Krise – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Fri, 09 Jan 2026 16:35:41 +0000 de hourly 1 Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten https://www.datensicherheit.de/registrierung-elefand-krisen-katastrophenvorsorge-auslandsaufenthalte https://www.datensicherheit.de/registrierung-elefand-krisen-katastrophenvorsorge-auslandsaufenthalte#respond Tue, 13 Jan 2026 00:08:02 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51665 „ELEFAND“ dient der Elektronischen Erfassung von Deutschen im Ausland

[datensicherheit.de, 13.01.2026] Die Fides Reisen Lufthansa City Center Global Incoming Network GmbH & Co. KG nimmt aktuelle geopolitische Ereignisse zum Anlass, insbesondere Geschäftsreisenden eine Registrierung beim Auswärtigen Amt (AA) zu empfehlen: Ereignisse – wie etwa Anfang Januar 2026 in Venezuela – zeigten, wie schnell sich die Lage in einem Land ändern kann. Deutsche Staatsbürger sollten sich daher in der AA-Krisenvorsorgeliste „ELEFAND“ registrieren und ihre Daten dort auch stets aktuell halten. Die Notfall-Benachrichtigung per SMS sollte aktiviert sein – und nach Verlassen des jeweiligen Landes sollte ein entsprechender Vermerk vorgenommen werden.

aa-elefand-app

Abbildung: AA

Für den Fall der Fälle: „ELEFAND“-App für Auslandsaufenthalte

Auch Erfassung mitreisender Familienmitglieder in „ELEFAND“ möglich

„ELEFAND“ (Elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland) soll es deutschen Staatsangehörigen ermöglichen, sich für Krisen- und Katastrophenfälle vorsorglich einzutragen. Auch mitreisende Familienmitglieder könnten erfasst werden. Alle Informationen ließen sich bequem über die „ELEFAND“-App abrufen.

In „ELEFAND“ ist auch der „Konsulatfinder“ eingebunden. Durch Eingabe des ausländischen Zielorts zeigt dieser die zuständige deutsche Auslandsvertretung an, welche im Not- bzw. Krisenfall oder aber auch in regulären konsularischen Angelegenheiten zu kontaktieren ist.

Schnelle Information und ggf. Einbeziehung in Krisenbewältigungsmaßnahmen

Da für deutsche Staatsangehörige im Ausland keine Meldepflicht besteht, bietet ihnen das AA an, sich online erfassen zu lassen, um in Krisen- und in Katastrophenfällen dennoch konsularische Hilfe leisten zu können.

Egal, ob es sich um eine Auslandsreise oder einen Daueraufenthalt im Ausland handelt – mit der Eintragung in die Krisenvorsorgeliste „ELEFAND“ wird die Voraussetzung geschaffen, dass Betroffene im Krisen- bzw. Katastrophenfall von den deutschen Auslandsvertretungen schnell informiert und ggf. in Krisenbewältigungsmaßnahmen einbezogen werden können.

Weitere Informationen zum Thema:

Auswärtiges Amt, 23.12.2025
Krisenvorsorgeliste (ELEFAND): Wichtig für alle Auslandsaufenthalte

Auswärtiges Amt
Registrieren

Auswärtiges Amt
Willkommen bei ELEFAND: Elektronische Erfassung Deutscher im Ausland

]]>
https://www.datensicherheit.de/registrierung-elefand-krisen-katastrophenvorsorge-auslandsaufenthalte/feed 0
Zuspitzung der Energiekrise für Rechenzentren gefährdet Digitalstandort Deutschland https://www.datensicherheit.de/zuspitzung-energiekrise-rechenzentren-gefaehrdung-digitalstandort-deutschland https://www.datensicherheit.de/zuspitzung-energiekrise-rechenzentren-gefaehrdung-digitalstandort-deutschland#respond Sat, 15 Nov 2025 23:20:06 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=50970 „Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen“ fordert wettbewerbsfähige Strompreise und zuverlässige Netzanschlüsse für Rechenzentrenbranche

[datensicherheit.de, 16.11.2025] Heftige Kritik übt die unter dem Dach vom eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. gegründete „Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen“ die „verfehlte Standortpolitik der Bundesregierung“: Insbesondere der vom „Wirtschaftsausschuss“ abgelehnte Bundesratsvorschlag zur Vergabe von Netzanschlüssen, als auch die Vereinbarung des „Koalitionsausschusses“ vom 13. November 2025 für einen Industriestrompreis, in welcher Rechenzentrenbetreiber explizit nicht erwähnt würden, gefährden aus Sicht des Verbands die Rechenzentrenbranche in Deutschland.

eco-bela-waldhauser

Foto: eco

Dr. Béla Waldhauser: KI und Automatisierung lassen die Nachfrage nach Rechenleistung und schnellen Netzen explodieren

Diskrepanz zwischen Bekenntnissen zur Stärkung des Rechenzentrenstandorts Deutschland und aktueller Politik der Bundesregierung

„Wachstum braucht Infrastruktur. Rechenzentren sind das Rückgrat der Digitalen Transformation für Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft und ein wichtiger Pfeiler der angestrebten Digitalen Souveränität in Deutschland und Europa!“, betont Dr. Béla Waldhauser, Sprecher der „Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen“.

  • Er warnt eindringlich: „Trotz zahlreicher Bekenntnisse zur Stärkung des Rechenzentrenstandorts Deutschland ist die aktuelle Politik der Bundesregierung tatsächlich eher kontraproduktiv.“

Rechenzentrenbetreiber seien eben auf frühzeitige und verlässliche Stromnetz-Anschlusszusagen angewiesen. Aktuell dauere die Bearbeitung bis zu sieben Jahre; in Regionen mit besonders hoher Nachfrage – wie etwa Frankfurt am Main – sogar über zehn Jahre. „Diese Verzögerungen gefährden die Investitionssicherheit und strategische Planbarkeit von Rechenzentren-Projekten“, gibt Waldhauser zu bedenken.

Investitionssicherheit für Rechenzentrumsprojekte zwingend erforderlich

Der eco fordert daher: „Die Verfahren zur Vergabe von Netzanschlüssen müssen flächendeckend so gestaltet werden, dass Investitionssicherheit für Rechenzentrumsprojekte gewährleistet bleiben!“

  • Hierfür müsse den Netzbetreibern entsprechender Spielraum eingeräumt werden, um Vergabeverfahren bedarfsgerecht auszugestalten. Ein erster Schritt zur Entlastung und kurzfristigen Entspannung der Situation wäre eine Detailanpassung der „Kraftwerknetzanschlussverordnung“ (KraftNAV), wie vom Bundesrat (BR) kürzlich vorgeschlagen. Dieser Vorschlag sei allerdings am 12. November 2025 vom Ausschuss „Wirtschaft und Energie“ nicht angenommen worden.

„Die Bundesregierung muss jetzt dringend handeln und bis Jahresende im Kabinett eine Annahme des BR-Vorschlages erwirken, um eine Verschärfung des Kapazitätsengpasses zu vermeiden“, unterstreicht Waldhauser. Ansonsten müsse man damit rechnen, dass in absehbarer Zeit keine weiteren Rechenzentren in Deutschland gebaut würden.

