digitale Transformation – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Wed, 22 Apr 2026 13:46:33 +0000 de hourly 1 Wettbewerbsvorteil für Unternehmen: Digitale Transformation mit KI muss vorangebracht werden https://www.datensicherheit.de/wettbewerbsvorteil-unternehmen-digitale-transformation-ki-umsetzung Sat, 25 Apr 2026 22:46:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54123 Moderne KI-Agenten übernehmen eigenständig die Lead-Generierung, indem sie Signale aus verschiedenen Quellen DSGVO-konform auswerten und priorisieren

[datensicherheit.de, 26.04.2026] Das Vordringen Künstlicher Intelligenz (KI) in den Betriebsalltag erzeugt einen scharfen Kontrast von Chancen und Risiken der Digitalen Transformation. „Um im derzeit wirtschaftlich schwierigen Umfeld zu bestehen, verfügen die Unternehmen über eine Vielzahl digitaler Stellschrauben, die sie jedoch häufig zu wenig nutzen“, so Eckhart Hilgenstock, Berater, Coach und Interim-Manager für den Mittelstand, in seiner aktuellen Stellungnahme. Bei seinen Einsätzen stellt er demnach immer wieder noch „erheblichen Nachholbedarf“ auf folgenden Feldern fest: „Business Development“, Digitale Transformation, Kundenbindung, Veränderungsbereitschaft der Belegschaft und Geschäftsprozessoptimierung.

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Foto: Eckhart Hilgenstock

Eckhart Hilgenstock zu seinen Erfahrungen aus der Praxis: Die Unwägbarkeiten bis hin zu KI-Halluzinationen halten viele Firmen von Künstlicher Intelligenz ab

„Agentic AI“: KI-Agenten etablieren sich als nächste Evolutionsstufe

Das „Business Development“ werde regelmäßig vernachlässigt – nach seinen Erfahrungen arbeiten viele Unternehmen nach wie vor mit althergebrachten Vertriebsmethoden wie Telefonakquise und E-Mail-Kampagnen, deren Erfolgsquote jedoch immer weiter sinke.

  • Neuere Verfahren zur Kundenansprache wie „Social Selling“ seien die Ausnahme – und selbst dort bleibe das Potenzial meist unausgeschöpft. Dies sei umso erstaunlicher, als sich bereits die nächste Evolutionsstufe etabliert habe: „Agentic AI“ im Vertrieb.

Hilgenstock kommentiert: „Moderne KI-Agenten übernehmen eigenständig die Lead-Generierung, indem sie Signale aus verschiedenen Quellen – etwa Website-Besuche, Firmendaten, Stellenanzeigen, kuratierte Datenplattformen oder Themen, mit denen sich jemand beispielsweise auf ,LinkedIn’ beschäftigt, DSGVO-konform auswerten und priorisieren. Hyper­personalisierte Outreach-Sequenzen sind über verschiedene Plattformen möglich.“ Der „Vierklang aus CRM, Agentic AI, Social Selling und datengetriebenen Signalen“ werde kaum genutzt – dabei sei genau diese Kombination ein echter Wettbewerbsvorteil.

Unternehmen sollten nicht erst abwarten, bis die KI hundertprozentig funktioniert

Doch nicht nur beim „Business Development“, auch in anderen Bereichen treibe die mittelständische Wirtschaft die Digitale Transformation nicht schnell genug voran, so seine Analyse. Vor allem beim KI-Einsatz herrsche noch ein erhebliches Misstrauen.

  • Hilgenstocks Feststellung: „Die Unwägbarkeiten bis hin zu KI-Halluzinationen halten viele Firmen von Künstlicher Intelligenz ab. Die Angst überwiegt, die Chancen werden verkannt. Man will abwarten, bis es hundertprozentig funktioniert.“

Dieses Verhalten stuft er indes als „grundfalsch“ ein und rät zur Differenzierung: „KI ist heute schon weit genug, um viele Routine­tätigkeiten zu übernehmen und Vorschläge für Entscheidungen zu erarbeiten – und genau dafür sollte sie auch genutzt werden. Hingegen wäre es fahrlässig, der KI eine Entscheidungsgewalt zu übertragen!“

Für Vielzahl betrieblicher Aufgaben ist heutige KI bereits problemlos einsetzbar

Hilgenstock nennt Beispiele aus seiner Berufspraxis: „Eingehende E-Mails sortieren, Antworten vorbereiten, Auswertungen als Entwurf anfertigen, Termine koordinieren, Protokolle aus Meetings automatisch erstellen, Vertriebsberichte vorstrukturieren, Leads anhand von Echtzeit-Signalen identifizieren und automatisch qualifizieren, personalisierte Erstkontakte durch KI-Agenten DSGVO konform initiieren, Markt- und Wettbewerbsanalysen zusammenstellen, Präsentationen entwerfen, Kundenanfragen vorsortieren, Rechnungsprüfungen vorbereiten, Forecasts und Szenarioanalysen berechnen – die Liste ist lang.“

  • Er unterstreicht: „Für alle diese Aufgaben ist die heutige KI problemlos einsetzbar, solange die finale Bewertung, Priorisierung und Entscheidung weiterhin in menschlicher Verantwortung bleibt.“

Als ein besonders wirkungsvolles Beispiel für „Agentic AI“ im Mittelstand betrachtet er die vollautomatisierte Lead-Ggenerierung mit Signalen: „KI-Agenten erkennen, welche Unternehmen gerade aktiv nach einer Lösung suchen. Etwa, weil sie die eigene Webseite besucht haben, weil sie auf ,LinkedIn’ mit relevanten Inhalten interagieren oder weil Firmendaten auf Wachstumssignale hindeuten.“ KI-Modelle, Agenten oder Software verfassten daraufhin individualisierte Erstnachrichten, die über Outreach-Werkzeuge automatisiert und skaliert versendet würden – alles ohne manuelle Einzelarbeit des Vertriebsteams.

KI-Chatbots können Gros einfacher Fragen zügig und korrekt beantworten

Die Strecke bis zum SQL – dem ,Sales Qualified Lead’ – anhand dessen der Vertrieb aktiv werde, sei mit KI intelligent automatisiert. Dies sei keine Science Fiction, sondern heute erprobt und einsatzbereit. „Social Selling“ und „Agentic AI“ ergänzten sich ideal: „Der Mensch pflegt die Beziehung, die KI übernimmt die Signalauswertung und den ersten qualifizierten Kontakt, das sogenannte Anwärmen.“

  • Auch beim Kundenservice könne KI wesentliche Aufgaben übernehmen. Als bestes Beispiel nennt er KI-Chatbots: „Das Gros einfacher Fragen kann ein moderner Chatbot zügig und korrekt beantworten, was dem Anfrager schnelle Auskunft beschert und dem Customer-Service mehr Zeit für komplexere Fragestellungen einräumt.“ Er stellt jedoch zugleich klar: „Der Schritt zur nächsten Stufe, also zum Gespräch mit einem Ansprechpartner, muss allerdings intuitiv und zügig möglich sein. Der KI-Chatbot darf nicht als Selbstzweck dienen, sondern nur als erste Anlauf­stelle!“

Hilgenstock nennt weitere Beispiele: „KI analysiert Gesprächsprotokolle und erkennt wiederkehrende Probleme, erstellt automatische Zusammenfassungen für Servicemitarbeiter, prognostiziert Kündigungsrisiken anhand von Kundenverhalten, optimiert Einsatzpläne im Callcenter auf Basis von Nachfrageprognosen oder unterstützt bei der Qualitätssicherung durch die Bewertung von Gesprächen.“

KI-Einsatz für Kernsysteme wie ERP, CRM, SCM oder BI

„Die Unternehmen verfügen über zahlreiche IT-Systeme wie ERP, CRM, SCM, BI, PLM, DMS etc., die sich zunehmend um KI-Funktionen erweitern lassen. Und genau das sollten die Firmen auch tun.“ Als hilfreich wertet er sogenanntes Process Mining: Die KI analysiere reale Prozessdaten aus den IT-Systemen, erkenne Engpässe, Abweichungen und Ineffizienzen in Echtzeit und ermögliche dadurch die datenbasierte Optimierungen von Geschäftsabläufen.

  • Er betont allerdings, dass dabei nicht die Technologie um ihrer selbst Willen im Mittelpunkt stehen dürfe, sondern „es muss immer um konkrete Anwendungsfälle mit nachvollziehbarem Nutzen gehen!“. Als Größenordnung empfiehlt er bei KI-Projekten einen Return on Investment (RoI) binnen eines Jahres ins Auge zu fassen, wobei neben der Technologie auch der Schulung der Mitarbeiter eine Schlüsselrolle für den Erfolg zufalle.

Abschließend gibt Hilgenstock zu bedenken: „Digitale Transformation funktioniert nur, wenn die Beschäftigten darauf vorbereitet und dafür trainiert werden. Dabei ist sicherzustellen, dass die Betroffenen die KI-Unterstützung als positiv empfinden, weil sie damit schneller bessere Ergebnisse erzielen und von lästiger Routinearbeit entlastet werden.“

Weitere Informationen zum Thema:

HILGENSTOCK
ECKHART HILGENSTOCK / Struktur für’s digitale Geschäft

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Eckhart Hilgenstock

datensicherheit.de, 27.02.2026
Eckhart Hilgenstock: KI als Entscheidungshilfe – aber niemals Ersatz für menschliche Führung / Der Hamburger Interim-Manager Hilgenstock warnt eindringlich: „Wer als Manager Entscheidungen an die KI delegiert, hat seinen Job verfehlt. Gleiches gilt, wenn man KI nicht als Datenbasis für Entscheidungen nutzt!“

datensicherheit.de, 13.04.2026
KI zum Nutzen der Verbraucher und Händler: Agentic Commerce verändert Online-Shopping / KI gilt laut Bitkom-Umfrage für die Mehrheit der Online-Händler als klarer Wettbewerbsfaktor

datensicherheit.de, 08.11.2025
Einsatz von KI-Agenten: Lückenlose Governance für Unternehmen mittlerweile unerlässlich / Unternehmen vertrauen KI-Agenten immer mehr sensible Aufgaben an – von Genehmigungen für Investitionen bis zum Managen von Sicherheitsrisiken

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Deutschland: Digitale Transformation der Industrie geht in die nächste Runde https://www.datensicherheit.de/deutschland-digital-transformation-industrie-naechste-runde Thu, 16 Apr 2026 22:47:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=53955 81 Prozent der deutschen Industrieunternehmen betrachten „Industrie 4.0“ als Chance – nur 16 Prozent sehen darin ein Risiko

[datensicherheit.de, 17.04.2026] Automatisierte Produktionsabläufe mit Künstlicher Intelligenz (KI), schnellere Fertigung durch 3D-Druck oder Humanoide Roboter, welche gefährliche Schweißarbeiten übernehmen – Deutschlands Fabriken werden offenbar zunehmend digitalisiert. Die deutsche Industrie bewertet den Einsatz digitaler Technologien in der Produktion jedenfalls weit überwiegend positiv: „81 Prozent der deutschen Industrieunternehmen sehen ,Industrie 4.0‘ als Chance, nur 16 Prozent sehen darin ein Risiko. Gleichzeitig ist ,Industrie 4.0‘ ein Wettbewerbsfaktor.“ Grundlage dieser aktuellen Erkenntnisse ist demnach eine repräsentative Umfrage, welche von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom e.V. durchgeführt wurde – hierzu seien 555 Industrieunternehmen des verarbeitenden Gewerbes ab 100 Beschäftigten in Deutschland telefonisch im Zeitraum der Kalenderwochen 6 bis 11 2026 befragt worden.

