sieht Cyber-Sicherheit als zentralen Treiber / Erkenntnisse der Studie „Der Smart-City-Markt in Deutschland, 2021-2026“ vom eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. und Arthur D. Little

datensicherheit.de, 07.11.2019
Smart Cities: Potentiale und Risiken managen / Ist eine Vernetzung des urbanen Lebens überhaupt sicher umsetzbar?

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Düsseldorfer Universitätsklinikum: IT-System dieser KRITIS offenbar vollständig ausgefallen https://www.datensicherheit.de/duesseldorfer-universitaetsklinikum-it-system-kritis-ausfall https://www.datensicherheit.de/duesseldorfer-universitaetsklinikum-it-system-kritis-ausfall#respond Tue, 15 Sep 2020 19:27:35 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=37821 Jürgen Venhorst kommentiert Vorfall und fordert besondere Vorkehrungen im Bereich der KRITIS

[datensicherheit.de, 15.09.2020] Der mutmaßliche Hacker-Angriff auf das Universitätsklinikum Düsseldorf beweist laut Netwrix erneut, „weshalb Unternehmen der Kritischen Infrastruktur besondere Vorkehrungen in ihrer IT-Sicherheitsstrategie treffen müssen“. Denn eine lange Unterbrechung ihres Betriebs könne im schlimmsten Fall Menschenleben kosten. Jürgen Venhorst, „Country Manager DACH“ bei Netwrix, geht in seiner aktuellen Stellungnahme auf diesen Vorfall ein: Demnach ist am 10. September 2020 das IT-System des Düsseldorfer Universitätsklinikums vollständig ausgefallen – die gegenwärtigen Ermittlungen deuteten auf eine Cyber-Attacke hin.

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Foto: Netwrix

Jürgen Venhorst: IT-Sicherheitsvorfall im Krankenhaus setzt Leben aufs Spiel!

Angriffe auf die KRITIS unter Umständen mit lebensbedrohliche Konsequenzen

Anders als in Fällen von Angriffen auf Industriebetriebe, zögen Angriffe auf die Kritische Infrastruktur unter Umständen lebensbedrohliche Konsequenzen nach sich. „Wo ansonsten lediglich Maschine zum Stillstand kommen, stehen im Falle eines IT-Sicherheitsvorfalls bei einem Krankenhaus Leben auf dem Spiel“, betont Venhorst:
Notrufe könnten nicht entgegengenommen werden, Rettungswagen stünden still, Patientenakten mit essenziellen Diagnosedaten fehlten und Operationen könnten in der Folge nicht stattfinden. Mit jedem verlorenen Tag müssten zusätzliche Patienten abgewiesen und lebenswichtige Operationen verschoben oder auf andere Krankenhäuser ausgelagert werden.

Spezieller Schutz für KRITIS-Einrichtungen nicht nur notwendig, sondern auch gesetzlich vorgeschrieben

Ein solcher Vorfall sei in Zeiten der „Corona-Pandemie“ besonders heikel, da das gesamte Gesundheitssystem bis an die Grenzen der Belastbarkeit gelangt sei. Venhorst unterstreicht: „Deshalb ist ein spezieller Schutz von Einrichtungen, die zur Kritischen Infrastruktur gehören, nicht nur notwendig, sondern auch gesetzlich vorgeschrieben. Sollte entgegen aller Schutzmaßnahmen ein Cyber-Angriff die Sicherheitsbarrieren überwinden, zählt jede Stunde bei der Wiederherstellung aller relevanten IT-Systeme.“
Der fortdauernde Ausnahmezustand erfordere es, dass Betriebe des Gesundheitssektors ihre begrenzten und strapazierten Ressourcen auf das Wesentliche fokussierten. Eine der besonders elementaren Aufgaben sei es, die für die täglichen Betrieb essenzielle IT-Infrastruktur sowie sensible Patientendaten bestmöglich und automatisiert zu schützen.

Automatische Warnsignale für die KRITIS, um Anomalien früh zu erkennen

„So helfen automatische Warnsignale dabei, Eindringlinge oder abnormale Aktivitäten früh zu erkennen und somit den vollständigen Ausfall zu verhindern. Im Falle eines bereits erfolgten Angriffs, kann durch eine frühe Erkennung schnell nachvollzogen werden, welche Bereiche betroffen und welche Schäden zu reparieren sind“, erläutert Venhorst. Nur so könne eine schnelle Wiederaufnahme der Grundversorgung garantiert werden.
Im Falle des Düsseldorfer Universitätsklinikums erstreckten sich die Folgen nun über fast eine Woche. Für viele Eingriffe sei das eine „inakzeptable Wartezeit“.

