BITKOM – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Thu, 08 Jan 2026 15:38:47 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.6.16 Bitkom-Umfrage zu Social Commerce: 3 von 10 Nutzern kaufen über Soziale Netzwerke ein https://www.datensicherheit.de/bitkom-umfrage-social-commerce-30-prozent-nutzer-kauf-soziale-netzwerke https://www.datensicherheit.de/bitkom-umfrage-social-commerce-30-prozent-nutzer-kauf-soziale-netzwerke#respond Sat, 10 Jan 2026 23:38:29 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51663 Dafür werden nach aktuellen Erkenntnissen des Digitalverbands Bitkom e.V. dort integrierte Kauffunktion wie „TikTok Shop“ und „Facebook Marketplace“ verwendet oder Weiterleitungen zu externen Webshops

[datensicherheit.de, 11.01.2026] „Ein Möbelstück aus der ,Instagram’-Story, eine Winterjacke aus einem ,TikTok’-Video oder ein Tablet aus einem ,facebook’-Livestream: Fast drei von zehn aller deutschen Internetnutzer (29%) kaufen über Soziale Netzwerke ein.“ Dafür nutzen sie nach aktuellen Erkenntnissen des Digitalverbands Bitkom e.V. die dort integrierte Kauffunktion wie „TikTok Shop“ und „Facebook Marketplace“ oder Weiterleitungen zu externen Webshops. Besonders groß sei das Interesse bei jüngeren Zielgruppen.

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Foto: Bitkom e.V.

Nastassja Hofmann: Transparenz stärkt das Vertrauen in reichweitenstarke Social-Media-Persönlichkeiten – und zugleich das Image der Unternehmen

Laut Bitkom-Umfrage könnten sich 15% vorstellen, nur noch in Sozialen Netzwerken zu „shoppen“

Unter den 16- bis 29-jährigen Internetnutzerin verwendeten 48 Prozent „Social Media“ zum Online-Einkauf, unter den 30- bis 49-Jährigen seien es 36 Prozent. Dies sind demnach Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 1.120 Internetnutzern ab 16 Jahren in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Darunter hätten sich 328 Social-Media-Einkäufer befunden. Die Befragung habe im Zeitraum der Kalenderwochen 40 bis 41 2025 stattgefunden.

  • 15 Prozent der Social-Media-Einkäufer könnten sich vorstellen, in absehbarer Zukunft nur noch in Sozialen Netzwerken zu „shoppen“, unter Jüngeren sei das fast jeder Dritte (29%).

„Durch Produktverlinkungen und eigene Shopsysteme der Social-Media-Apps fügt sich Social-Shopping in den digitalen Alltag ein“, kommentiert Nastassja Hofmann, E-Commerce-Expertin beim Bitkom. Während sich Nutzer in ihrem „Feed“ über Hobbys oder Interessen austauschten, entdeckten sie nebenbei passende Produkte„unaufdringlich und mit wenigen Klicks zu kaufen“.

„Instagram“ laut Bitkom-Erkenntnissen meistgenutzte Plattform für „Social Commerce“

„Instagram“ sei dabei die meistgenutzte Plattform für „Social Commerce“. 15 Prozent der Internetnutzer kauften dort direkt über die App oder über die Weiterleitung zu Online-Shops ein. Es folgten „facebook“ mit 14 Prozent und „YouTube“ mit elf Prozent. Dahinter lägen „TikTok“ (8%), „Pinterest“ (4%) und „Snapchat“ (3%).

  • Bei den Jüngeren steche „Instagram“ als wichtigste Plattform für „Social Commerce“ noch sehr viel stärker hervor: Mit 34 Prozent kaufe mehr als ein Drittel der 16- bis 29-jährigen Internetnutzer über „Instagram“ ein.

„Youtube“ stehe bei den unter 30-Jährigen mit 23 Prozent auf Platz 2, gefolgt von „Tiktok“ mit 20 Prozent. „facebook“ erreiche in dieser Altersgruppe nur 17 Prozent. „Snapchat“ nutzten fast zehn Prozent der 16- bis 29-Jährigen zum Social-Media-Einkauf, und auch „Pinterest“ werde von Jüngeren etwas häufiger genutzt (7%).

Bitkom-Mahnung: Vertrauen in reichweitenstarke Menschen auf „Social Media“ insgesamt eher gering

Im Social-Commerce-Bereich spiele Werbung eine wichtige Rolle. 42 Prozent der Social-Media-Einkäufer entdeckten über Werbung in den Sozialen Netzwerken immer wieder Produkte, bei den 16- bis 29-Jährigen sei der Anteil mit 46 Prozent noch etwas höher. Fast jeder Fünfte (18%) interessiere sich für Werbeanzeigen auf „Social Media“ sogar mehr als für herkömmliche Werbung, unter jüngeren Menschen seien das rund 27 Prozent.

  • Neben klassischen Werbeanzeigen durch Unternehmensaccounts oder „Display Ads“ würden Werbeinhalte in den Sozialen Netzwerken auch in Beiträgen von reichweitenstarken „Influencern“ platziert. Sogenanntes Influencer-Marketing komme jedoch nur bei einem Teil der Nutzer von Social-Shopping gut an: „21 Prozent finden es sympathisch, wenn Unternehmen mit Influencerinnen und Influencern werben.“ Bei den 16- bis 29-Jährigen fänden 33 Prozent diese Form der Werbung zwar sympathisch, gleichzeitig sei in dieser Altersgruppe die Sensibilität für die transparente Darstellung von Werbung höher: Knapp 43 Prozent der unter 16- bis 29-Jährigen wünschten sich eine klarere Kennzeichnung von Werbebeiträgen durch „Influencer“, im Altersdurchschnitt sähen dies knapp 29 Prozent so.

Das Vertrauen in reichweitenstarke Menschen auf „Social Media“ sei dabei insgesamt eher gering. Zehn Prozent vertrauten sogenannten Content-Creatoren mehr als klassischen Produkttests, bei den 16- bis 29-Jährigen sei das fast jeder Fünfte (20%). „Junge Menschen mögen ,Influencer’, erwarten aber eine klare Kennzeichnung von Werbung“, so Hofmann und betont abschließend: „Transparenz stärkt deshalb das Vertrauen in reichweitenstarke Social-Media-Persönlichkeiten – und zugleich das Image der Unternehmen.“

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Nastassja Hofmann / Referentin Retail & PropTech Bitkom e.V.

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Digitaler Handel: Bevölkerung zu Nutzung und Präferenzen beim Online-Shopping

datensicherheit.de, 03.12.2025
Weihnachtsgeschäft 2025 als Booster virtueller Markenpiraterie und KI-gestützten Betrugs / Mit dem aktuellen Weihnachtsgeschäfts erfasst offenbar auch eine neue Welle virtuell generierter Markenpiraterie und Online-Betruges „Social Media“ und E-Commerce

datensicherheit.de, 08.11.2025
Web-Plattformen von Google und Meta: Jeder zweite Fakeshop schaltet Online-Werbung / Am 18. September 2025 hat der Verbraucherzentrale Bundesverband die Domains von 653 Webseiten mit einer Fakeshop-Warnung aus dem laufenden Jahr 2025 mit den Werbedatenbanken von Google und Meta abgeglichen

datensicherheit.de, 14.06.2025
Instagram: Identitätsbetrug bedroht Sicherheit und Reputation von Unternehmen / „Instagram“-Imitationen stellen eine zunehmende Bedrohung dar, welche die Finanzen und den guten Ruf von Unternehmen ernsthaft gefährdet