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Abbildung: Bitkom

Digitalisierung der deutschen Industrie: Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

„Industrie 4.0“ kein vager Technologietrend mehr, sondern Basis für industrielle Wettbewerbsfähigkeit

Für fast alle deutschen Industrieunternehmen (94%) sei „Industrie 4.0“ sehr wichtig oder gar unverzichtbar, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen („unverzichtbar“: 30%; „sehr wichtig“: 64%). Nur knapp vier Prozent hielten „Industrie 4.0“ hingegen für „unwichtig“.

  • Dies seien Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Bitkom-Auftrag anlässlich der „Hannover Messe 2026“ .

„,Industrie 4.0‘ ist kein Technologietrend, sondern die Basis für industrielle Wettbewerbsfähigkeit“, kommentiert Bitkom-Vizepräsidentin Dr. Tanja Rückert. Sie führt hierzu aus: „Mit KI und künftig Humanoiden Robotern erhält ,Industrie 4.0‘ ein massives Upgrade, die Digitale Transformation der deutschen Industrie geht mit KI in die nächste Runde.“

„Industrie 4.0“ in der Produktion angekommen

Wie groß die Bedeutung dieser Technologien für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Industrieunternehmen ist, zeige die nun vorliegende Bitkom-Studie. Etwa neun von zehn Industrieunternehmen (89%) würden „Industrie 4.0“ allgemein eine „sehr große“ oder „eher große“ Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie beimessen, bei Künstlicher Intelligenz (KI) seien es knapp acht von zehn (78%).

  • Auch Humanoide Roboter – d.h. KI-basierte menschenähnlich gebaute Roboter – würden mehrheitlich als bedeutsam für die Wettbewerbsfähigkeit eingeschätzt: Mehr als sechs von zehn Industrieunternehmen (63%) rechneten dieser Technologie eine „sehr große“ oder „eher große Bedeutung“ zu.

In der Produktion sei „Industrie 4.0“ jedenfalls keine Zukunftsvision mehr, sondern gelebte Praxis. 97 Prozent der Industrieunternehmen setzten mindestens eine „Industrie 4.0“-Anwendung ein. Im Bereich der intelligenten Steuerung und Planung sei KI am weitesten verbreitet: KI sei bereits bei 40 Prozent der Industrie-Unternehmen im Einsatz, fast ebenso viele (38%) planten dies.

„Industrie 4.0“ gehört gut zehn Jahre nach Einführung des Begriffs zum Alltag

Auch Digitale Zwillinge seien inzwischen weit verbreitet: 45 Prozent der Industrieunternehmen hätten diese im Einsatz, 26 Prozent planten es. „Physical AI“, also KI, die Maschinen oder Roboter in die Lage versetzt, physische Aufgaben selbstständig auszuführen, sei bei sechs Prozent der deutschen Industrieunternehmen im Einsatz. Diese Technologie stecke zwar noch in den Anfängen – allerdings planten bereits mehr als ein Viertel der Unternehmen (28%) ihre Einführung.

  • Geht es um digitale Infrastrukturen und Vernetzung, so liegen laut Bitkom IoT-Plattformen an der Spitze der einschlägigen Technologien: Diese seien bei 45 Prozent der Industrieunternehmen im Einsatz und bei einem Drittel (33%) geplant. Aber auch Datenräume, „Edge Computing“, „Lifecycle Management“ und 5G-Campusnetze würden in der Produktion eingesetzt und trügen zu einer vernetzten Produktion bei.

„In den Fabriken ist ,Industrie 4.0‘ gut zehn Jahre nach Einführung des Begriffs Alltag“, bilanziert Rückert. Sie betont: „Jetzt kommt es darauf an, mit Digitalen Zwillingen, KI und künftig auch Humanoiden Robotern ein neues Kapitel der ,Industrie 4.0‘ aufzuschlagen.“ 27 Prozent der deutschen Industrieunternehmen wollten 2026 – verglichen mit dem Jahr 2025 – mehr in „Industrie 4.0“-Technologien investieren, 50 Prozent wollten ihre Investitionen auf dem bisherigen Niveau halten. 20 Prozent planten geringere Investitionen.

64% der Industrieunternehmen der Auffassung, dass Humanoide Roboter die Industrie produktiver machen

Neben den breit genutzten Anwendungen wie KI, IoT-Plattformen oder Digitalen Zwillingen gerieten neue Technologien stärker in den Blick – darunter Humanoide Roboter. Sie zählten zum Bereich „Physical AI“ und könnten bislang von Menschen ausgeführte Aufgaben übernehmen.

  • Die Industrieunternehmen sähen darin einen Produktivitätsfaktor: Mehr als sechs von zehn Industrieunternehmen (64%) seien der Auffassung, dass Humanoide Roboter die Industrie produktiver machten. Fast sieben von zehn (68%) sprächen sich dafür aus, dass Deutschland humanoide Roboter schnell selbst entwickelt und auf den Weltmarkt bringt. Gleichzeitig halte fast jedes dritte Industrieunternehmen (31%) Humanoide Roboter für einen „Hype“, welcher bald vorübergehen werde; 41 Prozent seien der Auffassung, diese Technologie koste mehr, als sie bringe.„An Humanoiden Robotern scheiden sich derzeit die Geister“, so Rückert.

Vereinzelt würden Humanoide Roboter in der deutschen Industrie heute bereits eingesetzt: Sechs Prozent der Industrieunternehmen arbeiteten bereits mit ihnen, jedes zehnte Unternehmen (10%) plane dies und acht Prozent diskutierten darüber. Allerdings sei für drei von vier Industrieunternehmen (72%) der Einsatz Humanoider Roboter derzeit noch kein Thema.

Humanoide Roboter in den kommenden zehn Jahren wohl in Mehrzahl der Industrieunternehmen eingesetzt

Beim Blick in die Zukunft sehe die Lage indes anders aus: Insgesamt könne sich fast die gesamte deutsche Industrie (97%) zumindest langfristig vorstellen, dass Humanoide Roboter in der Produktion breit eingesetzt werden. Jedes fünfte befragte Unternehmen (20%) erwarte, dass Humanoide Roboter in den kommenden zehn Jahren in der Mehrzahl der Industrieunternehmen eingesetzt würden.

  • Drei Prozent gingen davon aus, dass dies bereits fünf Jahren der Fall sein werde, 17 Prozent rechneten damit in den kommenden sechs bis zehn Jahren. Mit 54 Prozent halte der überwiegende Teil der Industrieunternehmen ein solches Szenario erst langfristig im Zeitraum von elf bis 20 Jahren für realistisch, 14 Prozent rechneten damit in 21 bis 30 Jahren und neun Prozent erwarteten dies erst in sehr ferner Zukunft nach Ablauf von mehr als 30 Jahren.

Dass sich Humanoide Roboter in der Industrie nie flächendeckend durchsetzen werden, meine allerdings kaum jemand – lediglich zwei Prozent der Industrieunternehmen teilten diese grundsätzliche Skepsis gegenüber dieser neuen Technologie. „Humanoide Roboter waren vorgestern Science Fiction, gestern galten sie als visionär und jetzt werden sie zu einem echten, geschäftsrelevanten Industriethema“, unterstreicht Rückert. Entscheidend sei nun, „dass Deutschland gleichermaßen in die Entwicklung wie in den Einsatz Humanoider Roboter investiert“.

KI für die Industrie klarer Wettbewerbsfaktor

Am Beispiel Humanoider Robotik zeige sich, wie stark die industrielle Entwicklung inzwischen von KI geprägt sei. Rückert betont: „KI ist nicht mehr nur eine einzelne Anwendung, sie wird derzeit zur wohl wichtigsten Basistechnologie in industrieller Entwicklung, Fertigung und Betrieb.“ Fast acht von zehn Industrieunternehmen (79%) seien der Auffassung, dass KI künftig entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie sein werde.

  • 76 Prozent seien der Meinung, dass die deutsche Industrie beim Einsatz von KI eine Vorreiterrolle einnehmen sollte. Nur 19 Prozent hielten KI in der Industrie für einen vorübergehenden „Hype“. Gleichzeitig stimme mehr als die Hälfte (55%) der Aussage zu, dass die deutsche Industrie die KI-Revolution zu verschlafen drohe – neun Prozentpunkte mehr als im letzten Jahr.

Dennoch sehe sich bei KI jedes zweite deutsche Industrieunternehmen (51%) vorne. 46 Prozent ordneten sich hingegen eher als Nachzügler ein (36%) oder sagten gar, sie hätten den Anschluss verpasst (10%). „Künstliche Intelligenz ist für die deutsche Industrie die wohl wichtigste Zukunftsfrage, meint Rückert und sie begründet dies wie folgt: „Die Unternehmen sehen in KI enormes Potenzial für mehr Effizienz, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit.“

Schwierige Konjunktur bremst Digitalisierung der deutschen Industrie aus

Die schwierige gesamtwirtschaftliche Lage wirke sich allerdings nachteilig auf die Digitalisierung der deutschen Industrie aus. Über die Hälfte (58%) der Industrieunternehmen sei der Auffassung, dass die aktuelle Konjunktur die Digitalisierung ihres Unternehmens bremsen werde.

