Aktuelles, Branche - geschrieben von am Mittwoch, Januar 28, 2026 16:17 - noch keine Kommentare

Video-KI: Europas strengste Datenschutz-Regeln prägen die Zukunft

Ein strategischer Denkfehler: Die KI-Debatte wird nicht selten durch zwei extreme Strömungen geprägt – auf der einen Seite rasante Innovation, auf der anderen strenge Regulierung

[datensicherheit.de, 28.01.2026] Die nicht immer sachlich geführte Debatte um Künstliche Intelligenz (KI) wird nicht selten durch zwei Extreme geprägt – auf der einen Seite von rasanter Innovation, auf der anderen Seite von strenger Regulierung… Doch genau darin zeige sich ein strategischer Denkfehler, so Marian Gläser, Geschäftsführer und Mitbegründer von brighter AI, einem Teil von Milestone Systems, und Line Bang Riecke Hjardemaal, Vertriebsleiterin für Westeuropa bei Milestone Systems, in ihrer gemeinsamen aktuellen Stellungnahme:: „Was viele als technologische Bremse verstehen, entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil, insbesondere im Bereich der Video-KI. Deutschlands und Europas Datenschutzstandards schaffen Vertrauen, setzen klare Leitplanken für verantwortungsvolle Entwicklung und bilden die Grundlage für internationale Akzeptanz und Skalierbarkeit.“ Für Unternehmen, Behörden und politische Entscheider eröffne sich damit ein Zukunftsmodell, welches wirtschaftliche Potenziale mit rechtlicher Sicherheit verbinden könne.

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Foto: Milestone Systems

Marian Gläser: Geschäftsführer und Mitbegründer von brighter AI (einem Teil von Milestone Systems), engagiert sich als Sprecher für KI im Startup Verband, für Datenschutz im KI Bundesverband sowie in der Arbeitsgruppe „Plattform Lernende Systeme“

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Foto: Milestone Systems

Line Bang Riecke Hjardemaal verfügt über umfangreiche Erfahrung in Technologie- und Wachstumsstrategien und hat ihre Managementkompetenz an der Copenhagen Business School sowie durch Weiterbildungen bei INSEAD und dem Leadership Pipeline Institute vertieft

Vertrauen als Währung der KI-basierten Digitalen Transformation

Ob intelligente Verkehrssysteme, moderne Sicherheitslösungen oder automatisierte Prozesse im Handel – Video-KI werde zu einem Kernbaustein digitaler Infrastruktur. Doch gerade dort sei eben Vertrauen der zentrale Erfolgsfaktor.

  • Bürger, Unternehmen und Behörden müssten sicher sein, „dass sensible Daten geschützt sind und transparente Regeln gelten“.

Deutsche und europäische Datenschutzstandards lieferten nun genau diese Sicherheit. Unternehmen, welche mit „Privacy-by-Design“ arbeiteten, schafften nicht nur rechtskonforme Lösungen, sondern stärkten aktiv das Vertrauen ihrer Kunden und Partner. Im Ergebnis beschleunige Datenschutz die Einführung neuer Technologien, anstatt sie zu bremsen.

„Privacy-first“ als Innovationsmotor für Video-KI verstehen

„Moderne Video-KI benötigt umfangreiche und hochwertige Daten, muss diese jedoch gleichzeitig so verarbeiten, dass keine Rückschlüsse auf identifizierbare Personen möglich sind.“ Fortschrittliche Anonymisierungstechnologien, etwa durch KI-basierte Verfremdung, Maskierung oder Strukturübertragung, ermöglichten genau diesen Spagat.

  • Sie schützten sensible Informationen wirksam, ohne die funktionale Qualität der Aufnahmen für Analyse, Training oder operative Anwendungen zu beeinträchtigen.

In Verbindung mit flexiblen Video-Management-Lösungen entstehe so ein technologischer Rahmen, in dem Datenschutz und Innovation nicht im Widerspruch stünden, sondern sich gegenseitig verstärkten. Der „Privacy-by-Design“-Ansatz werde damit zu einem zentralen Baustein, um leistungsfähige KI-Systeme rechtskonform zu entwickeln und zugleich das Vertrauen von Nutzern und Aufsichtsbehörden zu sichern.

