Sicherheitslösungen – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Tue, 08 Sep 2020 21:30:20 +0000 de hourly 1 Serverless Computing kann sicher sein https://www.datensicherheit.de/serverless-computing-konzept-sicherheit https://www.datensicherheit.de/serverless-computing-konzept-sicherheit#respond Thu, 27 Aug 2020 07:37:37 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=37613 Viele sehen nur die Herausforderungen, die eine serverlose Architektur für die IT-Sicherheit mit sich bringt. Tatsächlich bringt das Konzept aber viele Vorteile im Bereich IT-Sicherheit mit sich und ermöglicht innovative Ansätze. Es gibt zwar neue Risiken, doch Automatisierung und eine Anpassung der Sicherheitsstrategie machen die Umstellung zu Serverless Computing wesentlich einfacher, als oft gedacht.

Von unserer Gastautorin Christine Schönig, Regional Director Security Engineering CER, Office of the CTO bei Check Point Software Technologies GmbH

[datensicherheit.de, 26.08.2020] Serverlose Architekturen benötigen einige Vorbereitungen, um reibungslos eingeführt zu werden, und erfordern genaue Überlegungen darüber, was sich verändern wird. Wenn es keine Server, aber eine automatische Skalierung gibt, wird es schwierig für die IT-Abteilungen sein, einzuschätzen, an welchen Stellen Sicherheitslösungen für Cloud und Anwendungen eingesetzt werden sollen. Die alte Auffassung vom festen Firmen-Perimeter und Rechenzentrum als Grenzen, fällt weg. Außerdem werden durch Serverless Computing neue Ansätze der IT-Sicherheit ermöglicht, die bisher kaum oder gar nicht zu implementieren waren. Die Nano-Service-Architektur, der die meisten serverlosen Anwendungen folgen, erlaubt eine viel strengere Anwendung von Sicherheitsrichtlinien im Netzwerk. Zudem liefert die sichtbare Orchestrierung von Ressourcen auf der Cloud-Fabric eine Fülle von Informationen, die sich Sicherheitslösungen zum Schutz von Anwendungen zunutze machen können. Neue Technologie birgt aber bei mangelnder Sorgfalt in der Konzeption und Umsetzung ebenso viel Risiko wie Vorteil in sich und muss daher bedacht eingeführt werden.

Christine Schönig

Christine Schönig, Foto: Check Point Software Technologies

Vier Gründe sollen daher verdeutlichen, warum der Einsatz von serverlosen Architekturen, wie Amazon Web Services Lambda (AWS Lambda), Microsoft Azure (MS Azure) und Google Cloud Plattform (GCP) sich lohnt und die Sicherheit verbessert.

Mehr Sicherheit

Trotz der Namensgebung gibt es weiterhin Server, Betriebssysteme und Laufzeiten von Funktionen oder Containern. Der Unterschied ist, dass diese nicht mehr aufwendig verwaltet werden müssen oder ständig der Sicherheit im Blick stehen sollte. Die freigewordene Zeit können die Fachkräfte dann nutzen, um sich auf wichtige Projekte zu konzentrieren, anstatt die ständigen Aktualisierungen und Patches manuell einspielen zu müssen.

Wechsel zu Zero-Trust-Netzwerken

Statt der bekannten Perimeter-Sicherheit, worin das Firmennetzwerk die Grenze zum Internet bildet, kommt das Zero-Trust-Modell zum Einsatz – und es ist das bessere Konzept. Der Perimeter war nie so hermetisch, wie viele glaubten. Daher wird der Wechsel zu Zero-Trust die Sicherheit zweifelsfrei erhöhen und durch die festen Beschränkungen der Zugriffrechte und dazu paßenden Segmentierungen den Schaden im Falle eines erfolgreichen Angriffs limitieren.

Feingranulare Anpassungen

Serverlose Architekturen erlauben viel feinere Konfigurationen innerhalb der IT-Sicherheit, denn sie schrauben die Anzahl von Funktionen deutlich in die Höhe. Hunderte von Funktionen aber bedeutet hunderte von Rollen mit einem Identity and Access Management (IAM) festlegen zu können. Die Mehrheit aller Organisationen nutzen dies noch nicht als Vorteil, doch es ist einer, denn mit Hilfe der passenden Werkzeuge und Prozesse können die Fachleute um jede Funktion herum sogenannte ‚Shrink Wrapped Permissions‘ bauen. Diese sorgen dafür, dass die Funktion nur auf die Ressourcen und Dienste zugreifen kann, die ihr erlaubt werden. Es handelt sich dabei also um eine logische Weiterentwicklung des Zero-Trust-Ansatzes. Werden diese Sicherheitsvorkehrungen hinsichtlich der Zugriffbeschränkung richtig eingestellt, verhindert das die Mehrheit der Cyber-Angriffe gegen Anwendung automatisch.

Kurzlebige Funktionen

Die Art und Weise, wie Funktionen in einer Serverlosen Architektur aufgebaut sind, hilft bereits dabei, die IT-Absicherung zu verschärfen. Eine hohe Anzahl von Funktionen heißt, daß ihre Wirkung sehr begrenzt ist, weil jeder Funktion nur kleine Aktionen zugestanden werden – anders als in bestehenden Konzepten, wo Funktionen oft große Container mit umfassenden Vollmachten und Zugriffsrechten sind. Außerdem existieren kleine Funktionen nur sehr kurz bevor sie neu geladen werden. Sie können daher auch nur sehr kurz von Angreifern missbraucht werden, bevor sie verschwinden. Wenn die Verantwortlichen des Unternehmens also diese Lebensspanne so kurz wie möglich einstellen, werden viele Angriffe fast unmöglich gemacht.

Nichts ist perfekt

Es liegt auf der Hand, dass es ein Risiko gibt, wenn man Neuland betritt. Doch dürfen die Bedenken nicht alleine im Raum stehen, sonst gehen die Vorteile unter und zählen nichts mehr. Serverless Computing ist ein neues Konzept, dass sehr viele Vorteile mit sich bringen kann, wenn es korrekt umgesetzt wird. Wer als Unternehmen diesen reibungslosen, weil wohl überlegten, Umstieg vollzieht, wird darum bald feststellen, dass die Anwendungen, die beispielsweise mit AWS Lambda, einem API Gateway und DynamoDb neu konzipiert wurden, die sichersten Anwendungen innerhalb der Organisationen werden können.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 02.07.2020
Schwerwiegende Lücken entdeckt: RDP-Gateway von Apache Guacamole angreifbar

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Cybersicherheit: Vision einer mutigen neuen Welt während und nach der Pandemie https://www.datensicherheit.de/cybersicherheit-vision-mut-pandemie-2020 https://www.datensicherheit.de/cybersicherheit-vision-mut-pandemie-2020#respond Mon, 29 Jun 2020 19:21:13 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=36791 Erster virtueller Cyber Security Summit DACH von Check Point im Juni 2020

[datensicherheit.de, 29.06.2020] Check Point® Software Technologies Ltd. hielt vom 16. bis 17. Juni seinen ersten virtuellen Cyber Security Summit DACH ab. An den beiden Tagen vereinte er die Cyber-Sicherheitsgemeinschaft aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Die globale COVID-19-Pandemie bietet einen Blick in eine nahe Zukunft, eine digitale Zukunft mit Chancen und Risiken. Kürzlich hat Check Point Research, der Threat Intelligence Arm von Check Point, enthüllt, dass Cyberkriminelle böswillige Lebensläufe und Krankenscheinformulare benutzen, um Bankingtrojaner und Infostealer zu verbreiten. Eine Menge weit verbreiteter Phishing-Kampagnen, die sich des aktuellen Pandemie-Themas bedienen, um Benutzer auszutricksen, ist dies ein erstes Anzeichen von Business-as-usual für Cyberkriminelle auf der ganzen Welt.

Gil Shwed, CEO von Check Point

Gil Shwed, CEO von Check Point, © Check Point

Gil Shwed, CEO von Check Point, erklärte in seiner Eröffnungsrede: „Während der Pandemie waren wir gezwungen, viele Dinge, die wir früher physisch getan haben, in die digitale Welt zu verlagern. Der Vorteil war, dass wir mehr Meetings und Konferenzen besuchen und unsere Gesamtproduktivität steigern konnten – die ganze Welt ist jetzt nur noch einen Klick entfernt. Der Nachteil ist, dass genau wie unsere Konnektivität die Angriffsfläche für Hacker zugenommen hat. Wir müssen nun weiter daran arbeiten, unsere Systeme, Dienste und auch die Computer und mobilen Geräte der Mitarbeiter zu retten, um die Vorteile dieser neuen Umstände voll ausschöpfen zu können. Wenn wir das nicht tun, könnten wir mit einer zweiten Krise konfrontiert werden: einer Cyber-Pandemie. Und diese kann weitaus ansteckender sein als jede biologische“.

