Michael Littger – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Wed, 01 Feb 2023 22:58:45 +0000 de hourly 1 Neuer DsiN-Ratgeber für einfachen und sicheren Login https://www.datensicherheit.de/neu-dsin-ratgeber-einfacher-sicherer-login https://www.datensicherheit.de/neu-dsin-ratgeber-einfacher-sicherer-login#respond Wed, 01 Feb 2023 22:58:18 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=42845 5. Ausgabe der Ratgeber-Reihe in Zusammenarbeit mit Yubico entstanden

[datensicherheit.de, 01.02.2023] Aus Anlass des deutschlandweiten „Sicherer Login“-Tag am 1. Februar hat Deutschland sicher im Netz (DsiN) den neuen Verbraucherratgeber „Benutzerkonten sichern – einfach einloggen“ mit „hilfreichen Tipps und Hilfestellungen“ veröffentlicht. Die fünfte Ausgabe dieser Ratgeber-Reihe ist demnach in Zusammenarbeit mit dem Authentifizierungsexperten Yubico entstanden.

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Abbildung: Deutschland sicher im Netz e.V.

Neuer DsiN-Verbraucherratgeber „Benutzerkonten sichern – einfach einloggen“

DsiN-Ratgeber soll über Maßnahmen zur Erhöhung der Online-Sicherheit aufklären

„Ob bei der Arbeit, beim Online-Shopping, bei der Nutzung von Social-Media-Diensten oder Videoportalen – der Alltag wird immer digitaler und damit steigt auch die Anzahl der Nutzerkonten und Anmeldedaten.“ Über den Log-in erhielten Nutzer Zugang zu Online-Angeboten und ihren persönliche Benutzerkonten. Login-Daten seien somitsensible Daten, die in den falschen Händen missbräuchlich verwendet werden können“ und zu einem hohen Schaden für Nutzer führen könnten.

Laut aktuellem „DsiN-Sicherheitsindex“ gehe mehr als die Hälfte aller Nutzer davon aus, dass sie sich nicht gegen Datenmissbrauch schützen könnten. Hier setze der neue DsiN-Ratgeber an, der in Kooperation mit Sicherheitsexperten von Yubico entstanden sei, und kläre auf, „welche Maßnahmen es gibt, um die Online-Sicherheit zu erhöhen“.

DsiN-Geschäftsführer betont, dass schon einfache Maßnahmen ausreichen, um den Schutz signifikant zu erhöhen

„Der Log-In ist unser Tor zum Internet und zur Nutzung digitaler Dienste. Es ist die erste Schwelle, die es vor Angriff und Missbrauch im Netz besonders zu schützen gilt. Wenn die Zugangsdaten einmal in falsche Hände gelangen, drohen Schadsoftware und Identitätsdiebstahl, warnt DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger und betont: „Oftmals vergessen wir, dass schon einfache Maßnahmen ausreichen, um den Schutz signifikant zu erhöhen.“

„Fast 90 Prozent aller erfolgreichen Angriffe sind auf gestohlene oder schlecht geschützte Anmeldeinformationen zurückzuführen. Darum setzen wir mit unseren ,YubiKeys’ beim Login an“, erläutert Patrick Schnell, „Senior Channel Manager“ bei Yubico. Mit der 2-Faktor- oder Multi-Faktor-Authentifizierung könnten Hacker selbst mit erbeuteten Passwörtern nicht auf geschützte Accounts zugreifen, „da der persönliche Sicherheitsschlüssel fehlt“. Dadurch blieben die Daten sicher, auch bei ausgeklügelten Phishing-Methoden“.

DsiN-Ratgeber klären über alltagsrelevante Themen rund ums Internet auf

Die vorliegenden DsiN-Ratgeber klärten über alltagsrelevante Themen rund um das Internet auf. Wichtige Begriffe und Tipps würden einfach verständlich erläutert. Weiterführende Links verwiesen auf umfassende Informationen zu den jeweiligen Themen sowie Kontakte zu Beratungs- und Hilfsangeboten.

Im März 2023 soll zum Thema „Sicherer Login“ ein „DsiN Talk“ im Forum „Digitale Aufklärung“ stattfinden. „Gerne können Sie sich vorab bei Interesse melden. Nähere Informationen folgen.“

Weitere Informationen zum Thema:

DsiN Deutschland sicher im Netz
DsiN-Ratgeber / Benutzerkonten sichern – einfach einloggen

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Schwachstelle in Log4j: Hohes Risiko des Missbrauchs bereits angegriffener Systeme https://www.datensicherheit.de/schwachstelle-log4j-risiko-missbrauch-angriff-systeme https://www.datensicherheit.de/schwachstelle-log4j-risiko-missbrauch-angriff-systeme#respond Tue, 14 Dec 2021 09:51:56 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=41249 Dr. Michael Littger warnt davor, dass noch viele Systeme mangels Update diese Schwachstelle aufweisen und somit ungeschützt vor Angriffen sind

