Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von am Montag, August 10, 2020 21:49 - noch keine Kommentare

DDoS: Kein Sommerloch 2020

kaspersky meldet 217 Prozent mehr Angriffe im zweiten Quartal 2020

[datensicherheit.de, 10.08.2020] Laut des aktuellen „DDoS-Reports“ von kaspersky gibt es in diesem Jahr, im zweiten Quartal 2020 statt des üblichen Rückgangs von DDoS-Angriffen einen bedeutenden Anstieg. Die Zahlen haben sich demnach gegenüber dem Vorjahresquartal (2019) verdreifacht und liegen sogar noch höher als im ersten Quartal 2020. Die Experten von kaspersky vermuten nach eigenen Angaben, „dass dieser Anstieg schädlicher Aktivitäten auf die Auswirkungen von ,COVID-19‘ zurückzuführen ist, da sowohl Cyber-Kriminelle als auch deren Ziele ihre Sommerpläne überdenken mussten.“

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Abbildung: kaspersky

Report „DDoS attacks in Q2 2020“: Anstieg schädlicher Aktivitäten wohl auf Auswirkungen von Corona zurückzuführen…

Im zweiten Quartal 2020 217 Prozent mehr Angriffe als im gleichen Vorjahreszeitraum

Im zweiten Quartal 2020 habe „Kaspersky DDoS Protection“ 217 Prozent mehr Angriffe als im gleichen Vorjahreszeitraum erkannt und blockiert. Im Vergleich zum ersten Quartal 2020 sei die Zahl zudem nochmals leicht angestiegen. Die Ergebnisse stünden damit in einem großen Widerspruch zu den bisher üblichen saisonalen Trends der vergangenen Jahre:
So erreichten DDoS-Attacken normalerweise zu Beginn jeden Jahres ihren Höhepunkt – analog zur Hochsaison für geschäftliche Aktivitäten. Im Spätfrühling und Sommer würden die Zahlen dann gewöhnlich wieder sinken. So habe es 2019 im zweiten Quartal 39 Prozent weniger DDoS-Angriffe gegeben als im ersten Quartal. 2018 seien es 34 Prozent weniger gewesen. Viele Menschen verbrächten derzeit ihre Ferien jedoch zu Hause oder hätten bereits geplanten Urlaub storniert. kaspersky-Experten sehen darin den Grund, „dass das jährliche Sommerloch in Sachen DDoS-Angriffe dieses Jahr ausbleibt“.

Tägliche Zahl registrierter Angriffe im zweiten Quartal 2020 um 30% gegenüber vorhergehendem Quartal angestiegen

Dieser Trend zeige sich auch an der Anzahl der Befehle, die Bots von Command-and-Control (C&C)-Servern empfangen und die vom „Kaspersky DDoS Intelligence System“ abgefangen und ausgewertet würden. So sei die durchschnittliche tägliche Zahl registrierter Angriffe im zweiten Quartal 2020 um 30 Prozent gegenüber dem vorhergehenden Quartal angestiegen. Den Negativ-Rekord habe dabei der 9. April 2020 mit beinahe 300 Angriffen aufgestellt (im Vorquartal habe der Höchstwert bei nur 242 Attacken gelegen).
„Dieses Jahr konnten die Menschen ihre Ferien in Folge von ,COVID-19‘ nicht wie gewohnt genießen“, erläutert Alexey Kiselev, „Business Development Manager“ im „Kaspersky DDoS Protection Team“. Dies habe dazu geführt, dass mehr Menschen als sonst auf Online-Ressourcen für persönliche und berufliche Aktivitäten angewiesen seien. Kiselev: „Dies macht diesen Sommer zu einer geschäftigen Zeit für Online-Unternehmen und Informationsressourcen. Folglich gab es unerwartet viele DDoS-Angriffe, die nach jetzigem Kenntnisstand wohl auch nicht abflauen werden.“

Kaspersky-Tipps für Unternehmen zum Schutz vor DdoS-Attacken für 2020ff:

  • Anwendungen, die auf Internet-Ressourcen basieren, sollten von dedizierten Spezialisten verwaltet werden, die wissen, wie auf mögliche Angriffe reagiert werden muss. Diese sollten auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten und am Wochenende einsatzbereit sein.
  • Die Vereinbarungen mit Drittpartnern sowie deren Kontaktdaten sollten regelmäßig überprüft werden – auch die von Internet-Service-Providern. So können Teams im Falle eines Angriffs schnell auf die benötigten Informationen zugreifen.
  • Dedizierte Anti-DDoS-Lösungen helfen Unternehmen dabei, sich vor DDoS-Angriffen zu schützen („Kaspersky DDoS Protection“ z.B. verbindet die kaspersky-Expertise in der Bekämpfung von Cyber-Gefahren mit den Entwicklungen im jeweils eigenen Unternehmen).

Weitere Informationen zum Thema:

kaspersky, Oleg Kupreev & Ekaterina Badovskaya & Alexander Gutnikov, 10.08.2020
DDoS attacks in Q2 2020

datensicherheit.de, 04.06.2020
DDoS: Bildungseinrichtungen im Dauerstress



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