KRITIS-Betriebe sollten unbedingt drei goldenen Regeln für IT-Sicherheit beachten

Deshalb sollten sich Betriebe der Kritischen Infrastruktur unbedingt an die „drei goldenen Regeln für IT-Sicherheit“ halten:

  1. Automatisiertes Echtzeitmonitoring aller Aktivitäten in der IT-Infrastruktur um abnormales Verhalten früh zu erkennen und Angriffswege nachverfolgen zu können.
  2. Strenge Zugriffskontrolle mit minimalen Zugriffsrechten für Mitarbeiter, um im Falle einer Account-Übernahme den Schaden begrenzen zu können.
  3. Daten-Backup auf isolierten Servern vorhalten, um kompromittierte oder verlorene Daten und somit den reibungslosen Betrieb schnell wiederherstellen zu können.

Das aktuell stark strapazierte Gesundheitssystem werde auch in Zukunft nicht von solchen Vorfällen verschont bleiben. „Deshalb ist eine gewissenhafte und lückenlose Datensicherheit für Betriebe der Kritischen Infrastruktur nicht optional, sondern essenziell!“, stellt Venhorst klar.

Weitere Informationen zum Thema:

Ruhr Nachrichten, 13.09.2020
KRANKENHAUS / Nach IT-Ausfall an Uniklinik Düsseldorf: Weiterhin keine Rettungswagen

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe / Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
KRITIS / Rechtsgrundlagen

datensicherheit.de, 16.04.2020
Cyber-Protection: Krankenhäuser müssen ihre IT schützen / Massive Sicherheitslücken dominieren die IT-Infrastruktur im Gesundheitssektor

datensicherheit.de, 16.04.2020
Gesundheitssektor: Lob für Enisa-Leitfaden zur Cybersicherheit in Krankenhäusern / Veröffentlichung ergänzt die bisherigen KRITIS-Leitfäden

datensicherheit.de, 24.02.2020
BlueKeep: Schwachstelle bereitet Krankenhäusern Ungemach / Im Mai 2019 stellten Sicherheitsforscher fest, dass sie „aktiv ausgenutzt“ wird

datensicherheit.de, 23.07.2019
Unerwünschtes Déjà-vu: Malware-Attacke auf Krankenhäuser / Jochen Koehler kommentiert jüngsten Vorfall in Rheinland-Pfalz und im Saarland

datensicherheit.de, 19.07.2019
Ransomware: 13 Krankenhäuser zeitweise komplett vom Internet abgeschnitten / Arved Graf von Stackelberg warnt vor weiterhin angespannter Gefahrenlage

datensicherheit.de, 18.07.2019
Ransomware befällt elf deutsche Krankenhäuser / Erneut scheint eine Phishing-E-Mail mit Schadsoftware im Anhang erfolgreich gewesen zu sein

datensicherheit.de, 12.06.2019
KRITIS-Verordnung im Gesundheitsbereich: Krankenhäuser müssen dringend handeln / Ein Statement von Arved Graf von Stackelberg, Managing Director DRACOON

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https://www.datensicherheit.de/duesseldorfer-universitaetsklinikum-it-system-kritis-ausfall/feed 0
Besonderes elektronisches Anwaltspostfach: beA-Einführung wird zur Affäre https://www.datensicherheit.de/besonderes-elektronisches-anwaltspostfach-bea-einfuehrung-wird-zur-affaere https://www.datensicherheit.de/besonderes-elektronisches-anwaltspostfach-bea-einfuehrung-wird-zur-affaere#comments Wed, 03 Jan 2018 17:44:40 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=27150 Anwälte kritisieren Fehlinvestition und fordern personellen Neuanfang

[datensicherheit.de, 03.01.2018] Die Einführung des „besonderen elektronischen Anwaltspostfachs“ (beA) weitet sich offensichtlich zu einer Affäre auf: Erste Anwälte fordern bereits den Rücktritt des verantwortlichen Vorstands der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK).

Ein einfaches „Weiter-So“ darf es nicht geben!