  • 45 Prozent rechneten mit einem Stellenabbau im eigenen Unternehmen; gleichzeitig erwarteten 48 Prozent, infolge von Stellenkürzungen in anderen Industrieunternehmen Fachkräfte gewinnen zu können.

Neben der wirtschaftlichen Lage erhöhe zudem der Wettbewerb aus China den Druck auf die deutsche Industrie. Mehr als jedes achte Industrieunternehmen (13%) empfinde einen „sehr starken“ Wettbewerbsdruck aufgrund gestiegener Exporte aus China, fast die Hälfte (49%) einen „eher starken“ Wettbewerbsdruck. Umgekehrt spüre lediglich jedes fünfte Industrieunternehmen (22%) nur „geringen“, 13 Prozent spürten „keinerlei zusätzlichen Druck“.

Bei der „Industrie 4.0“ in Deutschland indes noch Aufholbedarf

Der wirtschaftliche Druck treffe die Industrie in einer Phase, in der sich der internationale Wettbewerb weiter verschärfe. Im internationalen Vergleich liege Deutschland nach Selbsteinschätzung der Unternehmen bei „Industrie 4.0“ nur auf Platz 3. Ein Zehntel (10%) der Industrieunternehmen sehe Deutschland international beim Thema „Industrie 4.0“ vorne.

  • Als führende Nation bei „Industrie 4.0“ werde derzeit am häufigsten China genannt (34%), und auch die USA würden von 21 Prozent in diesem Bereich führend wahrgenommen.

Die Situation ihres eigenen Unternehmens bewerteten die Befragten etwas positiver. Neun Prozent der deutschen Industrieunternehmen sähen sich an der Spitze, 38 Prozent eher als Vorreiter bei „Industrie 4.0“. Knapp die Hälfte (50%) sehe sich umgekehrt als Nachzügler, lediglich ein Prozent sage, dass das eigene Unternehmen den Anschluss verpasst habe. „China legt bei ,Industrie 4.0‘ das Tempo vor“, gibt Rückert zu bedenken und legt nahe: „Deutschland muss dranbleiben, mit mehr Tempo und Investitionen in Innovation und digitaler Infrastruktur!“

Unternehmen und Politik in der Verantwortung: Deutschland braucht für industrielle KI bessere Standortbedingungen

„Wie können Industrieunternehmen bei der Einführung von ,Industrie 4.0‘-Anwendungen besser unterstützt werden?“ Dafür brauchte es sowohl in der Wirtschaft selbst als auch in der Politik die richtigen Weichenstellungen:

  • „Viele zentrale Anwendungen von ,Industrie 4.0‘ bauen heute auf KI auf oder werden durch sie deutlich leistungsfähiger. Umso wichtiger ist es, KI nicht nur punktuell zu testen, sondern sie systematisch in Produktions- und Engineering-Prozesse zu überführen – mit leistungsfähiger Infrastruktur, einheitlichen Datenstandards und qualifizierten Beschäftigten entlang der Wertschöpfungskette“, bilanziert Rückert.

Ihr abschließendes Plädoyer: „Deutschland braucht bei industrieller KI bessere Standortbedingungen: Mehr Rechenkapazitäten, bessere Dateninfrastrukturen, umsetzbare Regeln, gezielte Fachkräftequalifizierung und einfache Förderprogramme für den Mittelstand! Jetzt geht es nicht mehr um das nächste Pilotprojekt, sondern um den breiten Einsatz von KI in der Wirtschaft und Industrie.“

Weitere Informationen zum Thema:

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Über uns

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Dr. Tanja Rückert – Vizepräsidentin Bitkom Geschäftsführerin / Chief Digital Officer Robert Bosch GmbH

bitkom, 14.04.2026
Industrie 4.0: Wie digital ist Deutschlands Industrie? / Dr. Tanja Rückert, Bitkom-Vizepräsidentin

datensicherheit.de, 12.04.2026
KI-Verordnung: Konkretisierung der Transparenzpflichten für Unternehmen / Für betroffene Unternehmen wächst der Handlungsdruck – sie müssen wissen, wann KI-generierte oder KI-manipulierte Inhalte zu kennzeichnen sind

datensicherheit.de, 05.02.2026
Moderne OT-Resilienz: Digitale Zwillinge als wichtige Bausteine / Neben kontinuierlichem „Exposure Management“ braucht operative Resilienz in OT-Umgebungen konkrete technische und organisatorische Hebel: Zugangskontrollen, belastbare Testumgebungen und kompensierende Maßnahmen für „Legacy“-Systeme

datensicherheit.de, 14.08.2025
Humanoide Roboter: Ergänzung und Erweiterung bestehender Technologien statt deren Ersatz / Weltroboterverband IFR veröffentlicht Positionspapier zu Trends, Chancen und möglichen Grenzen humanoider Roboter

datensicherheit.de, 17.02.2020
Industrie 4.0 braucht ganzheitliche IT-Sicherheit im Wertschöpfungsprozess / Das neue Jahrzehnt erfordert eine Änderung der Sicherheitslage in der OT-Branche

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Bitkoms Smart City Index 2026: Städte errichten Digitale Zwillinge https://www.datensicherheit.de/bitkoms-smart-city-index-2026-stadte-errichtung-digital-zwillinge Tue, 24 Mar 2026 23:01:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=53429 Am 13. März 2026 wurde ein neuer Studienbericht publiziert, welcher bislang unveröffentlichte Detailergebnisse des Digital-Rankings der 83 deutschen Städte ab 100.000 Einwohnern des Digitalverbands Bitkom enthält

[datensicherheit.de, 25.03.2026] Der Digitalverband Bitkom e.V. hat seinen „Smart City Index 2025 Studienbericht“ veröffentlicht. Ob Künstliche Intelligenz (KI), Intelligente Netze oder sogar der Digitale Zwilling des Energienetzes – die meisten deutschen Großstädte setzen demnach bei der Energie- und Wärmeplanung auf digitale Technologien. Gut drei Viertel (76%) haben nach Bitkom-Erkenntnissen solche Lösungen bereits im Einsatz, bei zwölf Prozent befinden sie sich gerade in der Einführung und bei einem Prozent in einer Testphase. Dies sind einige aktuelle Ergebnisse aus dem am 13. März 2026 publizierten neuen Studienbericht, welcher bislang unveröffentlichte Detailergebnisse des Digital-Rankings der 83 deutschen Städte ab 100.000 Einwohnern des Digitalverbands Bitkom enthält. Der „Smart City Index“ wird laut Bitkom unterstützt von Visa, PwC Deutschland und Bentley Systems. Das Ranking ist zudem als interaktive Online-Karte verfügbar.

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Abbildung: Bitkom

„Smart City Index“: Das aktuelle Ranking ist auf einer interaktiven Online-Karte zu finden

„Smart City Index“ des Bitkom als Inspiration zum Start neuer Digitalisierungsprojekte vor Ort

Weitere sieben Prozent planten die Nutzung digitaler Technologien rund um die Themenfelder Energie und Wärme, nur bei vier Prozent sei dies kein Thema.

  • „Die Energieversorgung ist ein zentrales Zukunftsthema für jede Stadt, das alle Bürgerinnen und Bürger ganz unmittelbar berührt. Digitale Technologien bieten den Verantwortlichen nicht nur effiziente Möglichkeiten zur Steuerung, sondern sind inzwischen auch ein praktisch unverzichtbares Planungstool, kommentiert Sven Wagner, „Smart-City-Experte“ des Bitkom. Er ergänzt: „Der ,Smart City Index’ des Bitkom kann und soll auch Inspiration sein, um neue Digitalisierungsprojekte vor Ort zu starten.“

Der Studienbericht gebe aber auch zahlreiche weitere Einblicke in die Digitalisierungsfortschritte der deutschen Großstädte. So nutzten 45 Prozent bereits KI-Chatbots, um rund um die Uhr Anfragen von Bürgern möglichst passgenau zu beantworten. Zudem ermöglichten 84 Prozent „Mobile Payment“ im Bürgeramt – vor zwei Jahren seien es gerade einmal 54 Prozent gewesen.

Bitkom ließ mehr als 13.500 Datenpunkte für 83 Städte erheben

Für den „Smart City Index“ seien insgesamt 13.529 Datenpunkte erfasst, überprüft und qualifiziert worden – noch einmal 245 mehr als im Vorjahr. Analysiert und bewertet worden seien alle 83 Städte mit einer Bevölkerung größer 100.000. Untersucht worden seien die fünf Themenbereiche „Verwaltung“, „IT und Kommunikation“, „Energie und Umwelt“, „Mobilität“ sowie „Gesellschaft und Bildung“.

  • Diese fünf Bereiche fächerten sich sodann in 37 Indikatoren auf, welche wiederum aus insgesamt 163 Parametern (einer mehr als 2024) bestünden – von Online-Bürger-Services über Sharing-Angebote im städtischen Verkehr und Umweltsensorik bis zur Breitbandverfügbarkeit und Digital-Fortbildungen für Lehrkräfte und Verwaltungsangestellte.

Bei der Datenerhebung seien die Kommunen aktiv einbezogen worden. „Die Städte konnten Daten zur Digitalisierung liefern, jeweils mit Quellen belegt. Davon machten in diesem Jahr erstmals alle Städte Gebrauch, die Rücklaufquote liegt damit bei 100 Prozent (Vorjahr: 99 Prozent).“ Die Daten seien anschließend von einem Team aus Experten der Bitkom Research überprüft und validiert worden.

Weitere Informationen zum Thema:

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Smart City Index 2025 – Studienbericht zum Digitalisierungsgrad der 83 deutschen Großstädte

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Sven Wagner – Referent Smart City Bitkom e.V.

