Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von dp am Dienstag, April 15, 2025 0:11 - noch keine Kommentare
McAfee warnt: Betrüger nehmen gerne junge Urlauber ins Visier
Aktuelle „Safer Summer Travel“-Studie zeigt, Betrüger Urlauber austricksen
[datensicherheit.de, 15.04.2025] Erkenntnisse aus der „Safer Summer Travel“-Studie von McAfee verdeutlichen, dass deutsche Urlauber ihre Ausgaben reduzieren und zugleich Schwierigkeiten haben, Betrügereien zu erkennen, was eine ideale Gelegenheit für Cyber-Kriminelle bietet. „Obwohl viele auf der Suche nach Schnäppchen sind, fällt es schwer, zwischen echten und gefälschten Angeboten, Buchungen oder Reisebestätigungen zu unterscheiden, was die Anfälligkeit für immer raffiniertere Betrüger erhöht, die auf finanzielle Gewinne abzielen.“ Die zugrundeliegende McAfee-Umfrage, welche sich auf das Thema Reisebetrug und die Auswirkungen dieses Betrugs auf die Verbraucher konzentrierte, wurde im Februar 2025 online durchgeführt. „Mehr als 7.000 Erwachsene in Deutschland, den USA, Großbritannien, Frankreich, Indien, Japan und Australien ab 18 Jahren nahmen an der Studie teil.“
20 Prozent der angehenden Urlauber während des Buchungsvorgangs Betrugsopfer geworden
Die Studie zeigt demnach, dass durchaus 54 Prozent der Urlauber über gängige Reisebetrügereien recherchieren, bevor sie buchen, und bereits 20 Prozent während des Buchungsvorgangs Opfer solcher Betrügereien geworden sind. „Besonders gefährdet sind jüngere Altersgruppen zwischen 18 bis 34 Jahren: 50 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 32 Prozent der 25- bis 34-Jährigen haben bereits Erfahrungen mit Reisebetrug gemacht.“
Diese Reisenden seien besonders anfällig für Betrugsfälle mit falschen Unterkünften oder Ausflügen – zehn Prozent der 18- bis 24-Jährigen und neun Prozent der 25- bis 34-Jährigen hätten bereits Geld für nicht existierende Unterkünfte verloren und fünf Prozent für Ausflüge im Voraus bezahlt, „die sich als unwahr oder irreführend herausstellten“. Auch digitale Betrügereien seien weit verbreitet: Zwölf Prozent der 18- bis 24-Jährigen hätten berichtet, „dass ihre Bankdaten während der Urlaubsplanung oder im Urlaub kompromittiert wurden“, im Vergleich zu nur einem Prozent der über 65-Jährigen.
92 Prozent der Deutschen planen für 2025 eine Urlaubsreise
Die finanziellen Aspekte der Reiseplanung seien ebenso bezeichnend: 92 Prozent der Deutschen planten für 2025 eine Urlaubsreise und 40 Prozent suchten nach Einsparmöglichkeiten. „Viele strecken ihr Reisebudget, indem sie alltägliche Ausgaben reduzieren, etwa weniger auswärts essen (41%) oder auf neue Urlaubsgarderobe verzichten (35%). Im Rahmen der Schnäppchenjagd wird aktiv nach günstigen Angeboten für Unterkünfte (50%), Flugtickets (33%) und Ausflüge (28%) gesucht.“ Indes öffnet die zeitliche Hast, die besten Preise zu sichern, für raffinierte Reisebetrüger Tür und Tor.
Cyber-Kriminelle nutzten gefälschte Buchungsseiten, betrügerische Bestätigungslinks und manipulierte Bilder, was die Erkennung von Betrügereien schwieriger denn je mache. „Fast die Hälfte (38%) gibt an, dass Videobetrug schwer erkennbar ist, 30 Prozent haben Schwierigkeiten, betrügerische SMS zu identifizieren, und 29 Prozent kämpfen mit der Erkennung von E-Mail-Betrug.“ Durchschnittlich verbrächten Deutsche 83,2 Stunden jährlich damit, Nachrichten auf Echtheit zu prüfen, darunter SMS-Nachrichten, E-Mails und über Soziale Medien erhaltene Nachrichten.
