Agenda – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Thu, 31 Jul 2025 07:51:56 +0000 de hourly 1 Silicon Saxony: Hightech Agenda der Bundesregierung Mikroelektronik-Turbo mit Milliardenpotenzial https://www.datensicherheit.de/hightech-agenda-bundesregierung-mikroelektronik-turbo https://www.datensicherheit.de/hightech-agenda-bundesregierung-mikroelektronik-turbo#respond Sun, 03 Aug 2025 22:51:34 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=49429 Silicon Saxony als Mitinitiator neuer industriepolitischer Projekte zur Ausgestaltung der Agenda begrüßt die Verabschiedung durch das Bundeskabinett

[datensicherheit.de, 04.08.2025] Die neue „Hightech Agenda Deutschland“ der Bundesregierung sei ein „Mikroelektronik-Turbo mit Milliardenpotenzial“ für den Standort Deutschland – Silicon Saxony als Mitinitiator neuer industriepolitischer Projekte zur Ausgestaltung dieser Agenda begrüßt die am 30. Juli 2025 erfolgte Verabschiedung durch das Bundeskabinett.

Silicon Saxony empfiehlt, Ambition in ausgewählten Bereichen noch weiter zu präzisieren

„Die ,Hightech Agenda Deutschland’ setze wichtige Impulse für eine strategisch koordinierte Technologie- und Innovationspolitik. Wir begrüßen, dass zentrale Technologien wie die Mikroelektronik explizit als Träger von Wertschöpfung, Resilienz und Digitaler Souveränität benannt werden.“

  • Sowohl der vorgesehene Aufbau von Kapazitäten im Chipdesign als auch die geplante Förderung von „Advanced Packaging“ und „Lab-to-Fab“-Infrastrukturen adressierten relevante Handlungsfelder entlang der Halbleiterwertschöpfungskette. Auch das Ziel, zentrale Zukunftstechnologien gezielt zu koordinieren und Fortschritte transparent nachzuvollziehen, sei sinnvoll und wichtig.

Vor dem Hintergrund der internationalen Dynamik im Technologiesektor erscheine es mit Blick auf den Mikroelektronikstandort Deutschland sinnvoll, die Ambition in ausgewählten Bereichen weiter zu präzisieren.

Silicon Saxony hebt geplante europäische „AI-Gigafactory“ hervor

Die vorhandenen Kompetenzen in Forschung und Fertigung bildeten eine starke Ausgangsbasis, gleichzeitig bestünden Herausforderungen bei der industriellen Skalierung, im Zugang zu Schlüsselrohstoffen sowie in Bezug auf technologiebezogene Souveränität.

  • In diesem Zusammenhang gewinne eine stärkere Fokussierung auf konkrete strategische Hebel an Bedeutung. Dazu zählten unter anderem die Entwicklung souveräner KI-Hardware, Fortschritte bei der Chiplet-Integration sowie Maßnahmen zur Stärkung von Lieferketten und IP-Zugängen.

Ein gutes Beispiel dafür, welchen wirtschaftlichen Nutzen die „Hightech Agenda Deutschland“ entfalten könnte, wenn staatliche Förderung mit industriepolitischer Zielsetzung verbunden wird, sei die geplante europäische „AI-Gigafactory“. Dieses Vorhaben zeige, wie sich durch gezielte Investitionen in Recheninfrastruktur strategische Partnerschaften stärken und gleichzeitig neue Wachstumsräume für europäische Anbieter erschließen ließen.

Silicon Saxony rät zu Synergie aus strategischen Partnerschaften und industrieller Wertschöpfung

Solche Projekte könnten helfen, den steigenden Bedarf an KI-Rechenleistung in Europa besser zu bündeln, gemeinsame Standards zu etablieren und die Zusammenarbeit mit internationalen Technologieanbietern stabil weiterzuentwickeln. Die Beschaffung leistungsfähiger US-Chips bleibe dabei von zentraler Bedeutung.

  • Gleichzeitig eröffne der Aufbau eines europäischen „KI-Ökosystems“ auch konkrete Perspektiven für Halbleiterlösungen aus deutscher und europäischer Produktion.

