Aktuelles, Branche, Gastbeiträge - geschrieben von cp am Freitag, September 27, 2019 13:58 - noch keine Kommentare
Produktionsausfall: Rheinmetall duch Cyberattacke betroffen
Schadsoftware darauf ausgelegt Geschäftsprozesse zu stören
Ein Kommentar von Stephan von Gündell-Krohne, Sales Director DACH bei Forescout Technologies
[datensicherheit.de, 27.09.2019] Aktuell kämpft Rheinmetall Automotive laut Medienberichten mit den Auswirkungen von Cyberattacken. Es sieht so aus, als käme es weltweit zu Produktionsausfällen. Zudem gibt es Berichte über Hackerangriffe bei Airbus, bei denen die Angreifer bewusst die Partner des Unternehmens ins Visier nehmen, um Geschäftsprozesse zu unterbrechen. Beide Fälle verdeutlichen die neue Gefahr von Disruptionware: Schadsoftware, die darauf ausgelegt ist, Abläufe zu stören.
Veränderungen in der Gefahrenlandschaft
Sicherheitsexperten beschreiben im Bericht Rise of Disruptionware: A Cyber-Physical Threat to Operational Technology Environments die Veränderungen in der Gefahrenlandschaft und wie sich Organisationen vorbereiten sollten. Neben angepassten Schädlingen haben sich auch die Ziele der Angreifer verändert. Anstatt dem Diebstahl von Informationen oder Finanzbetrug sehen sie es gezielt auf Assets ab, die nur schwer Wiederherstellbar sind.
Stephan von Gündell-Krohne, „Sales Director DACH“ bei Forescout
Die Folgen sind so drastisch, dass sie wie im Falle von Rheinmetall oder Airbus der Öffentlichkeit nicht verborgen bleiben. Im Gegensatz zur früheren Cyberattacken geht es den Tätern um gezielte Sabotage. Wie im Beispiel Rheinmetall bleibt die klassische IT verschont oder steht zumindest nicht im Fokus, stattdessen geht man den leichteren Weg. In fast jedem Netzwerk finden sich mittlerweile unerwartete Endpunkte. Viele smarte Industrieanlagen, Klimasteuerungen und andere Geräte aus dem Internet der Dinge (IoT) sind nicht gegen Attacken geschützt.
Neue Angriffsvektoren entstehem
Unternehmen werden mit der zunehmenden Vernetzung zwar agiler, digitale Innovation ohne entsprechende Schutzmechanismen birgt aber auch ein Risiko, da neue Angriffsvektoren entstehen. Dies kann so weit gehen, dass Produktionsanlagen dauerhaft beschädigt werden.
Die Experten erkennen eine systematische Entwicklung und erwarten, dass sich die Bedrohungslage weiter verschlimmert. Grund ist die Zunahme von vernetzten Devices und die voranschreitende Digitalisierung. Während immer mehr Endpunkte über Onlineverbindungen miteinander kommunizieren, verharren viele IT-Entscheider aber gerade bei der OT-Sicherheit in alten Paradigmen. Dort spielt die Absicherung von Informationen und der Zugangsschutz zu Endgeräten und Netzwerken nur eine untergeordnete Rolle. Mögliche Schutzmechanismen werden nicht implementiert, da man Einschränkung bei der Performance fürchtet. Daher werden die Vorfälle bei Rheinmetall und Airbus keine Einzelfälle bleiben.
Weitere Informationen zum Thema:
datensicherheit.de, 17.06.2019
Mutmaßliche Ransomware-Attacke auf Flugzeugbau-Zulieferer
datensicherheit.de, 24.05.2019
Unternehmen brauchen Transparenz in der Digitalisierung
datensicherheit.de, 26.02.2019
Forescout-Studie: Unternehmen spüren veränderte Sicherheitslage
Aktuelles, Experten, Produkte - Feb. 18, 2026 0:40 - noch keine Kommentare
Müll als Datenquelle: Thermische Abfallbehandlung zur Energiegewinnung mit IoT-Datenauswertung
weitere Beiträge in Experten
- Burnout-Probleme der Cybersicherheitsbranche: Stress und Erschöpfung berühren Unternehmenskultur
- Cybersicherheit – Wenn eine verzerrte Selbstwahrnehmung zum Sicherheitsrisiko wird
- Verlängerung des Drohnen-Führerscheins notwendig, aber längst nicht hinreichend
- Grundinstandsetzung der Staatsbibliothek in Berlin: Rund 5,4 Millionen Bücher auf vier andere Standorte zu verteilen
- Deutschland-Stack: TeleTrusT-Kommentar zur gegenwärtigen Konzeption zeigt Handlungsbedarf auf
Aktuelles, Branche, Studien - Feb. 18, 2026 14:27 - noch keine Kommentare
Dragos’ Cybersecurity Report 2026 zur OT-Bedrohung: Ransomware-Angreifer erhöhen operativen Druck auf industrielle Infrastrukturen und KRITIS
weitere Beiträge in Branche
- Cyberangriffe im Handwerk: 60 Prozent der Betriebe waren im vergangenen Jahr betroffen
- Cybersicherheit – Wenn eine verzerrte Selbstwahrnehmung zum Sicherheitsrisiko wird
- Fake-WebShops und -Dating-Plattformen: Verschärfung der Cyberbedrohungen rund um den Valentinstag
- Kaspersky-Warnung vor Cyberbetrug rund um den Valentinstag: Betrüger ködern mit vermeintlichen Geschenkkarten
- Datenschutz in Echtzeit: Wie Daten-Streaming die Kunden in einer KI-gesteuerten Welt schützt
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen




Kommentieren