Souveränität – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Tue, 23 Jun 2026 11:11:08 +0000 de hourly 1 Open Source und moderne Authentifizierung: TeleTrusT-Podcast zur IT-Sicherheit und Digitalen Souveränität https://www.datensicherheit.de/open-source-authentifizierung-teletrust-podcast-it-sicherheit Tue, 23 Jun 2026 22:59:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55165 Christian Schorr, Dr. Johannes Loxen und Carsten Vossel diskutieren die Bedeutung von „Open Source“ für die IT-Sicherheit, die Rolle Digitaler Souveränität in Deutschland sowie aktuelle Entwicklungen bei 2FA, Passkeys und PKI

[datensicherheit.de, 24.06.2026] Im aktuellen TeleTrusTPodcast „Open Source und moderne Authentifizierung“ erörtern Christian Schorr (keyONE), Dr. Johannes Loxen (SerNet) und Moderator Carsten Vossel (CCVOSSEL) die Bedeutung von „Open Source“ für die IT-Sicherheit, die Rolle Digitaler Souveränität in Deutschland sowie aktuelle Entwicklungen bei Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), Passkeys und Public-Key-Infrastructures (PKI).

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Quelle: TeleTrusT

Der aktuelle TeleTrusT-Podcast: „Open Source und moderne Authentifizierung“

Bedeutung offener Technologien als Grundlage zahlreicher digitaler Infrastrukturen im Fokus

Die Diskussion soll beleuchten, welche Rolle offene Technologien für Innovation, Transparenz und technologische Unabhängigkeit spielen und warum die Frage digitaler Handlungsfähigkeit zunehmend an strategischer Bedeutung gewinnt. Dabei wird ausgeführt, dass „Open Source“ für sich genommen noch keine erhöhte Sicherheit gewährleistet.

  • Entscheidend sind demnach vielmehr die Qualität der Entwicklung, die kontinuierliche Pflege von Software sowie die Möglichkeit zur unabhängigen Prüfung von Quellcode. Gleichzeitig wird die Bedeutung offener Technologien als Grundlage zahlreicher digitaler Infrastrukturen hervorgehoben.

Auch die aktuellen Debatten um Digitale Souveränität werden aufgegriffen: „Die Experten diskutieren, welche Voraussetzungen Deutschland und Europa schaffen müssen, um technologische Abhängigkeiten zu reduzieren und Innovationspotenziale besser zu nutzen.“

Technische und strategische Herausforderungen für Unternehmen und Organisationen

Themen wie Digitalisierung, Standortbedingungen für Unternehmen und die langfristige Sicherung technologischer Handlungsspielräume werden dabei ebenso beleuchtet wie die Rolle von „Open Source“ in modernen IT-Strategien.

  • Praxisnahe Einblicke soll zudem die Auseinandersetzung mit modernen Verfahren zur Authentifizierung und digitalen Vertrauensbildung bieten. So ordnet Schorr die Entwicklung von PKI, Passkeys und FIDO-basierten Verfahren ein und erläutert, wie sich moderne Authentifizierungslösungen in den vergangenen Jahren weiterentwickelt haben. Insbesondere die zunehmende Verbreitung von Passkeys eröffne neue Möglichkeiten, die Sicherheit digitaler Zugänge zu erhöhen und gleichzeitig die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern.

Diese neue Podcast-Episode soll aufzeigen, welche technischen und strategischen Herausforderungen Unternehmen und Organisationen künftig adressieren müssen, um sichere und unabhängige digitale Infrastrukturen aufzubauen.

Weitere Informationen zum Thema:

TeleTrusT Bundesverband IT-Sicherheit e.V.
Ziele und Nutzen Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT)

TeleTrusT Bundesverband IT-Sicherheit e.V.
TeleTrusT-Podcast: Podcasts sind von Jahr zu Jahr populärer geworden und spätestens seit 2020 aus der deutschen Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken. Bis zu 4,2 Mio. Bundesbürger hören in Deutschland Podcast. TeleTrusT-Podcasts sind als Interviews angelegt. Fachleute aus Wirtschaft, Forschung, Beratung, Politik und Verwaltung werden eingeladen, um zu einem bestimmten Thema befragt zu werden.

SOUNDCLOUD, TeletRusT
Open Source und moderne Authentifizierung

LinkedIn
Christian Schorr / CEO | keyONE GmbH – PKI & ISMS-Experte für digitale Vertrauensinfrastrukturen in KRITIS & Enterprise-IT

LinkedIn
Johannes Loxen

LinkedIn
Carsten Christian Vossel / IT-Sicherheit für KRITIS, Mittelstand & Konzerne | 24/7 SOC & IRT | ISO27001 & NIS2 | Pentests & ISMS | IT-Sicherheitsberatung | CEO mit Fokus auf Cyberresilienz

datensicherheit.de, 17.09.2025
Open Source: Drei von vier Unternehmen in Deutschland bereits Nutzer / Eine große Mehrheit der Unternehmen in Deutschland sieht in „Open Source“-Software auch eine Chance für mehr Digitale Souveränität

datensicherheit.de, 10.10.2024
Open Source Software – unbestreitbare Vorteile sowie Risiken / Open Source Software (OSS) hat sich als unverzichtbarer Bestandteil moderner IT-Infrastrukturen etabliert

datensicherheit.de, 19.06.2020
Kultusbehörden: Abhängigkeit statt Open Source / Andrea Wörrlein kritisiert und warnt

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Realitätscheck zur souveränen europäischen KI https://www.datensicherheit.de/realitaetscheck-souveraenitaet-europa-ki Wed, 10 Jun 2026 22:23:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54899 Andreas Dangl erörtert die Frage „Wie müsste eine europäische KI-Lösung aussehen und wie realistisch ist deren Umsetzung?“

[datensicherheit.de, 11.06.2026] Geopolitische Spannungen, neue Regulierungen und den rasanten Fortschritt im Bereich Generativer Künstlicher Intelligenz (GenKI) befeuern geradezu die Debatte im Kontext Digitaler Souveränität. In diesem Zusammenhang wird die zentrale Frage aufgeworfen: „Wie müsste eine europäische KI-Lösung aussehen und wie realistisch ist deren Umsetzung?“ Andreas Dangl, Geschäftsführer der Fabasoft Approve GmbH, macht in seiner aktuellen Stellungnahme einen Realitätscheck. Souveränität ist für ihn nicht eine beliebige Eigenschaft, sondern vielmehr ein umfassenden Prinzip, welches das gesamte Spektrum der Aspekte – vom Rechenzentrum bis hin zur Anwendung – umfasst.

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Foto: © Fabasoft Approve

Andreas Dangl: Wirkliche Souveränität bedeutet, technologische Unabhängigkeit, rechtliche Sicherheit, strategische Autonomie und transparente „Governance“ konsequent zusammenzuführen!

Zentrale Elemente souveräner KI bereits heute umsetzbar

Dangl betont: „Eine souveräne europäische KI-,Cloud’ geht deutlich über die bloße Speicherung von Daten in Europa hinaus. Wirkliche Souveränität bedeutet, technologische Unabhängigkeit, rechtliche Sicherheit, strategische Autonomie und transparente ,Governance’ konsequent zusammenzuführen!“

  • Dies bedeutet laut Dangl konkret: Betrieb in europäischen Rechtsräumen, vollständige Datenhoheit für Kunden, nachvollziehbare Modell-Architekturen und auditierbare Entscheidungsprozesse. Souveränität sei kein einzelnes „Feature“, sondern ein durchgängiges Prinzip – vom Rechenzentrum bis zur Anwendung.

Heute ließen sich bereits zentrale Elemente souveräner KI umsetzen. Datenresidenz innerhalb Europas, dedizierte „Cloud“-Regionen, kundenseitige Schlüsselverwaltung und der Betrieb von KI-Modellen in kontrollierten Umgebungen seien technisch realisierbar. „Einige Unternehmen betreiben ihre ,Cloud’-Infrastruktur daher ausschließlich in Rechenzentren im DACH-Raum – ohne dass Daten in außereuropäische Rechtsräume abfließen.“

Souveräne KI-Strategie als Basis der eigenen Resilienz

Bereitgestellte KI-Funktionalitäten arbeiteten dort konsequent ohne Umweg über externe LLMs wie „OpenAI“ oder „Azure“. Sensible Unternehmensdaten verließen damit zu keinem Zeitpunkt die kontrollierte Infrastruktur – weder für die Verarbeitung noch für das Training.

  • Unternehmen profitierten vor allem durch erhöhte Kontrolle und reduzierte regulatorische Risiken. Gerade im Kontext der DSGVO werde Datenhoheit zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Darüber hinaus stärke eine souveräne KI-Strategie die Resilienz gegenüber geopolitischen Unsicherheiten und potenziellen Zugriffen durch Drittstaaten.

