Akima – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Tue, 21 Oct 2025 14:25:07 +0000 de hourly 1 AWS-Störungen mahnen zur Wahrung der Digitalen Souveränität https://www.datensicherheit.de/aws-stoerungen-mahnung-wahrung-digital-souveraenitaet https://www.datensicherheit.de/aws-stoerungen-mahnung-wahrung-digital-souveraenitaet#respond Tue, 21 Oct 2025 22:24:58 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=50628 Aktuelle Serviceprobleme bei AWS und daraus resultierende weltweite Ausfälle führen uns wieder deutlich vor Augen, wie verletzlich digitale Wertschöpfungsketten derzeit sind

[datensicherheit.de, 22.10.2025] Aktuelle Serviceprobleme bei „Amazon Web Services“ (AWS) und daraus resultierende weltweite Ausfälle führen uns wieder deutlich vor Augen, wie verletzlich digitale Wertschöpfungsketten sind – vor allem dann, wenn zentrale Provider von Störungen betroffen sind. Vor diesem Hintergrund hinterfragen viele Unternehmen ihre gegenwärtige „Cloud“-Infrastruktur – und Themen wie die eigene Digitale Souveränität gewinnen spürbar an Bedeutung. Martin Hager, CEO und Gründer von Retarus, geht in seiner aktuellen Stellungnahme auf den jüngsten AWS-Vorfall ein und plädiert für eine belastbare, souveräne und kostenbewusste „Cloud“-Nutzung – mit weniger Abhängigkeit und mehr Wahlfreiheit.

retarus-martin-hager

Foto: retarus

Martin Hager: Sind die entstandenen Probleme „verdaut“, gilt es, notwendige Veränderungen konsequent umzusetzen!

AWS-Störung hat Abhängigkeitsverhältnisse vieler digitaler Dienste schonungslos offengelegt

Hager betont: „Die aktuellen weltweiten Ausfälle, ausgelöst durch Serverprobleme bei AWS, legen die Abhängigkeitsverhältnisse vieler digitaler Dienste schonungslos offen: Fällt ein zentraler ,Cloud-Provider’ aus, stehen ganze Wertschöpfungsketten still.“

  • Vor diesem Hintergrund sei es nicht nur legitim, sondern notwendig, „Cloud“-Strategien kritisch zu überprüfen. „Denn solche Ereignisse sind ärgerlich und treffen Teams oft hart, auch wenn sie zum Geschäftsbetrieb gehören.“

Umso wichtiger sei es, gut vorbereitet zu sein. Immer mehr Unternehmen bewerteten derzeit, „welche ,Workloads’ wo am besten aufgehoben sind und beziehen Kriterien wie Kritikalität, ,Compliance’, Latenz und Transparenz in die Planung ein“.

Ausfälle der AWS-Größenordnung gilt es sorgfältig auszuwerten

Die Digitale Souveränität gewinne dabei an Bedeutung. „Wenn europäische Security-Anbieter zunehmend von US-Konzernen übernommen werden, wachsen Abhängigkeiten und die Kontrolle über sensible Informationen sowie Rechtsstandards gerät unter Druck.“

  • Ausfälle dieser Größenordnung sollten deshalb in Unternehmen sorgfältig ausgewertet werden.

Hagers Fazit: „Sind die entstandenen Probleme ‚verdaut‘, gilt es, notwendige Veränderungen konsequent umzusetzen! Ziel sollte eine belastbare, souveräne und kostenbewusste ,Cloud’-Nutzung mit weniger Abhängigkeit und mehr Wahlfreiheit sein.“

Weitere Informationen zum Thema:

retarus
Die Zukunft braucht Sicherheit, Verlässlichkeit und Kontrolle / Und was noch wichtiger ist: die Fähigkeit, vernetzte Daten-Workflows aufzubauen und anzupassen, um in einer sich schnell verändernden Welt voraus zu sein

retarus
Martin Hager: Gründer, CEO

SPIEGEL Netzwelt, 20.10.2025
Probleme bei Signal, Snapchat, Roblox Störung bei Amazons Cloudspeicher sorgt für weitreichende Netzausfälle / Bei zahlreichen Apps und Web-Angeboten ist es in Europa und den USA zu Ausfällen gekommen. Grund dafür ist offenbar eine Störung beim Clouddienst von Amazon. Betroffen sind etwa Chat-Apps und KI-Dienste.

