Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Mittwoch, Juni 24, 2026 1:05 - noch keine Kommentare
Prime Day zunehmend auch Crime Day
Adam Marrè warnt vor „Cybertücken“ solcher Online-Aktionstage – wie aktuell dem „Amazon Prime Day“ – und gibt Verbrauchern Tipps, um sich vor cyberkriminellen Fallen zu schützen
[datensicherheit.de, 24.06.2026] Der aktuelle „Amazon Prime Day“ geht vom 23. bis 26. Juni 2026 – für „Amazon Prime“-Mitglieder soll diese Aktion mit Sonderangeboten ein besonderes Einkaufserlebnis bieten. Indes warnt auch Adam Marrè, CISO bei Arctic Wolf, vor den „Cybertücken“ solcher Online-Aktionstage und gibt Tipps, wie sich Verbraucher schützen können. Als Beispiel sei der gegenwärtige „Amazon Prime Day“ wohl ein „Fest für Schnäppchenkäufer“ – aber eben auch für Cyberkriminelle. „Es ist beim Einkaufen also Vorsicht geboten!“, gibt er zu bedenken.

Foto: Arctic Wolf
Adam Marrè empfiehlt grundsätzlich, sich ein paar zusätzliche Augenblicke Zeit zu nehmen, um die Echtheit einer Nachricht zu überprüfen
Mittels KI können Cyberkriminelle personalisierte, täuschend echt wirkende Nachrichten erstellen
„Jährliche Shopping-Events wie der ,Amazon Prime Day’ sind nicht nur für Verbraucherinnen und Verbraucher eine rege Einkaufszeit, auch Betrüger haben dann Hochkonjunktur!“, so Marrè.
- Cyberkriminelle wüssten, dass Konsumenten „aktiv nach Angeboten suchen, Lieferbenachrichtigungen erwarten und verstärkt auf Werbebotschaften reagieren“. Dadurch biete sich die Gelegenheit für besonders glaubhafte betrügerische E-Mails, SMS-Nachrichten und Websites, welche Nutzer nicht als solche erkennen könnten.
Mittels Künstlicher Intelligenz (KI) könnten Cyberkriminelle personalisierte Nachrichten in großem Maßstab erstellen, „die vertrauenswürdige Marken täuschend echt nachahmen“. Dadurch werde es für Verbraucher zunehmend schwieriger, zwischen einem legitimen Angebot und einem Online-Betrugsversuch zu unterscheiden.
Folgen eines erfolgreichen Phishing-Angriffs drohen weit über einzelne Transaktion hinauszugehen
Marrè gibt Online-Einkäufern den Rat: Sie sollten bei Nachrichten vorsichtig sein, welche z.B. auf Probleme mit einer Bestellung, Zahlung oder Lieferung hinweisen – insbesondere dann, wenn sie Dringlichkeit suggerieren oder dazu auffordern, auf einen Link zu klicken. Am sichersten sei es, die Website oder App des jeweiligen Händlers direkt aufzurufen und dort die Angaben zu überprüfen, anstatt Links in E-Mails oder Textnachrichten zu folgen.
- „Ein erfolgreicher Phishing-Angriff kann Folgen haben, die weit über eine einzelne Transaktion hinausgehen. Gelangen Betrüger an Zugangsdaten, können sie Online-Konten übernehmen, auf persönliche Informationen zugreifen, unautorisierte Einkäufe tätigen oder gestohlene Daten für spätere Betrugsversuche nutzen.“
Marrès Fazit: „Sich ein paar zusätzliche Augenblicke Zeit zu nehmen, um die Echtheit einer Nachricht zu überprüfen, kann verhindern, dass aus einer kleinen Unachtsamkeit schwerwiegende Probleme wie Identitätsbetrug oder finanzielle Verluste werden!“
Weitere Informationen zum Thema:
ARCTIC WOLF
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