KI und Automatisierung treiben in jedem Fall Nachfrage nach leistungsfähigen Rechenzentren

„Eine aktuelle Studie von eco und Arthur D. Little zeigt, dass wir insbesondere im Bereich der digitalen Infrastrukturen in den kommenden fünf Jahren auf eine massive Angebotslücke zusteuern. KI und Automatisierung lassen die Nachfrage nach Rechenleistung und schnellen Netzen explodieren. Die aktuellen Bedingungen am Standort Deutschland erlauben es uns aber gar nicht, die entsprechenden Kapazitäten zeitgerecht dem Markt zur Verfügung zu stellen“, erläutert Waldhauser.

  • Der hohe Strompreis in Deutschland sei ein weiterer Faktor, welcher den Bau neuer Rechenzentren in Deutschland bremsen könnte. Entgegen der Vereinbarung im Koalitionsvertrag würden Rechenzentren in der am 13. November 2025 veröffentlichten Einigung der Koalition zum Industriestrompreis nicht erwähnt.

Waldhauser stellt abschließend klar: „Wir fordern die Bundesregierung auf, dass dies noch geschieht! Andernfalls ist dies eine weitere Absage an den Rechenzentren- und Digitalstandort Deutschland.“

Weitere Informationen zum Thema:

eco VERBAND DER INTERNETWIRTSCHAFT
Über uns: eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. / Wir gestalten das Internet.

eco VERBAND DER INTERNETWIRTSCHAFT
Studie „Die Internetwirtschaft in Deutschland 2025-2030: Zukunftsperspektiven für digitale Infrastrukturen“ / In Zusammenarbeit mit Arthur D. Little, realisiert in Kooperation mit der Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen, Digital Realty und NetCologne

DIGITALE INFRASTRUKTUREN, eine Initiative des eco
Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen

DIGITALE INFRASTRUKTUREN, eine Initiative des eco
Mitglieder & Organisation

Bundesnetzagentur
Netz­an­schluss / Die rein physikalisch technische Anbindung an das Energieversorgungsnetz wird über das Netzanschlussverhältnis zwischen Anschlussnehmer und Netzbetreiber geregelt

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 27.06.2007
Gesetz – Netze und Netzausbau: Kraftwerksnetzanschlussverordnung (KraftNav) / Verordnung zur Regelung des Netzanschlusses von Anlagen zur Erzeugung von elektrischer Energie

datensicherheit.de, 11.11.2025
Rechenzentren: KI treibt deren Verbreitung auch in Deutschland / Deutschland muss sicherstellen, über ausreichend leistungsfähige Rechenzentren für Künstliche Intelligenz zu verfügen – nur dann kann die Digitale Souveränität gestärkt und gegenüber internationalen Technologieführern aufgeholt werden

datensicherheit.de, 04.09.2025
Strompreis: Bitkom fordert Entlastung auch für TK-Netze und Rechenzentren / Telekommunikationsnetze und Rechenzentren sind das Rückgrat der Digitalisierung – diese von Entlastungen bei der Stromsteuer auszuschließen, konterkariert das Ziel der Digitalen Souveränität

datensicherheit.de, 22.07.2025
Bitkom fordert mehr Rechenzentren: Deutschland droht sonst Anschluss zu verlieren / Ohne leistungsfähige Rechenzentren keine Digitale Souveränität – der Bitkom legt einen eigenen „Aktionsplan Rechenzentren“ vor

datensicherheit.de, 09.07.2025
Blaupause für Deutschland: Hessens Rechenzentren-Strategie als Vorbild / Die „Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen“ unter der Dach des eco begrüßt die am 3. Juli 2025 angekündigte Rechenzentren-Strategie für das Land Hessen

datensicherheit.de, 17.07.2024
Wachstumsinitiative der Bundesregierung: Ambitionierte Pläne zum Ausbau von KI-Rechenzentren / eco begrüßt Pläne der Bundesregierung, umfassende Maßnahmen zur Stärkung digitaler Infrastrukturen und Technologien zu verabschieden

]]>
https://www.datensicherheit.de/zuspitzung-energiekrise-rechenzentren-gefaehrdung-digitalstandort-deutschland/feed 0
Unternehmensresilienz: VDI veröffentlicht Krisen-Kompass https://www.datensicherheit.de/unternehmensresilienz-vdi-krisen-kompass https://www.datensicherheit.de/unternehmensresilienz-vdi-krisen-kompass#respond Wed, 18 Jun 2025 22:56:36 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=48471 Der VDI führt erstmals 130 Methoden zusammen, mit denen Unternehmen aus verschiedenen Branchen ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Störereignissen stärken können

[datensicherheit.de, 19.05.2025] Der Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) hat laut einer Meldung vom 17. Juni 2025 eine umfassende Studie zur Unternehmensresilienz veröffentlicht. Diese führt demnach als Ergebnis erstmals 130 Methoden zusammen, mit denen Unternehmen aus verschiedenen Branchen ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Störereignissen stärken können. Die Studie wurde von der VDI Technologiezentrum GmbH in enger Zusammenarbeit mit dem Ehrenamt der VDI-Gesellschaft „Materials Engineering“ (VDI-GME) und der VDI-Gesellschaft „Produktion und Logistik“ (VDI-GPL) erstellt.

vdi-studie-unternehmensresilienz-2025

Abbildung: VDI

(VDI)

VDI-Studie „Widerstandsfähigkeit und Wandlungsfähigkeit von produzierenden Unternehmen am Standort Deutschland“

Unternehmen müssen sich in einer zunehme (VDI) nd unsicheren und komplexen Welt resilient aufstellen

Ereignisse wie die „Corona-Pandemie“, geopolitische Konflikte, Energie-Engpässe und gestörte Lieferketten zeigten: „Unternehmen in Deutschland und Europa stehen vor der Herausforderung, sich in einer zunehmend unsicheren und komplexen Welt resilient aufzustellen.“

Der Rückzug oder die Verlagerung von Produktionskapazitäten ins Ausland greife zu kurz – es brauche strukturierte Strategien zur Stärkung der unternehmerischen Widerstandskraft.

Rahmenmodelle, Leitfäden und Checklisten sowie über 130 Best-Practice-Beispiele (VDI)

„In diesen zunehmend unsicher werdenden Zeiten zeigt unsere Studie zur Unternehmensresilienz alle notwendigen Werkzeuge wie Rahmenmodelle, Leitfäden und Checklisten sowie über 130 Best-Practice-Beispiele, damit vor allem kleinere und mittlere Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Branchen ihre eigenen Konzepte zur notwendigen Robustheit und Transformationsfähigkeit erarbeiten können“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Christian Hopmann, Vorsitzender der VDI-GME.

Zentrales Ergebnis der Studie sei das „VDI-Kompendium zur Unternehmensresilienz“. „Dieses beinhaltet einen umfassenden Kompass mit Ansätzen und Methoden, die systematisch zusammengeführt wurden.“ Diese Handlungshilfen seien unter anderem nach Branche, Lösungsansatz (z.B. Ressourceneffizienz, Diversifizierung, Digitalisierung) und Art der Hilfestellung (z.B. Leitfaden, Norm, Checkliste) kategorisiert – und damit unmittelbar anwendbar.

Vom VDI empfohlene Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz:

  • Steigerung der Ressourceneffizienz
  • Aufbau alternativer Beschaffungs- und Absatzwege
  • Bildung von Pufferbeständen und Reserven
  • Optimierung von Arbeitsorganisation und Prozessen
  • Einsatz von Digitalisierung und Automatisierung

Darüber hinaus biete diese Studie praxisnahe Rahmenmodelle sowie wissenschaftlich fundierte Ansätze für resiliente Wertschöpfung.

