Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von am Freitag, August 12, 2016 20:56 - noch keine Kommentare

Deutsche Nutzer besonders häufig von mobilen Banktrojanern und Ransomware attackiert

Erkenntnisse laut „Malware-Report“ für das zweite Quartal 2016 von KASPERSKY lab

[datensicherheit.de, 12.08.2016] Weltweit steigt nach Erkenntnissen von KASPERYKY lab das Aufkommen von Finanz-Malware an. Demnach hätten Lösungen aus diesem Hause zwischen April und Juni 2016 insgesamt 1.132.031 Finanz-Malware-Attacken verhindert. Dies bedeute einen Anstieg um 15,6 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2016.

Gozi“ und „Nymaim“: Kooperation führender Banking-Trojaner

Einer der Gründe für diesen Anstieg sei der Zusammenschluss zwischen den Hintermännern zweier führender Banking-Trojaner: „Gozi“ und „Nymaim“.
Der „Nymaim“-Trojaner sei zunächst als Ransomware konzipiert worden, die den Zugang zu Daten blockieren und dafür Lösegeld fordern sollte. Die neueste Form beinhalte inzwischen Funktionen des Banking-Trojaners „Gozi“, die den Angreifern die Möglichkeit eines Fernzugriffs auf den infizierten Computer biete. Gemeinsame Anstrengungen seitens der Hintermänner in die Verbreitung der beiden Malware-Familien seien dafür verantwortlich, dass sie gemäß den KASPERSKY-Statistiken zu den Top-10-Bedrohungen der Finanz-Malware zählten.

Deutsche Nutzer im Visier

Deutsche Nutzer würden besonders häufig von mobilen Banktrojanern und Ransomware attackiert. Diese Erkenntnisse gingen aus dem „Malware-Report“ für das zweite Quartal 2016 von KASPERSKY lab hervor.
Banking-Trojaner zählten zu den gefährlichsten Online-Bedrohungen. Sie verbreiteten sich meist über kompromittierte oder betrügerische Webseiten und Spam-Mails. Nach einer Infizierung würden über nachgeahmte offiziell aussehende Online-Banking-Seiten Kundendaten – wie Kontodaten, Passwörter oder Bankkarten – gestohlen.
Finanz-Malware sei derzeit sehr aktiv und entwickele sich rasend schnell weiter, so Denis Makrushin, Sicherheitsexperte bei KASPERSKY lab. „Neue Banking-Trojaner haben durch neue Module wie Ransomware ihre Funktionen signifikant ausgebaut“, erläutert Makrushin. Falls Kriminelle keinen Erfolg beim Stehlen persönlicher Daten hätten, verschlüsselten sie diese und forderten Lösegeld.

Verbreitung wächst: Mobile Banking-Trojaner und mobile Ransomware

Neben Computern seien inzwischen auch mobile Geräte wie Smartphone oder Tablets von Banking-Trojanern betroffen.
Im zweiten Quartal 2016 habe KASPERSKY lab 27.403 mobile Banking-Trojaner entdeckt, deren Großteil aus den Trojaner-Familien „Trojan-Banker.AndroidOS.Asacub“ und „Trojan-Banker.AndroidOS.Svpeng“ stammten.
Nach Anzahl der von mobilen Bank-Trojanern angegriffenen Anwender seien Russland und Deutschland die meistbetroffenen Länder.
Im zweiten Quartal 2016 habe KASPERSKY lab 83.048 Installationspakete mobiler Erpresser-Trojaner entdeckt, etwa so viele wie im vorangegangenen Quartal und sieben Mal mehr als im vierten Quartal 2015. Der häufigsten Schädling sei „Trojan-Ransom.AndroidOS.Fusob“. Die Länder mit dem höchsten Anteil der von mobiler Ransomware angegriffenen Anwender seien Kanada, Deutschland, die USA sowie die Schweiz.



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