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Smart City Index 2025

datensicherheit.de, 08.09.2025
Smart City Index 2025: Düsseldorf, Hannover, Heidelberg und Leipzig in Top 10 aufgerückt / Über die Spitzengruppe im „Smart City Index“ sind Veränderungen zu vermelden: Düsseldorf, Hannover, Heidelberg und Leipzig nun unter den „Top 10“ zu finden

datensicherheit.de, 01.11.2024
Smart Cities: Aspekte der Sicherheit in urbaner Zukunft / Check Point erörtert, wie „Smart Cities“ gegen Cyber-Attacken Resilienz aufbauen können

datensicherheit.de, 22.07.2021
Deutscher Smart-City-Markt: eco sieht Cyber-Sicherheit als zentralen Treiber / Erkenntnisse der Studie „Der Smart-City-Markt in Deutschland, 2021-2026“ vom eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. und Arthur D. Little

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Digitale Justiz: Laut DAV Zeit des Planens, Probierens und Pilotierens nun vorbei https://www.datensicherheit.de/digital-justiz-dav-zeit-planen-probieren-pilotieren-vorbei https://www.datensicherheit.de/digital-justiz-dav-zeit-planen-probieren-pilotieren-vorbei#respond Sat, 08 Nov 2025 23:01:07 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=50862 Der Deutsche Anwaltverein e.V. (DAV) fordert auch angesichts der Vorleistungen der Anwaltschaft, den Ausbau der digitalen Kommunikation mit der Justiz zügig voranzutreiben

[datensicherheit.de, 09.11.2025] Der Deutsche Anwaltverein e.V. (DAV) hat die Tagung der Justizministerkonferenz (JuMiKo) zum Anlass für einen Appell genommen, den Ausbau der digitalen Kommunikation mit der Justiz zügig voranzutreiben. Die mögliche Nachfrist zur Einführung der „E-Akte“ müsse konstruktiv genutzt werden: Es braucht laut DAV „bundeseinheitliche Systeme und eine konsequente flächendeckende elektronische Aktenführung“.

DAV betont, dass die Anwaltschaft ihren Beitrag zu Digitalen Transformation der Rechtspflege geleistet hat

„Weitere Schritte sind dringend erforderlich“ – habe auf der Tagesordnung der JuMiKo zum Punkt der elektronischen Kommunikation mit der Justiz gestanden. Diesen Satz könne der DAV nur unterstreichen, vor allem mit Blick auf die Vorleistung der Anwaltschaft: Das „besondere elektronische Anwaltspostfach“ (beA) existiere seit knapp zehn Jahren.

  • Seit 2018 habe die Anwaltschaft bereits digital empfangsbereit sein müssen, seit 2022 dürften Anwälte mit Gerichten eben nur noch digital über das beA kommunizieren.

„Startschwierigkeiten – auf technischer wie auf menschlicher Ebene – gab es natürlich auch in der Anwaltschaft. Trotzdem haben wir uns an die Vereinbarung und die Fristen gehalten und unseren Beitrag für die Digitale Transformation der Rechtspflege geleistet“, unterstreicht Rechtsanwältin Ulrike Silbermann, Vorsitzende des DAV-Ausschusses „Elektronischer Rechtsverkehr“. Inzwischen sei die elektronische Kommunikation für die Anwaltschaft Alltag.

DAV sieht Justiz nun in der Bringschuld

Der Beitrag der Justiz sei nun überfällig. Die voraussichtlich kommende Nachfrist bis 1. Januar 2027 dürfe nicht zum Ausruhen genutzt werden, fordert Silbermann und stellt die DAV-Position klar:

  • „Die Zeit des Planens, Probierens und Pilotierens ist vorbei: Es braucht bundeseinheitliche Systeme für eine flächendeckende digitale Aktenführung, einen digitalen Arbeitsraum für alle Akteure sowie entsprechende Nutzungs- und Schulungspflichten!“

Mit dem neuen „Pakt für den Rechtsstaat“ würden die Länder im kommenden Jahr, 2026, erhebliche finanzielle Hilfen erhalten, welche auch für die Digitalisierung der Justiz gedacht seien. Diese müssen nun gezielt eingesetzt werden, „damit der ,digitale Flickenteppich’ endlich Geschichte wird“.

Weitere Informationen zum Thema:

DeutscherAnwaltVerein
Gemeinsam für einen starken Anwaltsberuf / Engagement für die Zukunft der Anwaltschaft und einen starken Rechtsstaat. Sie können Ihren Beitrag leisten!

DeutscherAnwaltVerein
Ausschuss Elektronischer Rechtsverkehr / Vorsitzende: Rechtsanwältin Ulrike Silbermann

Justizportal des Bundes und der Länder
Justizministerkonferenz

Deutscher Bundestag
Übergangsregelungen zur Einführung der E-Akte in der Justiz

BUNDESRECHTSANWALTSKAMMER
Willkommen im beA-Portal!

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
Pakt für den Rechtsstaat

datensicherheit.de, 29.01.2025
KI: Jeder Achte glaubt, dass Anwälte weitgehend überflüssig werden könnten / Bereits ein Viertel kann sich vorstellen, rechtliche Konsultation bei einer KI einzuholen

datensicherheit.de, 03.01.2018
Besonderes elektronisches Anwaltspostfach: beA-Einführung wird zur Affäre / Anwälte kritisieren Fehlinvestition und fordern personellen Neuanfang

datensicherheit.de, 28.12.2017
Besonderes elektronisches Anwaltspostfach: Vertrauensverlust der Anwaltschaft / Deutscher Anwaltverein fordert, den Schutz des Mandanten unbedingt zu wahren

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https://www.datensicherheit.de/digital-justiz-dav-zeit-planen-probieren-pilotieren-vorbei/feed 0
eco-Umfrage: Ampel-Koalition sollte Digitale Transformation entschiedener vorantreiben https://www.datensicherheit.de/eco-umfrage-ampel-koalition-auftrag-digitale-transformation-entschiedenheit-vorantrieb https://www.datensicherheit.de/eco-umfrage-ampel-koalition-auftrag-digitale-transformation-entschiedenheit-vorantrieb#respond Wed, 30 Nov 2022 16:53:19 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=42713 Nach einem Jahr sieht Großteil der Deutschen noch nicht erhofften Digitalen Aufbruch

[datensicherheit.de, 30.11.2022] Der eco, Verband der Internetwirtschaft e.V., geht in seiner aktuellen Stellungnahme auf das Ergebnis einer von ihm beauftragten Umfrage ein: Demnach sieht nach einem Jahr „Ampel“-Regierung sieht ein Großteil der Deutschen nicht den erhofften Digitalen Aufbruch. Dies zeigt demnach eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im eco-Auftrag von: Rund 72 Prozent der Befragten hätten angegeben, dass die „Ampel“-Koalition die Digitale Transformation in Deutschland entschiedener vorantreiben müsse. Civey habe in der Zeit vom 28. bis zum 29. November 2022 rund 2.500 Personen befragt – die Ergebnisse seien repräsentativ für die Einwohner der BRD ab 18 Jahren (der statistische Fehler liege bei 3,5 Prozent).

Oliver Süme, Vorstandsvorsitzender des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V.

Bild: eco

Oliver Süme: Der erhoffte Turbo für die Digitale Transformation in Deutschland ist bislang ausgeblieben!

eco-Vorstandsvorsitzender fordert, dass Maßnahmen und Ressorts stärker ineinandergreifen sollten

Knapp 15 Prozent zeigten sich unentschieden. Nur 13 Prozent der Befragten hätten den Eindruck, „dass die ,Ampel’-Regierung die Digitalisierung entschieden vorantreibt“. Unter den Wählern der drei Koalitionsparteien wünschten sich vor allem Anhänger der Freien Demokraten mehr Fortschritt bei der Digitalen Transformation: Für 77,4 Prozent der FDP-Wähler gehe dieser Prozess noch nicht schnell genug.

„Der erhoffte Turbo für die Digitale Transformation in Deutschland ist bislang ausgeblieben, ein Paradigmenwechsel in der Digitalpolitik nicht erkennbar“, bilanziert der eco-Vorstandsvorsitzende, Oliver Süme. Grundsätzlich seien Wille und Anstrengung sichtbar, zentrale digitalpolitische Fragestellungen strategisch umzusetzen. Doch müssten hierfür verschiedene Maßnahmen und Ressorts stärker ineinandergreifen. „Die Zersplitterung der digitalpolitischen Zuständigkeiten in verschiedene Ressorts hat sich bereits in den letzten Wahlperioden als Bremsklotz bei zentralen Weichenstellungen für die Digitale Transformation am Standort Deutschland erwiesen“, unterstreicht Süme.

Leider habe es die „Ampel“-Regierung – wie auch schon die „Große Koalition“ vor ihr – verpasst, dem Thema Digitalisierung im Rahmen ihrer Ressortaufteilung eine strategische Schlüsselrolle beispielsweise in Form eines echten Digitalministeriums mit Budgetverantwortung und koordinierender Funktion für die Digitalpolitik, zuzuweisen.

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Abbildung: eco

CIVEY-Umfrage: „Ampel“-Koalition und Digitale Transformation

eco moniert: Energieeffizienzgesetz kontraproduktiv für Digitalstandort Deutschland

Dieses Problem setze sich nun auch in dieser Legislaturperiode fort: „Zentrale Fragen für die Internetwirtschaft gehen im Streit verschiedener Ressorts unter“, moniert Süme und erläutert:. „Aktuell kann man das am Beispiel des Vorschlags für das neue Energieeffizienzgesetz sehen, das neue Regelungen für Rechenzentren aufgreift: Der jetzige Entwurf könnte sich mehr als schädlich für die Entwicklung des Digitalstandorts Deutschland erweisen und zur Abwanderung der Branche ins Ausland führen, da er technisch nicht machbare Anforderungen an Rechenzentrumsbetreiber formuliert.“

Mehr als die Hälfte der Deutschen (56,6%) forderten zudem, dass die Bundesregierung die Betreiber Kritischer Infrastruktur wie Rechenzentren im Zuge der Energiekrise stärker als bisher unterstützen sollte – so ein weiteres Ergebnis der aktuellen Civey-Umfrage.