Süddeutsche Zeitung, 20.10.2025
ServerproblemeCloud-Störung bei Amazon – weltweit Online-Dienste betroffen

tagesschau, 20.10.2025
Weltweit Probleme / Störung bei Amazon legt zahlreiche Online-Dienste lahm

datensicherheit.de, 21.10.2025
Amazon Web Services gestört: ISACA kommentiert AWS-Probleme / Am 20. Oktober 2025 kam es laut Medienberichten zu einer weitreichenden globalen Störung der „Amazon Web Services“ (AWS), welche demnach zahlreiche Online-Dienste und Anwendungen weltweit beeinträchtigt hat

datensicherheit.de, 20.10.2025
AWS-Störung: Ursprünglicher Verdacht einer Cyberattacke erhärtete sich nicht / Darren Guccione unterstreicht in seiner ersten Einschätzung zum AWS-Vorfall, dass auch intern verursachte Fehler große Schwierigkeiten nach sich ziehen und im Schadensausmaß an jene eines gezielten Cyberangriffs heranreichen können

datensicherheit.de, 08.07.2025
Förderung sicherer Identitäten in AWS-Cloud: BeyondTrust schließt strategische Kooperationsvereinbarung / „BeyondTrust Pathfinder“ soll einheitliche Identitätssicherheit und KI-gesteuerten Schutz bieten – abgestimmt auf Best-Practice-Methoden für AWS-Sicherheit

datensicherheit.de, 10.12.2021
USB-Ausnutzung über Ethernet: Schwachstellen in AWS und anderen Cloud-Diensten / SentinelLabs entdeckte teils schwerwiegende Schwachstellen

datensicherheit.de, 25.07.2019
Cloud-Sicherheit: Mehr als 34 Millionen Schwachstellen in AWS, Azure und GCP / Erster Cloud Threat Risk Report von Palo Alto Networks vorgestellt

]]>
https://www.datensicherheit.de/aws-stoerungen-mahnung-wahrung-digital-souveraenitaet/feed 0
Task Scams: Trend Micro warnt vor digitalem Job-Betrug https://www.datensicherheit.de/task-scams-trend-micro-warnung-digital-job-betrug https://www.datensicherheit.de/task-scams-trend-micro-warnung-digital-job-betrug#respond Fri, 29 Aug 2025 22:59:23 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=49888 Aktuelle Forschungsergebnisse von Trend Micro künden von einer globalen Schattenindustrie mit „gamifizierten“ Betrugsplattformen, Fake-Websites und Missbrauch von „Krypto-Währungen“

[datensicherheit.de, 30.08.2025] Trend Micro hat aktuelle Forschungsergebnisse veröffentlicht, welche demnach Mechanismen und das Ausmaß eines rasant wachsenden Betrugsmodells aufdecken – sogenannte Task Scams. Dabei handelt es sich um ausgeklügelte Online-Jobbetrügereien, welche Opfer mit scheinbar harmlosen digitalen Aufgaben anlocken und sie durch immer neue finanzielle Forderungen systematisch um ihr Geld bringen sollen.

trend-micro-robert-mcArdle

Foto: Trend Micro

Robert McArdle: „Task Scams“ gehören inzwischen für Einzelpersonen zu den finanziell und psychologisch schädlichsten Bedrohungen durch Cyberkriminalität

Opfer sollen einfache Aufgaben, wie „Liken“ und Abonnieren von Social-Media-Seiten übernehmen

„Die neue Studie von Trend Micro deckt eine weit verzweigte, globale kriminelle Infrastruktur auf, die seriöse Unternehmen imitiert, vertrauenswürdige Kommunikationskanäle ausnutzt und Arbeitssuchende mit ,Gamification’-Elementen in die Falle lockt.“

  • Die Opfer übernähmen dabei einfache Aufgaben, wie beispielsweise das „Liken“ und Abonnieren von Social-Media-Seiten oder das Verfassen von Produktbewertungen, welche in Gruppen von typischerweise 30 bis 40 Aufgaben auf einmal erledigt würden.

Viele Opfer berichteten, dass sie dafür anfangs kleine Provisionen erhielten, um Vertrauen aufzubauen. Anschließend müssten sie jedoch immer höhere Einzahlungen vornehmen, um vermeintlich lukrativere Aufträge zu erhalten. Dies gehe so lange, bis die Opfer keine neuen Zahlungen mehr tätigten und die eingezahlten Summen sowie den vermeintlichen Arbeitslohn verlören.