„Silicon Saxony setzt sich dafür ein, dass industriepolitische Initiativen so ausgestaltet werden, dass sowohl globale Technologiepartner integriert als auch Unternehmen der europäischen Halbleiterbranche berücksichtigt werden. Dies schafft wirtschaftliche Wirkung auf mehreren Ebenen und zeigt, wie strategische Partnerschaften und industrielle Wertschöpfung im Sinne eines zukunftsfähigen Technologiestandorts zusammengedacht werden können“, erläutert Frank Bösenberg, Geschäftsführer Silicon Saxony.

Silicon Saxony an starker Allianz für technologische Souveränität im Chipdesign beteiligt

Silicon Saxony sei zudem Mitinitiator industriepolitischer Projekte, welche die neue „Hightech Agenda“ Deutschlands mit Leben erfüllten und dabei helfen könnten, konkret formulierte Ziele zu erreichen. Dazu gehöre die Schaffung und Etablierung eines nationalen Leistungszentrums für Chipdesign. Das sogenannte Competence Center Chip Design (CCCD) solle den Zugang zum Chipdesign für Startups, den Mittelstand und die Forschung radikal erleichtern.

  • „Dadurch sollen in Deutschland neue Weltmarktführer entstehen. Mit einer offenen Plattform und Sitz in Dresden und München ermöglicht das CCCD erstmals die kosteneffiziente Entwicklung marktreifer Plattform-Chips ,Made in Europe’.“ Hinter dem CCCD-Antrag stehe ein hochkarätiges Konsortium führender Köpfe aus Wissenschaft, Industrie und Netzwerkorganisationen: Prof. Gerhard Fettweis, Geschäftsführer und Wissenschaftlicher Direktor des Barkhausen Instituts, bringe langjährige Erfahrung aus über 50 Chipdesign-Projekten ein und positioniere das Institut als Nukleus des CCCD. Unterstützt wird er demnach von Frank Bösenberg, Geschäftsführer des Hightech-Clusters Silicon Saxony und Vorsitzender von Silicon Europe, welcher die Anbindung an das europaweit einzigartige Halbleiter-Ökosystem sicherstelle.

Die wissenschaftliche Koordination übernähmen Prof. Norbert Wehn und Prof. Holger Blume als Sprecher der Initiative „Chipdesign Germany“, welche das Ziel verfolgten, Deutschland technologisch souverän im Bereich programmierbarer Plattform-Chips aufzustellen. Prof. Andreas Herkersdorf, Leiter des Lehrstuhls für Rechnertechnik an der TU München, ergänze das Konsortium mit seiner ausgewiesenen Expertise in Systemarchitekturen und Chip-Integration. Gemeinsam bildeten diese Akteure die strategische und wissenschaftliche CCCD-Trägerschaft.

Weitere Informationen zum Thema:

SILICON SAXONY
THE HIGH-TECH NETWORK

Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, 26.01.2024
Deutsches Chips Competence Centre – Interessensbekundung / Interessierte Einrichtungen und Konsortien können sich für das nationale Vorauswahlverfahren eines deutsches Chips Competence Centre registrieren und bis 15.03.2024 ein Umsetzungskonzept einreichen

Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Neue Technologien entwickeln: Hightech Agenda Deutschland

Die Bundesregierung, 30.07.2025
Im Kabinett beschlossen: Hightech Agenda Deutschland / Durch Forschung und Technologie mehr Wettbewerbsfähigkeit, mehr Wertschöpfung und mehr Souveränität erreichen: Dafür steht die Hightech Agenda Deutschland, die das Bundeskabinett nun beschlossen hat. Im Fokus stehen sechs Schlüsseltechnologien.

heise online, Dr. Sabrina Patsch, 28.07.2025
Was die Hightech-Agenda der Bundesregierung für die Quantentechnologie bedeutet / Die Agenda des Forschungsministeriums soll Deutschland technisch nach vorne bringen. Experten sehen jedoch kritische Lücken bei einer Schlüsseltechnologie.

datensicherheit.de, 03.08.2025
Hightech-Agenda: Bitkom begrüßt Abkehr vom über Jahrzehnte praktizierten Gießkannenprinzip / Spitzentechnologien „made in Germany“ und damit unsere Digitale Souveränität gilt es insgesamt zu stärken – die „Hightech-Agenda“ muss und kann hierfür wichtigen Beitrag leisten

datensicherheit.de, 03.08.2025
Hightech-Agenda: eco-Verband sieht richtigen und zugleich überfälligen Schritt / Der „eco Branchenpuls“ zeigt Hightech-Nachholbedarf auf – ein Drittel der IT-Entscheider in Deutschland bewertet den Stand der Digitalen Transformation hierzulande mit der Note 6

datensicherheit.de, 25.03.2025
China will 1 Billion Yuan in die Robotik- und Hightech-Industrie investieren / Chinas Volkskongress kündigt Risiko-Kapitalfonds an