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Digitale Transformation: IT-Security spielt laut CyberArk-Untersuchung entscheidende Rolle https://www.datensicherheit.de/digitale-transformation-it-security-cyberark-untersuchung-entscheidende-rolle https://www.datensicherheit.de/digitale-transformation-it-security-cyberark-untersuchung-entscheidende-rolle#respond Thu, 06 Oct 2022 18:55:45 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=42459 CyberArk meldet, dass 57 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland beabsichtigen, Finanzhilfen in die Sicherheit investieren

[datensicherheit.de, 06.10.2022] Nach einer aktuellen Untersuchung von CyberArk beabsichtigen 57 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland Finanzhilfen, welche sie im Rahmen des sogenannten Aufbau- und Resilienzplans der EU erhalten, in die Sicherheit investieren. Der „2022 Identity Security Threat Landscape Report“ beleuchtet laut CyberArk die Ergebnisse einer Untersuchung, welche das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag durchgeführt habe. Befragt worden seien 1.750 IT-Security-Entscheider in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, Australien, Brasilien, Mexiko, Israel, Japan, Singapur und den USA.

Identity Security Threat Landscape: CyberArk publiziert neue Studie

Die EU stellt demnach den Mitgliedstaaten im Hinblick auf die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der „Corona-Pandemie“ mehr als 700 Milliarden Euro in Form von Darlehen und Finanzhilfen zur Verfügung. Gefördert werden sollten vor allem Maßnahmen in den Bereichen Klimaneutralität und Digitaler Wandel.

CyberArk hat in der neuen Studie „Identity Security Threat Landscape“ die Frage aufgeworfen, in welchen Segmenten die Unternehmen in der Digitalen Transformation Investitionen tätigen möchten: „Dabei zeigt sich, dass mit 57 Prozent die Mehrheit der deutschen Unternehmen ,Security’ als Priorität sieht.“

CyberArk: Große Gefahren werden vielfach in unbekannten und nicht verwalteten Identitäten gesehen

„Cybersecurity“ sei ohnehin das dominante Thema bei Investitionen in die IT. Ebenfalls 57 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland hätten hierzu in den letzten zwölf Monaten neue Schutzmaßnahmen ergriffen.

Unternehmen reagierten damit auf die steigenden Sicherheitsbedrohungen: „Große Gefahren sehen sie dabei vielfach in den unbekannten und nicht verwalteten Identitäten, die in immer größerer Zahl vorhanden sind.“ Schließlich führe die zunehmende Digitalisierung zu einer höheren Anzahl an Interaktionen zwischen Menschen, Applikationen und Prozessen – und damit auch zu mehr digitalen Identitäten. Für 34 Prozent stellten dabei die Endgeräte der Mitarbeiter – seien es Desktop-PCs, Notebooks oder mobile Geräte – das größte Sicherheitsrisiko dar.

67% befürchten laut CyberArk-Studie, Hacker-Zugriff nicht zuverlässig verhindern zu können

„Die Gefahrenlage betrachtet die deutliche Mehrheit der Befragten als kritisch.“ So meinen 67 Prozent, dass sie den Zugriff von Hackern auf wichtige Unternehmenssysteme und -daten nicht zuverlässig verhindern könnten – und 65 Prozent halten das eigene Unternehmen gegen zielgerichtete Angriffe etwa durch Phishing-E-Mails für nicht ausreichend gewappnet.

„Bei den Sicherheitsmaßnahmen, die Unternehmen ergreifen wollen, nimmt die Zero-Trust-Strategie eine prominente Rolle ein.“ Dabei gehe es in erster Linie um den Einsatz von Identitätssicherheitstools, um den Benutzer vor dem Verbindungsaufbau zum Netzwerk zu identifizieren und zu validieren. Darüber hinaus hätten auch Lösungen für die Anwendungs- und „Workload“-Sicherheit eine hohe Priorität. „Dies betrifft alle ,Workloads’, die mit Anwendungen, digitalen Prozessen oder der Nutzung von ,Public Cloud’-Ressourcen verbunden sind.“

Angriffsfläche der Unternehmen für Hacke immer größer, warnt CyberArk

„Die Angriffsfläche, die Unternehmen Hackern bieten, wird immer größer. Die zunehmende Digitale Transformation oder ,Cloud’-Nutzung sind dafür nur zwei Gründe. Sie führen unweigerlich zu einer höheren Anzahl digitaler Identitäten, die Unternehmen nur mit einem umfassenden Identity-Security-Ansatz zuverlässig sichern können“, betont Michael Kleist, „Area Vice President DACH“ bei CyberArk.

Ein wichtiger Baustein sei dabei das sogenannte Zero-Trust-Prinzip, „das eine Verifizierung sämtlicher Akteure und Prozesse beinhaltet, die eine Verbindung zu kritischen Systemen herstellen wollen“. Abschließend führt Kleist aus: „Unsere Untersuchung zeigt, dass Unternehmen die große Bedeutung von ,Zero Trust’ auch erkennen. Es bleibt zu hoffen, dass der Einsicht nun Taten folgen.“

Weitere Informationen zum Thema:

CYBERARK
The CyberArk 2022 Identity Security Threat Landscape Report / Massive Growth of Digital Identities Is Driving Rise in Cybersecurity Debt

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Digitale Transformation: Laut Forrester-Studie traditionelle Cybersecurity-Ansätze überfordert https://www.datensicherheit.de/digitale-transformation-ansicht-forrester-studie-tradition-cybersecurity-ansaetze-ueberforderung https://www.datensicherheit.de/digitale-transformation-ansicht-forrester-studie-tradition-cybersecurity-ansaetze-ueberforderung#respond Wed, 03 Aug 2022 11:24:21 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=42141 Michael Scheffler von Varonis Systems nimmt Stellung zur neuen Forrester-Studie

[datensicherheit.de, 03.08.2022] Fast alle Sicherheitsverantwortlichen (96%) hätten innerhalb der letzten 24 Monate einen Anstieg der „Cloud“-Nutzung in ihren Unternehmen verzeichnet. Dies führe dazu, dass immer weniger Daten auf den Endgeräten (10%) gespeichert und sogenannte SaaS-Anwendungen zum am häufigsten genutzten Speicherort würden. Mittlerweile liege dort bei 60 Prozent der Unternehmen der Hauptanteil ihrer Daten.„Für die Sicherheitsteams entstehen auf diese Weise immer größere ,Blind Spots‘, die sie mit traditionellen Sicherheits-Lösungen nicht schließen können“, warnt Michael Scheffler, „Country Manager DACH“ von Varonis Systems, und führt aus: „Jeder zweite Sicherheitsverantwortliche (54%) sieht deshalb seine aktuellen Sicherheits-Ansätze als überholt an, so eine aktuelle von Varonis Systems in Auftrag gegebene Studie der Analysten von Forrester.“

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Foto: Varonis Systems

Michael Scheffler: Sich beim Schutz der Cloud-Daten auf den Provider zu verlassen, ist mehr als fahrlässig!

Laut Forrester in nahezu allen Unternehmen Einsatz von SaaS-Tools zugenommen

In nahezu allen Unternehmen habe in den letzten zwei Jahren der Einsatz von SaaS-Tools zugenommen – bei 60 Prozent der Unternehmen sogar „signifikant“. Hierdurch werde jedoch die Identifizierung sensitiver Daten und dadurch auch ihr Schutz wesentlich erschwert.

Scheffler ergänzt: „Hinzu kommt eine mangelnde Transparenz bei den Zugriffsrechten: So sehen 53 Prozent einen Zusammenhang zwischen der zunehmenden Nutzung von ,Cloud‘-Diensten und mangelnden Einblicken in übermäßige Zugriffsrechte.“

40 Prozent hätten keinen Überblick, ob die Mitarbeiter nur Zugriff auf Daten haben, „die sie auch tatsächlich für ihre Arbeit benötigen“. Entsprechend gering sei das Vertrauen in die derzeit umgesetzten Sicherheitsansätze: Nur knapp die Hälfte sehe sich in der Lage zu erkennen, „ob einem User Superadministrator-Zugriff gewährt wurde“. 45 Prozent gingen davon aus, dass sie nicht erkennen könnten, dass in Folge eines Ransomware-Angriffs eine Massenverschlüsselung von Dateien beginne.

Digitale Transformation beschleunigt nach Forrester-Erkenntnissen Übertragung von Daten in SaaS-Anwendungen

„Da sich die Digitale Transformation beschleunigt und immer mehr Daten in SaaS-Anwendungen übertragen werden, benötigen Sicherheitsteams Technologien, die überwachen, wie User mit Daten interagieren und nicht nur, wie sie darauf zugreifen“, betont Scheffler. Sicherheitsverantwortliche müssten schnell identifizieren können, wenn sich ein Mitarbeiter auffällig verhält – und dies könne nur hinreichend geschehen, „wenn dabei sowohl On-Premises- als auch SaaS-Lösungen einbezogen und miteinander in Beziehung gesetzt werden“.

Unternehmen beschritten in Bezug auf die Datensicherheit jedoch zwei unterschiedliche Ansätze: 54 Prozent setzten auf eine integrierte Datensicherheitsstrategie, die On-Premises- und „Cloud“-Daten einbezieht, knapp ein Viertel (24%) auf getrennte Ansätze. Zehn Prozent verfügten lediglich über eine Strategie für die lokal gespeicherten Daten, aber nicht für die „Cloud“.

Einem Angreifer sei es letztlich egal, wo die wertvollen Daten gespeichert sind. Deshalb müssten sämtliche sensitiven Daten eines Unternehmens wirksam geschützt werden, ganz gleich, ob diese sich auf einem Unternehmensserver oder in der „Cloud“ befinden, so Scheffler und warnt: „Sich beim Schutz der ,Cloud‘-Daten auf den Provider zu verlassen, ist dabei mehr als fahrlässig. Diese schützen zwar sehr effektiv die Datenzentren und Infrastruktur, für die Sicherheit der Daten sind allerdings ausschließlich die Kunden bzw. User verantwortlich.“

Empfehlungen von Forrester-Experten:

Für die Experten von Forrester ist es demnach evident, dass die zunehmende Nutzung von „Cloud“-Collaboration-Tools und SaaS-Anwendungen neue Sicherheitsherausforderungen mit sich bringt: „Unternehmen müssen deshalb ihre Datensicherheitsstrategie vereinheitlichen und verbessern, um den Anschluss nicht zu verlieren.“ Hierzu empfehlen sie folgende Punkte:

Kontrollen implementieren, welche direkt auf die Daten ausgerichtet sind
Der Perimeter verliere zunehmend an Bedeutung, weshalb Unternehmen ihre Daten von innen nach außen schützen müssten. Auf diese Weise werde es für Angreifer schwierig, unentdeckt zu bleiben.