Erkenntnisse von Trend Micro auf Basis direkter Interaktionen mit Betrügern…

Laut den Sicherheitsforschern transferieren die Täter dabei Beträge in Millionenhöhe über „Krypto-Währungs-Wallets“, während die Opfer zwischen einigen hundert bis hin zu Hunderttausenden von Euro verlören. „In einem Fall erhielt ein einziges ,Wallet’ innerhalb von weniger als zwei Monaten Zahlungen von über 160.000 Euro (187.000 USD). Ein anderes Wallet wurde mit Transaktionen in Höhe von mehr als einer Million Euro (1,2 Mio. USD) in Verbindung gebracht.“

Der Bericht basiere auf direkten Interaktionen mit Betrügern, Infrastruktur-Mappings bösartiger Webseiten sowie forensischen Analysen zugehöriger „Krypto-Währungs-Wallets“ und zeige zentrale Vorgehensweisen dieser „Task Scammer“:

  • Imitation realer Unternehmen
    – darunter Personalvermittler und Digitalagenturen
  • „Gamifizierte“ Betrugsplattformen
    – mit VIP-Stufen, Belohnungsserien und Anreizsystemen
  • Weit verbreiteter Einsatz von SMS, „WhatsApp“, „Telegram“ und gefälschten Webseiten
    – zur Schaffung von Glaubwürdigkeit
  • Domain-Registrierungen über berüchtigte Registrar-Dienste
    – mit Hunderten identifizierter „Lookalike“-Domains
  • „Krypto-Währungs-Zahlungen“, die Geldflüsse verschleiern
    – und internationale Geldwäsche begünstigten

Weltweite Trend-Micro-Studie mit über 6.500 Verbrauchern

Betroffene hätten von einer hohen emotionalen Belastung, und Verhaltensmustern berichtet, welche an Spielsucht erinnerten. In einigen Fällen stünden „Task Scams“ auch in Verbindung mit größeren kriminellen Strukturen, die Zwangsarbeit in „Scam“-Betrieben und Menschenhandel in Südostasien umfassten.

  • „,Task Scams’ gehören inzwischen zu den finanziell und psychologisch schädlichsten Bedrohungen durch Cyberkriminalität, mit denen Einzelpersonen heute konfrontiert sind“, kommentiert Robert McArdle, „Director of Forward Looking Threat Research“ bei Trend Micro. Er führt hierzu aus: „Die dahinterliegende Infrastruktur – von Domain-Registraren bis hin zu SMS-Versanddiensten – erfordert sofortige Aufmerksamkeit. Unternehmen können das Risiko verringern, indem sie ihre Rekrutierungspraktiken transparent gestalten und Jobsuchende darin schulen, wie sie legitime Kommunikation erkennen können.“

Solche modernen Betrugsmethoden seien hochgradig zielgerichtet und darauf ausgelegt, unentdeckt zu bleiben. In einer aktuellen weltweiten Trend-Micro-Studie mit über 6.500 Verbrauchern hätten 39 Prozent der Befragten angegeben, „dass sie erst dann bemerkten, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, nachdem sie bereits eine erhebliche Geldsumme verloren hatten“.

Trend Micro bietet Nutzern zur Abwehr „ScamCheck“ und „Scam Radar“ an

Mit „Trend Micro ScamCheck“ und „Scam Radar“ könnten Nutzer frühzeitig erkennen, wenn sie von Betrügern ins Visier genommen werden.

  • „Scam Radar“ sei branchenweit einzigartig und biete Echtzeitschutz, indem es die von Cyberkriminellen eingesetzten Betrugsmethoden in dem Moment identifiziere, in dem sie stattfinden. So würden Nutzer sofort gewarnt und könnten Gegenmaßnahmen ergreifen, bevor Schaden entsteht.

Die aktuelle Version von „Trend Micro ScamCheck“ sei im „Apple App Store“ und bei „Google Play“ verfügbar.

