Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Donnerstag, September 8, 2011 16:08 - noch keine Kommentare
antispameurope verzeichnet stark erhöhtes Spamaufkommen
Warnung vor dem Kauf gefälschter Luxuswaren oder Befolgung der Aufforderung in Phishing-E-Mails
[datensicherheit.de, 08.09.2011] Seit einigen Tagen verzeichnet antispameurope ein stark erhöhtes Spamaufkommen. Zwei voneinander unabhängige Wellen kursierten derzeit:
Einerseits sollten Nutzer auf Online-Shops gelockt werden, um gefälschte Luxusgüter wie Taschen, Uhren oder Schuhe zu erstehen. Die andere Spamwelle versuche, Konto- und Kreditkarteninformationen von Personen zu „phishen“.
Beide Spamattacken bedienten sich eines Botnetzes – gekaperte Rechner, die ihren E-Mail-Verkehr über einen regulären Mailserver abwickeln, versenden ohne Wissen des Besitzers Spam-Nachrichten. Der Vorteil für die Spammer liege darin, dass die IP-Adressen des Mailservers für die Spamfilter nicht bekannt seien und auch nicht in eine „Blacklist“ aufgenommen werden könnten.
Zur Erkennung der Schad-Nachrichten nutzten die Spezialisten von antispameurope daher andere Erkennungsmethoden. Die Wichtigste sei, dass Spam-Mails mit dem Link zum Luxus-Online-Shop über bestimmte Phrasen in der Nachricht entdeckt werden könnten. Indem die antispameurope-Mitarbeiter diese mit in den Filter aufgenommen hätten, habe sich ein unkontrolliertes Zustellen dieser E-Mails verhindern lassen. Für den Link in der E-Mail benutzten die Spammer übrigens einen Linkverkürzer, um die eigentliche URL zu verschleiern.
Beim „Phishing“-Angriff seien die Spam-Experten den schädlichen Nachrichten auf eine andere Art auf die Schliche gekommen – die unerwünschten E-Mails verrieten sich sowohl durch einen unnatürlichen Textinhalt als auch durch die Absende-Adresse. Da VISA und Mastercard zwei voneinander unabhängige Kreditanstalten sind, könne etwa die Adresse „anstalt [at] anstalt [dot] visa-mastercard [dot] de“ nicht existieren. Zudem verschickten Kreditunternehmen niemals Dateianhänge. Im Falle dieser Spamnachricht versuchten die Betrüger, in den Besitz sämtlicher Kreditkarteninformationen zu gelangen, inklusive der Karten-Prüfnummer und des zusätzlichen „Secure-Codes“ von Mastercard beziehungsweise des „Verified by VISA“-Passwortes.
„Phishing-Attacke“: Schon allein das holprige Deutsch lässt in der Regel die unseriöse Absicht des Versenders schnell erkennen.
Sie verzeichneten in den letzten Tagen Spam-Mails in einem stark erhöhten Umfang. Etwa doppelt so viele Schad-Mails wie im Durchschnitt filterten sie derzeit heraus, so Olaf Petry, „Leiter IT-Betrieb“ bei antispameurope. Auch wenn die Spammer versuchten, immer professioneller aussehende Nachrichten zu verschicken, hinterließen sie im Normalfall so viele Spuren, dass sie diese schnell erkennen und ihre Filterregeln entsprechend sofort anpassen könnten, um ein Zustellen in die Postfächer ihrer Kunden zu vermeiden.
Aktuelles, Experten - Juni 9, 2026 12:04 - noch keine Kommentare
Drohnen-Mitnahme bei Flugreisen: Akkus falsch einzupacken kann zu Hunderten Euro Verlust führen
weitere Beiträge in Experten
- „Bestes Netz für Deutschland“ – Memorandum of Understanding für Netzausbau unterzeichnet
- Informatik-Monitor Junior 2026: Informatorische Bildung an Grundschulen auf Basis lückenhafter Lehrpläne
- Silicon Saxony begrüßt EU Chips Act 2.0 – fordert indes industrielle Substanz in Berlin, München und Dresden
- Social Media in geordneten Bahnen: Aktualisierter LfDI-Handlungsrahmen für öffentliche Stellen
- BfDI bekräftigt Forderung nach Bundestransparenzgesetz
Aktuelles, Branche, Produkte - Juni 6, 2026 0:33 - noch keine Kommentare
Malwarebytes Scam Number Check: Kostenlose Rückwärtssuche für Telefonnummern zum Verbraucherschutz
weitere Beiträge in Branche
- Niederlage oder Sieg: Backups im Kontext der Cyberrisiken rund um die Fußball-WM 2026
- Cybersicherheit quasi Torhüter der Netzwerke: WM 2026 als Herausforderung und Inspiration
- Händewaschen als Best Practice: Lernkultur zwischen Krankenhaushygiene und Identity Security
- Digitale Souveränität: Speicherort der Daten notwendiges, aber nicht mehr hinreichendes Kriterium
- SANS Institute publiziert Umfrage: CTI von CISOs überwiegend unterschätzt
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen




Kommentieren