„In der Praxis bedeutet das: ,Cloud’-basierte Software für beispielsweise Dokumenten- und Qualitätsmanagement kombiniert europäische Datenhoheit mit KI-gestützter Automatisierung, ohne Einbußen bei ,Compliance’ oder Kontrolle. Kunden und Partner erwarten zunehmend transparente Datenverarbeitung, souveräne KI wirkt dabei als klares Differenzierungsmerkmal.“

Statt absoluter KI-Souveränität „strategische Souveränität“ im Fokus

Dangl gibt aber auch zu bedenken: „Derzeit nicht möglich ist eine vollständige technologische und wirtschaftliche Unabhängigkeit von internationalen KI-Anbietern, Infrastrukturen und Innovationszyklen. Hochleistungs-Hardware für große KI-Modelle stammt überwiegend aus außereuropäischer Produktion, ebenso viele Trainings-Frameworks.“ Europa könne derzeit indes souveräne Betriebsmodelle schaffen – einige Anbieter zeigten bereits, „dass das gelebte Praxis ist“. Dennoch bleibe Europa in Teilen der Wertschöpfungskette noch von globalen „Technologie-Ökosystemen“ abhängig.

  • Eine vollständig autarke europäische KI sei realistisch betrachtet kaum erreichbar. „Globale Lieferketten, etwa bei seltenen Erden oder Halbleitern, machen eine vollständige Entkopplung praktisch unmöglich“, erläutert Dangl. Statt absoluter Souveränität rücke daher „strategische Souveränität“ in den Fokus: Ziel sei nicht Isolation, sondern die Fähigkeit, kritische Abhängigkeiten zu kontrollieren und Wahlmöglichkeiten zu schaffen.

Europa müsse dort unabhängig werden, „wo es sicherheits- oder wettbewerbskritisch ist“, und gleichzeitig offen für globale Innovation bleiben. Dangls Fazit: „Europäische Softwareanbieter, die souveräne Infrastruktur mit praxistauglicher KI verbinden, sind dabei ein Baustein auf dem Weg dorthin.“

Andreas Dangl hat uns als Hintergrundinformation den Beitrag „Datensicherheit und digitale Souveränität: Grundlagen nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit“ zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zum Thema:

Fabasoft
Visionäre Technologie made in Europe / Als österreichischer Innovationsführer und DACH-Marktführer im Bereich elektronischer Akten setzen wir Maßstäbe für digitale Exzellenz.

Fabasoft, 23.05.2022
Fabasoft Approve ist eigenständige GmbH … / Andreas Dangl übernimmt Geschäftsführung von innovativem Digitalisierungsunternehmen

Fabasoft Approve, Andreas Dangl
Datensicherheit und digitale Souveränität: Grundlagen nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit / Europas Unternehmen stehen vor einer doppelten Herausforderung: Sie wollen einerseits mit dem globalen Innovationstempo Schritt halten und andererseits die Kontrolle über ihre sensiblen Daten bewahren. Datensicherheit und digitale Souveränität sind dabei längst keine rein technischen Fragen mehr. Sie bilden die strategische Grundlage für Vertrauen, Rechtssicherheit und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.

datensicherheit.de, 31.05.2026
Digitale Souveränität: Speicherort der Daten notwendiges, aber nicht mehr hinreichendes Kriterium / Daten in europäischen Rechenzentren zu speichern macht Unternehmen noch nicht automatisch souverän und gesetzlich regelkonform

datensicherheit.de, 26.05.2026
Digitale Souveränität in Europa: IONOS und Enginsight setzen gemeinsam ein starkes Signal / Gemeinsam stellen IONOS und Enginsight eine robuste, rechtssichere und souveräne Cybersecurity-Plattform für Unternehmen und den öffentlichen Sektor bereit

datensicherheit.de, 24.05.2026
Digitale Souveränität: Europa erneuert seine Cloud-Infrastruktur für 180 Millionen Euro / Die „GITEX AI EUROPE 2026“ in Berlin soll führende Unternehmen zusammenbringen, welche Europas „Cloud“- und KI-Zukunft gestalten – darunter IONOS und Trend Micro mit praxisreifen Lösungen für die Anforderungen des Marktes

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Digitale Souveränität: Speicherort der Daten notwendiges, aber nicht mehr hinreichendes Kriterium https://www.datensicherheit.de/digital-souveraenitaet-speicherort-daten-kriterium-unzureichend Sat, 30 May 2026 22:25:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54708 Daten in europäischen Rechenzentren zu speichern macht Unternehmen noch nicht automatisch souverän und gesetzlich regelkonform

[datensicherheit.de, 31.05.2026] Viele Unternehmen verbinden mit Digitaler Souveränität noch immer vor allem den Ort der Datenresidenz: „Hauptsache, die Daten liegen in Deutschland oder zumindest in Europa…“, führt Steffen Hoellinger, „Field CTO EMEA“ bei Confluent, aus und betont zugleich: „Doch genau diese Sicht greift zunehmend zu kurz!“ Denn Daten in europäischen Rechenzentren zu speichern, mache Unternehmen noch nicht automatisch souverän und gesetzlich regelkonform. Die eigentliche Frage lautet demnach heute:Wer kontrolliert die Datenflüsse – und wie flexibel lassen sich Daten zwischen Systemen, ,Clouds’ und Anwendungen bewegen? Und wie wird die ,Governance’ der Daten sichergestellt und lückenlos dokumentiert im Zeitalter von ,AI Agents’?“

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Foto: Confluent

Steffen Hoellinger: Selbst wenn Daten formal innerhalb Europas gespeichert werden, können neue Abhängigkeiten entstehen!

Neue Abhängigkeiten drohen trotz Datenhaltung in lokaler „Cloud“

Moderne Unternehmen arbeiteten heute mit hochgradig verteilten Infrastrukturen. „Daten entstehen gleichzeitig in Produktionsanlagen, Filialen, ,Clouds’, Rechenzentren, Edge-Systemen. Sie werden kontinuierlich verarbeitet, analysiert und zwischen unterschiedlichsten Anwendungen ausgetauscht. All das verändert die Diskussion um Digitale Souveränität.“

  • Hoellinger warnt: „Selbst wenn Daten formal innerhalb Europas gespeichert werden, können neue Abhängigkeiten entstehen – etwa durch proprietäre Plattformen, Datensilos oder Architekturen, aus denen sich Daten nur schwer wieder herauslösen lassen.“

Die Diskussion um die Digitale Souveränität verschiebe sich daher in vielen Unternehmen zunehmend weg vom reinen Fokus auf Datenresidenz hin zu Fragen der Datenbewegung, Resilienz und Plattformunabhängigkeit. Denn entscheidend sei nicht nur, wo Daten liegen, „sondern wie kontrollierbar und flexibel Unternehmen mit ihren Daten arbeiten können“.

Resilienz der Daten-Verfügbarkeit als Souveränitätsfrage

Besonders sichtbar werde diese Entwicklung im Umgang mit „Cloud“-Infrastrukturen. „Viele Unternehmen haben ihre Systeme in den vergangenen Jahren stark zentralisiert. Gleichzeitig wächst die Sorge um die tatsächliche Resilienz dieser Architekturen.“

  • Hoellinger hakt nach: „Aber was passiert, wenn einzelne ,Cloud’-Regionen ausfallen? Oder wenn kritische Geschäftsprozesse dauerhaft von einer zentralen Plattform abhängig sind?“

In Branchen wie der Industrie, im Finanzwesen oder im Handel würden solche Fragen rasant an Bedeutung gewinnen. „Einzelne Handelsunternehmen mussten bereits erfahren, welche Folgen es haben kann, wenn Kassensysteme oder Filialprozesse vollständig von zentralen ,Cloud’-Diensten abhängen. Fällt die Verbindung aus, steht im schlimmsten Fall der Verkauf still.“

KI erhöht Druck auf Datenarchitekturen zusätzlich

Auch in Produktionsumgebungen wachse der Wunsch nach hybriden Architekturen, welche lokale Autonomie mit der Flexibilität der „Cloud“ kombinieren könnten. „Produktionsanlagen müssen allerdings weiterlaufen können, selbst wenn Netzwerke oder einzelne ,Cloud’-Dienste temporär nicht erreichbar sind.“

  • Künstliche Intelligenz (KI) bringe zusätzliche Dynamik in das Thema. Unternehmen würden künftig nicht mehr nur einzelne Anwendungen mit Daten versorgen müssen, sondern potenziell Tausende oder Hunderttausende KI-Agenten (AI Agents) und automatisierte Prozesse gleichzeitig.

Diese KI-Systeme benötigten kontinuierlich aktuelle und konsistente Informationen – etwa aus Produktionsanlagen, Logistiksystemen, Kundendatenbanken oder Monitoring-Plattformen. Gleichzeitig müssten Daten flexibel zwischen unterschiedlichen Anwendungen, „Clouds“ und Standorten verfügbar sein.