[datensicherheit.de, 14.12.2021] Auch der Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) geht auf die Medienberichte ein, wonach am 3. Adventswochenende 2021 bekannt wurde, dass Hacker eine Schwachstelle des „Open Source“-Programms „Log4j“ ausnutzten und somit etliche Systeme, die dieses Programm nutzen, angreifen konnten. Die Besonderheit bei „Open Source“-Software bestehe darin, dass diese für jeden frei nutzbar und öffentlich einsehbar sei. Häufig würden die Codes von Programmierern bereitgestellt, welche in der Regel keine Bezahlung dafür erhielten. Zugleich nutzten viele große Unternehmen „Open Source“-Programme als Grundlage für ihre IT-Systeme. Für DsiN nimmt der Geschäftsführer, Dr. Michael Littger, Stellung.

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Foto: DsiN e.V.

Dr. Michael Littger: DsiN bietet Unterstützungsinitiative wie die Transferstelle für IT-Sicherheit im Mittelstand (TISiM) an

Schwachstelle konnte kurz nach Bekanntwerden durch Updates geschlossen werden

Auch wenn diese Schwachstelle bereits kurz nach dem Bekanntwerden im Programm geschlossen worden sei und entsprechende Updates zur Verfügung stünden, sei das Risiko hoch, dass bereits angegriffene Systeme für kriminelle Zwecke genutzt würden.
Zudem sei davon auszugehen, „dass viele Systeme nach wie vor ungeschützt vor diesen Angriffe sind, weil das Update noch nicht durchgeführt wurde“.

Schutzvorkehrungen gegen Schwachstellen bereits im Vorfeld deutlich verstärken!

Dr. Littger führt aus: „Die aktuellen Hacker-Angriffe über ,Log4j‘ verdeutlichen den Nachholbedarf aller Beteiligten für IT-Sicherheit. Akut empfehlen wir allen Betrieben und Privatpersonen, sämtliche verfügbare Updates unmittelbar durchzuführen und auf ungewöhnliche Aktivitäten wie längere Rechnerzeiten zu achten.“
Vor allem gehe es künftig darum, die Schutzvorkehrungen von betroffenen Organisationen schon im Vorfeld solcher Ereignisse deutlich zu verstärken. Bundesweite DsiN-Unterstützungsinitiativen wie „TISiM – Transferstelle für IT-Sicherheit im Mittelstand“ böten dafür gute Anknüpfungspunkte. „Sie müssen deutlich ausgebaut und weiterentwickelt werden“, so Dr. Littger.

Weitere Informationen zum Thema:

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Kritische Schwachstelle in Java-Bibliothek log4j

DsiN Deutschland sicher im Netz
Transferstelle IT-Sicherheit im Mittelstand (TISiM)

datensicherheit.de, 14.12.2021
Angesichts der Log4Shell-Schwachstelle Aufruf zur Crowdsourced Security / Harmlose und normalerweise unangreifbare Funktion der Protokollierung droht zur Achillesferse des Internets zu werden

datensicherheit.de, 13.12.2021
Log4Shell: Bitkom zur Bedrohungslage durch neue Schwachstelle / Cyber-Kriminelle versuchen bereits aktiv, diese Schwachstelle auszunutzen

datensicherheit.de, 13.12.2021
Apache Log4j mutmaßlich größte und kritischste IT-Schwachstelle des letzten Jahrzehnts / Auch Tenable-CEO Amit Yoran warnt eindringlich vor Schwachstelle in Apache Log4j

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Cybersicherheitsstrategie 2021 des Bundes beschlossen https://www.datensicherheit.de/cybersicherheitsstrategie-2021-bund-beschluss https://www.datensicherheit.de/cybersicherheitsstrategie-2021-bund-beschluss#respond Wed, 08 Sep 2021 16:24:31 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=40710 Verstärkt wird auf Cyber-Kompetenzen der Internetnutzer gesetzt

[datensicherheit.de, 08.09.2021] Der Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN)-Pressestatement meldet, dass am 8. September 2021 das Bundeskabinett „die neue Cybersicherheitsstrategie des Bundes“ beschlossen hat. DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger führt in seinem Kommentar aus, dass diese verstärkt auf Cyber-Kompetenzen der Internetnutzer setze – tatsächlich seien Menschen die größte Schwachstelle in der heutigen IT-Sicherheitsarchitektur.

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Foto: DsiN e.V.