Die jüngsten Erkenntnisse zur Pandemie auf den Punkt gebracht:

  • Schwachstellen in Word-Press-Plugins der E-Learning-Plattformen LearnPress, LearnDash und LifterLMS
  • Ein Bericht von Dimensional Research zeigt, dass Phishing-Versuche als größte Bedrohung genannt wurden (55 Prozent), gefolgt von betrügerischen Websites, die vorgeben, Informationen oder Ratschläge über die Pandemie anzubieten (32 Prozent), gefolgt von einem Anstieg von Malware (28 Prozent) und Ransomeware (19 Prozent).
  • Cyberkriminelle machen sich die wachsende Beliebtheit von Video-Streaming-Diensten zunutze. Die Zahl der gefälschten Domänen im Zusammenhang mit dem Streaming-Dienst hat dramatisch zugenommen.
  • Seit Januar wurden weltweit verschiedene Domänen im Zusammenhang mit Coronavirus-bezogenen Förder- oder Hilfspaketen registriert. Insgesamt wurden 4.305 Domänen im Zusammenhang mit neuen Stimulus-/Entlastungspaketen registriert. Im März 2020 wurden insgesamt 2081 neue Domains registriert (38 bösartige; 583 verdächtige), und in der ersten Aprilwoche wurden 473 registriert (18 bösartige; 73 verdächtige).
  • 75 Prozent der Cybersicherheitsexperten befürchten eine Zunahme von Cyberangriffen in der Post-Corona-Welt, die Face-to-Face-Arbeit und Telearbeit verbindet

Nach Angaben einer Unternehmensbefragung von mehr als 270 Fachleuten aus dem Technologie- und Sicherheitssektor weltweit setzen die Unternehmen angesichts der neuen Normalität auf eine Haltung der Bedrohungsabwehr: 79 Prozent von Unternehmen haben als oberste Priorität, ihr Cyber-Sicherheitsniveau zu stärken und Cyber-Angriffe zu verhindern, denn 3 von 4 Cyber-Sicherheitsexperten befürchten eine Zunahme der Bedrohungen durch die neue Mischform von persönlicher und Telearbeit. Auf der anderen Seite geben 51 Prozent an, dass Angriffe, die auf Endpunkte in häuslicher Umgebung abzielen, ein Hauptanliegen sind, gefolgt von Angriffen auf mobile Geräte der Mitarbeiter (33 Prozent).

Mangelnde Sichtbarkeit von Cloud-Infrastrukturen

Laut des Sicherheitsberichts 2020 von Check Point beklagen 67 Prozent der Sicherheitsabteilungen die mangelnde Sichtbarkeit ihrer Cloud-Infrastruktur sowie deren Sicherheit und Compliance. Eine schlechte Ressourcenkonfiguration ist die Hauptursache für die Schwäche beim Schutz der Cloud-Infrastruktur. Wie aus dem Cybersicherheitsbericht 2020 des Unternehmens hervorgeht, erlitten zudem fast 30 Prozent der Unternehmen weltweit Cyber-Angriffe, bei denen die Sicherheit mobiler Geräte beeinträchtigt wurde.

Konsolidierung der Cybersicherheitsstrategien

Die Realität zeigt jedoch ein kompliziertes Bild in Bezug auf die Sicherheit. Die Umfrage von Check Point zeigt, dass es nur 29 Prozent der befragten Unternehmen geschafft haben, Sicherheitstools für Heimcomputer zu implementieren, während 43 Prozent planen, mobile Sicherheitslösungen einzuführen. Darüber hinaus planen 39 Prozent eine Konsolidierung ihrer Cybersicherheitsstrategie mit dem Ziel, mögliche „blinde Flecken“ innerhalb des Netzwerkumfangs zu beseitigen.

Check Point verfügt nach eigenen Angaben über eine breite Palette von Sicherheitslösungen, die die beste Konnektivität und Sicherheit für die Telearbeit garantieren und es den Mitarbeitern ermöglichen, eine maximale Produktivität aufrechtzuerhalten. Dazu gehören die Fernzugriffs-VPN-Software von Check Point, die Endpunkt-Bedrohungsprävention, die mobile Sicherheit und der sichere Telearbeitsplatz, die alle darauf abzielen, einen praktischen Ansatz für die Sicherheit der Mitarbeiter von jedem Standort aus zu verfolgen. Darüber hinaus bietet Check Point SandBlast eine vollständige Bedrohungsprävention gegen Zero-Day-Angriffe mit einem Blockierungsgrad von 100 Prozent, selbst für unbekannte Bedrohungen mit null Fehlalarmen.

Weitere Informationen zum Thema:

Check Point
Secure Remote Workforce During Coronavirus

datensicherheit.de, 04.06.2020
Malware-verseuchte Lebensläufe und Krankschreibungen in Umlauf

datensicherheit.de, 03.06.2020
BEC: Cyberkriminelle kapern Banküberweisungen

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IT-Sicherheit: Fragen zur Anpassung an die heutige Remote-Arbeitsumgebung https://www.datensicherheit.de/it-sicherheit-fragen-anpassungremote-arbeitsumgebung https://www.datensicherheit.de/it-sicherheit-fragen-anpassungremote-arbeitsumgebung#respond Mon, 08 Jun 2020 10:03:56 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=36516 Organisationen hatten bisher keine ausgereiften Sicherheitspraktiken für ihre VPN-Netzwerke

Ein Kommentar von Kristian von Mejer, Global Account Executive bei Forescout Technologies Inc.

[datensicherheit.de, 08.06.2020] Die COVID-19-Pandemie stellt Unternehmen vor neue, unvorhergesehene Herausforderungen und bringt leider auch ernsthafte, weitreichende IT- und Sicherheitsrisiken durch Nutzung einer Remote-Arbeitsumgebung mit sich. Die Situation hat jedoch auch die Möglichkeit geschaffen, bestehende und neue Investitionen in Cyber-Verteidigungstechnologien anzupassen. Da immer mehr Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten, entstehen neue Hindernisse, wie die Skalierung und Absicherung von Virtual Private Networks (VPNs) und Fernzugriff. Die meisten Organisationen hatten zuvor keine ausgereiften Sicherheitspraktiken für ihre VPN-Netzwerke oder ihre Fernmitarbeiter in der Größenordnung eingeführt, mit der sie jetzt konfrontiert sind.

Kristian von Mejer, Forescout Technologies Inc.

Kristian von Mejer, Forescout Technologies Inc., © Forescout Technologies Inc.

Remote-Arbeitsumgebung

Die Richtigen Fragen stellen

Es ist daher für Sicherheitsverantwortliche sehr wichtig, Ihren Teams die richtigen Fragen zu stellen, um dafür zu sorgen, dass das Netzwerk am Ende wirklich sicher ist. Die Herausforderung besteht vor allem durch die physische Ausweitung und steigende Mobilität. Das Ziel sollte immer sein, das höchstmögliche Sicherheitsniveau zu erreichen, ohne die Arbeitsweise der Mitarbeiter einzuschränken, denn am Ende müssen sie die Leistung erbringen, ohne Einschränkungen bei der Nutzererfahrung.

