Michael Veit – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Tue, 30 Dec 2025 18:43:56 +0000 de hourly 1 Ransomware-Angriffe auf Unternehmen: Zwischen den Jahren lauern viele Gefahren https://www.datensicherheit.de/ransomware-angriffe-unternehmen-jahresende-gefahren https://www.datensicherheit.de/ransomware-angriffe-unternehmen-jahresende-gefahren#respond Tue, 30 Dec 2025 23:43:32 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51599 Schlimme Bescherung „Cybercrime“ – die Tage „zwischen den Jahren“ sind für Unternehmen besonders riskant

[datensicherheit.de, 31.12.2025] Die Tage rund um Weihnachten und den Jahreswechsel gelten für Cyberkriminellen offenbar als besonders attraktive Zeiträume für Cyberangriffe auf Unternehmen. Vor allem mittelständische Unternehmen geraten dann verstärkt ins Visier Cyberkrimineller. Laut einer aktuellen Stellungnahme von Sophos lässt sich allerdings mit wenigen, gezielten Maßnahmen das Risiko deutlich senken:

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Abbildung: Sophos

Dieser Report basiert laut Sophos auf den Ergebnissen einer unabhängigen Befragung von 3.400 IT-/Cybersecurity-Entscheidern, deren Unternehmen im letzten Jahr von Ransomware betroffen waren, darunter 300 aus Deutschland

Bevorzugt mittelständische Unternehmen zum Jahresende verstärkt im Visier Cyberkrimineller

Vor allem mittelständische Unternehmen geraten zum Jahresende verstärkt ins Visier Cyberkrimineller. Besonders betroffen sind demnach Handel, Logistik, Hotellerie und Gastronomie sowie Produktionsbetriebe. Mit wenigen, gezielten Maßnahmen lasse sich das Risiko jedoch deutlich senken.

  • Analysen von Sophos sowie übereinstimmende Beobachtungen weiterer Sicherheitsanbieter und spezialisierter Notfallteams zeigten seit Jahren ein wiederkehrendes Muster:

Vor allem Ransomware-Angriffe – bei denen Daten verschlüsselt und Unternehmen erpresst werden – starteten bevorzugt außerhalb der regulären Arbeitszeiten, also in den späten Abendstunden, an Wochenenden und an Feiertagen.

Umfeld von Feiertagen als strategisches Zeitfenster für Attacken auf Unternehmen

Der Grund hierfür sei einfach und aus Sicht der Cyberkriminellen strategisch sinnvoll: Viele Unternehmen arbeiteten in dieser Zeit im Minimalbetrieb. IT- und Sicherheitsteams seien ausgedünnt, Entscheidungswege länger, Warnmeldungen würden später erkannt oder verzögert bearbeitet.

  • Genau dieses Zeitfenster nutzten professionelle Angreifer gezielt aus. Hoher operativer Druck erhöhe dann nämlich den Erpressungshebel.

Besonders betroffen seien Branchen mit hohem Zeitdruck und großer Abhängigkeit von stabilen IT-Systemen. Hierzu zählten Handel und E-Commerce, Logistik, Hotellerie und Gastronomie sowie die produzierende Industrie – Branchen, die stark von reibungslos funktionierenden, oft digital gesteuerten Liefer- und Wertschöpfungsketten abhingen.

Cyberangriffe bewusst außerhalb der Kernzeiten der Unternehmen

Auch Finanzdienstleister im Mittelstand und Einrichtungen im Gesundheitswesen gerieten regelmäßig ins Visier Cyberkrimineller. In diesen Bereichen führten Systemausfälle schnell zu Lieferverzögerungen, Umsatzeinbußen oder Reputationsschäden und erhöhten somit beispielsweise den Druck, im Ernstfall auf Erpressungsforderungen einzugehen.

  • Aus aktuellen Auswertungen von Sophos – unter anderem aus „Managed Detection and Response“ (MDR) sowie aus realen „Incident Response“-Einsätzen – ergebe sich ein klares Bild: „Ein erheblicher Teil erfolgreicher Ransomware-Angriffe wird gezielt außerhalb regulärer Arbeitszeiten ausgerollt.“

Diese Beobachtungen deckten sich mit den Ergebnissen des aktuellen „Sophos State of Ransomware Report“, welche jährlich die Erfahrungen von rund 5.000 Unternehmen weltweit auswerte.

Unternehmen des Mittelstands besonders herausgefordert

Feiertage und verlängerte Wochenenden seien dabei eben kein Zufall, sondern fester Bestandteil der Angriffsplanung. Sophos warnt daher regelmäßig davor, die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr sicherheitstechnisch als „ruhige Phase“ zu betrachten.

  • „Im Gegenteil: Gerade dann sind eine verlässliche Überwachung, klar geregelte Zuständigkeiten und schnelle Entscheidungswege entscheidend!“ Viele mittelständische Unternehmen verfügten nicht über dauerhaft besetzte Sicherheitszentralen, sogenannte Security Operations Center (SOC) – also Teams, die IT-Systeme rund um die Uhr überwachen und bei Auffälligkeiten sofort eingreifen.

Auch klar definierte Abläufe für den Ernstfall, etwa bei einem Cyberangriff (Incident Response), seien oft weniger formalisiert als in großen Konzernen. Zwischen Weihnachten und Neujahr werde das IT-Personal zudem häufig weiter reduziert, so dass Vorfälle nicht immer sofort bearbeitet würden und Entscheidungen unter Zeitdruck getroffen werden müssten.

Saisonale Betrugsversuche verschärfen Bedrohungslage für Unternehmen

Erschwerend kämen saisonale Betrugsversuche hinzu: „Dazu zählen Phishing-Mails mit angeblichen Paketbenachrichtigungen, Informationen zu Bonuszahlungen, Weihnachtsaktionen oder Reiseunterlagen.“

  • Diese Nachrichten seien oft täuschend echt gestaltet und spielten gezielt mit Zeitdruck, Gewohnheit und emotionaler Ansprache. Gerade in arbeitsreichen oder unruhigen Phasen steige so die Gefahr, dass Mitarbeiter auf solche E-Mails reagierten – und ungewollt Angreifern „Tür und Tor“ öffneten.

Laut SOPHOS können sich Unternehmen aber darauf vorbereiten – mit überschaubarem Aufwand lasse sich das Risiko für die Feiertage bzw. die Zeit „zwischen den Jahren“ deutlich reduzieren:

SOPHOS-Tipps für Unternehmen zur Vorbereitung auf drohende Cyberangriffe

  • Klare Erreichbarkeit und Entscheidungswege sicherstellen!
    Für die Zeit vom 24. Dezember bis zum 6. Januar sollten verbindliche Rufbereitschaften definiert sein – inklusive Stellvertretungen, klarer Eskalationsstufen und aktueller Kontaktlisten.
    Dies gelte nicht nur intern, sondern auch für externe IT-Dienstleister, Versicherer und spezialisierte Notfallpartner.
  • Technische Basis absichern, bevor der Betrieb runterfährt!
    Vor den Feiertagen sollten sicherheitsrelevante Updates eingespielt, unnötige Fernzugänge deaktiviert und Mehrfaktor-Authentifizierung für administrative sowie externe Zugriffe konsequent genutzt werden.
    Backups sollten nicht nur vorhanden, sondern auch getestet sein – also tatsächlich wiederhergestellt werden können. Wichtig sei zudem, dass Warnmeldungen aus der IT-Sicherheit zuverlässig an die Feiertags-Rufbereitschaft weitergeleitet würden.
  • Mitarbeiter gezielt sensibilisieren!
    Eine kurze, prägnante Information kurz vor den Feiertagen zu typischen saisonalen Phishing-Maschen reiche oft aus, um die Aufmerksamkeit zu schärfen.
    Entscheidend sei dabei, den Meldeweg für verdächtige E-Mails klar und niedrigschwellig zu kommunizieren.
  • Krisenfall einmal durchspielen!
    Eine kurze „Tabletop-Exercise“ – etwa die Frage „Was tun wir bei einem Ransomware-Angriff am 27. Dezember?“ – könne helfen, Rollen, Zuständigkeiten und Kommunikationswege zu klären.
    Bereits eine Stunde mit „Geschäftsführung“, „IT“ und „Kommunikation“ könne im Ernstfall wertvolle Zeit sparen.