„Es kann nicht sein, dass diejenigen aufklären können, die das Desaster zu verantworten haben“, betont z.B. Rechtsanwalt Christof Augenstein, Partner von KATHER AUGENSTEIN in Düsseldorf und Mitglied der dortigen Rechtsanwaltskammer.
„Die Landeskammern, und insbesondere die mitgliederstarken in NRW, müssen jetzt im Sinne ihrer Mitglieder der BRAK klarmachen, dass es ein einfaches ,Weiter-So‘ nicht geben kann, nachdem der Start zum wiederholten Male kurzfristig verschoben werden musste“, sagt Augenstein.

Rund 38 Millionen Euro stehen auf dem Spiel

Im Feuer“ stehen nach Augensteins Angaben rund 38 Millionen Euro. Für diese Summe hatte sich die BRAK demnach das elektronische Anwaltspostfach von einem externen Dienstleister entwickeln lassen – und dies finanziert aus einer „Zwangsabgabe aller Mitglieder“.
Zudem gingen Aufwendungen für eigene Zertifikate und elektronische Lesegeräte zu Lasten der Rechtsanwälte.

Personeller Neuanfang gefordert

Es reiche nicht, dass der fachlich zuständige Vizepräsident seinen Hut nimmt – bei „so einem furios gescheiterten Prestige-Projekt“ stehe der gesamte Vorstand inklusive dem BRAK-Vorsitzenden in der Verantwortung, kommentiert Augenstein.
Er spreche dabei für seine gesamte Sozietät, sehe sich aber nicht als „Anwaltsrebell“. Augenstein ist sich jedoch sicher: „In der Anwaltschaft brodelt es zurecht massiv. Es kann daher nicht sein, dass Deutschlands exponiertesten Anwaltsvertreter mit den ihnen anvertrauten Geldern so umgehen!“ Dieser Sachverhalt müsse lückenlos aufgearbeitet werden. Dies könne nur mit einem personellen Neuanfang gelingen.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 28.12.2017
Besonderes elektronisches Anwaltspostfach: Vertrauensverlust der Anwaltschaft / Deutscher Anwaltverein fordert, den Schutz des Mandanten unbedingt zu wahren

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Sozialgericht Düsseldorf hat Klage gegen elektronische Gesundheitskarte abgewiesen https://www.datensicherheit.de/sozialgericht-duesseldorf-hat-klage-gegen-elektronische-gesundheitskarte-abgewiesen https://www.datensicherheit.de/sozialgericht-duesseldorf-hat-klage-gegen-elektronische-gesundheitskarte-abgewiesen#respond Fri, 29 Jun 2012 08:44:58 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=20318 BITKOM spricht von wachsender Zustimmung in der Bevölkerung

[datensicherheit.de, 29.06.2012] Das Sozialgericht Düsseldorf hat nach Angaben des BITKOM am 28. Juni 2012 eine Klage gegen die elektronische Gesundheitskarte abgewiesen.
Demnach verletze diese nicht das Recht des Versicherten auf informationelle Selbstbestimmung. Mit der Entscheidung des Sozialgerichts Düsseldorf sei nun auch gerichtlich bestätigt worden, dass die Gesundheitskarte den Datenschutz des Versicherten nicht einschränke, kommentiert BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Die Zustimmung in der Bevölkerung zur elektronischen Gesundheitskarte sei in den vergangenen Jahren gestiegen – 2011 habe eine repräsentative Befragung im Auftrag des BITKOM ergeben, dass rund 70 Prozent der Bundesbürger diese Karte befürworteten. Bei einer Erhebung im Jahr 2009 seien es erst 59 Prozent gewesen.
Die Verbraucher sähen die Vorteile der elektronischen Gesundheitskarte inzwischen offenbar sehr deutlich. Dies sei ein Auftrag an die Politik und alle Beteiligten, die Karte schnellstmöglich flächendeckend verfügbar zu machen und sie mit zusätzlichen Funktionen auszustatten, meint Professor Kempf. Je jünger die Befragten sind, desto stärker falle der Zuspruch aus – mehr als vier Fünftel der unter 30-Jährigen wünschten sich die Einführung der Karte. Aber auch unter Senioren, d.h. 65 Jahre und älter, sei es eine Mehrheit von 55 Prozent.
In der Vergangenheit hatten insbesondere die niedergelassenen Ärzte Zweifel an der elektronischen Gesundheitskarte geäußert, zuletzt beim „Deutschen Ärztetag“. Diese „laute Kritik einer kleinen Gruppe“ überdecke laut BITKOM, dass zum Beispiel bei den Klinikärzten über 90 Prozent für die Gesundheitskarte seien, so ein Ergebnis des sogenannten „E-Health-Report“ der Bundesärztekammer von 2010.
Durch den Stopp der elektronischen Patientenakte und des elektronischen Rezeptes entwickele sich die Auseinandersetzung über einen angeblich mangelhaften Datenschutz bei der Gesundheitskarte immer mehr zu einer „Phantomdiskussion“. Zwar habe die Versichertenkarte bedauerlicherweise deutlich weniger Funktionen als ursprünglich geplant, aber auch in ihrer reduzierten Version steigere sie die Effizienz im Gesundheitswesen, sagt Professor Kempf. Allein durch das Lichtbild und die damit verbundene Verringerung von Missbrauch würden jedes Jahr mehr als 500 Millionen Euro eingespart.
Im europäischen Vergleich gehörte Deutschland in der Gesundheitstelematik zu den „Schlusslichtern“. So werde in Frankreich die neue Gesundheitskarte von 60 Millionen Versicherten verwendet. Dänemark und Schweden nutzten bereits seit über zehn Jahren
elektronische Rezepte und elektronische Patientenakten. Auch in Österreich und der Schweiz habe die Vernetzung des Gesundheitswesens in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht.