Unternehmen sollten die folgenden sechs Fragen an ihre IT-Verantwortlichen zur Anpassung an die heutige Remote-Arbeitsumgebung stellen:

  1. Wie viele Administratoren sind im Unternehmen beschäftigt? Unternehmen sollten sicherstellen, dass mehrere Konten für verschiedene Administratoren eingerichtet wurden – mit granularen Berechtigungen, Umfang und Auditierung -, um sicherzustellen, dass es bei der Verwaltung des Systems keinen Single Point of Failure gibt, wenn einer der Admins nicht verfügbar ist.
  2. Hat jemand (vielleicht besser „Haben Administratoren…“) im Unternehmen Fernzugriff auf Management-Konsolen (welche Management-Konsolen? Von internen IT-Systemen)? Es wird zwar nicht empfohlen, dass Management-Konsolen aus der Ferne zugänglich sind, aber können Firmen diese erreichen, wenn der überwiegende Großteil der Mitarbeiter per Remote-Zugriff verbunden sind und von zu Hause aus arbeiten? Viele Firewalls haben unterschiedliche Regelsätze, zum Beispiel LAN<->LAN vs. VPN<->LAN-Zugriff.
  3. Wurden Dashboards oder Reportings für zentrale Services eingerichtet? Die Sicherheits- und Netzwerkteams von Unternehmen müssen Remote-Benutzern und -Geräten bei der VPN-Verbindung zu Unternehmensnetzwerken den gleichen Grad an Einblick und Kontrolle bieten wie den Mitarbeitern auf dem Campus. Dies kann durch Konformitätsbewertung und richtlinienbasierte Endpunkt- und Netzwerkkontrollen erreicht werden, die dazu beitragen können, Geräte zu sichern, während sie per Fernzugriff Unternehmens- oder Bring Your Own Device (BYOD)-Systeme mit Unternehmensnetzwerken verbinden.
  4. Sicherheitslösungen können die Sicherheit in Bezug auf Sichtbarkeit, Gerätekonformität und Kontrolle über Richtlinien automatisieren. Sicherheits- und Netzwerkteams müssen alle Ferngeräte in dem Moment sehen und identifizieren, in dem sie sich mit dem Unternehmensnetzwerk verbinden – genau wie Geräte auf dem Campus. Diese erweiterte Sichtbarkeit trägt zur Risikominimierung in der neuen Work-from-Home-Umgebung bei. Als nächstes müssen sie sicherstellen, dass diese Geräte konform sind und dies auch bleiben, unabhängig von dem spezifischen Standort, von dem aus sie sich verbinden.
  5. Ausgestattet mit dieser Transparenz können Sicherheits- und Netzwerkteams die Sicherheitslage ihrer Remote-Geräte besser verstehen und sie auf der Grundlage einer Risikobewertung für jedes Szenario entsprechend verwalten.
  6. Können Tickets bei den eigenen IT-Service-Desks auch in der Telearbeit erstellt und bearbeitet werden. Können sich diese Teams auf das Endgerät einwählen? Besonders bei neu angeschafften Geräten muss sichergestellt werden, dass diese auch für die Fernwartung aktiviert wurden. Wenn bei der Arbeit von zu Hause aus etwas schief geht, gibt es dann die erforderlichen Details und den Zugang zur Support-Website, um schnell mit dem Team sprechen zu können?

Fazit

Der Schutz von Heimnetzwerken ist möglich, allerdings müssen dafür diese fünf Fragen beantwortet werden. Letztlich sollten alle Unternehmen, wenn sie Home Office ermöglichen, eine Lösung einsetzen, die VPN-Clients identifiziert und die unternehmenseigenen Richtlinien zum Schutz dieser Clients durchsetzt. Verwaltete Geräte, die sich über VPNs verbinden, sollten den gleichen Sicherheitsrichtlinien vor und nach dem Verbindungsaufbau unterliegen, die auch für Geräte vor Ort gelten. Die Forescout-Plattform kann dabei helfen, BYOD bzw. nicht verwaltete Geräte unmittelbar nach Aufbau einer VPN-Verbindung zu erkennen und deren Compliance zu den eigenen Sicherheitsrichtlinien zu prüfen. Sicherheits- und Netzwerkteams können dann schnell fundierte Entscheidungen über die Verweigerung oder Einschränkung des Zugriffs auf Netzwerkressourcen treffen. Nur dann können Unternehmen Bedrohungen wie Ransomware und Co. gelassen gegenüber stehen und ihre Mitarbeiter auch aus der Ferne auf das eigene Firmennetzwerk bzw. auf die Unternehmenseigenen Anwendungen und Daten zugreifen lassen.

Weitere Informationen zum Thema:

Forescout
Device Visibility and Control-Plattform

datensicherheit.de, 15.04.2020
Schwächen konventioneller VPN-Verbindungen für die Anbindung von Home-Offices

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https://www.datensicherheit.de/it-sicherheit-fragen-anpassungremote-arbeitsumgebung/feed 0
Palo Alto Networks: Sieben Merkmale wirksamer Cloud-Sicherheitslösungen https://www.datensicherheit.de/palo-alto-networks-sieben-merkmale-wirksamer-cloud-sicherheitsloesungen https://www.datensicherheit.de/palo-alto-networks-sieben-merkmale-wirksamer-cloud-sicherheitsloesungen#respond Wed, 07 Aug 2019 14:19:31 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=34084 Empfehlungen für eine effiziente und effektive Umsetzung

[datensicherheit.de, 07.08.2019] Die Herausforderungen seien Cloud-spezifisch und vielfältig – und aktuell ein vieldiskutiertes Thema. Die Bewertung und Auswahl des richtigen Cloud-Sicherheitsangebots für Multi-Cloud-Umgebungen, die AWS, Azure und Google Cloud Platform umfassen, überdies nicht einfach.

Die folgenden sieben Merkmale, die nach Meinung von Palo Alto Network entscheidend sein können, helfen bei der Orientierung.

  1. Multi-Cloud-Unterstützung – AWS, Azure und GCP mindestens
    Viele Unternehmen verfolgen bereits eine Multi-Cloud-Strategie, andere bewegen sich zumindest in diese Richtung. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, eine Lösung zu wählen, die verschiedene Cloud-Angebote abdeckt und einen wirklich integrierten Multi-Cloud-Support bieten kann. Sinnvoll ist ein zentralisierter Ansatz, der die Transparenz über alle Cloud-Umgebungen heute und in Zukunft nahtlos vereinheitlicht.
  2. 100 Prozent SaaS-basiert und API-gesteuert – keine Agenten oder Proxies.
    Eine 100 Prozent API-basierte SaaS-Lösung ist die einzige Möglichkeit, die dynamische, verteilte Natur von Cloud-Umgebungen effektiv zu verwalten. Die Erfahrung zeigt, dass Agenten- oder Proxy-basierte punktuelle Produkte erhebliche Reibungsverluste verursachen und blinde Flecken hinsichtlich der Sicherheit hinterlassen. Die Bereitstellung und Wartung von nicht-API-basierten Produkten sorgt für zu viel Aufwand, insbesondere manuelle Arbeit, bei erhöhtem Risiko.
  3. Kontinuierliche Ressourcenermittlung
    Was nicht sichtbar ist, lässt sich nicht schützen. Es ist wichtig, eine Lösung auszuwählen, die alle Cloud-Ressourcen kontinuierlich überwacht und dynamisch erkennt. Hierzu zählen z. B. virtuelle Maschinen, Datenbankinstanzen, Speicherbereiche, Benutzer, Zugriffsschlüssel, Sicherheitsgruppen, Netzwerke, Gateways, Snapshots und mehr. Eine zentralisierte und sich automatisch aktualisierende Inventarisierung, die den Sicherheits- und Konformitätsstatus jeder eingesetzten Ressource anzeigt, ist die Grundlage für eine wirklich effektive Cloud-Sicherheitsstrategie.
  4. Automatisierte Ressourcenüberwachung
    Ebenso wichtig ist die Fähigkeit der Lösung, automatisch robuste Sicherheitsrichtlinien anzuwenden und Fehlkonfigurationen schnell zu beheben, um die Einhaltung unternehmensweit definierter Sicherheitsrichtlinien zu gewährleisten. Diese Funktionen müssen alle wichtigen Risikofaktoren in den Cloud-Umgebungen abdecken, einschließlich:

    • Konfigurationsprüfungen: Jüngste Untersuchungen des Forschungsteams Unit 42 von Palo Alto Networks zeigen, dass 32 Prozent der Unternehmen bereits mindestens einen Cloud-Speicherdienst versehentlich öffentlich zugänglich gemacht haben. Konfigurationsprüfungen helfen sicherzustellen, dass jede eingesetzte Cloud-Ressource ordnungsgemäß konfiguriert ist und sich innerhalb definierter Grenzen bewegt, und keine Konfigurationsveränderungen in den Public-Cloud-Umgebungen von AWS, Azure und GCP vorliegen.
    • Netzwerkaktivitäten: Unit 42 hat auch herausgefunden, dass bei 11 Prozent der Unternehmen derzeit Cryptojacking-Aktivitäten in ihrer Umgebung durchgeführt werden. Um einen vollständigen Überblick über verdächtigen Netzwerkverkehr und -aktivitäten zu gewinnen, muss die Sicherheitslösung in der Lage sein, die Cloud-Umgebungen kontinuierlich zu überwachen. Es reicht nicht aus, nur Konfigurations- und Konformitätsprüfungen durchzuführen, denn diese zeigen nur auf, was schiefgehen kann, aber nicht, was schiefläuft.
      Hierzu ein Beispiel: Konfigurationsprüfungen können helfen, lose konfigurierte Sicherheitsgruppen zu erkennen, die eingehenden Datenverkehr auf allen Ports von allen IP-Adressen zulassen. Dies könnte ein geschäftskritisches Problem sein. Ohne Netzwerküberwachung lässt sich jedoch nicht feststellen, ob diese Schwachstelle ausgenutzt wurde oder ob bösartiger Datenverkehr eingedrungen ist.