Unternehmen sollten sich eben ganz gezielt auf die Zeit „zwischen den Jahren“ vorbereiten

„Cyberkriminelle planen Feiertage fest ein, und Unternehmen sollten das ebenfalls tun. Gerade zwischen Weihnachten und Neujahr entscheidet sich oft, ob ein Sicherheitsvorfall schnell gestoppt wird oder sich zu einem ernsthaften Krisenfall entwickelt“, erläutert Michael Veit, Cybersecurity-Experte bei Sophos.

  • Er unterstreicht: „Klare Zuständigkeiten, verlässliche Überwachung und getestete Notfallpläne nehmen Angreifern genau den Vorteil, auf den sie spekulieren.“

Zudem sollten Unternehmen für eine langfristige Sicherheitsstrategie auch überlegen, externe Cybersecurity-Experten „an Bord“ zu holen. „Diese ,Managed Security Services’ sind sehr individuell applizierbar und sorgen für professionellen Schutz rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr“, so Veit abschließend.

Weitere Informationen zum Thema:

SOPHOS
Über uns: Modernste Technologie. Spezialisierte Experten. / Sophos stoppt Cyberangriffe mit einer adaptiven, KI-nativen offenen Plattform und hochkarätiger Sicherheits-Expertise.

SOPHOS
Ransomware-Report 2025 / Warum werden Unternehmen und andere Organisationen Opfer von Ransomware? Und wie stellen Sie den Normalbetrieb wieder her? Welche geschäftlichen Folgen und welche Auswirkungen auf Mitarbeitende hat ein Ransomware-Angriff?

SOPHOS, Juni 2025
RANSOMWARE-REPORT 2025: DEUTSCHLAND / Ergebnisse einer unabhängigen Befragung von 300 deutschen Unternehmen*, die im vergangenen Jahr von Ransomware betroffen waren.

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Experten: Michael Veit – Manager Sales Engineering, Sophos GmbH

datensicherheit.de, 04.10.2025
Qilin-Gruppe dominiert: Ransomware-Angriffe auf deutsche Industrie nehmen zu / „Die Ransomware-Lage in Deutschland und Europa bleibt angespannt“, unterstreicht Abdulrahman H. Alamri und verweist auf die „Dragos Industrial Ransomware Analysis Q2 2025“

datensicherheit.de, 02.10.2025
Acronis: Ransomware dominiert Bedrohung im European Cybersecurity Month 2025 / Die Notwendigkeit des „European Cybersecurity Month“ unterstreichen laut Acronis aktuelle eigene Erkenntnisse – in der ersten Jahreshälfte 2025 blieb Ransomware weltweit die dominierende Bedrohung…

datensicherheit.de, 29.08.2025
Sophos: Ransomware setzt Einzelhandel massiv unter Druck – IT-Teams gelangen ans Limit / Anteil der Einzelhandelsunternehmen, welche zur Datenwiederherstellung nach einem Ransomware-Angriff Lösegeld zahlen, im Vergleich zu Vorjahren stark angestiegen

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Logistik: Cybersicherheit rückt ins Zentrum strategischer Entscheidungen https://www.datensicherheit.de/logistik-cybersicherheit-zentrum-strategie-entscheidungen https://www.datensicherheit.de/logistik-cybersicherheit-zentrum-strategie-entscheidungen#respond Fri, 14 Nov 2025 00:03:46 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=50943 Eine Befragung unter Cybersicherheitsverantwortlichen in der Logistik hat laut Sophos gezeigt, dass mit zunehmendem Grad digitaler Vernetzung sowohl eine höhere Angreifbarkeit einhergeht als auch eine zunehmende Professionalität des Cyberschutzes

[datensicherheit.de, 14.11.2025] In einem weiteren Teil einer aktuellen Sophos-Befragung unter Cybersicherheitsverantwortlichen in der Logistik zeige sich, dass mit dem steigenden Grad der digitalen Vernetzung sowohl eine höhere Angreifbarkeit einhergeht als auch eine zunehmende Professionalität des Cyberschutzes in den Unternehmen. Dieser werde immer mehr als Führungsaufgabe verstanden. Die Umfrage sei im September 2025 von techconsult im Auftrag von Sophos durchgeführt worden: „Insgesamt nahmen 147 Fach- und Führungskräfte aus der Logistikbranche in Deutschland teil.“ Die Teilnehmer stammten aus Unternehmen aller Größenordnungen – vom Mittelstand bis zum internationalen Konzern. Besonders stark vertreten sei die IT- und Führungsebene mit 28 Prozent IT-Bereichsleitern, 16 Prozent Bereichsleitern, 14 Prozent CIOs und neun Prozent Geschäftsführern.

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Abbildung: Sophos

Sophos-Umfrage: Cybersicherheit als Managementthema und Grad der digitalen Vernetzung

Effizienz der Logistik führt zu deren Abhängigkeit von sicheren IT-Infrastrukturen

Eine aktuelle Sophos-Umfrage zeige, dass sich die hohe Vernetzung in der Logistik sowohl als Segen wie Fluch erweise, denn mit der Effizienz nähmen auch Bedrohungen für die Datensicherheit zu. Die Branche verankere Cybersicherheit daher zunehmend auf der Führungsebene.

  • „Wo früher Papier, Telefon und Fax reichten, fließen heute Datenströme zwischen Lagern, Fahrzeugen und Partnern rund um den Globus.“ Damit wachse nicht nur die Effizienz, sondern auch die Abhängigkeit von sicheren IT-Infrastrukturen. Immer mehr Unternehmen würden erkennen, „dass Cybersicherheit kein Randthema ist, sondern Teil strategischer Unternehmensführung“. Eine aktuelle Befragung von Sophos zeigt demnach, wie stark die Branche ihre Sicherheitsstrategien professionalisiert – „und warum Cyberschutz zunehmend ,Chefsache’ wird“.

So sähen fast drei Viertel der befragten Logistikunternehmen ihre Cybersicherheit inzwischen als strategisch wichtig an – sowohl im eigenen Betrieb als auch entlang der Lieferkette. Die Erkenntnis, dass Schutzmaßnahmen nicht nur technische, sondern auch geschäftskritische Bedeutung hätten, sei in der Branche angekommen. Entscheidungen zur IT-Sicherheit würden heute immer häufiger direkt auf Geschäftsführungsebene getroffen.