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Heftiger Wintereinbruch in Deutschland: Bitkom gibt Tipps zum Schutz des Smartphones bei Kälte https://www.datensicherheit.de/wintereinbruch-deutschland-bitkom-tipps-schutz-smartphone-kaelte https://www.datensicherheit.de/wintereinbruch-deutschland-bitkom-tipps-schutz-smartphone-kaelte#respond Thu, 08 Jan 2026 23:52:51 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51635 Zwei Drittel der Smartphone-Nutzer in Deutschland haben bereits Probleme mit ihrem Smartphone bei niedrigen Temperaturen gehabt

[datensicherheit.de, 09.01.2026] In der ersten Januarhälfte 2026 ist in weiten Teilen Deutschlands mit Schnee zu rechnen, Prognosen gehen von signifikant abnehmenden Temperaturen aus. Der Digitalverband Bitkom e.V. warnt daher aus gegebenem Anlass, dass dies auch der Technik zu schaffen macht: Zwei Drittel (68%) der Smartphone-Nutzer in Deutschland hätten nach eigenen Angaben bereits Probleme mit ihrem Smartphone bei niedrigen Temperaturen erlebt, so eine Erkenntnis aus einer repräsentativen Telefon-Befragung von 1.002 Personen ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands – darunter demnach 903 Smartphone-Nutzer. Die Umfrage sei im Zeitraum der Kalenderwochen 41 bis 46 2025 vorgenommen worden.

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Foto: Bitkom e.V.

Dr. Sebastian Klöß warnt: Besonders der Smartphone-Akku ist im Winter empfindlich!

Smartphone bei Kälte: Akku, Display und Bedienung beeinträchtigt

Dr. Sebastian Klöß, „Consumer Technology“-Experte beim Bitkom, erläutert: „Besonders der Akku ist im Winter empfindlich. Je kälter, desto weniger Energie speichert er.“

  • Aber auch das Display und die Bedienung des Smartphones seien dann beeinträchtigt.

Der Touchscreen reagiere träger, Flüssigkristalle in Displays könnten langsamer arbeiten, und Kondenswasser könne sich bilden – „wenn das Gerät zwischen warmen und kalten Umgebungen wechselt“.

Bitkom-Tipps für einen besseren Schutz des Smartphones im Winter:

  1. Das Gerät beim Außeneinsatz stets warmhalten!
    Es zum Beispiel nah am Körper tragen und beim Telefonieren Kopfhörer verwenden.
  2. Große Temperaturschwankungen vermeiden!
    Das Smartphone sollte auch deshalb nicht im Auto liegen gelassen werden.
  3. Den Akku schonen!
    Zudem sollte der Ladezustand über 50 Prozent gehalten werden, um plötzliche Ausfälle oder langfristige Schäden zu vermeiden.
  4. Physische Belastungen wie Stöße oder Druck vermeiden!
    Kaltes Glas ist spröder als bei Zimmertemperatur und das Displayglas könnten bei einem Sturz schneller springen.
  5. Wärmeisolierende Hüllen verwenden!
    Zum Beispiel aus Neopren als zusätzlichen Schutz vor Kälte, Nässe und Schnee.

Nur 51 Prozent der Smartphone-Nutzer achten derzeit auf saisonalen Schutz

Bisher beherzige nur rund die Hälfte solche Tipps: 51 Prozent der Smartphone-Nutzer achteten nach eigenen Angaben darauf, ihr Gerät im Winter besonders zu schützen.

  • Frauen achteten darauf etwas mehr (54%) als Männer (49%). Aber es lässe sich auch anders behelfen: Insgesamt 46 Prozent nutzten das Smartphone im Winter draußen weniger als sonst.

Damit umgingen sie auch eine andere Herausforderung: Über die Hälfte (51%) der Smartphone-Nutzer ärgere sich darüber, dass sich das Smartphone nicht mit normalen Handschuhen bedienen lasse.

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Dr. Sebastian Klöß: Leiter Märkte & Technologien Bitkom e.V.

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Digitale Gesellschaft: Smartphonenutzung in Deutschland / Bevölkerung zu Nutzungsverhalten, Nutzungsdauer und Auswahlkriterien bei Smartphones

datensicherheit.de, 02.07.2025
Smartphones schützen bei Sommerhitze / Eine Überhitzung kann bei Smartphones zum Verlust von Leistung, Akkulaufzeit und Daten führen

datensicherheit.de, 21.02.2018
Kalte Jahreszeit: Datenträger durch starke Temperaturschwankungen bedroht / Kondenswasser auf elektronischen Komponenten kann zu Kurzschlüssen und physischen Schäden führen

datensicherheit.de, 05.02.2015
Eiseskälte gefährdet Computer-Festplatten, Server und Tablets / Kondenswasser bedroht mobile IKT und Datenträger

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Bitkoms Monitor Digitalpolitik: Jedes zweite Digitalvorhaben auf den Weg gebracht https://www.datensicherheit.de/bitkom-jedes-zweite-digitalvorhaben-auf-den-weg-gebracht-monitor-digitalpolitik-beobachtet-bundesregierung https://www.datensicherheit.de/bitkom-jedes-zweite-digitalvorhaben-auf-den-weg-gebracht-monitor-digitalpolitik-beobachtet-bundesregierung#respond Wed, 07 Jan 2026 23:20:41 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51633 Digitalverband Bitkom begrüßt „Tempo“: 13 digitalpolitische Projekte bereits vollständig abgeschlossen – weitere 98 in Umsetzung

[datensicherheit.de, 08.01.2026] Laut einer Stellungnahme des Digitalverbands Bitkom e.V. zu Jahresbeginn 2026 legt die gegenwärtige Bundesregierung – noch kein Jahr im Amt – in der Digitalpolitik „Tempo“ vor – insbesondere durch das neu geschaffene Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS). 13 digitalpolitische Projekte sind demnach bereits vollständig abgeschlossen worden – weitere 98 befinden sich in Umsetzung. Dies entspreche sechs bzw. 45 Prozent, womit mehr als jedes zweite digitalpolitische Vorhaben der Bundesregierung auf den Weg bzw. ins Ziel gebracht worden sei. „Union und SPD haben insgesamt 222 digitalpolitische Vorhaben angekündigt, 217 sind im Koalitionsvertrag, fünf sind in der Modernisierungsagenda vereinbart.“ 106 dieser Vorhaben seien noch nicht begonnen worden (49%).

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Foto: Bitkom

Dr. Ralf Wintergerst fordert: Jetzt müssen Bund, Länder und Kommunen auch dafür sorgen, dass die Maßnahmen bei den Menschen ankommen!

Bitkom betont positiven Einfluss des Digitalministeriums

Die genannten Erkenntnisse basieren auf dem neuesten „Monitor Digitalpolitik“ des Bitkom. Dieser wurde im Herbst 2025 neu gestartet und soll den Stand, Fortschritt und Lücken der Digitalpolitik der Bundesregierung ressortübergreifend abbilden. Die neueste Version datiert vom 1. Januar 2026 ab und kann online abgerufen werden.

  • Vor allem der Einfluss des Digitalministeriums sei spürbar: Von seinen 62 Vorhaben habe es sieben abgeschlossen (11%) und 30 weitere begonnen (48%).

„Die Bundesregierung hat in ihren ersten Monaten wichtige Digitalprojekte ins Ziel gebracht, dazu gehören in den letzten drei Monaten etwa die Modernisierungsagenden für Bund und Länder, das digitale Bürokratiemeldeportal und jetzt ganz frisch der ,Digitalpakt 2.0‘ für Deutschlands Schulen“, kommentiert der Bitkom-Präsident, Dr. Ralf Wintergerst.

