CEO – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Mon, 27 Jul 2026 12:08:30 +0000 de hourly 1 Agentic AI erfindet die CEO-Rolle neu https://www.datensicherheit.de/ceo-rolle-agentic-ai-kompetenz https://www.datensicherheit.de/ceo-rolle-agentic-ai-kompetenz#respond Mon, 27 Jul 2026 10:17:26 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55853 Die Rolle des CEO wird sich bis 2031 grundlegend verändern. Und zwar in einem Ausmaß, das sich viele Führungskräfte heute noch gar nicht ausmalen können. Den entscheidenden Impuls dafür gibt – wie könnte es anders sein – Künstliche Intelligenz. Oder besser gesagt: Agentic AI.

Von Statement unserem Gastautor Steven Elsham, Chief Executive Officer bei Ultimo

[datensicherheit.de, 27.07.2026] Der Rolle des CEO im Unternehmen steht eine elementare Revolution bevor. Die hängt zwar mit KI zusammen, es geht allerdings nicht darum, dass Künstliche Intelligenz die Arbeitsweise von Führungskräften verändert. Vielmehr wird sich das Spektrum ihrer Verantwortlichkeit verändern. Ein CEO der Zukunft wird nicht länger ausschließlich Menschen führen, sondern die Verantwortung für eine hybride Belegschaft tragen, in der menschliche Mitarbeiter und autonome KI-Agenten Seite an Seite mit klar definierten Rollen, eigenen Verantwortlichkeiten und Leistungszielen arbeiten. CEOs avancieren also zum „Head of Hybrid Workforce“.

Steven Elsham, Chief Executive Officer bei Ultimo

Steven Elsham, Chief Executive Officer bei Ultimo, Bild: Ultimo

Die wichtigste CEO-Kompetenz der Zukunft

Für manche mag das wie absolute Zukunftsmusik klingen. Tatsache ist, dass diese Entwicklung in vielen Unternehmen bereits heute mehr und mehr zur Realität wird. Die entscheidende Kompetenz eines CEOs wird deshalb künftig nicht mehr sein, technisches Detailwissen über Künstliche Intelligenz zu besitzen, sondern die Fähigkeit zur Orchestrierung: zu verstehen, welche Aufgaben digitale Mitarbeiter schneller, präziser und skalierbarer erledigen und in welchen Bereichen menschliches Urteilsvermögen, Erfahrung und Empathie unersetzlich bleiben. Führung bedeutet dann nicht mehr, jede Entscheidung selbst zu treffen, sondern für die KI den richtigen Rahmen zu schaffen, innerhalb dessen sie Entscheidungen vorbereitet und Optionen sichtbar macht – und vielleicht auch autonom agieren darf.

KI beschleunigt – der CEO entscheidet

Das verändert auch die Dynamik im Top-Management. Entscheidungen, für die heute zahlreiche Meetings und Abstimmungsschleifen notwendig sind, werden künftig in Echtzeit durch spezialisierte KI-Agenten vorbereitet. Die Aufgabe von CEOs verschiebt sich, sodass sie sich von Informationssammlern zu Urteilsgebern entwickeln. Höchste Geschwindigkeit ist in diesem Szenario der Standard, während Urteilskraft zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil wird. Doch nur weil etwas schnell ist, bedeutet es nicht, dass es auch gut ist. Davor sollten Unternehmen sich in Acht nehmen, denn nicht jede Entscheidung sollte beschleunigt werden. Das Alleinstellungsmerkmal guter CEOs wird zukünftig darin bestehen, zu erkennen, wann Tempo von Vorteil ist und wann bewusstes Innehalten die bessere Führungsstrategie ist.

Führung muss sich neu definieren

Natürlich könnte man nun fragen, ob KI auch langfristig CEOs ersetzen wird. Das ist ebenso unwahrscheinlich, wie die Idee, dass die Technologie Mitarbeiter komplett ersetzt. Aber das immer größere operative Gewicht von Künstlicher Intelligenz entlarvt jedoch CEOs, die ihre Führungsrolle nicht neu definieren. Und das wird möglicherweise für den einen oder anderen Wechsel an der Unternehmensspitze sorgen.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 28.01.2026
KI-Agenten und IT-Sicherheit: Zwei Seiten einer Medaille

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CEO-Fraud 2.0: KI als Booster für Social Engineering und Deepfake-Angriffe https://www.datensicherheit.de/ceo-fraud-2-0-ki-booster-social-engineering-deepfake-angriffe Tue, 16 Jun 2026 22:13:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55037 Mittels KI wird perfide Täuschung skalierbar – der Mensch wird somit zur entscheidenden letzten Verteidigungslinie

[datensicherheit.de, 17.06.2026] Nils Dohmen, „Cyber Defense Consultant“ bei Secuinfra, hat Erfahrungen als Berater von Unternehmen zu Strategien und Maßnahmen im Bereich der IT-Sicherheit – mit Schwerpunkt auf Angriffserkennung, „Incident Response“ und dem Schutz vor modernen Cyberbedrohungen – gesammelt. In seiner aktuellen Stellungnahme betont er daher, dass Künstliche Intelligenz (KI) offensichtlich derzeit nicht nur Geschäftsmodelle und Prozesse in Unternehmen verändert, sondern eben auch die Methoden der Cyberkriminalität„und das mit einer Geschwindigkeit, die klassische Sicherheitskonzepte zunehmend unter Druck setzt“. Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung demnach im Bereich „Social Engineering“: „Was früher aufwändig vorbereitete Einzelangriffe waren, entwickelt sich durch den Einsatz von KI zu hochgradig skalierbaren, personalisierten Angriffskampagnen.“ Damit verschiebe sich auch eine zentrale Frage der Cybersicherheit: „Welche Rolle spielt der Mensch noch, wenn sich Inhalte, Stimmen und Identitäten kaum noch zuverlässig verifizieren lassen?“ Offizielle Warnungen beschrieben genau diese Entwicklung: Generative KI (GenAI) erhöhe Tempo, Reichweite und Glaubwürdigkeit bestehender Betrugsmaschen deutlich.

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Foto: Secuinfra

Nils Dohmen betont, dass jene Unternehmen, welche die KI-getriebene Entwicklung cyberkrimineller Bedrohungen frühzeitig verstehen und entsprechend darauf reagieren, ihre Resilienz stärken und sich behaupten können

Social Engineering im KI-Zeitalter als Basis cyberkrimineller Massenkampagnen

Dohmen führt aus: „Traditionelles ,Social Engineering’ basierte auf gezielter Manipulation, etwa durch Phishing-Mails oder fingierte Anrufe. Diese Angriffe erforderten Zeit, Recherche und ein gewisses Maß an krimineller ,Handarbeit’. Mit Generativer KI entfällt ein Großteil dieses Aufwands.“

  • Sprachmodelle könnten heute nämlich täuschend echte E-Mails im perfekten Stil verfassen – abgestimmt auf Hierarchien, Branchen oder sogar individuelle Kommunikationsmuster. Gleichzeitig könnten Angreifer öffentlich verfügbare Informationen aus Sozialen Netzwerken, Unternehmens-Webseiten, Pressemitteilungen oder Videoauftritten automatisiert auswerten und in ihre Angriffe einbauen.