Zeitliche Hast, die besten Preise zu sichern, öffnet raffinierten Urlaubsbetrügern Tür und Tor
Viele Deutsche sind laut McAfee dabei bereits Opfer von Betrügereien geworden:
- Neun Prozent klickten auf einen Bestätigungslink, der sich als Betrug herausstellte.
- Sieben Prozent gaben ihre Kredit- oder Bankdaten auf einer gefälschten Website ein, was zu betrügerischen Abbuchungen führte.
- Sieben Prozent wurden durch manipulierte Bilder ihres Urlaubsziels in die Irre geführt.
- Fünf Prozent wurden dazu verleitet, Unterkünfte oder Reisen zu buchen, die es gar nicht gab.
Während der Ferienzeit präsentierten Cyber-Kriminelle verlockende Angebote, welche „oft zu gut erscheinen, um wahr zu sein, was besondere Vorsicht erfordert“. Laut Vonny Gamot, „Head of EMEA“ bei McAfee, wird jeder fünfte Deutsche Opfer eines Reisebetrugs, weshalb erhöhte Wachsamkeit geboten ist: „Wenn ein Angebot zu gut aussieht, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch. Eine kurze Überprüfung vor der Buchung kann helfen, einen stressfreien und betrugsfreien Urlaub zu erleben, wodurch der Fokus auf die wohlverdiente Erholung gelegt werden kann.“
McAfee-Tipps, um sich gegen Urlaubsbetrug zu schützen
Solche Erkenntnisse betonten die Notwendigkeit erhöhter Vorsicht bei der Buchung von Reisen und Online-Zahlungen, um teure Missgeschicke zu vermeiden. Um sich gegen Reisebetrug zu schützen, könnten folgende Tipps befolgt werden:
Vor der Reise:
- Betrügereien erkennen
Phishing-E-Mails und gefälschte Reiseangebote könnten den Zugang zu sensiblen Informationen ermöglichen. Zur Vermeidung sollte das Klicken auf unbekannte Links und die Preisgabe persönlicher Daten vermieden werden. - Mietangebote prüfen
Eine umgekehrte Bildersuche könne helfen, gefälschte Angebote zu erkennen. Bewertungen lesen und Buchungen über bekannte, vertrauenswürdige Plattformen vornehmen. - Ganzheitlichen Online-Schutz verwenden
Eine Investition in Schutzlösungen wie z.B. „McAfee+“ könne dabei helfen, verdächtige Links und Websites zu erkennen und abzuwehren. Auch die Nutzung eines Deepfake-Erkennungstools könne erwogen werden, um bei KI-generierten oder manipulierten Videos gewarnt zu werden.
Im Urlaub:
- Vertrauen überprüfen, bevor gehandelt wird
Betrüger könnten sich als Hotelpersonal oder Reiseleiter ausgeben. Eine Identitätsüberprüfung sei wichtig, bevor Informationen oder Wertsachen weitergegeben werden. - Internetsicherheit beachten
Öffentliches Wi-Fi könne Daten gefährden. „Die Nutzung eines VPNs wird empfohlen, um sicher zu surfen.“ - Vorsicht bei QR-Codes
Gefälschte QR-Codes führten oft zu betrügerischen Websites. Online-Sicherheitssoftware, die verdächtige Links kennzeichnet, sollte genutzt werden. - Überlegtes Posten
Das Teilen des Echtzeitstandorts könne Gefahren bergen. „Es ist ratsam, Updates erst nach der Rückkehr zu posten.“
Weitere Informationen zum Thema:
datensicherheit.de, 21.08.2024
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