      • Überwachung von Benutzern und Zugriffsschlüsseln: Daten von Unit 42 zeigen auch, dass 29 Prozent der Unternehmen potenzielle Kompromittierungen von Accounts aufweisen, was nicht nur zu Datenverlust, sondern auch zu Kontrollverlust und letztlich zu Vertrauensverlust hinsichtlich ihrer Cloud-Umgebungen führen kann. Die Analyse des Nutzerverhaltens (User Behavior Analytics, UBA) und andere ML-basierte Funktionen (Machine Learning) können helfen, hinterhältige Aktivitäten wie z.B. gestohlene Zugangsdaten zu erkennen. Diese Funktionen ermöglichen es, nach anomalen Aktivitäten zu suchen und diese zu erkennen. Ohne UBA ist es fast unmöglich, anspruchsvolle Angriffe rechtzeitig zu erkennen.
      • Überwachung von Schwachstellen und Bedrohungserkennung: Es ist wichtig, ein Cloud-Sicherheitsangebot auszuwählen, das Bedrohungs- und Schwachstellendaten von Drittanbietern korrelieren und kontextualisieren kann.
  5. Viele Daten miteinander verknüpfen
    Die kontinuierliche Kontextualisierung mehrerer, unterschiedlicher Datensätze ist entscheidend für den Aufbau eines tiefgehenden Verständnisses der Sicherheitslage. Erst wenn Unternehmen ihr Sicherheitsprofil und ihre Risiken vollständig verstanden haben, können sie Probleme schnell beheben. Hierzu zählen beispielsweise Workloads mit übermäßig zulässigen Sicherheitsgruppenkonfigurationen, erkannten Hostschwachstellen und Traffic von verdächtigen IP-Adressen etc. Ein weiteres Beispiel ist die Identifizierung von privilegierten Benutzeraktivitäten in Cloud-Umgebungen, die an ungewöhnlichen (noch nie beobachteten) Orten durchgeführt werden.
  6. Remediation ist gut, automatische Remediation ist besser.
    Remediation bedeutet in diesem Zusammenhang die Behebung von Sicherheitsvorfällen. Mehrere Remediationsoptionen (sowohl geführte als auch automatisierte) sind hierbei wichtig, um das Risikofenster zu reduzieren. Wenn die Sicherheitslösung beispielsweise eine öffentlich zugängliche Netzwerksicherheitsgruppe identifiziert, die einem sensiblen Workload zugeordnet ist, ist die Fähigkeit, den Zugriff automatisch einzuschränken, von größter Bedeutung. Die Fähigkeit, auch individuelle, auf die spezifischen Bedürfnisse zugeschnittene Remediationsregeln zu schreiben, ist entscheidend. Eine „Selbstheilungsfunktion“ ermöglicht es Unternehmen, sicherzustellen, dass ihre hohen Sicherheits- und Compliance-Richtlinien stets eingehalten werden.
  7. Integration
    Schließlich ist es wichtig, eine offene Plattform zu nutzen, die es ermöglicht, Cloud-Alarme an bestehende Tools und Workflows wie SIEM, SOAR, Ticketing-Systeme, Collaboration-Tools etc. zu senden.

Unternehmen, die diese sieben Empfehlungen berücksichtigen, werden nach Meinung von Palo Alto Networks in der Lage sein, ihre Cloud-Sicherheitsstrategie sowohl effizienter als auch effektiver umzusetzen.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 01.08.2019
Datenpanne bei Capital One – Datenverantwortung darf nicht in der Cloud aufhören

datensicherheit.de, 25.07.2019
Cloud-Sicherheit: Mehr als 34 Millionen Schwachstellen in AWS, Azure und GCP

datensicherheit.de, 24.07.2019
Die Bedeutung des Cloud-Computing für die digitale Transformation

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Thycotic-Umfrage: Security-as-a-Service boomt https://www.datensicherheit.de/thycotic-umfrage-security-as-a-service-boom https://www.datensicherheit.de/thycotic-umfrage-security-as-a-service-boom#respond Thu, 01 Aug 2019 19:34:06 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=33984 Cloud-basierte Sicherheitslösungen helfen Unternehmen, mit sich ändernden Marktbedingungen, steigenden Kosten und fehlendem Cybersecurity-Personal Schritt zu halten

[datensicherheit.de, 01.08.2019] Bis zum Jahr 2021 werden mehr als 70 Prozent der Unternehmen Security-as-a-Service (SECaaS) nutzen und ihre Sicherheitslösungen damit größtenteils aus der Cloud beziehen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des PAM-Spezialisten Thycotic auf der diesjährigen European Identity Cloud Conference in München. Als Grund für den Umstieg auf Cloud-basierte Sicherheitstools nannten die befragten Cybersecurity-Entscheider und Technologie-Experten unter anderem geringere Kosten, größere Flexibilität und die Möglichkeit, fehlende Personalressourcen zu kompensieren.

SECaaS senkt Betriebs- und Wartungskosten

52 Prozent der befragten Unternehmen nutzen bereits heute Sicherheitstechnologien als Cloud-Service, weiter 12 Prozent planen dies in den nächsten 12 Monaten. Dabei geht es vor allem darum, die Kosten zu senken. SECaaS-Lösungen zeichnen sich in der Regel durch eine flexible Kostenstruktur aus, da hier Ressourcen im Sinne eines Pay-to-Use-Service lediglich gemietet werden. Da Installations-, Wartungs-, Upgrade- oder Abschreibungskosten wegfallen, können sowohl Vorabinvestitionen als auch langfristige Kosten deutlich reduziert werden. 88 Prozent der befragten EIC-Besucher stimmen zu, dass SECaaS die Betriebs- und Wartungskosten nachhaltig senkt.

Als weitere Vorteile werden unter anderem eine beschleunigte Bereitstellung von IT-Services (87%) und eine größere Flexibilität bei der Reaktion auf veränderte Marktbedingungen (85%) genannt. Im Vergleich zu On-Premises-Lösungen hält der Großteil der Befragten Cloud-Lösungen für benutzerfreundlicher (75%) und ausfallsicherer (68%).

MSSPs entschärfen Fachkräftemangel

Um den zunehmenden Mangel an technischen Ressourcen und fachlichem Knowhow bewältigen zu können, beziehen Unternehmen SECaaS-Lösungen zudem immer öfter über Managed Security Service Provider (MSSPs). Auf diese Weise profitieren sie von der Sicherheits-Expertise eines erfahrenen Dienstleisters und konzentriertem Sicherheitswissen, wie 90 Prozent der Befragten bestätigen. 23 Prozent arbeiten derzeit mit MSSPs zusammen oder planen eine Zusammenarbeit in den nächsten 12 Monaten. Weitere 31 Prozent erwägen eine Zusammenarbeit in der nahen Zukunft.

Joseph Carson, Thycotic

Foto: Thycotic

Joseph Carson, Chief Security Scientist bei Thycotic

„Als führende Konferenz im Bereich Cloud-Management und -Security war die EIC von KuppingerCole die ideale Plattform, um von IT- und Sicherheitsexperten aus der ganzen Welt zu erfahren, wie sich Cloud-basierte Software und MSSPs auf ihre Cybersicherheitspraktiken auswirken“, so Joseph Carson, Chief Security Scientist bei Thycotic. „Dabei wurde deutlich, dass der Einsatz von Security-as-a-Service-Lösungen vor allem den Bedarf an Hardware, Software oder spezialisierten Fachkräften vor Ort effektiv reduzieren soll.“

PAM & IAM werden am häufigsten in die Cloud verlagert

Laut der befragten EIC-Teilnehmer beziehen Unternehmen am häufigsten Privileged Account Management bzw. IAM (44%) als SECaaS, gefolgt von Endpoint Security (36%) und Application Security (33%).

„Eine weitere interessante Erkenntnis der Umfrage ist, dass Unternehmen vor allem Privileged Account Management (PAM) und Identity Account Management (IAM) in die Cloud verlagern. Dies spiegelt unsere eigenen Erfahrungen wider, denn das Interesse der Thycotic-Kunden and den Cloud-Versionen unserer Secret Server- und Privilege Manager-Lösung ist in den vergangenen Monaten rapide gewachsen“, ergänzt Carson.