Automatisierung der Identifizierung und Klassifizierung sensitiver Daten
Unternehmen müssten schnell erkennen, wo sich die Daten befinden und welche Daten besonders geschützt werden müssen, um jeweils angemessene Kontrollen anwenden zu können. Aufgrund des Volumens und Geschwindigkeit der Daten- und Inhaltserstellung sei hierbei eine Automatisierung unumgänglich.

Abstimmung der Datensicherheit mit Governance-Bemühungen
Diese aufeinander abzustimmen ziele darauf, die bestmögliche Wirkung zu erzielen. Sicherheitsverantwortliche müssten erkennen können, welche Daten wie von welchen Mitarbeitern verwendet werden, und einen übermäßigen Zugriff verhindern. Unternehmen sollten zudem ihre Datenrisiken durch die Löschung bzw. Archivierung veralteter oder überflüssiger Daten reduzieren.

Weitere Informationen zum Thema:

FORRESTER
Take A Data-First Approach To Securing The Cloud

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KRITIS: Modernisierung erfordert Umgestaltung der IT-Sicherheit https://www.datensicherheit.de/kritis-modernisierung-erfordernis-umgestaltung-it-sicherheit https://www.datensicherheit.de/kritis-modernisierung-erfordernis-umgestaltung-it-sicherheit#respond Thu, 25 Nov 2021 13:44:21 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=41137 Palo Alto Networks erläutert KRITIS-Sicherheitsanforderungen in der Technik und Konzeption

[datensicherheit.de, 25.11.2021] 2021 hat sich offensichtlich bereits als „ein Jahr der Angriffe auf Kritische Infrastrukturen erwiesen“. Die erfolgreichen Cyber-Angriffe auf Colonial Pipeline, JBS USA Holdings Inc. und die Wasseraufbereitungsanlage in Oldsmar (Florida) hätten dazu geführt, dass sich Betreiber Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) weltweit in erhöhter Alarmbereitschaft befänden, um ihren laufenden Betrieb zu schützen. Darüber hinaus erwarteten sie eine Verschärfung der gesetzlichen Vorschriften, so Palo Alto Networks in einer aktuellen Meldung.

Absicherung der heutigen KRITIS und OT von größter Bedeutung…

Die Absicherung der heutigen KRITIS und der Betriebstechnologie (OT) sei von größter Bedeutung. Führungskräfte müssten das Sicherheitsrisiko im Zusammenhang mit der nächsten Welle von Infrastrukturen beachten, „die in Planung sind oder bereits online sein könnten“.
Obwohl die Digitale Transformation im Bereich KRITIS/OT nicht so schnell voranschreite wie im IT-Bereich, werde der Wandel von zwingenden geschäftlichen Faktoren bestimmt, wie z.B. der Verbesserung der Serviceverfügbarkeit und Sicherheit sowie der Senkung der Betriebskosten.
Betriebs-, IT- und Sicherheitsteams hätten in der Vergangenheit bei OT-Projekten vielleicht nicht zusammengearbeitet, aber jetzt sei es unerlässlich, dass sie eng zusammenarbeiteten, „um sicherzustellen, dass die Sicherheit bereits im Planungsprozess der digital transformierten KRITIS/OT berücksichtigt wird, anstatt zu versuchen, sie nachträglich einzubauen“.

Palo Alto Networks stellt Konzepte Zero Trust und den Plattformansatz für KRITIS/OT-Sicherheit vor

Palo Alto Networks geht nach eigenen Angaben der Frage nach, „warum eine erfolgreiche Digitale Transformation von KRITIS/OT die Zusammenarbeit der Führungsebene erfordert, um sicherzustellen, dass die Sicherheitstransformation im Einklang mit der OT-Modernisierung erfolgt“.
Außerdem stellt Palo Alto Networks die Konzepte „Zero Trust“ und den „Plattformansatz“ für die KRITIS/OT-Sicherheit vor und erläutert, „warum sie für die Gewährleistung erfolgreicher Geschäftsergebnisse von zentraler Bedeutung sind“.

KRITIS und OT sind hochattraktive Ziele für Cyber-Angriffe

Die zunehmende Häufigkeit von Angriffen auf KRITIS/OT sollte nicht überraschen, „wenn man bedenkt, welche potenziell lähmenden Auswirkungen diese Cyber-Angriffe auf Versorgungsunternehmen, Betreiber von Energieleitungen, Schifffahrtsunternehmen oder Hersteller haben können“.
Die Angreifer wüssten, welchen Einfluss sie hier ausüben könnten. So hätten Cyber-Kriminelle beispielsweise erkannt, dass sie von ihren Opfern beträchtliche Lösegelder erpressen könnten, und Nationalstaaten könnten rivalisierende Länder durch die Demonstration ihrer Fähigkeiten im Bereich der Cyber-Kriegsführung effektiver einschüchtern.
Bei den Angriffen auf Colonial und JBS seien zusammen 15 Millionen US-Dollar Lösegeld gezahlt worden. Die Angreifer hätten es nicht nur zunehmend auf KRITIS/OT abgesehen, sondern investierten auch verstärkt in die Verbesserung ihrer Fähigkeiten, diese Organisationen zu kompromittieren. Palo Alto Networks habe Fälle beobachtet, „in denen KRITIS/OT-spezifische Angriffe, wie ,Crash Override‘ und ,Triton‘, entwickelt wurden“.

Verwundbarkeit der KRITIS wichtiger Aspekt bei Risikokalkulation

Auf der anderen Seite der Angriffe stehe die Verwundbarkeit unserer KRITIS. Dies sei ein wichtiger Aspekt bei der Risikokalkulation. Es gebe viele Quellen für Schwachstellen, darunter die typischerweise nicht segmentierten Netzwerke, offene Richtlinien und die Softwareschwachstellen in den oft ungepatchten / unpatchbaren Altsystemen selbst (z.B. HMI, PLC, ICS, SCADA, DCS, MES).
Häufig mangele es auch an der Zusammenarbeit zwischen IT- und OT-Personal, was zu schwachen, unkoordinierten Sicherheitsprogrammen, unzureichender Finanzierung und geringem Risikobewusstsein führe.
In Anbetracht der Tatsache, dass viele Angriffe auf KRITIS von der IT aus- und dann auf die OT übergingen, könne ein mangelndes Bewusstsein nicht ignoriert werden. Zusammenfassend lasse sich sagen, „dass die zunehmende Zahl von Angriffen und die historisch schlechte Sicherheitslage von KRITIS die Verantwortlichen für den Schutz der heutigen Kritischen Infrastrukturen vor immer größere Herausforderungen stellt“.

Potenzieller Blinder Fleck bei Digitalen Transformation von KRITIS und OT

Fairerweise müsse man sagen, dass in den letzten Jahrzehnten viel geschehen sei, um die Lücken in der KRITIS-Sicherheit zu schließen. „Dabei handelte es sich in erster Linie um eine Nachrüstung, bei der bessere Sicherheitsvorkehrungen an Stellen getroffen wurden, an denen nur minimale oder gar keine Sicherheitsvorkehrungen vorhanden waren.“
KRITIS-spezifische Vorschriften und Standards (z.B. NERC CIP, NIST Cybersecurity Framework, die NIS-Richtlinie und ISA 62443) seien ebenfalls zum Schutz Kritischer Infrastrukturen eingeführt worden – „und es werden wahrscheinlich noch weitere hinzukommen, wenn weitere Ereignisse eintreten“.
Darüber hinaus lernten IT- und OT-Teams, besser zusammenzuarbeiten, während eine stärkere Sensibilisierung der Führungsebene zu einer besseren „Governance“ führe.

KRITIS-Organisationen implementieren nächste Erweiterung ihrer Infrastruktur als Teil Digitaler Transformationsinitiativen

Diese Bemühungen um die Beseitigung der Unzulänglichkeiten der OT in der Vergangenheit sind nach Meinung von Palo Alto Networks „durchaus bewundernswert“, aber bei der Erfüllung der Sicherheitsanforderungen der entstehenden und zukünftigen OT-Infrastruktur komme es auch zu Unstimmigkeiten.
Viele KRITIS-Organisationen hätten damit begonnen, die nächste Erweiterung ihrer Infrastruktur als Teil ihrer Digitalen Transformationsinitiativen zu implementieren, die Namen wie „Industrie 4.0“, „Smart Grids“ und „Digital Oilfields“ trügen.
Diese intelligenten Infrastrukturen sollten die Vorteile von industriellen Automatisierungstechnologien der nächsten Generation wie IoT-Sensoren und Robotik, „Cloud“, „Digital Twins“, 5G und SD-WAN voll ausschöpfen und gleichzeitig die Lieferketten weiter integrieren.

KRITIS-Pilotprojekte oft noch ohne Einbeziehung der Sicherheitsteams

Die Unternehmen seien oft sehr schnell dazu übergegangen, Pilotprojekte und sogar Produktionsimplementierungen zu starten, ohne die Sicherheitsteams einzubeziehen. Sicherlich seien die geschäftlichen Vorteile dieser Technologien überzeugend genug, um die Zeit bis zum ROI zu verkürzen.
Die Einführung dieser neuen Technologien und die zunehmende Konnektivität mit der „Cloud“ und Drittanbietern könnte jedoch viele Schwachstellen mit sich bringen, „wenn sie nicht richtig verwaltet werden“.
Ironischerweise bestehe ein sehr reales Risiko, dass die Fehler der Vergangenheit, als OT ohne Rücksicht auf die Sicherheit gebaut worden sei, sich wiederholen könnten.