Dr. Michael Littger: Deutschland kann zum Vorbild bei digitaler Kompetenzvermittlung werden…

Über 90 Prozent der Cyber-Schadensvorfälle durch einfache Schutzvorkehrungen vermeidbar

Dr. Michael Littger begründet seine Aussage zum Menschen als größter Schwachstelle in der heutigen IT-Sicherheitsarchitektur: „Über 90 Prozent der Sicherheitsvorfälle im privaten und beruflichen Umfeld sind durch einfache Schutzvorkehrungen vermeidbar. Wenn es gelingt, die neuentstandenen Transfer-Infrastrukturen der vergangenen Jahre kraftvoll weiterzuentwickeln, kann Deutschland zum Vorbild bei digitaler Kompetenzvermittlung werden.“

Cybersicherheitsstrategie 2021“ benennt konkrete DsiN-Engagements

Die „Cybersicherheitsstrategie 2021“ benennt demnach konkrete Engagements des DsiN – so. u.a. die „Digitale Nachbarschaft fürs Ehrenamt“, den „Digital-Kompass für ältere Menschen“, den „DsiN-Digitalführerschein“. Aber auch TISiM, die „Transferstelle IT-Sicherheit im Mittelstand“ vermittele bundesweit schon heute an 80 regionalen Anlaufstellen konkrete Hilfestellungen für Berufstätige und Unternehmen. Dr. Littger betont: „Insbesondere den digitalen Mittelstand gilt es mit der neuen Bundesregierung dauerhaft zu stärken.“

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 05.05.2021
DsiN-Jahreskongress 2021: Gemeinsam für ein sicheres Netz der Vielfalt und Verantwortung

Bundesregierung
Im Kabinett / Ziele für die Cybersicherheit beschlossen

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Cyberfibel: Neues Nachschlagewerk für digitale Aufklärung https://www.datensicherheit.de/cyberfibel-vorstellung-nachschlagewerk-digitalaufklaerung https://www.datensicherheit.de/cyberfibel-vorstellung-nachschlagewerk-digitalaufklaerung#respond Fri, 09 Oct 2020 17:41:17 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=38016 Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und der Deutschland sicher im Netz e.V. haben am 9. Oktober 2020 ihre Cyberfibel vorgestellt

[datensicherheit.de, 09.10.2020] Anlässlich des „3. Roundtables“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat und des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz zur IT-Sicherheit für Verbraucher haben das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) am 9. Oktober 2020 die „Cyberfibel“ vorgestellt.

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Abbildung: DsiN e.V.

Cyberfibel – als Online- und Druckwerk verfügbar

Cyberfibel richtet sich an Wissensvermittler und Bildungseinrichtungen

Das umfangreiche Nachschlagewerk richtet sich laut DsiN an Wissensvermittler und Bildungseinrichtungen: Diesen stehe nun erstmalig ein Gesamtangebot zur Verfügung, das auf über 200 Seiten auf aktuelle Fragestellungen im digitalen Alltag mit konkreten Erklärungen, Hintergründen, Übungen, Handlungsempfehlungen und weiterführenden Links eingehe.
Durch regelmäßige Erweiterungen sollen auch künftige Entwicklungen und veränderte Sicherheitsanforderungen berücksichtigt werden. Die „Cyberfibel“ ist demnach als gedrucktes Handbuch sowie online verfügbar.

Cyberfibel soll helfen, Regeln des Digitalen Raums zu verstehen

„Genauso wie wir in der Schule mit der Fibel lesen lernen, müssen wir uns auch mit den Regeln des Digitalen Raums befassen. Unser Ziel im Rahmen des Digitalen Verbraucherschutzes ist es, durch Informationsangebote, technische Anforderungen und Standards Rahmenbedingungen zu schaffen, um ein sicheres und selbstbestimmtes Handeln von Verbraucherinnen und Verbrauchern in der digitalen Welt zu ermöglichen“, erläutert BSI-Präsident Arne Schönbohm.
Mit der „Cyberfibel“ werde ihren Partnern in der Wissensvermittlung ein praxisorientiertes, stets aktuelles Handwerkszeug an die Hand gegeben, welches diese in ihrer täglichen Arbeit mit den Bürgern sofort einsetzen könnten.

Cyberfibel als wichtige Orientierung in der Aufklärungsarbeit

Dr. Markus Richter, Staatssekretär und „CIO“ des Bundes, ergänzt: „Wir alle nutzen täglich eine Vielzahl digitaler Angebote, die uns das Leben erleichtern. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher wünschen sich dabei mehr Anleitung und Hilfestellung, damit sie digitale Dienste und Geräte sicher einsetzen können.“
Ziel des Bundesinnenministeriums sei es, Menschen in jeder Lebenslage zur Teilhabe an der Digitalisierung zu befähigen. Mit der „Cyberfibel“ schafften BSI und DsiN dafür eine wichtige Orientierung in der Aufklärungsarbeit.