„Monitor Digitalpolitik“ des Bitkom beobachtet Umsetzungsstand aller digitalpolitischen Projekte der Bundesregierung

Er führt aus: „Die Bundesregierung legt ein gutes Tempo vor. Jetzt müssen Bund, Länder und Kommunen auch dafür sorgen, dass die Maßnahmen bei den Menschen ankommen!“ So müsse etwa das Bürokratiemeldeportal Papierformulare abschaffen, die föderale Modernisierungsagenda müsse dafür sorgen, dass man Fahrzeuge online anmelden oder ein Unternehmen in 24 Stunden gründen kann. Und der „Digitalpakt 2.0“ müsse digitalen Unterricht zum Standard machen.

  • Wie der „Monitor Digitalpolitik“ zeigt, liege die Federführung für 62 der 222 Vorhaben beim neu geschaffenen BMDS. Weitere 30 Vorhaben seien im Wirtschaftsministerium (BMWE) angesiedelt und 26 im Bundesinnenministerium (BMI). 22 Vorhaben lägen im Ressort „Justiz und Verbraucherschutz“, 20 bei „Forschung, Technologie und Raumfahrt“ sowie 16 Vorhaben im Ressort „Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend“. Dahinter folgten die übrigen Bundesministerien.

Mit dem „Monitor Digitalpolitik“ beabsichtigt der Bitkom, regelmäßig den Umsetzungsstand aller digitalpolitischen Projekte der Bundesregierung zu überprüfen. Die Vorhaben sollen auf Umsetzungsstand und ihre Bedeutung für die Digitalisierung hin untersucht und eingeordnet werden.

2026 aus Bitkom-Sicht entscheidend für wichtige digitale Schlüsselprojekte

Aus Bitkom-Sicht wird das Jahr 2026 entscheidend für wichtige digitale Schlüsselprojekte sein. So werde für den Jahresbeginn die erste eigene Nationale Rechenzentrumsstrategie erwartet, um die digitale Infrastruktur spürbar zu stärken. Auf dem Programm stehe außerdem die Novelle des Telekommunikationsgesetzes, um bessere Rahmenbedingungen für den Netzausbau zu schaffen.

  • Außerdem müsse der „Deutschland-Stack“ mit Technologien zur Digitalisierung der Verwaltungen zügig aufgebaut werden – und, wo möglich, sollten Schriftformerfordernisse abgeschafft werden und damit die Pflichten zur händischen Unterschrift entfallen.

Schließlich müsse die sogenannte EUDI-Wallet, eine digitale Brieftasche für alle Bundesbürger, vorbereitet und gefüllt werden, so dass sie gleich Anfang 2027 freigeschaltet werden kann. Wintergersts Ausblick: „2026 muss der digitale Fortschritt für die Menschen im Land praktisch spürbar werden! Digitalpolitik muss und kann das große Gewinnerthema der Regierung Merz-Klingbeil werde. Ob dies gelingt, entscheidet sich mit den Schlüsselprojekten der nächsten Monate.“

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Dr. Ralf Wintergerst: Präsident Bitkom / Vorsitzender der Geschäftsführung & Group CEO Giesecke+Devrient GmbH

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Wie kommt die Bundesregierung voran? – Monitor Digital­politik

datensicherheit.de, 21.12.2025
Einigung auf Digitalpakt 2.0: Bitkom begrüßt Durchbruch für digitale Bildung in Deutschland / Das bisherige Förderprogramm zur Digitalisierung der Schulen war bereits im Mai 2024 ohne Anschlussfinanzierung ausgelaufen

datensicherheit.de, 06.12.2025
Deutschland-Stack: eco benennt klare Linie und Technologieoffenheit als Erfolgsfaktoren / Der Deutschland-Stack (D-Stack) ist laut eco eines der zentralen Digitalisierungsvorhaben dieser Legislatur – damit er zum Erfolg werden kann, müssen die Kriterien unbedingt klar definiert, konsistent ausgestaltet und technologieoffen angewendet werden

datensicherheit.de, 17.07.2025
EUDI-Wallet: Breites Bündnis fordert mehr Einsatz der Bundesregierung für Digitale Identitäten / Verbände legen Vorschlag mit fünf Weichenstellungen für sogenannte EUDI-Wallet vor

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Weiterhin Geduld erforderlich: Ein Behördenbesuch dauert im Schnitt gut zwei Stunden https://www.datensicherheit.de/geduld-erfordernis-behoerdenbesuch-dauer-zwei-stunden https://www.datensicherheit.de/geduld-erfordernis-behoerdenbesuch-dauer-zwei-stunden#respond Mon, 29 Dec 2025 23:44:16 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51589 Nach aktuellen Erkenntnissen des Digitalverbands Bitkom e.V. ist für einen Behördenbesuch weiterhin viel Zeit erforderlich – im Durchschnitt erfordert ein einzelner Termin zwei Stunden und fünf Minuten

[datensicherheit.de, 30.12.2025] Wer etwa einen Reisepass benötigt, sich nach einem Umzug anmelden muss oder heiraten möchte, kommt in Deutschland in der Regel um einen Gang aufs Amt nicht herum. Nach aktuellen Erkenntnissen des Digitalverbands Bitkom e.V. ist dafür weiterhin viel Zeit erforderlich: „Im Durchschnitt kostete ein einzelner Behördenbesuch die Bürgerinnen und Bürger zwei Stunden und fünf Minuten.“ Davon entfielen 51 Minuten auf die An- und Abreise, 40 Minuten betrage die durchschnittliche Wartezeit und 34 Minuten erfordere die eigentliche Sachbearbeitung vor Ort.

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Abbildung: Bitkom

In Deutschland weiterhin viel Zeit für Behördenbesuche erforderlich

Mehr als die Hälfte mit Schwierigkeiten bei der Terminvereinbarung für einen Behördenbesuch

Die o.g. Ergebnisse basieren demnach auf einer repräsentativen Befragung unter 1.005 Personen in Deutschland ab 18 Jahren im Bitkom-Auftrag im Zeitraum der Kalenderwochen 27 bis 32 2025.

Mehr als die Hälfte (58%) der Befragten habe zudem Schwierigkeiten gehabt, für den letzten Behördenbesuch überhaupt einen Termin zu bekommen.

Digitale Behördenkontakte sollten in Deutschland Standard sein

„Digitale Behördenkontakte müssen in Deutschland Standard werden. Sie machen die Arbeit der Verwaltung effizienter und sparen zugleich den Menschen eine Menge Zeit. Die Bundesregierung hat sich mit der Modernisierungsagenda ehrgeizige Ziele gesetzt. Entscheidend ist, dass die Länder und Kommunen mitziehen“, kommentiert der Bitkom-Präsident, Dr. Ralf Wintergerst.

Er führt aus: „Von 577 Leistungen nach dem ,Onlinezugangsgesetz’ sind noch immer 228 nicht digital verfügbar. Wir müssen funktionierende Lösungen bundesweit einführen, auf Eigenentwicklungen von Ländern und Kommunen verzichten und dem Bund ermöglichen, Basistechnologien zentral bereitzustellen!“

Für neun von zehn Bürgern führt Behördenbesuch immerhin dazu, dass Anliegen erledigt wird

Für ca. neun von zehn Bürgern (89%) habe der Behördengang immerhin dazu geführt, dass ihr Anliegen erledigt wurde. Doch nur 46 Prozent bewerteten den Behördengang positiv.

Umgekehrt seien 43 Prozent überzeugt, dass ihr Anliegen problemlos online hätte erledigt werden können. „Immerhin 24 Prozent geben an, der Gang zur Behörde habe ihnen Spaß gemacht.“

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Bundesministerium des Innern
Das Onlinezugangsgesetz (OZG) / Die Interaktion zwischen Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen mit der Verwaltung soll in Zukunft deutlich schneller, effizienter und nutzerfreundlicher werden.

