Aktuelles, Experten, Veranstaltungen - geschrieben von am Donnerstag, Juli 23, 2026 0:41 - noch keine Kommentare

„Plattform Privatheit“: Jahreskonferenz 2026 am 8. und 9. Oktober in Berlin

Die „11. Interdisziplinäre Jahreskonferenz der Plattform Privatheit“ widmet sich der Wechselwirkung von Innovation, Wettbewerb sowie Werteorientierung und fokussiert auf die Problematik „Datenschutz- und Digitalregulierung zwischen Innovationshemmnis und Standortvorteil“

[datensicherheit.de, 23.07.2026] Im Kontext der vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten „Plattform Privatheit“ als ein bundesweites Vernetzungsprojekt untersuchen Experten interdisziplinär, kritisch und unabhängig Fragestellungen zu Privatheit und Datenschutz in der digitalen Welt. Die „Plattform Privatheit“ wird vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung und dem Wissenschaftlichen Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung an der Universität Kassel koordiniert. Im Rahmen der Jahreskonferenz 2026 der „Plattform Privatheit“ soll erörtert werden, wie werteorientierte Innovation gestaltet werden kann, welche sowohl Grundrechte wahrt als auch Europas technologische und wirtschaftliche Handlungsfähigkeit stärkt. Auf der Tagung soll diese Debatte aus interdisziplinärer Perspektive geführt werden.

„11. Interdisziplinäre Jahreskonferenz der Plattform Privatheit“

„Innovation, Wettbewerb und Werteorientierung: Datenschutz- und Digitalregulierung zwischen Innovationshemmnis und Standortvorteil“
8. und 9. Oktober 2026, Villa Elisabeth, Invalidenstraße 3 in 10115 Berlin

  • Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei – um Anmeldung wird gebeten.

„Keynote-Speaker“ (ohne Gewähr):

  • Prof. Dr. Sandra Wachter, Oxford University, „Oxford Internet Institute“
  • Dr. Thomas Roth, Boehringer Ingelheim, „Head of Global Data Protection & AI“: „Datenschutz & KI-Compliance bei einem globalen und forschenden Pharmaunternehmen – ein Erfolgsfaktor, kein Innovationshindernis!“
  • Cláudio Teixeira, „Head of Digital Policy of BEUC“, The European Consumer Organisation

„Plattform Privatheit“ widmet sich auch konkreten praktischen Fragen im Spannungsfeld von Datenverfügbarkeit und Datenschutz

Im Spannungsfeld zwischen „Innovation first“ und „Values by Design“ zeigten sich zentrale Konfliktlinien: Forderungen nach maximalem Datenzugang für Künstliche Intelligenz (KI), personalisierte Medizin, „Smart Cities“ oder Sicherheitsforschung einerseits stünden Grundsätzen wie Zweckbindung, Datenminimierung und Informationeller Selbstbestimmung andererseits gegenüber.

  • Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) sowie Start‑ups sähen sich überproportionalen „Compliance“-Anforderungen ausgesetzt, während große Plattformen Skalenvorteile nutzten. Forschungsfreiheit kollidiere mit den Rechten Betroffener, mit Betriebs‑ und Geschäftsgeheimnissen sowie mit Grundsätzen der demokratischen Ordnung.

Gleichzeitig blieben praktische Fragen offen: „Wie können KI‑Systeme trainiert werden, ohne massenhaft auf geschützte Daten zuzugreifen? Wie lässt sich die flächendeckende Verhaltensanalyse durch Plattformen begrenzen? Wie können Forschungsdaten über Grenzen hinweg geteilt werden, ohne Schutzstandards zu unterlaufen?“

Weitere Informationen zum Thema:

Plattform Privatheit
Wer wir sind und was wir tun

Fraunhofer ISI
gemeinsam | Zukunft | gestalten

UNI KASSEL
Wissenschaftliches Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung (IteG)

Plattform Privatheit, 24.03.2026
Jahrestagung 2026 – Innovation, Wettbewerb und Werteorientierung

Plattform Privatheit
Anmeldung zur Jahrestagung am 08./09. Oktober 2026

Villa Elisabeth & St. Elisabeth-Kirche
Adresse und Anfahrt / Invalidenstr. 3, 10115 Berlin, nahe Weinbergspark und Brunnenstraße, Zugang durch den Kirchpark.

datensicherheit.de, 03.04.2017
Neue Studie: Einfache Wege zu mehr Privatheit / Stiftung Datenschutz empfiehlt Einsatz „Personal Information Management Services“ (PIMS)



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