Cyberfibel – eine Initiative des Deutschland Dialogs für digitale Aufklärung

Entstanden sei die „Cyberfibel“ auf Initiative des „Deutschland Dialogs für digitale Aufklärung“, dem Akteure aus der Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung angehörten. „Wir verstehen die ,Cyberfibel‘ als lebendiges Werk, das auf neue Anforderungen im digitalen Alltag eingeht. Damit schaffen wir die Orientierungshilfe, welche dringend erforderlich ist, um digitale Verbraucheraufklärung auf einem einheitlichen Niveau zu entwickeln“, sagt DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger.
Man werde aktiv darin unterstützen, „dass sie möglichst viele Wissensvermittler erreicht“. Für die Mitglieder im „Deutschland Dialog“ werde ihre gemeinsame Weiterentwicklung im Fokus stehen.

Cyberfibel ab sofort als Online-Version und als gedrucktes Werk

„Die ,Cyberfibel‘ ist ein wichtiges Instrument für die digitale Verbraucheraufklärung. Unser Ziel ist es, dass viele Menschen von den Inhalten profitieren, indem sie die darin enthaltenen Informationen für einen sicheren digitalen Umgang in Schule, Beruf und Privatleben nutzen“, betont Verbraucherschutzstaatssekretär Prof. Dr. Christian Kastrop.
Die „Cyberfibel“ steht laut DsiN sofort als Online-Version und als gedrucktes Werk zur Verfügung: Sie kann online über das Bestellformular angefordert werden – pro Besteller könne ein gedrucktes Exemplar kostenfrei bezogen werden.

Weitere Informationen zum Thema:

CYBERfibel
Ein Projekt von BSI und DsiN / Die Cyberfibel

datensicherheit.de, 05.10.2020
DsiN-Praxisreport Mittelstand 2020 erschienen

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DsiN-Praxisreport Mittelstand 2020 erschienen https://www.datensicherheit.de/dsin-praxisreport-mittelstand-2020-publikation https://www.datensicherheit.de/dsin-praxisreport-mittelstand-2020-publikation#respond Mon, 05 Oct 2020 15:09:10 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=37968 46 Prozent der Unternehmen laut DsiN melden IT-Angriffe

[datensicherheit.de, 05.10.2020] Zum Start des europäischen Aktionsmonats zur Cyber-Sicherheit ist am 5. Oktober 2020 der „Praxisreport Mittelstand 2020“ zur Lage der IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) erschienen. Diese repräsentative Studie unter Schirmherrschaft des Bundeswirtschafsministeriums zeige deutlichen Unterstützungsbedarf beim Digitalschutz, denn zwölf Prozent der Betriebe fürchteten um die eigene Existenz bei Cyber-Angriffen.

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Abbildung: DsiN e.V.

„Praxisreport Mittelstand 2020“ wird am 6. Oktober 2020 im Rahmen der „it-sa 365“ erstmalig vorgestellt

DsiN warnt: Ein Viertel der Betriebe verfügt über keinerlei Datensicherungen

Fast die Hälfte aller Unternehmen in Deutschland (46 Prozent) habe in den vergangenen Monaten Cyber-Angriffe auf ihr Unternehmen vermeldet, so ein Ergebnis des „DsiN-Praxisreport Mittelstand 2020“, der am 6. Oktober 2020 im Rahmen der „it-sa 365“ erstmalig vorgestellt werden soll.
In drei von vier Fällen (74 Prozent) hätten die Angriffe zu schädlichen Auswirkungen geführt, in vier Prozent der Fälle sogar zu schweren Belastungen innerhalb des Betriebes. Trotz dieser Ausgangslage reagierten nur wenige Unternehmen aktiv mit einer Verbesserung ihre digitalen Abwehrbereitschaft:
Ein Viertel der Betriebe (25 Prozent) verfüge über keinerlei Datensicherungen, ein Drittel (35 Prozent) habe keine Krisenreaktionspläne und nur jedes fünfte Unternehmen achte auf verschlüsselte E-Mails (22 Prozent).

DsiN sieht zunehmende Digitalisierung im Zuge der Corona-Krisew

Zugleich gewinne die Digitalisierung flächendeckend weiter an Bedeutung. Der Einsatz von Cloud-Lösungen habe im zwölfmonatigen Erhebungszeitraum bis April 2020 weiter zugenommen und liege nun bei 47 Prozent (2018: 41 Prozent).
Auch der Einsatz digitaler Verkaufsplattformen zeige einen Zuwachs gegenüber 2018 um drei Prozent und liege nun bei 44 Prozent. „Wir sehen eine zusätzliche Digitalisierung des Mittelstands, die durch ,Corona‘ nochmal an Fahrt gewinnt“, so DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger.
Dadurch entstünden zusätzliche Angriffsflächen, die den Nachholbedarf an sicheren IT-Lösungen und Vorkehrungen weiter steigen lasse.