Wichtiger Beitrag zur VDI-Initiative „Zukunft Deutschland 2050“

Die Veröffentlichung der Studie soll ein Baustein der VDI-Initiative „Zukunft Deutschland 2050“ sein. Der VDI möchte damit einen aktiven Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland leisten.

„Unternehmensresilienz wird angesichts der zunehmend komplexen Wirtschaftslage und globalen Situation ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen. Das VDI-Kompendium zur Unternehmensresilienz gibt ihnen konkrete Handlungsempfehlungen zur Umsetzung an die Hand“, unterstreicht VDI-Direktor Adrian Willig.

Weitere Informationen zum Thema:

VDI, März 2025
VDI-Studie Unternehmensresilienz

VDI
VDI-Gesellschaft Materials Engineering

VDI
VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik

VDI
Zukunft gemeinsam gestalten / Zukunft Deutschland 2050

VDI
Mediathek: Publikationen

datensicherheit.de, 10.02.2019
Neuerscheinung: Industrie 4.0 zwischen Idee und Realität / Kapitel von Carsten J. Pinnow und Dirk C. Pinnow mündet in Plädoyer für eine „Safety-Security-Sustainability by Design“-Kultur

datensicherheit.de, 01.03.2016
Qualitätsmerkmal Technische Sicherheit: Meta-Sicherheitskonzept des VDI-Ausschusses Technische Sicherheit / Interdisziplinärer „Denkansatz und Leitfaden“ erschienen

]]>
https://www.datensicherheit.de/unternehmensresilienz-vdi-krisen-kompass/feed 0
Litfaßsäule 4.0: Resiliente Krisenkommunikation in Darmstadt https://www.datensicherheit.de/litfasssaeule-4-0-resilienz-krisenkommunikation-darmstadt https://www.datensicherheit.de/litfasssaeule-4-0-resilienz-krisenkommunikation-darmstadt#respond Thu, 03 Apr 2025 14:53:57 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=47069 Die energieautarke „Litfaßsäule 4.0“ soll Menschen in den Städten auch im Krisenfall weiterhin informieren

[datensicherheit.de, 03.04.2025] Die klassische, seit mehr als 170 Jahren bekannte Litfaßsäule erfährt nun eine Renaissance als Warnmultiplikator. Die Idee dahinter: „Wenn bei einem langanhaltenden Stromausfall andere Kommunikationsmedien wie Mobilfunk, Internet oder Fernsehen ausfallen, kann die energieautarke ,Litfaßsäule 4.0‘ Menschen weiterhin informieren.“ Am 2. April 2025 nahmen das LOEWE-Zentrum „emergenCITY“, die Technische Universität Darmstadt und das Medienhaus Ströer den in einer gemeinsamen Forschungskooperation entstandenen Prototypen auf dem Riegerplatz in Darmstadt in Betrieb. Neben der technischen Erprobung sollen wissenschaftliche Untersuchungen nun im Anschluss zeigen, wie die Darmstädter diese Warnsäule wahrnehmen.

joachim-schulze-darmstadt-litfasssaeule-4-0

Foto: Dr. Joachim Schulze (TU Darmstadt)

Litfaßsäulen bieten einige Vorteile für eine innovative Fortentwicklung: Sie gehören zum Stadtbild – deutschlandweit rund 65.000

Auch im Krisenfall rundherum gut informiert – das Prinzip der „Litfaßsäule 4.0“

Bei der Inbetriebnahme hoben der hessische Wissenschaftsminister, Timon Gremmels, und die hessische Digitalministerin,Prof. Dr. Kristina Sinemus, die Bedeutung dieser Innovation in ihren Grußworten hervor:

  • „Im LOEWE-Zentrum ,emergenCITY’ arbeiten die Forschenden an Lösungen, die in Krisenfällen einen Notbetrieb sicherstellen und schnelle Hilfe und die Rückkehr zur Normalität ermöglichen sollen“, so Gremmels. Die „Litfaßsäule 4.0“ nutze auf innovative Weise ein bekanntes Alltagsobjekt für die Krisenkommunikation. Damit zeige dieses Projekt eindrücklich, „welche wichtige Rolle unsere Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen für die Bewältigung der Herausforderungen unserer Zeit spielen“.
  • „Rundherum immer gut informiert, auch im Krisenfall – das ist das Prinzip der ,Litfaßsäule 4.0‘“, betont Sinemus und führt aus: „In einer zunehmend digitalisierten Welt müssen wir sicherstellen, dass unsere Infrastrukturen auch im Krisenfall funktionsfähig bleiben.“ Hierzu leiste die Forschungsarbeit von „emergenCITY“ einen wichtigen Beitrag und darauf solle mit ihrem „Zentrum für digitale Resilienz in Katastrophen“ aufgebaut werden.

Darmstadt mit der „Litfaßsäule 4.0“ Vorreiterin der resilienten digitalen Notfallkommunikation

  • Der Darmstädter Oberbürgermeister, Hanno Benz, kommentiert: „Als Wissenschaftsstadt Darmstadt freuen wir uns, mit der ,Litfaßsäule 4.0‘ Vorreiterin in der resilienten digitalen Notfallkommunikation zu sein.“ Mit dieser innovativen Lösung könnten die Menschen in ihrer Stadt zuverlässig in besonderen Situationen gewarnt und informiert werden.
  • Bau- und Ordnungsdezernent Paul Georg Wandrey unterstreicht die Rolle für den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz: „Das 21. Jahrhundert ist von Krisen geprägt. Wir sollten auf die nächste Katastrophe vorbereitet sein.“ Im Notfall müssten sie gewährleisten können, dass sie alle Stadtbewohner zuverlässig erreichen. Die resiliente Notfallkommunikation sie hierzu ein zentraler Baustein.

„Litfaßsäule 4.0“ als Leuchtturmprojekt unter Federführung der TU Darmstadt

  • Seit 2020 beschäftigen sich Forscher des LOEWE-Zentrums „emergenCITY“ mit der Frage, wie resiliente Informations- und Kommunikationssysteme dazu beitragen können, Menschen besser auf Katastrophen vorzubereiten. „Es ist ein Leuchtturmprojekt unter Federführung der TU Darmstadt, das von der Grundlagenforschung bis hin zum Transfer das zukunftsrelevante Thema der Digitalen Resilienz in den Fokus rückt“, erläutert Prof. Dr. Matthias Oechsner, Vizepräsident der TU Darmstadt.
  • „Digitale Technologien müssen unsere Gesellschaft dabei unterstützen, resilienter zu werden!“, ergänzt Prof. Dr. Matthias Hollick, wissenschaftlicher Koordinator von „emergenCITY“. Mit LOEWE „emergenCITY“ arbeite man an diesem Ziel, und er freue sich, dass sie mit der „Litfaßsäule 4.0“ Teile ihrer Forschung zu den Menschen auf die Straße bringen könnten.

„Litfaßsäule 4.0“ aktiv, wenn Mobilfunknetze, Festnetztelefonie, Internet und Fernsehen schwarzfallen

Blackouts, also großflächige, lang andauernde Stromausfälle, sind zwar äußerst selten. Doch angesichts steigender Bedrohungen durch Naturkatastrophen oder geopolitische Konflikte einerseits, durch die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung andererseits sind insbesondere Kritische Infrastrukturen (KRITIS) verwundbar: Fällt der Strom länger aus, können weder Mobilfunknetze, Festnetztelefonie, Internet noch Fernsehen ausreichend mit Notstrom versorgt werden. Sie stünden für die Krisenkommunikation dann nicht mehr zur Verfügung.