Digitale Transformation der KRITIS erfordert auch Transformation der Sicherheit

Palo Alto Networks hält es für unerlässlich, „dass Eigentümer und Betreiber Kritischer Infrastrukturen die Bemühungen zur Umgestaltung von KRITIS nicht von der Cyber-Sicherheit abkoppeln“. Das Risiko, dass diese neuen Angriffsflächen unkontrolliert bleiben, sei zu hoch.
Ein Schlüsselbereich der Sicherheitstransformation sei der organisatorische Bereich, in dem sich die Rahmenbedingungen dafür ändern müssten, wie IT-, OT- und Sicherheitsteams zusammenkommen könnten, um einen gemeinsamen Plan zu diskutieren und zu erarbeiten. Immer häufiger gebe es Konflikte zwischen diesen Teams aufgrund von „Schatten-OT“, „wenn das Unternehmen eine Infrastruktur einrichtet, die nicht von anderen Interessengruppen wie IT und Sicherheit beeinflusst wurde“. Auf der anderen Seite könne das Unternehmen das Gefühl haben, dass die IT/Sicherheit den Kernbetrieb bedrohe und die Kernaufgabe, nämlich die Bereitstellung von Dienstleistungen und/oder die Steigerung der Einnahmen, nicht unterstütze.
Die Motive der Unternehmensleiter mögen gut gemeint sein, aber die Risiken des unkontrollierten Einsatzes dieser fortschrittlichen Technologien seien zu hoch. Ein Teil des erforderlichen Wandels liege daher in der Art und Weise, „wie Unternehmen zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Modernisierung von KRITIS/OT auch die RACI-Stakeholder einbezieht, insbesondere Sicherheit und IT“.

KRITIS/OT-Sicherheitsumstellung auch eine Mentalitätsfrage

Ein weiterer wichtiger Aspekt der erforderlichen KRITIS/OT-Sicherheitsumstellung liege in der Denkweise. Viele Unternehmen betrachteten OT als eine von der IT abgeschottete Umgebung – „und alles hinter dieser Mauer ist vertrauenswürdig“. Vielleicht betrachteten sie auch jeden Benutzer, „der sich erfolgreich für den Zugang zu OT authentifiziert hat“, als vertrauenswürdig. Dieses Vertrauensmodell habe sich als fehlerhaft erwiesen.
Man könne bis zum „Stuxnet“-Angriff im Jahr 2010 zurückgehen, als ein wirklich abgeschottetes System durch einen kompromittierten Anbieter angegriffen worden sei. Stattdessen müssten Unternehmen eine „Zero Trust“-Mentalität und -Architektur einführen, die nicht von Vertrauensstufen ausgehe, sondern zusätzlichen Kontext innerhalb des Netzwerkverkehrs erfasse und dann auf der Grundlage dieser Informationen Entscheidungen darüber treffe, „was erlaubt oder verweigert werden soll“.
„Zero Trust“ habe zwar seine Wurzeln in der IT, lasse sich aber auch auf CI/OT übertragen und biete enorme Vorteile bei der Verbesserung der Transparenz und der Verringerung von Cyber-Risiken in Infrastrukturen wie Anlagen und Kontrollzentren.

Auch Angreifer beginnen, sich die Cloud, KRITIS und Automatisierung zunutze zu machen

Darüber hinaus beinhalte die Umgestaltung der Sicherheit von KRITIS/OT die Verbesserung der Effektivität und Effizienz von Sicherheitsmaßnahmen durch einen „Plattformansatz“. Es sind nach Meinung von Palo Alto Networks „neue Fähigkeiten erforderlich, um modernisierte Anlagen zu sichern, die über IoT, Robotik und Verbindungen mit 5G und SD-WANs zu Cloud-Anwendungen wie ,Historians‘ und ,Predictive Maintenance‘ verfügen können“. Ein neuer Sicherheits-Stack sei nötig, um die Funktionalität zur Sicherung dieser neuen Infrastruktur zu adressieren.
Anstatt dies durch das Hinzufügen von punktuellen Lösungen zum Sicherheits-Stack zu lösen, müssten Unternehmen einen Sicherheitsplattform-Ansatz in Betracht ziehen, „bei dem die Sicherheitsfunktionen als Dienste in einer Firewall-Plattform bereitgestellt werden, die das Netzwerk über die erweiterte KRITIS hinweg sichern kann“. Unternehmen sollten nach Plattformen Ausschau halten, welche diese Netzwerk-Sicherheitsinformationen mit „Cloud“- und Endpunktdaten korrelieren könnten, so dass Maschinelles Lernen zur Automatisierung des Erkennungs- und Behebungsprozesses eingesetzt werden könne.
Im Idealfall sei die Plattform in der gesamten IT und OT allgegenwärtig. Es gebe konsistente Sicherheitsansätze, gemeinsame Sicherheitsinformationen und unternehmensweite betriebliche Effizienz. „Die Kehrseite sind unzusammenhängende Einzellösungen, die Informationssilos und manuelle Prozesse aufweisen.“ Diese reichten nicht aus, um mit den ausgeklügelten Angriffen Schritt zu halten, die nur noch ausgeklügelter werden dürften, „da Angreifer beginnen, sich die ,Cloud‘, KRITIS und Automatisierung zunutze zu machen“.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 22.09.2021
IT-Sicherheitsgesetz 2.0: KRITIS benötigt mehr Schutz / Angriffsflächenmanagement kann IT-Sicherheit der KRITIS stärken

datensicherheit.de, 20.07.2021
KRITIS im Visier: Hacker-Angriffe auf das Allgemeinwohl / Bürger im Landkreis Anhalt-Bitterfeld z.B. direkt geschädigt, kommentiert Patrick Englisch

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https://www.datensicherheit.de/kritis-modernisierung-erfordernis-umgestaltung-it-sicherheit/feed 0
CXO Research: 58 Prozent aller Daten-Backups schlagen fehl https://www.datensicherheit.de/58-prozent-daten-backup-fehlschlag https://www.datensicherheit.de/58-prozent-daten-backup-fehlschlag#respond Sun, 21 Mar 2021 19:53:45 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=39394 Der Veeam Data Protection Report 2021 stellt fest, dass COVID-19 die Ausgaben für die digitale Transformation (DX) erheblich beeinflusst hat

[datensicherheit.de, 21.03.2021] Laut des Veeam Data Protection Reports 2021 untergraben Datenschutzprobleme die Fähigkeit von Unternehmen, Initiativen zur Digitalen Transformation (DX) weltweit umzusetzen. So wurde festgestellt, dass 58 Prozent der Backups fehlschlagen und Daten ungeschützt bleiben. Veeam Software, Anbieter von Backup-Lösungen für Cloud-Datenmanagement, stellte vor dem Hintergrund von COVID-19 und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Unsicherheit fest, dass 40 Prozent der CXOs diese als größte Bedrohung für die DX-Initiativen ihres Unternehmens in den nächsten 12 Monaten ansehen. Unzureichender Datenschutz und die durch die Pandemie verursachten Herausforderungen für die Geschäftskontinuität behindern zudem die Transformationsinitiativen von Organisationen.

Mehr als 3000 IT-Entscheider befragt

Der Veeam Data Protection Report 2021 befragte über 3000 IT-Entscheider in globalen Unternehmen – über 300 davon in Deutschland – zu ihren Ansätzen für Datensicherung und Datenmanagement. Die größte Studie ihrer Art untersucht, wie Unternehmen auf die IT-Herausforderungen vorbereitet sind, einschließlich der Reaktion auf Nachfrageänderungen und Serviceunterbrechungen, globale Einflüsse (wie COVID-19) und ambitionierte Ziele der IT-Modernisierung und DX.

Danny Allan, Chief Technology Officer und Senior Vice President of Product Strategy bei Veeam Software

Danny Allan, CTO Veeam Software, Bild: Veeam Software

„In den vergangenen 12 Monaten standen CXOs auf der ganzen Welt vor einzigartigen Herausforderungen. Sie mussten sicherstellen, dass Daten in einer hochgradig heterogenen Betriebslandschaft geschützt bleiben“, sagt Danny Allan, Chief Technology Officer und Senior Vice President of Product Strategy bei Veeam Software: „Als Reaktion auf die Pandemie haben wir gesehen, wie Unternehmen ihre DX-Initiativen um Monate, wenn nicht sogar Jahre beschleunigt haben, um im Geschäft zu bleiben. Doch die Art und Weise, wie Daten verwaltet und geschützt werden, hindert gleichzeitig die Umsetzung. Unternehmen werden durch Legacy-IT und veraltete Datensicherungsfunktionalitäten gebremst. Ebenso spielen Zeit und Geld, welche als Reaktion auf die dringendsten Herausforderungen von COVID-19 investiert werden müssen, eine Rolle. Solange diese Unzulänglichkeiten nicht behoben sind, wird sich eine echte digitale Transformation den Unternehmen weiterhin entziehen.“

Dringende Maßnahmen zum Datenschutz erforderlich

Die Befragten gaben an, dass ihre Datensicherungsfähigkeiten nicht mit den DX-Anforderungen ihres Unternehmens Schritt halten können. Das stellt eine Bedrohung für die Geschäftskontinuität dar und kann zu schwerwiegenden Folgen für den Ruf und die Leistung des Unternehmens führen. Trotz der integralen Rolle, die Backups in der modernen Datensicherung spielen, werden 14 Prozent aller Daten überhaupt nicht gesichert und 58 Prozent der Wiederherstellungen schlagen fehl. Das bedeutet, dass Daten von Unternehmen ungeschützt und im Falle eines Angriffes nicht wiederherstellbar sind. Darüber hinaus sind unerwartete Ausfälle keine Seltenheit: 95 Prozent der Unternehmen hatten in den letzten 12 Monaten damit zu kämpfen und bei jedem vierten Server gab es im vergangenen Jahr mindestens einen unerwarteten Ausfall. Mehr als die Hälfte der CXOs gibt an, dass dies zu einem Vertrauensverlust bei den Kunden, Mitarbeitern und Stakeholdern gegenüber ihrem Unternehmen führen kann.