Das Resultat: „Angriffe lassen sich schneller erstellen und massiv skalieren. Statt einer einzelnen, gut vorbereiteten Phishing-Mail können Angreifer Tausende individuell angepasste Nachrichten gleichzeitig versenden, inklusive personalisierter Ansprache, kontextbezogener Inhalte und sprachlicher Feinheiten, die selbst geschulte Mitarbeitende täuschen können.“

Mittels KI manipulierte Identitäten ermöglichen Deepfakes und „CEO-Fraud 2.0“

Eine besonders kritische Entwicklung sei der Einsatz von Deepfake-Technologien: „Stimmen, Videos und sogar Live-Kommunikation lassen sich heute so realistisch manipulieren, dass selbst erfahrene Fachkräfte im Alltag unter Druck Schwierigkeiten haben können, zwischen echt und gefälscht zu unterscheiden.“

  • Dies habe direkte Auswirkungen auf bekannte Betrugsmaschen wie den „CEO-Fraud“. Dohmen erläutert: „Während früher gefälschte E-Mails im Namen von Führungskräften verschickt wurden, sprechen Angreifer heute mit synthetisch erzeugten Stimmen am Telefon oder in Videokonferenzen. In mehreren dokumentierten Fällen wurden Mitarbeitende dazu gebracht, hohe Geldbeträge zu überweisen, überzeugt davon, direkt mit ihrer Geschäftsführung zu sprechen.“

Diese Form des „CEO-Fraud 2.0“ hebe „Social Engineering“ auf eine neue Stufe: „Denn während klassische Angriffe oft durch technische Filter oder geschulte Aufmerksamkeit erkannt werden konnten, zielen Deepfakes gezielt auf Vertrauen und menschliche Wahrnehmung ab.“ Die Grenze zwischen digitaler und realer Identität verschwimme zunehmend.

Der Mensch im KI-Zeitalter – Schwachstelle und zugleich Schlüssel zur Verteidigung

Mit dieser Entwicklung werde der Mensch noch stärker zur zentralen Angriffsfläche. Technische Schutzmaßnahmen wie Spamfilter, Firewalls oder „Endpoint Security“ stießen an ihre Grenzen, wenn Angriffe nicht mehr primär auf technische Schwachstellen abzielten, sondern auf menschliche Entscheidungen.

  • Gleichzeitig bleibe der Mensch aber auch ein entscheidender Faktor in der Verteidigung: „Denn so leistungsfähig KI-basierte Angriffe auch sind, nutzen sie weiterhin psychologische Prinzipien wie Autorität, Dringlichkeit oder Vertrauen. Wer diese Mechanismen versteht, kann Angriffe besser erkennen.“

Allerdings reiche klassische „Awareness“-Schulung nicht mehr aus: „Standardisierte Trainings, die vor allem auf bekannte Phishing-Muster abzielen, greifen zu kurz, wenn Angriffe individuell generiert und dynamisch angepasst werden.“ Unternehmen müssten ihre Sicherheitskultur weiterentwickeln – und zwar hin zu einem kontinuierlichen Lernprozess, welcher „kritisches Denken, und situatives Bewusstsein und die Bereitschaft stärkt, auch scheinbar vertraute Kommunikation ohne Gesichtsverlust zu hinterfragen“.

KI hebelt klassische Schutzmechanismen aus

Viele Sicherheitsstrategien basierten noch auf einem klaren Prinzip: „Inhalte lassen sich überprüfen, Absender identifizieren, Systeme absichern. Doch genau diese Grundannahmen geraten durch KI ins Wanken“, warnt Dohmen.

  • Er gibt zu bedenken: „Wenn E-Mails sprachlich perfekt sind, Stimmen authentisch klingen und Videos realistisch wirken, verlieren klassische Verifikationsmethoden an Wirksamkeit. Selbst Zwei-Faktor-Authentifizierung oder bekannte Sicherheitsprozesse können umgangen werden, wenn Mitarbeitende durch ,Social Engineering’ dazu gebracht werden, diese Mechanismen selbst zu unterlaufen.“

Hinzu komme die Geschwindigkeit der Angriffe – KI ermögliche es, in kürzester Zeit neue Varianten zu generieren und Sicherheitsmaßnahmen gezielt zu testen. Unternehmen stehen damit laut Dohmen einer dynamischen Bedrohung gegenüber, welche sich kontinuierlich weiterentwickelt.

Abwehr von „Social Engineering 2.0“: Secuinfra gibt Unternehmen Tipps

Um dieser neuen Realität zu begegnen, brauche es ein Umdenken, sowohl organisatorisch wie technologisch:

  1. Auf organisatorischer Ebene sollten Unternehmen klare Verifikationsprozesse etablieren
    Insbesondere für kritische Aktionen wie Zahlungsfreigaben oder sensible Datenzugriffe. Das „Vier-Augen-Prinzip“ gewinne an Bedeutung, ebenso wie definierte, unabhängig von einzelnen Personen funktionierende Kommunikationswege. Praktisch heißt das: „Rückruf über bekannte Nummern, Verifikation über bereits bestätigte Plattformen und kein kritischer Prozess, der allein durch einen einzelnen Anruf, Chat oder Videoimpuls ausgelöst werden darf.“
  2. Moderne „Security Awareness“ entscheidend
    Schulungen müssten praxisnah, regelmäßig und an aktuelle Bedrohungsszenarien angepasst sein. Simulierte Angriffe, interaktive Trainings und eine offene „Fehlerkultur“ könnten dabei helfen, Mitarbeiter aktiv einzubinden und ihre Handlungskompetenz zu stärken.
  3. Technologisch sollten Unternehmen verstärkt auf KI-gestützte Sicherheitslösungen setzen
    Diese könnten ungewöhnliche Kommunikationsmuster erkennen und Anomalien identifizieren. Auch die Absicherung von Identitäten – etwa durch biometrische Verfahren oder verhaltensbasierte Authentifizierung – gewinne an Bedeutung.
  4. Nicht zuletzt spielt „Incident Response“ eine zentrale Rolle
    Unternehmen müssten in der Lage sein, Angriffe schnell zu erkennen, zu analysieren und darauf zu reagieren. Dies erfordere klare Prozesse, geschulte Teams und eine enge Verzahnung von „IT“, „Security“ und „Management“.

KI verändert Spielregeln der Cybersicherheit und Vertrauensbildung

Die zunehmende Nutzung von KI im „Social Engineering“ stelle Unternehmen somit vor eine grundlegende Herausforderung: „Vertrauen lässt sich nicht mehr allein auf Basis von Identität oder Kommunikation herstellen. Es braucht neue Mechanismen, um Echtheit zu prüfen und Risiken zu minimieren.“

  • Der Mensch bleibe dabei ein zentraler Faktor – sowohl als potenzielle Schwachstelle als auch als wichtigste Verteidigungslinie. Entscheidend sei, ihn nicht nur zu sensibilisieren, sondern aktiv in Sicherheitsstrategien einzubinden.