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Digitale Vergabe wird Standard: Zwei Drittel vereinbaren Arzttermine online https://www.datensicherheit.de/digital-vergabe-standard-zwei-drittel-vereinbarung-arzttermin-online https://www.datensicherheit.de/digital-vergabe-standard-zwei-drittel-vereinbarung-arzttermin-online#respond Thu, 25 Dec 2025 23:20:53 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51561 Nach aktuellen Erkenntnissen des Digitalverbands Bitkom e.V. hat sich die digitale Terminvergabe in Arztpraxen etabliert und ist nunmehr fester Bestandteil im deutschen Gesundheitssystem

[datensicherheit.de, 26.12.2025] Nach aktuellen Erkenntnissen des Digitalverbands Bitkom e.V. hat sich die digitale Terminvergabe in Arztpraxen etabliert und ist somit zu einem festen Bestandteil im deutschen Gesundheitssystem geworden: Bereits 64 Prozent der Deutschen hätten inzwischen mindestens einmal einen Arzttermin online vereinbart. Bitkom Research habe im Auftrag des Digitalverbands 1.145 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Befragung habe im Zeitraum der Kalenderwochen 38 bis 43 2025 stattgefunden und sei repräsentativ.

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Foto: Bitkom e.V.

Dr. Bernhard Rohleder betont: Digitale Prozesse reduzieren den Aufwand in den Arztpraxen, sparen für alle Beteiligten Zeit und verbessern den Zugang zur medizinischen Versorgung

64% haben inzwischen mindestens einmal einen Arzttermin online vereinbart

Damit sei der Anteil innerhalb von zwei Jahren stark gestiegen: 2024 habe er noch bei 50 Prozent, 2023 sogar erst bei 36 Prozent gelegen.

  • Weitere 16 Prozent hätten zwar bislang keinen Online-Termin gebucht, könnten sich dies aber künftig vorstellen. Nur noch 18 Prozent lehnten die digitale Terminvergabe grundsätzlich ab.

Dies sind demnach Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.145 Menschen ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Arzttermine können über Web-Portale vereinbart werden

Besonders häufig genutzt würden spezialisierte Terminplattformen: 58 Prozent der Befragten hätten ihren Arzttermin bereits über Portale wie „Doctolib“, „Jameda“, „Clickdoc“, „Termed“ und andere vereinbart.

  • 25 Prozent nutzten dafür die Website einer Arztpraxis oder medizinischen Einrichtung, etwa über ein Online-Formular oder per E-Mail. Mehrfachnennungen seien möglich.

Als größter Vorteil der digitalen Terminbuchung gelte die Unabhängigkeit von den telefonischen Erreichbarkeiten der Praxen: 84 Prozent der Befragten, welche die Online-Terminvereinbarung nutzten oder sich dies vorstellen könnten, würden diesen Punkt benennen.

Digitale Terminvergabe für Arztpraxen wichtiges Instrument einer effizienteren Gesundheitsversorgung

58 Prozent schätzten die flexible Auswahl an Terminen, etwa zu Randzeiten. 43 Prozent sahen automatische Terminerinnerungen als Vorteil, 37 Prozent die bessere Verfügbarkeit kurzfristiger Termine.

  • Zudem gäben 26 Prozent an, dass sie die Möglichkeit, Termine online einfach abzusagen oder zu verschieben, besonders hilfreich fänden.

Der Bitkom-Hauptgeschäftsführer, Dr. Bernhard Rohleder, kommentiert: „Die digitale Terminvergabe ist ein wichtiges Instrument für eine effizientere Gesundheitsversorgung. Digitale Prozesse reduzieren den Aufwand in den Arztpraxen, sparen für alle Beteiligten Zeit und verbessern den Zugang zur medizinischen Versorgung.“

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Dr. Bernhard Rohleder: Hauptgeschäftsführer Bitkom e.V.

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Zahlen zur digitalen Welt

datensicherheit.de, 24.09.2018
Digitalisierung in der Medizin: Dilemmata für Ärzte / Sprechstunde als Schutzraum für Patienten droht verloren zu gehen

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Generationenfrage Weihnachtsstimmung: Smartphone als Fluch und Segen https://www.datensicherheit.de/generationenfrage-smartphone-fluch-segen-weihnachtsstimmung https://www.datensicherheit.de/generationenfrage-smartphone-fluch-segen-weihnachtsstimmung#respond Sun, 21 Dec 2025 23:55:10 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51508 Weihnachten soll die Zeit der Besinnlichkeit und des gemütlichen Zusammenseins sein – doch für manche Familien kann ausgerechnet das Smartphone den Frieden unter dem Tannenbaum stören

[datensicherheit.de, 22.12.2025] Der Digitalverband Bitkom widmet sich in einer aktuellen Stellungnahme dem Weihnachtsfest 2025: „Weihnachten soll die Zeit der Besinnlichkeit und des gemütlichen Zusammenseins sein – doch für manche Familien kann ausgerechnet das Smartphone den Frieden unter dem Tannenbaum stören.“ Denn besonders zwischen den Generationen gebe es hierzu unterschiedliche Vorstellungen. Insgesamt 45 Prozent der Deutschen, welche am Heiligabend feiern, finden demnach, dass das Smartphone das gemütliche Beisammensein am Heiligabend stört. Dies treffe vor allem auf ältere Menschen zu: „58 Prozent der über 65-Jährigen und 49 Prozent der 50- bis 64-Jährigen empfinden es als störend. Bei den Jüngeren ist das deutlich weniger der Fall: Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es 34 Prozent, bei den 30- bis 49-Jährigen 37 Prozent.“ Dies seien Erkenntnisse auf Basis einer repräsentativen Befragung von 1.002 Personen ab 16 Jahren in Deutschland im Bitkom-Auftrag – darunter 943 Personen, die Heiligabend feiern. Die Befragung habe im Zeitraum der Kalenderwochen 41 bis 46 2025 stattgefunden.

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Foto: Bitkom e.V.

Dr. Sebastian Klöß: Smartphones ermöglichen es, auch entfernte Freunde und Familie einzubeziehen, können aber die Aufmerksamkeit für das gemeinsame Beisammensein vor Ort schmälern

Absprachen zur Smartphone-Nutzung empfohlen – z.B. während des Essens oder der Bescherung offline zu bleiben

„Musik abspielen, Fotos machen, Grüße schicken: Demgegenüber nutzt ein gewisser Teil das Smartphone an Weihnachten sogar häufiger. Insgesamt 37 Prozent der Deutschen, die Heiligabend feiern, verwenden es an diesem Abend mehr als an anderen Tagen.“ Auch hierbei gebe es entsprechende Generationen-Unterschiede: Unter den 16- bis 29-Jährigen griffen 44 Prozent am Heiligabend häufiger zum Smartphone, unter den 30- bis 49-Jährigen 42 Prozent.

  • Bei den 50- bis 64-Jährigen seien es nur noch 37 Prozent, in der Gruppe ab 65 Jahren nur 28 Prozent. Dr. Sebastian Klöß, Experte für „Consumer Technology“ beim Bitkom, kommentiert: „Smartphones an Weihnachten sind Fluch und Segen zugleich. Sie ermöglichen es, auch entfernte Freunde und Familie einzubeziehen, können aber die Aufmerksamkeit für das gemeinsame Beisammensein vor Ort schmälern.“

Wer den Weihnachtsfrieden bewahren möchte, könne vorher durchaus Absprachen treffen – so zum Beispiel, während des Essens oder der Bescherung offline zu bleiben. „So wird die gemeinsame Zeit bewusster und im besten Fall für alle entspannter!“

58% nutzen Smartphones am Heiligabend, um mit Freunden oder Familie Kontakt zu halten

Für viele gehe es bei der Smartphone-Nutzung immerhin auch um die Gemeinschaft mit Leuten, die nicht da sind: Insgesamt 58 Prozent nutzten das Smartphone am Heiligabend, um mit Freunden oder Familie Kontakt zu halten.