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Hightech-Agenda: Bitkom begrüßt Abkehr vom Gießkannenprinzip https://www.datensicherheit.de/hightech-agenda-bitkom-begruessung-abkehr-giesskannenprinzip https://www.datensicherheit.de/hightech-agenda-bitkom-begruessung-abkehr-giesskannenprinzip#respond Sat, 02 Aug 2025 22:45:04 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=49410 Spitzentechnologien „made in Germany“ und damit unsere Digitale Souveränität gilt es insgesamt zu stärken – die „Hightech-Agenda“ muss und kann hierfür wichtigen Beitrag leisten

[datensicherheit.de, 03.08.2025] Das Bundeskabinett hat am 30. Juli 2025 die sogenannte Hightech-Agenda verabschiedet. Der Bitkom-Präsident, Dr. Ralf Wintergerst, begrüßt, dass diese genau auf die richtigen Schwerpunkte setze: „Digitalisierung, Energieversorgung, Sicherheit.“ Diese neue „Hightech-Agenda“ markiere eine Abkehr vom über Jahrzehnte praktizierten „Gießkannenprinzip“ – womit von der Bundesregierung jedes Jahr zweistellige Milliardenbeträge breit über die Forschungsinstitute und Unternehmen hinweg verteilt worden seien. „Künftig werden die Mittel dort konzentriert, wo Deutschland besonders große Chancen, aber auch einen besonders großen Bedarf hat. Künstliche Intelligenz, ,Quantum Computing’ und Mikroelektronik gehören zu jenen Technologien, die von der Bundesregierung schwerpunktmäßig gefördert werden sollen.“

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Foto: Bitkom

Dr. Ralf Wintergerst fordert die Einbindung industrieller Nutzer als strategisches Ziel der „Hightech-Agenda“

„Hightech-Agenda“ als Basis für Deutschlands Digitale Souveränität

Jetzt sei zweierlei wichtig: Die Bundesregierung müsse auf Kurs bleiben und dürfe diesen guten Ansatz im weiteren Prozess nicht zerreden lassen. „Und sie muss die Verfahren der Projektförderung agiler gestalten. Technologien wie KI entwickeln sich so rasend schnell weiter, dass die traditionell trägen Ansätze der Projektförderung nicht Schritt halten können.“

  • Es müsse in den laufenden Förderprojekten leichter möglich sein, Anpassungen vorzunehmen und so den zwischenzeitlichen Fortschritt der technologischen Entwicklung umfassend zu berücksichtigen.

Ziel müsse sein, Deutschland zu einem digital souveränen Land zu machen. „Dazu müssen wir nicht alles selbst machen und jedwede Schlüsseltechnologie in Deutschland im Detail beherrschen. Was wir brauchen, sind weltweit einzigartige Fähigkeiten in ausgewählten Technologiefeldern, so dass wir in der sich verändernden geopolitischen Situation adäquat reagieren können, wenn wir von unseren Wettbewerbern oder auch unseren Partnern unter Druck gesetzt werden.“ Hierfür mache die vorliegende „Hightech-Agenda“ für Deutschland einen sehr guten Aufschlag.

Bitkom benennt Nachbesserungsbedarf der „Hichtech-Agenda“

Im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) enthalte die „Hichtech-Agenda“ aus Bitkom-Sicht unter anderem wichtige Impulse für KI-Spitzenforschung und -Infrastruktur. „Was bislang weitgehend fehlt, sind Maßnahmen zur Talentförderung, eine koordinierte KI-Anwendungsstrategie in der Verwaltung und vereinfachte Zugänge für Startups.“

  • Entscheidend werde sein, „ob gezielt in englischsprachige Studiengänge, digitale Förderverfahren und eine stärkere Verzahnung mit dem Mittelstand investiert wird“. In der Mikroelektronik seien vor allem die Unterstützung für die geplanten europäischen Initiativen sowie der Aufbau neuer Chip-Fabriken im Rahmen des „EU Chips Act“ ein wichtiger Ansatz. Bei Quantentechnologien brauche es einen stärkeren Fokus auf konkrete Anwendungen. „Der wirtschaftliche Nutzen entsteht durch die Entwicklung von Software und Algorithmen gemeinsam mit Hardware-Herstellern und Anwenderindustrien.“