Weitere Informationen zum Thema:

TREND MICRO, Christoper Boyton & Mayra Rosario Fuentes, 19.08.2025
Unmasking Task Scams to Prevent Financial Fallout From Fraud / This report exposes the life cycle and tactics of task scams by presenting real-world cases as well as strategies to help identify and avoid these threats

TREND MICRO
Trend Micro ScamCheck / Intelligenterer Schutz vor Betrug / Ihre KI-gestützte Abwehr gegen Betrug

TREND MICRO, 26.06.2025
Introducing Scam Radar: An Evolution in Anti-scam Technology

Robert McArdle
I’m a Director in Trend Micro’s Forward Looking Threat Research (FTR) and Adversary Intelligence and Monitoring (AIM) teams…

FBI
How We Can Help You / Cryptocurrency Job Scams

Safeonweb.be, 13.08.2025
Einfach Geld verdienen am Computer? Fallen Sie nicht auf Task-Scams herein

datensicherheit.de, 24.09.2024
Pig Butchering Scams verleiten Opfer zu unseriösen Finanzgeschäften / Schadensvolumen dieser Unterart der „Romance Scams“ hat mittlerweile bemerkenswerte Größenordnung erreicht

datensicherheit.de, 04.08.2022
Krypto-Scams: Neue Attacken unter dem Deckmantel der Popularität Prominenter / Krypto-Scam-Opfer im Durchschnitt um über 15.000 Euro betrogen

datensicherheit.de, 26.05.2021
Elon Musk, Tesla und Bitcoins: Hacker mit neuen Aufhängern für Scam-Kampagnen / Bitdefender Labs warnen vor betrügerischen Scam-Mails

]]>
https://www.datensicherheit.de/task-scams-trend-micro-warnung-digital-job-betrug/feed 0
KI-Agenten breiten sich aus – aber Governance-Lücken gefährden Vertrauen der Verbraucher https://www.datensicherheit.de/ki-agenten-ausbreitung-governance-luecken-gefahr-verbraucher-vertrauen https://www.datensicherheit.de/ki-agenten-ausbreitung-governance-luecken-gefahr-verbraucher-vertrauen#respond Tue, 19 Aug 2025 14:00:52 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=49708 Laut Genesys-Studie wünschen sich vier von fünf Verbrauchern eine klare „Governance“ für KI-Interaktionen – indes verfügt weniger als ein Drittel der Unternehmen über umfassende Richtlinien

[datensicherheit.de, 19.08.2025] Genesys hat die Ergebnisse seiner aktuellen Umfrage veröffentlicht: Diese deckt demnach eine kritische Diskrepanz auf – zwischen der Art und Weise, wie Unternehmen Künstliche Intelligenz (KI) regeln, und den Anforderungen der Verbraucher für eine sichere Nutzung (insbesondere in der Ausprägung als KI-Agenten). Während vier von fünf Befragten eine klare „Governance“ für KI-Interaktionen wünschten, gäben weniger als ein Drittel der Führungskräfte an, „dass ihr Unternehmen über umfassende, unternehmensweite KI-Richtlinien und -Kontrollen verfügt“. Genesys hat nach eigenen Angaben im Juni 2025 in Zusammenarbeit mit einem unabhängigen Forschungsunternehmen 4.000 Verbraucher und 1.600 Entscheidungsträger für „Customer Experience“ (CX) und IT in mehr als zehn Ländern befragt. „Knapp 350 Befragte kamen aus Deutschland – unter den befragten Unternehmen waren folgende Branchen vertreten: Fluggesellschaften, Automobilindustrie, Banken, Behörden, Gesundheitswesen, Versicherungen, Fertigung, Medien und Unterhaltung, professionelle Dienstleistungen, Einzelhandel, Reise und Gastronomiegewerbe, Technologie, Telekommunikation und Versorgungsunternehmen.“

genesys-olivier-jouve

Foto: Genesys

Olivier Jouve stellt klar: Da Agentenbasierte KI immer mehr Verantwortung übernimmt, ist es unerlässlich, dass Unternehmen bei ihrer Nutzung transparent und rechenschaftspflichtig bleiben!

Agentenbasierte KI findet in CX-Strategien der Unternehmen immer mehr Verbreitung

Agentenbasierte KI (Agentic AI) – „autonome Systeme, die selbstständig denken, handeln und Entscheidungen treffen können“ – finde in den Strategien für Kundenerlebnisse (CX) von Unternehmen immer mehr Verbreitung. So meinten 91 Prozent der befragten CX-Führungskräfte, „dass ihr Unternehmen damit einen schnelleren, effektiveren und personalisierten Service anbieten können wird“.

  • Die Daten zeigten jedoch eine komplexe Realität: Während die Begeisterung für den transformativen Wert Agentenbasierter KI groß sei, „hinken ,Governance’-Strukturen hinterher“. Dies bringe Risiken für das Verbrauchervertrauen, den Ruf der Marke und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften mit sich.