Dohmen fasst zusammen: „KI verändert die Spielregeln der Cybersicherheit. Unternehmen, die diese Entwicklung frühzeitig verstehen und darauf reagieren, können ihre Resilienz stärken und sich in einer zunehmend komplexen Bedrohungslandschaft behaupten.“ Die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre werde deshalb nicht allein technischer Natur sein, sondern die Frage, wie Vertrauen unter Bedingungen manipulierbarer Identitäten neu organisiert werden kann,

Weitere Informationen zum Thema:

SECUINFRA Cyber Defense. Made in Germany.
Über SECUINFRA: Langfristiges Denken dominiert jegliches Handeln

Business Punk
Nils Dohmen / Nils Dohmen ist Cyber Defense Consultant bei Secuinfra. Er berät Unternehmen zu Strategien und Maßnahmen im Bereich der IT-Sicherheit mit Schwerpunkt auf Angriffserkennung, Incident Response und dem Schutz vor modernen Cyberbedrohungen.

datensicherheit.de, 19.04.2026
USA auf Platz 1: Globaler Deepfake-Betrug hat 2,19 Milliarden US-Dollar erreicht / 2019 noch als „Deepfake-Phänomen“ wahrgenommen, hat es sich inzwischen offensichtlich zu einer ernsthaften Cyberbedrohung entwickelt

datensicherheit.de, 19.12.2025
Bekämpfung von KI-gestütztem Social Engineering: KnowBe4 stellt Deepfake-Training bereit / KnowBe4 hat als Anbieter einer weltweit renommierten Plattform, welche sich umfassend mit „Human Risk Management“ und agentenbasierter KI befasst, nun eine Deepfake-Schulung vorgestellt

datensicherheit.de, 08.12.2025
Deepfake-Angriffe: 2025 von quantitativer Zunahme wie qualitativer Raffinesse geprägt / Sowohl quanti- als auch qualitativ haben KI-basierte Betrugsfälle 2025 merklich zugelegt – bei jedem fünften von ihnen wird mittlerweile auf Deepfakes gesetzt

datensicherheit.de, 14.10.2025
KI-basierte Betrugsmethoden: Wenn Deepfakes zur Waffe werden / Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend zur Waffe in den Händen von Kriminellen. Während wir noch über die Chancen der Digitalisierung diskutieren, nutzen Betrüger bereits hoch entwickelte KI-Tools, um perfekte Fälschungen zu erstellen, die selbst Experten täuschen können und eine Herausforderung für Ermittler und Unternehmen darstellen

datensicherheit.de, 22.09.2025
Deepfakes in Echtzeit ab 30 US-Dollar im Darknet angeboten / Kaspersky-Experten vom „Global Research and Analysis Team“ (GReAT) haben in Untergrundforen Anzeigen entdeckt, die Echtzeit-Deepfakes für Video und Audio günstig anbieten

datensicherheit.de, 17.08.2025
Deepfakes 2025: Zuvor KI-Spielerei und heute bedrohliches Hacker-Tool / Marco Eggerling warnt anhand jüngster Fälle von Cyberangriffen mittels Deepfakes, dass diese auf KI basierene Technologie zum neuen Standardwerkzeug für Hacker geworden ist

datensicherheit.de, 14.07.2025
KI-Waffe Deepfake: Betrug, Identitätsdiebstahl und Angriffe auf Unternehmen / Ein neuer Bericht von Trend Micro zeigt Methoden hinter deepfake-gestützter Cyberkriminalität auf

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CEO DEEPFAKE CALL: Bei Anruf Awareness-Training zum Thema Vishing https://www.datensicherheit.de/ceo-deepfake-call-anruf-awareness-training-vishing https://www.datensicherheit.de/ceo-deepfake-call-anruf-awareness-training-vishing#respond Fri, 12 Sep 2025 22:40:18 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=50131 Swiss Infosec bietet proaktiv Sensibilisierung und Training für Mitarbeiter im Kontext der Gefahren KI-basierter Anrufsimulationen (Voice AI Deepfakes) an

[datensicherheit.de, 13.09.2025] Stimmfälschung mittels Künstlicher Intelligenz (KI) – sogenanntes Voice Phishing („Vishing“) – gehört inzwischen zu den wirkungsvollsten Täuschungsmethoden im Bereich „Social Engineering“. Angreifer nutzen diese Deepfake-Technologie gezielt, um sich als vertrauenswürdige Führungspersonen oder Kollegen auszugeben – ihr offensichtliches Ziel ist es, an vertrauliche Informationen zu gelangen oder finanzielle Transaktionen zu provozieren.

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Abbildung: Screenshot v. YT-Video „CEO Deepfake Call“

Video der Swiss Infosec zur Mitarbeiter-Sensibilisierung: Bereits wenige Sekunden Original-Sprachmaterial genügen, um täuschend echte synthetische Stimmen zu erzeugen!

„CEO Deepfake Call“ soll Mitarbeiter proaktiv für Gefahren KI-basierter Anrufsimulationen sensibilisieren

„Die Zeiten, in denen Ihre Organisation solchen Angriffen unvorbereitet ausgeliefert war, sind vorbei!“, verkündet die Swiss Infosec AG. Mit deren neuem Angebot „CEO Deepfake Call“ sollen jetzt Mitarbeiter proaktiv für die Gefahren KI-basierter Anrufsimulationen (Voice AI Deepfakes) sensibilisiert werden können – „ohne Täuschungsabsicht, aber mit ,Wow’-Effekt“.

Aus wenigen Sprachproben entsteht demnach eine täuschend echte, synthetische Stimme, welche in Echtzeit über einen KI-basierten Voicebot zum Einsatz kommt. „Während des Anrufs erkennt dieser gesprochene Antworten und reagiert unmittelbar mit passenden, natürlich klingenden Sprachantworten in der erzeugten Stimme – automatisch, skalierbar und absolut dialogfähig.“

Deepfake-Konzept für verschiedenste Szenarien wie CEO-Fraud-Simulationen, fiktive Helpdesk-Anrufe u.a. anwendbar

Die Umsetzung erfolge über eine Anrufplattform auf „Cloud“-Basis – indes „ohne Eingriff in Ihre IT“. Swiss Infosec erhalte von Kunden nur eine Liste geschäftlich genutzter Telefonnummern (keine Personendaten). Das Konzept lasse sich auf verschiedenste Szenarien wie CEO-Fraud-Simulationen, fiktive Helpdesk-Anrufe und individuelle „Use Cases“ anwenden.

„CEO Deepfake Call“ – Vorteile dieses „Awareness“-Formats:

  • Realitätsnahe Erfahrung aktueller Bedrohungen durch KI-basierte Stimmfälschungen
  • Sensibilisierung für glaubwürdig klingende, aber potenziell schädliche Anrufe
  • Förderung einer kritischen Haltung gegenüber vermeintlich vertrauten Stimmen
  • Sicherer und datenschutzkonformer Einsatz ohne technischen Eingriff in Ihre Infrastruktur
  • Skalierbar für KMU ebenso wie für große Organisationen mit mehreren tausend Mitarbeitern
  • Erweiterbar durch optionale Auswertungen, Berichte oder weiterführende Trainings

Weitere Informationen zum Thema:

SWISS INFOSEC
Security@its best seit 1989

SWISS INFOSEC
CEO Deepfake Call – Wenn eine vertraute Stimme zum Sicherheitsrisiko wird / Proaktive Sensibilisierung mit KI-basierter Anrufsimulation

YouTube, Swiss Infosec AG, 03.09.2025
CEO Deepfake Call

datensicherheit.de, 11.09.2025
KI-Vishing: Bekannte Stimmen werden zum Sicherheitsrisiko / Beim Vishing inszenieren Cyberkriminelle mit KI-generierten Stimmen täuschend echte Anrufe, um Mitarbeiter zu Zahlungen oder zur Herausgabe sensibler Informationen zu bewegen

datensicherheit.de, 17.08.2025
Deepfakes 2025: Zuvor KI-Spielerei und heute bedrohliches Hacker-Tool / Marco Eggerling warnt anhand jüngster Fälle von Cyberangriffen mittels Deepfakes, dass diese auf KI basierene Technologie zum neuen Standardwerkzeug für Hacker geworden ist

datensicherheit.de, 14.07.2025
KI-Waffe Deepfake: Betrug, Identitätsdiebstahl und Angriffe auf Unternehmen / Ein neuer Bericht von Trend Micro zeigt Methoden hinter deepfake-gestützter Cyberkriminalität auf

datensicherheit.de, 12.07.2025
Deepfake-Betrug verursacht finanziellen Schaden in Millionen-Höhe / Einer aktuellen Studie von Surfshark zufolge gab es in der ersten Hälfte des Jahres 2025 fast viermal so viele Deepfake-Vorfälle wie im gesamten Jahr 2024

datensicherheit.de, 26.03.2025
Vorsicht Vishing: Zahl der Voice-Phishing-Angriffe steigt stark an​ / Neuer Threat Intelligence Report von Ontinue enthüllt alarmierende Entwicklung​

