Aktuelles, Experten, Studien - geschrieben von am Montag, März 16, 2026 0:48 - noch keine Kommentare

KMU-Sicherheitslücke beim Drucken: Drucksicherheit für 62 Prozent von geringer Priorität

Intelligentes Drucken könnte KMU dabei unterstützen, Risiken zu reduzieren, indem es die Transparenz, „Compliance“ und Kontrolle verbessert und so ihre Zukunft der Arbeit schützt

[datensicherheit.de, 16.03.2026] Die aktuelle Studie der HP Inc.  – „The Workflow Wakeup Report“ – soll einen einen umfassenden Überblick darüber geben, wie alltägliche Technologien, so eben auch Drucker, kleine Unternehmen dabei unterstützen können, ihre Sicherheit zu verbessern und sich auf die Zukunft der Arbeit vorzubereiten. Die Drucksicherheit sei eine der am häufigsten übersehenen Schwachstellen bei der Cyberabwehr in Kleinen und Mittelständischen Unternehmen (KMU) – trotz wachsender Besorgnis bei IT-Entscheidern. Die HP-Erkenntnisse basieren nach eigenen Angaben auf einer Stichprobe von 200 IT-Entscheidungsträgern und 600 Büroangestellten, welche für KMU mit 50 bis 1.000 Mitarbeitern in Deutschland tätig sind. Die zugrundeliegende Umfrage sei von Edelman vom 5. bis 27. August 2025 online durchgeführt worden.

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Abbildung: hp

Ergebnisse einer Edelman-Stichprobe unter 200 IT-Entscheidungsträgern und 600 Büroangestellten im hp-Auftrag

56% der KMU hatten mindestens einen datenbezogenen Verlust im Zusammenhang mit dem Drucken

Bei einer neuen Studie unter 200 IT-Entscheidungsträgern und 600 Büroangestellten in Deutschland gaben laut HP 62 Prozent der KMU an, dass Drucksicherheit hinsichtlich ihrer Cybersicherheitsstrategien nur geringe Priorität hat.

  • Diese Ergebnisse kämen nun zu einer Zeit, in der die Risiken im Hinblick mit Drucken weiter zunähmen.

Eine weitere Studie von Quocirca habe gezeigt, dass 56 Prozent der KMU mindestens einen datenbezogenen Verlust im Zusammenhang mit dem Drucken im letzten Jahr gemeldet hätten. Dies unterstreiche, wie leicht sich dieser „als sicher geltende” Teil der IT-Infrastruktur zu einem Schwachpunkt entwickeln könne.

Zu den wichtigsten Ergebnissen der KMU-Studie gehören laut HP:

  • Richtlinien funktionieren nicht oder werden umgangen
    Über die Hälfte (56%) der KMU beobachten demnach, dass Anwender versuchen, Druckregeln oder -beschränkungen zu umgehen. Daher befürchteten auch 58 Prozent, dass bestehende Dokumentenprozesse zu Daten- oder Datenschutzproblemen führen könnten. Weitere 52 Prozent sagten, dass sie keinen Überblick darüber hätten, wer was und wo druckt. Insgesamt seien sich 45 Prozent der Befragten nicht sicher, ob die Drucksicherheit den „Compliance“-Standards der Branche entspricht.
  • Drucksicherheit wird vorausgesetzt
    68 Prozent der Büroangestellten gingen davon aus, dass Drucker im Büronetzwerk sicher seien. Insgesamt sähen 53 Prozent Drucker nicht als Sicherheitsrisiko an. Immerhin 24 Prozent machten sich jedoch Sorgen darüber, dass vertrauliche Informationen gedruckt werden und in die falschen Hände geraten könnten.

Trotz der geringen Priorität würden 69 Prozent der KMU anerkennen, dass die Drucksicherheit verbessert werden müsse. Insgesamt machten sich 68 Prozent häufig Sorgen über die Sicherheitsrisiken, die veraltete Systeme mit sich brächten.

Zu den 5 größten Sicherheitsbedenken in Bezug auf Drucker gehörten:

  1. Cybersecurity-Risiken im Zusammenhang mit vernetzten Druckern
  2. in der Drucker-Ausgabe vergessene vertrauliche Dokumente
  3. „Cloud“-Schwachstellen im Zusammenhang mit gescannten Dokumenten
  4. unbefugter Zugriff auf Druckdateien oder Druckwarteschlangen
  5. Fehldrucke, Fehlablagen oder unsachgemäße Handhabung von Materialien

Mehr Sicherheit für 85% der KMU mit Intelligentem Drucken realisiert

Die Daten deuteten auch darauf hin, dass sich diese Risiken beheben ließen: Unternehmen müssten allerdings korrekte Kontrollen einführen. „Von den KMU, die bereits Intelligente Drucktechnologien implementiert haben, geben 85 Prozent an, dass Intelligentes Drucken ihr Unternehmen sicherer gemacht hat.“

  • Die Studien-Befragten würden drei wichtige Gründe nennen: Dazu gehörten klare Transparenz der Druck- und Scan-Aktivitäten aller Anwender und Standorte (88%) ebenso wie Einhaltung von „Compliance“- und Sicherheitsstandards (85%). Intelligente Regeln und Einschränkungen durchzusetzen seien Teil der Gründe für 83 Prozent der Teilnehmer.

Aurelio Maruggi, „Division President von HP Office Print Solutions„, kommentiert: „Drucker sind der Blinde Fleck im Hinblick auf die Sicherheit. Viele KMU übersehen sie und das ist ein Risiko für die Zukunft der Arbeit. Wenn man nicht sehen kann, wer was, wo und wann druckt, ist es schwierig, sensible Daten zu schützen. Ein einziger fehlgeleiteter Scan oder ein nicht abgeholter Druckauftrag kann zu einem Datenleck von Gehaltsabrechnungen, Kundenunterlagen oder Vertragsdetails führen – und es gibt keine offensichtlichen Anzeichen, dass etwas nicht stimmt. Intelligentes Drucken behebt dieses Problem, indem es Transparenz schafft, Richtlinien durchsetzt und Audit-Pfade in Druck- und Scan-Workflows integriert.“

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Executive Biography Aurelio Maruggi / General Manager, A3 Solutions – Office Printing Solutions

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Quocirca Print Security Landscape, 2025 / What are the key trends for print security in 2025 and beyond?

datensicherheit.de, 05.08.2020
Drucker: Gefährlicher Leichtsinn in Unternehmen / Neue Studie von Sharp weist auf Drucker als willkommene Einfallstore für Hacker hin



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