Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von dp am Mittwoch, Oktober 16, 2024 22:24 - noch keine Kommentare
DACH-Region: Alarmierende Zunahme der DDoS-Angriffe
Deutschland laut „NETSCOUT DDoS Threat Intelligence Report“ am stärksten von DDoS-Attacken betroffen
[datensicherheit.de, 16.10.2024] Laut einer Meldung von NETSCOUT zeigt der aktuelle „NETSCOUT DDoS Threat Intelligence Report“, dass sogenannte hacktivistische Aktivitäten weltweit zunehmen und für Organisationen sowie Branchen eine zunehmende Bedrohung darstellen, indem sie ihre Netzwerke durch DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) überfordern: „Netzwerke und Server werden hierbei gezielt mit einer überdurchschnittlich hohen Menge von Anfragen bombardiert, so dass Nutzer keinen Zugriff mehr erhalten und die Dienste ausfallen.“ Deutschland belegt demnach im weltweiten Vergleich in zwei Kategorien den ersten Platz. „Sowohl bei der Größe der Bandbreite als auch bei der Datenübertragungsgeschwindigkeit, während eines DDoS-Angriffs, wurden in Deutschland die höchsten Werte gemessen.“
DDoS-Attacken fokussieren insbesondere auf die DACH-Region
In der DACH-Region seien der Telekommunikations- und Hosting-Sektor das Hauptziel. Kritische Infrastrukturen (KRITIS) in Deutschland seien dem Bericht zufolge verglichen mit Österreich und der Schweiz am stärksten betroffen – sowohl im Bezug auf die Häufigkeit als auch auf die Komplexität der DDoS-Angriffe:
Während Österreich bis zu 12.918 und die Schweiz eine maximale Anzahl von 17.316 Angriffe erlitten habe, seien für Deutschland mit 119.330 fast das Siebenfache an Attacken im Vergleich zur Schweiz, bzw. Neunfache verglichen mit Österreich, zu verzeichnen.
Vermehrte Anzahl an DDoS-Attacken oft in Kombination mit politischen Ereignissen
Der Deutsche Spitzenwert sei auf Datenverarbeitungs- und Hosting-Dienste zurückführen, während sich der maximale Wert der Nachbarländer auf Festnetz-Telekommunikationsanbieter beziehe. DDoS-Attacken zeichneten sich in Deutschland durch Multivektoren aus, die ihr Ziel zeitgleich aus unterschiedlichen Richtungen attackierten und Schwachstellen auf der Netzwerk- und Anwendungseben ausnutzten. Ein weiteres kritisches Element sei die Dauer der DDoS-Angriffe. „Hierbei war die Höchstdauer von rund 65 Minuten in der Schweiz zu verzeichnen, gefolgt von Österreich mit fast 57 Minuten und Deutschland mit 54 Minuten.“
Die vermehrte Anzahl an DDoS-Attacken und „hacktivistischen“ Aktivitäten seien oft in Kombination mit politischen Ereignissen festzustellen. Ein Erklärungsansatz für den erheblichen Anstieg dieser Attacken in der sogenannten EMEA-Region und dem Nahe Osten könnten geopolitische Spannungen sein, doch auch internationale Großveranstaltungen wie die Fußball-Europameisterschaft und die 2024 in Europa stattgefundenen Olympischen Spiele könnten als Katalysator dienen.
Weitere Informationen zum Thema:
NETSCOUT
DDoS THREAT INTELLIGENCE REPORT
NETSCOUT
Germany
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