Auf der Suche nach geeigneten Medien für einen solchen Notfall stieß demnach der Architekt und „emergenCITY“-Wissenschaftler Dr. Joachim Schulze auf einen Klassiker der Außenwerbung – die Litfaßsäule: „Die in Städten gleichmäßig verteilten Säulen bieten einige Vorteile: Sie gehören zum Stadtbild, allein 155 gibt es in Darmstadt, deutschlandweit sind es rund 65.000. Im Gegensatz zu anderen digitalen Außenmedien befinden sie sich in Wohnquartieren, in der Kernstadt nur 300 Meter zu Fuß entfernt“, so Schulze, Initiator der „Litfaßsäule 4.0“.

Traditionelle Aufgabe der Litfaßsäule, Bürger über Amtsmitteilungen oder wichtige und dringende Nachrichten zu informieren

Alexander Stotz, „CEO“ der Ströer Media Deutschland GmbH, ergänzt: „Die Litfaßsäule ist ein Stadtmöbel mit einer sehr langen Historie, einer hohen Akzeptanz in der Bevölkerung und einer unverwechselbaren Präsenz in unseren Städten.“ Schon immer war es die Aufgabe der Litfaßsäule, Bürger über Amtsmitteilungen oder wichtige und dringende Nachrichten zu informieren. Durch die neue Möglichkeit der digitalen Darstellung der Motive könnten Außenmedien in Echtzeit kommunizieren.

Sie übernähmen daher heute immer mehr zusätzliche Aufgaben und zählten durch die Anbindung an das Warnsystem des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mittlerweile zur Warn- und Sicherheitsinfrastruktur im Öffentlichen Raum. Viele tausend Screens bundesweit sind bereits an das System angeschlossen und können so durch Warnmeldungen – zum Beispiel der örtlichen Krisenstäbe – unterbrochen werden, um die Bevölkerung in Echtzeit und mit hohem Reichweitenaufbau zu informieren.

„Litfaßsäule 4.0“ – nächste Weiterentwicklung eines Kultmediums

„Die ,Litfaßsäule 4.0‘ ist die nächste Weiterentwicklung des Kultmediums und ein wichtiger weiterer Baustein, um Service- und Infrastrukturleistungen im Öffentlichen Raum für Städte und Kommunen und deren Bevölkerung bei einem Blackout anzubieten“, untestreicht Stotz. Als eines der führenden Medienhäuser in Deutschland sähe man sich in einer gesamtgesellschaftlichen Pflicht gegenüber den Bürgern, diese Mehrwerte in den Medien zu implementieren.

„Darüber hinaus bieten Litfaßsäulen die baulichen Voraussetzungen zur Integration der Technologie“, erläutert Schulze. In einer seit Oktober 2023 bestehenden Forschungskooperation entwickelten die „emergenCITY“-Forscher gemeinsam mit Ströer den Prototypen. Weitere Partner wie die Wissenschaftsstadt Darmstadt, Darmstadt Marketing GmbH sowie die Feuerwehr Darmstadt seien einbezogen worden.

„Litfaßsäule 4.0“ als Erweiterung bestehender Litfaßsäulen

Die „Litfaßsäule 4.0“ ist eine Erweiterung für bestehende Litfaßsäulen, bei dem das bestehende Kapitell durch einen neuen Aufsatz ersetzt wird, der mit drei LED-Displays ausgestattet ist, welche Informationen und Warnungen von Behörden anzeigen können. Betrieben wird die digitale Anzeige durch eine Methanol-Brennstoffzelle der SFC Energy AG, welche auch als Sponsoringpartner gewonnen werden konnte.

Zwei Photovoltaikmodule auf dem Dach sollen den Stand-by-Betrieb des Empfängers sichern, den die Feuerwehr per Funk ansteuern kann. Bei einem Stromausfall könne die „Litfaßsäule 4.0“ bis zu 72 Stunden betrieben werden. Perspektivisch solle dieser neue Warnmultiplikator auch in das Modulare Warnsystem des Bundes integriert werden.

Wissenschaftliche Untersuchungen und technische Erprobung der ersten „Litfaßsäule 4.0“

In den kommenden sechs Monaten sollen nun Wissenschaftler von „emergenCITY“ sowie dem ebenfalls an der TU Darmstadt angegliederten und in Gründung befindlichen Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange (DiReX) zunächst untersuchen, wie die „Litfaßsäule 4.0“ von den Stadtbebewohnern angenommen wird. Dazu seien unter anderem Umfragen, Zählungen sowie Mensch-Computer-Interaktionsstudien geplant.

Gemeinsam mit Ströer, der Feuerwehr, der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Darmstadt Marketing GmbH sollen weitere Tests erfolgen. Im Hinblick auf das langfristige Ziel unterstreicht Stotz abschließend: „Wenn Sicherheitskommunikation funktionieren und alle erreichen soll, muss so ein Projekt großflächig ausgerollt und umgesetzt werden – idealerweise deutschlandweit. Das funktioniert perspektivisch nur gemeinsam mit den Städten.“

Weitere Informationen zum Thema:

Loewe emergenCITY auf YouTube, 03.04.2025
#impressions: Aufbau Litfaßsäule 4.0

emergenCITY, 23.08.2024
Darmstadt Marketing und Feuerwehr unterstützen Litfaßsäule 4.0

emergenCITY, 28.03.2024
Die Litfaßsäule 4.0 / Joachim Schulze im Interview mit dem OOH!-Magazin

TECHNISCHE UNIVERSITÄT DARMSTADT, 13.09.2024
Litfaßsäule 4.0: von der Werbung zur Warnung / Innovative Lösung des LOEWE-Zentrums emergenCITY

STRÖER BLOG, 08.11.2023
Litfaßsäule 4.0 – Weiterentwicklung unserer Warninfrastruktur

datensicherheit.de, 13.09.2024
Lokal angepasste Warnkonzepte: Leitfaden für Praktiker der Warnung vorgestellt / Warn-Leitfaden als Ergebnis der Zusammenarbeit des BBK mit Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sowie den lokalen Feuerwehren der Städte Ludwigshafen und Mannheim

datensicherheit.de, 08.12.2023
Taxi-Dachmonitore: BBK richtet neuen Kommunikationsweg für Warnungen ein / Bund, Länder und Kommunen können nun auch Taxi-Dachmonitore nutzen, um die Bevölkerung zu warnen

]]>
https://www.datensicherheit.de/litfasssaeule-4-0-resilienz-krisenkommunikation-darmstadt/feed 0
Krisenmanagement in Deutschland: LÜKEX 23 brachte laut BBK neue Erkenntnisse https://www.datensicherheit.de/krisenmanagement-in-deutschland-luekex-23-brachte-laut-bbk-neue-erkenntnisse https://www.datensicherheit.de/krisenmanagement-in-deutschland-luekex-23-brachte-laut-bbk-neue-erkenntnisse#respond Fri, 07 Jun 2024 13:32:40 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=44837 BBK hat Auswertungsbericht der „Länder- und Ressortübergreifenden Krisenmanagementübung / Exercise LÜKEX 23“ vorgelegt