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Drei präventive Schutzmaßnahmen gegen CEO-Fraud und Deepfake-Angriffe https://www.datensicherheit.de/praevention-schutzmassnahmen-ceo-fraud-deepfake-angriffe https://www.datensicherheit.de/praevention-schutzmassnahmen-ceo-fraud-deepfake-angriffe#respond Thu, 29 Aug 2024 17:28:07 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=45254 Detlev Riecke gibt Unternehmen Empfehlungen, um Chance eines erfolgreichen KI-gestützten Deepfake-Angriffs erheblich zu mindern

[datensicherheit.de, 29.08.2024] Weltweit ist laut Medienberichten KI-gestützter Identitätsbetrug auf dem Vormarsch – so auch in der DACH-Region. „Allein in Österreich haben Deepfake-Angriffe, laut einer aktuellen KPMG-Austria-Erhebung, in diesem Jahr um satte 119 Prozent zugelegt“, berichtet Detlev Riecke, „Regional Vice President DACH“ bei Ping Identity, in seiner aktuellen Stellungnahme. Da sei es kein Wunder, dass sich in der kürzlich erschienen Umfrage, an der auch zahlreiche deutsche IT-Entscheider beteiligt gewesen seien, mehr als die Hälfte „sehr besorgt“ über KI-gestützte Bedrohungsszenarien gezeigt habe. Riecke führt aus: „Vor allem in Zusammenhang mit Deepfake-Angriffen sehen viele IT-Entscheider nach wie vor enorme Sicherheitslücken klaffen.“ Annähernd die Hälfte vermutet demnach, dass Deepfake-Angriffe im eigenen Unternehmen nicht rechtzeitig erkannt werden können – auch und gerade dann nicht, wenn die Angreifer Stimme und Bild des eigenen CEOs zum Einsatz bringen.

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Foto: Ping Identity

Detlev Riecke: Im Zusammenhang mit Deepfake-Angriffen sehen viele IT-Entscheider nach wie vor enorme Sicherheitslücken klaffen!

Ferrari hat Deepfake-Angriff öffentlich gemacht

Dass solche Angriffe mittlerweile längst keine Ausnahmeerscheinung mehr darstellten, habe vor Kurzem der italienische Autohersteller Ferrari demonstriert, welcher einen solchen Deepfake-Angriff öffentlich gemacht habe: „Ein Manager des Unternehmens hatte per Mail mehrere Nachrichten seines Vorstandsvorsitzenden erhalten. In diesen war er aufgefordert worden, im Rahmen einer angeblichen Konzernübernahme eine Verschwiegenheitserklärung zu unterzeichnen.“

Als er nicht reagiert habe, sei er per Telefonanruf kontaktiert worden – angeblich vom Vorsitzenden selbst. Die Stimme am Telefon sei eine perfekte Imitation gewesen. „Sogar der markante süditalienische Akzent des Vorstandsvorsitzenden passte genau.“ Zum Glück indes für Ferrari habe der Manager aber Verdacht geschöpft und dem Betrüger eine persönliche Frage gestellt, welche nur der echte Vorsitzende hätte beantworten können. Der Angreifer habe sofort aufgelegt und so diesen Deepfake-Angriff abgebrochen.

Deepfake-Angriffe längst in den Alltag der Unternehmen vorgedrungen

Auch wenn der Deepfake-Angriff bei Ferrari letztlich erfolglos geblieben sei, so zeige er doch: „Deepfake-Angriffe sind längst in den Alltag der Unternehmen vorgedrungen!“ Mit einer rasanten Zunahme ihrer Quantität und Qualität sei in den kommenden Jahren fest zu rechnen. Die raschen Fortschritte im Bereich KI-gestützter Technologien, die Möglichkeit der Automatisierung der Abläufe und die wachsende Menge im Netz frei zur Verfügung stehender personenbezogener und personenbeziehbarer Informationen machten solche Angriffe für Cyber-Kriminelle immer unkomplizierter und billiger. Unternehmen müssten sich deshalb besser schützen. Bereits drei präventive Maßnahmen könnten die Chance eines erfolgreichen KI-gestützten Deepfake-Angriffs erheblich mindern:

1. Maßnahme: Die Führungsetage muss klare Regeln für die interne Kommunikation aufstellen!
Solche müssen helfen, die Kommunikationskanäle sämtlicher Mitarbeiter – auch und gerade die des „CEO“ – abzusichern. „Diese müssen klar formuliert und kontinuierlich kommuniziert und angewandt werden. Hierzu ein Beispiel: Der ,CEO’ gibt bekannt, dass er unter keinen Umständen jemals die Bitte an seine Mitarbeiter herantragen wird, Geschenkkarten – eine beliebte Phishing-Beute von Cyber-Kriminellen – für ihn zu erwerben und an eine Drittpartei weiterzuleiten.“

2. Maßnahme: Für das Stellen interner Anfragen muss im Unternehmen eine einheitliche Struktur geschaffen werden!
Diese Struktur muss gewährleisten, dass Anfragen stets über mehrere Kommunikationskanäle gleichzeitig geleitet werden – eingehende Anfragen können sich dann gegenseitig verifizieren. „Auch hierzu ein Beispiel: Der ,CEO’ versendet eine schriftliche Anweisung nicht allein per Mail, sondern gleichzeitig auch über eine am Arbeitsplatz verwendete Instant-Messaging-Plattform. Erhält der Mitarbeiter nun die Nachricht nur über einen der beiden Kanäle, ignoriert er die Anweisung, fragt über einen dritten Kanal beim CEO nach und kontaktiert im Zweifel das IT-Sicherheitsteam.“ Prozesse wie dieser sollten über die gesamte Organisation hinweg kommuniziert, implementiert und angewandt werden. Wird dann einmal ein Betrugsversuch aufgedeckt, ist es wichtig, diesen innerhalb des Betriebs öffentlich zu machen. So lernen sämtliche Mitarbeiter unterschiedliche Bedrohungen am lebenden Beispiel kennen, können ein Gefühl für die eigene Risikolage sowie ein gesundes Sicherheitsbewusstsein entwickeln.