„,Agentic AI’ eröffnet Unternehmen spannende Möglichkeiten, ihre Kunden zu bedienen. Das Vertrauen der Verbraucher zu verdienen, muss jedoch mit diesem Fortschritt Schritt halten“, betont Olivier Jouve, „Chief Product Officer“ bei Genesys. Er erläutert hierzu: „Da diese Systeme immer mehr Verantwortung übernehmen, ist es unerlässlich, dass Unternehmen bei ihrer Nutzung transparent und rechenschaftspflichtig bleiben. Sind die richtigen Leitplanken von Anfang an gesetzt, können Unternehmen dauerhaftes Vertrauen aufbauen, indem sie verantwortungsbewusst Kundenerlebnis-Innovationen treiben für ein neues Maß an Personalisierung und Effektivität.“

Hauptanliegen der Befragten: Klarheit darüber, wie KI personenbezogenen Daten verwendet

Mehr als 90 Prozent der befragten CX-Führungskräfte seien sich einig, dass eine starke „Governance“ entscheidend sei, um den Ruf der Marke zu schützen (91%), langfristiges Vertrauen und Loyalität bei den Kunden aufzubauen (91%) und das Wohlbefinden der Verbraucher im Umgang mit autonomen Systemen zu steigern (90%).

  • Dennoch seien viele Unternehmen noch nicht vorbereitet: „Über ein Drittel der CX-Führungskräfte (35%) geben zu, dass sie über wenig bis gar keine formellen ,Governance’-Richtlinien verfügen.“ Noch besorgniserregender sei, dass 28 Prozent derjenigen vollkommen ohne Richtlinien dennoch glaubten, dass ihr Unternehmen bereit sei für Agentenbasierte KI.

Diese „Governance“-Lücke werde noch problematischer, „wenn man sie im Zusammenhang mit den Bedenken der Verbraucher betrachtet“. Viele blieben skeptisch, weil ihnen Transparenz bei der Verwendung ihrer Daten und klare Kontrollen fehlten. „Tatsächlich war die Klarheit darüber, wie KI ihre personenbezogenen Daten verwendet, das Hauptanliegen der Befragten.“

KI-„Halluzinationen“ ernsthaftes Risiko für Kundenbindung

Hinzu komme, dass 37 Prozent der Verbraucher glaubten, KI „halluziniere” oder erfinde Informationen – eine Ansicht, die von 59 Prozent der CX-Führungskräfte geteilt werde. Sie meinten, dass „Halluzinationen“ ernsthafte Risiken für die Kundenbindung, Rechtsstreitigkeiten und den Ruf der Marke darstellten.

  • Diese wahrgenommene Unzuverlässigkeit untergrabe das Vertrauen weiter und zeige, „wie notwendig Vorkehrungen sind, die Genauigkeit und Verantwortlichkeit bei KI-gesteuerten Kundenerfahrungen gewährleisten“.

Die Lücke zwischen dem, was Führungskräfte für notwendig halten, und dem, was Unternehmen umgesetzt haben, sei besonders besorgniserregend – vor allem angesichts der klaren Forderung der Verbraucher nach Transparenz und Kontrolle. So sei es für Unternehmen von entscheidender Bedeutung, diese Lücke zu schließen – „bevor sie Agentenbasierte KI in großem Umfang einsetzen“.

Vertrauen der Verbraucher in Agentenbasierte KI bleibt fragil

Während 81 Prozent der CX-Führungskräfte Agentenbasierter KI sensible Kundendaten anvertrauten, täten dies nur 36 Prozent der Verbraucher. Diese Diskrepanz sei in Situationen mit höheren Risiken noch ausgeprägter – beispielsweise beim Einsatz Agentenbasierter KI für kritische Kundenfunktionen: „74 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie diese Technologie ohne Bedenken für Rechnungsstellung, Finanztransaktionen und Kontosicherheit einsetzen.“

  • Verbraucher seien jedoch viel zurückhaltender: Nur 35 Prozent fühlten sich wohl dabei, wenn Agentenbasierte KI Geldtransfers abwickelt, 49 Prozent bei der Lösung von Rechnungsproblemen und 50 Prozent bei der Aktualisierung persönlicher Daten.