Europas KI-Regeln werden zum globalen Referenzmodell

Während weltweit um geeignete KI-Regulierungen gerungen werde, biete die EU mit der DSGVO und dem „AI Act“ bereits ein kohärentes Rahmenwerk. Viele internationale Unternehmen orientierten sich inzwischen an diesen Standards, weil sie globale Einsatzfähigkeit sicherten.

  • Für Entscheider bedeute dies: „Technologien, die höchste europäische Anforderungen erfüllen, sind in anderen Märkten meist problemlos einsetzbar.“

Deutschland mit seiner besonders strengen Auslegung der DSGVO nehme dabei eine Vorreiterrolle ein. Die Kombination aus klaren rechtlichen Leitlinien, rechtssicherem Umgang mit biometrischen Daten und dem gesellschaftlich hohen Stellenwert von Privatsphäre mache das Land zum „Blueprint“ für international tragfähige KI-Lösungen.

Europäische Kooperationen legen Grundlagen für vertrauenswürdige KI

„Datenschutzkonforme KI braucht nicht nur Technologie, sondern auch hochwertige, rechtssichere Trainingsdaten.“ Genau hierfür setzten europäische Kooperationen an, „die derzeit zu wichtigen Katalysatoren werden“.

  • Ein aktuelles Beispiel sei das Projekt „Hafnia“, in dessen Rahmen gemeinsam mit Partnern wie NVIDIA eine europäische Videodaten-Bibliothek aufgebaut werde. Ziel sei es, KI-Modelle mit realistischen, anonymisierten Daten zu trainieren und gleichzeitig die Prinzipien von „Privacy-by-Design“ konsequent einzuhalten.

Für Städte und Mobilitätsanbieter eröffne dies neue Möglichkeiten, intelligente Verkehrssteuerung und urbane Sicherheit zu verbessern, ohne die Privatsphäre von Bürgern zu gefährden. Für Unternehmen und Verwaltungen biete dies ein Modell, wie KI-Entwicklung und regulatorische Anforderungen von Anfang an miteinander harmonieren könnten.

Europas Chance: Verantwortung als Wettbewerbsvorteil für vertrauenswürdige KI-Lösungen verstehen

„Die globalen Märkte werden sich in den kommenden Jahren stärker denn je an vertrauenswürdigen KI-Lösungen orientieren. Technologien, die Datenschutz nicht nachträglich anpassen müssen, sondern von Beginn an in ihrer Architektur tragen, schaffen langfristige Akzeptanz und verhindern spätere ,Compliance’-Risiken.“

  • Für die europäische Wirtschaft biete dies eine strategische Chance: „Wer heute auf ,Privacy-first’ setzt, positioniert sich langfristig mit Lösungen, die international anschlussfähig, gesellschaftlich akzeptiert und politisch gewollt sind.“

Video-KI zeige exemplarisch, wie Regulierung und Innovation zusammen gedacht werden könnten – und warum der europäische Weg dabei ein Modell für die Welt werde.

Weitere Informationen zum Thema:

milestone
Learn from the past. Understand the present. Predict the future. / Connect all your cameras, sites, and data through an open, flexible, and scalable portfolio. Use responsible AI to turn video data into insights, respond faster, and adapt to whatever comes next.

milestone, 8.03.2025
Project Hafnia: A Game-Changer in AI Model Training

THE ORG
Marian Glaeser – Managing Director (acquired By Milestone Systems)

BERLIN PARTNER, 30.04.2025
Europe´s hottest AI-Startup

Linkedin
Line Bang Riecke Hjardemaal – Sales Director EMEA, Milestone Systems

datensicherheit.de, 28.01.2026
Data Privacy Week 2026: Datenschutz ein europäischer Wettbewerbsvorteil / RISK IDENT mit Zertifizierung nach ISO/IEC 27001:2022 positioniert sich bewusst als europäische Alternative zum Schutz geschäftskritischer Daten

datensicherheit.de, 21.01.2020
KI: Datenethik als Top-Priorität und Wettbewerbsvorteil / Egon Kando warnt vor unkontrollierten Einsätzen sogenannter Künstlicher Intelligenz

datensicherheit.de, 10.02.2016
Datenschutz als Wettbewerbsvorteil verstehen / Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit plädiert für Vereinbarung von Datensparsamkeit, Zweckbindung und Big Data



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