3. Maßnahme: Unternehmen müssen regelmäßig Schulungen durchführen, um Mitarbeiter über Deepfakes und andere Arten von Identitätsbetrug, wie Phishing, „Spear Phishing“ und „Social Engineering“, auf dem Laufenden zu halten!
Einige Mitarbeiter wissen immer noch nicht, dass mittlerweile nicht nur Briefe und E-Mails, sondern auch Sprach- und Videoanrufe von Cyber-Kriminellen manipuliert und gefälscht werden können. „So hat laut einer aktuellen Bitkom-Studie knapp jeder dritte Deutsche noch nie etwas von Deepfakes gehört. Das muss sich dringend ändern!“

Quantität und Qualität von Deepfake-Angriffen – mittels KI – werden weiter zunehmen

Denn in den kommenden Jahren würden Quantität und Qualität von Deepfake-Angriffen – mittels KI – weiter zunehmen. Sie effektiv aufzuspüren, werde für den Einzelnen immer schwieriger werden. Laut einer Europol-Untersuchung vom vorvergangenen Jahr – 2023 – dürften bereits 2026 rund 90 Prozent aller Online-Inhalte synthetischen Ursprungs sein. „In Sprach- und Videoanrufen die eigenen Kollegen und Mitarbeiter von Betrügern zu unterscheiden, dürfte dann eine immer größere Herausforderung darstellen.“

Unternehmen werden gegensteuern müssen: Mit der neuesten Technik im Bereich des „Identity and Access-Management“ sowie mit der Implementierung sichererer Kommunikationsstrukturen. Riecke abschließend: „Nur so wird es gelingen, die wachsende Gefahr von Deepfake-Angriffen und anderen KI-gestützten Identitätsbetrugsversuchen in den Griff zu bekommen.“

Weitere Informationen zum Thema:

Frankfurter Allgemeine, Maximilian Sachse, 30.07.2024
Wie man KI-Betrüger enttarnt: Ferrari entgeht „Deepfake“-Masche

bitkom, 17.05.2024
Jeder und jede Dritte hat noch nie von „Deepfakes“ gehört

KPMG, 24.04.2024
KPMG Cybersecurity-Studie zeigt: Keine Entspannung für heimische Unternehmen in Sicht / Cybersecurity in Österreich 2024: Jeder sechste Angriff ist erfolgreich

PingIdentity, 2024
2024 IT Pro Survey Fighting The Next Major Digital Threat: AI and Identity Fraud Protection Take Priority

EUROPOL, Europol Innovation Lab, 2022
Facing reality? Law enforcement and the challenge of deepfakes

datensicherheit.de, 21.05.2024
Deepfakes: Paragraf zum Persönlichkeitsschutz soll im Strafgesetzbuch Aufnahme finden / Noch können Deepfakes erkannt werden – aber Optimierung schreitet voran

datensicherheit.de, 18.05.2024
Cyber-Angriff mittels Deepfake-Phishing: Mitarbeiter sensibilisieren, CEO-Imitationen zu erkennen! / Anrufe und Textnachrichten sowie mindestens eine Sprachnachricht mit einer per Deepfake-Technologie gefälschten Stimme des CEO

datensicherheit.de, 20.02.2024
Deepfakes: Vielfältige Betrugsversuche / Es gibt aber auch konstruktive Anwendungen für Deepfake-Prinzipien

datensicherheit.de, 19.09.2023
Gefahren für Politik und Demokratie: Optimierung von Deepfakes mittels KI / Deepfake-Wahlwerbespots könnten mit computergenerierten Bildern von Kandidaten erstellt werden

datensicherheit.de, 22.06.2022
Deepfakes bald Standardrepertoire Cyber-Krimineller / Vor allem Soziale Plattformen als neue Spielwiese zur Verbreitung von Deepfake-Material genutzt

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Cyber-Sicherheit – für die Führungsriege oft unentdecktes Land https://www.datensicherheit.de/cyber-sicherheit-fuehrungsriege-unentdecktes-land https://www.datensicherheit.de/cyber-sicherheit-fuehrungsriege-unentdecktes-land#respond Fri, 21 Jun 2024 22:59:27 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=44911 Aktuelle Kaspersky-Studie weist auf dringenden Nachholbedarf der Führungsebene hinsichtlich des Managements der Cyber-Sicherheit hin

[datensicherheit.de, 22.06.2024] Erkenntnisse auch einer aktuellen Kaspersky-Studie weisen auf einen dringenden Nachholbedarf der Führungsebene hinsichtlich des Managements der Cyber-Sicherheit hin: Demnach weiß fast die Hälfte der „CEOs“ nicht, was sich hinter den Begriffen „Malware“, „Phishing“ und „Ransomware“ verbirgt. „Unternehmensleiter, Führungskräfte und IT-Entscheidungsträger weltweit scheinen nicht zu wissen, wie sie ihr Unternehmen und somit ihr digitales Vermögen wie Daten und Informationen vor Cyber-Angriffen schützen können.“ Neben dieser offensichtlichen Wissenslücke verschärften der aktuelle Fachkräftemangel in der IT-Sicherheitsbranche, Budget-Beschränkungen sowie ungeschulte Mitarbeiter das Cyber-Risiko für Unternehmen und Organisationen.

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Abbildung: kaspersky

Aktueller Kaspersky-Report 2024: „Enterprise cybersecurity and increasing threats in the era of AI: Do business leaders know what they are doing?“

Studien-Ergebnis stellt grundlegend Kompetenz Verantwortlicher im Bereich Cyber-Sicherheit in Frage

„Weiß die Führungsriege, was sie tut?“ – dieser Frage sei die Untersuchung für die Kaspersky-Studie „Enterprise cybersecurity and increasing threats in the era of AI: Do business leaders know what they are doing?“ nachgegangen. Das Ergebnis stelle grundlegend die Kompetenz von Verantwortlichen im Bereich Cyber-Sicherheit in Frage.

„Denn: 48 Prozent der ,CEOs’ sehen den Fachjargon als das größte Hindernis für das Verständnis und die Bewältigung von Cyber-Sicherheitsfragen.“ Zudem gäben 47 Prozent der „CEOs“ an, dass Budget-Beschränkungen eine große Schwierigkeit darstellten. Darüber hinaus hätten 43 Prozent der Befragten „unzureichende Schulungen“ als ein Problem für ihre IT-Sicherheit angesehen.

Schwaches Cyber-Schutzniveau – Personalmangel und ungeschulte Mitarbeiter als Gründe genannt

Neben der eklatanten Wissenslücke bezüglich elementarer Begriffe von Cyber-Bedrohungen wirke sich der Fachkräftemangel in der IT-Branche negativ auf das Schutzniveau der Unternehmen aus – „was der Führungsriege auch bewusst ist“. Immerhin betrachteten 75 Prozent der Unternehmen den „Fachkräftemangel“ als ernsthaftes langfristiges Problem für ihre Organisation. Zudem beeinträchtigten ungeschulte Mitarbeiter auf allen Ebenen die Cyber-Sicherheit – so habe die Kaspersky-Befragung ergeben, dass mehr als zehn Prozent der Cyber-Sicherheitsvorfälle auf Mitarbeiter zurückzuführen seien.

Von diesen Vorfällen entfielen

  • 16 Prozent auf normale Mitarbeiter,
  • 15 Prozent auf IT-Mitarbeiter
  • und 14 Prozent sogar auf IT-Führungskräfte.

Führungsebene sollte raue Wirklichkeit der Cyber-Gefahren erkennen und adressieren

Hierbei sei zu bedenken, dass Mitarbeiterfehler aus Versehen oder bewusst entstehen könnten. „So machten vorsätzliche Verstöße von Mitarbeitern gegen Informationssicherheitsrichtlinien in den vergangenen zwei Jahren mehr als ein Viertel (26%) der von Mitarbeitern verursachten Vorfälle aus.“ Waldemar Bergstreiser, „General Manager Central Europe“ bei Kaspersky, kommentiert: „Im heutigen Digitalen Zeitalter, in dem Daten von zentraler Bedeutung sind, muss die Führungsebene die raue Wirklichkeit der Cyber-Gefahren erkennen und adressieren!“

Bergstreisers dringende Empfehlung: „Sie müssen in die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern investieren, moderne Bedrohungsdienste nutzen, eine Kultur der Cyber-Resilienz fördern und die richtigen Schutztechnologien implementieren, damit sie ihre wertvollen Assets schützen können!“ Nur durch einen mehrschichtigen Ansatz könne ein umfassender Schutz gelingen – und das schließe alles Mitarbeiter ein: Angefangen bei der Führungsriege.