Diese Daten zeigten eine wichtige Chance auf: „Mehr als die Hälfte der Verbraucher (58%) gibt an, dass es für sie egal ist, ob ihr Problem von einem Menschen oder einer KI gelöst wird, solange es schnell und vollständig bearbeitet wird.“ Dies weise darauf hin, dass Effizienz und Effektivität im Kundenerlebnis Skepsis überwinden könnten – jedoch nur in Verbindung mit Transparenz und Verantwortlichkeit. „Um die Vertrauenslücke zu schließen und verantwortungsbewusst innovativ zu sein, müssen Unternehmen auf verbraucherorientierte Weise skalieren!“

Weitere Informationen zum Thema:

GENESYS
Einführung in Genesys Cloud Agentic AI

GENESYS
The agentic AI trust gap: Why forward-thinking companies should build guardrails

GENESYS
Olivier Jouve – Chief Product Officer / “Only the cloud offers the flexibility, scalability and computing power to analyze in real time the vast data resulting from customer interactions today across every channel.”

datensicherheit.de, 19.08.2025
Mit Agentische KI als Schlüsseltechnologie werden neue Sicherheits- und Infrastrukturkonzepte unverzichtbar / Von automatisierten Geschäftsprozessen über smarte Datenanalyse bis hin zu intelligenten „Cloud’“-Diensten halten autonome, miteinander kommunizierende KI-Agenten überall Einzug

datensicherheit.de, 24.05.2025
Agenten-KI und die Wechselwirkungen mit der Cybersicherheit / Marco Eggerling stellt eine strategische Betrachtung für Führungskräfte an – Agenten-KI als Wendepunkt der Informationssicherheit

datensicherheit.de, 22.05.2025
7. DSGVO-Jahrestag: KI-Agenten als neue Herausforderung / Wie sensible Daten geschützt werden können, wenn nicht mehr allein Menschen, sondern auch KI-Agenten auf Informationen zugreifen, reflektiert Steve Bradford in seinem Kommentar

]]>
https://www.datensicherheit.de/ki-agenten-ausbreitung-governance-luecken-gefahr-verbraucher-vertrauen/feed 0
Vertrauen entscheidender als Werbung: IT-Entscheider konsultieren bevorzugt Fachpresse https://www.datensicherheit.de/vertrauen-werbung-it-entscheider-konsultation-bevorzugung-fachpresse https://www.datensicherheit.de/vertrauen-werbung-it-entscheider-konsultation-bevorzugung-fachpresse#respond Sun, 03 Aug 2025 22:50:41 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=49371 Nach aktuellen Erkenntnissen von Akima Media verlassen sich IT-Entscheider in Deutschland bei komplexen Kaufentscheidungen auf kuratierte Fachbeiträge und neutrale Informationen

[datensicherheit.de, 04.08.2025] Nach aktuellen Erkenntnissen von Akima Media verlassen sich IT-Entscheider in Deutschland bei komplexen Kaufentscheidungen auf kuratierte Fachbeiträge und neutrale Informationen – und zwar deutlich stärker als auf Marketingbotschaften oder Herstellerangaben. Dies zeige eine aktuelle Studie von Akima, durchgeführt mit dem Marktforschungsinstitut YouGov. Demnach nennen 47,5 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen die IT-Fachpresse als verlässlichste Quelle, gefolgt von Suchmaschinen (24,4%) und den Informationsangeboten der Hersteller (21,2%). Die „Akima-Studie 2025“ basiere auf einer Online-Befragung von 217 IT-Entscheidern in Unternehmen ab 20 Mitarbeitern, durchgeführt im März 2025 von YouGov. Untersucht worden seien Entscheidungsprozesse, Informationsverhalten sowie bevorzugte Formate und Kanäle im B2B-IT-Kontext.

akima-michaela-gross

Foto: Akima

Michaela Gross: Im Durchschnitt nutzten IT-Entscheider vier bis sechs verschiedene Quellen entlang ihrer „Customer Journey“

Redaktionelle Glaubwürdigkeit der Fachpresse als Wettbewerbsvorteil

„Vertrauen entsteht nicht durch Lautstärke, sondern durch Einordnung“, kommentiert Michaela Gross, Co-CEO von Akima Media. Sie führt hierzu aus: „In einer Zeit, in der IT-Investitionen langfristig geplant und im Team entschieden werden, ist redaktionelle Glaubwürdigkeit ein Wettbewerbsvorteil.“

  • Die Untersuchung mache deutlich: Entscheider informierten sich heute nicht linear, sondern über vielfältige „Touchpoints“. Im Durchschnitt nutzten sie vier bis sechs verschiedene Quellen entlang der „Customer Journey“. Während die Fachpresse das höchste Vertrauen genieße, spielten Suchmaschinen als zentraler Einstiegspunkt und Herstellerinformationen zur technischen Vertiefung eine wichtige Rolle.