Herrschaft über Datenflüsse als Kriterium für wirkliche Resilienz und Digitale Souveränität

Klassische Punkt-zu-Punkt-Integrationen stießen dabei zunehmend an ihre Grenzen: „Sie sind häufig zu starr, schwer skalierbar und schaffen neue Abhängigkeiten zwischen einzelnen Systemen.“

  • Deshalb gewinnen laut Hoellinger „Event-Driven“-Architekturen und „Data Streaming“ an Bedeutung: „Daten werden nicht mehr nur gespeichert und später in Batch-Prozessen verarbeitet, sondern kontinuierlich analysiert, neu aggregiert und wertstiftend eingesetzt.“ Anwendungen, „AI Agents“ und andere Systeme könnten dadurch nahezu in Echtzeit auf neue Informationen reagieren. So stellten sie sicher, „dass Entscheidungen oder Empfehlungen immer auf Grundlage konsistenter Daten und des aktuellsten Kontextes getroffen oder gegeben werden“.

Informationen ließen sich so auch flexibler zwischen Anwendungen, „Clouds“ und Standorten bewegen, ohne dabei neue Datensilos aufzubauen. Erst die Flexibilität, Daten jederzeit dorthin bewegen zu können, wo diese Wert generieren, ermögliche im Ergebnis wirkliche Resilienz und Digitale Souveränität.

„Compliance“ als Wettbewerbsfaktor: Zunahme der Anforderungen an Nachvollziehbarkeit, Resilienz und Kontrolle über Datenflüsse

Gleichzeitig verschärften regulatorische Vorgaben wie DSGVO oder DORA die Anforderungen an Nachvollziehbarkeit, Resilienz und Kontrolle über Datenflüsse. Unternehmen müssten zunehmend dokumentieren können, „wo Daten verarbeitet werden, wie sie sich zwischen Systemen bewegen und wer darauf Zugriff hat“.

  • „Compliance“ (Regelkonformität) entwickele sich dadurch zunehmend vom Pflichtprogramm zum strategischen Wettbewerbsfaktor: „Unternehmen hinterfragen heute nicht mehr nur die technischen Fähigkeiten eines Anbieters, sondern auch dessen ,Governance’-, Transparenz- und Kontrollmechanismen.“

„Digitale Souveränität entwickelt sich also zunehmend weg von der rein geographischen Betrachtung hin zur grundsätzlichen Frage: Wie resilient, flexibel und kontrollierbar sind meine eigenen Dateninfrastrukturen tatsächlich?“ Denn künftig entscheide sich Digitale Souveränität weniger am Speicherort von Daten – „sondern daran, wie unabhängig Unternehmen ihre Daten bewegen und nutzen können“, gibt Hoellinger abschließend zu bedenken.

Weitere Informationen zum Thema:

CONFLUENT
Bringen wir Daten in Bewegung / Confluent entwickelt die grundlegende Plattform für Daten, die in Bewegung sind. Mithilfe von Confluent können Unternehmen das volle Potenzial des kontinuierlichen Datenflusses nutzen, um in unserer digitalen Welt innovativ und erfolgreich zu sein.

LinkedIn
Steffen Hoellinger – Field CTO at Confluent, an IBM Company

datensicherheit.de, 26.05.2026
Digitale Souveränität in Europa: IONOS und Enginsight setzen gemeinsam ein starkes Signal / Gemeinsam stellen IONOS und Enginsight eine robuste, rechtssichere und souveräne Cybersecurity-Plattform für Unternehmen und den öffentlichen Sektor bereit

datensicherheit.de, 24.05.2026
Digitale Souveränität: Europa erneuert seine Cloud-Infrastruktur für 180 Millionen Euro / Die „GITEX AI EUROPE 2026“ in Berlin soll führende Unternehmen zusammenbringen, welche Europas „Cloud“- und KI-Zukunft gestalten – darunter IONOS und Trend Micro mit praxisreifen Lösungen für die Anforderungen des Marktes

datensicherheit.de, 15.05.2026
Datensouveränität im KI-Zeitalter als strategisches Muss für IT-Entscheider / Datensouveränität basiert auf der Fähigkeit, eine substanzielle und nachweisbare ortsunabhängige Kontrolle über Daten, Technologien, Betriebsprozesse und rechtliche Risiken zu behalten

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Digitale Souveränität in Europa: IONOS und Enginsight setzen gemeinsam ein starkes Signal https://www.datensicherheit.de/digital-souveraenitaet-europa-ionos-enginsight-kooperation Tue, 26 May 2026 09:49:11 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54657 Gemeinsam stellen IONOS und Enginsight eine robuste, rechtssichere und souveräne Cybersecurity-Plattform für Unternehmen und den öffentlichen Sektor bereit

[datensicherheit.de, 26.05.2026] Laut einer aktuellen Mitteilung von IONOS soll in Kooperation mit Enginsight die Kritische Infrastruktur (KRITIS) in Deutschland und Europa nachhaltig gestärkt werden. Gemeinsam stellen die beiden Unternehmen demnach eine robuste, rechtssichere und souveräne Cybersecurity-Plattform für Unternehmen und den öffentlichen Sektor bereit.

„Made in Germany“: Cybersecurity-Plattform überwacht IT-Systeme, erkennte automatisiert Risiken und optimiert gezielt Sicherheitsmaßnahmen

Die Anforderungen an Datenschutz, regulatorische Vorgaben und Cyberabwehr steigen offenkundig immer weiter an. Gleichzeitig gewinnt indes die Frage, wo und unter welchen gesetzlichen Rahmenbedingungen Daten verarbeitet werden, insbesondere für mittelständische Unternehmen, den öffentlichen Sektor und KRITIS-Betreiber an strategischer Bedeutung.

  • IONOS bietet jetzt „die transparente und einfach implementierbare Lösung von Enginsight“, welche speziell auf diese Bedürfnisse zugeschnitten sei, über seinen „Data Center Designer“ an – eine graphische Oberfläche zur Verwaltung virtueller Rechenzentren in der „Cloud“.

Diese innovative Cybersecurity-Plattform überwache IT-Systeme, erkenne automatisiert Risiken und optimiere gezielt Sicherheitsmaßnahmen„und das integriert in einer souveränen, sicheren und 100 Prozent DSGVO-konformen ,Cloud’-Umgebung“.

Höchsten Anforderungen an Datenschutz, IT-Sicherheit und „Compliance“ genügen

Die Zusammenarbeit von IONOS und Enginsight soll zeigen, dass europäische Technologieanbieter leistungsstarke und sichere Lösungen entwickeln können, welche höchsten Anforderungen an Datenschutz, IT-Sicherheit und „Compliance“ entsprechen.

  • „Mit einer durchgängig europäischen Wertschöpfungskette – von der ,Cloud’-Infrastruktur bis zur Cybersecurity-Plattform – entsteht eine zukunftssichere Lösung ,Made in Germany’.“

Dadurch sollen Abhängigkeiten von globalen „Hyperscalern“ reduziert und Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen eine echte, selbstbestimmte Alternative geboten werden. „Die Kooperation zeigt: Europäische Digitalisierung gelingt am besten mit europäischen Technologien!“

Weitere Informationen zum Thema:

IONOS
IONOS – Ihr Partner im digitalen Raum / Wer wir sind

ENGINSIGHT
ÜBER UNS: ENGINSIGHT MACHT IT-SICHERHEIT EINFACH

datensicherheit.de, 24.05.2026
Digitale Souveränität: Europa erneuert seine Cloud-Infrastruktur für 180 Millionen Euro / Die „GITEX AI EUROPE 2026“ in Berlin soll führende Unternehmen zusammenbringen, welche Europas „Cloud“- und KI-Zukunft gestalten – darunter IONOS und Trend Micro mit praxisreifen Lösungen für die Anforderungen des Marktes

datensicherheit.de, 15.05.2026
Datensouveränität im KI-Zeitalter als strategisches Muss für IT-Entscheider / Datensouveränität basiert auf der Fähigkeit, eine substanzielle und nachweisbare ortsunabhängige Kontrolle über Daten, Technologien, Betriebsprozesse und rechtliche Risiken zu behalten

datensicherheit.de, 11.02.2026
Bitkom-Podcast: Verfassungsschutz-Präsident fordert, Digitale Souveränität mit massiven Mitteln voranzutreiben / Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst sprach mit BfV-Präsident Sinan Selen im Vorfeld der diesjährigen „Münchner Sicherheitskonferenz“

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Digitale Souveränität: Europa erneuert seine Cloud-Infrastruktur für 180 Millionen Euro https://www.datensicherheit.de/digitale-souveraenitaet-europa-erneuerung-cloud-infrastruktur https://www.datensicherheit.de/digitale-souveraenitaet-europa-erneuerung-cloud-infrastruktur#respond Sat, 23 May 2026 22:48:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54619 Die „GITEX AI EUROPE 2026“ in Berlin soll führende Unternehmen zusammenbringen, welche Europas „Cloud“- und KI-Zukunft gestalten – darunter IONOS und Trend Micro mit praxisreifen Lösungen für die Anforderungen des Marktes

[datensicherheit.de, 24.05.2026] Europas „Cloud“-Architektur soll im Kontext Digitaler Souveränität von Grund auf umgebaut werden. Doch zentrale Fragen bleiben indes offen: „Wo liegen die Daten, und wer kontrolliert die Infrastruktur?“ Die „GITEX AI EUROPE 2026“ in Berlin soll führende Unternehmen zusammenbringen, welche Europas „Cloud“- und KI-Zukunft gestalten – darunter IONOS und Trend Micro mit praxisreifen Lösungen für die Anforderungen des Marktes.

