Aktuelles, Branche - geschrieben von cp am Donnerstag, April 16, 2020 18:57 - noch keine Kommentare
Video-Streaming-Portale: Spoofing auf dem Vormarsch
Diverse Spam-Webseiten online, die vorgeben von bekannten Streaming-Anbietern zu stammen
[datensicherheit.de, 16.04.2020] Video-Portale wie Netflix, Amazon Prime und Disney+ verzeichnen in Zeiten, in denen viele Menschen zuhause bleiben, einen Ansturm auf ihr Angebot. Dies ging teilweise soweit, dass Anbieter die Auflösung und damit die Bandbreite ihrer Streams verringern mussten, um Kapazitäten für andere Dienste freizuhalten.
Beliebtheit zieht auch Betrüger an
Wie so oft, wenn ein Service sich größerer Beliebtheit erfreut, bringt dies auch Betrüger auf den Plan, die sich dadurch bereichern wollen. Wie Forscher des E-Mail-Security- und Cyber-Resilience-Anbieters Mimecast herausgefunden haben, sind derzeit diverse Spam-Webseiten online, die vorgeben, von bekannten Streaming-Anbietern zu stammen. In ihnen wird ein scheinbar kostenloses Angebot beworben, lediglich die Registrierung auf der jeweiligen Seite des Anbieters sei notwendig, um mit dem Serienmarathon zu beginnen. Klickt der Empfänger auf den Registrierungs-Link, wird er auf eine im gleichen Maße echt aussehende Website weitergeleitet, auf der er sich unter Angabe persönlicher Daten registrieren soll. Hierzu gehören etwa E-Mail- und postalische Adresse sowie Kreditkartendaten.
Kreditkartenmissbrauch droht
Hat das Opfer erst einmal seine Daten eingegeben, kann er sich nicht über einen kostenfreien Zugang zu Video-Streams freuen, sondern muss damit rechnen, dass seine Kreditkartendaten missbraucht werden oder seine E-Mail-Adresse in Zukunft Ziel von Spam-Mails wird.
Die vorgeblichen Gratisangebote von Netflix, Amazon et cetera sehen dabei täuschend echt aus, sodass es selbst Profis schwerfallen dürfte, sie auf den ersten Blick von authentischen Seiten zu unterscheiden. Weder die genutzte Sprache noch das Design geben einen Grund zum Zweifel.

Foto: Mimecast
Carl Wearn, Head of E-Crime bei Mimecast
Carl Wearn, Head of E-Crime bei Mimecast hierzu: „Die COVID-19-Pandemie und die daraus resultierende Abriegelung haben dazu geführt, dass die Menschen zu Hause viel mehr Zeit zur Verfügung haben. Eine Möglichkeit, wie man diese Zeit füllen kann, sind Streaming-Dienste. Dieses ‚Binge-Watching‘ ist mit Sicherheitsrisiken verbunden, da Cyberkriminelle versuchen, sich den Aufwärtstrend beim Fernsehkonsum zunutze zu machen. Wir haben einen dramatischen Anstieg verdächtiger Bereiche erlebt, in denen sich eine Vielzahl von ruchlosen Akteuren für Streaming-Giganten ausgeben.“
Sein Ratschlag, wie man nicht Opfer einer solchen Attacke wird: „Bleiben Sie achtsam und seien Sie skeptisch, was sowohl Absender von Mails als auch solche Angebote an sich betrifft. Wie so häufig gilt: Wenn etwas zu schön klingt, um wahr zu sein, ist es höchstwahrscheinlich auch so.“
Neben einer erhöhten Skepsis was attraktive Angebote angeht, kann zudem eine Lösung zur E-Mail-Security helfen, auch in Zeiten, in denen vermehrt von Zuhause gearbeitet wird, sicher zu bleiben. Eine solche Lösung prüft sowohl den Absender der Mail auf seine Authentizität als auch in der Mail enthaltene Links auf etwaige Phishing-Versuche. Verweist ein Link in einer Mail beispielsweise auf eine Spoofing-Website, blockiert die Lösung die Mail sofort – und der potenzielle Empfänger bekommt davon noch nicht einmal etwas mit.
Weitere Informationen zum Thema:
datensicherheit.de, 27.02.2020
Mimecast Threat Intelligence Report – Emotet ist zurück
datensicherheit.de, 12.01.2020
Mimecast warnt vor neuer Sicherheitslücke in Microsoft-Office-Produkten
Aktuelles, Branche, Gastbeiträge - Feb. 17, 2026 17:47 - noch keine Kommentare
Cybersicherheit – Wenn eine verzerrte Selbstwahrnehmung zum Sicherheitsrisiko wird
weitere Beiträge in Experten
- Verlängerung des Drohnen-Führerscheins notwendig, aber längst nicht hinreichend
- Grundinstandsetzung der Staatsbibliothek in Berlin: Rund 5,4 Millionen Bücher auf vier andere Standorte zu verteilen
- Deutschland-Stack: TeleTrusT-Kommentar zur gegenwärtigen Konzeption zeigt Handlungsbedarf auf
- eco-Kommentar zur Münchner Sicherheitskonferenz 2026: Digitale Resilienz auf Basis europäischer Lösungen
- Verteidigung: Umfassende Resilienz gehört ins Zentrum der Sicherheitspolitik
Aktuelles, Branche, Gastbeiträge - Feb. 17, 2026 17:47 - noch keine Kommentare
Cybersicherheit – Wenn eine verzerrte Selbstwahrnehmung zum Sicherheitsrisiko wird
weitere Beiträge in Branche
- Fake-WebShops und -Dating-Plattformen: Verschärfung der Cyberbedrohungen rund um den Valentinstag
- Kaspersky-Warnung vor Cyberbetrug rund um den Valentinstag: Betrüger ködern mit vermeintlichen Geschenkkarten
- Datenschutz in Echtzeit: Wie Daten-Streaming die Kunden in einer KI-gesteuerten Welt schützt
- OpenClaw: Vom Tech-Experiment zum Enterprise-Albtraum
- eRecht24 startet KI Day 2026 – Live-Event für rechtssichere KI-Nutzung
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kommentieren