Auffällige Schwachstellen der digitalen Abwehrbereitschaft laut DsiN auch in der Schulungspraxis von Mitarbeitern

Auffällige Schwachstellen der digitalen Abwehrbereitschaft zeige der Report auch in der Schulungspraxis von Mitarbeitern: Fast die Hälfte der Betriebe (47 Prozent) verzichte auf sämtliche Hinweise und Informationen über sicheres Verhalten am Arbeitsplatz.
Bei kleinen und kleinsten Betrieben komme hinzu, dass eigene Zuständige für IT-Sicherheitsfragen fehlten. In jedem zweiten Betrieb unter zehn Mitarbeitern kümmere sich die Geschäftsleitung (49 Prozent) selbst um die IT-Absicherung.
Bei Unternehmen von 201 bis 500 Mitarbeitern liege die IT-Sicherheit nur noch bei fünf Prozent der Betriebe in der unmittelbaren Hand der Geschäftsleitung.

TISiM: Pilotphase für mehr Cyber-Sicherheit im Mittelstand

Aus Sicht des Bundeswirtschaftsministeriums verdeutliche diese Entwicklung, dass Angebote für mehr IT-Sicherheit stärker nachgefragt und angewendet werden müssten:
„Mit der neuen ,Transferstelle IT-Sicherheit im Mittelstand‘, TISiM, sorgt das Bundeswirtschaftsministerium dafür, dass gerade kleine Betriebe, Selbstständige, das Handwerk sowie Freiberufler darin unterstützt werden, IT-Sicherheit in Betrieben umzusetzen“, erläutert Thomas Jarzombek, Beauftragter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie für Digitale Wirtschaft und Start-Ups.
Die Transferstelle TISiM sei Anfang 2020 vom Bundeswirtschaftsministerium ins Leben gerufen worden. Am 6. Oktober 2020 zur „it-sa 365“ starte sie mit ihrer Pilotphase für mehr Cyber-Sicherheit im Mittelstand.

Weitere Informationen zum Thema:

DsiN Deutschland sicher im Netz, 05.10.2020
DsiN-Praxisreport 2020 Mittelstand @ IT-Sicherheit

datensicherheit.de, 25.06.2020
Trotz Verunsicherung: DsiN-Sicherheitsindex 2020 bei 62,8 Punkten

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https://www.datensicherheit.de/dsin-praxisreport-mittelstand-2020-publikation/feed 0
Mittelstand: Transferstelle IT-Sicherheit gestartet https://www.datensicherheit.de/mittelstand-transferstelle-it-sicherheit-digitalkonferenz-start https://www.datensicherheit.de/mittelstand-transferstelle-it-sicherheit-digitalkonferenz-start#respond Mon, 25 May 2020 17:34:29 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=36412 „1. Transferstellenkongress“ – Digitalkonferenz am 28. Mai 2020

[datensicherheit.de, 25.05.2020] Die Transferstelle IT-Sicherheit im Mittelstand (TISiM) soll nach eigenen Angaben „passgenaue Informationen aus einer Hand“ bieten – hierzu werden demnach Angebote zum Thema IT-Sicherheit gebündelt, praxisnah aufbereitet und vermittelt: Gerade die sog. kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), aber auch Handwerksbetriebe und Selbstständige sollen bei deren Umsetzung unterstützt werden. Am 28. Mai 2020 findet nun der „1. Transferstellenkongress – für IT-Sicherheit im Mittelstand“ statt.

TISiM-Logo

TISiM seit Ende April 2020 erreichbar, Abbildung: DsiN e.V.

Gemeinsame Lösungsperspektiven für mehr IT-Sicherheit im Mittelstand

Das TISiM-Betreiberkonsortium, bestehend aus DIHK, Fraunhofer IAO und Fokus, Hochschule Mannheim und DsiN, lädt ein, erste Einblicke in die künftige Arbeit zu erhalten und „gemeinsame Lösungsperspektiven für mehr IT-Sicherheit im Mittelstand zu entwickeln“.

Online-live aus der Transferstelle im DsiN-Forum

„1. Transferstellenkongress 2020“ – Digitalkonferenz
live aus der Transferstelle im DsiN-Forum
am Donnerstag, dem 28. Mai 2020, 10.30 bis 12.00 Uhr
Anmeldung erforderlich

Kongresseröffnung durch Dr. Michael Littger

Den Willkommensgruß unter dem Motto „Starke IT-Sicherheit für einen starken Mittelstand“ übernehmen Dr. Michael Littger, Geschäftsführer DsiN und Moderator des Tages, sowie die Leiterin der TISiM-Geschäftsstelle, Sandra Balz. Im Anschluss wird zur Vorstellung „Das ist TISiM“, ein Erklärvideo zu den Zielen und Aufgaben der Transferstelle, präsentiert.