Kaspersky-Empfehlungen für mehr Cyber-Sicherheit in Unternehmen

Um das Cyber-Schutzniveau von Unternehmen zu verbessern, seien explizit Schulungen für Führungskräfte und IT-Sicherheitsteams notwendig. Wissenslücken bei Entscheidungsträgern und ein Fachkräftemangel unterstrichen jedoch zudem den Bedarf an automatisierten Cyber-Sicherheitslösungen (wie z.B. „Kaspersky Next“), welche fortschrittlichen Funktionen zur Echtzeiterkennung und Reaktion auf Bedrohungen böten und unterschiedlichen Geschäftsanforderungen gerecht würden.

In Weiterbildung investieren!
Schulungen und Cyber-Sicherheitsinitiativen für alle Mitarbeiterebenen anbieten, Security-Awareness-Trainings implementieren, um spezifische Sicherheitsanforderungen zu adressieren und das Risiko für interne Cyber-Sicherheitsvorfälle zu reduzieren.

Auf dem neuesten Stand halten und informieren!
In Vorbereitung auf aktuelle und zukünftige Regularien auf nationaler wie europäischer Ebene – zum Beispiel WP.29 (UN-Regelungen für den Fahrzeugbau), NIS-2 sowie „Cyber Resilience Act“, das Lieferketten-Gesetz und der „AI Act“ der EU – alle Mitarbeiter, einschließlich IT- und InfoSec-Experten, regelmäßig über die Cyber-Sicherheitsimplikationen der Gesetze informieren.

Interaktive Simulatoren einsetzen!
Hiermit könnten das Fachwissen und die Entscheidungsfähigkeit einzelner Personen in kritischen Situationen bewertet werden. Zusätzlich könnten interaktive Lernspiele die Beobachtung von und Reaktion auf Cyber-Attacken simulieren.

Kultur der Cyber-Resilienz integrieren und kultivieren!
Diese befähige die Mitarbeiter, aufkommende Cyber-Bedrohungen effizient zu bewältigen.

Threat-Intelligence-Dienste einsetzen!
Schulungen von Experten für Cyber-Sicherheit (wie beispielsweise die „Kaspersky Expert-Schulungen“) unterstützten Unternehmen dabei, die Fähigkeiten von Infosec-Mitarbeitern mithilfe modernster EDR-, MDR- und XDR-Lösungen (wie etwa „Kaspersky Next“) zu verbessern.

Weitere Informationen zum Thema:

kaspersky
Report 2024 / Enterprise cybersecurity and increasing threats in the era of AI: Do business leaders know what they are doing?

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Cyber-Angriff mittels Deepfake-Phishing: Mitarbeiter sensibilisieren, CEO-Imitationen zu erkennen! https://www.datensicherheit.de/cyber-angriff-mittel-deepfake-phishing-mitarbeiter-sensibilisierung-ceo-imitationen-erkennung https://www.datensicherheit.de/cyber-angriff-mittel-deepfake-phishing-mitarbeiter-sensibilisierung-ceo-imitationen-erkennung#respond Sat, 18 May 2024 14:28:31 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=44715 Anrufe und Textnachrichten sowie mindestens eine Sprachnachricht mit einer per Deepfake-Technologie gefälschten Stimme des CEO

[datensicherheit.de, 18.05.2024] „Vor Kurzem wurde bekannt, dass ein Mitarbeiter eines Entwicklungsunternehmens für Passwortmanager das Ziel eines Deepfake-Phishing-Angriffs wurde, bei dem sich der Angreifer als ,CEO’ des Unternehmens ausgab“, berichtet Dr. Martin J. Krämer, „Security Awareness Advocate“ bei KnowBe4, in einer aktuellen Stellungnahme. In diesem Fall sei positiv zu vermelden: „Dank seiner Schulung konnte der Mitarbeiter jedoch die verdächtigen Anzeichen des Angriffs rechtzeitig erkennen und ließ sich nicht täuschen.“ Dieser Vorfall mache indes deutlich, „wie hoch das Risiko solcher Angriffe ist und dass sie Unternehmen jeder Branche betreffen können“. Zugleich zeige er, wie entscheidend die Sensibilisierung der Mitarbeiter für eine wirksame Verteidigung sei.

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Foto: KnowBe4

Dr. Martin J. Krämer warnt: Deepfakes nutzen generative KI, um Audio- und/oder visuelle Muster zu kombinieren und so authentisch wirkende Aufnahmen zu erstellen!

Kontaktierter Mitarbeiter erkannte Deepfake-Angriff und machte Meldung

Bei dem besagten Vorfall habe ein Mitarbeiter mehrere Anrufe und Textnachrichten sowie mindestens eine Sprachnachricht erhalten, welche alle durch den Einsatz von Deepfake-Technologie die Stimme des „CEO“ nachgeahmt hätten. Der betreffende Mitarbeiter habe jedoch verdächtige Merkmale des Angriffs bemerkt: „Die Kommunikation fand außerhalb der üblichen Geschäftskanäle statt und es wurde eine künstliche Dringlichkeit vermittelt.“ Daraufhin habe er den Vorfall umgehend dem internen Sicherheitsteam gemeldet.

IT-Sicherheitsexperten warnten zudem vor der zunehmenden Verbreitung von Deepfake-Technologien und betonten, wie wichtig es sei, das Bewusstsein für derartige Angriffe zu schärfen. Dr. Krämer führt hierzu aus: „Deepfakes nutzen generative Künstliche Intelligenz, um Audio- und/oder visuelle Muster zu kombinieren und so authentisch wirkende Aufnahmen zu erstellen.“ Diese Technologie sei nicht nur mit politischer Desinformation in Verbindung gebracht worden, sondern gebe auch im privaten Sektor zunehmend Anlass zur Sorge, da sie leicht zugänglich sei und potenziell für betrügerische Aktivitäten genutzt werden könne.

Deepfake-Phishing-Angriffe haben für Unternehmen erhebliches Schadens-Potenzial

„Einmal erfolgreich durchgeführt, könnten solche Angriffe schwerwiegende Konsequenzen haben“, warnt Dr. Krämer. Von der Offenlegung vertraulicher Informationen bis hin zu finanziellen Verlusten oder sogar dem Zugang zu sensiblen Systemen und Datenbanken könnte ein Deepfake-Phishing-Angriff erhebliche Schäden verursachen. Die Tatsache, dass der Mitarbeiter in diesem Fall die verdächtigen Merkmale des Angriffs erkannt und reagiert habe, zeige, dass eine umfassende Schulung und Sensibilisierung für solche Bedrohungen unerlässlich seien.