[datensicherheit.de, 07.06.2024] Wie der Staat bei einem großangelegten Cyber-Angriff auf seine Institutionen handlungsfähig bleibt, stand im Fokus der bundesweiten Übung „LÜKEX“ im Herbst 2023 – über 60 Ministerien, Behörden und weitere Beteiligte haben demnach die Aufrechthaltung der Staats- und Regierungsfunktionen trainiert. Darauf aufbauende Erkenntnisse für die gemeinsame Krisenbewältigung hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in einem Auswertungsbericht der „LÜKEX 23“ publiziert.

bbk-auswertungsbericht-luekex-23

Foto: BBK

Das BBK hat den Auswertungsbericht zur „LÜKEX 23“ vorgelegt

BBK hatte LÜKEX 23 koordiniert und gemeinsam mit den Partnern bis ins Detail vorbereitet

Laut BBK haben Ende September 2023 in der „Länder- und Ressortübergreifenden Krisenmanagementübung / Exercise LÜKEX 23“ über 2.500 Personen von Bund, Ländern und anderen Organisationen den Ernstfall einer bundesweiten Cyber-Krise und die Auswirkungen auf die Handlungsfähigkeit des Staates geübt.

Das BBK habe diese Übung koordiniert und gemeinsam mit den Partnern bis ins Detail vorbereitet. Anhand eines fiktiven IT-Angriffs hätten die beteiligten Behörden und Organisationen trainiert, „wie sie in einer IT-Krise am besten zusammenarbeiten und untereinander kommunizieren, um gemeinsame Entscheidungen zu treffen“.

BBK koordinierte zentral die gemeinsame Auswertung der LÜKEX 23 mit allen übenden Stellen

„Die Krisen der vergangenen Jahre haben uns vor Augen geführt, dass die Ebenen und ressortübergreifende Zusammenarbeit noch weiter ausgebaut werden muss – insbesondere im Ereignisfall kommt es auf ein eingespieltes Krisenmanagement an, kommentiert BBK-Präsident Ralph Tiesler. Insofern biete die „LÜKEX“ eine ideale Möglichkeit, die eigenen Krisenmanagementstrukturen zu erproben und daraus Lehren für den Ernstfall zu ziehen.

Das BBK habe zentral die gemeinsame Auswertung der „LÜKEX 23“ mit allen übenden Stellen koordiniert. Die Auswertung der Übung habe gezeigt, dass vieles bereits gut funktioniere, zugleich aber auch weiter Prozesse gestärkt und optimiert werden müssten. Folgende Schlussfolgerungen wurden laut BBK gezogen:

  • Die Behörden müssen noch vorausschauender planen und genauer festlegen, welche Prozesse und Aufgaben in einer Krise priorisiert werden.
  • Die technischen Voraussetzungen zur Kommunikation von wichtigen und vertraulichen Informationen sind von großer Bedeutung und müssen bestmöglich vor Cyber-Angriffen geschützt werden.
  • Damit alle Behörden und Ministerien ein möglichst genaues Lageverständnis haben und so bessere strategische Entscheidungen treffen können, benötigen sie ein gemeinsames übergreifendes Lagebild.
  • Für länderübergreifende und bundesweite Krisen werden Strukturen benötigt, die dauerhaft zur Verfügung stehen, um das Krisenmanagement schnell und effektiv zwischen allen Beteiligten koordinieren zu können.
  • Die bestehenden Netzwerke zwischen dem Krisenmanagement im Bevölkerungsschutz und den beteiligten IT-Behörden und -Dienstleistern auf Bundes- und Landesebene wurden gefestigt und werden weiter ausgebaut.
  • Krisen der Gegenwart werden immer komplexer und können nur durch routiniertes und entschlossenes Handeln gemeistert werden. Dafür müssen sich alle beteiligten Organisationen ihrer Rolle innerhalb des gesamtstaatlichen Krisenmanagements bewusst sein und ihr Personal dazu befähigen, entsprechende Aufgaben effektiv zu erfüllen.
  • Die Übungsserie „LÜKEX“ hat sich bewährt. Seit Jahren werden bereichsübergreifend wichtige Kontakte geknüpft, Kompetenzen gestärkt und Fachkenntnisse ausgetauscht. Um zukünftig noch wirksamer zur Stärkung des nationalen Krisenmanagements beizutragen, muss auch die Übung selbst weiterentwickelt werden.

Die im Auswertungsbericht formulierten Handlungsempfehlungen sollen nun in der jeweiligen Verantwortung der beteiligten Stellen umgesetzt werden.

Weitere Informationen zum Thema:

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
LÜKEX 23 – Cyberangriff auf das Regierungshandeln

]]>
https://www.datensicherheit.de/krisenmanagement-in-deutschland-luekex-23-brachte-laut-bbk-neue-erkenntnisse/feed 0
BKA stellt Bundeslagebild 2019 vor https://www.datensicherheit.de/bka-vorstellung-bundeslagebild-2019 https://www.datensicherheit.de/bka-vorstellung-bundeslagebild-2019#respond Wed, 30 Sep 2020 13:48:28 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=37937 Zudem BKA-Sonderauswertung zur Cyber-Kriminalität in der „Corona“-Krise 2020 erschienen

[datensicherheit.de, 30.09.2020] Laut einer aktuellen Mitteilung des Bundeskriminalamts (BKA) wurden 100.514 Fälle von Cyber-Kriminalität im engeren Sinne von der deutschen Polizei im Jahr 2019 registriert – was einem Anstieg von über 15 Prozent gegenüber der Vorjahreszahl entspreche (2018: 87.106 Fälle). Aus dem am 30. September 2020 vom BKA veröffentlichten „Bundeslagebild Cybercrime 2019“ gehe hervor, dass die Anzahl der polizeilich bekannten Taten damit einen neuen Höchststand erreiche.

Seit 2019 beobachtet das BKA „Double Extortion“

„Die Schäden, die durch entsprechende Taten entstehen, sind hoch“: So schätze der Branchenverband bitkom, dass der Wirtschaft im Jahr 2019 ein Schaden von über 100 Milliarden Euro durch Cyber-Angriffe entstanden sei. Neben Wirtschaftsunternehmen seien auch öffentliche Einrichtungen bevorzugte Ziele der Täter, welche sich dort hohe kriminelle Gewinne erwarteten.
Die größte Gefahr gehe weiterhin von Angriffen mittels sogenannter Ransomware aus. Diese Software verschlüssele die Daten auf dem angegriffenen Rechner – für deren Entschlüsselung forderten die Täter meist einen Geldbetrag, der in der Regel in Form von sogenannten Bitcoins zu entrichten sei. Seit dem vergangenen Jahr, 2019, beobachte das BKA mit der „Double Extortion“ einen neuen Modus Operandi („Art der Durchführung“), bei dem die Täter die IT-Systeme ihrer Opfer nicht nur mittels Ransomware verschlüsselten, sondern im Zuge der Attacken auch sensible Daten erbeuteten und damit drohten, diese zu veröffentlichen.