Cybersicherheit in der Logistik bereits eine strategische Daueraufgabe

Rund 68 Prozent der Unternehmen seien bereits digital mit Kunden oder Lieferanten verbunden, fast 30 Prozent sogar weltweit. Mehr als die Hälfte nutze über 50 digitale Schnittstellen wie „Cloud“-Dienste, Partnerportale oder Programmierschnittstellen (Application Programming Interfaces / APIs). Diese enge Vernetzung steigere die Effizienz und Transparenz, eröffne aber zugleich neue Einfallstore für Angriffe.

  • Viele Betriebe hätten bereits reagiert und setzten auf technische wie organisatorische Sicherheitsmaßnahmen: 63 Prozent verfügten über Backup-Strategien, 61 Prozent schulten regelmäßig ihre Mitarbeiter und mehr als die Hälfte nutze externe Security-Services oder SOC/SIEM-Lösungen. Dennoch bleibe eine gewisse Anfälligkeit bestehen, „vor allem, wenn Sicherheitskonzepte nicht regelmäßig überprüft und an aktuelle Bedrohungslagen angepasst werden“.

Die Befragung mache deutlich, dass Cybersicherheit in der Logistik bereits zu einer strategischen Daueraufgabe geworden sei. Viele Unternehmen hätten die technischen Grundlagen geschaffen, stünden nun aber vor der Herausforderung, Sicherheit als kontinuierlichen Prozess über alle Geschäftsentscheidungen und Abteilungsgrenzen hinweg dauerhaft und zuverlässig zu etablieren.

Sicherheitskultur muss nicht nur in der Logistikbranche im Alltag vorgelebt werden

„Die Branche hat den richtigen Kurs eingeschlagen. Digitalisierung und Sicherheit werden zunehmend gemeinsam gedacht“, erläutert Michael Veit, Sicherheitsexperte bei Sophos. Er rät hierzu: „Um den wachsenden Bedrohungen standzuhalten, ist es sinnvoll, Management, IT und operative Bereiche noch enger zu vernetzen. Eine gelebte Sicherheitskultur, die von der Führung unterstützt und vorgelebt wird, stärkt langfristig die Stabilität und das Vertrauen in digitale Prozesse.“

Was Logistikunternehmen laut Sophos jetzt tun sollten:

  • Cybersicherheit als festen Bestandteil der Unternehmensstrategie verankern!
  • Führungskräfte aktiv in Schulungen und Kommunikation einbinden!
  • Sicherheitsüberprüfungen und Notfalltests regelmäßig durchführen!
  • Partner und Lieferanten in Sicherheitskonzepte einbeziehen!
  • IT-Systeme, Prozesse und Richtlinien kontinuierlich an neue Bedrohungen anpassen!

„Die Logistik hat bei der Digitalisierung enorme Fortschritte gemacht. Wichtig ist jetzt, diese Vernetzung durch klare Prozesse, gemeinsame Verantwortung und eine Sicherheitskultur, die im Alltag gelebt wird, dauerhaft abzusichern“, gibt Veit abschließend zu bedenken.

Weitere Informationen zum Thema:

SOPHOS
Über uns: Modernste Technologie. Spezialisierte Experten. / Sophos stoppt Cyberangriffe mit einer adaptiven, KI-nativen offenen Plattform und hochkarätiger Sicherheits-Expertise

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Michael Veit

datensicherheit.de, 19.10.2025
Cyberangriffe auf Logistikbranche: Partner und Personal als Einfallstor / Sophos ist im Rahmen einer Befragung unter Logistik-Fachleuten der Frage nachgegangen, wie es um die Cybersicherheit in dieser Branche steht – diese wurde im September 2025 von techconsult im Auftrag von Sophos durchgeführt

datensicherheit.de, 02.02.2022
Tank-Logistikunternehmen Oiltanking von Hacker-Attacke betroffen / Hacker-Angriff stört Belieferung der Kunden

datensicherheit.de, 24.03.2019
Logistik: Vorsichtsmaßnahmen zur Sicherung der digitalisierten Supply Chain / Lieferketten im Netzwerk werden zur Zielscheibe von Cyberkriminellen

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Cyberangriffe auf Logistikbranche: Partner und Personal als Einfallstor https://www.datensicherheit.de/cyberangriffe-logistik-branche-partner-personal-einfallstor https://www.datensicherheit.de/cyberangriffe-logistik-branche-partner-personal-einfallstor#respond Sat, 18 Oct 2025 22:24:19 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=50589 Sophos ist im Rahmen einer Befragung unter Logistik-Fachleuten der Frage nachgegangen, wie es um die Cybersicherheit in dieser Branche steht – diese wurde im September 2025 von techconsult im Auftrag von Sophos durchgeführt

[datensicherheit.de, 19.10.2025] Sophos ist nach eigenen Angaben im Rahmen einer Befragung unter Logistik-Fachleuten der Frage nachgegangen, wie es um die Cybersicherheit in dieser Branche steht. Diese wurde demnach im September 2025 von techconsult im Auftrag von Sophos durchgeführt: „Insgesamt nahmen 147 Fach- und Führungskräfte aus der Logistikbranche in Deutschland teil. Die Teilnehmer kommen aus Unternehmen aller Größenordnungen – vom Mittelstand bis zum internationalen Konzern.“ Es habe sich gezeigt, dass das Thema in den Entscheidungsebenen präsent sei – „nicht zuletzt da die große Mehrheit der befragten Unternehmen bereits von Cyberangriffen betroffen waren“. Oft seien dabei Partner in der Lieferkette die entscheidende Schwachstelle, auch fehlendes Fachpersonal scheine ein relevanter Faktor zu sein.

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Abbildung: Sophos

Sophos-Untersuchung: Wie Angriffe die Logistik treffen – eigenes System vs. Lieferkette

Logistikbranche hat Bedeutung der Cybersicherheit erkannt – bleibt jedoch verletzlich

Die Sophos-Befragung habe gezeigt, dass diese Branche durchaus die strategische Bedeutung der Cybersicherheit erkenne – indes bleibe sie anfällig. „Fast 80 Prozent der Betriebe waren schon von Cyberangriffen betroffen, insbesondere durch Schwachstellen in der Lieferkette oder menschliche Fehler.“

  • Die Logistikbranche habe zwar die Bedeutung von Cybersicherheit erkannt – in der täglichen Praxis bleibe sie jedoch verletzlich. Dies sei eines der Ergebnisse einer aktuellen Befragung von Sophos unter Fach- und Führungskräften aus Logistikunternehmen in Deutschland.

Insgesamt 78,8 Prozent der Befragten hätten hierzu berichtet, dass ihr Betrieb bereits direkt oder indirekt von einem Cyberangriff betroffen gewesen sei. Besonders häufig treffe es Betriebe demnach über ihre Partner in der Lieferkette.

40 Prozent der Logistikunternehmen durch Sicherheitslücken oder Ausfälle in der Lieferkette beeinträchtigt

Die meisten Vorfälle entstehen der Befragung zufolge nicht in den eigenen Systemen, sondern an den Schnittstellen zu Kunden und Lieferanten. 40 Prozent der Unternehmen seien durch Sicherheitslücken oder Ausfälle in der Lieferkette beeinträchtigt worden.

  • Hier offenbarten sich Fluch wie Segen, denn die starke digitale Vernetzung innerhalb der Branche sorge für Effizienz, aber auch für neue Einfallstore.