Weitere Informationen zum Thema:

Thycotic
Security as a Service (Saas) on the Rise | 2019 Global Research Report

datensicherheit.de, 07.05.2019
Thycotic-Umfrage: PAM wandert in die Cloud

datensicherheit.de, 30.11.2018
Hotelkette Marriott: Riesiges Datenleck gemeldet

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Effektiver Endgeräteschutz beginnt beim Entzug lokaler Administratorrechte https://www.datensicherheit.de/effektiver-endgeraeteschutz-entzug-lokale-administratorrechte https://www.datensicherheit.de/effektiver-endgeraeteschutz-entzug-lokale-administratorrechte#respond Thu, 20 Jun 2019 21:08:10 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=33037 Vielfach fehlt eine zentrale Maßnahme, um Cyber-Angriffe bereits im Anfangsstadium einzudämmen

[datensicherheit.de, 20.06.2019] Unternehmen nutzen in aller Regel verschiedenste Sicherheitslösungen, um kritische Systeme, Applikationen und Daten zu schützen. Wie eine CyberArk-Untersuchung zeigt, fehlt dabei aber vielfach eine zentrale Maßnahme, um Cyber-Angriffe bereits im Anfangsstadium einzudämmen: der Entzug lokaler Administratorrechte auf dem Einfallstor Nummer eins, dem PC.

Jeder Rechner in einem Unternehmen enthält standardmäßig integrierte Administratorkonten

Jeder Rechner in einem Unternehmen enthält standardmäßig integrierte Administratorkonten, die eine massive Sicherheitsgefahr darstellen. In vielen Unternehmen werden dabei Hunderte von Rechnern mit einem identischen Passwort verwaltet, das nie oder zumindest nicht regelmäßig geändert wird. Zudem ist das Passwort oft auch dem Endanwender bekannt, damit dieser einen vollständigen Datenzugriff hat. Jeder Nutzer mit lokalen Windows-Administratorrechten kann praktisch uneingeschränkt agieren. Er kann nicht-lizenzierte Software herunterladen, jedes mögliche – auch ausdrücklich untersagte – Programm verwenden, Systemkonfigurationen ändern oder gefährliche Malware installieren – willentlich wie unwillentlich.

Phasen einer Cyber-Attacke

Bild: CyberArk

Die Phasen einer Cyber-Attacke (Quelle: CyberArk)

Lokale Admin-Rechte stellen weitgehende Gefahr da

Die lokalen Admin-Rechte stellen nämlich nicht nur eine Gefahr hinsichtlich unbeabsichtigter oder böswilliger Aktivitäten der Endnutzer dar, sie sind auch von Angreifern nutzbar. Mittels dieser Rechte können sie weitere Zugangsdaten entwenden und sich sukzessive durch das Netz bewegen, bis sie etwa in den Besitz von Domain-Administrator-Accounts oder anderen privilegierten Benutzerkonten gelangen. Dadurch erhalten sie Zugriff auf sämtliche Arbeitsplatzrechner und Server einer Domäne beziehungsweise auf die gesamte IT-Infrastruktur, von Servern über Datenbanken bis hin zu den Netzwerkgeräten.

Das Aufspüren lokaler Administratorrechte und der Entzug dieser Rechte ist deshalb ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem starken Endgeräteschutz. CyberArk-Untersuchungen zeigen allerdings, dass dieser Schritt bei 87 Prozent der Unternehmen noch nicht erfolgt ist.

„Diese Tatsache ist ein klares Indiz, dass Unternehmen eher dem Wunsch der Mitarbeiter nach maximaler Flexibilität entsprechen, als dass sie an der konsequenten Umsetzung von Security Best Practices arbeiten“, erklärt Michael Kleist, Regional Director DACH bei CyberArk. „Die damit verbundenen Gefahren sind immens und werden immer noch unterschätzt.“

Die hohe Gefahr, die von lokalen Administratorrechten ausgeht, zeigt eine typische Cyber-Attacke, die in mehreren Phasen abläuft:

  1. Zugriff des Angreifers auf einen Endnutzer-PC; dabei gibt es die verschiedensten Angriffswege, im „Trend“ liegen momentan
  2. Phishing-Attacken via E-Mail
  3. Diebstahl des lokalen Admin-Passworts
  4. Diebstahl des Admin-Passworts für einen Server
  5. Diebstahl eines Hashes für ein Konto mit erweiterten Rechten
  6. Zugriff auf einen Domain Controller
  7. Zugang zu allen unternehmenskritischen Ressourcen wie Servern, Workstations oder Sicherheitssystemen, das heißt vollständige Übernahme der Kontrolle

„Das Beispiel zeigt, wie wichtig der Entzug lokaler Administratorrechte ist, um großangelegte Cyber-Angriffe bereits im Keim zu ersticken“, so Kleist. „Ein proaktives Sicherheitsprogramm für privilegierte Zugriffe sollte diese Maßnahme immer umfassen. Sie ist ein erster Schritt bei der Reduzierung der potenziellen Angriffsfläche. Und mit geeigneten Werkzeugen ist dabei auch kein Produktivitätsabfall zu befürchten.“

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 29.08.2018
CyberArk-Lösung Privileged Access Security erhält SAP-Zertifizierung

datensicherheit.de, 11.08.2018
Kostenloses Discovery-Tool zum Aufspüren privilegierter Konten

datensicherheit.de, 26.09.2017
Häufig von Unternehmen unterschätzt: Privilegierte Zugriffsrechte als Sicherheitsrisiko

datensicherheit.de, 29.08.2017
Privilegierte Benutzerkonten ins Visier von Hackern

datensicherheit.de, 07.09.2016
IT-Sicherheit im Gesundheitswesen: CyberArk sieht akuten Handlungsbedarf

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Kooperation beim Schutz des Industrial Internet of Things https://www.datensicherheit.de/kooperation-schutz-industrial-internet-of-things https://www.datensicherheit.de/kooperation-schutz-industrial-internet-of-things#respond Fri, 07 Sep 2018 12:23:22 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=28670 Partnerschaft mit langer  Erfahrung in Cybersicherheit und industrieller Netzwerktechnik

[datensicherheit.de, 07.09.2018] Trend Micro und Moxa arbeiten zukünftig bei der Entwicklung von Sicherheitslösungen für das Industrial Internet of Things (IIoT) zusammen. Die Lösungen werden zunächst in den Bereichen Endpoint-Lockdown, Firewalls für Operational-Technology-Netzwerke und Embedded Security zu finden sein. Mit dieser Zusammenarbeit wollen die Unternehmen den zunehmenden Bedrohungen im Zukunftsmarkt IIoT noch wirkungsvoller begegnen.

Trend Micro geht im Rahmen seines Technology Alliance Partner Programs eine neue Partnerschaft mit Moxa ein, einem der führenden Anbieter für industrielle Kommunikations- und Netzwerktechnik. Die Unternehmen werden gemeinsam zeitgemäße Lösungen zum Schutz von Umgebungen im IIoT, darunter Smart Manufacturing und Smart Energy, entwickeln.

IIoT-Projekte eröffnen Unternehmen in verschiedenen Branchen die Möglichkeit, agiler, effizienter und rentabler zu werden. Einer aktuellen Studie zufolge haben bereits 86 Prozent der Unternehmen in den Bereichen Fertigung, Transport sowie Öl und Gas IIoT-Lösungen im Einsatz. [1] Das große Interesse an IIoT-Anwendungen treibt auch den Markt für Smart-City-Lösungen, dessen Volumen für das Jahr 2025 auf über 2,5 Billionen US-Dollar geschätzt wird. [2]

Jedoch nehmen auch die Cyber-Risiken in diesem Bereich zu und bedrohen zunehmend den Erfolg von IIoT-Anwendungen. Unsichere Geräte und Netzwerke können dafür genutzt werden, Industrieanlagen zu sabotieren, schadensträchtige, Ransomware-bedingte Ausfälle zu verursachen, oder auf sensible Daten, die an anderen Orten des Unternehmensnetzwerks gespeichert sind, zuzugreifen. Viele Unternehmen haben Probleme mit der Absicherung ihrer IIoT-Geräte, da diese die Schnittstelle zwischen IT und OT (Operational Technology) darstellen und deshalb die Zuständigkeit für ihre Sicherheit nicht klar definiert ist.

„Wir freuen uns, diese Technologiepartnerschaft mit Moxa einzugehen“, sagt Eva Chen, CEO von Trend Micro. „IT und OT verschmelzen immer stärker miteinander und Unternehmen benötigen Unterstützung dabei, diesen Infrastrukturwandel und neue Verbindungen in ihren Netzwerken abzusichern. Partnerschaften mit starken Branchenführern wie Moxa stellen seit 30 Jahren einen wichtigen Teil unserer Strategie dar.“

Das gemeinsame Lösungsangebot wird sich zunächst auf die Bereiche Endpoint-Lockdown, Firewalls für OT-Netzwerke und Embedded-Security-Lösungen konzentrieren. Es wird Anlagenbetreibern weltweit die nötigen Sicherheitsfunktionen bieten, damit diese ihre IIoT-Systeme zeitgemäß anbinden und managen sowie deren Langlebigkeit steigern können.