Die Einbindung industrieller Nutzer sollte als strategisches Ziel in der ,Hightech-Agenda’ verankert werden. Wintergersts Fazit: „Wir müssen Spitzentechnologien ,made in Germany’ und damit unsere Digitale Souveränität insgesamt stärken und die ,Hightech-Agenda’ muss und kann hierfür einen wichtigen Beitrag leisten!“

Weitere Informationen zum Thema:

Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Neue Technologien entwickeln: Hightech Agenda Deutschland

Die Bundesregierung, 30.07.2025
Im Kabinett beschlossen: Hightech Agenda Deutschland / Durch Forschung und Technologie mehr Wettbewerbsfähigkeit, mehr Wertschöpfung und mehr Souveränität erreichen: Dafür steht die Hightech Agenda Deutschland, die das Bundeskabinett nun beschlossen hat. Im Fokus stehen sechs Schlüsseltechnologien.

VCI Verband der Chemischen Industrie e.V., 30.07.2025
Innovationsstandort / Auf Hightech-Agenda müssen Taten folgen / Innovationsplan reicht nicht aus – Chemie fordert klare Prioritäten und besseren Technologietransfer.

heise online, Dr. Sabrina Patsch, 28.07.2025
Was die Hightech-Agenda der Bundesregierung für die Quantentechnologie bedeutet / Die Agenda des Forschungsministeriums soll Deutschland technisch nach vorne bringen. Experten sehen jedoch kritische Lücken bei einer Schlüsseltechnologie.

eco VERBAND DER INTERNETWIRTSCHAFT, 21.07.2025
eco Branchenpuls: Ost-West-Gefälle bei KI Nutzung – unklare Rechtslage und Sicherheitsbedenken sind größte Hürden für Unternehmen

datensicherheit.de, 03.08.2025
Hightech-Agenda: eco-Verband sieht richtigen und zugleich überfälligen Schritt / Der „eco Branchenpuls“ zeigt Hightech-Nachholbedarf auf – ein Drittel der IT-Entscheider in Deutschland bewertet den Stand der Digitalen Transformation hierzulande mit der Note 6

datensicherheit.de, 25.03.2025
China will 1 Billion Yuan in die Robotik- und Hightech-Industrie investieren / Chinas Volkskongress kündigt Risiko-Kapitalfonds an

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Hightech-Agenda: eco-Verband sieht richtigen und zugleich überfälligen Schritt https://www.datensicherheit.de/hightech-agenda-eco-verband-kommentar https://www.datensicherheit.de/hightech-agenda-eco-verband-kommentar#respond Sat, 02 Aug 2025 22:44:44 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=49409 Der „eco Branchenpuls“ zeigt Hightech-Nachholbedarf auf – ein Drittel der IT-Entscheider in Deutschland bewertet den Stand der Digitalen Transformation hierzulande mit der Note 6

[datensicherheit.de, 03.08.2025] Der eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. kommentiert die sogenannte Hightech-Agenda der Bundesregierung, welche demnach ein starkes Signal für Deutschlands Zukunftsfähigkeit setzen und zudem aufzeigen soll, dass sie sich der Bedeutung digitaler Innovationen bewusst ist. Ein Schritt, der richtig und zugleich überfällig sei: Wie der „eco Branchenpuls“ zeige, bewerte ein Drittel der IT-Entscheider in Deutschland den Stand der Digitalen Transformation hierzulande mit der Note 6.

Oliver Süme, Vorstandsvorsitzender des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V.

Bild: eco

Oliver Süme mahnt im Kontext der heterogenen KI-Akzeptanz: Deutschland darf nicht zur digitalen Zwei-Klassen-Wirtschaft verkümmern!

„Hightech-Agenda“ soll starkes Signal für Deutschlands Zukunftsfähigkeit sein

Der eco bewertet die vorliegende „Hightech-Agenda“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) durchaus „als einen wichtigen Schritt für die Aktivierung digitaler Innovationen made in Germany“.

Damit setze die Bundesregierung ein starkes Signal für Deutschlands Zukunftsfähigkeit und zeige, dass sie sich der Bedeutung digitaler Innovationen bewusst sei. Positiv hebt der Verband hervor, dass Künstliche Intelligenz (KI) in dieser Agenda als „Schlüsseltechnologie Nr.1“ identifiziert werde.

