Aktuelles, Experten, Studien - geschrieben von am Freitag, Juli 10, 2026 0:38 - noch keine Kommentare

Zum Start in die Sommerferien 2026: Stau-Informationen per Radio und App bevorzugt

Wer auf vollen Straßen unterwegs ist, informiert sich über Staus und mögliche Ausweichrouten noch immer am häufigsten per Radio

[datensicherheit.de, 10.07.2026] Der Digitalverband Bitkom e.V. geht in einer aktuellen Meldung auf den Beginn der Sommerferien in Berlin, Brandenburg und Hamburg ein – womit offensichtlich auch der Reiseverkehr auf Deutschlands Autobahnen weiter Fahrt aufnimmt. Wer auf vollen Straßen unterwegs ist, informiert sich demnach über Staus und mögliche Ausweichrouten noch immer am häufigsten per Radio: 92 Prozent der Auto- und Motorradfahrer nutzten Verkehrsmeldungen im Radio – zugleich aber gewinnen Navigations-Apps auf Smartphone oder Tablet deutlich an Bedeutung:

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Foto: Bitkom

Paul Hannappel: Auch viele vernetzte Navigationsgeräte arbeiten mit Echtzeitdaten

Nur noch 41% nutzen festverbaute Navigationsgeräte im Auto für Stau-Informationen

Fast die Hälfte (46%) informiere sich inzwischen u.a. per „Google Maps“, „Apple“-Karten über drohende Staus. 2022 sei es noch ein Drittel (33%) gewesen. Spezielle Staumelder-Apps wie „Stau1“ oder „Staumelder Mobile“ würden von 21 Prozent (2022: 22%) genutzt.

  • Dies zeige jedenfalls eine repräsentative Befragung unter 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 774 Auto- und Motorradfahrer. Bitkom Research habe im Auftrag im Zeitraum von der Kalenderwochen 17 bis 21 2026 durchgeführt.

Navigationsgeräte verloren hingegen an Bedeutung: 41 Prozent nutzten noch festverbaute Navigationsgeräte im Auto, um sich über das Stau-Aufkommen zu informieren; 2022 seien es noch 46 Prozent gewesen. Noch deutlicher sei der Rückgang bei mobilen Navigationsgeräten: Diese würden nur noch von zwölf Prozent genutzt, nach 35 Prozent im Jahr 2022. „Vor allem zum Ferienstart zählt für viele jede verlässliche Information über Staus, Baustellen und mögliche Ausweichrouten“, kommentiert Paul Hannappel, Mobilitätsexperte beim Bitkom.

KI-Assistenten werden erstvon drei Prozent für Stau-Informationen genutzt

Hannappel führt aus: „Auch viele vernetzte Navigationsgeräte arbeiten mit Echtzeitdaten, Navigations-Apps sind aber durch das Smartphone für die meisten sowieso immer griffbereit – bei der Planung vor der Abfahrt ebenso wie unterwegs. So lassen sich Fahrten frühzeitig planen und flexibel an die aktuelle Verkehrslage anpassen.“

  • Andere Informationswege spielten bislang nur eine geringe Rolle. KI-Chatbots oder KI-Assistenten wie „ChatGPT“, „Google Gemini“ oder „Microsoft Copilot“ würden von drei Prozent für Stau-Informationen genutzt werden – genauso viele wie klassische Online-Angebote, etwa Websites für Verkehrsmeldungen (3%).

Per Anruf, zum Beispiel beim ADAC, informierten sich zwei Prozent, per SMS- oder Messenger-Service ein Prozent. Zugleich zeige sich: „Ganz ohne Stau-Infos fährt praktisch niemand los. Null Prozent der Auto- und Motorradfahrerinnen und -fahrer geben an, sich gar nicht über Staus zu informieren.“

Weitere Informationen zum Thema:

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Paul Hannappel / Bereichsleiter Automotive & Logistics Bitkom e.V.

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