  • Auch dies sei aber unter den Jüngsten bis 29 Jahren mit 68 Prozent wesentlich ausgeprägter als unter den Ältesten ab 65 Jahren (45%). Auch beim Teilen von Aufnahmen vom Fest zeige sich der Generationen-Unterschied:

Insgesamt nutzten 59 Prozent ihr Smartphone am Heiligabend, um Bilder und Videos in Sozialen Netzwerken zu teilen. Mit 72 Prozent gehöre dies für einen Großteil der 16- bis 29-Jährigen dazu, wohingegen nur 31 Prozent ab 65 Jahren am Heiligabend dort Aufnahmen teilten.

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Digitale Gesellschaft: Smartphonenutzung in Deutschland / Bevölkerung zu Nutzungsverhalten, Nutzungsdauer und Auswahlkriterien bei Smartphones

datensicherheit.de, 03.09.2025
Smartphone als Multifunktionsgerät: Wecker, Kamera, Navigationsgerät / Nach aktuellen Erkenntnissen des Digitalverbands Bitkom haben bereits knapp drei Viertel der Smartphone-Nutzer ihren Wecker vollständig oder größtenteils ersetzt

datensicherheit.de, 14.04.2024
Bitkom-Umfrage zum Anvertrauen des Smartphones an andere / Bitkom-Experte Dr. Sebastian Klöß: Vielen behagt es nicht, das eigene Smartphone anderen zu überlassen

datensicherheit.de, 29.06.2023
Smartphone-Nutzung auf der Toilette: Gefahren lassen sich nicht aussperren / Über 54% der Deutschen verwenden ihr Smartphone auch auf der Toilette

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Einigung auf Digitalpakt 2.0: Bitkom begrüßt Durchbruch für digitale Bildung in Deutschland https://www.datensicherheit.de/einigung-digitalpakt-2-0-bitkom-begruessung-durchbruch-digitale-bildung-deutschland https://www.datensicherheit.de/einigung-digitalpakt-2-0-bitkom-begruessung-durchbruch-digitale-bildung-deutschland#respond Sat, 20 Dec 2025 23:13:04 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51496 Das bisherige Förderprogramm zur Digitalisierung der Schulen war bereits im Mai 2024 ohne Anschlussfinanzierung ausgelaufen

[datensicherheit.de, 21.12.2025] Laut einer Meldung des Digitalverbands Bitkom e.V. vom 18. Dezember 2025 haben Bund und Länder ein neues Förderprogramm zur Digitalisierung der Schulen beschlossen. Der Bitkom-Präsident, Dr. Ralf Wintergerst, spricht in seinem Kommentar von einem „Durchbruch für digitale Bildung in Deutschland“.

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Foto: Bitkom

Dr. Ralf Wintergerst: Entscheidend ist, dass die Vereinbarung von allen Bundesländern zügig umgesetzt wird…

Digitalpakt 2.0 gute Nachricht für Schüler und Lehrkräfte

Demnach haben sich Bund und Länder im Rahmen der jüngsten Bildungsministerkonferenz auf einen „Digitalpakt 2.0“ geeinigt. Das bisherige Förderprogramm zur Digitalisierung der Schulen war bereits im Mai 2024 ohne Anschlussfinanzierung ausgelaufen.

  • Wintergerst betont nun: „Die Einigung von Bund und Ländern auf einen neuen ,Digitalpakt’ ist eine sehr gute Nachricht für alle Schülerinnen und Schüler, aber auch für ihre Lehrerinnen und Lehrer!“

Nach einer „jahrelangen Hängepartie“ erhielten die Schulen nun endlich Planungssicherheit für die kommenden fünf Jahre und könnten ihre Digitalisierung konsequent vorantreiben. „Das bedeutet einen Durchbruch für die digitale Bildung in Deutschland!“

88% der Schüler in Deutschland wünschen mehr digitale Lernmedien im Unterricht

Mit einem Gesamtvolumen von fünf Milliarden Euro setzten Bund und Länder finanziell den richtigen Rahmen. Wintergerst führt aus: „Wir begrüßen besonders, dass damit neben Hardware nun auch Mittel für Lernmedien, Software und die Weiterbildung der Lehrkräfte bereitstehen. Entscheidend ist, dass die Vereinbarung von allen Bundesländern zügig umgesetzt wird und die Mittel schnell, unbürokratisch und zielgerichtet in den Schulen ankommen.“

  • Der Bedarf sei weiterhin groß: Laut einer Bitkom-Studie wünschten sich 88 Prozent der Schüler in Deutschland mehr digitale Lernmedien im Unterricht. Gleichzeitig bemängelten noch immer 59 Prozent schlechtes oder fehlendes WLAN an ihrer Schule.

Auch Eltern sähen Nachholbedarf: In einer aktuellen Bitkom-Studie bewerteten sie den digitalen Unterricht ihrer Kinder im Durchschnitt nur mit der Schulnote 3,3 („befriedigend“), rund zwei Drittel (65%) forderten dringend mehr Investitionen in die Digitalisierung der Schulen.

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Dr. Ralf Wintergerst: Präsident Bitkom / Vorsitzender der Geschäftsführung & Group CEO Giesecke+Devrient GmbH

Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Digitalpakt 2.0: Nach intensiven Verhandlungen haben sich Bund und Länder auf den Digitalpakt 2.0 geeinigt. Als entscheidender nächster Schritt für die Digitalisierung von Schulen markiert er einen weiteren Meilenstein in der Bildungsmodernisierung in Deutschland.

datensicherheit.de, 17.05.2019
DigitalPakt in Kraft getreten / DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger sieht „großen Nachholbedarf“ in Schulen

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Smart-Home-Geräte bei Deutschen zunehmend verbreitet https://www.datensicherheit.de/smart-home-geraete-deutsche-zunahme-verbreitung https://www.datensicherheit.de/smart-home-geraete-deutsche-zunahme-verbreitung#respond Tue, 16 Dec 2025 23:42:14 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51442 48 Prozent der Deutschen verwenden daheim mindestens eine Smart-Home-Anwendung – von ihnen wiederum greifen 59 Prozent sogar auf mehr als fünf smarte Lösungen zurück

[datensicherheit.de, 17.12.2025] Bitkom Research hat im Auftrag des Digitalverbands Bitkom e.V. 1.156 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Durchführung dieser repräsentativen Umfrage fand demnach im Zeitraum der Kalenderwochen 39 bis 43 2025 statt. Hierzu seien die folgenden Fragen gestellt worden: „Welche der folgenden Smart-Home-Anwendungen nutzen Sie in Ihrem Haushalt bereits?“ und „Wie viele verschiedene Smart-Home-Anwendungen nutzen Sie?“.

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Abbildung: Bitkom e.V.