„Hightech-Agenda“: Mangelndes Know-How im KI-Bereich KI eine von vielen Schwächen

Der eco-Vorstandsvorsitzend, Oliver Süme, führt hierzu aus: „Die gezielte Förderung digitaler Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz und Quantentechnologien ist richtig und überfällig. Gerade beim Thema KI hängt Deutschland noch deutlich hinterher.“

Die „Hightech-Agenda“ der Bundesregierung zeige es Schwarz auf Weiß: Mangelndes Know-How im Bereich KI werde als eine von vielen Schwächen identifiziert. „Es ist gut, dass sich die Bundesregierung hier ehrlich macht, um daraus die richtigen Handlungsansätze für einen starken KI-Standort Deutschland abzuleiten!“

Breite Bildungsbasis kommt bisher in der „Hightech-Agenda“ noch zu kurz

Gleichzeitig erforderten derlei Technologieoffensiven laut Süme eine breite Bildungsbasis, welche bisher in der „Hightech-Agenda“ noch zu kurz komme. Der eco fordert daher ein „starkes Engagement in der digitalen Bildung und flächendeckende Kompetenzinitiativen im Bereich KI“.

Aus Sicht des eco-Vorstandsvorsitzenden müsse zudem die digitale Spaltung beim KI-Einsatz zwischen Ost und West überwunden werden. Zuletzt habe der „eco Branchenpuls“ verdeutlicht, dass sich Deutschland in Bezug auf die Nutzung von Zukunftstechnologien weiter auseinander entwickele: „Während im Westen 71,2 Prozent der Unternehmen bereits KI nutzen, liege diese Zahl im Osten mit nur rund 52 Prozent deutlich darunter.“

Bei weiterer Umsetzung der „Hightech-Agenda“ sollten Branchenverbände unbedingt mitwirken

Noch dazu bewerteten 72 Prozent der IT-Entscheider in Deutschland den Stand der Digitalen Transformation hierzulande als „schlecht“ bis „sehr schlecht“ – ein Drittel gebe sogar die Note 6.

„Die ,Hightech-Agenda’ kann einen Beitrag dazu leisten, dass Deutschland nicht zur digitalen Zwei-Klassen-Wirtschaft verkümmert“, betont Süme. Für die weitere Umsetzung dieser Agenda sollten Branchenverbände unbedingt miteinbezogen werden.

Weitere Informationen zum Thema:

Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Neue Technologien entwickeln: Hightech Agenda Deutschland

Die Bundesregierung, 30.07.2025
Im Kabinett beschlossen: Hightech Agenda Deutschland / Durch Forschung und Technologie mehr Wettbewerbsfähigkeit, mehr Wertschöpfung und mehr Souveränität erreichen: Dafür steht die Hightech Agenda Deutschland, die das Bundeskabinett nun beschlossen hat. Im Fokus stehen sechs Schlüsseltechnologien.

VCI Verband der Chemischen Industrie e.V., 30.07.2025
Innovationsstandort / Auf Hightech-Agenda müssen Taten folgen / Innovationsplan reicht nicht aus – Chemie fordert klare Prioritäten und besseren Technologietransfer.

heise online, Dr. Sabrina Patsch, 28.07.2025
Was die Hightech-Agenda der Bundesregierung für die Quantentechnologie bedeutet / Die Agenda des Forschungsministeriums soll Deutschland technisch nach vorne bringen. Experten sehen jedoch kritische Lücken bei einer Schlüsseltechnologie.

eco VERBAND DER INTERNETWIRTSCHAFT, 21.07.2025
eco Branchenpuls: Ost-West-Gefälle bei KI Nutzung – unklare Rechtslage und Sicherheitsbedenken sind größte Hürden für Unternehmen

datensicherheit.de, 03.08.2025
Hightech-Agenda: Bitkom begrüßt Abkehr vom über Jahrzehnte praktizierten Gießkannenprinzip / Spitzentechnologien „made in Germany“ und damit unsere Digitale Souveränität gilt es insgesamt zu stärken – die „Hightech-Agenda“ muss und kann hierfür wichtigen Beitrag leisten

datensicherheit.de, 25.03.2025
China will 1 Billion Yuan in die Robotik- und Hightech-Industrie investieren / Chinas Volkskongress kündigt Risiko-Kapitalfonds an