„Wir freuen uns über unsere Partnerschaften mit Branchenführern wie Trend Micro. Damit können unsere Kunden sowohl von Moxas 30-jähriger Expertise im Bereich industrielle Netzwerke und Protokolle als auch von Trend Micros umfangreicher Erfahrung in Cybersecurity und Bedrohungsforschung profitieren“, so Andy Cheng, President Strategic Business Unit bei Moxa. „Mit dieser Zusammenarbeit sind wir noch besser dafür gerüstet, unsere Kunden bei den Herausforderungen zu unterstützen, die die Annäherung von IT und OT für sie bedeutet und den immer anspruchsvolleren Industrieanwendungen im Zeitalter des IIoT gerecht zu werden.“

Trend Micro beschäftigt sich nach eigenen Angaben schon früh mit den potentiellen Herausforderungen im IIoT und arbeitet seitdem auf mehreren Ebenen daran, das gesamte Ökosystem abzusichern – vom Rechenzentrum bis hin zum einzelnen Gerät. Dazu gehört die Schwachstellenforschung ebenso wie eine enge Zusammenarbeit mit Internet Service Providern zur Absicherung von Netzwerken mittels Virtualisierung von Netzwerkfunktionen und die Entwicklung neuer Lösungen zusammen mit Embedded-Computing-Entwicklern und Geräteherstellern.

[1] 2017 Annual IIoT Maturity Survey Adoption of IIoT in Manufacturing, Oil and Gas, and Transportation, Whitepaper, Bsquare, 2017.

[2] Smart Cities Market Size, Share & Trends Analysis Report, Grand View Research, 2018.

Weitere Informationen zum Thema:

Trend Micro
IoT Security Solutions

datensicherheit.de, 25.07.2018
SANS-Studie: Cybersicherheit im IIoT bedroht

datensicherheit.de, 05.07.2018
Rückblick: SANS European ICS Summit 2018 in München

datensicherheit.de, 04.07.2018
Cybersicherheit: Führungskräften in Europa müssen sensibilisiert werden

datensicherheit.de, 25.06.2018
Angriffe auf Cyber-Sicherheit bei einem Drittel der Industriebetriebe

 

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Maschinelles Lernen für effektive Netzwerksicherheit https://www.datensicherheit.de/maschinelles-lernen-effektive-netzwerksicherheit https://www.datensicherheit.de/maschinelles-lernen-effektive-netzwerksicherheit#respond Thu, 30 Aug 2018 12:41:40 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=28605 Der Benutzer, das unbekannte Wesen im Netzwerk

Von unserem Gastautor Egon Kando, Regional Sales Director Central & Eastern Europe bei Exabeam

[datensicherheit.de, 30.08.2018] Immer häufiger gibt es immer ausgeklügeltere Cyberangriffe auf die Netzwerke der Unternehmen. IT-Manager sind deshalb ständig auf der Suche nach robusteren Sicherheitslösungen zum Schutz gegen interne und externe Bedrohungen. Ein Ansatz, Bedrohungen abzuwehren, ist beispielsweise die Überwachung und das Analysieren von aktiven Datenströmen. Wird eine Anomalie erkannt, soll die Sicherheitslösung Alarm schlagen. Dieser Ansatz hat sich in der Praxis jedoch als wenig erfolgreich erwiesen, was regelmäßige Verletzungen der Unternehmenssicherheit trotz entsprechender Sicherheitslösungen belegen. Der Grund für das Versagen dieses Ansatzes liegt darin, dass Lösungen dieser Art den größten Risikofaktor im Netzwerk ignorieren: Den Anwender.

Ein benutzerzentrischer Ansatz für Lösungen zur Erhöhung der Netzwerksicherheit hat normalen Überwachungslösungen einiges voraus. So kann er Antworten auf so kritische Fragen liefern wie: Wer greift auf das Netzwerk zu? Worauf greift der Benutzer zu? Geschieht dieser Zugriff im Rahmen des normalen Verhaltens dieses Nutzers?

Überblick über Netzwerkzugriffe

Der Gedanke, zu verfolgen, wer auf das Netzwerk zugreift, mag banal klingen. Tatsächlich ist dies in der Praxis heute immer schwieriger, da die meisten Mitarbeiter komplexe Identitäten haben, die aus einer Vielzahl von Nutzerkonten, Anwendungen und Ordnern unter ihrem Namen bestehen. Selbst in einem mittelständischen Unternehmen kann die Identität eines Mitarbeiters eine Standard-Windows-ID sowie zahlreiche weitere Konten für Anwendungen wie SAP, Salesforce und Oracle enthalten, um nur einige zu nennen. Zu dieser Verwirrung trägt auch der Anstieg der BYOD-Richtlinien bei, was bedeutet, dass viele Mitarbeiter auch persönliche Geräte im Unternehmensnetzwerk verwenden. Daher ist es äußerst schwierig, jede ID für jeden Mitarbeiter an einem zentralen Ort effektiv zu verwalten. Noch schwieriger wird es, wenn Konten für bestimmte Dienste von mehreren Personen gemeinsam genutzt werden.

Wie also kann ein Unternehmen die Nutzung aller Dienste einem bestimmten Benutzer zuordnen, wenn es keine Möglichkeit gibt, diese richtig zuzuweisen? Ohne eine Möglichkeit, diese Fragen zu beantworten, ist es unmöglich festzustellen, wer auf das Netzwerk zugreift.

Überblick auf welche Daten zugegriffen wird

Genauso wie die Überwachung der Nutzer auf den ersten Blick einfach erscheint, mag die Verfolgung auf was genau zugegriffen wird simpel sein und sollte ein ziemlich einfacher Teil der täglichen Netzwerksicherheit sein. Tatsächlich ist dies selten der Fall. In vielen Unternehmen weiß man gar nicht so genau, was da alles im Netzwerk gespeichert und zugänglich ist. Dies ist in der Regel auf das Fehlen eines zentralen Asset-Überwachungssystems zurückzuführen. Wer nicht weiß, was für Daten er überhaupt hat, kann auch schwer nachverfolgen, ob auf sie zugegriffen wird.

Der Grund für einen solchen, an sich banalen Fehler, liegt meist darin, dass IT-Sicherheitssysteme im Laufe der Zeit stückweise aufgebaut wurden. Dies führte zu einer Vielzahl unterschiedlicher Lösungen, die auf den ersten Blick eine ähnliche Aufgabe erfüllen, aber alle mit eingeschränkter Funktionalität. Das bedeutet, dass die IT-Abteilung wissen kann, auf welchen Server zugegriffen wird und welcher Mitarbeiter darauf zugreift. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass das IT-Team weiß, welche anderen Informationen sich auf demselben Server befinden oder wie sensibel diese sind.

Analyse des Nutzerverhaltens

Selbst wenn das IT-Team in der Lage ist, effektiv zu verfolgen, wer auf das Netzwerk zugreift und auf was genau, kann die Frage, ob es sich um ein „normales Verhalten“ für die betreffende Person handelt, äußerst schwierig zu beantworten sein. Dies liegt daran, dass der Kontext, der für eine effektive Beurteilung des Nutzerverhaltens erforderlich ist, nicht nur von den Daten des Netzwerkflusses erfasst wird. Als solche ist es oft kaum mehr als eine fundierte Vermutung, ob sich eine Person innerhalb der Grenzen dessen verhält, was als „normal“ angesehen wird, oder ob ihre Handlungen anormal und daher verdächtig sind.

Maschinelles Lernen verleiht der IT-Sicherheit Flügel

Begriffe wie “Data Science” oder “maschinelles Lernen” begannen in der IT-Branche vor langer Zeit als leere Schlagworte. Schon seit einiger Zeit helfen die schlauen Algorithmen jedoch in vielen Bereichen dabei, Muster zu erkennen – und haben auch großes Potenzial, dies in der IT-Sicherheit zu tun. So wünschen sich Sicherheitsexperten, dass maschinelles Lernen dabei helfen könnte, die oben genannten Fragen des Datenzugriffs beantworten zu können. Dieser Wunsch ist in Erfüllung gegangen und maschinelles Lernen kann, richtig eingesetzt, wichtige Zusammenhänge zwischen scheinbar unzusammenhängenden Teilen von Identitäten entdecken. So erhalten IT-Sicherheitsteams eine detaillierte Übersicht der Aktivitäten eines Benutzers, auch wenn verschiedene Identitätskomponenten nicht explizit miteinander verknüpft sind.