Weitere Informationen zum Thema:

BUNDESÄRZTEKAMMER
eHealth-Report: Der Einsatz von Telematik und Telemedizin im Gesundheitswesen aus Sicht der Ärzteschaft

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Ausländeramt Peine: Informationen aus 6.000 beschädigten Akten gerettet https://www.datensicherheit.de/auslaenderamt-peine-informationen-aus-6000-beschaedigten-akten-gerettet https://www.datensicherheit.de/auslaenderamt-peine-informationen-aus-6000-beschaedigten-akten-gerettet#respond Sun, 25 Sep 2011 20:59:06 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=15733 Dokumentenexperten aus Düsseldorf bearbeiteten erfolgreich von Feuer und Löschwasser stark in Mitleidenschaft gezogenen Unterlagen

[datensicherheit.de, 25.09.2011] Ein besonders herausforderndes Projekt haben die Dokumentenexperten der Behrens & Schuleit GmbH abgeschlossen – zirka 6.000 Akten, die bei einem Brand im Ausländeramt Peine im Januar 2011 teils erheblich beschädigt worden waren, konnten sie digitalisieren und somit wichtige Informationen vor dem Verlust bewahren:
Der Landkreis suchte nach einer Lösung, um zu retten, was noch zu retten war, denn die durch Feuer und Löschwasser stark in Mitleidenschaft gezogenen Unterlagen waren äußerst wichtig. Es handelte sich dabei um nur ein Mal vorliegende Dokumente, die unter anderem für laufende Verfahren benötigt wurden und werden – dazu gehörten beispielsweise Pässe. So nahm der Landkreis Kontakt mit der Behrens & Schuleit GmbH auf – die Düsseldorfer gelten als Spezialisten in allen Fragen rund ums Dokument.

Foto: good news! GmbH, Stockelsdorf

Foto: good news! GmbH, Stockelsdorf

Durch Verwendung von PDF/A (ISO-Standard für Langzeitarchivierung), konnte Behrens & Schuleit die Informationen der Akten dauerhaft retten.