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EU-Digitalsteuer: Diskriminierung der europäischen Digitalwirtschaft befürchtet https://www.datensicherheit.de/eu-digitalsteuer-diskriminierung-europa-digitalwirtschaft https://www.datensicherheit.de/eu-digitalsteuer-diskriminierung-europa-digitalwirtschaft#respond Tue, 11 Dec 2018 20:01:52 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=29559 Verband der Internetwirtschaft bezieht Position anlässlich seiner am 11. Dezember 2018 vorgestellten EU-Agenda für eine moderne Digitalpolitik

[datensicherheit.de, 11.12.2018] Der eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. führt in seiner aktuellen Stellungnahme zum Thema EU-Digitalsteuer aus, dass zur optimalen Nutzung der Chancen und Potenziale der Digitalen Transformation für einen gemeinsamen europäischen digitalen Binnenmarkt und den Wirtschaftsstandort Deutschland die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden und zentrale politische Weichenstellungen für den Wandel erfolgen müssen. Diese Weichenstellungen fänden immer häufiger auf europäischer Ebene statt. Wenn im Mai 2019 ein neues EU-Parlament und damit auch ein neuer EU-Kommissionspräsident gewählt werden, sollte daher das Thema Digitalpolitik ganz oben auf der Agenda von Parteien und Kandidaten stehen – denn es betreffe die breite Bevölkerung und nicht zuletzt die europäische Wirtschaft. Das

Neue und visionäre Digitale Agenda gefordert

„Die in 2019 beginnende neue Legislaturperiode ist eine Chance für EU-Parlament und -Kommission, eine neues Kapitel in der europäischen Digitalpolitik aufzuschlagen und dem Digitalstandort Europa mit einer gemeinsamen visionären und nachhaltigen Digitalen Agenda neuen Schub zu verleihen“, so der eco-Vorstandsvorsitzende Oliver Süme.
Klar sei: Wenn Europa seine hochgesteckten Ziele, beispielsweise im Bereich Cyber-Sicherheit, Urheberrecht und 5G-Technologie, verwirklichen will, werde es in der kommenden Legislaturperiode umso wichtiger sein, entschieden und stringent eine moderne Netzpolitik umzusetzen.

Europa braucht einheitlichen Rechtsrahmen für digitale Märkte

Aktuell fehle es den involvierten Stellen in der Kommission, dem Parlament sowie dem Rat bzw. den Ministerien in den Mitgliedstaaten vor allem an einer gemeinsamen Idee bzw. einem gemeinsamen Ziel, wie man die Digitale Transformation Europas gestalten wolle.
Europa brauche einen einheitlichen Rechtsrahmen für die digitalen Märkte und die Betreiber digitaler Technologien bzw. Dienste, der die Innovationskraft bestehender Industrien und Wirtschaftsakteure fördere, neue Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle ermögliche und nicht zuletzt neue Unternehmen bzw. Start-ups stärke, betont Süme.

Digitaler Binnenmarkt als Bestandteil des europäischen Binnenmarkts

Der nächste Schritt sollte dabei aus Sicht des Verbands der Übergang vom speziellen digitalen Binnenmarkt hin zum Bestandteil des allgemeinen Europäischen Binnenmarktes sein. Dazu müssten die EU-Institutionen aber zunächst ein Verständnis für digitale Technologien, ihre Möglichkeiten und Herausforderungen, aber auch ihre praktischen Grenzen entwickeln.
„Aktuell wird die Diskussion um die fortschreitende Digitalisierung bedauerlicherweise mit einer technik- und internetskeptischen Grundhaltung geführt“, kritisiert Süme. Um Europa in einer wirtschaftlich globalisierten und gleichzeitig politisch immer stärker fragmentierten Welt als maßgeblichen Akteur zu positionieren, brauche es einen starken – digital umfassenden – Binnenmarkt. Digitalisierung könne zum Erfolgsmodell für Europa werden, wenn die EU ihre Chancen erkennt und zu einem Standort- und Wettbewerbsvorteil ausbaut.

