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Aktuelles, Experten - Sonntag, Januar 25, 2026 0:10 - noch keine Kommentare
Basis für Alarmketten: Neues Drohnen-Lagezentrum in Bayern
Insbesondere Betreiber Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) sind Zielgruppe der neuen Einrichtung der hensec secure solutions
[datensicherheit.de, 25.01.2026] hensec meldet die Inbetriebnahme eines neuen zivilen Drohnen-Lagezentrums – von dort aus, am oberbayerischen Tegernsee, erfolgt demnach eine permanente überregionale Luftraumüberwachung aller verbundenen Einrichtungen. „Kommt es zu Drohnensichtungen, die Anlass zur Sorge geben, werden frühzeitig die zuständigen Behörden, die integrierten Leitstellen oder der Werkschutz mit Zuständigkeit für das jeweils betroffene Firmengelände informiert und entsprechend im Vorfeld festgelegte Alarmketten aktiviert.“

Foto: hensec secure solutions
hensec secure solutions: Neues ziviles Drohnen-Lagezentrum am oberbayerischen Tegernsee
Inbetriebnahme angesichts akuter Drohnengefahr überfällig
„Die Inbetriebnahme eines zivilen Drohnen-Lagezentrums war angesichts der akuten Drohnengefahr überfällig“, betont der hensec-Inhaber, Kevin Heneka. Er führt aus: „Es ist eine wichtige Maßnahme zu Steigerung der Sicherheit, zur Stärkung der Resilienz Kritischer Infrastrukturen und zum Schutz der Bevölkerung.“
- Als Kritische Infrastrukturen (KRITIS) gelten die Energie- und Wasserversorgung, das Transport- und Verkehrswesen, der Sektor Gesundheit, die Informations- und Telekommunikationstechnik, das Finanz- und Versicherungswesen, die Lebensmittelversorgung sowie Notfall- und Verwaltungsdienste
Deren Funktionsfähigkeit gilt als essenziell für die Aufrechterhaltung des täglichen Lebens, der Sicherheit und der Stabilität unserer Gesellschaft. Der jüngste Anschlag auf die Energieversorgung in Berlin mit tagelangem Stromausfall in einem Stadtbezirk, von dem etwa 100.000 Menschen betroffen waren, steht aktuell exemplarisch für die Gefahr bei KRITIS-Ausfällen.
Neues Drohnen-Monitoringzentrum mit offener Datenstruktur
Dieser neue Service richtet sich laut Heneka in erster Linie an die KRITIS-Betreiber in Bayern. Unternehmen aus dem KRITIS-Sektor, aber auch andere Industriebetriebe, Wirtschaftsunternehmen und Behörden könnten sich an dieses neue Zentrum anschließen, um die erhöhte Sicherheitsstufe durch die permanente Drohnen-Überwachung in Anspruch zu nehmen.
- Das neue Drohnen-Monitoringzentrum verfüge über eine offene Datenstruktur, so dass sich auch bereits vorhandene Systeme leicht integrieren ließen. Zudem könnten dadurch die erfassten Daten auch standortunabhängig mit anderen Lagezentren ausgetauscht werden.
Das neue Drohnen-Lagezentrum basiere durchweg auf Technologie „made in Germany“. Erst kürzlich sei bei einer Vorstellung auf dem letzten „Advanced Air Mobility Forum“ mit der „Bayerischen Koordinierungsstelle Drohnen“ (BayKD) in Oberpfaffenhofen positiv aufefallen, dass das hensec-Luftraumüberwachungssystem als einziges Verbundsystem ohne ausländische Komponenten oder Abhängigkeiten funktioniere.
Anspruch nach technologischer Souveränität beim Aufbau des Drohnen-Lagezentrums
Dieses Streben nach technologischer Souveränität spiegele sich auch beim Aufbau des neuen Lagezentrums wider. Es bestünden weder bei den verwendeten Betriebssystemen noch bei der Anwendungssoftware oder der „Cloud“-Infrastruktur Abhängigkeiten zu Konzernen aus Übersee oder dem nicht-europäischen Ausland.
- Ebenso wichtig ist hensec die technologische Resilienz des neuen Drohnenzentrums: So seien sowohl die Hardware-Komponenten als auch die Arbeitsplätze redundant ausgelegt, damit bei einem eventuellen Komponentenausfall unmittelbar umgeschaltet werden könne. Bei den Arbeitsplätzen werde durchgängig auf „Wifi“, „Bluetooth“ oder andere Funktechnologien, welche potenziell von außen gestört oder manipuliert werden könnten, verzichtet.
„Die Bedrohungslage ist ernst und wir nehmen sie ernst!“, unterstreicht Heneka. Er gibt zu bedenken: „Alle KRITIS-Unternehmen sind ebenfalls gut beraten, die Gefahr ernst zu nehmen!“ Bislang gehörten je nach Zählweise etwa 2.000 Unternehmen zum KRITIS-Kreis – durch das neue „NIS2/KRITIS-Dachgesetz“ seien künftig schätzungsweise mehr als 30.000 betroffen.
Eines von drei Drohnen-Lagezentren bundesweit
Bei dem neuen Lagezentrum am Tegernsee handele es sich um eine von drei ähnlich aufgebauten Drohnenstationen im Bundesgebiet.
- Im Verbund ließen sich damit Drohnen an den häufigsten KRITIS-Standorten und Flughäfen bundesweit detektieren, überwachen, identifizieren und entsprechend eine Gefahreneinschätzung vornehmen.
Zudem seien diese Stationen auch auf das aktive Steuern von Drohnen ausgelegt: Mit der BVLOS-Genehmigung könnten diese dadurch im Krisenfall im Schichtbetrieb eigene Drohnen über zehn Stunden lang ununterbrochen in der Luft steuern – z.B. zur Erstellung von Live-Lagebildern.
Weitere Informationen zum Thema:
hensec secure solutions
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