„Die potenziellen Auswirkungen von Deepfake-Angriffen auf Unternehmen sind vielfältig und können von Rufschädigung bis hin zu finanziellen Verlusten reichen.“ Daher sei es entscheidend, dass Unternehmen nicht nur auf reaktive Maßnahmen setzten, sondern auch proaktiv handelten, um sich gegen diese Bedrohungen zu wappnen. Dr. Krämer betont: „Das umfasst nicht nur technologische Lösungen, sondern auch eine Sensibilisierung der Mitarbeiter für die Risiken von Deepfakes und die Förderung einer Sicherheitskultur und Wachsamkeit in der gesamten Organisation!“ Letztendlich erfordere der Kampf gegen Deepfake-Bedrohungen eine ganzheitliche Strategie, die sowohl technologische Innovationen als auch menschliche Intelligenz umfasse.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 20.02.2024
Deepfakes: Vielfältige Betrugsversuche / Es gibt aber auch konstruktive Anwendungen für Deepfake-Prinzipien

datensicherheit.de
, 19.09.2023
Gefahren für Politik und Demokratie: Optimierung von Deepfakes mittels KI / Deepfake-Wahlwerbespots könnten mit computergenerierten Bildern von Kandidaten erstellt werden

datensicherheit.de, 22.06.2022
Deepfakes bald Standardrepertoire Cyber-Krimineller / Vor allem Soziale Plattformen als neue Spielwiese zur Verbreitung von Deepfake-Material genutzt

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BEC: Cyberkriminelle kapern Banküberweisungen https://www.datensicherheit.de/bec-cyberkriminelle-bankueberweisungen https://www.datensicherheit.de/bec-cyberkriminelle-bankueberweisungen#respond Wed, 03 Jun 2020 08:34:13 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=36478 Kriminelle Hacker spähen Firmen gezielt aus und fälschen Identitäten um Überweisungen umzuleiten

[datensicherheit.de, 03.06.2020] Das Check Point Research Team von Check Point® Software Technologies Ltd. sieht aktuell einen Trend, dass Cyberkriminelle versuchen, Mitarbeiter im Home-Office zu täuschen und auszunutzen, um falsche Überweisungen ausführen zu lassen. BEC nennt sich das kriminelle Vorgehen. Der FBI Internet Crime Report 2019 hat gezeigt, dass allein in den Vereinigten Staaten von Amerika 1,7 Milliarden Dollar durch BEC gestohlen wurden.

Business Email Compromise bei Hackern beliebt

Der Begriff ‚BEC‘ steht für ‚Business Email Compromise‘ und beschreibt eine bestimmte Masche, die sich aktuell bei Hackern großer Beliebtheit erfreut. Dabei verschaffen sich die Angreifer geschickt Zugang zu den Mail-Konten von Entscheidungsträgern einer Firma oder deren Zulieferern. Sobald sie diesen haben, beginnen sie damit, den E-Mail-Verkehr zu lesen, die Prozesse zu verstehen und die Mitarbeiter auszuspionieren. Ziel des Ganzen ist eine Hochstapelei: Die Hacker wollen so viel Wissen über die innere Struktur und Kommunikations-Weise des Unternehmens erlangen, dass sie in der Lage sind, sich als Entscheidungsträger – CEO oder CFO – auszugeben und die Mitarbeiter mit betrügerischen, aber geschickt gefälschten, Nachrichten zu täuschen. Gelingt ihnen das, veranlassen sie angeblich autorisierte Überweisungen auf ihre eigenen Konten und digitalen Geldbeutel (Wallets) oder leiten angewiesene Überweisungen dorthin um. Wie viel Geld eine Gruppe mit dieser Masche im Alleingang stehlen kann, hat Check Point bereits anhand eines vom Research-Team enttarnten Falles gezeigt.

Aktuelle Situation erleichtert die Durchführung

Die aktuelle Situation, mit vielen Mitarbeitern im Home-Office, erleichtert die Durchführung dieser Masche erheblich. Arbeitsanweisungen, Absprachen und Kundenkontakt – fast alle Kommunikation findet aktuell ausschließlich digital statt. Hat ein Angreifer dann zusätzlich die Zugangsdaten zu dem Konto eines hochrangigen Mitarbeiters, wie einem CEO oder CFO gestohlen, stehen der erfolgreichen Attacke nur wenige Hürden im Weg. Umso wichtiger ist es, BEC erst gar nicht zu ermöglichen und Mitarbeiter dahingehend zu schulen.

Christine Schönig

Christine Schönig, Check Point Software, Foto: Check Point Software Technologies

Christine Schönig, Regional Director Security Engineering CER, Office of the CTO bei Check Point Software Technologies GmbH meint: „Wir befinden uns mitten in einem Paradigmenwechsel der Hacker-Aktivitäten: Die Kriminellen nutzen die Vorteile aus, dass viele von uns derzeit zu Hause arbeiten. Wir sehen die BEC-Betrügereien als Teil dieses Trends. Jedes Unternehmen und jede Organisation, die dafür bekannt ist, große Geldsummen zu transferieren, sollte sich bewusst machen, dass es ein Hauptziel dieser Betrugsart ist. Wenn Mitarbeiter zu Hause arbeiten und vor allem auf den E-Mail-Verkehr angewiesen sind, kann ein geschickter Angreifer jede einzelne E-Mail überwachen und manipulieren – das lohnt sich besonders bei den Mitarbeitern, die in der Lage sind, Geld zu bewegen. Wir erwarten außerdem eine Zunahme der Betrugsversuche im Jahr 2020, da Tele-Arbeit und digitale Kommunikation stark zugenommen haben – auch an inhaltlichem Wert der Nachrichten.“

Check Point empfiehlt folgende Schritte, um sich vor BEC zu schützen:

  1. Aktivieren Sie die Multi-Faktor-Authentifizierung für geschäftliche E-Mail-Konten. Diese Art der Authentifizierung erfordert mehrere Informationen zur Anmeldung, wie ein Passwort und einen SMS-Code. Die
  2. Implementierung der Multi-Faktor-Authentifizierung erschwert es Cyberkriminellen, Zugang zu den E-Mails der Mitarbeiter zu erhalten.
  3. Öffnen Sie keine E-Mails von unbekannten Parteien. Wenn Sie dies tun, klicken Sie nicht auf Links oder öffnen Anhänge, da diese oft Malware enthalten, die auf Ihr Computersystem zugreift.
    Überprüfen Sie die E-Mail-Adresse des Absenders doppelt. Eine gefälschte E-Mail-Adresse hat oft eine ähnliche Endung wie die legitime E-Mail-Adresse.
  4. Überprüfen Sie die Adresse immer, bevor Sie Geld oder Daten senden. Machen Sie es zum Standardverfahren für Mitarbeiter, E-Mail-Anfragen für eine telegrafische Überweisung oder vertrauliche Informationen erst von allen Verantwortlichen bestätigen zu lassen.
  5. Nutzen Sie die Funktion ‚Weiterleiten‘ statt ‚Antworten‘ für Rückmeldungen bei geschäftlichen E-Mails. Beim Weiterleiten muss die korrekte E-Mail-Adresse manuell eingegeben oder aus dem internen Adressbuch ausgewählt werden. Die Weiterleitung stellt somit sicher, dass Sie die korrekte E-Mail-Adresse des vorgesehenen Empfängers verwenden.

Weitere Informationen zum Thema:

Check Point
Alles über die Nachforschung zu BEC-Betrugsversuchen

datensicherheit.de, 16.05.2020
Remote-Desktop-Protocol: Neue schwerwiegende Schwachstelle entdeckt

datensicherheit.de, 07.05.2020
Serverlose Architektur: Neun Ratschläge gegen Schwachstellen

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https://www.datensicherheit.de/bec-cyberkriminelle-bankueberweisungen/feed 0
BEC und EAC Fraud: Schäden in Milliardenhöhe https://www.datensicherheit.de/bec-eac-fraud-schaeden-milliarden-dollar https://www.datensicherheit.de/bec-eac-fraud-schaeden-milliarden-dollar#respond Wed, 18 Jul 2018 15:41:04 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=28077 Unternehmen sind Angriffen nicht schutzlos ausgeliefert

[datensicherheit.de, 18.07.2018] Das US-amerikanische Federal Bureau of Investigation (FBI) hat vor Kurzem Zahlen zu der Dimension des sogenannten BEC (Business Email Compromise, in Deutschland auch als „CEO-Betrugsmasche“ bekannt) bzw. EAC Fraud (Email Authentication Compromise) vorlegt. Demnach lag der finanzielle Schaden zwischen Oktober 2013 (dem Beginn der Erhebung) und Mai 2018 weltweit bei rund 12,5 Milliarden US-Dollar, umgerechnet rund 10,5 Milliarden Euro.