„Cloud“-Architekten, IT-Sicherheitsverantwortliche und Technologieeinkäufer kommen bei der diesjährigen „GITEX AI EUROPE“ in Berlin zusammen

Die Europäische Kommission prognostiziert, dass bis 2028 rund 91 Prozent aller Unternehmens-„Workloads“ in die „Cloud“ migriert sein werden – offensichtlich ein klares Zeichen, dass Europa bereit ist, diese Transformation im großen Maßstab umzusetzen.

  • Die eigentliche Frage lautet dabei nicht, ob Unternehmen migrieren sollen, sondern wie sie dabei digitale Autonomie aufbauen und zu welchen Bedingungen.

Genau diese Herausforderung soll nun „Cloud“-Architekten, IT-Sicherheitsverantwortliche und Technologieeinkäufer bei der diesjährigen „GITEX AI EUROPE“ in Berlin zusammenbringen.

Bei der „Cloud“ ist die Eigentümerschaft entscheidend – nicht der Server-Standort

Ein weit verbreiteter Irrtum lautet: „Wer Daten auf einem Server in Europa speichert, ist automatisch durch europäisches Recht geschützt…“ Laut Dr. Andreas Nauerz, „Chief Product Officer“ bei IONOS – einem der größten europäischen „Cloud“- und Hosting-Anbieter – hängt „Cloud“-Souveränität nicht allein vom physischen Standort eines Rechenzentrums ab: „Maßgeblich ist vielmehr, wo das Unternehmen seinen Hauptsitz hat.”

  • Globale Anbieter könnten also Rechenzentren in Europa betreiben und dennoch den Rechtsvorschriften ihres Herkunftslandes unterliegen – ein Konflikt mit der DSGVO, den keine vertragliche Regelung auflösen könne. „Souveränität geht über DSGVO-Konformität hinaus: Sie erfordert technologische Kontrolle über den ,Cloud-Stack’, offene Standards und echte Interoperabilität“, unterstreicht Nauerz.

Am stärksten betroffen seien regulierte Branchen: Finanzdienstleister, die dem „Digital Operational Resilience Act“ (DORA) unterliegen, sowie Unternehmen im Gesundheitswesen und Betreiber Kritischer Infrastrukturen (KRITIS), welche der NIS-2-Richtlinie („Network and Information Security“) unterliegen – vor allem in Bereichen, in denen sensibles Geistiges Eigentum oder staatsnahe „Workloads“ verarbeitet werden.

„Cloud“ in Wechselwirkung mit KI

IONOS wird demnach auf der „GITEX AI EUROPE 2026“ souveräne „Cloud“-Infrastruktur- und KI-Lösungen auf rein europäischer Basis vorstellen – konzipiert für Skalierbarkeit, Datensicherheit und vollständige Datenkontrolle.

  • Die Debatte um „Cloud“-Souveränität gewinne eine neue Dimension, sobald Künstliche Intelligenz (KI) ins Spiel komme. Im Mittelpunkt stehe längst nicht mehr nur die Frage, „wo Daten gespeichert werden, sondern auch, wo Modelle trainiert und wo Inferenz stattfindet“.

„Wenn sich KI-Inferenz auf nicht-europäischer Infrastruktur etabliert, bevor souveräne Rechenkapazitäten in ausreichendem Maßstab aufgebaut sind, geraten die KI-Strategien von Unternehmen in rechtliche Abhängigkeiten außerhalb Europas – und zwar unabhängig davon, wo die Daten liegen. Dieses Zeitfenster schließt sich schneller, als die meisten ,Cloud’-Roadmaps einkalkulieren.“

Komplexität als neue Angriffsfläche – hybride „Cloud“-Architekturen sehr gefragt

Unternehmen, die souveräne Infrastruktur von Beginn an in ihre KI-Strategie integrieren, statt sie im Nachhinein einzubauen, seien klar im Vorteil, wenn KI zum Kern ihres Geschäfts wird. Diese Abfolge stehe im Mittelpunkt der Produktpräsentationen auf der „GITEX AI EUROPE 2026“.

  • Richard Werner, „Cybersecurity Platform Lead Europe“ bei „TrendAI“ (einem Geschäftsbereich von Trend Micro), ergänzt eine weitere Perspektive: Aus rein technischer Sicht verändere die Rechtsordnung des „Cloud“-Anbieters die Natur von Cyberrisiken nicht grundlegend.

Während die Souveränitätsdebatte weiter an Fahrt gewinne, hätten sich viele Unternehmen für hybride „Cloud“-Architekturen entschieden, bei denen „Workloads“ auf mehrere Anbieter verteilt würden. Dies sei ein nachvollziehbarer Schritt – und zugleich jener Bereich, in dem laut Werner die häufigsten und folgenreichsten Sicherheitslücken entstehen.

Hybride „Cloud“-Ansätze weiten Sicherheitslücken aus

Werner führt aus: „Hybride ,Cloud’-Ansätze erhalten die Flexibilität, doch die damit verbundene Komplexität erzeugt häufig die häufigsten Sicherheitslücken – inkonsistentes Identitäts- und Zugriffsmanagement, Fehlkonfigurationen sowie fragmentierte Monitoring- und Incident-Response-Prozesse.“

  • Auf der „GITEX AI EUROPE 2026“ werde Trend Micro seine KI-gestützte Cybersicherheitsplattform „TrendAI Vision One“ präsentieren: Eine konsolidierte Lösung, die „Cyber Risk Exposure Management“, „Security Operations“ und mehrstufigen Schutz in einer einzigen Plattform zusammenführen soll.

Sie lasse sich an unterschiedliche „Compliance“- und regulatorische Anforderungen anpassen. Die flexible Bereitstellung für „Public-Cloud“-, „Sovereign-Cloud“- und „Air-Gapped“-Umgebungen sei gezielt auf die von europäischen Unternehmen heute betriebenen heterogenen Infrastrukturen zugeschnitten.

Weitere Informationen zum Thema:

GITEX AI EUROPE Berlin 2026
A BOLDER DIGITAL EUROPE IS OPEN. CHOOSE EUROPE.

datensicherheit.de, 24.05.2026
GITEX AI EUROPE: Vom 30. Juni bis 1. Juli 2026 in zweiter Auflage in Berlin / Die „GITEX AI EUROPE 2026“ führt mehr als 800 Unternehmen und Start-ups, 500 Investoren sowie 120 Referenten aus über 100 Ländern zusammen

datensicherheit.de, 21.05.2025
GITEX EUROPE 2025: Europas größte Technik-Messe in Berlin gestartet / „GITEX“ als Forum für Spitzenpolitiker und Tech-Vordenker zur Diskussion der digitalen Zukunft Europas

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https://www.datensicherheit.de/digitale-souveraenitaet-europa-erneuerung-cloud-infrastruktur/feed 0
Umwälzung der Weltordnung: Europa benötigt sichere und souveräne Lösungen zur selbstbestimmten Verteidigung https://www.datensicherheit.de/umwaelzung-weltordnung-europa-sicherheit-souveraenitaet-loesungen-selbstbestimmung-verteidigung Mon, 16 Mar 2026 23:01:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=53156 Europa muss sich von Abhängigkeiten befreien und selbst für seine Sicherheit sorgen

[datensicherheit.de, 17.03.2026] Karsten Hauffe, „Head of Public, Defense & Energy“ bei NTT DATA DACH, kommentiert die gegenwärtige geopolitische Situation wie folgt: „Ukraine, Grönland, Iran – die geopolitischen Umbrüche der vergangenen Tage, Wochen und Monate haben eines deutlich gemacht: Die alte Weltordnung existiert nicht mehr – Europa muss sich von Abhängigkeiten befreien und selbst für seine Sicherheit sorgen. Rüstung und Verteidigung sind daher keine Tabuthemen mehr, sondern stehen in Brüssel, Berlin und den anderen europäischen Hauptstädten inzwischen wieder ganz weit oben auf der Agenda!“

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Foto: NTT DATA

Karsten Hauffe: Souveränität bedeutet dabei Kontrolle und Unabhängigkeit, wobei zu dieser Unabhängigkeit auch zählt, Lösungen frei auswählen und bei Bedarf auch verändern oder austauschen zu können

In Europa fließen viele Milliarden in Lösungen für zuverlässige digitale Kommunikation und KI-Auswertung

„Fast alle EU-Staaten haben ihre Verteidigungsausgaben erhöht und investieren kräftig in neues Material und moderne Technologien. Viele Milliarden fließen dabei auch in Lösungen für die zuverlässige digitale Kommunikation und die KI-Auswertung von Aufklärungsdaten, in softwaregesteuerte Waffensysteme und natürlich in eine effiziente digitale Verwaltung, so Hauffe.