Für IT-Anbieter bedeutet dies laut Akima: „Wer nur auf ,Owned Media’ oder ,Leadkampagnen’ setzt, verschenkt Potenzial. Erfolgreiche Kommunikation muss kanalübergreifend funktionieren – und Inhalte müssen je nach Format und Kontext unterschiedlich wirken können!“

Fachpresse eben kein „PR-Feigenblatt“ – vielmehr integraler Bestandteil durchdachter Content-Strategien

„Viele IT-Anbieter unterschätzen die Wirkung externer Quellen. Doch gerade die Verankerung in glaubwürdigen redaktionellen Umfeldern verleiht der eigenen Botschaft Tiefe“, erläutert Gross. Die Fachpresse sei kein „PR-Feigenblatt“, sondern integraler Bestandteil einer durchdachten Content-Strategie.

  • Ein weiterer Befund der Studie: „Nur etwa zehn Prozent der IT-Investitionen werden von Einzelpersonen entschieden, in der Regel sind zwei bis sechs Stakeholder aus verschiedenen Abteilungen beteiligt – von der IT über Business-Units bis hin zur Geschäftsleitung. Das verändert auch die Anforderungen an Kommunikationsmaßnahmen.“

„Die Zeiten des klassischen Entscheider-Funnels sind vorbei“, unterstreicht Gross und rät: „Wer Wirkung erzielen will, muss alle Beteiligten mit relevanten Inhalten abholen – strategisch, technisch und kaufmännisch!“

akima-uebersicht-bedeutung-informationskanaele-entscheidungsprozess

Abbildung: Akima

Akima-Erkenntnisse zur Bedeutung der Informationskanäle im Entscheidungsprozess

Fachpresse bewusst als strategischen Hebel nutzen

Die Akima-Studie liefere klare Empfehlungen für Marketing-Verantwortliche:

  • Fachmedien gezielt bespielen!
    Redaktionelle Beiträge, „Case Studies“ oder Studien platzieren – idealerweise mit Branchenbezug und neutralem Mehrwert für die Leser.
  • Suchmaschinen mitdenken!
    Redaktionelle Sichtbarkeit erhöhe auch die SEO-Relevanz – denn viele Fachartikel tauchten prominent in „Google“-Rankings auf.
  • Herstellerinformationen ergänzen, nicht ersetzen!
    Produktdetails seien wichtig – wirkten aber durch redaktionelle Kontexte eingebettet besser.

Unternehmen, die ihre Inhalte strategisch auf Fachpresse, Suchmaschinen und eigene Kanäle abstimmten, schafften Orientierung – und stärkten ihre Position im „Buying Center“.

Weitere Informationen zum Thema:

akima
Whitepaper: Wer IT-Entscheider versteht, überzeugt sie

akima, Juli 2025
WER IT-ENTSCHEIDER VERSTEHT, ÜBERZEUGT SIE / Wie B2B-Kommunikation 2025 entlang der Customer Journey wirkt – eine Umfrage bei IT-Entscheidern

datensicherheit.de, 31.03.2025
Cyberresilienz: Empfehlungen für die Entscheiderebene / Die Führungsebene muss sowohl Compliance-Anforderungen als auch die Sicherheit des eigenen Unternehmen im Auge haben

datensicherheit.de, 24.03.2025
Entscheiderverantwortung: Führungsetage muss sich an neue regulatorische Rechenschaftspflicht anpassen / Die C-Levels müssen die Widerstandsfähigkeit und die Bereitschaft zur Reaktion auf Vorfälle in ihre Organisation integrieren

datensicherheit.de, 16.11.2021
Cybersecurity: 92 Prozent der IT-Entscheider gehen Kompromisse ein / Bedrohung der Cybersecurity durch -Kriminalität von einem Drittel der Befragten indes als größtes Sicherheitsrisiko erachtet

datensicherheit.de, 18.05.2021
Cybersecurity-Risikoprozess: Leitfaden für IT-Entscheider / Kudelski Security gibt IT-Experten Tipps für systematische Absicherung kritischer Daten-Assets in Unternehmen

]]>
https://www.datensicherheit.de/vertrauen-werbung-it-entscheider-konsultation-bevorzugung-fachpresse/feed 0
Lumma Stealer back in CyberSpace – als neue, verbesserte Version https://www.datensicherheit.de/lumma-stealer-back-cyberspace-neue-verbesserte-version https://www.datensicherheit.de/lumma-stealer-back-cyberspace-neue-verbesserte-version#respond Sun, 27 Jul 2025 22:33:06 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=49286 „Lumma“ hatte lange als eine der gefährlichsten und beliebtesten Schadsoftwares zum Stehlen von Zugangsdaten gegolten