Das fehlende Glied: Der Kontext

Ein klassisches Beispiel: Ein Mitarbeiter loggt sich beispielsweise am Computer im Büro mit seinen persönlichen Zugangsdaten ins Netzwerk ein. Später meldet er sich dann über ein persönliches Gerät von Zuhause aus mit einem Admin-Konto an. Normalerweise würden diese beiden Aktionen nicht mit derselben Identität verbunden werden. Mithilfe von Verhaltensdaten können Lösungen aufbauend auf maschinellem Lernen diese nicht nur miteinander verbinden, sondern auch die Aktionen des Mitarbeiters über die Zeit hinweg verfolgen und so einen umfassenden Überblick über seine tatsächlichen Netzwerkaktivitäten gewinnen.

Mit Hilfe von maschinellen Lernalgorithmen können auf diese Art Trends analysiert und normale Verhaltensprofile pro Benutzer erstellt werden. Dies hilft, den dringend benötigten Kontext zu schaffen, um jede Aktivität zu erkennen und zu kennzeichnen, die zu weit von dem abweicht, was als akzeptabel oder normal angesehen wird. Darüber hinaus können verschiedene Techniken des maschinellen Lernens verwendet werden, um genaue Netzwerk-Asset-Modelle zu erstellen, die den IT-Teams ein genaues Bild von aAllem im Netzwerk vermitteln. Dadurch ist es viel einfacher, genau zu verfolgen, was zu einem bestimmten Zeitpunkt abgerufen wird. Entsprechend können Daten von Führungskräften und Vorstandsmitgliedern als “risikoreich” gekennzeichnet werden, das heißt, sie werden einer stärkeren Prüfung und/oder strengeren Sicherheitsmaßnahmen unterzogen.

Effektive Sicherheit im Netzwerk ist nicht optional. Sie ist absolut kritisch.

Die Bedrohung durch Cyber-Angriffe nimmt im Prinzip täglich zu und eine effektive Netzwerksicherheit ist für Unternehmen selbstredend von sehr hoher Bedeutung. Der Einsatz der richtigen Lösungen hilft jedem Unternehmen, genau zu verstehen, wer auf das Netzwerk zugreift, was er tut und ob er es tun sollte. Maschinelles Lernen wird dabei eine wichtige Rolle spielen, indem es nicht nur wichtige Informationen auf eine Art und Weise miteinander verknüpft, die bisher nicht allein durch die Überwachung des Netzwerkverkehrs möglich war, sondern indem es den IT-Teams den Kontext bietet den sie benötigen, um fundierte Sicherheitsentscheidungen zu treffen.

Egon Kando, Regional Sales Director Central & Eastern Europe bei Exabeam

Bild: Exabeam

Egon Kando ist Regional Sales Director Central & Eastern Europe bei Exabeam. Der diplomierte Ingenieur ist seit über 18 Jahren im IT-Security Markt tätig und begann seine Karriere einst bei der BinTec AG in Nürnberg. Im Verlauf seiner Karriere war der erfahrene IT-Spezialist in verschiedenen Rollen bei Internet Security Systems, später IBM ISS, SonicWALL und Imperva beschäftigt.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 26.07.2017
Der Mensch als Schlüsselfaktor Cybersicherheit

datensicherheit.de, 26.07.2018
Cybersicherheit: Die Lücke zwischen Schutz und Risiko

datensicherheit.de, 28.06.2018
Vom Menschen lernen: Das lebende Unternehmen

datensicherheit.de, 29.08.2017
Privilegierte Benutzerkonten ins Visier von Hackern

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https://www.datensicherheit.de/maschinelles-lernen-effektive-netzwerksicherheit/feed 0
Nextcloud setzt auf Sicherheit mit Bug Bounty-Programm von HackerOne https://www.datensicherheit.de/nextcloud-sicherheit-bug-bounty-programm-hackerone https://www.datensicherheit.de/nextcloud-sicherheit-bug-bounty-programm-hackerone#respond Tue, 21 Aug 2018 20:33:37 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=28522 Zum Schutz seiner Kunden weitet der Stuttgarter Open Source-Anbieter seine Sicherheitsbemühungen durch die Zusammenarbeit mit mehr als 100 Hackern der Plattform HackerOne aus

[datensicherheit.de, 21.08.2018] HackerOne, international agierender Anbieter Hacker-basierter Sicherheitslösungen, hat heute die Ergebnisse des Bug Bounty-Programms bei Nextcloud bekannt gegeben. Nextcloud bietet seinem weltweiten Kundenstamm Technologien für die Dateisynchronisation und Online-Zusammenarbeit. Sicherheit hat nach Unternehmensangaben hier nicht nur Priorität, sondern ist zentraler Bestandteil der gesamten Geschäftsstrategie. Geschäftskunden von Nextcloud können jederzeit nachvollziehen, wo sich ihre Daten befinden, wer darauf zugreift und sich sicher sein, dass Metadaten nicht verloren gehen. Dies erfordert bereits bei Planung, Fertigstellung, Testabläufen und Positionierung ihrer Produkte einen sicherheitsorientierten Ansatz. Nextcloud hat damit Sicherheit von einer Kostenstelle zu einem integralen Bestandteil seiner Geschäftsstrategie und Marke gemacht.

Das Nextcloud-Sicherheitsteam hat nach eigenem Bekunden bisher mehr als 100 gültige, spezifische Sicherheitslücken behoben, wobei die Reaktionszeit unter einer Stunde lag. Damit sei Nextcloud eines der reaktionsschnellsten Sicherheitsteams auf HackerOne. Bereits seit Juni 2016 arbeitet das Unternehmen mit mehr als hundert qualifizierten Hackern zusammen mit dem Ziel, ihre Sicherheitsaktivitäten noch weiter auszubauen. So konnten weitere Ressourcen, Fähigkeiten und Erfahrungen in das Sicherheitsteam eingebracht werden, ohne zusätzliches Personal einzustellen.

„Niemand kann genügend IT-Sicherheitsspezialisten verpflichten, um sich vor allen möglichen Schwachstellen und Bedrohungen zu schützen. Das Bug Bounty-Programm hilft uns jedoch dabei, Expertise on demand dort dazu zu bekommen, wo wir sie brauchen, sowie darüberhinaus einen kontinuierlichen Schutz gewährleisten zu können“, sagt Frank Karlitschek, Gründer und Geschäftsführer von Nextcloud. „Sicherheit ist für uns kein beliebiges Feature, sondern eine Strategie. Wir haben Nextcloud unter der Prämisse gegründet, eine sicherere Lösung zu entwickeln. Und Sicherheit steht bei allem, was wir tun, im Mittelpunkt.“

„Die blitzschnellen Reaktionszeiten von Nextcloud sind beeindruckend und machen sie zu einem beispielhaften Modell für den Aufbau eines effizienten Bug Bounty Triage- und Response-Prozesses“, sagt Michiel Prins, Mitbegründer von HackerOne. „Ihr Fokus auf Reaktionsschnelligkeit und Sicherheit bietet die beste Voraussetzung, um Top-Hacker-Talente anzuziehen, die die gute Arbeit ihres internen Sicherheitsteams zum Schutz der Kunden weiter ergänzen.“

Als Cloud-Technologieunternehmen innerhalb der Europäischen Union, das Kundendaten speichert, habe Nextcloud frühzeitig die Datenschutz-Grundverordnung in seine Sicherheitspläne aufgenommen. Das HackerOne Bug Bounty-Programm ist nicht nur ein weiterer Beweis dafür, wie wichtig Sicherheit für Nextcloud ist – es ist auch eine Investition zum Schutz vor potenziellen DSGVO-Verletzungen durch schnelle sowie kontinuierliche Schwachstellenerkennung und -behebung.

Nextcloud wird die Ergebnisse des letztjährigen HackerOne-Programms auf der Nextcloud-Konferenz am 25. August 2018 an der Technischen Universität in Berlin vorstellen.

