Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Freitag, Juni 19, 2020 18:19 - noch keine Kommentare
Kultusbehörden: Abhängigkeit statt Open Source
Andrea Wörrlein kritisiert und warnt
[datensicherheit.de, 19.06.2020] Kürzlich das bayerische Kultusministerium – und jetzt auch das Schweizer Medieninstitut für Bildung und Kultur, die Genossenschaft educa.ch: „Stück für Stück erobert der amerikanische Software-Gigant Microsoft staatliche Kultusbehörden in Europa“, kritisiert Andrea Wörrlein, Geschäftsführerin und Verwaltungsrätin bei der Virtual Network Consult AG (VNC) mit Sitz in der Schweiz, Deutschland und Indien. Nach eigenen Angaben entwickelt VNC auf Open Source basierende Unternehmensanwendungen und möchte sich „als offene und sichere Alternative zu den etablierten US-Softwaregiganten“ positionieren.

Foto: VNC
Andrea Wörrlein: Open Source als offene und sichere Alternative zu etablierten US-Softwaregiganten
Teurer Rückschritt: Mitarbeiter persönlich zu lizensieren
Über die Bedingungen und Konditionen des Rahmenvertrags sei nur soviel bekannt, „dass jetzt jeder Mitarbeiter persönlich lizensiert werden muss“.
Die Gesamtkosten dafür lägen insgesamt in einem zweistelligen Millionenbereich in Schweizer Franken. Diese Entscheidung sei ein teurer Rückschritt gegenüber der vorherigen Vollzeitäquivalent-Pauschale, so Wörrlein.
Open Source steht für Transparenz und Offenheit
Um so unverständlicher, dass die Behörde dazu angeblich ebenso wenig exakte Angaben machen könne (oder wolle) wie zu datenschutzrechtlichen Fragen. Wörrlein: „Mit Transparenz und Offenheit, wie wir das aus der Open-Source-Szene kennen, hat das wenig zu tun.“
Die Frage, warum sich immer mehr staatliche Bildungsorganisationen „in die kostspielige Abhängigkeit von proprietären US-Systemen begeben, statt europäischen Alternativen eine faire Chance zu geben“, erwartet nach Ansicht der VNC-Geschäftsführerin „dringend plausible Antworten“.
Weitere Informationen zum Thema:
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