Neben technischen Angriffen bleibe der menschliche Faktor eine der größten Gefahren. „81 Prozent der Befragten sehen menschliche Fehler oder mangelndes Sicherheitsbewusstsein als ein zentrales Risiko für ihre IT-Systeme.“ Auch der „Fachkräftemangel“ verschärfe die Lage: Drei Viertel der Befragten gäben an, dass fehlendes Personal im Bereich IT-Sicherheit die Abwehrfähigkeit ihrer Unternehmen deutlich einschränke.

Zwei Drittel der Logistikunternehmen haben vertragliche IT-Sicherheitsvorgaben für Partner definiert

Viele Unternehmen hätten aus früheren Vorfällen gelernt und mittlerweile klare Regeln für Partner und Subunternehmer eingeführt. „Zwei Drittel der Logistikunternehmen haben inzwischen vertragliche IT-Sicherheitsvorgaben für Partner definiert.“

  • Nur ein Teil davon überprüfe jedoch regelmäßig, ob diese Standards auch eingehalten werden. Die Lücke zwischen Strategie und Kontrolle bleibe groß – „Sicherheitslücken entstehen oft dort, wo eigentlich Kontrollmechanismen greifen sollten“.

„Die Logistik ist so eng vernetzt, dass ein einzelner Schwachpunkt die ganze Kette treffen kann“, warnt Michael Veit, Sicherheitsexperte bei Sophos. Er führt hierzu aus: „Viele Unternehmen investieren inzwischen in Technik und Schulungen, aber die größte Herausforderung bleibt der ,Faktor Mensch’ – in den eigenen Reihen und bei den Partnern.“

Die Studie zeigt, dass Cybersicherheit in der Logistik längst kein Randthema mehr ist.

Gerade in kleineren Logistikbetrieben liege die Verantwortung für IT-Sicherheit dabei oft noch direkt bei der Geschäftsführung oder der Bereichsleitung, während größere Unternehmen spezialisierte Sicherheitsfunktionen aufbauten.

  • „Dies verdeutlicht, wie heterogen die Branche aufgestellt ist – und wie unterschiedlich die Wege zu mehr Cyberschutz aussehen.“

Sophos-Tipps für Logistikunternehmen:

  • Lieferanten regelmäßig auf IT-Sicherheitsstandards prüfen!
  • Mitarbeiter gezielt schulen und für Risiken sensibilisieren!
  • Notfallpläne und Backup-Strategien regelmäßig testen!
  • Systeme aktuell halten und veraltete Geräte ersetzen!
  • Cybersicherheit als Managementaufgabe verstehen und steuern!

Weitere Informationen zum Thema:

SOPHOS
Technology you trust. People you count on / Sophos defeats cyberattacks with an adaptive AI-native open platform and unmatched security expertise

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Experten / Michael Veit – Manager Sales Engineering, Sophos GmbH

datensicherheit.de, 19.08.2025
Abkehr von Technik-Zentrierung: Digitale Transformation beginnt mit Menschen / Wer die Digitale Transformation aktiv mitgestalten möchte, braucht mehr als nur technisches Know-how – strategisches Denken, moderne Führungskompetenz und betriebswirtschaftliches Verständnis gelten als zentrale Voraussetzungen für wirksames Handeln

datensicherheit.de, 11.05.2025
Neue Herausforderungen für die Cybersicherheit: KI und der menschliche Faktor / Für eine effektive Verteidigung sind integrierte, sorgfältig geplante und implementierte Strategien erforderlich. Zero Trust, Threat-Intelligence, Mitarbeitersensibilisierung und die Einführung vertrauenswürdiger Lösungen sind nur einige der Eckpfeiler einer effizienten Strategie.

datensicherheit.de, 24.03.2019
Logistik: Vorsichtsmaßnahmen zur Sicherung der digitalisierten Supply Chain / Lieferketten im Netzwerk werden zur Zielscheibe von Cyberkriminellen

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Aktuelle DACH-Managementstudie: Führungskräfte sehen Großunternehmen bei Cybersicherheit im Vorteil https://www.datensicherheit.de/aktuell-dach-managementstudie-fuehrungskraefte-grossunternehmen-cybersicherheit-vorteil https://www.datensicherheit.de/aktuell-dach-managementstudie-fuehrungskraefte-grossunternehmen-cybersicherheit-vorteil#respond Sat, 23 Aug 2025 22:47:50 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=49788 Indes können auch kleine und mittlere Unternehmen für ein hohes Schutzniveau gemeinsam mit externen Partnern sorgen

[datensicherheit.de, 24.08.2025] Im Rahmen seiner jährlichen in der sogenannten DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) angelegten Managementstudie „Chef, wie hältst Du es mit der Cybersicherheit?“ hat Sophos nach eigenen Angaben 300 C-Level-Manager befragen lassen, ob sie Unterschiede in der Cybersecurity zwischen sehr großen, mittleren und kleineren Unternehmen sehen. Die Mehrheit nun sehe große Konzerne mit hohen Budgets und genügend Fachpersonal klar im Vorteil – allerdings seien die Befragten auch der Meinung, dass kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) ein vergleichbares Sicherheitslevel durch externen Service erreichen könnten. Ipsos habe im Auftrag von Sophos im Frühjahr 2025 C-Level-Manager (keine IT-Verantwortlichen) aus verschiedenen Branchen befragt: 200 in Deutschland sowie jeweils 50 in Österreich und der Schweiz. Thema dieser Umfrage sei der Stellenwert von IT-Sicherheit und KI-Technologien in den Unternehmen gewesen.

Große Unternehmen in der C-Level-Wahrnehmung klar besser aufgestellt

Mehr Budget, höhere Attraktivität, bessere Ressourcen: Große Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz seien hinsichtlich der Cybersicherheit deutlich besser aufgestellt als KMU

  • Dies zumindest sei die vorherrschende Wahrnehmung in Chefetagen und eines der zentralen Ergebnisse aus der branchen- und länderübergreifenden Managementstudie von Sophos.

Die Mehrheit aller befragten C-Level-Führungskräfte gingen davon aus, dass große Unternehmen mehr Budget, besseres Personal und höhere Attraktivität für IT-Fachkräfte mitbrächten. Kleinere Unternehmen würden dagegen oft als weniger gut vorbereitet wahrgenommen.

Finanzielle Mittel großer Unternehmen als Wettbewerbsvorteil

Besonders ausgeprägt sei der eingeschätzte Vorteil großer Unternehmen beim Thema Budget. In der Schweiz glaubten 70 Prozent der Befragten, dass sich größere Unternehmen durch ihre finanziellen Mittel bessere Cybersicherheitsmaßnahmen leisten könnten.

  • In Deutschland liege dieser Wert bei 63 Prozent, in Österreich bei 58 Prozent.

Damit spiegele sich in allen drei Ländern die Einschätzung wider, „dass höhere Budgets nicht nur grundsätzlich vorhanden sind, sondern auch effektiv in Sicherheitstechnologien und Schutzmaßnahmen investiert werden“.

Attraktivität der Unternehmen für Fachkräfte hat länderspezifische Nuancen

Auch wenn die meisten Befragten große Unternehmen als sicherer einstuften, zeigten sich interessante Unterschiede zwischen den Ländern. „In Deutschland gaben 69 Prozent der Führungskräfte an, dass große Unternehmen personell besser aufgestellt seien – in der Schweiz lag dieser Wert sogar bei 78,9 Prozent.“

  • Österreich liege mit 58 Prozent deutlich darunter. Auch bei der Einschätzung, dass große Unternehmen für Fachkräfte attraktiver seien, liege die Schweiz mit 68 Prozent vorne, gefolgt von Deutschland mit 66,5 Prozent und Österreich mit 64 Prozent.