„Es gibt zwei wesentliche Gründe für den geringen Erfolg von Backups und Wiederherstellungen: Backups enden mit Fehlern oder überschreiten das zugewiesene Backup-Fenster, und Wiederherstellungen erfüllen nicht die geforderten SLAs“, so Allan: „Einfach ausgedrückt: Wenn ein Backup fehlschlägt, bleiben die Daten ungeschützt, was für Unternehmen ein großes Problem darstellt, denn die Auswirkungen von Datenverlusten und ungeplanten Ausfallzeiten reichen von Kundenreaktionen bis hin zu sinkenden Aktienkursen des Unternehmens. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die digitale Bedrohungslandschaft mit exponentieller Geschwindigkeit entwickelt. Das Ergebnis ist eine unbestreitbare Lücke zwischen den Datenschutzmaßnahmen von Unternehmen und ihren DX-Anforderungen. Angesichts des Drucks, der auf Unternehmen lastet, ihre Nutzung von Cloud-basierten Technologien zu beschleunigen, um Kunden in der digitalen Wirtschaft zu bedienen, ist es dringend notwendig, diese Lücke zu schließen.“

IT-Strategien von COVID-19 betroffen

CXOs sind sich der Notwendigkeit bewusst, einen Cloud-First-Ansatz zu verfolgen und die Art und Weise der IT-Bereitstellung als Reaktion auf die durch COVID-19 verursachte digitale Beschleunigung zu ändern. Viele haben dies bereits getan: 91 Prozent haben ihre Nutzung von Cloud-Services in den ersten Monaten der Pandemie erhöht, und die Mehrheit wird dies auch weiterhin tun: 60 Prozent planen, weitere Cloud-Services in ihre IT-Bereitstellungsstrategie aufzunehmen. Während die Unternehmen die Notwendigkeit erkennen, ihre DX-Initiativen in den nächsten 12 Monaten zu beschleunigen, räumen 40 Prozent jedoch ein, dass die wirtschaftliche Unsicherheit eine Gefahr für ihre Projekte darstellt.

DX beginnt mit digitaler Resilienz

Da Unternehmen zunehmend moderne IT-Services in rasendem Tempo einführen, wird unzureichende Datensicherung dazu führen, dass DX-Initiativen ins Stocken geraten oder sogar scheitern. CXOs spüren die Auswirkungen bereits: 30 Prozent sagten, dass ihre DX-Initiativen in den letzten 12 Monaten verlangsamt oder gestoppt wurden. Die Hindernisse zur Transformation sind vielschichtig, darunter die Tatsache, dass sich die IT-Teams zu sehr auf die Aufrechterhaltung des Betriebs während der Pandemie konzentrieren (53 Prozent), hinzu kommt die Abhängigkeit von Legacy-IT-Systemen (51 Prozent) und die mangelnden Fachkenntnisse der IT-Mitarbeiter zur Implementierung neuer Technologie (49 Prozent). In den kommenden 12 Monaten werden IT-Führungskräfte versuchen, ihre DX-Initiativen wieder in Gang zu bringen, indem sie sofortige Lösungen für ihre kritischen Datenschutzanforderungen finden, wobei fast ein Drittel diese in die Cloud verlagern möchten.

„Eine der größten Veränderungen, die wir in den letzten 12 Monaten gesehen haben, ist zweifellos eine zunehmende digitale Kluft zwischen jenen, die einen Plan für die digitale Transformation hatten, und jenen, die weniger vorbereitet waren, wobei erstere ihre Fähigkeit zur Umsetzung beschleunigten und letztere verlangsamten“, resümiert Allan: „Der erste Schritt im digitalen Transformationsprozess ist, digital resilient zu werden. Unternehmen suchen dringend nach Lösungen zur Modernisierung ihres Datenschutzes durch die Einführung der Cloud. Bis 2023 werden 77 Prozent der Unternehmen weltweit Cloud-First-Backups nutzen, was die Zuverlässigkeit von Backups erhöht, das Kostenmanagement verlagert und IT-Ressourcen freisetzt, um sich auf DX-Projekte zu konzentrieren, die es dem Unternehmen ermöglichen, sich in der digitalen Wirtschaft zu behaupten.“

Weitere Highlights des Veeam Data Protection Report 2021 sind:

  • Hybrid-IT – physisch, virtuell und Cloud: In den nächsten zwei Jahren erwarten die meisten Unternehmen, dass sie ihre physischen Server allmählich und kontinuierlich reduzieren, ihre virtualisierte Infrastruktur beibehalten oder verstärken und Cloud-First-Strategien umsetzen. Dies wird dazu führen, dass die Hälfte der Produktions-Workloads bis 2023 in der Cloud gehostet wird, was die meisten Unternehmen dazu zwingt, ihre Datensicherungsstrategie für neue Produktionslandschaften neu zu konzipieren.
    Rasantes Wachstum bei Cloud-basiertem Backup: Die Datensicherung verlagert sich von On-Premises- zu cloudbasierten Lösungen, die von einem Service-Provider verwaltet werden und dies geschieht mit einem erwarteten Wachstum von 29 Prozent im Jahr 2020 auf voraussichtlich 46 Prozent im Jahr 2023.
  • Stellenwert von Zuverlässigkeit: Die Zuverlässigkeit zu verbessern war laut 31 Prozent der Befragten der ausschlaggebende Grund für ein Unternehmen, die primäre Backup-Lösung zu wechseln.
  • Verbesserung des ROI: Der wichtigste Treiber für einen Wechsel der Datensicherungslösung sei die Verbesserung ihrer Wirtschaftlichkeit, gaben rund 22 Prozent an, einschließlich der Verbesserung des ROI und der Reduzierung der TCO.
  • Verfügbarkeitslücke: 80 Prozent der Unternehmen haben eine ‚Verfügbarkeitslücke‘ zwischen der tatsächlichen und der eigentlich angestrebten Dauer für die Wiederherstellung von Anwendungen.
  • Realitätslücke: 76 Prozent haben eine ‚Datensicherungslücke‘ zwischen der Häufigkeit der Datensicherung und dem tolerierbaren Datenverlust bei Ausfällen.
  • Moderne Datensicherung: 46 Prozent der Unternehmen weltweit werden bis 2023 mit einem Backup-as-a-Service-Anbieter (BaaS) zusammenarbeiten und 51 Prozent planen, im gleichen Zeitraum Disaster Recovery-as-a-Service (DRaaS) einzuführen.

Über den Report

Veeam beauftragte das unabhängige Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne mit der Durchführung einer quantitativen Studie zu Trends, Akzeptanz und Wahrnehmung des Marktes für Datensicherheit in Unternehmen weltweit. Die Untersuchung wurde unter 3.000 IT-Entscheidern (in Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern) aus 28 Ländern durchgeführt. Dabei wurde ein unvoreingenommener und quantitativer Ansatz verwendet, um die Unparteilichkeit der Ergebnisse zu gewährleisten.

Um zu erfahren, wie diese Probleme angegangen werden können, veranstaltet Veeam am 25. und 26. Mai 2021 die virtuelle Veranstaltung zur Modernisierung von Datensicherung – VeeamON 2021. Fast 15.000 Kunden, Partner und Multiplikatoren nahmen im letzten Jahr an der virtuellen Veranstaltung VeeamON 2020 und den regionalen VeeamON Forum-Veranstaltungen auf der ganzen Welt teil.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 28.01.2021
Menschenrecht Datenschutz in Zeiten des Cyber-Informationskrieges

Veeam Software
Website

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https://www.datensicherheit.de/58-prozent-daten-backup-fehlschlag/feed 0
FH OÖ: Expertenvortrag zu Chancen und Risiken der Digitalen Transformation https://www.datensicherheit.de/fh-ooe-expertenvortrag-chancen-risiken-digitale-transformation https://www.datensicherheit.de/fh-ooe-expertenvortrag-chancen-risiken-digitale-transformation#respond Sun, 14 Feb 2021 20:42:07 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=39009 Online-Konferenz mit FH-OÖ-Professor Alexander Brendel-Schauberger am 17. Februar 2021

[datensicherheit.de, 14.02.2021] Im Zuge der sogenannten Digitalen Transformation prägen digitale Technologien offensichtlich immer stärker, wie Firmen Wertschöpfung betreiben, sich mit ihren Kunden vernetzen oder interne Abläufe verbessern. Die Tragweite der dadurch ausgelösten Umbrüche für Firmen, ihre Belegschaft und die Gesellschaft insgesamt lässt sich dabei heute noch kaum abschätzen.

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Foto: FH OÖ

Mag. Dr. Alexander Brendel-Schauberger: Professor für Produktmanagement und Industrial Marketing am FH OÖ Campus Wels sowie Studiengangskoordinator Innovations- und Produktmanagement

FH-OÖ-Professor Brendel-Schauberger blickt hinter das Schlagwort „Digitalisierung“ und zeigt Potenzial auf

Mag. Dr. Alexander Brendel-Schauberger, Professor für Produktmanagement und Industrial Marketing am Campus Wels der FH Oberösterreich, wird in seinem Online-Expertenvortrag am Mittwoch, dem 17. Februar 2021 um 17 Uhr hinter das Schlagwort „Digitalisierung“ blicken und aufzeigen, welches gewaltiges Potenzial sich dahinter verbirgt.
Dieser Expertenvortrag findet laut der FH OÖ im Rahmen der „Online Study Talks“ am Campus Wels statt. Genutzt werde hierzu „MS-Teams“ und sei für Interessierte „bequem von zu Hause aus frei zugänglich“.

Expertenvortrag im Rahmen der „Online Study Talks“ der FH OÖ am Campus Wels

Im Anschluss an seinen Online-Vortrag wird Professor Brendel-Schauberger für die Fragen der Zuhörer zur Verfügung stehen.
Für alle an technisch-wirtschaftlichen Studienrichtungen Interessierten sollen dann ab 17.30 Uhr Beratungskanäle zu den Studienrichtungen Agrartechnologie und –management, Bauingenieurwesen im Hochbau, Anlagenbau, Automotive Mechatronics & Management, Innovations- und Produktmanagement, Mechatronik/Wirtschaft, Produktdesign und Technische Kommunikation angeboten werden.

Weitere Informationen zum Thema:

Fh OBERÖSTERREICH
Online Study Talks / Im Februar bequem daheim beraten lassen

datensicherheit.de, 08.10.2019
Digitale Transformation: Hardware, Software und Orgware abstimmen

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