  • Schließlich benötige eine schlagkräftige Truppe auch schnelle und reibungslose Beschaffungs- und Versorgungsprozesse.

Mehr noch als die Wirtschaft und die öffentliche Verwaltung seien das Militär, seine Dienstleister und seine Zulieferer allerdings auf robuste, sichere und souveräne Lösungen angewiesen. Jede digitale Komponente müsse jederzeit absolut zuverlässig funktionieren, „damit die europäischen Staaten im Verteidigungs- und Bündnisfall handlungsfähig bleiben“.

Hyperscaler für Europa ungeeignet – zu großes Risiko, von anderen Mächten fremdbestimmt zu werden

Anders als in den meisten Unternehmen, in denen ein Hacker-Angriff oder der Ausfall eines „Cloud“-Dienstes vor allem finanzielle Schäden verursache und schlimmstenfalls Arbeitsplätze kosten könne, stünden bei kompromittierten oder nicht zur Verfügung stehenden Militärsystemen schnell Menschenleben und die nationale Unabhängigkeit auf dem Spiel.

  • Hyperscaler sowie proprietäre Architekturen und Plattformen seien deshalb ungeeignet – „zu groß ist das Risiko, dass fremde Mächte ihre Abschaltung veranlassen, die Funktionalitäten einschränken oder auf die gespeicherten Daten zugreifen“.

„Combat Clouds“ beispielsweise, „in denen Daten von Sensoren, Verteidigungssystemen und Kommandoeinheiten zusammenfließen und in Echtzeit über Satelliten oder 5G ausgetauscht werden“, müssten daher auf Basis souveräner Plattformen als „Private Cloud“ oder sogar „Air-Gapped Cloud“ gestaltet werden.

Aufbau Souveräner Umgebungen in Europa – große Sorgfalt bei Auswahl der Anbieter sowie sicherer Implementierung

Aber auch in anderen Bereichen wie der Verwaltung sei es unerlässlich, „dass Anwendungen auf eigenen, unabhängigen Infrastrukturen laufen und wichtige Daten den Perimeter nie verlassen.

  • Dabei erfordere der Aufbau solcher Souveränen Umgebungen nicht nur große Sorgfalt bei der Auswahl der Anbieter, sondern auch bei der sicheren Implementierung – „stehen sie doch ganz besonders im Visier von (oft staatlich organisierten) Hacker-Gruppierungen“. 2025 seien nämlich Regierungs- und Militärorganisationen die am zweithäufigsten via Ransomware attackierte „Branche“ gewesen.

Der Schutz militärischer Netzwerke und Systeme erfordere weit mehr als verschlüsselte Verbindungen und Firewalls: Notwendig seien mehrstufige Sicherheitsansätze mit Echtzeit-Bedrohungsanalysen, autonomen Reaktionen und „Zero Trust“-Prinzipien – sowie der Aufbau einer modernen Sicherheitskultur. „In dieser werden alle Beteiligten mit Trainings für sicherheitsbewusstes Verhalten sensibilisiert und betrachten Fehler als Chance für Verbesserungen statt für Schuldzuweisungen.“

Europa kann nur mittels sicherer und souveräner Lösungen verteidigungsfähig werden

Anwender müssten akzeptieren, dass bei der Nutzung digitaler „Tools“ viel Disziplin notwendig sei – und übergeordnete Stellen in der Beschaffung müssten den Fokus weg von Preis- und „Feature“-Vergleichen auf Kriterienkataloge richten, welche auch Portabilität, Auditierbarkeit, Lieferketten-Transparenz und Exit-Strategien berücksichtigten.

  • Letztlich könne sich Europa nur mit sicheren und souveränen Lösungen verteidigungsfähig machen. Hauffe: „Souveränität bedeutet dabei Kontrolle und Unabhängigkeit, wobei zu dieser Unabhängigkeit auch zählt, Lösungen frei auswählen und bei Bedarf auch verändern oder austauschen zu können.“

Souveränität bedeute hingegen nicht, alles in Eigenregie stemmen zu müssen, denn dafür sei der Modernisierungsbedarf einfach zu groß und die moderne IT- und KI-Welt zu komplex. Vielmehr könne es durchaus sinnvoll sein, Expertise von außen hinzuzuziehen, „solange die Partner unabhängig und vertrauenswürdig sind“. Hauffe gibt abschließend zu bedenken: „Schließlich muss nicht nur eine robuste, sichere und souveräne Verteidigungslandschaft aufgebaut, sondern diese auch langfristig gepflegt und kontinuierlich an neue Bedrohungsszenarien sowie technologische Neuerungen angepasst werden!“

Weitere Informationen zum Thema:

NTT DATA
NTT DATA Technology Foresight 2026 / Nachhaltiges Wachstum im Zeitalter allgegenwärtiger Intelligenz

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Karsten Hauffe

EUROPEAN DEFENCE AGENCY, 02.09.2025
EU defence spending hits €343 bln in 2024, EDA data shows

CHECK POINT
Was ist Ransomware?

datensicherheit.de, 11.02.2026
Bitkom-Podcast: Verfassungsschutz-Präsident fordert, Digitale Souveränität mit massiven Mitteln voranzutreiben / Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst sprach mit BfV-Präsident Sinan Selen im Vorfeld der diesjährigen „Münchner Sicherheitskonferenz“

datensicherheit.de, 08.02.2026
Strategische Notwendigkeit: Die drei Grundpfeiler Digitaler Souveränität Europas / Digitale Souveränität ist die Fähigkeit, als Organisation in Europa handlungsfähig zu bleiben – selbst wenn globale Lieferketten reißen oder politische Spannungen digitale Datenflüsse unterbrechen

datensicherheit.de, 26.01.2026
IT made in Europe: Basis für Digitale Souveränität Deutschlands und Europas / Franz Kögl moniert, dass bislang trotz zahlreicher Lippenbekenntnisse vielfach fast schon reflexartig die Vergabe milliardenschwerer öffentlicher Aufträge an US-amerikanische IT-Konzerne erfolgte

datensicherheit.de, 01.01.2026
Cybersicherheit und Digitale Souveränität: Wie Europa die Kontrolle zurückgewinnen kann / Pierre-Yves Hentzen kommentiert aktuelle Entwicklungen und skizziert Wege zur Digitalen Souveränität Europas

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Cybersecurity bedroht: Verschärfung der Cyberrisiken infolge globale Spannungen https://www.datensicherheit.de/cybersecurity-bedrohung-verschaerfung-cyberrisiken-folge-globale-spannungen Sat, 28 Feb 2026 23:20:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=52895 Internationale Zusammenarbeit und ausgefeilte Sicherheitsstrategien werden zur entscheidenden Basis umfassender Cybersecurity

[datensicherheit.de, 01.03.2026] Clare Loveridge, „Vice President & General Manager EMEA“ von Arctic Wolf, kommentiert die Auswirkungen der aktuellen Weltlage auf Fragen der Cybersecurity und Souveränität: „Die geopolitischen Spannungen weltweit bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Cybersicherheit! Während Staaten ihre technologische und strategische Souveränität ausbauen, gerät der internationale Austausch sicherheitsrelevanter Informationen zunehmend unter Druck.“ Sie warnt: „Werden Erkenntnisse zu Schwachstellen oder aktuellen Angriffsmustern nicht länderübergreifend geteilt, schwächt dies die kollektive Verteidigungsfähigkeit aller verbündeter Staaten! Denn Cyberkriminalität operiert unabhängig von Landesgrenzen, Zeitzonen oder regulatorischen Zuständigkeiten.

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Foto: Arctic Wolf

Clare Loveridge: Die geopolitischen Spannungen weltweit bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Cybersicherheit!

Cybersecurity erfordert grenzüberschreitend enge Abstimmung und kontinuierliche Kooperation

Wirksame Cybersicherheit erfordere deshalb enge Abstimmung und kontinuierliche Kooperation über Regionen hinweg. „Vor allem, da sich Angriffe nicht an geographischer Nähe orientieren – im Cyberspace sind alle Ziele gleichermaßen erreichbar!“

  • Die Intensität der Angriffe nehme in vielen (europäischen) Ländern spürbar zu, was auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in seinem Jahresbericht zur IT-Sicherheitslage in Deutschland bestätigt habe. Regierung, Wirtschaft und Unternehmen sehen sich demnach mit höheren Angriffszahlen, schnellerer Eskalation und teils erheblichen finanziellen Folgen konfrontiert.