Besonders auffällig: „In Österreich sehen jüngere Führungskräfte unter 45 Jahren die Unterschiede zwischen kleinen und großen Unternehmen kritischer als ältere.“ So stimmten etwa 73,9 Prozent der Jüngeren der Aussage zu, dass große Unternehmen attraktiver für Fachkräfte seien, während dieser Wert bei den älteren Befragten deutlich niedriger ausgefallen sei.

Sicherheit mit externen Partnern für kleinere Unternehmen

In Deutschland glaubten nur 29,5 Prozent, dass kleinere Unternehmen nur mit internen Ressourcen ebenso gut abgesichert seien wie große – in der Schweiz 20 Prozent, in Österreich 30 Prozent.

  • Allerdings werde kleineren Unternehmen durchaus ein hohes Sicherheitspotenzial zugetraut, „insbesondere wenn externe Unterstützung hinzukommt“. Besonders in der Schweiz glaubten 64 Prozent der Befragten, dass kleinere Unternehmen mit Hilfe spezialisierter Dienstleister ein ähnliches Sicherheitsniveau erreichen könnten wie Großunternehmen.

In Deutschland liege dieser Wert bei 53 Prozent, in Österreich bei 52 Prozent. Diese Zahlen deuteten darauf hin, dass externe Expertise eine realistische und vor allem Gewinn bringende Option darstelle, um Nachteile bei Budgets und Fachkräfte-Attraktivität in der IT-Security auszugleichen.

Cybersicherheit: Nur wenige Unternehmen verzichten auf Maßnahmen

Konstant hoch sei die Bereitschaft in allen Ländern, Schutzmaßnahmen umzusetzen. „Auf die Frage, ob man sich im eigenen Unternehmen bereits gegen eine Cybersicherheitsmaßnahme entschieden habe, antworteten in allen drei Ländern über 80 Prozent der Befragten mit ,nein’.“

  • In Österreich habe der Anteil der Unternehmen, die noch nie eine Maßnahme abgelehnt haben, bei 84 Prozent gelegen, in Deutschland bei 81 Prozent und in der Schweiz bei 80 Prozent.

„Die Auswertung der aktuellen Management-Studie zeigt eine interessante Differenz zwischen dem, was Entscheider wahrnehmen, und dem, wie sie tatsächlich handeln“, kommentiert Michael Veit, IT-Security-Experte bei Sophos. Er führt abschließend aus: „Denn obwohl viele kleinere Unternehmen überzeugt sind, im Vergleich zu größeren Firmen schlechter aufgestellt zu sein, zeigt sich gleichzeitig eine hohe Bereitschaft, in Sicherheit zu investieren und gemeinsam mit externen Partnern Risiken aktiv zu begegnen. Das sind gute Nachrichten!“

Weitere Informationen zum Thema:

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Michael Veit / Manager Sales Engineering, Sophos GmbH

datensicherheit.de, 27.03.2025
Cyber-Bedrohungen: G DATA warnt vor mangelndem Risikobewusstsein – insbesondere der KMU / Offensichtlich eine fatale Fehleinschätzung: Zwei von fünf Arbeitnehmern halten ihr Unternehmen für kein lohnendes Cyber-Angriffsziel

datensicherheit.de, 18.07.2024
Cyber-Sicherheit der KMU benötigt neue Ansätze: 4 Tipps von Utimaco / KMU sollten Cyber-Sicherheitsmaßnahmen so anpassen, dass sie auch künftig -Angriffen standhalten

datensicherheit.de, 24.03.2024
CyberRisikoCheck zu Positionsbestimmung der IT-Sicherheit für KMU / BSI möchte gemeinsam mit Partnern KMU dabei unterstützen, ihre Cyber-Resilienz zu erhöhen

datensicherheit.de, 19.03.2024
Datensicherheit: Wie auch KMU die Digitale Transformation meistern können / Lothar Geuenich erörtert KMU-Strategien zur erfolgreichen und sicheren Digitalisierung und Vernetzung

datensicherheit.de, 24.10.2023
KMU-Studie zur IT-Sicherheit – ein Hürdenlauf für den Mittelstand / DriveLock und techconsult empfehlen deutschen KMU einfache und robuste Cyber-Sicherheit

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https://www.datensicherheit.de/aktuell-dach-managementstudie-fuehrungskraefte-grossunternehmen-cybersicherheit-vorteil/feed 0
Sommer, Sonne, Sicherheitsrisiko: Sophos-Tipps für hohen Cyberschutzfaktor auch auf Reisen https://www.datensicherheit.de/sommer-sonne-sicherheitsrisiko-sophos-tipps-cyberschutzfaktor https://www.datensicherheit.de/sommer-sonne-sicherheitsrisiko-sophos-tipps-cyberschutzfaktor#respond Mon, 30 Jun 2025 22:14:53 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=48689 Sophos gibt zum Beginn der Sommer-Urlaubszeit 2025 Tipps, wie Reisende sich vor Datendiebstahl und Spionage schützen können

[datensicherheit.de, 01.07.2025] Digitale Sicherheit hat niemals Urlaub. Daher gibt Sophos zum Beginn der Sommer-Urlaubszeit 2025 Tipps, „wie Reisende sich vor Datenklau und Spionage schützen können“:

Bedrohungs-Turbo startet: Sommerferien als Hochsaison für Cyberkriminelle

„Alle Jahre wieder, vor allem im Sommer, ist es so weit: Während die einen ihre wohlverdiente Auszeit angehen, beginnt für andere ihre berufliche Hochsaison – wobei Hotel- und Gastronomiefachkräfte hier nicht gemeint sind. Denn während wir entspannt und sorglos ein paar Gänge herunterschalten, starten Cyberkriminelle den Bedrohungs-Turbo.“

  • Diese wissen offensichtlich: „Wer unterwegs ist, surft oft ungeschützt, verbindet sich mit fremden Netzwerken und wiegt sich dabei in trügerischer Sicherheit.“

Pünktlich zur Ferienzeit gilt es daher, sich gegen eine zunehmende Zahl digitaler Bedrohungen, die gezielt auf Reisende abzielen, zu wappnen. „Besonders mobile Endgeräte, Remote-Zugänge und öffentlich zugängliche Netzwerke geraten Sommer für Sommer ins Visier von Angreifern.“

Die digitale Identität reist mir und bleibt zu oft ungeschützt

„Wer heute reist, nimmt nicht nur Sonnencreme und Reisepass mit, sondern auch oftmals seine ganze digitale Identität – und die ist viel zu oft ungeschützt“, warnt Michael Veit, Security-Experte bei Sophos. Er unterstreicht: „Cybersicherheit muss genauso selbstverständlich werden wie das Abschließen der Wohnungstür!“

Mit folgenden sieben Schutzmaßnahmen könnten Daten (nicht nur im Sommer) sicherer mitreisen:

  1. Backup erstellen!
    Vor der Abreise ein vollständiges, verschlüsseltes Backup anlegen – offline oder in einer sicheren „Cloud“.
  2. Geräte absichern!
    Smartphones und Laptops sollten mit einer starken Sperre geschützt werden: „Keine einfachen Muster oder vierstelligen PINs – besser sind mindestens zehnstellige Codes oder Passwörter.“ Noch besser sei es, wenn möglich auf Passkeys umzustellen, also auf passwortlose Login-Verfahren mit biometrischer Verifikation (viele große Plattformen bieten diese Option bereits an). Zusätzlich sollte eine moderne Geräteverschlüsselung aktiviert werden.
  3. Obacht bei öffentlichem WLAN!
    Hotel- oder Flughafen-WLANs gelten als unsicher. Sensible Daten sollten nur über VPN oder Mobilfunkverbindung übertragen werden.“ Besonders heikel in diesem Zusammenhang sei das Ausführen von Online-Banking oder der Zugriff auf Firmennetzwerke. Achtung auch vor Phishing mit QR-Codes, welche „häufig in vermeintlich vertrauenswürdigen Hotel- oder Restaurantumfeldern stecken“. Ebenso beliebt seien sogenannte Clickfix-Angriffe, bei denen Nutzer durch gut getarnte Links zu Eingaben von Login-Daten verleitet werden.
  4. Meiden fremder Geräte!
    Kiosk-PCs oder Leihrechner könnten mit Schadsoftware infiziert sein. Am besten sollten diese ganz vermieden oder nur für unverfängliche Recherchen genutzt werden.
  5. Achtsamkeit im Hotelzimmer!
    „Immer häufiger werden versteckte Kameras entdeckt, z. B. in Rauchmeldern, Ladegeräten oder Weckern.“ Ein kurzer Technik-Check beim Einzug lohne sich.
  6. Zugänge im Unternehmen schützen!
    „Wer dienstlich reist, sollte unnötige Remote-Zugänge wie RDP oder VNC vor der Reise deaktivieren.“ Firewall und VPN-Software müssten aktuell sein, Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) sollte standardmäßig aktiviert sein.
  7. Sofortige Reaktion bei Verlust!
    Im Falle eines Geräteverlusts sollten die IT-Abteilung umgehend benachrichtigt, die Remote-Löschung gestartet und Passwörter geändert werden.

Außerhalb des „Schengen-Raums“: Digitale Vorsicht an Grenzen geboten

Ein oft übersehener Aspekt betreffe die Einreise in bestimmte Länder außerhalb Europas bzw. der EU: „In Staaten wie den USA, Kanada, Großbritannien oder Teilen Asiens dürfen Grenzbehörden unter bestimmten Umständen elektronische Geräte inspizieren, entsperren lassen und im Einzelfall sogar forensisch auslesen.“ Sophos empfiehlt daher, sich vor der Reise über die jeweiligen gesetzlichen Regelungen im Zielland zu informieren.

  • Innerhalb der EU gälten deutlich strengere Datenschutzregelungen – im sogenannten Schengen-Raum sei eine solche tiefe Kontrolle in der Regel nicht zulässig. „Dennoch gilt: Wer regelmäßig reist, insbesondere beruflich, sollte sensiblen Datenverkehr idealerweise über gesicherte ,Cloud’-Zugänge abwickeln, statt ihn physisch mitzuführen.“

„Wer ganz sicher gehen will, nutzt Reise-Geräte mit minimalen Daten – etwa ein speziell eingerichtetes Smartphone oder einen abgesicherten Laptop. Entscheidend ist in jedem Fall: Es sollten keine kritischen Informationen unverschlüsselt auf einem Gerät mitgeführt werden!“

Trotz Urlaubsstimmung: Im Sommer auch an hohen Cyberschutzfaktor denken

Gute Urlaubsvorbereitung schließe heute auch den Schutz der digitalen Identität mit ein. Ein hoher Cyberschutz sollte daher genauso geplant sein wie Urlaubsroute, Reiseausstattung oder Haustierbetreuung – „am besten, bevor der Flug gebucht ist“.

  • „Und unterwegs heißt es: Vorsicht vor allem, was aussieht wie ein schneller Klick oder ein harmloser Code!“

Oder anders gesagt: „Während Sonnencreme gegen UV-Strahlen schützt, hilft digitale Vorsorge gegen unsichtbare Cybergefahren. Beides gehört ins Gepäck.“

Weitere Informationen zum Thema:

SOPHOS
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datensicherheit.de, 08.06.2025
WLAN auf Reisen: Jeder siebte Urlauber gefährdet eigene Datensicherheit / Fünf Prozent der Befragten haben sich bisher noch gar nicht mit Cybersicherheitsrisiken im Urlaub beschäftigt

datensicherheit.de, 30.05.2025
Sommerurlaub 2025 voraus: 7 KnowBe4-Cybersicherheitstipps für Reisen / KnowBe4 hat elementare Tipps für die Reisesicherheit veröffentlicht – speziell auf aktuelle Cybersicherheitsbedrohungen zugeschnitten

datensicherheit.de, 15.04.2025
McAfee warnt: Betrüger nehmen gerne junge Urlauber ins Visier / Aktuelle „Safer Summer Travel“-Studie zeigt, Betrüger Urlauber austricksen

datensicherheit.de, 19.09.2024
Risiko für Datensicherheit bei Geschäftsreisen: Zwei Drittel der Zugpendler potenzielle Voyeure / Neun Prozent der Zugucker/Zuhörer würden gar versuchen, abgefischte Daten an Cyber-Kriminelle zu verkaufen

datensicherheit.de, 21.08.2024
Sicher durch die Scam-Saison kommen: Wie nicht nur Urlauber ihre Endgeräte schützen können / In der Urlaubszeit nimmt die Nutzung mobiler Geräte zu – dies wissen auch Cyber-Kriminelle und nutzen die Gelegenheit

datensicherheit.de, 30.07.2018
Datensicherheit im Urlaub und auf Reisen / Checkliste mit Empfehlungen für sicheres Arbeiten unterwegs

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Die Angst vor dem schwächsten Glied: Cybersicherheit in der Lieferkette https://www.datensicherheit.de/umfrage-cybersicherheit-lieferkette https://www.datensicherheit.de/umfrage-cybersicherheit-lieferkette#respond Sun, 01 Jun 2025 22:06:06 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=48136 Laut einer aktuellen Umfrage von Sophos haben die meisten der leitenden Manager Bedenken, dass die Integrität ihres Unternehmens durch Cybergefahren entlang der Lieferkette beeinträchtigt werden kann

[datensicherheit.de, 02.06.2025] Die von Cyberbedrohungen ausgehende konkrete Gefährdung hängt in einer zunehmend vernetzten Welt ganz offensichtlich nicht allein von der jeweiligen unternehmenseigenen IT-Sicherheitsstrategie ab, sondern zu einem erheblichen Teil auch von jener der Geschäftspartner. „Dies bestätigt eine neue Umfrage von Sophos, bei der leitende Mitarbeitende primär aus dem Einkauf, aber auch aus Geschäftsführung und IT befragt wurden. 30,7 Prozent der Befragten bestätigten, dass mindestens eine Order aufgrund von Cybersicherheitsvorfällen bei Lieferanten annulliert werden musste.“ In 12,4 Prozent der Fälle sei sogar der Cybersicherheitsvorfall als derart schwer eingestuft worden, dass die Kooperation mit dem betreffenden Lieferanten habe beendet werden müssen. Die zugrundeliegende Erhebung wurde 2025 von Techconsult im Auftrag von Sophos durchgeführt: „Befragt wurden 201 Verantwortliche in der Geschäftsführung, dem Einkauf und der IT aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen – darunter Industrie, Telekommunikation, Finanzwesen, öffentliche Verwaltung und Non-Profit-Organisationen.“

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Abbildung: SOPHOS

techconsult-Umfrage im SOPHOS-Auftrag zur Beeinträchtigung der Unternehmensintegrität durch Cybersicherheitsvorfälle in der Lieferkette

Telekommunikationsbereich besonders hart von Cybervorfällen bei Lieferanten betroffen

„Während die meisten Branchen die Partnerschaft mit ihren Lieferanten aufgrund von Cybersicherheitsvorfällen nicht beendeten, scheint die Telekommunikationsbranche entweder besonders sensibel auf Cybersicherheitsvorfälle ihrer Lieferanten zu reagieren oder besonders schwer getroffen worden zu sein.“

  • Während im Durchschnitt nur 12,4 Prozent aller befragten Unternehmen einen Grund für eine Trennung von ihren Lieferanten gesehen hätten, seien es in der Telekommunikation 46,2 Prozent gewesen.

