Aktuelles, Experten, Studien - geschrieben von am Donnerstag, Juli 22, 2021 20:47 - noch keine Kommentare

Deutscher Smart-City-Markt: eco sieht Cyber-Sicherheit als zentralen Treiber

Erkenntnisse der Studie „Der Smart-City-Markt in Deutschland, 2021-2026“ vom eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. und Arthur D. Little

[datensicherheit.de, 22.07.2021] Laut einer aktuellen Meldung des eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. steigt die Nachfrage nach Cyber-Sicherheitslösungen steigt an und werde ein „zentraler Treiber der Smart City“ – dies zeige die Studie „Der Smart-City-Markt in Deutschland, 2021-2026“. Diese gemeinsame Studie vom eco und Arthur D. Little – unterstützt von NetCologne, Cloudflare, Uber sowie dem Vodafone Institut – beschreibt demnach „Cybersecurity als Enabler für innovative Geschäftsmodelle in neun Smart-City Segmenten“. Internetdienste und -anwendungen profitierten am stärksten von der steigenden Umsetzung im Bereich IT-Sicherheit.

eco-studie-smart-city-markt-deutschland-600

Abbildung: eco e.V.

eco meldet deutlich weiter steigende Nachfrage nach Cyber-Sicherheitslösungen in Deutschland

Laut eco profitiert insbesondere das Branchensegment Internet-Services & Applications

Durch veränderte regulatorische Rahmenbedingungen in Europa, steigendes Bewusstsein für Online-Bedrohungen sowie den Aufschwung digitaler Geschäftsmodelle steige die Nachfrage nach Cyber-Sicherheitslösungen in Deutschland weiter deutlich an und entwickele sich so auch zu einem zentralen Treiber des „Smart City“-Marktes in Deutschland.
Von diesem Trend profitiere besonders das Branchensegment „Internet-Services & Applications“. Cybersecurity-Lösungen hätten demnach allein im Jahr 2020 etwa die Hälfte der 13,7 Milliarden Euro ausgemacht, welche im sogenannten Layer 2 des Modells der Internetwirtschaft „Internet-Services & Applications“ in Deutschland umgesetzt wurden (s. Schichtenmodell laut der Studie „Die Internetwirtschaft in Deutschland, 2020-2025“ von ADL und eco, 2020). Die andere Hälfte der Umsätze dieses Layers sei auf „Public Cloud Services“ entfallen, insbesondere auf Lösungen für Infrastruktur und Software. Internetdienste und -anwendungen profitierten damit besonders stark von der steigenden Umsetzung im Bereich IT-Sicherheit mit weiterhin hohen Wachstumsraten.

eco-Vorstand für IT-Sicherheit fordert, Cybersecurity für die Smart City von Anfang an mitzudenken

„Die zunehmende Vernetzung sorgt in ,Smart Cities‘ dafür, dass die IT-Landschaften zunehmend komplexer werden. Städte, Dienstleister und Bürger tauschen Daten über immer mehr IT-Systeme und Schnittstellen hinweg aus“, erläutert Prof. Norbert Pohlmann, Vorstand „IT-Sicherheit“ im eco. IoT-Geräte, Sensoren und Plattformen für den Datenaustausch und die Datenanalyse mit ganz unterschiedlichen Sicherheitsleveln erhöhten das Risiko für Sicherheitsschwachstellen und Cyber-Angriffe. Professor Pohlmann rät: „Daher sollten die Verantwortlichen in den Kommunen beim Entwurf smarter Lösungen für Verwaltung und Bürgerservices Cyber-Sicherheit von Anfang an mitdenken.“
„Die Verlässlichkeit, Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit aller Smart-City-Komponenten steht und fällt mit der Fähigkeit, die Systeme vor Hackern zu schützen“
, betont Thomas Seifert, „Chief Financial Officer“ des Infrastruktur- und Cyber-Sicherheitsunternehmens Cloudflare. Angriffe auf Sicherheitssysteme bei der Gebäudeautomatisierung, auf digitale Patientenakten im Gesundheitswesen oder Eingriffe in digitale Bürgerbeteiligungen im Zuge von Wahlen seien allesamt Szenarien, welche verhindert werden müssten, unterstreicht Seifert. In der Studie nennt er nach eigenen Angaben Strategien, alle Organisationen und Bürger in einer „Smart City“ vor solchen Eingriffen zu schützen, vom öffentlichen Sektor über privatwirtschaftliche Unternehmen bis hin zu einzelnen Individuen.

eco: Sichere und vertrauenswürdige Daten-Ökosysteme als Grundlage erfolgreicher Smart-City-Plattformen

Um den eigenen Weg zur „Smart City“ zu ebnen, sollten deutsche Städte und Kommunen laut der Studie ihre vorhandene Datenbank-Landschaft kontinuierlich hinterfragen und mit den technologischen Trends und deren Anforderungen validieren. Denn erst eine segmentübergreifende Architektur von Datenökosystemen und eine entsprechende „Data Governance“ erlaubten es, die unzähligen Datenpunkte zu aggregieren, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und Synergien zwischen den Segmenten und den Bausteinen zu nutzen. Hilfreich seien dabei vermehrt Cybersecurity-Cluster. Ein Beispiel sei die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) initiierte „Allianz für Cyber-Sicherheit“. Diese vereine Wissenschaft, Wirtschaft und Behörden, um die Cyber-Sicherheit auf allen Ebenen zu verbessern.
Geschützt werden müssten unter anderem ganzheitliche und intermodale Mobilitätsplattformen, sowie eine voranschreitende Digitalisierungswelle im Gesundheits- und Bildungswesen. Darüber hinaus sei Cyber-Sicherheit „Digitalisierungs-Enabler über alle Lösungen in neun Segmenten der ,Smart City‘ hinweg“ – herausgehoben sei die Bedeutung für Gesundheitswesen, öffentliche Verwaltung, Gebäudeautomatisierung oder Finanzdienstleistungen.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 10.06.2021
eco fordert Transparenz, Aufklärung und Kontrolle im Umgang mit Staatstrojanern

eco VERBAND DER INTERNETWIRTSCHAFT
Studie / Der Smart-City-Markt in Deutschland 2021-2026

eco & heise Events
ISD INTERNET SECURITY DAYS 2021 / Agenda



Kommentieren

Kommentar

Theiners Talk

Kooperation

TeleTrusT

Mitgliedschaft

German Mittelstand e.V.

Mitgliedschaft

BISG e.V.

Multiplikator

Allianz für Cybersicherheit

Datenschutzerklärung