So habe sich bei Angriffen im vergangenen Jahr Folgendes gezeigt: „Unternehmensdaten wurden teils in weniger als 90 Minuten verschlüsselt“ – dies sei eine Erkenntnis aus dem „Arctic Wolf Security Operations Report 2025“. Datensicherung biete folglich keine Garantie für Resilienz: Entscheidend sei daher nicht nur die Existenz technischer Schutzmaßnahmen, sondern die Fähigkeit, im Ernstfall koordiniert und zügig zu handeln.

Cybersecurity als Daueraufgabe: Cyberrisiken allgegenwärtig und ohne Ruhezeiten

Vor dem Hintergrund einer globalisierten und rund um die Uhr aktiven Bedrohungslandschaft werde deutlich: „Cybersicherheit muss international gedacht und kontinuierlich umgesetzt werden!“ Organisationen seien gefordert, ihre Sicherheitsarchitektur an diese Realität anzupassen.

  • Professionelle „Security Operations“-Anbieter könnten Unternehmen dabei unterstützen, Bedrohungen stetig zu überwachen, Vorfälle schnell einzuordnen und im Krisenfall handlungsfähig zu bleiben – als ergänzende Instanz zu internen Teams und als wichtiger Baustein für nachhaltige Cyberresilienz.

Loveridges Fazit: „Schlussendlich sind Cyberrisiken heute jedoch allgegenwärtig und kennen keine Ruhezeiten. Die angemessene nachhaltige Antwort darauf ist ein Sicherheitsmodell, das dieser Realität gerecht wird – eines, das globale Transparenz, kontinuierliche Betriebsbereitschaft und menschliche Expertise vereint, um Bedrohungen in Echtzeit zu erkennen, zu analysieren und darauf zu reagieren.“

Weitere Informationen zum Thema:

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Wir sorgen dafür, dass die Sicherheit funktioniert.

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Clare Loveridge

ARCTIC WOLF
2025 Security Operations Report

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2025

datensicherheit.de, 12.02.2026
eco-Forderung: EU sollte als Einheit auftreten und Europas digitale Wettbewerbsfähigkeit stärken / Der eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. hat anlässlich des „EU-Gipfels“ vom 12. Februar 2026 appelliert, ein klares Signal für europäische Einheit und digitale Wettbewerbsfähigkeit zu setzen

datensicherheit.de, 08.02.2026
Strategische Notwendigkeit: Die drei Grundpfeiler Digitaler Souveränität Europas / Digitale Souveränität ist die Fähigkeit, als Organisation in Europa handlungsfähig zu bleiben – selbst wenn globale Lieferketten reißen oder politische Spannungen digitale Datenflüsse unterbrechen

datensicherheit.de, 30.11.2025
Handlungsbedarf: Digitale Souveränität von strategischer Relevanz für Unternehmen / Zunehmendes Streben nach echter Digitaler Souveränität – Unternehmen fordern die Kontrolle über ihre Daten, ihre „Cloud“-Infrastruktur und ihren technologischen Kurs zurück

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Müll als Datenquelle: Thermische Abfallbehandlung zur Energiegewinnung mit IoT-Datenauswertung https://www.datensicherheit.de/muell-datenquelle-thermische-abfallbehandlung-energiegewinnung-iot-datenauswertung Tue, 17 Feb 2026 23:40:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=52611 MARTIN-Anlagen weltweit sind mit zahlreichen Sensoren ausgestattet – etwa im Rostsystem, in der Feuerung, der Entschlackung, der Transportanlage oder auch der Energiegewinnung – um Daten über den Zustand der Anlagen oder die Belastung mit Emissionen zu gewinnen

[datensicherheit.de, 18.02.2026] Während es bei der Entsorgung von Abfall bzw. Müll für viele Verbraucher wohl heißt „Aus den Augen, aus dem Sinn!“, beginnt für die in München ansässige MARTIN GmbH die Herausforderung: Seit über 100 Jahren baut diese thermische Abfallbehandlungsanlagen zur Energiegewinnung – neuerdings zudem mit hochmoderner IoT-Datenauswertung. Um z.B. den Zustand der Anlagen oder die Belastung mit Emissionen zu überprüfen, kommt demnach die „Stackable Data Platform“ zum Einsatz.

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Foto: Martin GmbH

Max Schönsteiner: Die Datensouveränität war uns sehr wichtig. Nicht, weil es in unseren Anlagen um hochempfindliche Daten geht, sondern weil wir durch unseren Entsorgungsauftrag Teil der Kritischen Infrastruktur sind…

MARTIN übernimmt Bau der Anlagen und oft auch deren Wartung sowie Reparatur

Die Wurzeln der heutigen MARTIN GmbH für Umwelt- und Energietechnik liegen im Jahr 1925, als das Unternehmen vom Ingenieur Josef Martin gegründet wurde – nun, rund 100 Jahre später, ist es noch immer in Familienbesitz, inzwischen in vierter Generation. Mit Tochterfirmen weltweit wirken in den verschiedenen Firmen der MARTIN Gruppe, von den USA über Europa bis nach Asien, mehr als 1.000 Mitarbeiter.

  • Gebaut werden „Waste-to-Energy“-Anlagen für die ganze Welt. Jedoch immer individuell – für kommunale Betreiber wie auch für private Firmen.

MARTIN übernimmt nicht nur den Bau der Anlagen, sondern meist auch deren Wartung und Reparatur: Damit eben die Mitarbeiter jederzeit wissen, was im Inneren vor sich geht, sind alle Anlagen mit zahlreichen Sensoren ausgestattet – etwa im Rostsystem, in der Feuerung, in der Entschlackung, der Transportanlage oder auch in der Energiegewinnung.

Betriebsdatenanalyse erfolgte bislang dezentral

Max Schönsteiner, „Head of Research & Development“ der MARTIN GmbH, erläutert: „Wir können mit den Sensoren nicht nur den Zustand der Anlage und einzelner Komponenten überwachen, sondern auch die ,Performance’. Oder ob die Emissionswerte okay sind, schließlich soll hier ja möglichst nachhaltig und umweltschonend Energie entstehen. Die Auswertung der Daten ist aber ziemlich komplex, weil jede Anlage ein Einzelstück mit eigenen Signalen ist und es auch auf andere Faktoren ankommt – zum Beispiel den Standort und die Jahreszeit.“

  • Grundsätzlich wandelten sie alles nicht mehr Recyclebare in Energie um. „Wenn regional Obstsaison herrscht und vermehrt feuchte, organische Bestandteile im Abfall anfallen, wirkt sich dies auf den Verbrennungsprozess an diesem Standort aus.“

Um die Vielzahl an anfallenden Betriebsdaten auszuwerten und nutzbar zu machen, sei die Analyse bislang dezentral erfolgt – über unterschiedliche Personen, Werkzeuge und manuelle Exporte. Mit zunehmender Datenmenge und steigender Zahl an Auswertungen sei dieses Vorgehen aber an seine Grenzen gestoßen, „so dass sowohl die wachsenden Anforderungen als auch das Potenzial der verfügbaren Daten nicht mehr ausgeschöpft werden konnten“.

Neue Lösung mit deutlich höheren Datenkapazitäten implementiert

Eine neue Lösung mit deutlich höheren Datenkapazitäten sei erforderlich gewesen. „Die Datensouveränität war uns sehr wichtig. Nicht, weil es in unseren Anlagen um hochempfindliche Daten geht, sondern weil wir durch unseren Entsorgungsauftrag Teil der Kritischen Infrastruktur sind und nicht in die Abhängigkeit eines großen ,Hyperscalers’ geraten wollten“, berichtet Schönsteiner.

  • Sie hätten daher nach einer intuitiven Lösung aus Deutschland oder Europa, vorzugsweise auf Open-Source-Basis, gesucht – nach einer Marktanalyse habe man sichfür die Datenplattform von Stackable entschieden.

Der Aufbau der Stackable-Datenplattform habe im Januar 2023 begonnen und nach rund neun Monaten habe ein „Minimum Viable Product“ (MVP) zur Verfügung gestanden – also eine frühe gangbare Version. Die vollständige Umsetzung bis zur produktiven Betriebsumgebung sei innerhalb von etwa zwei Jahren erfolgt. Inzwischen sei diese Datenplattform an allen Standorten im Einsatz.

Sehr große Datenmengen können analysiert und ohne Verluste verarbeitet werden

Schönsteiner und seine Kollegen entschieden sich für die „Cloud“-Version, gehosted vom deutschen Anbieter IONOS – „dank der Open-Source-Möglichkeiten von Stackable und dessen universeller Technologiebasis ,Kubernetes’ können wir aber jederzeit nahtlos zu On-Prem wechseln, wenn wir möchten“.