Weitere Informationen zum Thema:

HackerOne
Why Nextcloud puts hacker-powered security front and center

datensicherheit.de, 29.06.2018
Cloud: Security und Performance in Fokus

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https://www.datensicherheit.de/nextcloud-sicherheit-bug-bounty-programm-hackerone/feed 0
Zutritt 5.0: Zeitenwende bei der Zutrittskontrolle https://www.datensicherheit.de/zutritt-5-0-zeitenwende-bei-der-zutrittskontrolle https://www.datensicherheit.de/zutritt-5-0-zeitenwende-bei-der-zutrittskontrolle#respond Mon, 09 Jul 2018 15:53:35 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=27929 Viele Unternehmen setzen bereits elektro­nische Ausweise für die ­Zutrittskontrolle, Zeiterfassung und weitere Anwendungen ein

Von unserem Gastautor Dr. Jörg Wissdorf, Geschäftsführer der Interflex Datensysteme GmbH

[datensicherheit.de, 09.07.2018] Industrie 4.0 ist mit beeindruckender Geschwindigkeit in vielen Branchen und Unternehmen angekommen. Integrierte Sicherheitslösungen, die sich intelligent verknüpfen lassen, sind inzwischen Standard: Gebäude und Anlagen können zuverlässig gesichert und Zutrittslösungen mit Zeiterfassung sowie dem Workforce Management verbunden werden. Längst setzen viele Unternehmen elektro­nische Ausweise für die ­Zutrittskontrolle, Zeiterfassung und weitere Anwendungen ein. Mit RFID-Identifikations­medien buchen Mitarbeiter berührungslos ihre Arbeits- und Pausen­zeiten oder starten ihren PC. Unter dem Stichwort „Zutritt 5.0“ fasst Interflex seine neue Lösungen für die Zutrittskontrolle der Zukunft zusammen. Eine Option für alle, die häufig in verschiedenen Niederlassungen ihres Unternehmens Zutritt benötigen: das Smartphone als Türöffner.

Biometrische Zutrittskontrolle in vielen Unternehmen bereits Standard

Bei hohen Sicherheitsanforderungen gehört die biometrische Zutrittskontrolle in vielen Unternehmen bereits zum Standard. So steuert Unternehmen und Dienstleister aus dem Bankensektor mithilfe von Biometrie-Lösungen den Zutritt und die Zeiterfassung. Neben gestiegener Betriebssicherheit und präziseren Workforce Management-Prozessen wurde der Administrationsaufwand reduziert. Mitarbeiter müssen sich nicht mehr um verlorene oder defekte Unternehmensausweise kümmern – das Buchen der Arbeitszeiten sowie der Zugang zum Arbeitsplatz erfolgt mittels berührungsloser 3D-Fingerabdruckerkennung.

Dr. Jörg Wissdorf, Geschäftsführer Interflex Datensysteme GmbH

Bild: Interflex Datensysteme GmbH

Dr. Jörg Wissdorf, Geschäftsführer der Interflex Datensysteme GmbH

Ein Blick in die Zukunft …

Sicher gibt es auf diese fundamentale Frage keine einfache Antwort. Betrachtet man jedoch die Szenarien auf der Basis heutiger integrierter Sicherheitslösungen, so zeichnet sich eine Zeitenwende am Horizont ab.

Durch die Integration der Funktionen für die Zutrittskontrolle und die Zeiterfassung auf einem einzigen Medium brauchen Mitarbeiter nicht mehr eine Vielzahl von unterschiedlichen ID-Karten, PIN-Codes, Passwörtern und Schlüsseln zu verwalten. Alle benötigten Applikationen werden auf einem Multifunktionsausweis hinterlegt. Anwender nutzen die Ausweise, um ihren PC-Arbeitsplatz zu sperren, wenn sie zum Kaffeetrinken oder in die Kantine zum Mittagessen gehen. Eine spezielle Applikation erlaubt ihnen die bargeldlose Bezahlung. Betreibt ein Unternehmen einen eigenen Fahrservice, zum Beispiel mit einem Pendlerbus, gestatten die gleichen Identifikationssysteme die Benutzung. Ebenso lassen sich mit ihnen Fahrzeuge aus dem firmeneigenen Fuhrpark ausleihen und auftanken. Jedes Unternehmen kann seiner Firmenphilosophie entsprechend die gewünschten Applikationen auf den Identifikationsmedien hinterlegen, um seinem Personal zusätzliche Dienstleistungen, wie den Besuch eines hauseigenen Fitness Centers anzubieten. Sollten die ID-Karten verloren gehen, werden sie einfach im System gesperrt und neu ausgestellt. Lange Beantragungsprozesse, bei denen Mitarbeiter mehrere Wochen auf ihren Ausweis warten müssen, gehören damit der Vergangenheit an.

Zutrittskontrolle mittels Smartphone

Interflex geht mit seiner Lösung „Zutritt mit dem Smartphone“ sogar noch einen Schritt weiter. Private Gewohnheiten werden in die Zutrittskontrolle integriert, sodass der Mitarbeiter kein weiteres Medium wie einen Chip oder eine Karte mehr benötigt. Das Smartphone fungiert dabei als Zutrittsausweis, was die Anwendung noch nutzerfreundlicher macht.

Noch interessanter wird das Szenario mit Blick auf die automatische Vergabe von Zutrittsrechten. Damit können Unternehmen mehrere Dutzend, hundert oder auch tausend Zutrittsrechte verwalten. Trotz dieser hohen Anzahl lässt sich dabei genau steuern, wer wann welche Bereiche betreten darf. Diese Lösung gewährleistet Zutrittssicherheit zu jeder Zeit. Denn bei Jobwechsel, Umzug oder Austritt aus dem Unternehmen passen sich die Zutrittsberechtigungen automatisch dem Mitarbeiterstatus an. Jede Änderung wird in Echtzeit wirksam.

Digitale Individualisierung im Fokus

Die Studie der Nationalen Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit (NIFIS) geht davon aus, dass die Nachfrage nach IT- und Informationssicherheit bis 2025 weiter deutlich zunehmen wird. Bedingt durch steigende kriminelle Handlungen, wie Überwachungs- oder Spionageakte, sind Unternehmen heute mehr denn je gefordert, ihre Firmengebäude zuverlässig abzusichern.

Individualisierte Online-Systeme bieten den Komfort einer zentralen Steuerung und Kontrolle. Konkret heißt das, dass Alarmsituationen gemäß der unternehmensspezifischen Sicherheitsanforderungen festgelegt werden – eine entscheidende Voraussetzung für sicherheitsrelevante Bereiche in Banken, in der Forschung und Entwicklung, bei Energieanbietern oder in öffentlichen Bereichen wie Bahnhöfen und Flughäfen.

Zutrittssysteme der neuesten Generation erlauben bei Alarm automatisch die Einleitung von Sicherheitsmaßnahmen und senden eine Nachricht an den zuständigen Administrator. Der Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass die nötigen Maßnahmen von einer, mehreren oder einer übergeordneten Zutrittskontrollzentrale (ZK-Zentrale) erfolgen können: beispielsweise die Verwaltung und das Sperren von Ausweisen, das Än­dern von Berechtigungen und das Alarm-Management. Das bedeutet in der Praxis: Türen können zum Beispiel zu bestimm­ten Tageszeiten ohne Zutrittssteuerung geöffnet werden. Bei Systemen mit Alarmfunktionen wird ereignisabhängig ein Alarm ausgelöst – bei unzulässigem Zutrittsver­such, überschrittener Türöffnungszeit oder Sabotage. Die je­weili­gen Reaktionen lassen sich über entsprechende Konfigurationstools individuell defi­nieren. Ein Alarm kann dann beispielsweise entweder mittels akustischem Signal gemeldet oder direkt an die Zent­rale zur weiteren Bear­beitung, Protokollierung oder Archivierung weitergeleitet werden.

Ausblick: Smart Building

Dank Digitalisierung und Internet of Things boomen intelligente Lösungen für die Zutrittskontrolle und die Gebäudesicherheit. Immer mehr Büros, Produktionsstätten, Einzelhandels-Outlets und andere Einrichtungen verändern sich zu intelligenten Gebäuden. Laut Statista, eines der weltweit führenden Statistik-Portale, ist im Marktsegment für vernetzte Sicherheitstechnik bis 2020 mit einem Umsatzwachstum von über 41 Prozent zu rechnen. Wie die aktuellen Lösungen von Interflex zeigen, erschließen sich in Zukunft durch die Digitalisierung zahlreiche Möglichkeiten, Zutrittssysteme individuell an den Bedarf von Unternehmen anzupassen. Als Spezialist für Zutrittskontrolle und Zeiterfassung wird Interflex diese Anforderungen durch Kooperationen mit anderen führenden Unternehmen der Branche aus der Allegion Unternehmensgruppe realisieren.

Weitere Informationen zum Thema:

Interflex
Zeiterfassung, Zutrittskontrolle, Personaleinsatzplanung

datensicherheit.de, 26.08.2010
Zutritts- und Zugriffskontrolle für KMU in Zeiten vermehrter Wirtschaftsspionage existenziell

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