„Dass die Cybergefahr in einer über den gesamten Globus vernetzten Geschäftswelt nicht nur auf direktem Weg ein Unternehmen bedroht, sondern auch durch die Hintertür über Lieferanten lauert, hat die Mehrheit der Befragten verinnerlicht.“ In der Umfrage konnten die Teilnehmer demnach zwischen „großen Bedenken“, „eher große Bedenken“, „weniger Bedenken“ und „keine Bedenken“ wählen.

Unternehmensintegrität durch Cybersicherheitsvorfälle bedroht: Fast 70 Prozent der Manager haben erhebliche Sorgen

Addiert hätten 69,8 Prozent allen befragten Manager entweder „große“ oder „eher große“ Bedenken gehabt, wenn es darum geht, dass die Unternehmensintegrität durch Cybersicherheitsvorfälle in der Lieferkette beeinträchtigt werden könnte.

  • Bei dieser Frage besonders ausgeprägt sei die Höchststufe der „großen Bedenken“ bei Unternehmen mit 250 bis 999 Mitarbeitern. Dort hätten 36,2 Prozent der Befragten das Höchstmaß an Besorgnis gewählt, während in kleineren Unternehmen mit 100 bis 240 Mitarbeitern 20,8 Prozent und in großen Unternehmen mit 1.000 und mehr Mitarbeitern 15,8 Prozent diesen sehr hohen Befürchtungen zugestimmt hätten.

Bei den „eher großen Bedenken“, also der zweithöchsten Bedenkenstufe, hätten die Unternehmen mit 1.000 und mehr Mitarbeitern mit 52,6 Prozent den Höchstwert geliefert – im Gegensatz zu 39,2 Prozent bei den Unternehmen mit 250 bis 999 Mitarbeitern und 35,8 Prozent bei den Unternehmen mit 100 bis 249 Mitarbeitern.

Cybersecurity für die heutige Geschäftswelt entscheidender Erfolgsfaktor

Betrachtet man die Abfragewerte hinsichtlich der Bedenken in Bezug auf Cybergefahren durch die Lieferkette nach Branchen, stechen laut Sophos insbesondere der Handel und die Telekommunikation heraus. „Während im Durchschnitt 30,2 Prozent aller befragten Unternehmen die höchste Einstufung hinsichtlich ihrer Bedenken angaben, waren es im Handel (bei dem man eine besondere Sensibilität für die Lieferkette vermuten könnte) nur 4,3 Prozent – ganz im Gegensatz zur Telekommunikation mit 64,1 Prozent.“

  • Diese Umfrage zeige erfreulicherweise, dass ein großer Teil der verantwortlichen Einkäufer, Manager und IT-Leiter die Brisanz von Cybersicherheitsvorfällen in der Lieferkette adäquat einstufe. „Wenn man allerdings bedenkt, dass mit 28,2 Prozent über ein Viertel der Befragten eher weniger Bedenken bezüglich der Beeinträchtigung der Unternehmensintegrität durch Cybersicherheitsvorfälle in der Lieferkette haben, besteht hier ein erhebliches Risiko, da diese Unternehmen potenziell nicht nur eine Gefahr für sich selbst, sondern für die gesamte Lieferkette darstellen“, kommentiert Michael Veit, Cybersecurity-Experte bei Sophos.

Mit fortschreitender Präsenz des Themas Cybersicherheit im Unternehmensalltag müssten diese Organisationen damit rechnen, immer häufiger von ihren Geschäftspartnern aus der Lieferkette ausgeschlossen zu werden „es sei denn, sie kümmern sich intensiv und mit geeigneten Maßnahmen um ihren Cyberschutz“. Veit gibt abschließend zu bedenken: „Damit wird einmal mehr klar, dass Cybersecurity in der heutigen Geschäftswelt ein entscheidender Erfolgsfaktor ist!“

Weitere Informationen zum Thema:

Sophos
Schutz gegen Cyberangriffe mit Cybersecurity as a Service

datensicherheit.de, 20.04.2025
Kritische Infrastrukturen: Jede zweite Organisation unzureichend vor Cyber-Attacken in der Lieferkette geschützt / Erkenntnisse aus aktueller „DNV Cyber-Studie“ legen verstärkten Fokus auf Lieferanten nahe

datensicherheit.de, 13.04.2025
DORA-Frist vom 14. und dem 28. April 2025: Lieferkettensicherheit als Herausforderung / DORA-Registrierungspflicht umfasst nicht nur die Meldung an die BaFin, sondern auch noch umfassende Prüfpflichten – von der Risikoanalyse bis hin zur Auditfähigkeit

datensicherheit.de, 30.10.2024
Cyber-Angriffe auf die Lieferkette: Unternehmen sollten Risiken erkennen und gezielt vorbeugen / Cyber-Angreifer nutzen hierzu bestehendes Vertrauen in Geschäftsbeziehungen und die Sicherheitsarchitektur aus

datensicherheit.de, 01.07.2024
Cyber-Sicherheit entlang der Lieferkette: Unternehmen müssen sich wieder auf Grundlagen besinnen / Hacker missbrauchen Lieferketten, um gezielte Angriffe auf Unternehmen mit großen Kundendatenbeständen zu starten

datensicherheit.de, 19.04.2024
NIS-2: Die Bedeutung der Richtlinie für die Lieferkette / ESET-Podcast „WeTalkSecurity“ widmet sich der Rolle der Lieferkette im Kontext der NIS2-Richtlinie

datensicherheit.de, 07.12.2023
Studie: Cyberangriffe auf die Lieferkette von Unternehmen / Weiterhin negativ Auswikungen auf Unternehmen weltweit | Alarmierenden Anstieg der gemeldeten negativen Auswirkungen und Betriebsunterbrechungen um 26 %

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Safer Internet Day als Mahnung an Unternehmen und Anwender https://www.datensicherheit.de/safer-internet-day-mahnung-unternehmen-anwender https://www.datensicherheit.de/safer-internet-day-mahnung-unternehmen-anwender#respond Sun, 04 Feb 2024 19:36:20 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=44070 Verhaltensänderung erforderlich – das Internet selbst sicher zu machen bleibt eine Utopie

[datensicherheit.de, 04.02.2024] „Alles gut, weil bis jetzt ist nichts passiert“ sei die schlechteste Cyber-Sicherheitsstrategie betont Sophos-Sicherheitsexperte Michael Veit in seiner aktuellen Stellungnahme zum diesjährigen „Safer Internet Day“ am 6. Februar 2024 – dieser soll Unternehmen und private Anwender daran erinnern, dass und wie es besser geht. Dieser Tag sei eine gute Gelegenheit, die Sophos-Tipps dem eigenen Verhalten gegenüberzustellen und gegebenenfalls das Eine oder Andere für die Zukunft zu beherzigen.