BKA-Sonderauswertung „Cybercrime in Zeiten der COVID-19-Pandemie“

Die Polizei habe 2019 insgesamt 22.574 Tatverdächtige festgestellt – über zwei Prozent mehr als noch in Vorjahr, 2018 (22.051 Tatverdächtige). Cyber-Kriminelle seien in der Regel international vernetzt und agierten arbeitsteilig. Hinzu komme, dass sie sich neuen Situationen flexibel anpassten.
Diese Flexibilität ließen die Täter auch im Zusammenhang mit der „COVID-19-Pandemie“ erkennen, wie aus der Sonderauswertung „Cybercrime in Zeiten der COVID-19-Pandemie“ hervorgehe. In der ebenfalls am 30. September 2020 veröffentlichten Analyse des Zeitraums März bis August 2020 werde beispielsweise auf unmittelbar nach Beginn der „Pandemie“ erstellte Webseiten eingegangen, welche in Anlehnung an die Internetpräsenzen staatlicher Stellen etwa mit Informationen und Beratungsgesprächen zur „Corona“-Soforthilfe geworben hätten – durch Betätigung von Schaltflächen auf den betreffenden Webseiten seien die Computer der Besucher mit Malware infiziert worden. Ähnlich sei es Empfängern von E-Mails ergangen, welche scheinbar von staatlichen Stellen oder Banken stammten und Informationen zum Thema „Corona“ enthielten: Beim Öffnen eines Anhangs sei der Computer der Betroffenen mit Schadsoftware infiziert worden.

BKA fordert: Aufforderungen zu Geldzahlungen sollte niemals nachgekommen werden!

Die hohe Zahl der Straftaten und die vielfältigen Modi Operandi im Zuge der „COVID-19-Pandemie“ zeigten, dass es sowohl für Mitarbeiter von Unternehmen als auch für Privatpersonen wichtig sei, ihre Daten vor dem Zugriff von Cyber-Kriminellen zu schützen. Dazu gehöre ein aktueller Virenschutz genauso wie sichere Passwörter und regelmäßige Backups.
Wichtig sei aber auch, bei E-Mails von unbekannten Absendern skeptisch zu bleiben, auch wenn diese den Eindruck erweckten, von einer Behörde, Bank oder Bekannten versandt worden zu sein. Aufforderungen zu Geldzahlungen sollte niemals nachgekommen werden. Betroffene von „Cybercrime“ sollten vielmehr möglichst zeitnah die Polizei informieren. Denn nur wenn die Polizei von Cyber-Straftaten erfährt, könne sie die Täter ermitteln und die Begehung weiterer Straftaten verhindern.

BKA-Kapazitäten im Bereich „Cybercrime“-Bekämpfung sollen weiter ausgebaut werden

„Mit der Einrichtung der Abteilung ,Cybercrime‘ hat das Bundeskriminalamt die Bekämpfung der Kriminalität im Netz weiter gestärkt. Ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit ist dabei die Analyse. Denn nur wenn wir wissen, wie die Cyber-Kriminellen vorgehen, können wir darauf zielgerichtet reagieren. Die heute veröffentlichte Sonderauswertung zu ,Cybercrime‘ in Zeiten der ,COVID-19-Pandemie‘ ist ein gutes Beispiel dafür“, so Martina Link, BKA-Vize-Präsidentin.
Ihre gewonnenen Erkenntnisse setzten sie auch bei Ermittlungen auf dem Gebiet der Cyber-Kriminalität ein. Die Ziele seien klar: „Kriminelle Netzwerke aufdecken, Strukturen zerschlagen und Tatverdächtige überführen.“ Ihr Anspruch sei es, den Tätern stets einen Schritt voraus zu sein. Link: „Daher werden wir unsere Kapazitäten im Bereich ,Cybercrime‘-Bekämpfung weiter ausbauen.“

Weitere Informationen zum Thema:

Bundeskriminalamt, 30.09.2020
Bundeslagebild Cybercrime 2019

datensicherheit.de, 11.11.2019
BKA stellt Bundeslagebild für 2018 vor

]]>
https://www.datensicherheit.de/bka-vorstellung-bundeslagebild-2019/feed 0
Moderne Kommunikation: Berlin braucht digitale Eigenständigkeit https://www.datensicherheit.de/moderne-kommunikation-berlin-braucht-digitale-eigenstaendigkeit https://www.datensicherheit.de/moderne-kommunikation-berlin-braucht-digitale-eigenstaendigkeit#respond Wed, 06 May 2020 18:30:55 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=36192 Maja Smoltczyk fordert, Lehren aus der sogenannten Corona-Krise zu ziehen

[datensicherheit.de, 06.05.2020] Nach Ansicht der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit hat die sog. Corona-Krise deutlich gemacht, „dass es vor allem im Bereich der öffentlichen Verwaltung noch weitgehend am Einsatz sicherer und grundrechtsfreundlicher digitaler Kommunikationsmittel wie Messenger-Diensten und Videokonferenzsystemen fehlt“. Die in der aktuellen „Ausnahmesituation“ gemachten Erfahrungen müssten dazu führen, „dass nunmehr mit vollem Einsatz die digitale Eigenständigkeit der öffentlichen Verwaltung bei modernen Kommunikationsmitteln vorangebracht“ werden sollte, so Maja Smoltczyk.

In der Ausnahmesituation oft unsichere Angebote genutzt

Die Vorsorgemaßnahmen zur Eindämmung der „Corona-Pandemie“ hätten in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens zu Einschränkungen und Änderungen gewohnter Abläufe geführt. Smoltczyk: „Hierzu gehörte für große Teile der Bevölkerung auch das weitgehende Arbeiten und Lernen von zuhause aus. Dies galt und gilt auch für öffentliche Einrichtungen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben.“

Zur Sicherstellung des Betriebs sei dabei mangels erkennbarer Alternativen nur allzu häufig auf Dienste und Software zurückgegriffen worden, „die unsicher und datenschutzrechtlich nicht akzeptabel sind“.

Warnung vor der Verstetigung der Nutzung

Die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit zeigt zwar Verständnis: In einer Zeit der extrem beschleunigten und teilweise auch überstürzten Digitalisierung von Arbeit und Schule aufgrund einer Ausnahmesituation sei dies „nachvollziehbar“ – die aktuelle Ausnahmesituation dürfe aber nicht zur Verstetigung der Nutzung derart bedenklicher Dienste und zu einer Reduzierung datenschutzrechtlicher Standards in der Zukunft führen.

Wo die Dringlichkeit aktuell zu ergreifender Maßnahmen den Schutz der personenbezogenen Daten nicht im notwendigen Umfang habe berücksichtigen können, müsse daher nun „kontinuierlich nachgebessert“ werden. Sollten datenschutzrechtliche Unwägbarkeiten oder gar Missstände auftreten, seien diese umgehend zu beheben.

Betroffene Institutionen bei Umstellung nicht alleinlassen

Die Verantwortlichen seien aufgefordert, „kurzfristig eingesetzte, aber nicht datenschutzgerechte Lösungen sobald wie möglich durch datenschutzgerechte zu ersetzen“. Im öffentlichen Bereich seien hierzu in besonderer Weise die Hauptverwaltungen in der Verantwortung, zentral für entsprechend datenschutzgerechte Angebote zu sorgen.

„Schulen, Fachverwaltungen und sonstige öffentliche Einrichtungen, die auch in dieser Krisenzeit ihre Kernaufgaben erfüllen müssen, dürfen bei der dringend gebotenen Umstellung auf datenschutzkonforme Lösungen nicht allein gelassen werden“, betont Smoltczyk. Angefangen bei Messenger-Diensten bis hin zu Videokonferenz- und E-Learning-Tools sollte der Berliner Senat dafür sorgen, dass datenschutzgerechte, anwendungsfreundliche und sichere Kommunikationsmittel bereitstehen, auf die jede öffentliche Stelle bei Bedarf zugreifen kann.