[datensicherheit.de, 28.07.2025] Sicherheitsforscher von Trend Micro warnen in einer aktuellen Stellungnahme, dass die Schadsoftware „Lumma Stealer“ in einer neuen, verbesserten Version zurückgekehrt sei. „Lumma“ habe lange als eine der gefährlichsten und beliebtesten Schadsoftwares zum Stehlen von Zugangsdaten gegolten. „Im Mai 2025 meldeten Microsoft und internationale Strafverfolgungsbehörden einen Schlag gegen die dahinterstehende Infrastruktur. Viele hielten das Projekt daraufhin für zerschlagen.“

trend-micro-lumma-stealer-faelschung-software-download

Abbildung: Trend Micro

„Lumma Stealer“: Trend Micro warnt vor der Verbreitung u.a. über falsche Software-Downloads

„Lumma Stealer“ zeigt, wie professionell und flexibel Cyberangriffe heute organisiert werden

Die neue verbesserte Version sei schwerer zu erkennen, nutze gezielte Tarnmethoden und verstecke ihre Kommunikation hinter scheinbar harmlosen Webseiten.

Der „Stealer“ raube Zugangsdaten, „Krypto-Währungen“ und andere sensible Informationen – und er zeige auf, „wie professionell und flexibel Cyberangriffe heute organisiert sind“.

Erkenntnisse von Trend Micro zum neuen „Lumma Stealer“:

  • Die Malware tarne sich mithilfe gängiger Software-Komponenten, um weniger verdächtig zu wirken.
  • Sie nutze vermeintlich legitime Domains als Tarnung für ihre Kommandoserver.
  • Ziel seien Browserdaten, Krypto-Wallets und Anmeldedaten für Online-Konten.
  • Die Täter setzten auf häufige Updates und modulare Bauweise, um sich Sicherheitsanalysen zu entziehen.
  • Die Verbreitung erfolge unter anderem über kompromittierte Webseiten und falsche Software-Downloads.
  • Die Infrastruktur hinter dem „Stealer“ nutze Schutzmechanismen wie „Cloudflare“, um Spuren zu verwischen.

„Lumma Stealer“ zeigt Anpassungsfähigkeit und Hartnäckigkeit moderner Cyberkrimineller

Auffällig sei, dass sich die Betreiber zunehmend aus öffentlichen Untergrundforen zurückzögen und stattdessen auf verdeckte Kommunikationswege sowie ausgeklügelte Tarnmethoden setzten.

Der Fall „Lumma Stealer“ zeigt demnach auf, wie anpassungsfähig und hartnäckig moderne Cyberkriminelle sind: „Trotz einer groß angelegten Strafverfolgungsaktion konnten sie ihre Infrastruktur schnell erneuern und ihre Angriffstaktiken weiterentwickeln“, kommentiert Junestherry Dela Cruz, „Threats Analyst“ bei Trend Micro.

Weitere Informationen zum Thema:

TREND MICRO Business, Junestherry Dela Cruz, 22.07.2025
Back to Business: Lumma Stealer Returns with Stealthier Methods / Lumma Stealer has re-emerged shortly after its takedown. This time, the cybergroup behind this malware appears to be intent on employing more covert tactics while steadily expanding its reach. This article shares the latest methods used to propagate this threat.

Microsoft, Steven Masada & Assistant General Counsel & Microsoft’s Digital Crimes Unit, 21.05.2025
Disrupting Lumma Stealer: Microsoft leads global action against favored cybercrime tool

EUROPOL
Europol and Microsoft disrupt world’s largest infostealer Lumma / Public-private partnerships are a cornerstone of Europol’s work in the digital age

datensicherheit.de, 23.05.2025
Operation Endgame 2.0: BKA meldet weitere 20 Haftbefehle gegen Cyberkriminelle / Deutschland und internationale Partner haben erneut führende Akteure der „Underground Economy“ ins Visier genommen – im Zuge der bislang weltweit größten Polizeioperation im Cyberspace

datensicherheit.de, 05.04.2025
ClickFix: Logpoint warnt vor Social-Engineering-Kampagne / Angreifer locken ihre Opfer auf scheinbar legitime, aber kompromittierte Websites

]]>
https://www.datensicherheit.de/lumma-stealer-back-cyberspace-neue-verbesserte-version/feed 0