Zielstellung: sicherer und innovativer Mittelstand

Die Impulsrede und das Grußwort von Thomas Jarzombek, MdB, Beauftragter für Digitalisierung und Startups des Bundeswirtschaftsministers, steht unter der Zielstellung „Für einen sicheren und innovativen Mittelstand“. An der sich anschließenden moderierten Podiumsdiskussion nehmen laut TISiM teil (ohne Gewähr):

  • Prof. Dr. Manfred Hauswirth – Institutsleiter Fraunhofer FOKUS
  • Sofie Geisel – Mitglied der DIHK-Hauptgeschäftsführung
  • Thomas Jarzombek, MdB – Digital- und Startup-Beauftragter des Bundeswirtschaftsministers
  • Dr. Constantin Terton – Leiter „Wirtschaft“ Handwerkskammer Berlin

Vorstellung der „Suchmaschine für IT-Sicherheit“

Zum Abschluss ist ein Interview mit einem Kleinunternehmer über Erwartungen an IT-Sicherheit sowie die Vorstellung des „Sec-O-Mats“, der neuen „Suchmaschine für IT-Sicherheit“ von TISiM, durch Fraunhofer IAO vorgesehen. Am Ende der Veranstaltung wird ein gemeinsamer Appell zum Mitmachen bei TISiM stehen.

Weitere Informationen zum Thema:

Transferstelle IT-Sicherheit im Mittelstand
Einfach. Sicher. Machen.

Transferstelle IT-Sicherheit im Mittelstand
1. Transferstellenkongress – für IT-Sicherheit im Mittelstand am 28.05.2020

datensicherheit.de, 20.09.2019
Digitale Aufklärung: DsiN-Forum in Berlin-Mitte eröffnet

datensicherheit.de, 05.11.2013
DsiN: Dr. Michael Littger wird neuer Geschäftsführer

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DigitalPakt in Kraft getreten https://www.datensicherheit.de/digitalpakt-in-kraft https://www.datensicherheit.de/digitalpakt-in-kraft#respond Fri, 17 May 2019 16:25:15 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=32210 DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger sieht „großen Nachholbedarf“ in Schulen

[datensicherheit.de, 17.05.2019] Der sogenannte DigitalPakt trat nach Angaben des Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) am 17. Mai 2019 in Kraft. Dazu DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger in einer Stellungnahme: „Der heutige Start des ,DigitalPakts‘ ist ein gutes Signal für alle Schulen, um IT-Technik und Kompetenzen im Fachunterricht voranzubringen. Es geht um Bildungsprogramme und Infrastrukturen gleichermaßen. Hier haben viele Schulen großen Nachholbedarf.“

Bessere digitale Kompetenzvermittlung erwünscht

Auch über 90 Prozent der Menschen wünschten sich eine „bessere digitale Kompetenzvermittlung“.
Damit die Mittel noch 2019 auf den Weg kommen, sollten die Bundesländer die Förderbedingungen nun zügig bekannt machen, empfiehlt Dr. Littger.

„DsiN-Jahreskongress“ am 3. Juni 2019 in Berlin

„Unabhängig davon ermuntere ich dazu, weiterhin auch schulbegleitende Initiativen stärker in Anspruch zu nehmen“, so der DsiN-Geschäftsführer.
Beispielhaft dafür steht demnach der Jugendwettbewerb „myDigitalWorld 2019“ zu Künstlicher Intelligenz (KI), dessen schulische Preisträger am 3. Juni 2019 von Staatsministerin Dorothee Bär im Rahmen des „DsiN-Jahreskongress 2019“ in Berlin ausgezeichnet werden sollen.


Weitere Informationen zum Thema:

DsiN Deutschland sicher im Netz
DsiN JAHRESKONGRESS 2019 / SICHERE IT-WELT, WIE SIE MIR GEFÄLLT

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IT-Sicherheit: Neues Schulungsangebot für Politiker im Netz https://www.datensicherheit.de/it-sicherheit-neues-schulungsangebot-politiker-netz https://www.datensicherheit.de/it-sicherheit-neues-schulungsangebot-politiker-netz#respond Thu, 14 Feb 2019 21:51:59 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=30109 Deutschland sicher im Netz kündigt auf „Munich Cyber Security Conference 2019“ Aufklärungsprojekt für politisch Engagierte an

[datensicherheit.de, 14.02.2019] Dr. Michael Littger, Geschäftsführer des Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN), hat aus aktuellem Anlass die 5. Auflage der „Munich Cyber Security Conference“ (MCSC) kommentiert. Laut Littger zeigt diese Münchner Cyber-Sicherheitskonferenz, dass der Mensch als Faktor für IT-Sicherheit in den Mittelpunkt der Debatten rückt. In diesem Zusammenhang gehe es darum, digitale Schutzkompetenzen in allen Lebensbereichen zu verankern.