Repräsentatives Umfrage-Ergebnis: Knapp die Hälfte der Deutschen nutzt Smart-Home-Geräte

Smart-Home-Nutzungszahlen im Vergleich zu Vorjahren noch einmal leicht angestiegen

„Ein Bewegungssensor schaltet bei Inaktivität die ,intelligente’ Beleuchtung ab, das ,smarte’ Thermometer regelt die Raumtemperatur, ein Roboter hält das Haus sauber – fast jeder zweite Haushalt in Deutschland ist mittlerweile ,smart’.“

  • 48 Prozent der Deutschen gäben an, im eigenen Zuhause mindestens eine Smart-Home-Anwendung zu nutzen. Von ihnen griffen 59 Prozent sogar auf mehr als fünf smarte Lösungen zurück. Die Nutzungszahlen stiegen im Vergleich zu den Vorjahren noch einmal leicht an:

„2022 waren es 43 Prozent, 2023 44 Prozent und 2024 46 Prozent, die zumindest Teile ihres Zuhauses ,smart’ ausgerüstet haben.“

Smart-Home-Technologien sollen auch helfen, Energie und damit Kosten zu sparen

Am häufigsten verwendet würden „intelligente“ Beleuchtungssysteme, welche zum Beispiel das Licht automatisch ausschalteten, wenn niemand mehr in der Wohnung ist: 38 Prozent aller Deutschen hätten die eigenen vier Wände bereits mit „smarten“ Lampen oder Leuchten ausgestattet.

  • Knapp dahinter folgten „smarte“ Heizkörperthermostate (35%), die etwa registrieren, wenn ein Fenster zum Lüften geöffnet wird, oder die Temperatur senken, wenn niemand zu Hause ist. Aber auch „smarte“ Steckdosen (35%) und „intelligente“ Verbrauchszähler für Strom, Gas oder Wasser (22%) seien bei Verbrauchern beliebt.

„Smart-Home-Technologien erhöhen nicht nur den Wohnkomfort, sondern helfen auch, Energie und damit Kosten zu sparen. Wir erwarten, dass die Nachfrage nach .intelligenten’, energieeffizienten Smart-Home-Lösungen weiter steigen wird“, kommentiert der Bitkom-Hauptgeschäftsführer, Dr. Bernhard Rohleder.

Verwendung von Smart-Home-Geräten zumeist in Kombination

Neben energiesparenden Anwendungen seien aber auch „smarte“ Haushaltsgeräte beliebt: „Rund ein Viertel (24%) verwendet Staubsauger-Roboter, und Rasenmäher-Roboter nutzen 16 Prozent. Geräte zur Verbesserung der Sicherheit sind bei den Deutschen ebenso hoch im Kurs: 16 Prozent nutzen intelligente Videoüberwachungen, zehn Prozent besitzen ,smarte’ Alarmanlagen und rund sieben Prozent haben ,intelligente’ Rauchmelder im eigenen Heim installiert.“

  • Wer Smart-Home-Technologien nutzt, beschränke sich dabei selten auf nur eine Anwendung: „59 Prozent der Smart-Home-Nutzerinnen und -Nutzer gaben an, sechs oder mehr ,intelligente‘ Anwendungen zu Hause im Einsatz zu haben.“ Knapp fünf Prozent der „smarten“ Haushalte nutzten fünf Anwendungen, sieben Prozent griffen auf vier intelligente Lösungen im Haushalt zurück. Gerade einmal zwei Prozent setzten nur eine bis drei solcher Anwendungen in den eigenen vier Wänden ein.

Rohleder führt abschließend aus: „Wenn ,Smart Home’, dann richtig – nach diesem Motto rüsten sich die Haushalte aus. Das ,Smart Home’ spielt seine Vorteile in der Kombination unterschiedlicher Technologien aus. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz eröffnet hier zusätzlich Möglichkeiten und hilft, die Installation, Vernetzung und Steuerung von Smart-Home-Geräten weiter zu optimieren. So werden intelligente Lösungen im eigenen Zuhause deutlich nutzerfreundlicher – und damit auch für Menschen mit geringerer Technikaffinität attraktiv.“

Weitere Informationen zum Thema:

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Dr. Bernhard Rohleder: Hauptgeschäftsführer Bitkom e.V.

datensicherheit.de, 08.09.2025
Smart City Index 2025: Düsseldorf, Hannover, Heidelberg und Leipzig in Top 10 aufgerückt / Über die Spitzengruppe im „Smart City Index“ sind Veränderungen zu vermelden: Düsseldorf, Hannover, Heidelberg und Leipzig nun unter den „Top 10“ zu finden

datensicherheit.de, 10.09.2024
Smarte Geräte: IT-Sicherheit in Deutschland neben Benutzerfreundlichkeit entscheidendes Kaufkriterien / BSI hat Wahrnehmung, Relevanz und Akzeptanz des IT-Sicherheitskennzeichens durch Konsumenten untersuchen lassen

datensicherheit.de, 08.06.2024
Smart-Home-Geräte: Apps mit unstillbarem Datenhunger / Amazons „Alexa“ sammelt laut Surfshark-Studie mehr als das Dreifache des Durchschnitts typischer Smart-Home-Geräte

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Nur ein Prozent der Internetnutzer ohne private E-Mail-Adresse https://www.datensicherheit.de/ein-prozent-internetnutzer-ohne-private-e-mail-adresse https://www.datensicherheit.de/ein-prozent-internetnutzer-ohne-private-e-mail-adresse#respond Sun, 14 Dec 2025 23:16:51 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51421 Durchschnittlich erhalten laut einer Erhebung des Digitalverbands Bitkom private Nutzer jeweils 13 E-Mails pro Tag

[datensicherheit.de, 15.12.2025] Der Digitalverband Bitkom e.V. hat eine Umfrage zum Aufkommen von E-Mails im privaten Bereich durchführen lassen: Bitkom Research hat demnach 1.002 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt, darunter 928 Internetnutzer. Diese repräsentative Gesamtumfrage habe im Zeitraum der Kalenderwochen 41 bis 46 2025 stattgefunden. Das Bitkom-Fazit: „Private Mailpostfächer werden voller.“

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Foto: Bitkom e.V.

Dr. Sebastian Klöß: Die E-Mail bleibt für viele ein zentraler Bestandteil ihres Alltags

E-Mails nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten Alltag für die allermeisten Standard

„Terminbestätigung für den Arztbesuch, Versandinfo vom Lieblingsshop oder der Login-Code für eine App – E-Mails sind nicht nur im Beruf für die allermeisten Standard, sondern auch im privaten Alltag. Und ihre Bedeutung wächst weiter:“

  • Im Durchschnitt gingen bei Internetnutzern täglich inzwischen 13 Nachrichten im privaten E-Mail-Postfach ein. Vor zwei Jahren seien es noch durchschnittlich zehn private E-Mails am Tag gewesen.

Jeder Fünfte (20%) erhalte lediglich eine bis vier E-Mails täglich, fünf bis neun E-Mails erhielten 19 Prozent, zehn bis 19 Mails 28 Prozent und sogar 20 E-Mails und mehr seien es bei 26 Prozent.

E-Mail-Adressen oft auch für Login bzw. Identifikation bei Web-Dienste genutzt

„Obwohl sich die digitale Kommunikation ständig weiterentwickelt, bleibt die E-Mail für viele ein zentraler Bestandteil ihres Alltags. Sie funktioniert unkompliziert, verlässlich und ganz ohne Abhängigkeit von einzelnen Diensten“, kommentiert Dr. Sebastian Klöß, Leiter „Märkte & Technologien“ beim Bitkom.

  • Gerade weil die private E-Mail oft auch als Login- oder Identifikationsadresse für andere Dienste genutzt werde und sensible Informationen wie Vertragsunterlagen enthalte, sei es essenziell, auf ein gutes Passwort fürs Postfach zu achten.

Die E-Mail als Kommunikationsmittel scheine sogar für alle Altersklassen ähnlich wichtig zu sein: Während 16- bis 29-Jährige im Durchschnitt 14 private E-Mails pro Tag erhielten, seien es bei den 30- bis 49-Jährigen 13 E-Mails, in der Altersgruppe zwischen 50 und 64 Jahren zwölf E-Mails pro Tag sowie 13 Mails bei den 65-Jährigen und Älteren. Nur ein Prozent aller Internetnutzer in Deutschland habe nach eigenen Angaben keine private E-Mail-Adresse.