Durch ein Gutachten ließen sie den Zustand der Akten feststellen. Ein Sanierungsunternehmen wurde sodann mit Vorgaben aus dem Gutachten beauftragt, die verbliebenen Akten zu sortieren, einzuschweißen und für den Transport in Kartons zu verpacken. In Düsseldorf begann die eigentliche Rettungsaktion – die Unterlagen wurden ausgepackt, voneinander getrennt sowie von verschmolzenen Klarsichthüllen, Ruß und Heftklammern befreit. Dabei hätten die Mitarbeiter nicht nur äußerst sorgsam mit dem Papier umgehen müssen. Aufgrund der starken Geruchskontamination seien sie auch gezwungen gewesen, die Akten in separaten Räumen zu verarbeiten – zeitweise sogar unter Verwendung von Atemschutzmasken, erklärt Thomas Rick, Geschäftsführer der Behrens & Schuleit GmbH.
Der schlechte Zustand des Papiers habe eine durchgehende Stapelverarbeitung der Dokumente nicht zugelassen. Die Mitarbeiter mussten sie daher von Hand an einen Durchlaufscanner legen oder mit Hilfe eines Buchscanners digitalisieren. Nur so konnte gewährleistet werden, dass besonders stark beschädigte Exemplare ohne gerade Flächen bestmöglich digitalisiert wurden. Auch Informationen auf Fragmenten ließen sich auf diese Weise einlesen. Die erfassten Dokumente wurden täglich verschlagwortet, in das PDF/A-Format konvertiert und auf einem FTP-Server zum Download bereitgestellt. Durch die Verwendung von PDF/A, dem ISO-Standard für die Langzeitarchivierung, habe Behrens & Schuleit die Akten auch dauerhaft retten können.
Weil das Ausländeramt nach dem Brand zunächst über keinerlei Unterlagen verfügte, hatten die rund fünf Mitarbeiter, die bei Behrens & Schuleit mit dem Projekt betraut waren, noch eine weitere Herausforderung zu meistern – sie mussten dringend benötigte Akten zeitnah aus dem Bestand heraussuchen und digitalisieren. Da die Unterlagen vorsortiert waren, gelang ihnen dies – ebenso wie die gewünschte möglichst schnelle Verarbeitung der gesamten Akten. In nur drei Monaten konnten sie alle noch vorhandenen Informationen sichern und die alten Akten gemäß den Datenschutzbestimmungen vernichten.

Weitere Informationen zum Thema:

B&S Behrens&Schuleit
DOKUMENTE IM PROZESS / Digitalisieren Archivieren Bereitstellen

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Workshop mit Sicherheitsexperten zum Auftakt der intensivierten Kooperation BITKOM – LKA NRW https://www.datensicherheit.de/workshop-mit-sicherheitsexperten-zum-auftakt-der-intensivierten-kooperation-bitkom-lka-nrw https://www.datensicherheit.de/workshop-mit-sicherheitsexperten-zum-auftakt-der-intensivierten-kooperation-bitkom-lka-nrw#respond Thu, 07 Jul 2011 19:00:38 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=15226 Mehr als hundert Experten aus Wirtschaft und Sicherheitsbehörden beim LKA NRW in Düsseldorf

[datensicherheit.de, 07.07.2011] Der BITKOM und das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) arbeiten bei der Bekämpfung der Computer- und Internet-Kriminalität in Zukunft enger zusammen:
Den Auftakt am 7. Juli 2011 bildet ein zweitägiger Workshop mit mehr als hundert Experten aus Wirtschaft und Sicherheitsbehörden beim LKA NRW in Düsseldorf. Der Verlagerung der Kriminalität ins Internet müssten sich Sicherheitsbehörden und Wirtschaft gemeinsam stellen. Die Unternehmen der ITK-Branche könnten die Ermittler vielfältig unterstützen. Diese Veranstaltung sei der Auftakt für eine vertiefte Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure, die ausgeweitet werden sollte, so BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Die dynamischen Veränderungen der digitalen Welt erforderten eine Anpassung der polizeilichen Strategie, sagte der stellvertretende Behördenleiter des LKA NRW, Harald Zimmer.
Vertreter aus Sicherheitsbehörden und Wirtschaft beraten in Düsseldorf, was Ermittlungsbehörden und Wirtschaft in der Zukunft erwartet und welche Herausforderungen in Zusammenhang mit den neuen Medien entstehen. In Workshops erarbeiten die Teilnehmer, wie sich neue IT-Infrastrukturen auswirken, und beleuchten die Themen Dunkelfeldforschung, übergreifende Präventionsansätze und Steigerung der Kompetenzen im verantwortlichen Umgang mit dem Internet.
Die nachhaltige Kontrolle der Kriminalität rund um das Internet und den neuen Medien sei eine Herausforderung an die kriminalpolizeiliche Arbeit der nordrhein-westfälischen Polizei in den nächsten Jahren, so Zimmer. Je größer die Sicherheit im Netz, desto mehr Vertrauen werde der Internetnutzer in das Netz und die sich bietenden Möglichkeiten haben.

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