Über 90 Prozent aller Angriffe durch einfache Schutzmaßnahmen abzuwehren

„Die Münchner Cyber-Sicherheitskonferenz zeigt, dass der Mensch als Faktor für IT-Sicherheit in den Mittelpunkt der Debatten rückt. Es geht darum, digitale Schutzkompetenzen in allen Lebensbereichen zu verankern. Über 90 Prozent aller Angriffe können durch einfache Schutzmaßnahmen abgewehrt werden“, betont Littger.

Mehr zielgruppengerechte Maßnahmen gefragt

„Dies stärkt die Abwehrfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft gegen Cyber-Angriffe auch insgesamt. Deshalb brauchen wir mehr zielgruppengerechte Maßnahmen, wie sie im neuen ,Deutschland Dialog für digitale Aufklärung‘ unter Beteiligung von Bundesregierung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft angestoßen werden.

Digitaler Selbstschutz auch für Politiker

Ein gutes Beispiel dafür sei das geplante Schulungsangebot für Politiker im Netz, das die Partner des „Deutschland Dialog“ am 14. Februar 2019 in München zusammen mit dem DsiN vorgestellt hätten, berichtet Dr. Littger. Abgeordnete sähen sich zunehmend Hacker-Angriffen und Phishing-E-Mails ausgesetzt. Der „Doxing“-Vorfall zu Beginn des Jahres 2019 zeige, dass private Nachrichten und Bilder besser geschützt werden müssten.

Im Fokus sichere Log-in-Verfahren wie Zwei-Faktor-Authentisierung

Soziale Medien gehörten heute zu den zentralen Kommunikationsmittel, um schnell und direkt mit Bürgern in Kontakt zu treten, so Dr. Littger – „diesen Kommunikationskanal wollen wir daher durch mehr Selbstschutzkompetenzen sicherer machen“. Daher werde DsiN mit Partnern im „Deutschland Dialog für digitale Aufklärung“ ein neues Aufklärungsprojekt für politisch Engagierte bereit stellen: Im Fokus sollen demnach sichere Log-in-Verfahren wie die Zwei-Faktor-Authentisierung stehen.

Weitere Informationen zum Thema:

MCSC
IT-Sicherheit ist Grundlage für Vertrauen und Akzeptanz in der vernetzten, digitalen Welt

DsiN Deutschland sicher im Netz, 14.02.2019
Politiker sicher im Netz: Bundesweite Schulungsreihe für digitalen Selbstschutz

datensicherheit.de, 12.06.2018
Verunsicherung im Netz nimmt laut DsiN-Sicherheitsindex 2018 zu

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DigiBitS: DsiN-Bildungsangebot startet in Hessen https://www.datensicherheit.de/digibits-dsin-bildungsangebot-hessen https://www.datensicherheit.de/digibits-dsin-bildungsangebot-hessen#respond Mon, 03 Sep 2018 15:05:59 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=28643 „Digitale Bildung trifft Schule“ jetzt auch im Großraum Frankfurt/Main

[datensicherheit.de, 03.09.2018] Der Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) teilt mit, dass am 4. September 2018 das Bildungsprojekt „DigiBitS – Digitale Bildung trifft Schule“ für 65 Schulen im Großraum Frankfurter/Main startet. Mehr als 260 Lehrkräfte und 19.500 Schüler können demnach dann von dieser Maßnahme profitieren. Damit wird diese DsiN-Bildungsinitiative zum neuen Schuljahr auch in Hessen verfügbar sein – ausgerichtet an der „Digitalstrategie der Kultusminister“, ging sie bereits in den vergangenen Monaten in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt an den Start.

Digitale Kompetenzvermittlung für alle Schüler

Die aktuelle „Digitalstrategie der Kultusministerkonferenz“ sieht laut DsiN digitale Kompetenzvermittlung für alle Schüler im Fachunterricht vor – im Verbund mit regionalen Bildungspartnern soll „DigiBitS“ an diese Vorgaben anknüpfen und Lehrkräften ab der fünften Schulklasse umfangreiche Unterstützung zur fächerbezogenen Medienbildung bieten.
In diesem Kontext sollen Partnerschulen des Projekts Unterrichtsmaterialien und pädagogische Leitfäden, eine persönliche Begleitung sowie Zugang zum Onlineportal, das über 250 Unterrichtsangebote einbindet, erhalten.

„Digital Durchstarten“ am 4. September 2018 in Frankfurt/Main

Der Auftakt von „DigiBitS“ in Hessen erfolgt laut DsiN im Rahmen des zweitägigen Digitalfestivals „Digital Durchstarten“, welches am 4. September 2018 in Frankfurt am Main startet.
„Wir freuen uns, dass wir mit ,DigiBitS‘ in dieser Region Schulen nun konkret unterstützen können. Denn digitale Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation des 21. Jahrhunderts für Schule, Ausbildung und Beruf“, betont hierzu DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger.