19 Kernforderungen des eco zur Europawahl 2019

  1. Die EU müsse ein gesamteuropäisches Vorgehen im Kampf gegen Cyber-Gefahren sicherstellen, nationale Alleingänge von Mitgliedstaaten verhindern und auch Bürger einbinden.
  2. Die EU müsse flächendeckende und anlasslose staatliche Überwachungsmaßnahmen der europäischen Bevölkerung in allen Mitgliedstaaten unterbinden sowie Verschlüsselung und sichere Dienste stärker fördern.
  3. Die EU müsse ein einheitliches Vorgehen bei der Strafverfolgung von Cyber-Kriminalität finden sowie gerechte Regeln und Standards – in Hinblick auf kleine und mittlere Unternehmen – für den grenzüberschreitenden Datenzugriff im Rahmen von Ermittlungsverfahren definieren.
  4. Die EU müsse sicherstellen, dass die Mitgliedstaaten die Datenschutzgrundverordnung einheitlich sowie konsistent umsetzen und anwenden.
  5. Der europäische Datenschutzausschuss müsse die Internetwirtschaft stärker in seine Arbeit miteinbeziehen.
  6. EU-Kommission und -Parlament müssten die Pläne zur „e-Privacy Verordnung“ in einem offenen Dialog mit der Wirtschaft diskutieren, um eine Fragmentierung des europäischen Datenschutzrahmens zu vermeiden.
  7. Die EU-Mitgliedstaaten müssten sich klar gegen eine anlasslose Vorratsdatenspeicherung aussprechen.
  8. Die EU dürfe den soliden und erprobten Rechtsrahmen für die Bereitstellung digitaler Dienste in Europa nicht durch inkonsistente Änderungen der E-Commerce-Richtlinie und des „Notice an Action“-Prinzips weiter aufweichen.
  9. Die EU müsse einen kooperativen und gesamtgesellschaftlichen Ansatz zum Umgang mit „Hate Speech“ und „Fake News“ entwickeln, der Wirtschaft und Bevölkerung einbezieht und nicht allein auf technische Lösungen setzt.
  10. Die EU müsse zur Bekämpfung von Online-Kriminalität die Strafverfolgung sowie die Arbeit weltweit vernetzter Hotlines stärken und ausbauen.
  11. EU-Kommission und -Parlament müssten ein modernes europäisches Urheberrecht entwickeln, das die berechtigten Interessen der Urheber, der Verwerter, der Internetwirtschaft sowie der Nutzer miteinander in Einklang bringt.
  12. Die EU müsse eine konsistente Strategie – auch bei Forschung, Aus- und Weiterbildung sowie bei Energiekosten – zur Sicherstellung Digitaler Souveränität auf Basis leistungsfähiger digitaler Infrastrukturen entwickeln.
  13. Die EU müsse ihren ausgewogenen Regulierungsansatz zur Wahrung des freien Internets und der Innovationsfreundlichkeit beibehalten und weiterentwickeln.
  14. Die EU müsse im Zuge der Medienkonvergenz einen konsistenten Regulierungsrahmen schaffen, der gleichartige Angebote auch den gleichen Regelungen unterwirft.
  15. Die EU müsse protektionistischen Bestrebungen, die eine Benachteiligung digitaler Dienste und Geschäftsmodelle darstellen, sowohl in einzelnen Mitgliedstaaten als auch auf europäischer Ebene entschieden entgegentreten.
  16. Die EU müsse Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen bei Legislativvorschlägen stärker berücksichtigen und angemessene sowie gleichwertige Markt- und Wettbewerbsverhältnisse schaffen.
  17. Der Europäische Rat sollte von seinen Plänen für eine Digitalsteuer Abstand nehmen und sich stattdessen für ein einheitliches Besteuerungssystem einsetzen, das alle Unternehmen nach denselben Maßgaben besteuert.
  18. Die EU-Mitgliedstaaten müssten virtuelle Binnengrenzen abschaffen und Datenfreizügigkeit innerhalb der EU gewährleisten.
  19. Die EU müsse eine einheitliche europäische Strategie für die Stärkung der Entwicklung und des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz und Blockchain-Technologien entwickeln.

Weitere Informationen zum Thema:

eco
EU Agenda für eine moderne Digitalpolitik / 19 Kernforderungen des eco zur Europawahl 2019

datensicherheit.de, 14.11.2018
Digitalpolitik: eco-Geschäftsführer Rabe für mehr strategische Weitsicht

datensicherheit.de, 10.11.2018
eco: Konsequente Strategie für digitale Bildung und Weiterbildung nötig

datensicherheit.de, 08.11.2018
SIWECOS Projekt wird verlängert

datensicherheit.de, 02.10.2018
E-Evidence-Verordnung: eco fordert die Wahrung von Sicherheitsstandards beim Datenaustausch