Weitere Informationen zum Thema:

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Dr. Sebastian Klöß: Leiter Märkte & Technologien Bitkom e.V.

datensicherheit.de, 25.11.2025
E-Mail-Sicherheit bei Webmail-Diensten: BSI-Anforderungen hinsichtlich Sicherheit, Transparenz und Benutzerfreundlichkeit / Das BSI hat am 24. November 2025 in seiner Whitepaper-Reihe des „Digitalen Verbraucherschutzes“ den Titel „Anforderungen an sichere, transparente und benutzerfreundliche Webmail-Dienste“ bereitgestellt

datensicherheit.de, 22.08.2025
„E-Mail-Sicherheitsjahr 2025“ – gemeinsame BSI-eco-Bitkom-Aktionskampagne / Initiatoren veröffentlichen erstmals „Hall of Fame der E-Mail-Sicherheit“ und zeichnen damit rund 150 Unternehmen aus, welche sich aktiv an der Umsetzung moderner E-Mail-Sicherheitsmaßnahmen beteiligen

datensicherheit.de, 13.02.2025
Verbraucherzentrale NRW warnt: Betrügerische E-Mails immer schwerer zu durchschauen / Sparkasse, Postbank, Telekom oder PayPal – oft werden Namen großer Unternehmen missbraucht, um in deren Namen Phishing-Mails zu versenden

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DSGVO-Nachbesserung: Signifikante Mehrheit deutscher Unternehmen fordert Datenschutz-Reform https://www.datensicherheit.de/dsgvo-nachbesserung-mehrheit-deutschland-unternehmen-forderung-datenschutz-reform https://www.datensicherheit.de/dsgvo-nachbesserung-mehrheit-deutschland-unternehmen-forderung-datenschutz-reform#respond Wed, 03 Dec 2025 23:57:50 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51265 Die EU-Kommission selbst hat mit dem „digitalen Omnibus“ Reformen der inzwischen seit sieben Jahren angewendeten europäischen Datenschutz-Regeln vorgeschlagen

[datensicherheit.de, 04.12.2025] Nach aktuellen Erkenntnissen des Digitalverbands Bitkom e.V. befürworten weite Teile der deutschen Wirtschaft eine Reform der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO): „79 Prozent der Unternehmen fordern von der deutschen Politik, dass sie eine DSGVO-Reform auf europäischer Ebene vorantreibt, 71 Prozent sind der Meinung, die DSGVO müsse gelockert werden.“ Die EU-Kommission habe mit dem „digitalen Omnibus“ zuletzt Reformen der inzwischen seit sieben Jahren angewendeten europäischen Datenschutz-Regeln vorgeschlagen.

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Foto: Bitkom e.V.

Susanne Dehmel: Unternehmen erleben eine Dauerbelastung durch den Datenschutz, der knappe Ressourcen bindet, die an anderer Stelle fehlen!

77 Prozent sehen Datenschutz als Hemmnis für die Digitalisierung in Deutschland

Zugleich wachse die Belastung der Unternehmen durch den Datenschutz weiter: Bei rund zwei Dritteln (69%) habe der Aufwand im vergangenen Jahr weiter zugenommen, inzwischen bezeichneten ihn 97 Prozent als „sehr hoch“ oder „eher hoch“. Dies sind demnach Ergebnisse einer Befragung von 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten im Bitkom-Auftrag.

  • 72 Prozent beklagten, dass man es mit dem Datenschutz in Deutschland übertreibe – vor einem Jahr seien es noch 64 Prozent gewesen – und sogar 77 Prozent sagten, der Datenschutz hemme die Digitalisierung in Deutschland (2024: 70%).

„Diese Bewertung der Unternehmen sollten wir ernst nehmen und einen sowohl effektiven als auch praxistauglichen Datenschutz für die digitale Gesellschaft ermöglichen. Mit dem ,digitalen Omnibus’ hat die EU-Kommission wichtige Schritte angestoßen, um Alltagsprobleme im Umgang mit dem Datenschutz zu verringern. Doch die strukturellen Hürden bleiben“, kommentiert Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung.

Datenschutz wird als belastende Dauerbaustelle empfunden

Dehmel führt weiter aus: „In vielen Branchen herrscht Rechtsunsicherheit, etwa bei Einwilligungen, die nicht nur dokumentiert, sondern auch rechtssicher formuliert und geprüft werden müssen. Die Vielzahl komplexer Datenschutzvorschriften schafft aufwändige und teils bürokratische Prozesse in Unternehmen. Hier braucht es dringend Klarheit und Entlastung!“

  • Für die Unternehmen seien die größten Herausforderungen bei der Umsetzung von Datenschutzvorgaben, dass dieser Prozess nie abgeschlossen sei (86%) sowie die Unsicherheit zu genauen Vorgaben der DSGVO (82%). Dazu kämen immer wiederkehrende Prüfungen beim Ausrollen neuer „Tools“ (77%).

Dahinter folgten mit etwas Abstand aus Sicht der Unternehmen allgemein zu hohe Anforderungen (69%), die uneinheitliche Auslegung innerhalb der EU (54%), mangelnde Beratung durch Aufsichtsbehörden (54%), sich widersprechende rechtliche Vorgaben (53%) und eine uneinheitliche Auslegung innerhalb Deutschlands (37%). „Die Unternehmen erleben eine Dauerbelastung durch den Datenschutz, der knappe Ressourcen bindet, die an anderer Stelle fehlen“, warnt Dehmel.

DSGVO beschert Unternehmen auch interne Herausforderungen

Aber auch innerhalb der Unternehmen gebe es Herausforderungen, vor allem die notwendige Zeit für erforderliche IT- und Systemumstellungen (50%) und den Aufwand, Beschäftigten die komplexen Anforderungen verständlich zu machen (46%). Dazu kämen ein Mangel an qualifizierten Beschäftigten für die Datenschutz-Umsetzung (38%), fehlende finanzielle Mittel (31%) und die unzureichende Einbindung der Datenschutzbeauftragten (25%). Am Ende rangiere mit nur zwölf Prozent die fehlende Unterstützung im Unternehmen für Datenschutz.

  • An diesen Stellen wünschten sich die Unternehmen auch Nachbesserungen der DSGVO: Jeweils rund drei Viertel möchten, dass die Dokumentationspflicht von Verarbeitungstätigkeiten reduziert (76%) und das Verbot mit Erlaubnisvorbehalt abgeschafft (73%) würden. Je sechs von zehn Unternehmen plädierten für eine vereinfachte Nutzung pseudonymisierter Daten (63%), eine verpflichtende praxisnähere Beratung durch die Aufsichtsbehörden (62%), mehr Rechtssicherheit bei der Interessenabwägung (61%) und weniger Informationspflichten (60%).

Für 54 Prozent sollte mehr Datenverarbeitung ohne Einwilligung ermöglicht, für 53 Prozent der Prüfaufwand für Datenschutzfolgeabschätzungen verringert werden. Ein Drittel (33%) möchte die Pflicht zur Benennung eines Datenschutzbeauftragten abschaffen. „Es geht den Unternehmen darum, die DSGVO nach sieben Jahren praxistauglich zu machen“, erläutert Dehmel und fordert: „Datenschutz muss verständlich und anwendbar sein!“

Kein Unternehmen frei von Problemen aufgrund des Datenschutzes

Die Wünsche spiegelten wider, wo aktuell der größte Aufwand bei der Umsetzung des Datenschutzes in den Unternehmen entstehe. Bei 73 Prozent seien dies die Dokumentationspflicht von Verarbeitungstätigkeiten sowie die technische Implementierung (69%).