  • Innerhalb kürzester Zeit habe sich die „Data Platform“ bei MARTIN bewährt: Beispielsweise durch die in Stackable enthaltene Analyse-Engine „Apache Spark“, mit welcher die Mitarbeiter selbst sehr große Datenmengen analysieren und ohne Verluste verarbeiten könnten – pro Linie seien es täglich rund 10 Gb an Daten. Statt dezentraler Einzelauswertungen stünden dem Team heute alle relevanten Anlagenparameter zentral und konsistent zur Verfügung.

Ein großer Vorteil für MARTIN ist dabei nach eigenen Angaben die Datenharmonisierung: Die Mitarbeiter könnten Daten aus verschiedenen Sensoren und Anlagen vereinheitlichen und vergleichen, wodurch sie tiefergehende Einblicke in alle Phasen der Müllverbrennung bekämen.

Kombination physikalisch-thermodynamischer Modelle mit Messdaten und weiteren betrieblichen Informationen

Schönsteiner führt weiter aus: „Wir kombinieren nun physikalisch-thermodynamische Modelle mit Messdaten und weiteren Informationen aus dem Betrieb. Oder anders gesagt: Erfahrung trifft auf Technik.“

  • Für das Personal bedeute dies weniger Aufwand, geringere Kosten und mehr Kapazitäten für sich selbst zu haben, etwa um das gewonnene Wissen in den Bau zukünftiger Anlagen einfließen zu lassen. Vor allem bedeute es aber auch, dass die Mitarbeiter deutlich schneller mögliche Fehlerquellen identifizieren und beheben könnten.

Dies sei auch im Servicebereich ein wichtiger Vorteil für die Kunden von MARTIN. Die Münchner lieferten ihnen detaillierte Analysen und Berichte zu den Betriebsdaten, auf welche die Verantwortlichen ihre Entscheidungen stützen könnten.

Datensouveränität als echtes Alleinstellungsmerkmal gegenüber Neukunden

Zudem bekämen sie mit der „Data Platform“ die Möglichkeit, kommende Services und Wartungen vorausschauend zu planen und unnötige Stillstände zu vermeiden – Schönsteiner erklärt: „Wenn bei unseren Anlagen mal etwas nicht funktioniert, sind davon sehr schnell sehr viele Menschen betroffen. Und deswegen stehen wir unseren Kunden auch nach der Gewährleistung bei allen Anliegen zur Verfügung.“ Bei Gesprächen mit potenziellen Neukunden sei Stackable und die damit einhergehende Datensouveränität ein echtes Alleinstellungsmerkmal.

  • Mehr als 1.000 Entsorgungslinien von MARTIN gebe es aktuell weltweit. Möglichst viele davon möchte MARTIN in den kommenden Monaten und Jahren mit dieser Datenplattform ausstatten. Auch darüber hinaus habe das Unternehmen langfristige Pläne mit Stackable – die Verknüpfung der Daten weiter auszubauen, die Analysen und daraus entstehenden Datenprodukte weiter zu optimieren und so letztendlich einen noch besseren Service für alle Kunden und Partner bieten zu können.

Laut Schönsteiner hat sich das Projekt schon jetzt gelohnt: „Für Außenstehende sieht die thermische Abfallbehandlung womöglich recht einfach aus, in Wirklichkeit ist es aber ein hochkomplexer Vorgang. Wir sind froh, diese Komplexität jetzt mit Stackable managen zu können – und das wirklich einfach.“ Die Einführung dieser Datenplattform sei für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Sie bekämen ganz neue Einblicke, könnten schneller und effizienter handeln und ihren Kunden einen echten Mehrwert bieten.

Weitere Informationen zum Thema:

MARTIN
MARTIN GmbH für Umwelt- und Energietechnik – Was 1925 mit einer bahnbrechenden Idee, großem Durchhaltevermögen und einer gehörigen Portion unternehmerischen Wagemuts begann, ist heute ein solides aufgestelltes, mittelständisches Unternehmen, das stolz auf seine Wurzeln zurückblickt und entschlossen in die Zukunft getragen wird.

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Max Schönsteiner / Head of R&D – MARTIN GmbH

Stackable
Die modulare Open-Source-Datenplattform / Beliebte Data Apps. Kubernetes-nativ. Einfach aufzusetzen und zu betreiben

datensicherheit.de, 03.02.2026
KRITIS-Dachgesetz verabschiedet: Deutschland muss dringend seine Kritischen Infrastrukturen besser schützen / Die Umsetzungsfrist für das „KRITIS-Dachgesetz“ lief am 18. Oktober 2024 ab – gegen die Bundesrepublik wurde bereits ein „Vertragsverletzungsverfahren“ der EU-Kommission eingeleitet

datensicherheit.de, 24.12.2025
Cloud-Nutzung: Auswege für KMU aus dem Dilemma der Datensouveränität / Mit „Hyperkonvergenter Infrastruktur“ können KMU einfacher und kostengünstiger „Hybrid Clouds“ aufbauen – und so garantieren, dass ihre kritischen Daten jederzeit am richtigen Ort zugänglich sind

datensicherheit.de, 17.02.2022
Ransomware-Angriff auf Entsorger Otto Dörner zeigt: Kritische Infrastruktur zunehmend im Visier / Jörg Vollmer rät angesichts wachsender Ransomware-Bedrohung zur Prävention mit einhergehender Cyber-Hygiene

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Europäische Souveränität auch bei Sozialen Medien: Aktionsbündnis-Aufruf an Hochschulen https://www.datensicherheit.de/europa-souveranitat-soziale-medien-aktionsbundnis-aufruf-hochschulen Wed, 11 Feb 2026 23:43:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=52451 Das „Aktionsbündnis neue soziale Medien“ hat am 10. Februar 2026 in einem Schreiben an deutsche Hochschulen zu mehr Unabhängigkeit von den großen Web-Plattformen geraten

[datensicherheit.de, 12.02.2026] Das „Aktionsbündnis neue soziale Medien“ hat am 10. Februar 2026 gemeldet, dass an diesem Tag in einem Schreiben an die Hochschulen in Deutschland sich 20 Organisationen und Unternehmen für mehr Unabhängigkeit von den großen Web-Plattformen wie „Instagram“, „TikTok“, „YouTube“ und „facebook“ ausgesprochen haben. Mit dezentralen Web-Plattformen wie z.B. „mastodon“ und „PeerTube“ werde die vielfach geforderte Digitale Souveränität auch im Bereich Sozialer Medien ermöglicht.

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Abbildung: NeoSoM

NeoSoM-Webseite auf „mastodon“ – aktueller Aufruf vom „Aktionsbündnis neue soziale Medien“ an Hochschulen in Deutschland

Kritik an KI-generierten Falschmeldungen und politischer Zensur in zentralen Sozialen Medien

„Dabei werden Dienste wie ,mastodon’ und ,PeerTube’ schon von rund 60 deutschen Hochschulen erfolgreich genutzt und sie haben sich zu einer tragenden Säule der Hochschul- und Wissenschaftskommunikation entwickelt.“

  • Diese ermöglichten eine Kommunikation, welche unabhängig von Werbung und Manipulation durch undurchsichtige Algorithmen stattfinde.

Anlass zu einem Umbau der Sozialen Medien gäben aktuelle Berichte über eine Flut mittels Künstlicher Intelligenz (KI) generierter Falschmeldungen und politische Zensur auf den großen Web-Plattformen, welche zunehmend Beiträge blockierten.

Aufruf empfiehlt „mastodon“-Nutzung für alle öffentlichen Einrichtungen mit Nutzung Soziale Medien

Die Hochschulen sollten deshalb den Schwerpunkt ihrer „Social Media“-Arbeit auf solche als offene Netzwerke konzipierte nicht-kommerzielle und dezentrale Web-Plattformen legen. Hochschulen als Bildungseinrichtungen würden damit viel eher ihren eigenen Zielsetzungen zur Förderung von nachhaltigem Wirtschaften und dem Schutz der Demokratie gerecht.

  • Die Unterzeichner sprechen sich zudem dafür aus, dass „mastodon“ von allen öffentlichen Einrichtungen eingesetzt werden soll, welche Soziale Medien nutzen. Denn die zugehörige App lasse sich auf dem Smartphone installieren, ohne umfangreiche Rechte zum Ausspionieren persönlicher Daten an die Betreiber zu übertragen. So könnten sich Bürger auf datenschützende Weise über aktuelle Entwicklungen bei Ämtern und Behörden informieren.

Das „Aktionsbündnis neue soziale Medien“ (neuSoM) wird demnach als Initiator dieses Appells unterstützt von einer Reihe von Digitalorganisationen und -firmen: 54 Grad Software GmbH, Algorithm Watch, Bonn.digital, Chaos Computer Club, Computertruhe, cyber4EDU, D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt, Datenpunks, Digitalcourage, Dresdner Forschungswerk GmbH, Forum Informatik für Frieden, gute IT, King Consult, Kuketz-Blog, Open Knowledge Foundation, Save Social, Scientists for Future Berlin-Brandenburg, Topio, wechange e.G. und Wikimedia Deutschland.