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Internet Security Days 2018: Agenda veröffentlicht https://www.datensicherheit.de/internet-security-days-2018-agenda https://www.datensicherheit.de/internet-security-days-2018-agenda#respond Sat, 30 Jun 2018 17:29:34 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=27830 Internet Security Days (ISD am 20. und 21. September 2018 in Brühl bei Köln / Keynote-Speaker Crypto-Forscher Karsten Nohl

[datensicherheit.de, 30.06.2018] Sicherheitslösungen gegen aktuelle Bedrohungen aus dem Internet stehen im Zentrum der Internet Security Days (ISD) am 20. und 21. September 2018. Experten für Internet-Sicherheit vermitteln dabei stärker denn je praktisches Know-how für Cyber-Security. Das zeigt die vom eco Verband und heise Events jetzt veröffentlichte Agenda. Die zweitägige Konferenz findet im achten Jahr im Phantasialand in Brühl bei Köln statt.

Einer der Keynote-Speaker ist der bekannte Crypto-Forscher Karsten Nohl. Ziel der Konferenz ist es, Unternehmen, Institutionen und Anwender besser vor Angriffen aus dem Internet zu schützen. Neben den Themenfeldern Cybercrime, Zukunftstechnologien sowie Rechte und Normen gibt es in diesem Jahr erstmals den Themenschwerpunkt Tipps, Tricks und Best Practices für den Unternehmensalltag. Die praktische Anwendbarkeit steht auch im Zentrum der Workshops, die Know-how für die Praxis vermitteln.

Mitarbeiter im Fokus der Cyberkriminellen

„Wir wollten das Feedback der Teilnehmer aus dem letzten Jahr stärker berücksichtigen, die sich ausdrücklich mehr Praxisbezug wünschten“, sagt Markus Schaffrin, Security-Experte und Geschäftsbereichsleiter Mitglieder-Services im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. „In den Keynotes, Security Sessions und im Ausstellungsbereich erwarten die Teilnehmer daher mehr Panels und Workshops mit Praxisbezug.“

So diskutieren die Experten beispielsweise, warum Cyberkriminelle immer stärker Mitarbeiter ins Visier nehmen. Ivona Matas von known_sense analysiert, warum Menschen wider besseren Wissens immer wieder und mit zunehmender Lust auf Manipulationen hereinfallen. Über die Schwachstelle Mensch und über digitale Angriffe auf Mitarbeiter spricht auch Sascha Herzog von der NSIDE ATTACK LOGIC GmbH. In einem Live-Hacking Vortrag zeigt er, wie einfach und effektiv Cyber-Attacken gegen Mitarbeiter sind und wie professionelle Hacker vorgehen. Wie sich Unternehmen vor Social Engineering schützen, erarbeitet Jörg Peine-Paulsen vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport in seinem Workshop anhand von Beispielen.

Gängige Bedrohungen besser verstehen

Cybergefahren wie Meltdown, Spectre, Rowhammer, KRACK und Co. erklärt David Fuhr von der HiSolutions AG auch für Nicht-Experten verständlich, damit jeder die Auswirkungen auf eine bestimmte Infrastruktur realistisch beurteilen kann.

Ein wichtiges Schlagwort der ISD 2018 ist Awareness. Was das bedeutet und wie sich die aktuelle Security-Awareness der Mitarbeiter mithilfe realistischer Angriff-Simulationen messen lässt, das beschreibt David Kelm von IT-Seal in seinem Vortrag.

Workshops der ISD18: DSGVO weiter ein Themenschwerpunkt

Das Workshop-Programm vermittelt parallel zu den Vorträgen praktisches Know-how. Die Möglichkeiten, in einem Unternehmensumfeld Datenströme von und zu den gängigen Betriebssystemen zu kontrollieren, zu reduzieren oder gar abzuschalten vermittelt Mark HeitbrinkUnd natürlich ist auch auf den ISDs 2018 die europäische Datenschutzgrundverordnung Thema: Im Workshop DSGVO-Management – Sicherstellung dauerhafter Datenschutz-Compliance zeigt Karsten Bartels von HK2 Rechtsanwälte, wie Unternehmen nachweislich etwas für ihre IT- und Daten-Sicherheit tun.

Weitere Informationen zum Thema:

Internet Security Days 2018
Programm & Referenten

Internet Security Days 2018
Tickets

datensicherheit.de, 30.03.2016
Internet Security Days 2016 am 22. und 23. September im Phantasialand

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