Aktuelles, Branche - geschrieben von cp am Dienstag, Mai 20, 2025 16:58 - noch keine Kommentare
Cybersicherheit: Deutsche Unternehmen sehen dringenden Handlungsbedarf
Laut einer QBE-Studie betreffen 64 Prozent der Cybervorfälle Schwachstellen in der Lieferkette. Dabei gehen zwei Drittel der Befragten gehen davon aus, dass sich das Budget für Cybersicherheit in den nächsten zwölf Monaten in ihrem Unternehmen erhöhen wird. 85 Prozent der Befragten sehen steigende Bedrohungen im Vergleich zum Vorjahr
[datensicherheit.de, 20.05.2025] Deutsche Unternehmen erkennen die Schwachstellen in ihren Lieferketten zunehmend als kritisches Risiko für ihre Cybersicherheit. 64 Prozent der Befragten, die im vergangenen Jahr einen Cyberangriff im eigenen Unternehmen erlebten, berichten, dass diese Vorfälle in Zusammenhang mit Schwachstellen bei Zulieferern standen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die der Industrieversicherer QBE im April 2025 gemeinsam mit einem unabhängigen Meinungsforschungsinstitut unter 400 Entscheidern aus IT, Verwaltung oder Versicherungen in Unternehmen mit 100 bis 2.000 Mitarbeitern in Deutschland durchgeführt hat.
Fast zwei Drittel aller Cyberangriffe in Verbindung mit Schwachstellen bei Zulieferern
„Da fast zwei Drittel aller Cyberangriffe in Verbindung mit Schwachstellen bei Zulieferern stehen, sollten deutsche Unternehmen beim Ausbau ihrer Cybersicherheit unbedingt die gesamte Lieferkette mitdenken“, betont Cyberexperte Dr. Paul Lambertz, Portfolio Manager Financial & Specialty Markets bei QBE Deutschland. „In einer zunehmend vernetzten Welt braucht es einen ganzheitlichen Blick, um digitale Risiken verantwortungsvoll zu managen.“

Dr. Paul Lambertz, Portfolio Manager Financial & Specialty Markets, Foto: QBE Deutschland
Zunehmende Cyberbedrohungen verstärken den Handlungsdruck
85 Prozent der Befragten berichten von einer Zunahme der Cyberbedrohungen in ihrem Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr. 60 Prozent der Befragten haben innerhalb der vergangenen zwölf Monate einen Cybervorfall erlebt, bei 20 Prozent kam es sogar zu Betriebsunterbrechungen von mindestens einem Arbeitstag. Angesichts dieser Entwicklungen gehen 36 Prozent der Befragten davon aus, dass sich das Cybersicherheitsbudget in ihrem Unternehmen über die Inflationsrate hinaus erhöhen wird. Weitere 31 Prozent erwarten eine inflationsbedingte Erhöhung ihres Budgets.
Ein aktueller Bericht des Beratungsunternehmens Control Risks im Auftrag von QBE stützt dieses Ergebnis: Demnach werden sich schwere Cyber-Vorfälle in Deutschland im Vergleich zu 2023 verdreifachen. (Quelle: QBE Cyber-Report von Control Risks).
KI als Chance und Risiko
Trotz wachsender Bedrohungen durch Cyberkriminalität setzen deutsche Unternehmen zunehmend auf Künstliche Intelligenz: 77 Prozent nutzen bereits KI-Anwendungen, weitere 22 Prozent planen den Einsatz. Die erwarteten Vorteile: effizientere Prozesse (58 Prozent), mehr Innovation (50 Prozent), besserer Kundenservice (44 Prozent) und reduzierte Kosten (44 Prozent). Gleichzeitig sehen 21 Prozent der Unternehmen im KI-Einsatz ein zusätzliches Risiko für ihre Cybersicherheit.
Cyberversicherung gewinnt an Bedeutung
Bereits 66 Prozent der Unternehmen mit 100 bis 2.000 Mitarbeitern in Deutschland verfügen über eine Cyberversicherung – ein klares Signal, dass sich Cyberschutz zunehmend als fester Bestandteil des Risikomanagements etabliert.
Über die Studie:
Die Umfrage wurde vom 10. bis zum 23. April 2025 unter 400 Entscheidern aus IT, Verwaltung oder Versicherungen in Unternehmen mit 100 bis 2.000 Mitarbeitenden durchgeführt.
Weitere Informationen zum Thema:
datensicherheit.de, 10.04.2024
Basis für Cyber-Versicherungen: NIS-2-Richtlinie treibt IT-Mindestvorgaben für Unternehmen
Aktuelles, Experten, Studien - Juni 2, 2026 0:23 - noch keine Kommentare
BfDI zur Informationsfreiheit: Kein Sicherheitsrisiko – sondern Vertrauensgarant
weitere Beiträge in Experten
- KI- und Rechenzentrumsausbau in Europa droht zu scheitern
- Weltkindertag 2026: BSI-Tipps für sicheres Aufwachsen im Digitalen Zeitalter
- KI-Chatbots bleiben nützliche Werkzeuge kundiger Anwender – ersetzen aber keine reale Bezugsperson
- Datenschutzaufsicht nach dem Data Act: BfDI mit neuer Zuständigkeit
- SPURLOS VERSCHWUNDEN – neue BKA-Kampagne zum „Tag der vermissten Kinder 2026“ gestartet
Aktuelles, Branche - Mai 31, 2026 0:25 - noch keine Kommentare
Digitale Souveränität: Speicherort der Daten notwendiges, aber nicht mehr hinreichendes Kriterium
weitere Beiträge in Branche
- SANS Institute publiziert Umfrage: CTI von CISOs überwiegend unterschätzt
- Hacker-Gruppe ShinyHunters kapert Daten bei globalem Kreuzfahrtanbieter
- Fußball-WM 2026 als Weltbühne: Cyberkriminelle und Bedrohungsakteure laufen sich warm
- Patientendaten als Beute: Der Angriff auf Unikliniken legt Systemversagen in der Lieferkette offen
- Souveräne Datensicherung im Fokus: Nachfrage nach lokaler Daten-Infrastruktur wächst rasant
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kommentieren