Weitere Informationen zum Thema:

DigiBitS – Digitale Bildung trifft Schule
Unser Konzept

Bottom-Up: Berufsschüler für IT-Sicherheit
Berufsschüler für IT-Sicherheit – bundesweit!

datensicherheit.de, 25.07.2018
Bildung als Basis der erfolgreichen Digitalisierung

datensicherheit.de, 09.07.2018
DsiN: Digitale Nachbarschaft auf Datenschutz-Tour zu Vereinen

datensicherheit.de, 30.06.2018
DigiBitS-Programm soll Bildungsangebot für Schulen im Raum Berlin erweitern

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DsiNsights Breakfast am 21. März 2018: Hobbyspione im Digitalen Alltag thematisiert https://www.datensicherheit.de/dsinsights-breakfast-21-maerz-2018-hobbyspione-digitaler-alltag-thematisiert https://www.datensicherheit.de/dsinsights-breakfast-21-maerz-2018-hobbyspione-digitaler-alltag-thematisiert#respond Wed, 21 Mar 2018 17:01:23 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=27417 Auch Verbraucher können Spionage- und Schnüffel-Apps für wenig Geld im Netz erwerben und einsetzen

[datensicherheit.de, 21.03.2018] Auf der Veranstaltung „Hobbyspione im digitalen Alltag – So schützen Sie sich richtig!“ hat der Verein Deutschland sicher im Netz (DsiN) auf das Problem der digitalen Überwachung im persönlichen Umfeld aufmerksam gemacht. Über 80 Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung folgten der Einladung zu diesem „DsiNsights Breakfast“ am 21. März 2018 in Berlin. In einer Live-Demomstration zeigten Experten mögliche Angriffs- und Schutzszenarien gegen diese Bedrohung auf.

Vertrauen und Sicherheit im Internet gefährdet

„Wir betrachten mit Sorge, dass jeder Verbraucher Spionage- und Schnüffel-Apps für wenig Geld im Netz erwerben und einsetzen kann. Dies kann Vertrauen und Sicherheit im Internet untergraben“, warnte DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger.
Digitale Aufklärung tue Not, um Menschen vor Angriffen zu schützen. Auch Angreifer sollten auf mögliche Rechtsfolgen hingewiesen werden. Dr. Littger: „Wir werden in unserer Aufklärungsarbeit das Thema daher stärker einbinden und zeigen, wie sich Verbraucher und Mitarbeiter vor privater Ausspähung schützen können.“

Tausende Nutzer von Spionage-Apps in Deutschland

Nach Erkenntnissen aus DsiN-Recherchen finden Spionage-Apps in Deutschland bereits Tausende Nutzer; laut Herstellerangaben weltweit sogar viele Millionen – mit steigender Tendenz. Darüber hinaus habe allein Google im Jahr 2017 700.000 Programme mit Schadsoftware und fragwürdigen Inhalten aus seinem „Playstore“ für Smartphone-Apps entfernt.
Laut einer aktuellen Studie von McAfee habe die Hälfte der Verbraucher Sorge, dass Gespräche im privaten Raum über digitale Technologien auch für Dritte zugänglich werden könnten.
Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, sieht Handlungsbedarf: „Jeder Verbraucher sollte im sicheren Umgang mit dem Internet befähigt werden. Mit Projekten wie dem ,Digital-Kompass‘ für ältere Verbraucher leistet Deutschland sicher im Netz einen wichtigen Beitrag, über genau solche Risiken der IT aufzuklären und Handlungsanleitungen zu geben.“

Staatssekretär Gerd Billen, DsiN-Breakfast, 21.03.2018

Foto: DsiN e.V.

Mit seinem Grußwort eröffnete Staatssekretär Gerd Billen das „DsiNsights Breakfast“ am 21. März 2018

DsiN-Tipps zum Schutz vor Spionage-Software auf dem eigenen Gerät:

  • Achten Sie auf erhöhten Daten- und Energieverbrauch: Spionage-Apps verbrauchen Akku- und Datenvolumen. Auch ein Bildschirm, der sich nicht ausschalten lässt, sollte Sie stutzig machen!
  • Überprüfen Sie Apps und Zugriffsberechtigungen: Prüfen Sie, welchen Apps Sie Zugriff auf Kamera und Mikrofon erlauben!
  • Nutzen Sie Antivirenschutz und Schutzprogramme: Sicherheitsprogramme wie Firewall und Antivirenschutz schützen vor Schadsoftware!
  • Verwenden Sie Anti-Spy-Programme: Spyware lässt sich durch spezialisierte Software gezielt entdecken und löschen.
  • Vorsicht ist besser als Nachsicht: Richten Sie eine Bildschirmsperre ein und lassen Sie Ihr Handy nicht unbeaufsichtigt!

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 05.01.2018
Sicherheitslücken in Prozessoren: DsiN rät zur methodischen Vorbeugung

datensicherheit.de, 29.10.2016
10 Jahre Deutschland sicher im Netz: Aufruf zur Kooperation

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