Chance, digitale Technik von Anfang an datenschutzgerecht einzusetzen

Die aktuelle Situation sollte auch als Chance begriffen werden, „Arbeitsverfahren angesichts der während der ,Corona‘-Krise gemachten Erfahrungen jetzt von Grund auf neu zu gestalten und die Möglichkeiten der digitalen Technik von Anfang an datenschutzgerecht einzusetzen“.

Berlin habe sich auf den Weg gemacht, E-Government-Hauptstadt zu werden. Hierzu gehört laut Smoltczyk auch die Ausgestaltung der für eine moderne Verwaltung erforderlichen Technik in datenschutzgerechter Form („privacy-by-design“).

Gerade in der Verwaltung sei es möglich und wünschenswert, dass entsprechende Dienste selbst mit Hilfe des jeweiligen IT-Dienstleisters des Landes betrieben werden: So könnten z.B. Videokonferenzdienste von Anfang an datenschutzgerecht gestaltet werden, „so dass sie bei Bedarf zur Verfügung stehen und sofort nutzbar sind, ohne rechtliche Kompromisse eingehen zu müssen“.

Datenschutzregeln dienen Grundrechtschutz der Betroffenen

„Die bestehenden Datenschutzregeln sind kein Selbstzweck, sondern dienen dem Grundrechtschutz der Betroffenen“, unterstreicht Smoltczyk. Gerade wenn es sich dabei um Schulkinder, Arbeitnehmer oder um Menschen handelt, die von staatlichen Leistungen abhängig sind, könne es nicht – wie in diesen Tagen vereinzelt gefordert – die Lösung sein, das Datenschutzniveau abzusenken.

Denn Betroffene könnten in diesen Fällen nicht frei entscheiden, „ob sie mit der Nutzung dieser Dienste ihre persönlichen Daten wenig greifbaren Anbietern zur Verfügung stellen wollen oder nicht, ohne zu wissen, was mit ihren Daten letztlich geschieht“. Daher müsse es jetzt vielmehr darum gehen, alle erforderlichen Anstrengungen zu unternehmen, um eine tragbare und datenschutzgerechte Infrastruktur für die moderne Kommunikation zu schaffen.

Politik aufgefordert, digitale Eigenständigkeit des öffentlichen Dienstes voranzutreiben

Zu prüfen wäre, ob diese Lösungen auch gemeinnützigen Organisationen zur Verfügung gestellt werden könnten, „die angesichts der aktuellen Situation vor denselben Herausforderungen stehen“. Smoltczyk kritisiert: „Die Forderung der Datenschutzbehörden, Plattformen und Angebote, die die Grundrechte der Menschen achten, zu fördern oder selbst bereitzustellen, wurde in Deutschland seit Jahren nicht gebührend beachtet. In der aktuellen Krise fällt uns das auf die Füße. Im Bereich von Kommunikations-Tools sind öffentliche Einrichtungen weitgehend auf sich selbst gestellt. Das kann nicht sein.“

Die Politik sei nun mehr denn je aufgefordert, die digitale Eigenständigkeit des öffentlichen Dienstes voranzutreiben. Smoltczyk begrüßt nach eigenen Angaben „die ersten Schritte, die das Land Berlin bei der Bereitstellung von Diensten für die Kommunikation und Zusammenarbeit jüngst unternommen hat“. Ihre Behörde beteiligt sich demnach sehr gerne an der Prüfung derartiger Angebote, um eine schnelle Bereitstellung für möglichst viele Anwendungsfälle zu unterstützen. „Es ist nicht zu spät, Verpasstes nachzuholen, denn eine datenschutzkonforme und datensichere Kommunikation wird auch dann noch wichtig sein, wenn diese Krise überstanden ist.“

Weitere Informationen zum Thema:

Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit
Über uns / Zur Person: Maja Smoltczyk

Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit
Veröffentlichungen: Orientierungshilfen / Merkblätter

datensicherheit.de, 14.11.2019
Analyse-Dienste für Webseiten nur mit Einwilligung zu nutzen

]]>
https://www.datensicherheit.de/moderne-kommunikation-berlin-braucht-digitale-eigenstaendigkeit/feed 0
Theiners SecurityTalk: Sicherheitskultur auf dem Prüfstand https://www.datensicherheit.de/theiners-security-talk-sicherheitskultur-bedrohungen https://www.datensicherheit.de/theiners-security-talk-sicherheitskultur-bedrohungen#respond Thu, 30 Apr 2020 15:04:58 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=36102 Krisenzeiten als Stolperstein und Bewährungsprobe

[datensicherheit.de, 30.04.2020] „datensicherheit.de“ kooperiert mit dem German Mittelstand e.V. und dem Fachmagazin für IT-Lösungen „manage it“ im Rahmen der neuen Online-Serie „Theiners SecurityTalk“ auf YouTube und im Livestream. Die Auftaktsendung wurde am 8. April 2020 aufgezeichnet und steht Interessierten bis heute zur Ansicht bereit. Die mittlerweise vierte Episode vom 29. April 2020 unter dem Titel „Welchen Sicherheitsbedrohungen sind Unternehmen aktuell ausgesetzt?“ war aktuellen, d.h. durch die „Corona“-Krise verstärkten IT-Trends im Kontext von Sicherheitskultur gewidmet.

Deutschlands Mittelstand als Schutzziel

Mehr denn je gilt es gerade in Krisenzeiten, Deutschlands Mittelstand zu schützen und zu stärken, denn die kleinen und mittleren (KMU) wie auch die etwas größeren familiengeführten Unternehmen sind die Säule des Wohlstands in Deutschland.
Doch chronische und akute Krisen fordern den Mittelstand extrem heraus und bedrohen ihn in seiner Existenz. Jedoch sind Flexibilität, Kreativität und Innovationsgeist seine Erfolgsrezepte, Krisen zu meistern und durchzustarten – technische sowie organisatorische Prävention und erprobte Notfall- und Wiederanlaufpläne sind hierzu grundlegende Erfolgsfaktoren.

KMU-Wertschöpfungspotenziale schützen und entfalten

In jeder Episode sollen konstruktive Impulse im Sinne einer „Best Practice“ gegeben, also exemplarisch konkrete Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, Vorsorge zu treffen, schwierigen Zeiten zu trotzen, Krisen zu managen sowie Durststrecken durchzuhalten und ganz generell unter Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnik nebst zeitgemäßer ORGA die eigenen Wertschöpfungspotenziale zu entfalten.
Am 29. April 2020 wurde nun die Frage lebhaft diskutiert, welchen Sicherheitsbedrohungen mittelständische Unternehmen aktuell ausgesetzt sind. Es diskutierten u.a.:

  • Georg Lindner – Dr. Hörtkorn, München
  • Carsten J.  Pinnow – Herausgeber „datensicherheit.de“
  • Philipp Schiede – Herausgeber „manage it“
  • Andreas Kunz – IT-Sicherheits- und Datenschutzberater, CEO Connecting Media
  • Detlev Weise – KnowBe4
  • Jens Pälmer – palo alto networks