Jeder kann sein eigenes Verhalten im Umgang mit dem Internet so gestalten, dass die Nutzung möglichst sicher ist!

Veit stellt klar: „Das Internet sicher zu machen, ist eine Utopie, aber jeder kann sein eigenes Verhalten im Umgang mit dem Internet so gestalten, dass die Nutzung möglichst sicher ist.“ Deshalb sei der „Safer Internet Day“ jeweils eine gute Gelegenheit, das eigene Tun und Handeln sowie das des Unternehmens auf den Prüfstand zu stellen.

„Ein wichtiger Aspekt für die sichere Internetnutzung ist gleichzeitig einer, den niemand so richtig gerne mag: Passwörter. Und dennoch ist das Passwort für jeden User und für alle Unternehmen eine der besten Schutzmöglichkeiten.“

Indem mit guten Passwörtern und mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (ZFA) oder noch fortschrittlicheren Technologien der unautorisierte Zugang zu Computern, Netzwerken und Applikationen verhindert wird, seien Cyber-Kriminelle nicht in der Lage einzudringen, ihre Privilegien auszuweiten und schlussendlich Ransomware zu aktivieren oder wertvolle Daten zu stehlen.

Jeder Internet-Nutzer sollte Passwörter trotz aller Lästigkeit als enorm wichtig ansehen!

„Obwohl kaum jemand das Anlegen, Verwalten und den Umgang mit Passwörtern mag, weiß jedes Unternehmen und jeder Internet-Nutzende, dass sie trotz aller Lästigkeit enorm wichtig sind“, führt Veit weiter aus und berichtet: „Allerdings sehen wir, wie selbst große Konzerne aufgrund einer schlechten Passwortverwaltung oder einem laxen Umgang kompromittiert werden.“ Die Verwendung guter Passwörter für jede Website gehöre in Verbindung mit weiteren zusätzlichen Authentifizierungsmethoden nach wie vor zu den besten Maßnahmen, um kritische Zugänge und das Unternehmen zu schützen.

Aussagen wie „es wird schon alles gut gehen“ oder „das sind ja keine wichtigen Accounts“ oder „ich habe gerade keine Zeit, mich um Passwortsicherheit zu kümmern“ seien nicht selten Ursachen für fatale Folgen im Unternehmen.

Sophos hat nach eigenen Angaben mit seinem „X-Ops‘ Active Adversary Report“ herausgefunden, dass im Jahr 2023 erstmals kompromittierte Zugangsdaten mit 56 Prozent die Hauptursache für Angriffe waren, die Datendiebstahl und/oder Ransomware-Attacken zur Folge hatten. Dies sei ein Anstieg von 26 Prozent zwischen 2022 und 2023.

Einfache aber wirkungsvolle Safer-Internet-Tipps für Anwender:

Neben einer guten Passwortpraxis sei es wichtig, „nein“ zu sagen und die Angabe von Informationen zu verweigern. „Nur weil eine Web-Applikation beispielsweise den Geburtstag oder andere augenscheinlich unwichtige Informationen wissen möchte, heißt das noch lange nicht, dass diese Applikation die Informationen auch tatsächlich braucht oder gar ein Recht darauf hat“, so Veit. Was im Internet nicht preisgegeben wird, könne weder weitergegeben noch missbraucht werden.

Daher: „Keine Angaben von noch so harmlosen Informationen und kein Anklicken von Links, die man nicht kennt oder benötigt.“

Zudem gelte es, keine fremden und potenziell gefährlichen Apps zu nutzen und die benötigten Apps immer auf dem neuesten Stand zu halten. Zudem wäre grundsätzlich die Standardeinstellung von Vorteil, dass alles was, man nicht kennt, „potenziell als verdächtig oder bösartig behandelt wird, bis das Gegenteil bewiesen ist“.

Safer-Internet-Tipps für Unternehmen:

Firmen, die eine Website betreiben und vielleicht sogar Zahlungsdienste oder Customer-Management-Lösungen eingebunden haben, sollten diese auf Sicherheit überprüfen. Wenn die dafür benötigten Ressourcen oder Fachkenntnisse nicht ausreichen, böten sich externe Experten an, welche unabhängig prüften, was gut eingerichtet und gesichert ist und welche Sicherheitsprobleme dringend behoben werden müssten. „Denn eines ist sicher: Cyber-Kriminelle testen teils hoch automatisiert die Sicherheit jedes Servers und jeder Webseite auf Schwachstellen.“

Veit warnt: „Viele Menschen, die früher bei der Arbeit das Internet nutzten, um nur Nachrichten zu lesen oder E-Mails abzurufen, verwenden es jetzt täglich auf vielfältige Weise – auch um mit Kollegen zusammenzuarbeiten, die sie vielleicht weniger gut oder gar nicht kennen.“ Doch diese heute weitgehend übliche Arbeitsweise öffne Cyber-Kriminellen „Tür und Tor“ für Betrugsmaschen und „Social Engineering“. Darum sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter regelmäßig zu den aktuellen Gefahren und vor allem zum sicheren Verhalten im Internet schulen. Es sei wichtig, „dass sie eigenständig Betrugsversuche erkennen, diesen nicht folgen und an die entsprechenden internen Stellen melden“.

Klassische IT-Security sei gut, reiche aber nicht aus: „Cyber-Kriminelle verfügen über Mittel und Tools, Schwachstellen auszunutzen, die sie beispielsweise in unbekannten Netzwerk- und IoT-Geräten oder in der IT-Lieferkette entdecken.“ Eine hohe Sicherheit sei dann möglich, wenn sämtliche IT-Security-Lösungen in einem intelligenten und KI-gestützten „Ökosystem“ eingebunden und kontinuierlich mit menschlicher Expertise kombiniert würden. „Security-Services, welche mit ,Threat Hunting’ die schnelle Reaktion auf Verdachtsfälle oder Angriffe garantieren, helfen den Schaden durch Cyber-Kriminelle rechtzeitig abzuwehren.“

Netzwerke umspannen weite Bereiche des Internets – erweiterte Datensicherheits-Strategie erforderlich!

Nahezu kein Unternehmen könne sich heute noch auf die Sicherheit innerhalb traditioneller IT-Perimeter verlassen. „Das eine Unternehmensnetzwerk gibt es nicht mehr.“ Viel mehr überspanne das Netzwerk weite Bereiche des Internets, darunter die „Cloud“ und die gesamte IT-Lieferkette oder „SaaS“-Dienste.

Dem sollten Unternehmen mit einer erweiterten Strategie Rechnung tragen und nach Lösungen suchen, „die weit mehr als nur die eigenen Server und Arbeitsplätze mit Firewalls und Endpoint-Schutz absichern“.

Zero-Trust-Methoden und „Network Detection and Response“ (NDR) in Verbindung mit hochgradig spezialisierten externen Security-Services, würden diesen neuen Anforderungen gerecht werden.

Weitere Informationen zum Thema:

SOPHOS NEWS, John Shier, 23.08.2023
Time keeps on slippin’ slippin’ slippin’: The 2023 Active Adversary Report for Tech Leaders /A deep dive into incident-response cases from the first half of this year finds both attackers and defenders picking up the pace

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