  • Dahinter folgen fast gleichauf die Klärung rechtlicher Anforderungen (57%), die Abstimmung mit externen Dienstleistern (54%) sowie die Erfüllung von Informationspflichten (53%).

43 Prozent würden die Sicherstellung der Betroffenenrechte, je 36 Prozent die Schulung der Beschäftigten und die Bewertung von Datenschutzverstößen, 33 Prozent den Aufbau interner Datenschutzkompetenzen und 25 Prozent die Benennung eines Datenschutzbeauftragten nennen. Kein Unternehmen gebe an, frei von Problemen aufgrund des Datenschutzes zu sein.

Unternehmen überziehen beim Datenschutz eher – aus Angst, gegen die DSGVO zu verstoßen

Aber nicht nur bei den Datenschutzregeln werde Reformbedarf gesehen – es gebe auch Kritik an den Aufsichtsbehörden: Rund zwei Drittel (69%) der Unternehmen beklagten, dass die deutschen Datenschutzbehörden die DSGVO zu streng anwendeten.

  • Eine Folge: „Die Unternehmen überziehen beim Datenschutz aus Angst, gegen die DSGVO zu verstoßen (62%).“ Die Unternehmen plädierten mit knapper Mehrheit dafür, die Datenschutzaufsicht auf Bundesebene zu zentralisieren. 53 Prozent befürworteten den Vorschlag, 42 Prozent seien dagegen.

„Die Diskussion über eine Reform der Datenschutzaufsicht in Deutschland ist wichtig. Angesichts der Vielzahl von Herausforderungen, vor denen die Unternehmen stehen, müssen wir die Ressourcen der Behörden bestmöglich einsetzen und insbesondere für eine gute Beratung sowie für eine einheitliche Auslegung und Durchsetzung sorgen“, unterstreicht Dehmel.

Ein Viertel der befragten Unternehmen hatte Datenschutzverstöße

Datenschutzverstöße hätten in den Unternehmen zumeist Konsequenzen. Ein Viertel der Unternehmen räume sie für die vergangenen zwölf Monate ein: Bei 19 Prozent habe es einen Verstoß gegeben – bei sechs Prozent sogar mehrere. 59 Prozent hätten keine Datenschutzverstöße gehabt, 16 Prozent wollten oder könnten keine Angaben machen. 57 Prozent der Unternehmen, bei denen es zu Datenschutzverstößen kam, hätten diese an die Aufsicht gemeldet, 29 Prozent hätten keine Meldungen gemacht und 14 Prozent wollten oder könnten dazu keine Angabe machen.

  • Rund jedes zweite Unternehmen mit Datenschutzverstößen nenne diese „sehr schwerwiegend“ (16%) oder „eher schwerwiegend“ (32%). Bei 23 Prozent seien sie eher „nicht schwerwiegend“, bei 19 Prozent „überhaupt nicht schwerwiegend“ gewesen – und jedes Zehnte (10%) könne oder wolle dazu keine Angaben machen.

Fragt man nach den Folgen des größten Datenschutzverstoßes der vergangenen zwölf Monate, dann würden 93 Prozent den organisatorischen Aufwand nennen. Mit deutlichem Abstand folge dahinter ein Bußgeld (51%). 18 Prozent hätten Kunden verloren, sieben Prozent Schadenersatz zahlen und ebenfalls sieben Prozent Reputationsschäden verzeichnen müssen. Bei gerade einmal fünf Prozent habe es gar keine Folgen gegeben. Dehmel: „Verstöße gegen den Datenschutz sind nicht folgenlos, sondern haben Konsequenzen!“

Datenschutz als KI-Hindernis empfunden

Mit Blick auf Künstliche Intelligenz (KI) werde die Rolle des Datenschutzes von den Unternehmen zunehmend kritisch gesehen. Sieben von zehn Unternehmen (71%) forderten, den Datenschutz an das KI-Zeitalter anzupassen. Denn für mehr als zwei Drittel (69%) der Unternehmen erschwere der Datenschutz das Training von KI-Modellen. Vor einem Jahr habe dieser Anteil erst bei 50 Prozent gelegen.

  • Zudem meinten 63 Prozent, dass der Datenschutz Unternehmen, die KI entwickeln, aus der EU vertreibe (2024: 52%). 57 Prozent sagten, dass der Datenschutz generell dafür sorge, dass die Anwendung von KI in der EU eingeschränkt werde (2024: 57%) und in 54 Prozent der Unternehmen behindere der Datenschutz den Einsatz von KI (2024: 52%).

Umgekehrt meinten aber auch 58 Prozent, dass der Datenschutz Rechtssicherheit bei der Entwicklung von KI-Anwendungen schaffe (2024: 53%). „Künstliche Intelligenz ist die entscheidende Zukunftstechnologie und KI braucht Daten. Die Regelungen zum Datenschutz sollten auch mit Blick auf Deutschlands Position in der künftigen KI-Welt überprüft werden“, gibt Dehmel zu bedenken.

Breite Mehrheit von 85 Prozent möchte verständlichere Datenschutzvorgaben

An Politik und Verwaltung hätten die Unternehmen einige Wünsche: Eine breite Mehrheit von 85 Prozent möchte verständlichere Datenschutzvorgaben, ebenso viele eine Reduzierung des bürokratischen Aufwands bei Datenschutzvorfällen. Dahinter folgten das Vorantreiben einer DSGVO-Reform auf europäischer Ebene (79%), eine bessere Abstimmung von Datenschutz und anderen Regulierungen wie Gesetzen und Verordnungen (69%) sowie eine bessere Hilfestellung durch Datenschutzbehörden (62%).

  • 53 Prozent wollten differenziertere Datenschutzanforderungen nach Unternehmensgrößen – aktuell sagten 62 Prozent der Unternehmen, für kleinere Unternehmen sei der Datenschutz oft kaum umsetzbar.

Grundlage obiger Angaben ist laut dem Digitalverband eine von Bitkom Research im Auftrag durchgeführte Umfrage bei 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland. Die Befragung habe im Zeitraum der Kalenderwochen 30 bis KW 35 2025 stattgefunden und sei repräsentativ.

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Susanne Dehmel: Mitglied der Geschäftsleitung KI & Daten Bitkom e.V.

bitkom, Susanne Dehmel, 03.12.2025
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Sicherheit & Datenschutz / Datenschutz – Unternehmen zu DS-GVO, Herausforderungen, Umsetzung & Co.

datensicherheit.de, 01.08.2025
DSGVO und NIS-2 können und sollten Hand in Hand gehen / Wer sich bereits datenschutzkonform gemäß DSGVO aufgestellt hat, dem fällt auch die Cyberresilienz im NIS-2-Kontext leichter

datensicherheit.de, 22.05.2025
7. DSGVO-Jahrestag: KI-Agenten als neue Herausforderung / Wie sensible Daten geschützt werden können, wenn nicht mehr allein Menschen, sondern auch KI-Agenten auf Informationen zugreifen, reflektiert Steve Bradford in seinem Kommentar

datensicherheit.de, 19.05.2025
DSGVO: Verlässlicher Datenschutz schafft Vertrauen und stärkt die Wirtschaft / Stellungnahme vom Verbraucherzentrale Bundesverband zum Vorschlag der EU-Kommission zu DSGVO-Ausnahmen für KMU

datensicherheit.de, 24.01.2025
Laut Studie von DLA Piper wurden 2024 europaweit 1,2 Milliarden Euro DSGVO-Bußgelder verhängt / Erstmals seit Inkrafttreten der DSGVO im Mai 2018 ist der Trend kontinuierlich steigender Bußgelder unterbrochen worden

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