Carsten J. Pinnow betonte in einer Eingangsstellungnahme die Notwendigkeit, die drei Säulen betrieblichen Handelns – Mensch, Management, Maschine – im Kontext einer Sicherheitskultur gezielt auszubalancieren.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 29.04.2020
KnowBe4-Studie: Führungskräfte schätzen starke Sicherheitskultur / Definition und Umsetzung sind jedoch umkämpft

datensicherheit.de, 28.04.2020
Studie „SolarWinds IT Trends Report 2020: The Universal Language of IT“ vorgestellt / Report zeigt den steigenden Bedarf an qualifizierten deutschen Technikexperten für hybride IT-Umgebungen

datensicherheit.de, 08.04.2020
Neues, interaktives Online-Format: „Theiners SecurityTalk“

]]>
https://www.datensicherheit.de/theiners-security-talk-sicherheitskultur-bedrohungen/feed 0
Webinare: Innovatives Lernen in Corona-Zeiten https://www.datensicherheit.de/webinare-innovatives-lernen-in-corona-zeiten https://www.datensicherheit.de/webinare-innovatives-lernen-in-corona-zeiten#comments Mon, 23 Mar 2020 23:40:20 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=35754 Drei kostenfreie Angebote zu Scrum, Kanban und DevOps

Ein Beitrag von ds-Redaktionsmitglied Dipl.-Kfm. (FH) Michael Taube

[datensicherheit.de, 24.03.2020] Die „Corona“-Krise bedroht ein zentrales Datensicherheitskriterium: die Verfügbarkeit. Gerade aber die erzwungene Ruhepause sollte zu einer Besinnung auf zentrale Erfolgsfaktoren führen – so eben auch auf die ständige Weiterbildung. In meiner Eigenschaft als Geschäftsführer der Deutschen Projekt Akademie folge ich den begrüßenswerten Beispielen vieler Kollegen und biete hiermit kostenlose Webinare an, um eine Lücke sinnvoll zu füllen.

Foto: Cluster Industrie 4.0

Foto: Cluster Industrie 4.0

Michael Taube (1. v.l.) mit den ds-Herausgebern Dirk Pinnow & Carsten Pinnow am Messestand auf der „it-sa 2019“

Persönliche Weiterbildung mittels moderner IKT weiter möglich

Wir möchten wie viele andere Kollegen auch in dieser Krisenzeit konkret helfen. Aktuell ist ja leider der Besuch von Präsenz-Seminaren nicht möglich, aber wir arbeiten unter Nutzung moderner Informations- und Kommunikationssysteme (IKT) weiter – damit sollte nun auch persönliche Weiterbildung möglich sein.

Agile Frameworks im Fokus

Die von mir geleitete Deutsche Projekt Akademie bietet ab sofort drei kostenlose Webinare an. Diese lehnen sich an die Reihe „Agile Frameworks” an, bieten aber Live-Kommentare durch meine Kollegin Projektmanagementtrainer Dipl.-Ing. Anke Thieme bzw. durch mich.

Live-Start am 25. März 2020

Der Start der Webinare erfolgt am 25. März 2020 um 17.00 Uhr. Folgende Termine sind geplant:

  • 25.03.2020, 17.00 Uhr: „Scrum“
  • 27.03.2020, 10.00 Uhr: „DevOps“
  • 30.03.2020: 11.00 Uhr: „Kanban“

Diese Webinare dauern zwischen 45 und 60 Minuten.

Live oder im Nachgang als Aufzeichnung verfolgen

Die Anmeldung erfolgt unkompliziert per E-Mail über info@deutsche-projekt-akademie.de. Die Zugangsdaten gehen Ihnen dann jeweils kurz vor dem Webinar zu. Danach werden diese Webinare als Aufzeichnungen auf den Webseiten der Deutschen Projekt Akademie und bei YouTube abrufbar sein.

Weitere Informationen zum Thema:

Deutsche Projekt Akademie
Live und sicher: Bis auf Weiteres führen wir unsere eigenen Seminare und Workshops als Webinare durch (falls dies nicht möglich ist, wird die Veranstaltung verschoben). Diese Maßnahme gilt bis 03.05.2020. Danach werden wir die Lage neu bewerten.

]]>
https://www.datensicherheit.de/webinare-innovatives-lernen-in-corona-zeiten/feed 3
Datenschutz: Massiver Anstieg bei Datenpannen und Missbrauchsfällen https://www.datensicherheit.de/datenschutz-massiver-anstieg-bei-datenpannen-und-missbrauchsfaellen https://www.datensicherheit.de/datenschutz-massiver-anstieg-bei-datenpannen-und-missbrauchsfaellen#respond Mon, 02 Nov 2009 15:44:51 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=8057 Besorgniserregend neben der quantitativen Entwicklung ist die mangelnde Einsicht der Verantwortlichen

[datensicherheit.de, 02.11.2009] Das Projekt Datenschutz, das Datenpannen, Lecks, Missbrauchsfälle oder Eingriffe in die informationelle Selbstbestimmung seit Anfang 2008 protokolliert, verzeichnet seit Sommer 2009 eine deutliche Zunahme der bekannt gewordenen Vorfälle:
Im September und Oktober 2009 seien mit Abstand die meisten Vorkommnisse erfasst worden. Mit insgesamt 30 Fällen seien es in diesen beiden Monaten mehr als im Zeitraum Januar bis August 2009. Gravierend sei auch der Anstieg gegenüber dem Vorjahr – allein für die ersten zehn Monate des Jahres 2009 seien 150 Prozent mehr Vorfälle festgestellt worden als für das gesamte Jahr 2008.
Bei einem derart starken Anstieg in kürzestem Zeitraum könne man nicht mehr davon ausgehen, dass lediglich die Sensibilisierung der Öffentlichkeit nach den Aufsehen erregenden Datenpannen des Jahres 2008 zugenommen habe. Auch sei nicht erkennbar, dass Unternehmen nach dem Inkrafttreten der Änderungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) Anfang September 2009 Datenpannen vermehrt freiwillig meldeten – in keinem der zuletzt beobachteten Fälle hätten die Informationen von den verursachenden Unternehmen und Organisationen selbst gestammt. Vielmehr gehe das „Projekt Datenschutz“ davon aus, dass die Anzahl von Pannen und Missbrauchsfällen selbst zugenommen habe.

Screenshot von http://projekt-datenschutz.de/ am 02.11.2009

Screenshot von http://projekt-datenschutz.de/ am 02.11.2009

Das Projekt Datenschutz sorgt für Übersicht bei Fällen von Datenpannen, Datenmissbrauch, Datenlecks, Identitätsdiebstahl oder Bespitzelung.

Besorgniserregend sei neben der quantitativen Entwicklung auch, dass die für die Pannen Verantwortlichen kaum Einsicht erkennen lassen. Die aktuelle Entwicklung sei alarmierend, meine Alain Blaes, Geschäftsführer von PR-COM und Initiator von projekt-datenschutz.de. Mit dem neuen Bundesdatenschutzgesetz habe die Politik nicht viel mehr als „Kosmetik“ betrieben. Datenmissbrauch bleibe in Deutschland ein Kavaliersdelikt, weil Strafen milde seien und Aufsichtsbehörden kaum Personal hätten. Man müsse sich also darauf einstellen, dass sich diese besorgniserregende Entwicklung in den nächsten Monaten fortsetzen werde. Über die Dunkelziffer möge man dabei gar nicht erst nachdenken.

]]>
https://www.datensicherheit.de/datenschutz-massiver-anstieg-bei-datenpannen-und-missbrauchsfaellen/feed 0