Weitere Informationen zum Thema:

mastodon, Aktionsb. neue soziale Medien
Für die Nutzung von wirklich sozialen Medien an deutschen Hochschulen

WIKIPEDIA
Mastodon (soziales Netzwerk)

WIKIPEDIA
PeerTube

TU Berlin, tubcloud, 10.02.2026
Schreiben an die Hochschulen (beretits mit „mastodon“-Nutzung)

TU Berlin, tubcloud, 10.02.2026
Schreiben an die Hochschulen (bisher ohne „mastodon“-Nutzung)

datensicherheit.de, 22.11.2025
Digitale Souveränität: EU-Unternehmen streben Unabhängigkeit von US-Diensten an / Beim „Gipfel zur Europäischen Digitalen Souveränität“ erklärten Politik und Wirtschaft, sich von US-Anbietern abwenden zu wollen

datensicherheit.de, 22.10.2025
AWS-Störungen mahnen zur Wahrung der Digitalen Souveränität / Aktuelle Serviceprobleme bei AWS und daraus resultierende weltweite Ausfälle führen uns wieder deutlich vor Augen, wie verletzlich digitale Wertschöpfungsketten derzeit sind

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Strategische Notwendigkeit: Die drei Grundpfeiler Digitaler Souveränität Europas https://www.datensicherheit.de/strategie-notwendigkeit-3-grundpfeiler-digital-souveranitat-europa Sat, 07 Feb 2026 23:20:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=52371 Digitale Souveränität ist die Fähigkeit, als Organisation in Europa handlungsfähig zu bleiben – selbst wenn globale Lieferketten reißen oder politische Spannungen digitale Datenflüsse unterbrechen

[datensicherheit.de, 08.02.2026] Seit Jahren wird nun über Digitale Souveränität Europas diskutiert – bisher meist eher nur als ein theoretisches Ideal. Doch die aktuelle geopolitische Lage hat das Thema 2026 offenbar zur existenziellen Geschäftsbedingung gemacht: Heute umfasst Digitale Souveränität weit mehr als nur einen IT-Standard oder Datenschutz-„Compliance“. Es ist die Fähigkeit, als Organisation handlungsfähig zu bleiben, wenn globale Lieferketten reißen oder politische Spannungen den digitalen Datenfluss unterbrechen.

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Foto: FTAPI

Ari Albertini betont: Echte Unabhängigkeit entsteht dort, wo wir in Europa die Kontrolle über unsere technologische Substanz zurückgewinnen!

„Cyber Dominance“ ausländischer Akteure vs. Digitale Souveränität Europas

Für Unternehmen und Behörden nimmt das Thema heute zwingende Bedeutung an, da Software-Abhängigkeiten zunehmend als politische Hebel eingesetzt werden könnten. Wer nämlich Kritische Infrastrukturen (KRITIS) auf Systemen errichtet, deren technologischer Kern und rechtlicher Zugriff in Drittstaaten liegen, akzeptiert damit eine schleichende Abhängigkeit – die „Cyber Dominance“ ausländischer Akteure.

  • Diese Form der digitalen Gebundenheit hat sich mittlerweile zu einem massiven Geschäftsrisiko entwickelt, welches die Innovationskraft und die unternehmerische Entscheidungsfreiheit bedroht. Die aktuelle Initiative des Bundesdigitalministeriums (BMDS), die Souveränität über den „Ort der Wertschöpfung“ neu zu definieren, markiert offensichtlich das Ende einer technologischen Naivität.

Es reicht also nicht mehr aus, z.B. US-Software mit deutschen AGB zu versehen oder Daten in lokalen Rechenzentren zu parken – solange eben die administrative Kontrolle im Ausland verbleibt. Echte Digitale Souveränität bedeutet nun, digitale Prozesse so zu gestalten, dass sie rechtlich und technisch immun gegen außereuropäische Zugriffe sind. Vor dem Hintergrund von NIS-2 und DORA wird digitale Unabhängigkeit damit von der IT-Aufgabe zur zentralen Management-Disziplin. FTAPI-Experten sehen in diesem Zusammenhang drei zentrale Grundpfeiler, auf denen die Digitale Souveränität ruht.

1. Grundpfeiler Digitaler Souveränität Europas: Software „Made in Europe“

Echte Souveränität erfordere die Kontrolle auf zwei Ebenen: Die technologische Kompetenz und die architektonische Verantwortung für den Quellcode müssten im europäischen Rechtsraum liegen. „Nur wer den Kern der Software selbst beherrscht, kann administrative Hintertüren ausschließen und die Integrität des Systems garantieren.“

  • Darüber hinaus müsse der Betrieb der Software im Kontrollbereich des Nutzers liegen.

„Souveränität endet dort, wo Wartungsschnittstellen (,Admin-Access’) aus Drittstaaten bedient werden.“ Denn über diesen administrativen Zugriff könnten ausländische Gesetze (wie etwa der „Cloud Act“) unmittelbar in europäische Infrastrukturen eingreifen – „völlig ungeachtet dessen, wo die Server physisch stehen!“

2. Grundpfeiler Digitaler Souveränität Europas: „Sovereignty-by-Design“

Ein vertragliches Versprechen gegen Datenzugriff (Stichwort: „Cloud Act“) sei im Ernstfall oft wirkungslos, wenn nationale Gesetze des Anbieter-Heimatlandes juristische Vereinbarungen im Ausland überlagern könnten. „Wahre Souveränität benötigt eine Architektur, die den Zugriff technisch unmöglich macht!“ Souveränität sei somit kein juristisches Versprechen, sondern ein technischer Standard.

Die konsequente Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sei hier der einzige verlässliche Schutz gegen drei Risiken gleichzeitig:

  • Juristischer Zugriff: Ohne Schlüssel keine Datenherausgabe an Drittstaaten.
  • Wirtschaftsspionage: Schutz vor Datendiebstahl durch externe Angreifer.
  • Internes Risiko: Schutz vor Fehlern oder Missbrauch durch Administratoren beim Dienstleister.

3. Grundpfeiler Digitaler Souveränität Europas: „Vendor Lock-in“-Vermeidung

Souveränität zeige sich im Moment des Wechsels. Ein System sei nur dann souverän, „wenn keine dauerhafte Abhängigkeit besteht“. Wenn beispielsweise Migrationskosten einen Anbieterwechsel wirtschaftlich unmöglich machten, sei die Entscheidungsfreiheit verloren.

  • Unabhängigkeit erfordere daher offene Schnittstellen (APIs) und standardisierte Prozesse, damit Organisationen jederzeit die Hoheit über ihre eigene IT-Strategie behalten könnten.

„Echte Unabhängigkeit entsteht dort, wo wir in Europa die Kontrolle über unsere technologische Substanz zurückgewinnen”, kommentiert Ari Albertini, CEO bei FTAPI. Abschließend gibt er zu bedenken: „Wer seine digitale Freiheit an internationale Monopole delegiert, verliert morgen seine unternehmerische Entscheidungsfreiheit. Souveränität ist kein ,Nice-to-have’, sondern die wichtigste Investition in die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft!”

Weitere Informationen zum Thema:

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Ari Albertini – CEO, FTAPI

datensicherheit.de, 04.02.2026
Digitale Souveränität als Standortvorteil: Europa im Spannungsfeld Ethik vs. Innovation / Mit dem „EU AI Act“ und der NIS-2-Richtlinie möchte Europa zum Vorreiter für sichere und ethische Technologie werden

datensicherheit.de, 26.01.2026
IT made in Europe: Basis für Digitale Souveränität Deutschlands und Europas / Franz Kögl moniert, dass bislang trotz zahlreicher Lippenbekenntnisse vielfach fast schon reflexartig die Vergabe milliardenschwerer öffentlicher Aufträge an US-amerikanische IT-Konzerne erfolgte

datensicherheit.de, 01.01.2026
Cybersicherheit und Digitale Souveränität: Wie Europa die Kontrolle zurückgewinnen kann / Pierre-Yves Hentzen kommentiert aktuelle Entwicklungen und skizziert Wege zur Digitalen Souveränität Europas

datensicherheit.de, 30.11.2025
Handlungsbedarf: Digitale Souveränität von strategischer Relevanz für Unternehmen / Zunehmendes Streben nach echter Digitaler Souveränität – Unternehmen fordern die Kontrolle über ihre Daten, ihre „Cloud“-Infrastruktur und ihren technologischen Kurs zurück

datensicherheit.de, 12.06.2025
Blick über den eigenen Tellerrand: Cybersicherheit als Frage nationaler Souveränität / Ari Albertini warnt davor, die größte Schwachstelle im Alltag zu unterschätzen: Das aufgrund von Zeitdruck oft ungeschützte Teilen sensibler Informationen gefährdet die Cybersicherheit

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