Hohe Dunkelziffer vermutet

Die Statistik des FBI umfasse dabei knapp 80.000 Fälle weltweit.
Allerdings seien dies nur die gemeldeten Fälle, die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen, denn nicht alle Fälle würden gemeldet, beispielsweise aus Scham über eine entsprechende Unachtsamkeit.

Zahl der Angriffe mehr als verdoppelt

Die veröffentlichten Zahlen unterstrichen, wie wichtig entsprechende Vorsichtsmaßnahmen vor BEC- und EAC-Fraud für die Unternehmen sein müssten:
Nach Studien von Proofpoint hat sich im Jahresvergleich 1. Quartal 2016 und 1. Quartal 2017 die Zahl der Angriffe mehr als verdoppelt.

Proofpoint rät zu intelligenten Sicherheitsmaßnahmen

Allerdings seien Unternehmen diesen Angriffen nicht schutzlos ausgeliefert, so Proofpoint – intelligente Sicherheitsmaßnahmen könnten helfen, das Risiko zu verringern.
Im aktuellen Proofpoint-Blogpost sei mehr über die Zahlen des FBI und mögliche Schutzmaßnahmen für Unternehmen zu erfahren.

Weitere Informationen zum Thema:

proofpoint., Mark Guntrip, 18.07.2018
FBI Reports $12.5 Billion in Global Financial Losses Due to Business Email Compromise and Email Account Compromise

datensicherheit.de, 11.06.2018
Wandel der Bedrohungslage: Bankentrojaner vor Ransomware

proofpoint.
Stopping Email Fraud / Read about how to protect from email fraud with a multilayered defense

datensicherheit.de, 27.04.2018
CEO-Betrug: BKA-Warnung für Unternehmen vor neuer Masche

datensicherheit.de, 13.04.2016
Bedrohung durch betrügerische Hochstapler-E-Mails wächst

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CEO-Betrug: BKA-Warnung für Unternehmen vor neuer Masche https://www.datensicherheit.de/ceo-betrug-bka-warnung-unternehmen-masche https://www.datensicherheit.de/ceo-betrug-bka-warnung-unternehmen-masche#respond Fri, 27 Apr 2018 21:25:47 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=27501 Betrügerische Anrufe angeblicher Mitarbeiter des Auswärtigen Amts

[datensicherheit.de, 27.04.2018] Im Dezember 2017 sei es noch ein angeblicher Mitarbeiter des Bundeskanzleramts gewesen, aktuell melde sich „Daniel Fischer“ vom Auswärtigen Amt per E-Mail oder am Telefon bei deutschen Unternehmen. Die Details wechselten, so das Bundeskriminalamt (BKA), aber in allen Fällen handele es sich um einen Betrugsversuch.

Angeblicher Freikauf deutscher Geiseln in Mali

„Daniel Fischer“ bittet laut BKA um ein vertrauliches Gespräch mit der Geschäftsleitung des Unternehmens. In diesem Gespräch erläutert er demnach, dass die Bundesregierung für den Freikauf deutscher Geiseln in Mali finanzielle Unterstützung der Privatwirtschaft benötige.
Das BKA stellt klar: Das Auswärtige Amt sucht nie Kontakt zu Unternehmen, um für Spenden an die Bundesregierung zu werben! Wenn man einen Anruf von einem angeblichen Mitarbeiter des Auswärtigen Amts erhält, der zu einer Zahlung drängt, handele es sich immer um einen Betrugsversuch. Gleiches gelte bei Schreiben eines „Daniel Fischer vom Auswärtigen Amt“. Weder antworten noch zurückrufen, rät das BKA.

Verhalten im Fall einer Kontaktaufnahme

Das BKA rät Unternehmen zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen:

  1. Gehen Sie nicht auf Telefonate mit angeblichen Mitarbeitern des Auswärtigen Amts ein, die Sie zu einer Spende auffordern!
  2. Lassen Sie sich nicht zu einer Zahlung drängen oder überreden.
  3. Beenden Sie stattdessen das Gespräch – legen Sie einfach auf!
  4. Erstatten Sie Anzeige bei Ihrer Polizeidienststelle.
  5. Es kann nützlich sein, wenn Sie sich die Nummer des Anrufers notieren und den Vorfall bei der Bundesnetzagentur melden – die Behörde verfolgt solche Fälle und kann unter Umständen eine Sperrung der Rufnummer veranlassen!

Weitere Informationen zum Thema:

Bundeskriminalamt, 27.04.2018
Unternehmen aufgepasst: wieder neue Masche beim CEO-Betrug / BKA warnt vor Anrufen angeblicher Mitarbeiter des Auswärtigen Amts

datensicherheit.de, 14.12.2017
BKA warnt vor neuer Masche beim CEO-Betrug

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https://www.datensicherheit.de/ceo-betrug-bka-warnung-unternehmen-masche/feed 0
BKA warnt vor neuer Masche beim CEO-Betrug https://www.datensicherheit.de/bka-warnt-vor-neuer-masche-beim-ceo-betrug https://www.datensicherheit.de/bka-warnt-vor-neuer-masche-beim-ceo-betrug#respond Thu, 14 Dec 2017 20:18:02 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=27130 Betrüger geben sich als angebliche Mitarbeiter des Bundeskanzleramts aus

[datensicherheit.de, 14.12.2017] Nach einer Mitteilung des Bundeskriminalamtes (BKA) häufen sich derzeit Fälle, in denen ein angeblicher Mitarbeiter des Bundeskanzleramts mit Unternehmen in Deutschland telefonisch oder per E-Mail Kontakt aufnimmt. Dieser angebliche Mitarbeiter unter dem Namen „Uwe Becker“ gibt sich demnach als persönlicher Referent eines Abteilungsleiters im Bundeskanzleramt aus.

Freikauf deutscher Geiseln vorgetäuscht

„Uwe Becker“ bittet laut BKA um ein vertrauliches Gespräch mit der Geschäftsleitung des Unternehmens. In diesem Gespräch erläutere er, dass er im Auftrag des sicherheitspolitischen Beraters der Bundeskanzlerin anrufe. Für den Freikauf deutscher Geiseln benötige die Bundesregierung zwei- bis dreistellige Millionenbeträge. Die Bundesregierung sei hierbei auf Spenden aus Industrie und Wirtschaft angewiesen – etwa 40 Millionen Euro würden noch fehlen.

Nicht zu einer Zahlung überreden lassen – Anzeige erstatten!

Das BKA warnt in seiner Meldung „ausdrücklich vor Anrufen im Namen des Bundeskanzleramts mit der Aufforderung, die Bundesregierung mit Spenden zu unterstützen“ – es handele sich immer um einen Betrugsversuch.
Der BKA-Rat: „Beenden Sie das Gespräch, legen Sie einfach auf. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei!“

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 27.04.2017
Reform des BKA-Gesetzes: Andrea Voßhoff begrüßt Verzicht auf längere Datenspeicherung

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